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Dokumentenidentifikation DE69314177T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0649494
Titel EINLASS- ODER AUSPUFFLEITUNG FÜR HUBKOLBENMASCHINEN
Anmelder Centre National de la Recherche Scientifique (C.N.R.S.), Paris, FR
Erfinder PEUBE, Jean, Laurent, F-86530 Naintre, FR;
TARTARIN, Jacky, F-86000 Poitiers, FR;
LAUMONNIER, Janick, F-86000 Poitiers, FR
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69314177
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 07.07.1993
EP-Aktenzeichen 939148276
WO-Anmeldetag 07.07.1993
PCT-Aktenzeichen FR9300703
WO-Veröffentlichungsnummer 9401659
WO-Veröffentlichungsdatum 20.01.1994
EP-Offenlegungsdatum 26.04.1995
EP date of grant 24.09.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse F01N 1/16
IPC-Nebenklasse F01N 9/00   F01N 1/24   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einlass- oder Auslassieltung für Hubkolbenmaschinen.

Gemäß der Erfindung ist unter einer Hubkolbenmaschine jede Vorrichtung zu verstehen, die pulsierende Durchsatzschwingungen entweder auf verursachte oder spontane Weise erzeugt, wie z. B. bei einem Wärmekraftmotor, einem Kompressor oder einer Wärmepumpe.

Es ist bekannt, dass pulsierende Schwingungen der Einlass- oder Auslassgase eines Hubkolbenmotors eine wichtige Geräuschquelle bilden, insbesondere von Geräuschen tiefer Frequenzen. Dasselbe gilt für die Auslasseinrichtungen aller Hubkolbenmaschinen (Kompressoren, Vakuumpumpen, Wärmepumpen usw.) sowie die Einlässe dieser Maschinen.

Diese pulsierenden Schwingungen sind bei Frequenzen, die genau mit dem Maschinenzyklus verbunden sind, sehr energiereich, jedoch sind sie bei verschiedenen zwischenfrequenzen sehr schwach.

Die akustische Analyse dieser Geräusche zeigt tatsächlich ein Spektrum mit diskreten, sehr energiereichen Linien.

Um das von den pulsierenden Schwingungen z. B. eines Wärmekraftmotors erzeugte Geräuschniveau zu verringern, werden mit Schalldämpfern versehene Auslassleitungen verwendet.

Jedoch führen diese Schalldämpfer, wenn sie es ermöglichen, pulsierende Schwingungen tiefer Frequenzen der Auslassgase mäßig zu dämpfen, gleichzeitig Singularitäten in die Auslassleitung ein, die sich als Schwankungen und Turbulenzen der Strömung und demgemäß als Geräusche zeigen, die mittlere und höhere Frequenzen aufweisen.

Außerdem sind, wenn eine Auslassleitung an einem Kraftfahrzeug angebracht ist, ihre geometrischen Singularitäten noch bedeutsamer, da sie an den unter dem Fahrzeug verfügbaren Raum angepasst werden muss. Daher ist an Auslassleitungen häufig festzustellen, dass der Innenguerschnitt der Leitung mehrmals von einem Ende zum anderen der Auslassleitung variiert, die übrigens zahlreiche Stauemrichtungen und andere Hindernisse enthält, die Geräusche erzeugen können.

Daraus ergibt sich, dass übliche Auslassleitungen, die aus Schalldämpfern verbindenden Rohrleitungen bestehen, relativ voluminos sind und den Ursprung zusätzlicher Gasbewegungsgeräusche bilden; außerdem führen sie zu ziemlich merklichen Druckverlusten.

Es sind auch Einrichtungen zum Verringern der Geräusche einer Auslassleitung bekannt, die, in Richtung der Auslassleitung, eine Schallwelle erzeugen, die so stark wie möglich mit derjenigen übereinstimmt, die durch die letztere emittiert wird.

Jedoch sind derartige Vorrichtungen sehr voluminös, sie erfordern sehr empfindliche elektronische und akustische Ausrüstungen und sie sind demgemäß bei den besonders schweren Gebrauchsbedingungen einer Kraftfahrzeug-Auslassleitung wenig zuverlässig.

Außerdem sind derartige Vorrichtungen hinsichtlich des Energiegesichtspunkts insoweit wenig zufriedenstellend, als sie in keiner Weise versuchen, die Energie zu verringern, die bei der Geräuscherzeugung eingesetzt wird, sondern die im Gegensatz zusatzenergie mit einem Wert aufwenden, der zumindest gleich groß ist.

Schließlich realisieren diese Vorrichtungen Techniken, betreffend die die Konzeption einer Auslassleitung, die an einen derartigen Motor angepasst ist und dazu bestimmt ist, an einer derartigen Ausrüstung angebracht zu werden, komplizierte Simulationen des Verhaltens des Fluids im Inneren der Auslassleitung erfordern, und zwar im Hinblick auf Elemente, aus denen sie aufgebaut sein soll, und die außerdem miteinander wechselwirken können.

Es wurde auch bereits versucht, die pulsierenden Schwingungen im Durchsatz eines Fluids in einer Leitung mittels Vorrichtungen mit variabler Geometrie zu dämpfen, die versuchen, die Resonanzfrequenzen in der Leitung dadurch zu modifizieren, dass die Wirkung einer Verengungseinrichtung auf globale Weise an den Fluiddurchsatz in der Leitung angepasst wird, also nicht an die eigentlichen pulsierenden Fluidschwingungen.

Die Erfindung zielt darauf ab, eine neuartige Einlass- oder Auslassleitung zu schaffen, die die im Stand der Technik angetroffenen Mängel nicht aufweist und die es ermöglicht, auf erhebliche Weise insbesondere den Schallpegel eines Wärmekraftmotors zu dämpfen, wobei es sich um eine einfache und wirtschaftliche Ausführungsform handelt.

Außerdem zeigt es sich, dass der Gegenstand der Erfindung von seiner Struktur her eine beachtliche Anpassbarkeit an verschiedene Hubkolbenmaschinen und an verschiedene geometrische Formen, wie sie von ihm angetroffen werden können, aufweist.

Außerdem ermöglicht es die erfindungsgemäße Einlass- oder Auslassleitung, das von einem Messdetektor ausgegebene Signal zu analysieren, um eine Fehlfunktion der Hubkolbenmaschine zu erfassen und schließlich zu diagnostizieren.

Die Erfindung hat eine Einlass- oder Auslassleitung insbesondere für Hubkolbenmaschinen zum Ziel, wie sie durch den Anspruch definiert ist.

Die erfindungsgemäße Analysevorrichtung vergleicht die verschiedenen Perioden des gemessenen Schallsignals mit Bezugssignalen.

Zum Beispiel bildet das für einen Wärmekraftmotor mit vier Zylindern ins Auge gefasste Schallsignal einen Zyklus mit vier Perioden. Eine Unregelmäßigkeit in einer dieser Perioden in bezug auf drei andere kann eine Fehlfunktion eines der drei Zylinder aufdecken.

Die Erfindung vereinigt die Vorteile einer veränderbaren Verengungseinrichtung, die eine aktive Steuerung der pulsierenden Durchsatzschwingungen eines Gases erzielt, mit denen einer Auskleidung der Wände eines Stutzens.

Die Erfinder haben tatsächlich erkannt, dass es diese zwei Einrichtungen, die in derselben Einlass- oder Auslassleitung vereinigt sind, ermöglichen, Geräuschdämpfungen zu erzielen, die über denen liegen, wie sie dann erhalten werden, wenn diese Einrichtungen gesondert verwendet werden.

Das komplementäre Verhalten der veränderbaren Verengungseinrichtung und der Auskleidung der Innenwand des Stutzens steht mit der Tatsache in Verbindung, dass die veränderbare Verengungseinrichtung, die ein Hindernis bildet, das dem Durchströmen des Gases entgegengestellt ist, selbst eine Geräuschquelle bildet.

Nun ist das Klangniveau dieses parasitären Geräuschs auf mittlere oder hohe Frequenzen begrenzt, da die veränderbare Verengungseinrichtung durch ihre Konstruktion automatisch pulsierende Gasschwingungen mit niedrigen Frequenzen beseitigt, einschließlich derjenigen, deren Ursprung sie sein kann.

Im Gegensatz hierzu ist die Auskleidung der Wände relativ wenig wirkungsvoll, was ein Dämpfen der Geräusch niedriger Frequenzen betrifft, jedoch ist sie speziell dazu geeignet, Geräusche hoher Frequenzen zu dämpfen.

Infolgedessen ist die Auskleidung der Wände dazu angezeigt, hochfrequente Gasgeräusche zu beseitigen, wie hochfrequente Komponenten der von der aktiven Steuerungseinrichtung erzeugten Geräusche. Eine andere Rolle der Auskleidung ist es, jede wesentliche Reflektion von Schallwellen im Inneren des Stutzens zu vermeiden.

Im Fall eines Wärmekraftmotors kann eine erfindungsgemäße Auslassleitung ohne Schalldämpfer gemäß der bisherigen Technik auskommen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirkt die Einrichtung zum Verengen des Querschnitts des Stutzens auf denjenigen Teil des Stutzens ein, der von der die pulsierenden Schwingungen erzeugenden Maschine entfernt ist.

Tatsächlich ist es bevorzugt, die pulsierenden Gasschwingungen so weit wie möglich entfernt von der Hubkolbenmaschine aktiv zu steuern, d.h. unter Beibehaltung eines wesentlichen Fluidvolumens stromaufwärts bezüglich der Verengungseinrichtung, um eine Beeinträchtigung des Energiewirkungsgrads der Maschine zu verhindern.

Bei einer anderen Ausführungsform verfügt derjenige Abschnitt des Stutzens, der stromaufwärts bezüglich der Verengungseinrichtung liegt, über einen größeren Durchmesser als derjenige Abschnitt des Stutzens, der die letztere umfasst. So weist der Stutzen wie bei der vorigen Ausführungsform ein relativ großes Volumen auf, was den durch die Verengung erzeugten Gegendruck begrenzt.

Diese Anordnung kann dann interessant sein, wenn eine derartige Leitung an einem Ort mit kleinen Abmessungen installiert werden muss, z. B. am Ausgang eines Motors an bestimmten Fahrzeugen oder an Industriemotoren.

Eine erfindungsgemäße Einlass- oder Auslassleitung bietet insbesondere den Vorteil, dass sie nur ein sehr verringertes Volumen im Vergleich mit Auslassleitungen gemäß dem Stand der Technik einnimmt.

Daraus ergibt sich eine Verringerung der Masse, da sich wegen des Fehlens von Schalldämpfern das Gewicht der Einlass- oder Auslassleitung im wesentlichen aus dem Gewicht des Stutzens zusammensetzt.

Diese Vorteile sind für die Automobilindustrie wesentlich, das die Positionierung einer erfindungsgemäßen Auslassleitung und ihre Befestigung unter einem Fahrzeug zu keinen Volumen- und Masseproblemen mehr führen, wie sie bisher auftraten.

Da die erfindungsgemäße Einlass- oder Auslassleitung innen ausgekleidet ist, weist sie außerdem die folgenden zwei Vorteile auf:

- es sind die Gefahren beseitigt, dass die Wand des Stutzens in Resonanz mit pulsierenden Gasschwingungen gerät;

- die abgestrahlten Geräusche sind ebenfalls praktisch null, da einerseits die Außenwand der Einlass- oder Auslassleitung keinen Gasschwingungen unterliegt und da andererseits die Emissionsfläche der Einlass- oder Auslassleitung, d.h. ihre gesamte Außenfläche, beträchtlich gegenüber derjenigen einer herkömmlichen Auslassleitung verringert ist, die länger ist und Schalldämpfer aufweist, deren Außendurchmesser erheblich ist.

Gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung verfügt die Einlass- oder Auslassleitung über eine Einrichtung zum Steuern der Verengungseinrichtung, die eine Dämpfung eines bevorzugten Frequenzbereichs pulsierender Gasschwingungen hervorruft und dadurch bewirkt, dass die Leitung einen bestimmten Klang erhält.

Auf diese Weise kann die "Klangfarbe" der Einlass- oder Auslassleitung als Funktion des Geräuschs, das erhalten werden soll, angepasst werden.

Zum Beispiel kann es der Konstrukteur oder Käufer eines Kraftfahrzeugs wünschen, dass die Auslassleitung entweder Geräusche von sportlichem Klang oder stärker gedämpfte Geräusche abstrahlt.

Gemäß demselben Ideenbereich kann eine Industrieinstallation Geräusche mit unangenehmer Tonfärbung ausgeben, die sich aus Frequenzkombinationen ergibt, die für das menschliche Ohr, selbst auf relativ schwachem Schallniveau, unangenehm sein können.

Dank der erfindungsgemäßen Einlass- oder Auslassleitung können die zu dämpfenden Frequenzen dadurch ausgewählt werden, dass die Verengungseinrichtung in zweckdienlicher Weise gesteuert wird.

Außerdem integrieren die Einlass- oder Auslassleitung, die an einem Kraftfahrzeug angebracht ist, und ihre Verengungseinrichtung, gemäß einer speziellen Ausführungsform der Erfindung, die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs als Zusatzparameter, um bei niedriger Fahrzeuggeschwindigkeit die Auspuffgeräusche des Motors maximal zu dämpfen und um bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit die Druckverluste des Abgases zur Verbesserung des Wirkungsgrads des Wärmekraftmotors zu minimieren.

Es ist ersichtlich, dass diese Ausführungsform besonders vorteilhaft ist, um den Geräuschpegel eines Fahrzeugs anzupassen, das einerseits in der Stadt, und damit mit geringer Geschwindigkeit, und auch unterwegs oder auf der Autobahn, d.h. mit hoher Geschwindigkeit, verwendet wird.

Um die Erfindung besser verständlich zu machen, werden zwei Ausführungsformen beschrieben, die beispielhaft und ohne jeden beschränkenden Charakter unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung angegeben werden.

- Fig. 1 repräsentiert eine Auslassleitung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

- Fig. 2 repräsentiert eine Auslassleitung gemäß dem Stand der Technik;

- Fig. 3 repräsentiert eine Auslassleitung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

- die Fig. 4 bis 6 sind Kurvenbilder, die Unterschiede in der Wirksamkeit der Geräuschverringerung zwischen den Auslassleitungen der Fig. 2 und 3 veranschaulichen; und

- Fig. 7 repräsentiert eine Druckvermessung, wie sie in einer erfindungsgemäßen Auslassleitung erfolgte.

Die Wand la des Stutzens 1 besteht aus Metall, und sie weist eine durchgehend ausgekleidete Oberfläche auf.

Im Inneren des Stutzens hält ein gitterförmiges Material 1b mit großen Maschen, wie ein Metallgitter eine Auskleidung 2, die auf die Wand la des Stutzens 1 aufgetragen ist.

Beispielsweise wurde eine erfindungsgemäße Auslassleitung mit einem Außendurchmesser von 95 mm, und einer Gesamtlänge von 0,60 m hergestellt, die innen mit Steinwolle mit einer Dicke von 95 mm ausgekleidet war, was einen Innenströmungsquerschnitt für Auslassgase mit einem Durchmesser von 45 mm beließ.

Die Auskleidung 2 ist von einem Ende zum anderen des Stutzens vorhanden, außer in der Nähe einer Verengungseinrichtung 3, deren Schließeinrichtung 4 in halbgeschlossener Position erkennbar ist.

Ein Steuerungselement 5 steuert die Verengungseinrichtung 3 als Funktion eines Signals, das sie von einem Detektor 6 empfängt, der innerhalb der Wanddicke des Stutzens 1 liegt.

Die Funktion einer derartigen Verengungseinrichtung ist im Dokument FR-A-2 613 089 beschrieben.

Die vom Wärmekraftmotor ausgegebenen pulsierenden Gase strömen so durch die Auslassleitung, wie es durch den Pfeil 7 angegeben ist.

Es ist erkennbar, dass die erfindungsgemäße Auslassleitung gemäß ihrer allgemeinen Form ein geringes Volumen aufweist und sie eine erheblich verringerte strahlende Oberfläche aufweist.

Außerdem ist diese Auslassleitung von Natur aus an jeden Motortyp anpassbar, wobei die Anpassung der Verengungseinrichtung einfach auf Grundlage des Regelungsgesetzes erfolgt, dem sie genügt.

Aus industriellem Gesichtspunkt bildet dies einen Vorteil, da ein Hersteller von Auslassleitungen nicht für jeden vorhandenen Motor eine Auslassleitung erdenken und herstellen muss.

In Fig. 2 ist schematisch eine bekannte Auslassleitung dargestellt. Eine derartige Auslassleitung weist einen Stutzen 8 mit einem Durchmesser von 45 mm auf, der am Gasauslassstutzen eines Motors 9 angebracht ist.

Ein Katalysatortopf 10, ein Druckminderungstopf 11 und ein Schalldämpfer 12 sind aufeinanderfolgend am Stutzen 8 in Durchlaufrichtung des Auspuffgases angeordnet.

Eine Auslassleitung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Diese Auslassleitung hat dieselbe Länge, wie die oben beschriebene.

Jedoch ist der Platzbedarf der Auslassleitung von Fig. 3 kleiner als derjenige der Auslassleitung von Fig. 2, da die Außendurchmesser der Elemente, aus denen sie besteht, kleiner sind.

Abgesehen vom Katalysatortopf 10, der dieselbe Funktion wie oben wahrnimmt, sind der Druckminderungstopf 11 und der Schalldämpfer 12 gemäß dem Stand der Technik hier durch zwei Abschnitte 13a und 13b versehen, die an ihren Innenwänden mit einem absorbierenden Material versehen sind und zu beiden Seiten einer veränderbaren Verengungseinrichtung liegen, die aus einer Klappe vom Typ einer Drosselklappe 14 besteht, die durch ein Stellglied 15 betätigt wird, das selbst durch eine elektronische Einrichtung 16 angesteuert wird, die die von zwei Detektoren 17a und 17b ausgegebenen Daten analysiert, die am Motor 9 bzw. am Stutzen 8, stromabwärts bezüglich der Klappe 14, liegen.

Der erste, mit einem absorbierenden Material versehene Abschnitt 13a besteht aus einer Leitung mit einer Länge von 0,8 m, die innen mit Steinwolle mit einer Dicke von 20 mm ausgekleidet ist, die durch ein Gitter oder ein perforiertes Blech mit zylinderform und einem Durchmesser von 45 mm am Ort gehalten wird.

Der zweite mit einem absorbierenden Material versehene Abschnitt 13b hat dieselbe Struktur, jedoch weist er eine Länge von 0,6 m auf.

Die zwei Auslassleitungen der Fig. 2 und 3 waren Gegenstand von Vergleichsversuchen, deren Ergebnisse aus den Fig. 4 bis 6 ersichtlich sind.

Die Schallklangpegel der Auslassleitungen wurden auf dieselbe Weise für jede Leitung dadurch gemessen, dass ein vorab kalibriertes Mikrophon 10 cm entfernt von der Auslassmündungsebene jeder Auslassleitung und unter 45º zur Achse derselben angebracht wurde.

Die Klangpegel, wie sie im Band von 20 bis 20000 Hertz für Drehzahlen des Motors zwischen 1200 und 3800 Umdrehungen pro Minute gemessen wurden, ergaben die zwei Kurven von Fig. 4, wobei die obere Kurve 18 der Auslassleitung von Fig. 2 entspricht und die untere Kurve 19 der Auslassleitung von Fig. 3 entspricht. Aus dieser Fig. 4 ist deutlich erkennbar, dass die bekannte Auslassleitung unabhängig von der Drehzahl des Motors 9 deutlich lauter ist als die erfindungsgemäße Auslassleitung.

Es wurden ebenfalls die Funktionen der zwei Leitungen der Fig. 2 und 3 durch die genannte Messtechnik für den Einfügungsdruckverlust verglichen: für jede Auslassleitung wurden aufeinanderfolgend die Geräusche, wie sie von einer Auslassleitung emittiert werden, die mit dem Element versehen ist, dessen Wirksamkeit gemessen werden soll, und dann die Geräusche gemessen, wie sie von der genannten Auslassleitung erzeugt werden, bei der das fragliche Element durch einen Rohrabschnitt derselben Länge-ersetzt ist. Anschließend wurden in den Kurvenbildern der Fig. 5 und 6 die Unterschiede zwischen den ohne das Geräuschverringerungselement gemessenen Klangpegeln und denen aufgetragen, die mit dem genannten Element gemessen wurden.

Die Kurven 20 und 22 entsprechen der Auslassleitung von Fig. 3, während die Kurven 21 und 23 der Auslassleitung von Fig. 2 entsprechen.

Fig. 5 repräsentiert die in Dezibel ausgedrückten Bruttomesswerte. Aus dieser Figur ist erkennbar, dass die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Auslassleitung derjenigen der bekannten Auslassleitung ziemlich überlegen ist.

Um die Empfindlichkeit des menschlichen Ohrs zu berücksichtigen, wurden die Bruttomesswerte von Fig. 5 durch eine bekannte Gewichtungstechnik korrigiert, die zu den in Fig. 6 dargestellten Kurven führt, bei denen die Einheit des Klangpegeis Dezibel A (dB(A)) ist.

Aus dieser Fig. 6 ist ersichtlich, dass die Differenz zwischen den Wirksainkeiten der erfindungsgemäßen Auslassleitung und der bekannten Auslassleitung in allen Betriebsbereichen des Motors 9 erheblich ist.

Fig. 7 repräsentiert eine Aufnahme des Drucks, wie in der Auslassleitung von Fig. 3 mit dem Detektor 17b ausgeführt, der unmittelbar stromabwärts bezüglich der Klappe 14 liegt.

Dieser aufgenommene Druck entspricht der Funktion eines 6- Zylinder-Reihenmotors bei einer Drehzahl von 1300 Umdrehungen pro Minute.

Jeder Scheitelpunkt der Kurve entspricht der Öffnung der Auslassventile eines Zylinders.

Die Kurve von Fig. 7 weist zwei Zyklen auf, wobei jeder Scheitelpunkt durch eine Zahl von 1 bis 6 numeriert ist, die der Nummer des entsprechenden Zylinders entspricht.

Im vorliegenden Fall ist aus dieser Druckaufnahme erkennbar, dass der Zylinder 3 ein sehr fehlerhaftes Auslassventil aufweist, da zwischen den Scheitelpunkten kein Druckabfall vorhanden ist, was einem Auslassverlust beim Druckanstieg im Zylinder 3 entspricht.

Es ist auch erkennbar, dass der Zylinder 6 einen Verbrennungsmangel aufweist, da der Druck der von diesem Zylinder ausgestoßenen Abgase deutlich niedriger als derjenige der Zylinder 1 bis 5 ist.

Obwohl eine derartige Art der Kontrolle der korrekten Funktion eines Wärmekraftmotors bekannt ist, ermöglicht es die erfindungsgemäße Auslassleitung, dieses Verfahren in Echtzeit während der Nutzung des Motors zu realisieren.

Es ist zu beachten, dass die beschriebenen Ausführungsform keinerlei beschränkenden Charakter hat.

Bei einer Variante kann insbesondere eine doppelte Klappe vorgesehen sein, um das Emissionsvermögen des Stutzens noch deutlicher zu verringern.

Außer dass die erfindungsgemäße Einlass- oder Auslassleitung bei jedem Einlass- oder Auslassstutzen einer Hubkolbenmaschine anwendbar ist, kann sie in eine Gas- oder Flüssigkeitsleitung oder eine Leitung für ein Gemisch dieser zwei Phasen eingefügt werden, wo sie die Geräusche und die Druckund Durchsatzschwankungen dämpfen kann, wie sie von jeder Druckwelle erzeugt werden, die sich mehr oder weniger zufällig oder periodisch durch sie ausbreiten.


Anspruch[de]

1. Ein- oder Auslaßleitung, insbesondere tur einen Hubkolbenmotor, bestehend aus einem Gasströmstutzen (1), der mindestens mit einem Detektor (6) zur Messung emer für den momentanen Gasdurchsatz charakteristischen physikalischen Größe versehen ist, wobei die Auslaßleitung ferner mindestens eine Einrichtung (3) zur änderbaren Verengung ihres Gasströmungsquerschniffs aufweist, die die momentane Energieabnahme des durch den Stutzen (1) strömenden Gases als Funktion der von dem Detektor (6) gemessenen Größe andert, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand (1a) des Stutzens (1) mit einem schallabsorbierenden Material (2) ausgekleidet ist, und daß die Leitung eine elektronische Einrichtung zum Analysieren des von dem Detektor (6) abgegebenen Signals im Hinblick auf die Erfassung und gegebenenfalls die Diagnose einer Fehlftmktion des Hubkolbenmotors (9) aufveist.

2. Ein- oder Auslaßleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (3) zur Querschnittsverengung des Stutzens (1) auf einen von dem Hubkolbenmotor (9) entfernten Teil des Stutzens (1) einwirkt.

3. Ein- oder Auslaßleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der stromaufwärts von der Verengungseinrichtung (3) gelegene Teil des Stutzens (2) einen größeren Durchmesser hat als der die Einrichtung enthaltende Teil des Stutzens.

4. Ein- oder Auslaßleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vorrichtung zur Steuerung der Verengungseinrichtung aufweist, die eine Dämpfting eines bevorzugten Frequenzbereichs von Gasschwingungen hervorruft und dadurch bewirkt, daß die Ein- bzw. Auslaßleitung einen bestimmten Klang erhalt.

5. Auslaßleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie Teil eines Kraftfahrzeugs ist und daß die Verengungseinrichtung die Bewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeugs als zusätzlichen Parameter berücksichtigt, um bei niedriger Fahrzeuggeschwindigkeit die Auspuifgeräusche des Motors maximal zu dämpfen und bei hoher Fahrzeuggeschwindigkeit die Druckverluste des Abgases zur Verbesserung des Wirkungsgrades des Wärmekraftmotors zu minimieren.







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