PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19747741A1 30.04.1998
Titel Vorrichtung zum Bewegen und Herausziehen einer Platte aus klebrigem Material in Bezug zu einem Arbeitsplatz und eine diese Vorrichtung verwendende Umformpresse
Anmelder Pinette Emidecau Industries, Chalon-sur-Saone, FR
Erfinder Poisson, Laurent, Vic le Comte, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.10.1997
DE-Aktenzeichen 19747741
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B65G 49/00
IPC-Nebenklasse B29C 70/46   B29B 15/10   
Zusammenfassung Bewegen und Herausziehen von klebrigen Platten.
Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Vlies (19) geringer Dicke aufweist, das unter Zugspannung in Berührung mit der Oberseite des Vorlaufstranges (14) angeordnet ist und sich in der Laufrichtung dieses Stranges jenseits und unterhalb des Umlenkbereiches (Z1) von letzterem und bis zu einem Bereich (Z2) des Zusammenwirkens mit einem Wiederaufnahmetransporteur (5) erstreckt.
Anwendung bei Fertigungsstraßen zum Umformen mittels vorausgehendem Druck bzw. vorausgehender Aufheizung.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der Handhabung und des Bewegens von Materialplatten, deren Dicke im Verhältnis zu deren Oberfläche relativ gering ist und von der wenigstens eine der großen Flächen klebrig oder haftend ist, entweder durch die Beschaffenheit oder aufgrund der Umformung, reversibel oder nicht, insbesondere erzeugt durch Hitzeeinwirkung.

Unter Bewegen ist der Transport oder die Beförderung oder darüber hinaus die Verschiebung, sowie die Einführung oder das Herausziehen von Platten aus klebrigem Material in Bezug zu einem Arbeitsplatz zu verstehen.

Das betroffene technische Gebiet ist insbesondere, aber nicht ausschließlich das des Bewegens von Platten aus Materialien auf wenigstens teilweise einer Basis von thermoplastischen Materialien, bei deren Verarbeitung eine Erwärmung stattfindet, die solche Platten auf wenigstens einer der großen Flächen klebrig werden läßt.

Als bevorzugte Anwendung des Gegenstands der Erfindung sind die Einrichtungen zur Heißformung von Platten aus Materialien auf der Basis von thermoplastischen oder thermoaushärtbaren Verbundmaterialien zu erwähnen, mit Blick auf die Herstellung von Formteilen wie die, die als technische oder ästhetische Blenden oder Beschläge entworfen und verwendet werden, wie beispielsweise die Verkleidungen von Fahrzeugtüren, die Heckablagen, sogar die Armaturenbretter von solchen Fahrzeugen oder ferner die Dämmplatten, die hauptsächlich der Schalldämmung dienen.

Bei der vorgenannten bevorzugten Anwendung muß vor der Herstellung der Formteile ein Formwerkzeug vom Stempel- und Matrizentyp verwendet werden, das die Formung einer Platte aus Verbundmaterialien auf Thermoplastbasis bewirkt, die vor dem Einsetzen in die Form eine Vorheizphase durchläuft, die es ermöglicht, die Materialien auf die für das Verfahren geeignete Temperatur zu bringen, wobei danach die Platte mittels der Einwirkung der zu diesem Zweck gekühlten Form eine Formung der Dicke erfährt, im allgemeinen mit einer Verdichtung oder Kompression der Materialien.

Die Platten, die die Elementarteile bilden, werden auf geeignete Weise zugeschnitten und werden im allgemeinen so ausgewählt, daß sie ausgehend von gewebten oder nicht gewebten Füllhaarmaterialien aufgebaut sind, die mehr oder weniger Fasern oder Fäden aus natürlichem oder synthetischem und thermoplastischem Material aufweisen, wie beispielsweise Polypropylen oder Polyethylen. Alle diese Materialien können also geeignet sein und in dieser Hinsicht werden im allgemeinen Schichten aus gewebtem oder nicht gewebtem Material oder aus Filz verwendet.

Es sollte selbstverständlich in die Erfindung einbezogen werden, daß die Eigenschaften der Platten selbst den für jeden Fachmann verfügbaren, bekannten Stand der Technik zeigen.

Die Platten, die in bestimmten Fällen auch als Plättchen bezeichnet werden können, werden also im allgemeinen nach Belieben aufgeheizt, entweder durch Infrarotstrahlung oder durch Heißluft, oder darüber hinaus durch ein sogenanntes Kontaktverfahren, wobei eine Kombination dieser verschiedenen Verfahren auch möglich ist.

Wenn die Platten oder Plättchen durch Berührung aufgeheizt werden, wird vorzugsweise eine solche Presse eingesetzt, bei der die erhitzten Plattformen mit einem gesteuerten Gegendruck in Berührung mit den zwei großen Flächen von jeder Platte oder von jedem Plättchen gebracht werden, um auf die Fasern, die letztere bilden, die zum Erweichen des thermoplastischen Materials notwendige Wärmeenergie zu übertragen.

Ein solches Verfahren erfordert für seine gute Durchführung im allgemeinen die Verwendung von aufeinanderfolgenden Temperaturerhöhungsschritten, um die Zeitdauer des Umformtaktes zu verringern und auf diese Weise den Produktionstakt zu erhöhen. Dies ist der Grund, aus dem solche Pressen im allgemeinen zwei oder wenn nötig mehr Preß-Kontakt- Erwärmungs-Einrichtungen aufweist, wobei gegebenenfalls verschieden hohe Drücke und Temperaturen eingesetzt werden.

Diese Technik ist ebenfalls dem Fachmann bekannt.

Das Problem, das sich indessen bei der Anwendung stellt, auf die Bezug genommen wird, ist das der Einführung und des Bewegens der Platten von einer Heizeinrichtung zur anderen, jedoch noch wichtiger das Herausziehen von der letzten Heizeinrichtung, um jede Platte mittels eines Aufnahmetransporteurs in die eigentliche Form zu führen.

Die Schwierigkeit ergibt sich aus der Klebrigkeit, die die beiden großen Flächen der Platte aufweisen, sowie aus ihrem aufgeweichten Zustand, was nicht zu geeigneten Bedingungen für die Aufnahme einer solchen Platte aufgrund ihrer Hafteigenschaft führt.

Als Versuch zur Lösung dieser technischen Schwierigkeit ist vorgeschlagen worden, Zangen zum Herausziehen zu verwenden, die quer oder parallel zur Bewegungsrichtung der Platten angeordnet sein können.

Solche Zangen müssen die Kante oder den Rand von jeder Platte ergreifen und auf das Material einen ausreichenden Druck ausüben, um die in Bewegung befindliche Platte in Bezug zu einem beweglichen Transporteur oder eine fest stehende Fördereinrichtung trotz der klebrigen oder haftenden Eigenschaft der Platte mitzunehmen.

Derartige Zangen zum Herausziehen müssen also auf ein Material wirken, das ausreichend widerstandsfähig und vorzugsweise nicht klebrig ist, und dies ist auch der Grund, warum die Platten zuvor so zugeschnitten werden, daß ein überstehender Rand verbleibt, der nicht durch Berührung erhitzt wird und der später weggeschnitten wird.

Eine solche Vorgehensweise erhöht die Kosten des Formungsvorganges beträchtlich und belastet im allgemeinen den Verarbeiter mit dieser Last des zusätzlichen Rohstoffes, der als Abfall anfällt.

Ein weiterer Nachteil der Technik der Zangen zum Aufnehmen beruht auf der Tatsache, daß letztere nicht geeignet sind, für die Aufnahme von Platten zu sorgen, bei denen der zu packende Rand nicht parallel zur Anordnungsrichtung der Zangen ist. Eine solche Situation tritt häufig auf, aufgrund der Tatsache, daß die Platten den Formerfordernissen gemäß der herzustellenden Formteile unter legitimen Kostengesichtspunkten entsprechen müssen. Dies ist der Fall bei nicht rechteckigen Trapezformen.

Es wird auch auf die Vorschläge hingewiesen, die im Stand der Technik gemacht worden sind und darin bestanden, Transportmatten auf der Basis von Materialien zu verwenden, die wegen ihrer Unempfindlichkeit gegen klebrige oder haftende Materialeigenschaften geschätzt werden. In dieser Hinsicht können Matten auf der Basis von Glasfasern genannt werden, die mit einem geeigneten Material, wie beispielsweise Polytetrafluorethylen, überzogen oder beschichtet sind.

In der Praxis können solche Vorschläge nicht als vollständig zufriedenstellend betrachtet werden, denn es ist häufig festzustellen, daß das Herausziehen einer heißen Platte in Bezug zur Presse und in Richtung zur Form zu einem unkontrollierten Anhaften der Platte führt, die an der Transportmatte kleben bleibt, sei es daß letztere aus einem oder zwei Endlosbändern besteht, die dann zwei Stränge aufweisen, die sich gegenüberstehen. In einer solchen Situation wird die Platte, die an der einen oder der anderen Matte haftet, dann zum Eingang der Preß-Aufheizungsstation geführt, deren automatische Betriebsweise nicht mehr sichergestellt werden kann.

Der Betrieb einer solchen Einrichtung wird dann ernsthaft gestört, und ruft Verringerungen des Arbeitstakts und sogar die Notwendigkeit hervor, den Betrieb zu unterbrechen, wenn beispielsweise die zufällige, unkontrollierte Bewegung einer Platte eine Unterfunktionseinheit versperrt, deren Austausch im ursprünglichen Zustand der Unversehrtheit für eine gute Funktion der Maschinenanlage notwendig ist. Es ist klar, daß solche Situationen einem automatischen Betrieb entgegenstehen, wie er für solche Maschinen angestrebt wird.

Schließlich ist ein weiterer Vorschlag des Standes der Technik zu erwähnen, der darin besteht, jede Platte beim Eintritt in die Preß-Aufheizungsstation zwischen zwei feine gewebte oder nicht gewebte Vliese zu nehmen, die mit einer Antihaftbeschichtung versehen sind. Diese Lösung führt zwar zu einem Ergebnis, erhöht aber auf nicht vernachlässigbare Weise die Kosten der Herstellung.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die bekannten Nachteile abzustellen, indem eine neue Vorrichtung zum Bewegen, aber vor allem zum Herausziehen vorgeschlagen wird, um ebenfalls die obenstehenden Schwierigkeiten zu lösen, indem eine Relativbewegung der Platten aus klebrigem Material zwischen den aufeinanderfolgenden Arbeitsplätzen ermöglicht wird.

Ein Ziel der Erfindung ist es, die Lücke des Standes der Technik zu füllen, indem einfache Mittel vorgeschlagen werden, die wenig kostspielig sind und bei den aktuellen Maschinen, neu oder nicht, angewendet werden können ohne besonders kostspielige Ausgaben zur Erneuerung zu erfordern.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, technische Mittel vorzuschlagen, die einfach, robust und haltbar sind und nur noch bei Bedarf eine periodische Wartung und/oder Reinigung benötigen.

Ein zusätzliches Ziel der Erfindung ist es, technische Mittel vorzuschlagen, die die vorher aufgeführten allgemeinen Schwierigkeiten ausräumen und die es überdies eventuell ermöglichen, auf Beschichtungen auf der Basis von nicht klebenden Materialien oder sogar auf das Versprühen solcher Produkte zur Wartung zu verzichten, was insgesamt eine Verringerung der Betriebskosten darstellt, die es ermöglicht, wesentlich zur Wirtschaftlichkeit der Herstellung von Formteilen beizutragen.

Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, darüber hinaus technische Mittel vorzuschlagen, die die Herstellung von Teilen ermöglichen, die mit dem Verfahren des Herausziehens mittels Zangen nicht zu verwirklichen sind, und die auch auf den üblicherweise verlorenen Rohstoffstreifen verzichten können, der für die Aufnahme durch die Greifzangen vorgesehen ist.

Um die vorhergehenden Ziele zu erreichen, zeichnet sich die Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen einer Platte aus klebrigem Material in Bezug zu einem Arbeitsplatz des Typs, der wenigstens eine endlose Transportmatte aufweist, die kontinuierlich oder aussetzend bzw. ruckartig angetrieben wird und bei der der Vorlaufstrang durch den Arbeitsplatz verläuft, dadurch aus, daß sie ein Vlies mit geringer Dicke aufweist, das unter Zugspannung in Berührung mit der Oberseite des Vorlaufstranges angeordnet ist und sich in der Bewegungsrichtung des Stranges, jenseits und unterhalb des Umlenkbereiches von letzterem bis zu einem Bereich des Zusammenwirkens mit einem Aufnahmetransporteur erstreckt.

Die Erfindung betrifft auch eine Presse zum Umformen von Verbundmaterialien in Platten- oder Plättchenform, die eine Heizstation aufweist, der mit einer Vorrichtung des vorgenannten Typs ausgerüstet ist.

Verschiedene weitere Merkmale sind aus der unten angegebenen Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich, die beispielhaft und nicht einschränkend Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindungen zeigen.

Die Fig. 1 ist ein Grundriß einer vollständigen Einheit zur Preßumformung unter Anwendung der Erfindung.

Die Fig. 2 ist eine Seitenansicht, im wesentlichen gemäß der unterbrochenen Linie II-II der Fig. 1.

Die Fig. 3 ist eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen.

Die Fig. 4 ist eine Draufsicht gemäß der Linie IV-IV der Fig. 3.

Die Fig. 5 ist eine perspektivische Ansicht entsprechend der von Fig. 3.

Die Fig. 6 ist eine Seitenansicht, vergleichbar zu der von Fig. 3, die aber eine Variante der Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt.

Die Fig. 1 und 2 zeigen die bevorzugte Verwendung bzw. Anwendung des Erfindungsgegenstandes bei einer Einrichtung oder Maschine zum Herstellen eines Formteiles, ausgehend von einem Plättchen oder einer Platte 1 aus Verbundmaterialien auf Thermoplastbasis, wie beispielsweise einem Filz, einer gewebten oder nicht gewebten Mischung, oder sogar einer Schicht von Füllhaaren oder ähnlichem, mittels einer Formpresse 2, die wie bereits bekannt, außer dem notwendigen Zubehör darüber hinaus eine Form 3 auf der Basis von wenigsten zwei Bauteilen aufweist, die aus zwei Komplementärteilen zusammengesetzt sein können, wie beispielsweise einer Matrize und einem Stempel. In der angegebenen Darstellung ist die Formeinrichtung 3 vom vertikalen Typ, was zu einer im allgemeinen waagrechten Verbindungsebene der Form zwischen der Matrize und dem Stempel führt.

Die dargestellte Einrichtung weist für das Formen der Platte 1 eine Heizstation 4, einen Aufnahmetransporteur 5, der zwischen der Station 4 und der Presse 2 eingefügt ist, und parallel zu letzterer eine seitliche Arbeitsstation 6 auf, deren Funktion darin besteht, die Versorgung der Presse 2 mit Auskleidungsüberzügen oder sogar die Verteilung von Einsätzen sicherzustellen, bevor sie vor dem endgültigen Formen der Platte 1 ihr zugeordnet werden.

Die Fig. 1 stellt klar, daß die Einrichtung ebenfalls seitlich, aber gegenüber der Arbeitsstation 6, eine Matte oder einen Förderer 7 zur Aufnahme der geformten Produkte von der Presse 2 aufweist, um sie beispielsweise in Richtung des Pfeils f1 zu einem Arbeitsplatz zur vorübergehenden Lagerung, wie beispielsweise 8, weiterzuleiten.

Auf herkömmliche und bekannte Weise ist die Heizstation 4 vom Typ mit zwei Einrichtungen 4a und 4b, um in zwei Schritten für eine Aufheizung mittels Berührung und Druck von jeder Platte oder jedem Plättchen 1 zu sorgen. Dazu weist jede Einrichtung 4a, 4b eine untere, im allgemeinen feststehende Plattform 10, die von jeder geeigneten Einrichtung aufgeheizt werden kann, und eine bewegliche obere Plattform 11 auf, die im Wechsellauf in Richtung des Pfeils f2 mittels nicht dargestellten Steuereinrichtungen, wie beispielsweise Stellantrieben, bewegbar ist. Im Ruhezustand sind die Plattformen 10 und 11 ausreichend beabstandet, um die Einführung eines Plättchens oder einer Platte 1 zuzulassen, die von einem Einführtisch 12 mittels eines Endlostransporteurs, wie beispielsweise eine Matte, derart bewegt wird, daß es bzw. sie von wenigstens einer Matte 13 aufgenommen wird, wobei es die Heizstation 4 bzw. in der Folge, mittels des Vorlaufstranges 14, die Einrichtungen 4a und 4b durchläuft.

Vorzugsweise ist eine Matte 15, die identisch zu der Matte 13 ist, den oberen Heizplattformen 11 so zugeordnet, daß ihr Vorlaufstrang 16 sich parallel und gegenüber des Vorlaufstranges 14 erstreckt, um mit letzterem einen Vorrückgang für das Plättchen oder die Platte 1 zu bilden.

Die Transportmatten 13 und 15 sind in Form einer geschlossenen Schlaufe um Rollen 17 gewunden, die auf bekannte Weise zur Rückführung, zur Spannung und zum Antrieb in dieselbe Richtung wie die Bewegung der Vorlaufstränge 14 und 16 dienen, die durch den Pfeil f3 angegeben ist. Die Stränge 14 und 16 werden durch den Begriff "Vorlauf" bezeichnet im Gegensatz zur Bezeichnung "Rücklauf" der entgegengesetzten Stränge, die außerhalb der Preß- und Heizeinrichtungen 4a und 4b angeordnet sind.

Es wird darauf hingewiesen, daß wenigstens die oberen Plattformen 11 in Form eines einzigen Elements ausgebildet sein könnten, das dann für die beiden Einrichtungen 4a und 4b gemeinsam ist.

Selbstverständlich kann aus Gründen der Arbeitstaktdauer die Temperaturerhöhung von drei oder mehr Preßstattionen bewirkt werden kann.

Der Tisch 12 ist am Eintritt zu den beiden Matten oder Bahnen 13 und 15 angeordnet, die an ihrem Ausgang einem Aufnahmetransporteur 5 zugeordnet sind, der dazu dient, über die Aufnahme von jeder gepreßten und erhitzten Platte nach dem Austritt aus der Arbeitsstation 4 hinaus, beispielsweise mittels eines Pendeltisches 18 für das Bewegen und das Entfernen von dieser Platte mit Blick auf ihre Einführung in die Form 3 der Presse 2 zu sorgen.

Um das Anhaften oder das Ankleben von jeder Platte an der einen oder der anderen Endlosmatte 13 und 15 und insbesondere an den Vorlaufsträngen 14 und 16 zu vermeiden, wird gemäß der Erfindung vorgesehen, die Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen zu verwenden, die in einem ersten Vorschlag bzw. einer ersten Ausführungsform auf der Basis der Fig. 3 bis 5 dargestellt ist.

Die Fig. 3 zeigt die Arbeitsstation 4 in einer schematischen Darstellung, in der die Matte 13, die Matte 15 und die übereinanderliegenden Plattformen 10 und 11 einer jeden Einrichtung 4a und 4b dargestellt sind.

Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen wenigstens in Bezug zu der Endlostransportmatte 13 ein zwischengelegtes Endlosvlies 19 mit geringer Dicke auf, das in Anlage an die Fläche der Matte 13 angeordnet ist, die zur Matte 15 hin ausgerichtet ist. Im angegebenen Beispiel wird das Vlies 19 von einer Vielzahl von Führungen 20 mit geringer Dicke gebildet, die zueinander parallel unter einer relativen Zugspannung derart angeordnet sind, daß sie zu der Bewegungsrichtung der Matte 13 ausgerichtet sind, so wie es beispielsweise die Richtung des Pfeils f3 (Fig. 2 und 3), betreffend den Vorlaufstrang 14 von letzterer, zeigt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Führungen 20 von Endlosstreifen gebildet, die von Rollen 21 aufgenommen werden, die von Reinigungseinrichtungen 22 vervollständigt werden, die gegebenenfalls mit Spanneinrichtungen gekoppelt werden können oder von solchen Einrichtungen unabhängig sein können, wobei sie dann mit dem Bezugszeichen 23 in der Fig. 3 erscheinen.

Die die Führungen bildenden Bänder sind mehr oder weniger flexibel und werden entweder von Metallbändern oder vorzugsweise von gewebten oder nicht gewebten Materialien gebildet, wie beispielsweise Glasfasern, die mit einem wenig oder nicht haftenden Produkt, wie beispielsweise Polytetrafluorethylen, beschichtet oder überzogen sind.

Gemäß einer Anordnung der Erfindung erstreckt sich jedes Band derart weit jenseits des Umlenkbereichs Z1 des Vorlaufstranges 14, daß es sich an den Aufnahmetransporteur 5 wiederanschließt, der auch vorteilhafterweise gemäß der Erfindung durch eine Vielzahl von Endlosbändern 24 gebildet wird, die parallel mit konstantem Abstand verlegt sind.

In dieser Anordnung sind die Bänder 20 und die Bänder 24 des Transporteurs 5 verschränkt, um zwischen ihnen einen gemeinsamen Bereich Z2 aufzuweisen. Die Bänder 24 werden, was deren obere Stränge betrifft, die in einer gleichen Ebene verlegt sind, in Richtung des Pfeils f5 angetrieben.

Gemäß einer weiteren Anordnung der Erfindung sind die Bänder 20 so angeordnet, daß deren obere Stränge in Berührung mit dem Vorlaufstrang 14 des Transporteurs 13 gleichzeitig in Richtung des Pfeils f3 bei einer Lineargeschwindigkeit angetrieben werden, die vorzugsweise aber nicht ausschließlich synchron mit der des oberen Stranges 14 des Transporteurs 13 ist.

Die Fig. 3 zeigt, daß eine gleiche Anordnung, was die Transportmatte 15 betrifft, vorzugsweise auch eingenommen ist. Die Führungen 20, die einer solchen Matte 15 zugeordnet sind, sind auf dieselbe Weise wie zuvor genannt angeordnet, aber symmetrisch im Bezug zu einer Ebene P-P', die durch den waagrechten Durchgang verläuft, den die gegenüberliegenden Vorlaufstränge 14 und 16 begrenzen.

Die Einrichtungen der Erfindung, so wie sie oben beschrieben und in der betrachteten Verwendung eingesetzt sind, funktionieren wie folgt.

Eine Platte, wie beispielsweise 1, wird in die Arbeitsstation 4a eingeführt und erfährt durch Berührung und Druck eine erste Temperaturerhöhungsphase und wird, wenn letztere erreicht ist, natürlich in Richtung der Arbeitsstation 4b durch gleichzeitige Bewegung der Vorlaufstränge 14 und 16 der Transportmatten 13 und 15 bewegt.

Die Platte wird im Inneren der Arbeitsstation 4b erneut der Einwirkung von Druck und Erwärmung ausgesetzt, bis die Schwelle der gewünschten Temperatur erreicht ist, wonach die Platte in die Form 3 geführt werden soll.

Am Ausgang der Arbeitsstation 4b ist die Platte jenseits des Umlenkbereichs Z1 der Vorlaufstränge 14 und 16 einzig von den Führungen 20 aufgenommen, die sich im betrachteten Beispiel mit derselben Lineargeschwindigkeit wie die Vorlaufstränge 14 und 16 bewegen. Die Führungen 20 verfolgen die ursprüngliche Bewegung weiter und nehmen die Platte trotz ihrer klebrigen oder haftenden Eigenschaft auf, die aus der Temperaturerhöhung herrührt, die den gesamten Verbundmaterialien aufgebracht wird.

Die Platte wird dann von den Bändern 20 getragen, die eine Kontaktoberfläche unterhalb der der Stränge 14 und 16 aufweisen und imstande sind, über das vollständige Herausziehen im Bezug zu der Arbeitsstation 4b hinaus für ihre Beförderung und ihre Aufnahme durch den Wiederaufnahmetransporteur 5 zu sorgen, der wie zuvor, aber mittels der verschränkten Bänder 24 wirkt.

Die Einrichtungen der Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen gemäß der Erfindung werden in jedem Fall so ausgewählt, daß die Berührungsfläche mit den großen Flächen der Platte verkleinert wird und der Haftkoeffizient um ebensoviel verringert wird, um den Übergang zwischen den Bändern 20 und den Bändern 24 zu begünstigen.

Es soll bemerkt werden, daß die Bänder 20 aus einem Material mit geringer Dicke ausgebildet sind, so daß das Vorhandensein dieser Bänder auf den gegenüberliegenden Oberflächen der Vorlaufstränge 14 und 16 nicht die vorausgehende Formung einer Senke bei den großen Flächen der Platte zur Folge hat, wenn der Druck und die Erwärmung bei den Arbeitsstationen 4a und 4b aufeinanderfolgend einwirkt. In dieser Hinsicht könnte es vorgesehen sein, die unteren und oberen Plattformen mit einer Senke auszubilden damit sie geradlinige Rillen bilden, in die sich die Führungen und die Matten sich beim Zusammendrücken einfügen.

Der Vergleich der Fig. 4 und 5 erlaubt die Feststellung, daß gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung es in dem Fall, in dem die Vorrichtung zum Bewegen an eine Arbeitsstation 4 angepaßt ist, die zwei übereinander angeordnete Endlostransportmatten 13 und 15 aufweist, vorteilhaft ist, für die obere Matte 15 eine Anzahl von Führungen oder Bändern 20 vorzusehen, die verschieden ist von der Anzahl der zugeordneten Bänder bei der Matte 13. Der Unterschied ist im allgemeinen weniger als eins, derart, daß es möglich ist, die senkrechte Ebene der Bänder 20 der Matte 15 um einen Halbschritt in bezug auf die Bänder 20 der Matte 13 versetzt anzuordnen. Auf diese Weise wird der lineare Druck, der auf die großen Flächen von jeder Platte oder jedem Plättchen ausgeübt wird, nicht von einer zur anderen Seite überlagert aufgrund der Einwirkung der Preßplattformen 11, 10 der Arbeitsstationen 4a und 4b.

Es ist in einem solchen Fall ebenso vorteilhaft, die Bänder 20 der Transportmatte 15 einem Begleittransporteur 25zuzuordnen, der von den Bändern 26 gebildet wird, der zwischen den Bändern 20 auf analoge Weise verzahnt ist, wie die Bänder 24 des Wiederaufnahmetransporteurs 5 und die Bänder 20 des Transporteurs 13. Die Bänder 26 werden vorzugsweise so eingerichtet, daß sie bei ihren unteren Strängen eine Neigung aufweisen, die in Richtung der Presse 2 ansteigt, so daß sie zusammen mit der Ebene der oberen Stränge der Bänder 24 einen Gang mit zunehmendem Querschnitt bilden.

In einer nicht dargestellten Ausführungsform könnte es in Betracht gezogen werden, die Bänder 20 relativ unbeweglich zueinander anzuordnen oder sie intermittierend zu bewegen, synchron oder nicht mit den Transportmatten 13, 15.

Die Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform, die darin besteht, jede Führung oder jedes Band 20, sowohl der Matte 13 als auch gegebenenfalls der Matte 15, in Form von offenen Bändern auszubilden, d. h. sie laufen jeweils von einer Abwickelspule 27 ab, um durch eine Wiederaufwickelspule 28 wiederaufgenommen zu werden.

Auf diese Weise ist es möglich, die Bänder aus einem Material zur zeitweisen Verwendung auszubilden und Einrichtungen zur ruckartigen bzw. aussetzenden Bewegung einzusetzen, die es ermöglichen, jedes Band in einem ausreichenden Maße zu bewegen, damit zunehmend mit der erfolgten Benutzung, die Zerstörung bzw. Verschlechterung des Materials, insbesondere durch Übertragung von klebrigem Material, einen Austausch durch einen neuen Bandabschnitt mit sich bringt sowie sogar die Möglichkeit, die Transport- und Herausziehfunktion zu erfüllen.

Es sollte auch in Betracht gezogen werden, die Führungen in Form von starren Stangen auszubilden, die vorzugsweise eine Form mit abgeflachtem Querschnitt annehmen.

Im Fall von endlosen Laufbändern 20 ist es vorteilhaft, jedes, insbesondere bei seinem Rücklaufstrang, einem Kühlapparat 30 zuzuordnen, so wie in der Fig. 3 dargestellt.

Bei einer veränderten Ausführungsform kann das Vlies 19 ein dünnes Geflecht mit offenen Maschen sein, wie beispielsweise ein biegsames Gitter, das endlos in Form eines Bandes um Rollen 21 gewickelt ist, wobei das Band dann eine Länge gleich oder kleiner als das der Matten 13 und 15 haben könnte.

Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Beispiele beschränkt, denn es können verschiedene Veränderungen an ihr vorgenommen werden ohne ihren Rahmen zu verlassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen einer Platte (1) aus klebrigem Material in Bezug auf eine Arbeitsstation (4), von dem Typ mit wenigstens einer endlosen Transportmatte (13), die kontinuierlich oder ruckartig bzw. aussetzend angetrieben wird und die Arbeitsstation mit seinem Vorlaufstrang (14) durchquert, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Vlies geringer Dicke (19) aufweist, das unter Zugspannung in Berührung mit der Oberseite des Vorlaufstranges (14) angeordnet ist und sich in der Bewegungsrichtung dieses Stranges jenseits und unterhalb des Umlenkbereichs (Z1) von letzterem und bis zu einem Bereich (Z2) des Zusammenwirkens mit einem Wiederaufnahmetransporteur (5) erstreckt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine zweite Transportmatte (15) aufweist, die gegenüber der ersten derart angeordnet ist, daß die Vorlaufstränge (14, 16) dieser beiden Matten einander gegenüberstehen und in dieselbe Richtung f1 laufen, wobei der zweite Transporteur (5) einer Vielzahl von Führungen (20) zugeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies durch ein Maschengitter gebildet wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies von einer Vielzahl von Führungen (20) gebildet wird, die parallel zueinander angeordnet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (20), die der zweiten Transportmatte (15) zugeordnet sind, um einen halben Abstandsschritt in bezug auf die Bänder (20) der ersten Transportmatte (13) versetzt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (20) von Bändern gebildet werden, die wenigstens flexibel sind.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (20) aus einem Gewebe aus Glasfasern gebildet sind, die mit Polytetrafluorethylen überzogen sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (20) vom Endlos-Typ sind, und Einrichtungen zur Reinigung (22) und zur Kühlung (30) zugeordnet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Bänder (20) von einer Abwickelspule (27) abgegeben wird und von einer Wiederaufwickelspule (28) wiederaufgenommen wird.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (20) in Bezug zum Vorlaufstrang (14) der Matte feststehend sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bänder (20) jenseits und unterhalb des Vorlaufstranges angeordnet sind, in Verschränkung mit den Endlosbändern (24), die zusammen einen Transporter (5) zur Wiederaufnahme und/oder zum Begleiten bilden.
  12. 12. Presse zum Umformen von plattenförmigen Verbundmaterialien auf Thermoplastbasis, des Typs mit einem Arbeitsplatz bzw. einer Arbeitsstation zum Zuführen von Platten (1), einer Arbeitsstation (4) zum Erhitzen dieser Platten mittels wenigstens einer Einrichtung (10, 11) zum Pressen und Aufheizen durch Berührung, einer Arbeitsstation (3) rum Umformen und/oder Beschichten bzw. Belegen der Platten, einer Arbeitsstation (5) zum Transport zwischen der Arbeitsstation (4) zum Aufheizen und dem (3) zum Umformen und mit einer Arbeitsstation (7) zum Wiederaufnehmen, der sich an die Umformarbeitsstation (3) anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsstation zum Erhitzen (4) mit einer Vorrichtung zum Bewegen und zum Herausziehen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgerüstet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com