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Dokumentenidentifikation DE19722552A1 30.04.1998
Titel Statorwicklung für einen Elektromotor und Verfahren zur Erzeugung derselben
Anmelder Sunonwealth Electric Machine Industry Co., Ltd., Kaohsiung, TW
Erfinder Horng, Alex, Yi Yung Road, Kaohsiung, TW
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 28.05.1997
DE-Aktenzeichen 19722552
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse H02K 3/28
Zusammenfassung Eine Statorwicklung für einen Elektromotor mit einer Statorbasis und einer Mehrzahl von Emaildrähten, die gleichzeitig auf die Statorbasis aufgewickelt werden. Jeder der Emaildrähte hat ein erstes und ein zweites Ende, wobei die ersten Enden der Emaildrähte miteinander verbunden werden und die zweiten Enden der Emaildrähte an eine Energieversorgung angeschlossen werden (Fig. 2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit dem Aufbau einer Statorwicklung für Elektromotoren.

Im allgemeinen wird die Wicklung eines Elektromotor-Stators durch Wickeln eines einzelnen Emaildrahts (isolierten Drahtes) auf eine Statorbasis erzeugt. Eine typische Ausführung dieser Art ist in der US-A 54 92 458 beschrieben. Die Erzeugung dieser Wicklung erfordert einen beträchtlichen Zeitaufwand.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Statorwicklung und ein Verfahren zu deren Erzeugung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Statorwicklung für einen Elektromotor mit einer Statorbasis und einer Vielzahl von gleichzeitig auf die Statorbasis aufgewickelten Emaildrähten (Isolierdrähten), von denen jeder ein erstes und zweites Ende hat, wobei die ersten Enden der Emaildrähte miteinander verbunden sind und die zweiten Enden der Emaildrähte zum Anschluß an einen Energieversorgungskreis ausgebildet sind.

Das Verfahren zur Erzeugung einer derartigen Statorwicklung besteht darin, daß gleichzeitig eine Mehrzahl von Emaildrähten auf den Stator aufgewickelt werden, so daß hierdurch die Wickeldauer reduziert wird. Eine auf diese Weise hergestellte Statorwicklung erzeugt gleichmäßiger verteilte Magnetfelder. Es ist zweckmäßig, die Emaildrähte mit unterschiedlichen Farben zu versehen, um sie bei der Verbindung miteinander leichter identifizieren zu können.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beiliegenden Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des Aufbaus einer Statorwicklung nach der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine schematische Darstellung, die die Verbindung zwischen den Emaildrähten der Statorwicklung veranschaulicht, und

Fig. 3, 4 schematische Darstellungen, aus denen unterschiedliche Verbindungen zwischen den Emaildrähten der Statorwicklung hervorgehen.

Gemäß Fig. 1 weist der Aufbau einer Statorwicklung für einen Elektromotor nach der vorliegenden Erfindung eine Statorbasis 1 und eine Mehrzahl von gleichzeitig auf die Statorbasis 1 aufgewickelten Emaildrähten (isolierten Drähten) auf. Unabhängig von der Anzahl von Windungen der Drahtwicklung werden die Emaildrähte (deren Anzahl von der Anzahl von Strängen der Wicklung abhängt) gleichzeitig auf die Statorbasis 1 aufgewickelt. Somit werden alle Stränge der Spule mit einem einzigen Wickelvorgang fertiggestellt, wobei umso mehr Zeit eingespart wird, je größer die Anzahl von Strängen der Wicklung ist. Die Anzahl der Emaildrähte liegt hier in einem Bereich von zwei bis vier.

Gemäß Fig. 2 werden zur Herstellung einer Spule mit zwei Wicklungssträngen zwei Emaildrähte gleichzeitig auf die Statorbasis 1 aufgewickelt. Jeder der Emaildrähte hat ein erstes Ende V0 und eine zweites Ende V1, V2, wobei die ersten Enden V0 der Emaildrähte miteinander verbunden werden. Die zweiten Enden V1 und V2 der Emaildrähte werden an ein nicht gezeigtes Energieversorgungsnetz angeschlossen. Die Zeit zur Erzeugung der Wickelstruktur ist daher reduziert. Zusätzlich ist jeder Wicklungsstrang gleichmäßig um die Statorbasis 1 herum verteilt und liefert dadurch ein gleichmäßiges Magnetfeld. Vorzugsweise haben die Emaildrähte unterschiedliche Farben zum Zweck ihrer Identifizierung bei der Verbindung.

Gemäß Fig. 3 werden zur Erzeugung einer Spule mit drei Wicklungssträngen für einen Dreiphasenmotor drei Emaildrähte gleichzeitig um die Statorbasis 1 gewickelt. Jeder der Emaildrähte hat ein erstes Ende V0 und ein zweites Ende V1, V2, V3, wobei die ersten Enden V0 der Emaildrähte miteinander verbunden werden. Die zweiten Enden V1, V2 und V3 der Emaildrähte werden an ein nicht gezeigtes Energieversorgungsnetz angeschlossen. Die Art der Verbindung gemäß Fig. 3 entspricht der sog. Dreiphasen- Dreieckschaltung.

Gemäß Fig. 4 werden zur Erzeugung einer Spule mit drei Wicklungssträngen für einen Zweiphasenmotor drei Emaildrähte gleichzeitig auf die Statorbasis 1 aufgewickelt. Jeder der Emaildrähte hat ein erstes Ende V0 und ein zweites Ende V1, V2, V3, wobei die ersten Enden V0 der Emaildrähte miteinander verbunden werden. Die zweiten Enden V1, V2 und V3 der Emaildrähte werden an ein nicht gezeigtes Energieversorgungsnetz angeschlossen. Die Verbindung gemäß Fig. 4 entspricht der sog. Sternschaltung.

Entsprechend der vorangehenden Darstellung besteht das Verfahren zur Erzeugung einer Statorwicklung nach der Erfindung in der Durchführung der Schritte

  • (a) gleichzeitiges Aufwickeln einer Mehrzahl von Emaildrähten auf eine Statorbasis des Stators, wobei jeder Emaildraht ein erstes und ein zweites Ende aufweist;
  • (b) Verbinden der ersten Enden der Emaildrähte untereinander, und
  • (c) Verbinden der zweiten Enden der Emaildrähte mit einer Energieversorgung.

Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird somit die Zeit für die Herstellung der Wicklungsstruktur herabgesetzt. Zusätzlich ist jeder Wicklungsstrang gleichmäßig um die Statorbasis herum verteilt, wodurch ein gleichmäßiges Magnetfeld entsteht.

Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel erläutert, jedoch versteht sich, daß auch andere mögliche Abwandlungen und Variationen ohne Verlassen des Rahmens der Erfindung bewirkt werden können, der durch die anschließenden Patentansprüche bestimmt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Statorwicklung für einen Elektromotor, mit einer Statorbasis (1) und einer Vielzahl von gleichzeitig auf die Statorbasis aufgewickelten Emaildrähten, von denen jeder ein erstes Ende (V0) und ein zweites Ende (V1, V2, V3) hat, wobei die ersten Enden der Emaildrähte miteinander verbunden sind und die zweiten Enden der Emaildrähte zum Anschluß an einen Energieversorgungskreis ausgebildet sind.
  2. 2. Statorwicklung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl von Emaildrähten in einem Bereich von zwei bis vier liegt.
  3. 3. Statorwicklung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emaildrähte unterschiedliche Farben haben.
  4. 4. Verfahren zur Erzeugung einer Statorwicklung für einen Elektromotor mit den Schritten

    1. a) gleichzeitiges Aufwickeln einer Vielzahl von Emaildrähten auf die Statorbasis des Stators, wobei jeder Emaildraht ein erstes und zweites Ende hat;
    2. b) Verbinden der ersten Enden der Emaildrähte miteinander, und
    3. c) Verbinden der zweiten Enden der Emaildrähte mit einem Energieversorgungskreis.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Emaildrähte in einem Bereich von zwei bis vier liegt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Emaildrähte unterschiedliche Farben haben.






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