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Dokumentenidentifikation DE19643441A1 30.04.1998
Titel Verpackung für ein mehrteiliges Packgut und Verfahren zur Anbringung einer Verpackung
Anmelder Hans Paal KG Maschinenbau (GmbH & Co.), 73630 Remshalden, DE
Erfinder Paal, Hans, 71384 Weinstadt, DE
Vertreter H. Bartels und Kollegen, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 22.10.1996
DE-Aktenzeichen 19643441
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B65D 5/22
IPC-Nebenklasse B65D 5/32   B65D 21/02   B65D 71/38   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Verpackung (1) mit hochgeklappten und miteinander verleimten Seitenwänden (19), bei der parallel zu mindestens einer vertikal verlaufenden Kante (6) der Seitenwände (19) ein Element (15) angeordnet ist, das mit einer Hälfte (21) an einem Bereich der Seitenwand (19) befestigt ist und dessen andere Hälfte (22) zumindest teilweise an einer zweiten Seitenwand (19) anliegt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verpackung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie ein Verfahren zur Anbringung einer Verpackung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 9.

Bekannt sind Verpackungen, bei denen Teile der Seitenwände durch einen Einschlag verdoppelt sind, wodurch der maximal mögliche Stauchdruck und somit die mögliche Stapelhöhe erhöht werden kann. Nachteil derartiger Einschläge ist, daß zusätzliches Material für die Verpackung erforderlich ist, wodurch die Verpackung teurer wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verpackung für ein mehrteiliges Packgut zur Verfügung zu stellen, die ohne Beschädigung des Packguts möglichst hoch gestapelt werden kann. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer entsprechenden Verpackung zur Verfügung zu stellen.

Diese Aufgabe wird durch eine Verpackung mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie durch ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung mit den Merkmalen des Anspruches 9 gelöst.

Durch das Anbringen von Elementen im Bereich der vertikal verlaufenden Kanten der Seitenwände einer Verpackung kann auf besonders einfache Weise der maximal mögliche Stauchdruck und somit die Stapelhöhe der Verpackungen vergrößert werden. Das Material für die Elemente kann beispielsweise aus Abfällen bestehen, die beim Ausstanzen der Kartonagen anfallen. Die Herstellung läßt sich dadurch vereinfachen, daß nur eine Hälfte der Elemente an einer Seitenwand befestigt ist. Auf diese Weise hat die zweite Hälfte des Elements beim Falten der Kartonage ausreichend Spiel und kann sich an die zweite Seitenwand anlegen. Ein zweiter Klebevorgang ist nicht erforderlich. Die Stützwirkung des Elements ist dann optimal, wenn die Länge des Elements etwas geringer als die Höhe der Seitenwände ist. Die Länge des Elements sollte jedoch nicht kleiner als die Höhe der Seitenwände außen abzüglich der zweifachen Dicke des Kartons sein.

Vorteilhaft ist, wenn die beiden Hälften des Elements parallel zu den jeweiligen Seitenwänden verlaufen. Auf diese Weise hat die Verpackung einen optimalen Stauraum.

Die Ausgestaltung, gemäß der die freie Hälfte des Elements zusammen mit den benachbarten Seitenwänden ein rechtwinkliges Dreieck bildet, erhöht den Grenzwert für den maximal möglichen Stauchdruck etwa um das Doppelte gegenüber einer Verpackung ohne Verstärkung. Die optimale Wirkung wird dabei durch ein gleichschenkliges Dreieck erzielt.

Die Materialbeschaffenheit des Elements kann dadurch optimal ausgenutzt werden, daß die Wellenberge und -täler parallel zu den vertikal verlaufenden Kanten verlaufen.

Besonders vorteilhaft ist die Verwendung der stützenden Elemente bei Displayverpackungen, die sowohl oben als auch im Seitenbereich offen sind. Die Elemente können dann direkt aus dem durch die Sichtfenster anfallenden Abfallmaterial gefertigt werden. Dies kann gleichzeitig mit dem Stanzen der Kartonagen erfolgen

Besonders vorteilhaft ist die eine Ausgestaltung der Verpackung, gemäß der bei der fertig gefalteten und verklebten oder verleimten Verpackung ein etwa dreieckförmiger Abschluß über den vertikal verlaufenden Kanten vorgesehen ist.

Entsprechende Vorteile bietet das in den folgenden Ansprüchen beschriebene Verfahren.

Im folgenden wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 einen Abschnitt einer Verpackung nach dem Stanzvorgang,

Fig. 2 die Verpackung von Fig. 1 vor dem Faltvorgang,

Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch die gefaltete Verpackung mit Blickrichtung nach oben und

Fig. 4 einen waagerechten Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel.

Die in Fig. 1 dargestellte noch nicht weiterbearbeitete Verpackung 1 besteht aus einer Kartonage 3, die einen möglichst einer Rechteckform angepaßten Umriß aufweist. Die Kartonage 3 weist Schnittlinien 5 und 7 auf, wobei die Schnittlinien 5 dem Verlauf der Kanten 6 im fertig gefalteten Zustand der Verpackung 1 entsprechen und bei denen die Abstände 9 zwischen den einzelnen Schnitten 11 etwas geringer als die Länge 13 der Schnitte 11 sind. Bei den Schnittlinien 7 gehen die Schnitte 11 dagegen fast durch. Die Schnittlinie 7 dient der Erleichterung des Abtrennens oder Ausbrechens eines Bereichs 14 aus der Kartonage 3, der im fertigen Zustand der Verpackung 1 ein stützendes Element 15 bildet.

Zur Herstellung einer Verpackung werden die eben beschriebenen vorgestanzten Kartonagen 3 von einem Magazin zu einem Faltschacht transportiert. Während des Transportvorgangs werden einzelne Bereiche der Kartonage 3 mit Heißleim besprüht. Danach werden die Bereiche 14 von der Kartonage 3 abgetrennt, was vorzugsweise durch Stanzen mit einem entsprechend geformten Schneidmesser erfolgt. Die durch den Stanzvorgang entstandenen Elemente 15 werden von Saugern angesaugt und so auf die Kartonage 3 gelegt, daß ihre Schnittlinie 5' leicht versetzt zur Schnittlinie 5'' versetzt verläuft (siehe Fig. 2). Da lediglich die Lasche 17 der späteren Seitenwand 19 mit Heißleim versehen ist, wird nur eine Hälfte 21 des Elementes 15 mit der Kartonage 3 verklebt. Die zweite Hälfte 22 des Elementes 15 liegt im ungefalteten Zustand flach an der Kartonage 3 an. Beim Auflegen des Elementes 15 auf die Kartonage 3 erfolgt auch ein Anpressen, damit sich das Element 15 nicht mehr gegen die Kartonage 3 verschieben kann.

Danach wird die Kartonage 3 zum Faltschacht transportiert. Darin wird die Kartonage 3 gefüllt und gleichzeitig oder im Anschluß an das Befüllen wird die Kartonage 3 gefaltet. Hierfür werden die Seitenwände 19 hochgeklappt und durch die Laschen 17 miteinander verklebt. Zur Erhöhung der Auflagefläche sind an den Seitenwänden 19 weitere Laschen 23 ausgebildet, die in den vertikal verlaufenden Kanten 6 der Seitenwände 19 im fertig gefalteten Zustand den oberen Abschluß bilden (siehe Fig. 3).

Alternativ zur oben beschriebenen leicht versetzten Anordnung der Schnittlinie 5' zur Schnittlinie 5'' kann auch eine weiter versetzte Anordnung erfolgen, wodurch im gefalteten Zustand bei den Kanten 6 der Seitenwände 19 ein rechtwinkliges, vorzugsweise gleichseitiges Dreieck gebildet wird, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.

Alternativ zu den Schnittlinien 5, 7 können auch Perforationen oder Rillinien vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Verpackung (1) mit hochgeklappten und miteinander verleimten Seitenwänden (19), dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu mindestens einer vertikal verlaufenden Kante (6) der Seitenwände (19) ein Element (15) angeordnet ist, das mit einer Hälfte (21) an einem Bereich der Seitenwand (19) befestigt ist und dessen andere Hälfte (22) zumindest teilweise an einer zweiten Seitenwand (19) anliegt.
  2. 2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Elements (15) kleiner ist als die äußere Höhe der Seitenwände (19) und größer oder gleich der äußeren Höhe der Seitenwände (19) abzüglich der zweifachen Dicke der Kartonage (3) ist.
  3. 3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Hälften (21, 22) parallel zu den jeweiligen Seitenwänden (19) verlaufen.
  4. 4. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht an der Seitenwand (19) befestigte Hälfte (22) des Elements (15) zusammen mit den benachbarten Seitenwänden (19) ein rechtwinkliges Dreieck bildet.
  5. 5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das rechtwinklige Dreieck ein gleichschenkliges Dreieck ist.
  6. 6. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (15) parallel zum Verlauf der Wellenberge und -täler der Kartonage (3) geknickt ist.
  7. 7. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Verpackung (1) um eine Displayverpackung handelt.
  8. 8. Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kartonage (3) Laschen (23) angebracht sind, die den oberen Abschluß der Seitenwände (19) im Bereich der vertikal verlaufenden Kanten (6) bilden.
  9. 9. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (1) gemäß dem die vorgestanzten Kartonagen (3) von einem Magazin zu einem Faltschacht transportiert werden, während des Transportvorgangs Bereiche der Kartonage
  10. (3) mit Klebstoff oder Leim versehen werden und im Faltschacht die Kartonagen (3) befüllt und gefaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß während des Transportvorgangs gegebenenfalls vorgestanzte Bereiche (14) der Kartonage (3) abgetrennt werden, wodurch Elemente (15) entstehen, die auf die teilweise mit Klebstoff oder Leim versehenen Seitenwände (19) der Kartonage (3) gelegt werden.
  11. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß nur eine Hälfte
  12. (21) jedes Elements (15) fest mit der Kartonage (3) verbunden wird.






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