| Dokumentenidentifikation |
DE19629896A1 30.04.1998 |
| Titel |
Bügeltisch mit Saug-Blas-Vorrichtung |
| Anmelder |
Veit GmbH & Co, 86899 Landsberg, DE |
| Erfinder |
Steger, Hans-Jürgen, Dr.-Ing., 80997 München, DE |
| Vertreter |
Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München |
| DE-Anmeldedatum |
24.07.1996 |
| DE-Aktenzeichen |
19629896 |
| Offenlegungstag |
30.04.1998 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
30.04.1998 |
| IPC-Hauptklasse |
D06F 81/08
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung betrifft einen Bügeltisch mit einer Saug-Blas-Vorrichtung für den industriellen und nichtindustriellen Einsatz, der dadurch gekennzeichnet ist, daß eine erste und eine zweite Gebläseeinheit 3, 4 mit je einem scheibenförmigen Radiallüfterrad vorgesehen ist, wobei die Gebläseeinheiten 3, 4 an der Unterseite des hohlen Tischkörpers des Bügeltisches in einer parallel zur Unterseite des Tischkörpers verlaufenden Ebene angeordnet sind und mit dem Innenraum des hohlen Tischkörpers so in Wirkverbindung stehen, daß die erste Gebläseeinheit 3 ansaugt und die zweite Gebläseeinheit 4 bläst, wenn die Gebläseeinheiten von einem Antriebsmittel 7, 8 angetrieben werden und die Luftabsperrmittel so schaltbar sind, daß im Betriebszustand Blasen die erste Gebläseeinheit 3 mit einem Luftabsperrmittel verschlossen ist und im Betriebszustand Saugen die zweite Gebläseeinheit 4 mit einem Luftabsperrmittel verschlossen ist.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Bügeltisch mit einer Saug-Blas-Vorrichtung für den
industriellen und nichtindustriellen Einsatz. Bekannte Bügeltische dieser
Gattung weisen einen hohlen Tischkörper auf, dessen Bügelfläche mit einer
luftdurchlässigen Textilbespannung bezogen ist. Über Öffnungen an der
Unterseite oder der Stirnseite des Bügeltisches wird wechselweise Luft abgesaugt
oder eingeblasen. Beim Luftabsaugen wird das Bügelgut auf dem Bügeltisch
fixiert und das beim Dampfbügeln in das Bügelgut und in die
Textilbespannung des Bügeltisches eingedrungene kondensierte Wasser abgesaugt.
Gleichzeitig wird das Bügelgut gekühlt, wodurch die Form, die dem Bügelgut
durch den Bügelvorgang aufgeprägt wurde, fixiert wird. Beim Blasvorgang
wird Luft durch die Textilbespannung des Bügeltisches geblasen. Damit wird
erreicht, daß das Bügelgut auf einem Luftpolster schwebt. Diese Betriebsart
ermöglicht das Bügeln von schwierigen Stoffstellen, wie z. B.
dreidimensionale Ausformungen.
Es wurde bereits versucht, diese im industriellen Einsatz bewährte
Bügeltechnologie für den häuslichen Bereich zu nutzen. Ein Beispiel dafür zeigt die DE 25 52 778,
die eine konstruktive Lösung für einen Bügeltisch angibt, der wie
ein aus dem Stand der Technik hinreichend bekanntes Haushaltsbügelbrett
zusammengeklappt werden kann. Am hinteren Endabschnitt des Bügeltisches
ist ein relativ großer quaderförmiger Gebläsekasten mit einem Sauggebläse
angeordnet. Auf Grund des Gebläsekastens ist der Bügeltisch im
zusammengeklappten Zustand wesentlich breiter als ein herkömmliches
Haushaltsbügelbrett. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das Gebläse nur eine
Saugfunktion aufweist.
Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik ist es die
Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Bügeltisch mit einer Saug- und
Blasfunktion bereitzustellen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem Bügeltisch nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, daß das Gebläse eine erste und eine
zweite Gebläseeinheit mit je einem scheibenförmigen Radiallüfterrad aufweist,
wobei die Gebläseeinheiten an der Unterseite des hohlen Tischkörpers in
einer, parallel zur Unterseite des Tischkörpers verlaufenden Ebene angeordnet
sind und mit dem Innenraum des hohlen Tischkörpers so in Wirkverbindung
stehen, daß die erste Gebläseeinheit ansaugt und die zweite Gebläseeinheit
bläst, wenn die Gebläseeinheiten von dem Antriebsmittel angetrieben werden,
wobei Luftabsperrmittel so schaltbar sind, daß im Betriebszustand Blasen die
erste Gebläseeinheit mit einem ersten Luftabsperrmittel verschlossen ist, und
im Betriebszustand Saugen die zweite Gebläseeinheit mit einem zweiten
Luftabsperrmittel verschlossen ist.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung der Gebläseeinheiten liegt
darin, daß die scheibenförmigen Lüfterräder auf Grund ihrer flachen Bauform
gut geeignet sind, die Dickenabmessungen des Bügeltisches zu begrenzen.
Weiterhin erbringen Lüfterräder der Radial-Bauform einen sehr hohen
Wirkungsgrad, der den bügeltechnisch erforderlichen Saug- bzw. Blasdruck
gewährleistet.
Ein weiterer Vorteil der scheibenförmigen Lüfterräder ist die Möglichkeit der
technologisch kostengünstigen Herstellung durch ein Spritzgießverfahren bei
sehr großer Stückzahl. Durch die Auswahl von Plastwerkstoffen mit geringer
Dichte können die Lüfterräder ausreichend leicht gebaut werden, damit die
Gesamtmasse des Bügeltisches gering gehalten werden kann.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird hinsichtlich des
Außendurchmessers D des Lüfterrades und seiner Dicke H folgendes Verhältnis eingehalten:
D/H ≥ 4. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform beträgt das
Verhältnis D/H ≥ 6.
Bezüglich des Antriebs besteht die Möglichkeit, beide Gebläseeinheiten
gleichzeitig anzutreiben und eine der beiden an ihrer Saugöffnung
abzusperren. Da die betreffende Gebläseeinheit dann nahezu keine Arbeit verrichtet,
d. h. leer mitläuft, wird auch keine nennenswerte Antriebsenergie zusätzlich
verbraucht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Luftabsperrmittel
für beide Gebläseeinheiten miteinander gekoppelt bzw. bilden eine Einheit.
Daher ist es möglich, bei laufenden Gebläseeinheiten durch Betätigung der
gekoppelten Luftabsperrmittel einen stufenlosen Übergang vom Saugbetrieb
zum Blasbetrieb zu bewirken.
Nach einer anderen Ausführungsform des Antriebs besteht die Möglichkeit,
über ein schwenkbares Reibrad wechselweise, je nach Betriebsart, nur eine
Gebläseeinheit anzutreiben.
In einer weiteren Ausführungsform wird für jede Gebläseeinheit ein separater
Antriebsmotor vorgesehen, der vorteilhaft im Lüfterrad integriert sein kann.
Bei dieser Ausführungsform wird der konstruktiv groß bauende Riementrieb
durch zwei kleine Motore ersetzt, was zu einer kompakten Bauweise führt.
Weitere Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele
in Verbindung mit den beigefügten schematischen Zeichnungen, wobei sich
die Erfindung auf alle daraus entnehmbaren neuen Merkmale oder
Merkmalskombinationen richtet, auch wenn diese nicht ausdrücklich in den Ansprüchen
angeführt sein sollten.
Es zeigt
Fig. 1 den Querschnitt einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Bügeltisches,
Fig. 2 die Draufsicht des Bügeltisches von Fig. 1,
Fig. 3 den Querschnitt einer zweiten Ausführungsform des
erfindungsgemaßen Bügeltisches,
Fig. 4 die Draufsicht des Bügeltisches von Fig. 3 und
Fig. 5 die Anordnung eines Luftabsperrmittels.
Fig. 1 zeigt den Querschnitt einer ersten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Bügeltisches mit einem hohlen Tischkörper 1, auf dessen Öffnungen
aufweisender Oberseite luftdurchlässiges Material 2 aufgebracht ist, so daß
ein Luftaustausch zwischen dem Innenraum des hohlen Tischkörpers 1 und
der Umgebungsluft möglich ist. An der Unterseite des Tischkörpers 1 sind
zwei Gebläseeinheiten 3 und 4 so angeordnet, daß Luft von der
Gebläseeinheit 3 aus dem Innenraum des Tischkörpers 1 abgesaugt werden kann;
nachfolgend als Betriebsart Saugen bezeichnet. Dazu ist die Saugöffnung 5 der
Gebläseeinheit 3 luftdicht mit dem Tischkörper 1 verbunden. Die
Gebläseeinheit 4 ist dafür vorgesehen, Außenluft in den Innenraum des hohlen
Tischkörpers 1 zu drücken; nachfolgend als Betriebsart Blasen bezeichnet. Dazu ist die
Blasöffnung 6 der Gebläseeinheit 4 luftdicht mit dem Tischkörper 1
verbunden. Die Gebläseeinheiten 3 und 4 werden mittels eines Motors 7 über einen
Riementrieb 8a angetrieben.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung werden beide Gebläseeinheiten
gleichzeitig angetrieben. Der gleichzeitige Antrieb beider Gebläseeinheiten ist
deshalb vorteilhaft, da keine weiteren Schaltmittel oder Kupplungen oder dgl.
erforderlich sind, um jeweils ein Lüfterrad auszukuppeln.
Um eine Saug- bzw. Blasfunktion zu bewirken, müssen weiterhin
Luftabsperrmittel (nicht dargestellt) vorgesehen werden, die folgende Funktionen
erfüllen: In der Betriebsart Saugen wird mittels eines ersten Luftabsperrmittels
die Saugöffnung 9 der Gebläseeinheit 4 verschlossen, so daß die von der
Gebläseeinheit 3 aus dem Innenraum des Tischkörpers 1 abgesaugte Luft
über das luftdurchlässige Material 2 der Bügelfläche nachströmt. In der
Betriebsart Blasen wird die Absperrung an der Saugöffnung 9 der Gebläseeinheit
4 aufgehoben und mittels eines zweiten Luftabsperrmittels die Saugöffnung
10 der Gebläseeinheit 3 verschlossen, so daß die von der Gebläseeinheit 4 in
den Innenraum des Tischkörpers 1 eingeblasene Luft über das
luftdurchlässige Material 2 der Bügelfläche entweicht.
Die Fig. 2 zeigt die Draufsicht des Bügeltisches aus Fig. 1. Es ist ersichtlich,
daß der Durchmesser D der Lüfterräder nahezu die Breite des Tischkörpers 1
erreicht. Je größer der Durchmesser in Bezug zur Breite des Tischkörpers ist,
um so effektiver ist die Saug- bzw. Blaswirkung.
Fig. 3 zeigt den Querschnitt einer zweiten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Bügeltisches. Der Antrieb für die Gebläseeinheiten ist als Reibrad 8b
ausgeführt, das mit beiden Gebläseeinheiten in Eingriff steht. Mit dieser
Anordnung wird eine kompakte Bauweise erzielt. Es ist auch möglich, das
Reibrad schwenkbar anzuordnen, so daß es jeweils nur mit einer Gebläseeinheit in
eingriff ist.
Fig. 4 zeigt die Draufsicht des Bügeltisches aus Fig. 3, aus der die räumliche
Anordnung der Antriebseinheit 7, 8 ersichtlich ist.
Die Luftabsperrmittel können als Klappen oder als Schieber ausgebildet sein.
Vorzugsweise sind die Luftabsperrmittel so miteinander verkoppelt, daß bei
einer Umschalthandlung von einer Betriebsart zur anderen beide
Luftabsperrmittel gleichzeitig betätigt werden. Die Fig. 5 zeigt eine solche
Ausführungsform, die als ein Schieber 9 (schraffierte Fläche) ausgebildet ist. Der Schieber
wird z. B. von Hand gemäß der Richtungen des Doppelpfeils verschoben,
wobei wechselweise die Saug- oder die Blasfunktion eingestellt wird. Diese
Schieberkonstruktion eignet sich für eine stufenlose Verstellung zwischen der
Saug; und der Blasfunktion.
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| Anspruch[de] |
- 1. Bügeltisch mit Saug-Blas-Funktion, der aufweist:
- - einen hohlen Tischkörper (1), auf dessen, eine Vielzahl von Öffnungen
aufweisender Oberseite ein luftdurchlässiges Material (2) aufgebracht ist, so daß
ein Luftaustausch zwischen dem Innenraum des hohlen Tischkörpers (1) und
der Umgebungsluft möglich ist,
- - ein Gebläse zum Bewirken einer Betriebsart Saugen und einer Betriebsart
Blasen, wobei in der Betriebsart Saugen ein Unterdruck und in der Betriebsart
Blasen ein Überdruck in dem hohlen Tischkörper (1) erzeugt wird,
- - Antriebsmittel für die Gebläseeinheit
- - umschaltbare Luftabsperrmittel, die in Verbindung mit dem Gebläse durch
Umschalten die Betriebsart Saugen oder Blasen bewirken, dadurch
gekennzeichnet, daß
- - das Gebläse eine erste und eine zweite Gebläseeinheit (3, 4) mit je einem
scheibenförmigen Radiallüfterrad aufweist, wobei
- - die Gebläseeinheiten (3, 4) an der Unterseite des hohlen Tischkörpers
in einer parallel zur Unterseite des Tischkörpers verlaufenden
Ebene angeordnet sind und mit dem Innenraum des hohlen Tischkörpers so
in Wirkverbindung stehen, daß die erste Gebläseeinheit (3) ansaugt und
die zweite Gebläseeinheit (4) bläst, wenn die Gebläseeinheiten von dem
Antriebsmittel (7, 8) angetrieben werden und
- - die Luftabsperrmittel so schaltbar sind, daß
- - im Betriebszustand Blasen die erste Gebläseeinheit (3) mit einem
Luftabsperrmittel verschlossen ist und
- - im Betriebszustand Saugen die zweite Gebläseeinheit (4) mit einem
Luftabsperrmittel verschlossen ist.
- 2. Bügeltisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
scheibenförmigen Radiallüfterräder einen Außendurchmesser D und eine Höhe H
aufweisen, wobei folgende Beziehung eingehalten wird:
D/H ≥ 4.
- 3. Bügeltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Gebläseeinheiten (3, 4) in jeder Betriebsart gleichzeitig angetrieben
werden.
- 4. Bügeltisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Luftabsperrmittel so schaltbar sind, daß
- - im Betriebszustand Blasen die Saugöffnung (5) der ersten
Gebläseeinheit (3) mit einem Luftabsperrmittel verschlossen ist und
- - im Betriebszustand Saugen die Saugöffnung (6) der zweiten
Gebläseeinheit (4) mit einem Luftabsperrmittel verschlossen ist.
- 5. Bügeltisch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Betriebsart Saugen nur die Gebläseeinheit (3) und in der Betriebsart Blasen
nur die Gebläseeinheit (4) angetrieben wird.
- 6. Bügeltisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Antriebsmittel für die Gebläseeinheiten (3, 4) ein schwenkbares Reibrad aufweist, das
wechselweise mit der Gebläseeinheit (3) oder (4) in Wirkverbindung schaltbar
ist.
- 7. Bügeltisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für jede
Gebläseeinheit (3, 4) ein separater Antriebsmotor vorgesehen ist.
- 8. Bügeltisch nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftabsperrmittel miteinander gekoppelt sind, so daß
sie gleichzeitig bedienbar sind.
- 9. Bügeltisch nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Luftabsperrmittel als ein Schiebeblech (9) ausgebildet sind.
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Patent Zeichnungen (PDF)
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