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Dokumentenidentifikation DE19745776A1 30.04.1998
Titel Verfahren zur Behandlung lithographischer Druckplatten
Anmelder Mitsubishi Paper Mills Limited, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Baba, Hideaki, Tokio/Tokyo, JP;
Oko, Makiko, Tokio/Tokyo, JP;
Kondo, Toshiro, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Anmeldedatum 16.10.1997
DE-Aktenzeichen 19745776
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse G03F 7/32
IPC-Nebenklasse G03F 7/06  
IPC additional class // C07D 249/08,233/54,257/04,285/135  
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte offenbart, die eine Schicht aus Kernen zur physikalischen Entwicklung zwischen einer Aluminium-Unterlage und einer Silberhalogenid-Emulsionsschicht aufweist, wobei man die lithographische Druckplatte in der Gegenwart einer monozyklischen Azolverbindung, die keine Mercapto-Gruppe aufweist, oder eines Derivats davon behandelt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte, bei der eine Aluminium-Platte als Unterlage verwendet und das Silberkomplex-Diffusionstransferverfahren angewandt werden.

Einige Beispiele einer lithographischen Druckplatte, bei der das Silberkomplex-Diffusionstransferverfahren (das DTR- Verfahren) zur Anwendung gelangt, sind auf den Seiten 101 bis 130 von André Rott und Edith Weyde, "Photographic Silver Halide Diffusion Processes", veröffentlicht von Focal Press, London und New York (1972), beschrieben.

Wie darin beschrieben, sind zwei Arten lithographischer Druckplatten unter Anwendung des DTR-Verfahrens bekannt, d. h., es gibt einen Typ aus zwei Platten, worin ein Transfermaterial und ein Bildaufnahmematerial getrennt vorliegen, sowie einen Typ aus 1 Platte, worin diese Materialien auf 1 Unterlage vorgesehen sind. Die lithographische Druckplatte vom Typ aus zwei Platten ist im Detail in JP-AS Nr. 158844/1982 beschrieben. Ebenso ist der Typ aus 1 Platte im Detail in US 3.728.114 beschrieben.

Eine Lithographie-Druckplatte vom Typ aus 1 Platte, worin eine Aluminium-Platte als Unterlage verwendet und das Silberkomplex-Diffusionstransferverfahren angewandt sind (nachfolgend bezeichnet als "Aluminium-Lithographie- Druckplatte"), welche die Zielsetzung der vorliegenden Erfindung darstellt, ist im Detail in JP-Assen 118244/1982, 158844/1982, 260491/1988, 116151/1991 und 282295/1992 sowie in US 4.567.131 und 5.427.889 beschrieben.

In der obigen Aluminium-Lithographie-Druckplatte liegen Kerne (Nuclei) zur physikalischen Entwicklung auf einer aufgerauhten und anodisierten Unterlage aus Aluminium vor, und es ist darauf des weiteren eine Silberhalogenid- Emulsionsschicht vorgesehen. Ein allgemeines Verfahren zur Herstellung dieser lithographischen Druckplatte umfaßt Stufen, in denen man eine Belichtung, Entwicklungsbehandlung, Waschbehandlung mit Wasser (Entfernung der Silberhalogenid- Emulsionsschicht, nachfolgend lediglich bezeichnet als "Waschbehandlung") sowie eine Endbehandlung durchführt.

Insbesondere werden metallische Silberbildbereiche auf Kernen (Nuclei) zur physikalischen Entwicklung durch eine Entwicklungsbehandlung gebildet, und es wird durch eine anschließende Waschbehandlung die Silberhalogenid- Emulsionssschicht entfernt, um die metallischen Silberbildbereiche (nachfolgend bezeichnet als "Silberbildbereiche") auf einer Unterlage aus Aluminium freizulegen. Gleichzeitig wird die Oberfläche von anodisiertem Aluminium selbst als Nicht-Bildbereiche exponiert bzw. freigelegt.

In einer lithographischen Druckplatte unter Anwendung des DTR-Verfahrens werden Silberhalogenidkristalle, in denen Empfindlichkeitsflecken durch Belichtung erzeugt werden, zu geschwärztem Silber durch eine chemische Entwicklung. Andererseits werden unsensibilisierte Silberhalogenidkristalle zu einem Silberkomplex durch ein Silberkomplexiermittel in einer Entwicklerlösung, und der Silberkomplex diffundiert zu den physikalischen Entwicklerkernen und verursacht eine physikalische Entwicklung in der Gegenwart der Kerne, um Silberbildbereiche zu bilden.

Die lithographische Druckplatte aus Aluminium, welche das Ziel der vorliegenden Erfindung darstellt, weist Kerne zur physikalischen Entwicklung unter einer Emulsionsschicht aus Silberhalogenid auf und unterscheidet sich daher bezüglich ihres Aufbaus von einer herkömmlich und allgemein verwendeten lithogaphischen Druckplatte, die die Kerne zur physikalischen Entwicklung auf einer Emulsionsschicht aus Silberhalogenid aufweist. Es ist herausgefunden worden, daß ein solcher Unterschied bei deren Aufbau einen Einfluß auf die Eigenschaften eines Silberbildes ausübt, das auf der jeweils hergestellten Platte durch entsprechende Behandlung gebildet wird.

D.h., es wird davon ausgegangen, daß Transferwirksamkeit und dgl. schwanken können, wobei ein Einfluß auf die Art und Weise der Bildung von übertragenem Silber ausgeübt wird, und zwar in Abhängigkeit davon, ob ein Silberkomplex in einer Emulsionsschicht nach oben diffundiert (zur Entwicklerlösungsseite) oder nach unten (zur Unterlagenseite). Es gibt nämlich bei einer lithographischen Druckplatte aus Aluminium, die in der vorliegenden Erfindung zur Rede steht, insofern Probleme, die insbesondere bei einer lithographischen Druckplatte aus Aluminium auftreten, als die Transferwirksamkeit geringerwertig ist, eine Neigung dazu besteht, daß ein Silberbild gebildet wird, worin die Menge an transferiertem Silber gering ist, und daß Silberbildbereiche, in denen die Menge an transferiertem Silber gering ist, z. B. dünne Linien und Punkte, schlechte Tintungseigenschaften aufweisen. Diese Probleme verursachen eine Herabsetzung der Druckreproduzierbarkeit, d. h. es gibt ein Problem dahingehend, daß ein Silberbild einer lithographischen Druckplatte nicht zuverlässig auf einem Druck reproduziert werden kann.

Druckreproduzierbarkeit betrifft eine charakteristische Eigenschaft, und zwar dahingehend, daß ein Silberbild einer lithographischen Druckplatte sicher getintet und dasselbe Bild wie das Silberbild auf einem Druck reproduziert werden können. Ist die Druckreproduzierbarkeit gut, ist dies insofern von Vorteil, als, vor dem Druck, das Bild eines Drucks abgeschätzt werden kann, indem man das Silberbild einer lithographischen Druckplatte betrachtet, was wichtig ist, wenn eine lithographische Druckplatte hergestellt wird. Ist die Druckreproduzierbarkeit schlecht, tritt insofern ein Problem auf, als es vor der Durchführung des Drucks nicht sicher ist, ob ein gewünschter Druck erhältlich ist oder nicht, was die Durch- bzw. Ausführungswirksamkeiten bei Plattenherstellung und Druck erniedrigt.

Im allgemeinen verbessert sich das Tintungsvermögen eines Silberbildes, indem man Ölempfindlichkeit auf das Silberbild überträgt, indem man eine Verbindung verwendet, die ein Silberbild oleophil macht (ein Mittel zur Verleihung oleophiler Eigenschaften), z. B. eine Verbindung, die eine Mercapto- oder Thiongruppe aufweist, beschrieben in JP-PS 29723/1973 und in JP-AS 127928/1983. In ähnlicher Weise wird das Tintungsvermögen der lithographischen Druckplatte aus Aluminium, die bei der vorliegenden Erfindung zur Rede steht, ebenfalls verbessert, indem Ölempfindlichkeit auf Silberbildbereiche übertragen wird. Allerdings ist es schwierig, Ölempfindlichkeit auf ein Silberbild zu übertragen, das, wie oben beschrieben, mit niedriger Transferwirksamkeit gebildet ist, so daß das oben beschriebene Problem bei der Druckreproduzierbarkeit verursacht wird.

Es ist auch, zum Erreichen eines hohen Kontrasts und eines guten Tintenaufnahmevermögens in einem Druckbereich, offenbart worden, die Entwicklung in der Gegenwart von 1- Phenyl-5-mercaptotetrazol, das einen Substituent wie eine Carboxygruppe aufweist, durchzuführen (siehe JP-AS 72630/1995), außerdem ist in JP-AS 319165/1995 offenbart worden, die Behandlung in der Gegenwart einer Benzotriazolverbindung durchzuführen. Allerdings können die angestrebten Eigenschaften mit den obigen Verfahrensweisen nicht erhalten werden.

Andererseits sind, als eine lithographische Druckplatte unter Anwendung des DTR-Verfahrens, eine lithographische Druckplatte vom Typ einer Kamera, welche durch Belichtung über die Dauer von einigen Sekunden bis zu einigen 10 Sekunden mit einer Prozeßkamera hergestellt wird, sowie eine lithographische Druckplatte zur Belichtung nach Art eines scannenden Typs bekannt, welche direkt hergestellt werden, indem man den Strahl eines Laser (eines Helium-Neon-Laser, Argon-Laser, Halbleiter-Laser, einer lichtemittierenden Diode oder dgl.) verwendet. Eine Belichtung vom scannenden Typ weist den Vorteil auf, daß sich Schärfe und Auflösungsvermögen gegenüber denen bei Belichtung mit einer Kamera auszeichnen.

Sogar wenn eine lithographische Druckplatte mit hohem Auflösungsvermögen bei Belichtung unter Scannung erhalten werden kann, gibt es, falls das Tintungsvermögen eines Silberbildes schlecht ist und dünne Linien und Punkte auf einer Plattenoberfläche nicht zuverlässig auf einem Druck reproduziert werden können, wie dies oben beschrieben wurde, allerdings insofern ein Problem, als es unmöglich ist, den besten Vorteil aus der Anwendung einer zur Belichtung vom scannenden Typ vorgesehenen lithographischen Druckplatte zu ziehen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte anzugeben und zur Verfügung zu stellen, bei dem die obigen Probleme gelöst sind und ein Silberbild auf der Oberfläche einer lithographischen Druckplatte auf einem Druck zuverlässig reproduziert wird. Insbesondere besteht die Aufgabe darin, ein Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte anzugeben, die sich dazu eignet, das hohe Auflösungsvermögen einer lithographischen Druckplatte zur Belichtung vom scannenden Typ in der besten Art und Weise zu nutzen.

Die obige Aufgabe ist mit einem Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte gelöst worden, die eine Schicht aus Kernen zur physikalischen Entwicklung zwischen einer Aluminium-Unterlage und einer Silberhalogenid- Emulsionsschicht aufweist, wobei man die lithographische Druckplatte in der Gegenwart einer monozyklischen Azolverbindung, die keine Mercapto-Gruppe aufweist, oder eines Derivats davon behandelt.

Wirkung und Effekt der vorliegenden Erfindung werden noch dadurch weiter verbessert, daß man ferner eine stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung, die eine Mercapto- oder Thiongruppe aufweist, in die lithographische Druckplatte einbringt. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung eignet sich ganz besonders zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte zur Belichtung unter Scannung.

Im folgenden wird die vorliegende Erfindung im Detail beschrieben.

Die obige in der vorliegenden Erfindung zu verwendende Verbindung ist eine monozyklische Azolringverbindung, die keine Mercapto-Gruppe als Substituent und keinen ankondensierten Ring wie einen aromatischen oder heterozyklischen Ring aufweist. Eine entsprechende Verbindung ist durch die folgende Formel (1) dargestellt:





worin R1 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkylgruppe (z. B. eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, iso-Propyl- oder Butylgruppe), eine Amino-, Alkenylgruppe (z. B. eine Allylgruppe), eine Aralkylgruppe (z. B. Benzyl- oder Phenethylgruppe), eine Arylgruppe (z. B. eine Phenyl-, o- Tolyl-, m-Tolyl-, p-Tolyl-, m-Clorphenyl- oder p- Nitrophenylgruppe), eine Alkoxy-, Hydroxy-, Carboxy-, Sulfo-, Alkoxycarbonyl-, Acylamid-, Sulfonamid-, Acyl-, Alkylsulfonylgruppe oder dgl. darstellt, n eine ganze Zahl von 0 bis 4 ist, wobei, wenn n 2 oder mehr ist, die Reste R1 gleich oder verschieden sein können, und worin Z Atomgruppen darstellt, die zur Bildung eines Azolrings notwendig sind, wobei der Azolring Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, Triazol, Tetrazol, Oxazol, Oxadiazol, Thiazol und Thiadiazol und dgl. einschließt.

Bevorzugte spezifische Beispiele der durch die obige Formel (1) dargestellten Verbindung, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, sind durch die folgenden Formeln (2) bis (22) dargestellt:





















Unter den obigen Verbindungen sind Imidazol, Triazol und substituierte Derivate davon bevorzugt, und Imidazol mit einer Phenylgruppe als Substituent und Triazol mit einer Aminogruppe als Substituent sind besonders bevorzugt. Die Wirkungen und Effekte der vorliegenden Erfindung zeigen sich in noch ausgeprägterer Weise, indem man Imidazol oder ein substituiertes Derivat davon in eine Entwicklerlösung einbringt.

Die obige in der vorliegenden Erfindung zu verwendende Verbindung ist in der lithographischen Druckplatte und/oder einer Entwicklungslösung enthalten. Ist die Verbindung in der lithographischen Druckplatte enthalten, kann sie in beiden Aufbauschichten vorliegen, bevorzugt ist sie aber in der Silberhalogenid-Emulsionsschicht enthalten. Die in der lithographischen Druckplatte enthaltene Menge beträgt 0,1 bis 500 und vorzugsweise ca. 0,1 bis 100 mg/m2. Die in einer Entwicklungslösung enthaltene Menge beträgt vorzugsweise ca. 0,1 bis 10 g/l. Die obigen Azolverbindungen können in Kombination von zwei oder mehreren davon verwendet werden.

Wird in der vorliegenden Erfindung die lithographische Druckplatte in der Gegenwart der obigen Azolringverbindung behandelt, kann ein weiterer Effekt der vorliegenden Erfindung erhalten werden, indem man ferner eine stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung, die eine Mercapto- oder Thiongruppe aufweist, in die lithographische Druckplatte einbringt. Die stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung ist als ein Antischleiermittel sowie als das oben beschriebene Mittel zur Übertragung oleophiler Eigenschaften bekannt. Es ist davon auszugehen, daß in der vorliegenden Erfindung, bei Vorliegen der stickstoffhaltigen heterozyklischen Verbindung in der lithographischen Druckplatte in Kombination mit der obigen Azolverbindung, der Ausgleich zwischen der physikalischen DTR-Entwicklung und der chemischen Entwicklung optimiert ist.

Als stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung mit einer Mercapto- oder Thiongruppe, welche in der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, kann eine Verbindung der Formel (23) genannt werden:





worin R2, R3 und R4, jeweils unabhängig voneinander, ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Alkenyl-, Aralkyl- oder Arylgruppe, m und n jeweils eine ganze Zahl von 0 bis 2 und Z Atomgruppen darstellen, die zur Bildung eines 5- oder 6- gliedrigen Rings zusammen mit dem N und C der obigen Formel notwendig sind.

Als spezifisches Beispiel des 5- oder 6-gliedrigen Rings können Imidazol, Imidazolin, Thiazol, Thazolin, Oxazol, Oxazolin, Pyrazolin, Triazol, Thiadiazol, Oxadiazol, Tetrazol, Pyridin, Pyrimidin, Pyridazin, Pyrazin und Triazin genannt werden. Der obige Ring kann ein Ring sein, der hergestellt ist, indem zwei oder mehr Ringe wie Bizyklen, Trizyklen usw. kondensiert sind, oder er kann mit einem Benzol- oder Naphthalinring kondensiert sein.

Als spezifisches Beispiel der Verbindung mit einer Mercapto- oder Thiongruppe können 2-Mercapto-4-phenylimidazol, 2- Mercapto-1-benzylimidazol, 2-Mercaptobenzimidazol, 2- Mercapto-1-butylbenzimidazol, 1,3-Dibenzylimidazolidin-2- thion, 2-Mercapto-4-phenylthiazol, 3-Butylbenzothiazolin-2- thion, 3-Dodecylbenzothiazo1in-2-thion, 2-Mercapto-4,5- diphenyloxazol, 3-Pentylbenzoxazolin-2-thion, 1-Phenyl-3- methylpyrazolin-5-thion, 3-Mercapto-4-allyl-5-pentadecyl- 1,2,4-triazol, 3-Mercapto-5-nonyl-1,2,4-triazol, 3-Mercapto- 4-acetamid-5-heptyl-1,2,4-triazol, 3-Mercapto-4-amino-5- heptadecyl-1,2,4-triazol, 2-Mercapto-5-phenyl-1,3,4- thiadiazol, 2-Mercapto-5-n-heptyloxathiazol, 2-Mercapto-5-n- heptyloxadiazol, 2-Mercapto-5-phenyl-1,3,3-oxadiazol, 5- Mercapto-1-phenyltetrazol, 3-Mercapto-4-methyl-6- phenylpyridazin, 2-Mercapto-5,6-diphenylpyrazin, 2-Mercapto- 4,6-diphenyl-1,3,5-triazin und 2-Amino-4-mercapto-6-benzyl- 1,3,5-triazin genannt werden, wobei die Verbindung mit der Mercapto- oder Thion-Gruppe nicht auf diese eingeschränkt ist.

Die Menge der obigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Verbindung mit einer Mercapto- oder Thion-Gruppe, die in der lithographischen Druckplatte enthalten sein soll, beträgt in geeigneter Weise 0,05 bis 200 und vorzugsweise ca. 0,1 bis 100 mg/m2.

In der vorliegenden Erfindung beruht eine bevorzugte Ausgestaltungsform darauf, daß Triazol oder ein Derivat davon als die obige Azolverbindung und die stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung in der lithographischen Druckplatte und ferner Imidazol, Triazol oder ein Derivat davon in einer Entwicklungslösung enthalten sind.

Die lithographische Druckplatte, die das Zielprodukt der vorliegenden Erfindung darstellt, weist physikalische Entwicklungskerne und die Silberhalogenid-Emulsionsschicht auf der Aluminium-Unterlage auf. Die Silberhalogenid-Emulsion ist aus üblich verwendetem Silberchlorid, Silberbromid, Silberjodid, Silberchlorbromid, Silberchloriodbromid, Silberjodbromid und dgl. ausgewählt, und eine Emulsion aus hauptsächlich Silberchlorid (was bedeutet, daß eine Silberhalogenid-Emulsion vorliegt, die 50 Mol-% oder mehr Silberchlorid umfaßt) ist bevorzugt.

Der Typ der Emulsion kann entweder vom negativen oder positiven Typ sein. Die obige Silberhalogenid-Emulsion kann chemisch oder spektral sensibilisiert sein, falls erforderlich.

In der vorliegenden Erfindung können als Sensibilisierungsfarbstoff, der in geeigneter Weise in der lithographischen Druckplatte zur scannenden Belichtung verwendet wird, Sensibilisierungsfarbstoffe, beschrieben in JP-AS 127701/1997 und 222734/1997 für einen Argon-Laser, und Sensibilisierungsfarbstoffe genannt werden, beschrieben in JP-AS 251853/1990, 274055/1991 und 9853/1992 sowie in JP 45874/1996 für Rot- und Infrarot-Laser.

Gelatine wird vorzugsweise als hydrophiles Kolloid der Silberhalogenid-Emulsionsschicht verwendet, wenn Silberhalogenid-Partikel hergestellt werden. Als Gelatine können verschiedene Gelatinen wie mit Säure und mit Alkali behandelte Gelatine verwendet werden. Ebenso können modifizierte Gelatinen davon (z. B. phthalatierte und amidierte Gelatine) verwendet werden. Ferner kann eine hydrophile Verbindung mit hohem Molekulargewicht wie Polyvinylpyrrolidon, verschiedene Stärken, Albumin, Polyvinylalkohol, Gummi arabicum und Hydroxyethylcellulose enthalten sein. Als das hydrophile Kolloid wird in unerwünschter Weise ein hydrophiles Kolloid, das im wesentlichen keinen Härter enthält, verwendet, um das Abschälen der Silberhalogenid-Emulsionsschicht nach der Entwicklung zu erleichtern. Die in der Silberhalogenid- Emulsionsschicht enthaltene Gelatinemenge beträgt ca. 1 bis 10 und vorzugsweise 2 bis 5 g/m2.

Als aufgerauhte und anodisierte Aluminium-Platte, die in der vorliegenden Erfindung einzusetzen ist, kann beispielsweise eine in US 5,427,889 beschriebene Aluminium-Platte genannt und bevorzugt verwendet werden. Gemäß US 5,427,889 kann der aufgerauhte Zustand der Oberfläche ohne weiteres mit einer in einem Verhältnis von ca. 50 000 vergrößerten Fotografie bestätigt werden, die mit einem Scanner-Elektronenmikroskop aufgenommen ist. Es ist bevorzugt, daß 500 oder mehr Löcher mit einem Durchmesser von 0,03 bis 0,30 µm pro 100 µm2 vorliegen. Die Obergrenze der Anzahl der vorliegenden Löcher beträgt vorzugsweise ca. 15 000. Günstige Ergebnisse werden erhalten, wenn der Durchschnittsdurchmesser der Löcher mit einem Durchmesser von 0,03 bis 0,30 µm 0,05 bis 0,20 und insbesondere 0,05 bis 0,15 µm beträgt. Der Durchmesser eines Lochs mit einer anderen als einer Kreisform ist diejenige Größe, die als Kreisform zugrundegelegt wird. Die zentrale Tiefe des Lochs beträgt in gewünschter Weise 1/3 (0,01 bis 0,10 µm) oder mehr, vorzugsweise S (0,015 bis 0,15 µm) bis 3 (0,03 bis 0,90 µm), bezogen auf den Durchmesser des Lochs.

In JP-AS 28893/1981 ist eine Kornstruktur einer Kompositstruktur beschrieben, umfassend ein Plateau (eine Primärstruktur) und Löcher (eine Sekundärstruktur, gebildet auf der Oberfläche des Plateau) auf einer Aluminium- Oberfläche, wobei mechanische Aufrauhung, chemische Ätzung und elektrolytische Aufrauhung in Kombination angewandt werden. Es ist bevorzugt, daß die Feinlöcher, die beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung vorliegen, eine Kompositstruktur aufweisen, und zwar so, daß sie auf großen Löchern (einem Plateau) mit einem Durchschnittsdurchmesser von 3 bis 15 µm vorliegen. Die projektierte Fläche der Feinlöcher beträgt vorzugsweise ca. 5 bis 40%, und die projektierte Fläche der obigen großen Löcher (eines Plateau) beträgt vorzugsweise ca. 50 bis 95%. Die Zentrallinien- Durchschnittsrauhigkeit (Ra: gemessen gemäß JIS B 0601) liegt vorzugsweise im Bereich von 0,3 bis 1,0 µm. Die Aluminium- Platte, die eine solche Oberflächenform in der vorliegenden Erfindung aufweist, ist durch eine Kombination einer großen Zahl von Bedingungen, wie durch die Bedingungen der mechanischen, chemischen und elektrolytischen Aufrauhbehandlung, die Bedingungen der Anodisierung und der Legierungszusammensetzung auf der Aluminium-Platte bestimmt, wobei sich die Bedingungen relativ einfach herausfinden lassen, indem man beispielsweise die Aluminium-Platte elektrolytisch aufrauht, wobei die Art der Säure, die Konzentration der Säure, die Elektrolysetemperatur, Stromdichte, angewandte Spannung und dgl. gesteuert und dann die entstandene aufgerauhte Aluminium-Platte anodisiert werden.

Die Dicke der anodisierten Schicht der aufgerauhten und anodisierten Aluminium-Platte, welche in der vorliegenden Erfindung zur Anwendung gelangt, liegt vorzugsweise im Bereich von 0,3 bis 3,0 µm. Es ist bevorzugt, die aufgerauhte Aluminium-Platte vor der Anodisierung zu entschmutzen bzw. zu reinigen. D.h., die aufgerauhte Aluminium-Platte wird mit 10 bis 50%iger heißer Schwefelsäure (40 bis 60°C) oder verdünntem Alkali (Natriumhydroxid oder dgl.) behandelt, um den an der Oberfläche haftenden Schmutz zu beseitigen.

Nach der Anodisierung kann eine Nachbehandlung durchgeführt werden, falls erforderlich. Beispielsweise kann ein Verfahren angewandt werden, wobei man die Platte in eine wäßrige Lösung von Polyvinylphosphonsäure taucht, gemäß GB 1230447. Ebenso kann, falls erforderlich, eine Unter-Überzugsschicht eines hydrophilen Polymer vorgesehen sein, und zwar in Abhängigkeit von den Eigenschaften einer darauf aufgebrachten fotoempfindlichen Schicht.

Als die physikalischen Entwicklungskerne in der Schicht aus Kernen zur physikalischen Entwicklung, welche in der vorliegenden Erfindung zur Anwendung gelangen, können bekannte physikalische Entwicklungskerne, die im Silberkomplex-Diffusionstransferverfahren eingesetzt werden, verwendet werden. Als ein entsprechendes Beispiel kann ein Kolloid von Gold, Silber oder dgl., ein Metallsulfid, erhalten durch Vermischen eines wasserlöslichen Salzes von Palladium, Zink und dgl. mit einem Sulfid, usw. herangezogen werden. Als Schutzkolloid können verschiedene hydrophile Kolloide eingesetzt werden. Bezüglich weiterer Details der physikalischen Entwicklungskerne und entsprechender Herstellverfahren sei beispielsweise auf André Rott und Edith Weyde, "Photographic Silver Halide Diffusion Processes", veröffentlicht von Focal Press, London und New York (1972), hingewiesen.

In der vorliegenden Erfindung kann eine in Wasser quellbare Zwischenschicht, beschrieben in JP-AS 116151/1991, zwischen der Schicht aus Kernen zur physikalischen Entwicklung und der Silberhalogenid-Emulsionsschicht vorgesehen sein.

Die in der vorliegenden Erfindung einzusetzende Entwicklungslösung kann Additive wie ein Entwicklungsmittel, z. B. Polyhydroxybenzole und 3-Pyrazolidine, eine alkalische Substanz, z. B. Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Lithiumhydroxid und tertiäres Natriumphosphat, eine Amin- Verbindung, ein Konservierungsmittel, z. B. Natriumsulfit, ein Viskositätsmodifiziermittel, z. B. Carboxymethylcellulose, ein Antischleiermittel, z. B. Kaliumbromid, ein Entwicklungsmodifiziermittel, z. B. eine Polyoxyalkylen- Verbindung, und einen Silberhalogenid-Löser, z. B. Thiosulfat, Thiocyanat, zyklisches Imid und Thiosalicylsäure, enthalten.

Der pH-Wert der Entwicklungslösung beträgt im allgemeinen ca. 10 bis 14 und vorzugsweise ca. 12 bis 14, er kann jedoch schwanken, und zwar in Abhängigkeit von der Bedingung der Vorbehandlung (z. B. der Anodisierung) der Aluminium-Unterlage der einzusetzenden lithographischen Druckplatte, des fotografischen Elements, des gewünschtenBildes, der Arten und Mengen der verschiedenen Verbindungen in der Entwicklungslösung, der Entwicklungsbedingungen und dgl.

Beispiele

Die vorliegende Erfindung wird nun im Detail unter Bezug auf Beispiele beschrieben.

Beispiel 1

Es wurde durch elektrolytische Aufrauhung und Anodisierung eine Aluminium-Platte mit einer Dicke von 0,30 mm und mit ca. 5600/100 µm2 Löchern mit einem Durchmesser von 0,03 bis 0,30 µm auf einem Plateau mit einem Durchschnittsdurchmesser von ca. 5 µm, worin der Durchschnittsdurchmesser dieser Löcher 0,08 µm betrug, erhalten. Diese Aluminium-Platte wurde nach der Aufrauhung anodisiert und wies eine Durchschnittsrauhigkeit (Ra) von 0,5 bis 0,6 µm auf.

Als Kerne zur physikalischen Entwicklung wurde eine Lösung physikalischer Entwicklungskerne gemäß dem in JP-AS 208843/1988, die durch Bezugnahme hierin aufgenommen ist, beschriebenen Herstellverfahren der Kerne-Lösung (A) hergestellt und auf einen pH-Wert von 6,8 eingestellt. Diese Lösung aus Kernen zur physikalischen Entwicklung wurde auf die obige Aluminium-Unterlage aufgebracht.

Es wurde eine Silberhalogenid-Emulsion wie folgt hergestellt. Zu einer bei 60°C gehaltenen und kräftig gerührten wäßrigen Lösung inerter Gelatine wurde eine wäßrige Lösung von Natriumchlorid mit 4 ml/min gegeben, um eine Silberchlorid- Emulsion herzustellen. Die Partikel der Emulsion wiesen eine Durchschnittsteilchengröße von 0,3 µm auf, ihre Kristallform war kubisch, und 90 Gew.-% oder mehr der Partikel lagen innerhalb ± 30% der Durchschnittspartikelgröße. Die oben beschriebene erhaltene Emulsion wurde abgeschieden und gewaschen und dann erneut gemäß herkömmlicher Verfahren aufgelöst. Ferner wurden Natriumthiosulfat und Chlorgoldsäure zur Emulsion gegeben und es wurde die Mischung chemisch und ferner orthochromatisch sensibilisiert.

Ein oberflächenaktives Mittel wurde zur Silberhalogenid- Emulsion gegeben, um eine Überzugslösung herzustellen (pH = 4,0). Zu dieser Überzugslösung wurden die in Tabelle 1 angegebenen, erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen und die folgenden Vergleichsverbindungen der Formeln (24) bis (26) gegeben, und zwar so, daß jeweils eine Konzentration von 10 mg/m2 vorlag. Jede so hergestellte Silberhalogenid-Emulsion wurde auf die Aluminium-Unterlage aufgebracht, die mit den Kernen zur physikalischen Entwicklung überzogen worden war, so daß die Menge an Silber 2 g/m2 (die Menge an Gelatine: 3 g/m2) betrug.





Die so erhaltenen lithographischen Druckplatten wurden mit einer Kamera unter Verwendung einer Auflösungskarte belichtet, so daß dünne Linien von 50 µm erhalten wurden, welche mit der folgenden Entwicklungslösung bei 20°C 20 Sekunden lang entwickelt und sofort mit fließendem Wasser 30 Sekunden lang gewaschen wurden, um die Schicht aus Gelatine wegzuwaschen. Anschließend wurde eine in JP-AS 265217/1993, die durch Bezugnahme hierin aufgenommen ist, beschriebene Plattenoberflächen-Schutzlösung auf die lithographischen Druckplatten aufgebracht. Formulierung der Entwicklungslösung Hydrochinon 20 g Phenidon 2 g Natriumsulfit 80 g Ethylendiamintetraessigsäure 4 g Natriumhydroxid 22 g N-Methylethanolamin 10 g 2-Mercapto-5-n-heptyloxadiazol 0,5 g Polyethylenglycol (gewichtsmittleres Molekulargewicht: 400) 10 g

Es wurde mit Wasser auf insgesamt 1000 ml aufgefüllt. Der pH- Wert wurde auf 12,8 eingestellt.

Die erhaltenen Druckplatten wurden in einen Drucker Heidelberg TOK (Handelsname einer Offset-Druckpresse, hergestellt von Heidelberg Co.) gegeben, und es wurde das Druckverfahren durchgeführt. Die Reproduzierbarkeiten der dünnen Linien des jeweils 100ten Drucks nach Beginn des Druckvorgangs wurden mit einem Mikrodensitometer gemessen. In Tabelle 1 sind die Breiten der Linien auf den aus dünnen Linien von 50 µm auf den Druckplatten reproduzierten Drucken angegeben. Je näher der numerische Wert der dünnen Linie auf dem Druck bei 50 µm liegt, desto besser ist die Reproduzierbarkeit. Tabelle 1



Aus den Ergebnissen der Tabelle 1 ist ersichtlich, daß mit der gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Verbindung der Unterschied bei der Breite zwischen der dünnen Linie auf der Druckplatte und der dünnen Linie auf dem Druck herabgesetzt und die Linien auf der Druckplatte nahezu getreu reproduziert sind.

Beispiel 2

Es wurden die Verfahrensmaßnahmen in derselben Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, mit der Ausnahme, daß 2 g/l der in Tabelle 1 angegebenen erfindungsgemäß verwendeten Verbindung bzw. der Vergleichsverbindungen der Formeln (24) bis (26) zur Entwicklungslösung und nicht zu den Silberhalogenid- Emulsionsschichten gegeben wurden. Die entstandenen Druckplatten wurden in derselben Weise wie in Beispiel 1 getestet. Als Ergebnis betrug die Breite der dünnen Linie auf dem Druck bei Zugabe der Verbindung der Formeln (15) bis (17) zur Entwicklungslösung 47 µm, und es wurden dieselben Ergebnisse wie in Beispiel 1 in anderen Fällen erhalten.

Beispiel 3

Es wurden dieselben Verfahrensweisen wie in Beispiel 1 durchgeführt, mit der Ausnahme, daß ferner 1 mg/m2 2- Mercapto-5-phenyl-1,3,4-oxadiazol oder 2-Mercaptobenzimidazol zu den Silberhalogenid-Emulsionsschichten der lithographischen Druckplatten Nr. 1 bis 7 gegeben wurden, welche die in Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung hergestellten Druckplatten waren. Die entstandenen Druckplatten wurden in derselben Weise wie in Beispiel 1 getestet. Als Ergebnis betrugen die Breiten der dünnen Linien auf den Drucken 50 µm, was derselbe Wert wie die Breiten der dünnen Linien auf den Druckplatten ist.

Beispiel 4

Als Silberhalogenid-Emulsion wurde eine Silberchlorjodbromid- Emulsion (20 Mol% AgBr und 0,4 Mol% AgJ) mit einer Durchschnittspartikelgröße von 0,2 µm, welche mit 0,006 mMol Kaliumhexachloriridat (IV) pro 1 Mol Silber dotiert wurde, mit dem Vergleichsdoppelstrahlverfahren hergestellt. Als Schutzkolloid wurde eine mit Alkali behandelte Gelatine verwendet. Ferner wurde die Emulsion einer Schwefel-Gold- Sensibilisierung unterzogen und mit 3 mg eines Sensibilisierungsfarbstoffes der folgenden Formel pro 1 g Silber spektral sensibilisiert:





Es wurde ein oberflächenaktives Mittel und die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen und die Vergleichsverbindungen, die in Tabelle 2 angegeben sind, zur oben hergestellten Silberhalogenid-Emulsion jeweils gegeben, und jede Mischung wurde auf die Aluminium-Unterlage aufgebracht, die mit den obigen physikalischen Entwicklungskernen überzogen worden war, so daß die Menge an Silber 2 g/m2 (die Menge an Gelatine: 3 g/m2) betrug, worauf getrocknet wurde, um ein lithographisches Druckmaterial zur scannenden Belichtung zu erhalten.

Auf die lithographischen Druckmaterialien wurde ein 10% Punkt-Bild mit einer Ausstoßmaschine unter Anwendung eines roten LD-Laser von 633 nm als Lichtquelle ausgestoßen, und die Materialien wurden in derselben Weise wie in Beispiel 1 behandelt, um lithographische Druckplatten zu erhalten. Der Druck wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 unter Einsatz der erhaltenen Druckplatten durchgeführt, und es wurden die Punktflächen der Drucke gemessen, als 100 Platten bedruckt waren. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben. Je näher die Punktfläche des Drucks bei 10% liegt, desto genauer ist das Bild auf der Plattenoberfläche auf dem Druck reproduziert. Tabelle 2



In der lithographischen Druckplatte zur scannenden Belichtung, welche mit einem Laser als Lichtquelle belichtet werden kann, wird ein hohes Auflösungsvermögen erhalten. Allerdings sind in den Vergleichsdruckplatten die Reproduzierbarkeiten der Bilder auf den Drucken niedrig. Im Gegensatz dazu, werden in den gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellten und behandelten Druckplatten die Punkte auf den Plattenoberflächen nahezu getreu reproduziert.

Beispiel 5

Es wurden dieselben Verfahrensmaßnahmen wie in Beispiel 4 durchgeführt, mit der Ausnahme, daß ferner 1 mg/m2 2- Mercapto-5-phenyl-1,3,4-oxadiazol oder 2-Mercaptobenzimidazol zu den Silberhalogenid-Emulsionsschichten der in Beispiel 4 hergestellten lithogaphischen Druckplatten Nr. 12 bis 18 zur scannenden Belichtung gegeben wurden. Die entstandenen Druckplatten wurden in derselben Weise wie in Beispiel 4 getestet. Als Ergebnis betrugen alle der Punkt-Flächen der Drucke 10%.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann, bei einem Druck unter Einsatz einer lithographischen Druckplatte aus Aluminium unter Anwendung des Silberkomplex- Diffusionstransferverfahrens, der Unterschied zwischen einem Bild auf der Oberfläche der lithographischen Druckplatte und einem Bild auf einem Druck im wesentlichen beseitigt werden. Insbesondere bei einer lithographischen Druckplatte vom Typ einer scannenden Belichtung, mit der ein hohes Auflösungsvermögen erhältlich ist, wird es erstmals ermöglicht, den besten Vorteil aus der Anwendung einer lithographischen Druckplatte vom Typ einer scannenden Belichtung zu ziehen, wobei ein Silberbild auf der Plattenoberfläche des Drucks zuverlässig und genau reproduziert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Behandlung einer lithographischen Druckplatte, die eine Schicht aus Kernen zur physikalischen Entwicklung zwischen einer Aluminium-Unterlage und einer Silberhalogenid-Emulsionsschicht aufweist, wobei man die lithographische Druckplatte in der Gegenwart einer monozyklischen Azolverbindung, die keine Merkapto-Gruppe aufweist, oder eines Derivats davon behandelt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, worin die Verbindung Imidazol oder ein Derivat davon oder Triazol oder ein Derivat davon ist.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, worin die Verbindung eine Verbindung der Formel (1) ist:





    worin R1 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Alkyl-, Amino-, Alkenyl-, Aralkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Hydroxy-, Carboxy-, Sulfo-, Alkoxycarbonyl-, Acylamid-, Sulfonamid-, Acyl- oder eine Alkylsulfonylgruppe darstellt, n eine ganze Zahl von 0 bis 4 ist, wobei, wenn n 2 oder mehr ist, die Reste R1 gleich oder verschieden sein können, und worin Z zur Bildung eines Azolrings notwendige Atomgruppen darstellt, wobei der Azolring Pyrrol, Imidazol, Pyrazol, Triazol, Tetrazol, Oxazol, Oxadiazol, Thiazol und Thiadiazol einschließt.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei die Verbindung in einer Menge von 0,1 bis 500 mg/m2 zur lithographischen Druckplatte oder in einer Menge von 0,1 bis 10 g/l zu einer Entwicklungslösung gegeben wird.
  5. 5. Verfahren gemäß Anspruch 1, worin die lithographische Druckplatte eine stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung enthält, die eine Mercapto- oder Thion-Gruppe aufweist.
  6. 6. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei die stickstoffhaltige heterozyklische Verbindung in einer Menge von 0,05 bis 200 mg/m2 zur lithographischen Druckplatte gegeben wird.
  7. 7. Verfahren gemäß Anspruch 1, worin die lithographische Druckplatte eine lithographische Druckplatte vom Typ zur scannenden Belichtung ist.






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