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Dokumentenidentifikation DE19643421A1 30.04.1998
Titel Kastenförmiger Behälter aus Kunststoff
Anmelder Fritz Schäfer GmbH, 57290 Neunkirchen, DE
Vertreter Hemmerich, Müller & Partner, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 22.10.1996
DE-Aktenzeichen 19643421
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B65D 1/22
IPC-Nebenklasse B65D 1/42   
Zusammenfassung Ein kastenförmiger Behälter aus Kunststoff, insbesondere Lager- und Transportkasten, bei welchem ein eine ebene Oberseite aufweisender Boden unterseitig durch Versteifungsrippen stabilisiert ist, und bei welchem sich längs des Bodenrandes in Richtung der Bodenebene verlaufende, ein Bodenmittelfeld mit den sich gitterartig kreuzenden Versteifungsrippen rahmenartig begrenzende Flachstege erstrecken, die durch quer zum Bodenrand verlaufende Versteifungsrippen im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt sind, wobei die zwischen der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite und den Versteifungsrippen eingegrenzten Freiräume bodenrandseitig völlig offen sind und die die Flachstege abstützenden Versteifungsrippen ohne Verbindung zu den längs und quer verlaufenden Versteifungsrippen des Bodenmittelfeldes ausgebildet sind, wird in spritztechnisch einfache Weise mit erhöhter Steifigkeit, insbesondere hinsichtlich der Bodendurchbiegung, erreicht, wenn auf der Bodenunterseite mindestens ein sich über die gesamte Behälterlänge und/oder -breite erstreckender, durchgängig offener tunnelartiger Holm angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen kastenförmigen Behälter aus Kunststoff, insbesondere Lager- und Transportkasten, bei welchem ein eine ebene Oberseite aufweisender Boden unterseitig durch Versteifungsrippen stabilisiert ist, und bei welchem sich längs des Bodenrandes in Richtung der Bodenebene verlaufende, ein Bodenmittelfeld mit den sich gitterartig kreuzenden Versteifungsrippen rahmenartig begrenzende Flachstege erstrecken, die durch quer zum Bodenrand verlaufende Versteifungsrippen im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt sind, wobei die zwischen der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite und den Versteifungsrippen eingegrenzten Freiräume bodenrandseitig völlig offen sind und die die Flachstege abstützenden Versteifungsrippen ohne Verbindung zu den längs und quer verlaufenden Versteifungsrippen des Bodenmittelfeldes ausgebildet sind.

Ein solcher Behälter bzw. Kasten ist durch die DE 43 38 063 A1 bekanntgeworden. Die im Randbereich rahmenartig umlaufenden Flachstege, so daß der Behälter im Randbereich mit einem quasi doppelten Boden versehen ist, stellen eine auf Röllchenbahnen lauffähige Fußleiste dar. Durch die bei diesem Behälter von dem zentralen Bodenmittelfeld entkoppelte Lauffläche wird erreicht, daß in dem Bodenmittelfeld auftretende Durchbiegungen keinen Einfluß auf die umlaufende Lauffläche haben, die somit keine aufgrund von Durchbiegungen bewirkte Bewegung des Bodenmittelfeldes mitmacht.

Bei einem aus der DE 37 09 190 C2 bekannten Behälter ist das Bodenmittelfeld nicht von der umlaufenden planparallelen Stütz- und/oder Lauffläche entkoppelt, sondern die Stege der Verrippung sind einstückig rahmenartig miteinander verbunden. In dem damit vorliegenden Versteifungsrahmen sind quer zu dessen Längsstegen den Boden unterfangende Einschub- bzw. Durchsteckkanäle eingeformt, in die sich im Bedarfsfalle ein Versteifungsprofil, vorzugsweise ein Rohr, einführen läßt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Boden eines gattungsgemäßen Behälters in spritztechnisch einfacher Weise mit erhöhter Steifigkeit, insbesondere hinsichtlich der Bodendurchbiegung, zu schaffen.

Diese Aufgabe wird verblüffend einfach dadurch gelöst, daß auf der Bodenunterseite mindestens ein sich über die gesamte Behälterlänge und/oder -breite erstreckender, durchgängig offener tunnelartiger Holm angeordnet ist. Das entkoppelte Bodenmittelfeld erfährt durch gemäß vorteilhaften Ausgestaltungen der Erfindung entweder zwei im Abstand nebeneinander liegenden Querholmen bzw. mindestens einem Längsholm oder sich kreuzend angeordneten Holmen eine so große Stabilität, daß es auch bei hohen Ladegewichten nicht zu einer unerwünschten, d. h. unzulässigen, die guten Laufeigenschaften des Behälters beeinträchtigenden Durchbiegung des Bodens kommen kann. Zudem ist die spritztechnische Herstellung sehr einfach, da sich die Holme unproblematisch entformen lassen.

Nach einem Vorschlag der Erfindung sind die Holme mit äußeren, von den Behälter-Laufflächen nach innen geneigten Schrägflächen ausgebildet. Diese Neigungsabschnitte des bzw. der Holme unterstützen, daß der Behälter auch bei schwerer mittiger Belastung und einer sich daraus ergebenden zulässigen Durchbiegung stoßfrei auf Röllchenbahnen laufen kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung näher erläutert sind. Es zeigen:

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung die Unteransicht eines Behälterbodens mit zwei Querholmen;

Fig. 2 den Boden gemäß Fig. 1 von oben gesehen, perspektivisch im Teilschnitt dargestellt;

Fig. 3 in perspektivischer Darstellung die Unteransicht eines Behälterbodens mit einem Längsholm;

Fig. 4 den Boden gemäß Fig. 3 von oben gesehen, perspektivisch und teilgeschnitten dargestellt;

Fig. 5 in perspektivischer Darstellung die Unteransicht eines Behälterbodens mit die Querholme kreuzendem Längsholm; und

Fig. 6 den Boden gemäß Fig. 5 von oben gesehen, perspektivisch und teilgeschnitten dargestellt.

Von einem hinlänglich bekannten Lager- und Transportkasten, der eine im wesentlichen rechteckige Bauform mit einem Boden, zwei rechtwinklig davon hochragenden Längswänden sowie zwei ebenfalls rechtwinklig davon hochragenden Querwänden aufweist, sind in den Figuren verschiedene Ausführungen von Böden 1 bzw. 10 bzw. 20 gezeigt. Diese an ihrer Oberseite insgesamt ebenen Böden 1, 10, 20 bestehen aus einem von sich kreuzenden Längs- und Querrippen 2, 3 gebildeten Rippengitter bzw. Bodenmittelfeld und einer im Randbereich umlaufenden, auf Röllchenbahnen lauffähigen, quasi einen umlaufenden Doppelboden darstellenden, von Flachstegen 4a bzw. 4b gebildeten Lauffläche 4. Die an den Schmalseiten des Behälters angeordneten Flachstege 4a sind durch jeweils längs zum Bodenrand 5 und die an den Längsseiten des Behälters angeordneten Flachstege 4b durch jeweils quer zum Bodenrand 5 verlaufende, senkrechte Versteifungsrippen 6a, 6b im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt. Zur weiteren Aussteifung sind in den Eckbereichen außerdem noch diagonale Rippen 6c und mit diesen kombinierte, rechtwinklig zueinander verlaufende Winkelrippen 6d angeordnet. (vgl. die Fig. 2, 4 und 6). Die die Flachstege 4a, 4b abstützenden Versteifungrippen 6a bzw. 6c ragen bis in das Bodenmittelfeld hinein und sind dort mit von den Längsrippen 2 bzw. den Querrippen 3 ausgehenden Rippenverlängerungen 7a bzw. 7b einander überlappend verschachtelt bzw. angeordnet, und zwar taucht entweder eine Rippenverlängerung 7a, 7b zwischen zwei benachbarte Versteifungsrippen 6a, 6b oder gegebenenfalls jeweils eine Versteifungsrippe 6a bzw. 6b zwischen zwei Rippenverlängerungen 7a bzw. 7b ein.

Zur zusätzlichen Aussteifung nicht nur des Bodenmittelfeldes, sondern des gesamten Behälterbodens 1 bzw. 10 bzw. 20 sind bei der Ausführung nach den Fig. 1 und 2 zwei durchgängig offene, tunnelartige Querholme 8, bei der Ausführung nach den Fig. 3 und 4 ein Längsholm 9 und bei der Variante gemäß den Fig. 5 und 6 eine gekreuzte Anordnung von Querholmen 8 und Längsholm 9 vorgesehen, deren hohlkammerartige Ausbildung für eine zusätzliche Stabilität des Behälters sorgt; die spritzgießtechnische Herstellung der Quer- bzw. Längsholme 8, 9 bereitet hierbei keine Probleme, da eine gute Entformung gegeben ist.

Während die mittleren Abschnitte der Quer- bzw. Längsholme 8, 9 eben verlaufen, sind die äußeren Bereiche - jeweils ausgehend von der Lauffläche 4 - mit nach innen geneigten Schrägflächen 8a bzw. 9a ausgebildet; diese unterstützen, daß sich bei einer eventuellen Durchbiegung des Bodenmittelfeldes aufgrund von sehr hohen Traglasten dennoch die gewünscht gute Lauffähigkeit des Behälters auf Röllchenbahnen aufrechterhalten läßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Kastenförmiger Behälter aus Kunststoff, insbesondere Lager- und Transportkasten, bei welchem ein eine ebene Oberseite aufweisender Boden unterseitig durch Versteifungsrippen stabilisiert ist, und bei welchem sich längs des Bodenrandes in Richtung der Bodenebene verlaufende, ein Bodenmittelfeld mit den sich gitterartig kreuzenden Versteifungsrippen rahmenartig begrenzende Flachstege erstrecken, die durch quer zum Bodenrand verlaufende Versteifungsrippen im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt sind, wobei die zwischen der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite und den Versteifungsrippen eingegrenzten Freiräume bodenrandseitig völlig offen sind und die die Flachstege abstützenden Versteifungsrippen ohne Verbindung zu den längs und querverlaufenden Versteifungsrippen des Bodenmittelfeldes ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Bodenunterseite mindestens ein sich über die gesamte Behälterlänge und/oder -breite erstreckender, durchgängig offener tunnelartiger Holm (8; 9) angeordnet ist.
  2. 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenunterseite zwei im Abstand nebeneinander liegende Querholme (8) aufweist.
  3. 3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenunterseite mit einem Längsholm (9) ausgebildet ist.
  4. 4. Behälter nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine gekreuzte Anordnung von Längs- und Querholm (8 bzw. 9).
  5. 5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Holme (8; 9) mit äußeren, von den Behälter-Laufflächen (4) nach innen geneigten Schrägflächen (8a; 9a) ausgebildet sind.






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