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Dokumentenidentifikation DE69315029T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0588398
Titel Anzeigevorrichtungen mit aktiver Matrix und Verfahren zu ihrer Ansteuerung
Anmelder Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Bird, Neil Christopher, c/o Philips Research Lab., Surrey RH1 5HA, GB;
Knapp, Alan George, c/o Philips Research Lab., Surrey RH1 5HA, GB
Vertreter Peters, C., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 22335 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69315029
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.08.1993
EP-Aktenzeichen 932023625
EP-Offenlegungsdatum 23.03.1994
EP date of grant 05.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse H04N 3/12
IPC-Nebenklasse G09G 3/36   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix mit Sätzen von Reihen- und Spaltenleitern, einer Anordnung von Wiedergabeelementen, die je eine erste und eine zweite Elektrode mit zwischenliegendem elektrooptischem Material enthalten, wobei die ersten Elektroden mit der Drain- Elektrode eines TFTs verbunden sind, dessen Source-Elektrode und Gate-Elektrode mit einem Spaltenleiter bzw. Reihenleiter verbunden sind, und mit Steuermitteln mit einer Abtaststeuerschaltung zum Zuführen von Selektionssitgnalen zu den Reihenleitern, und mit einer mit den Spaltenleitern verbundenen Datensignalsteuerschaltung, die Mittel aufweist zum Liefern zeitabhängiger Video-Information darstellender Signale. Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf ein Verfahren zum Betreiben einer derartigen Wiedergabeanordnung.

Flüssigkristall-Wiedergabeanordnungen mit einer aktiven Matrix der obengenannten Art sind bekannt. Beispiele solcher Wiedergabeanordnungen zum Verarbeiten digitaler Videosignale sind in EP-A-0391654 und EP-A-0298255 beschrieben. Datensignalsteuerschaltungen, die mit digitalen Videosignalen arbeiten, können gegenüber denen, die mit analogen Signalen arbeiten und analoge Abstat-und-Halteschaltungen aufweisen, Vorteile bieten, insbesondere bei größeren Wiedergabeanordnungen mit einer größeren Anhahl Reihen und Spalten von Wiedergabeelementen in bezug auf Beschränkungen beispielsweise bei der Arbeitsgeschwindigkeit dieser analogen Schaltungsanordnungen. Manchmal wird bevorzugt, digitale Videosignale zu verwenden, insbesondere bei Graphikwiedergabegeräten. Dies kann durch erreicht werden durch digitale Videoverarbeitungsschaltungen, die eine größere Flexibilität als die analogen Gegner bieten können. Das digitale Videosignal könnte beispielsweise von einem RAM-Speicher eines Computers erhalten werden. Auf alternative Weise könnte es geschaffen werden durch Umwandlung analoger Fernseh-Videosignale in digitale Form.

In den Datensignalsteuerschaltungen, die in den obengenannten Spezifikationen beschrieben sind, werden die digitalen Videosignale in den Datensignalsteuerschaltungen vor der Zuführung zu den Spaltenleitern der Wiedergabeanordnung und folglich zu den den Wiedergabeelementen zugeordneten, als Schalter arbeitenden TFTen zum Übertragen der analogen Spannungen zu den Wiedergabeelementen, in analoge (amplitudenmodulierte) Signale umgewandelt. Diese Digital-Analog-Umwand lung erfordert typisch eine Übersetzung der digitalen Signale in zeitabhängige Impulssignale, beispielsweise Impulse, deren Größe durch die mehrfachbits digitalen Signale bestimmt wird, die zum Abtasten einer entweder schrittweise oder kontnuierlich zeitvariierenden Bezugsspannung benutzt werden, zum Erhalten von Ausgangsspannungen, deren Amplituden durch die Dauer der zeitabhängigen Signale bestimmt werden.

Eine solche Digital-Analog-Umwandlung macht die Datensignalsteuerschaltung aufwendiger. Auch die Steuerschaltung ist nicht völlig digital, sie enthält ein Gemisch digitaler und analoger Bauteile.

Es ist nun u.a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Wiedergabeanordnung zum Wiedergeben digitaler Eingangsvideosignale zu schaffen.

Es ist eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Wiedergabeanordnung zu schaffen zum Arbeiten mit digitalen Videosignalen, wobei die Datensignalsteuerschaltung vereinfacht werden und mit höheren Geschwindigkeiten arbeiten kann.

Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren ge schaffen zum Steuern einer Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix der Art mit Sätzen von Spaltenleitern und mit einer Anordnung von Wiedergabeelementen, die je eine erste und eine zweite Elektrode zwischenliegendem elektrooptischem Material aufweisen, wobei die ersten Elektroden mit der Drain-Elektrode eines betreffenden TFTs verbunden ist, dessen Source-Elektrode und Gate-Elektrode mit einem Spalten leiter bzw. Reihenleiter verbunden sind, wobei den Reihenleitern Selektionssignale zugeführt werden und wobei digitale Videosignale in entsprechende zeitabhängige Signale umgewandelt werden, mit dem Kennzeichen, daß die zeitabhängigen Signale den Spaltenleitern zugeführt werden und daß wänrend der Zuführung eines Selektionssignals zu einer Reihe von TFTen die TFTen vorgespannt werden um derart als Stromquellen zu arbeiten, daß die zugeordneten Wiedergabeelemente auf einen Pegel geladen werden, der abhängig ist von der dauer des zugeführten zeitabhängigen Signals.

Die Wirkung der "Fren in gesättigtem Zustand, die als Stromquelle arbeiten ist vollkommen anders als die übliche Betriebsart von TFTen bei herkömmlichen Wiedergabeanordnungen mit einer aktiven Matrix. Bei herkömmlichen Wiedergabeanordnungen von TFT-Typ und auch bei denen der obengenannten Spezifikationen werden die zweiten Elektroden der Wiedergabeelemente, die meistens durch betreffende Gebiete einer kontinuierlichen Elektrode gebildet werden, die allen Wiedergabeelementen gemeinsam ist, auf einem festen Potential gehalten, beispielsweise Erde, während der Betriebszeit der Wiedergabeanordnung und die TFTen werden als einfache Schalter in dem linearen Bereich deren Drain-Source-Strom gegen Drain/Source- Spannungskennlinie betrieben.

Als Ergebnis der Wirkung der TFTen als Stromquelle ist die Ladungsmenge, die dem Wiedergabeelement zugeführt wird beim Anschalten des TFTs durch Zuführung des Selektionsspannung zu der Gate-Elektrode proportional zu der Zeit, in der das zeitabhängige Impulssignal der Quelle zugeführt wird. Auf diese Weise ist die Spannung des Wiedergabeelementes, die der Adressierung folgt und folglich der erzeugte Wiedergabeeffekt, beispielsweise Grauskala, abhängig von der Dauer dieses Signals und wird durch dasselbe bestimmt. Unter Anwendung dieser Technik wird die Umwandlung der digitalen Videosignale zu analogen Signalen bei den Wiedergabeelementen durchgeführt. Im Vergleich zu den in den obengenannten Patentschriften beschriebenen Wiedergabeanordnungen gibt es kein Bedürfnis nach einer Umwandlung der zeitabhängigen Impulssignale in analoge (amplitudenmodulierte) Spannungen in der Datensignalsteuerschaltung vor der Zuführung zu den Spaltenleitern. Deswegen ist die erforderliche Datensignalsteuerschaltung wesentlich einfacher. Wichtig beim Fortlassen der Digital-Analogfünktion ist, daß die Datensignalstsuerschaltung auf einfache Weise durch Verwendung rein digitaler Schaltungselemente ausgebildet werden kann. Dies ist besonders wichtig für die Integration der Datensignalsteuerschaltung auf einem Substrat des Wiedergabepanels, unter Verwendung von beispielsweise TFTen, hergestellt gleichzeitig mit denen, die den Wiedergabeelementen zugeordnet sind, was schwierig auf befriedigende Weise erzielbar ist, wenn es sich um analoge Verarbeitung handelt. Eine digitale Datensignalsteuerschaltung kann mit relativ hohen Geschwindigkeiten arbeiten aber das Vorhandensein analoger Schaltungselemente in dieser Schaltungsanordnung setzt Begrenzungen. Dadurch, daß im wesentlichen der analoge Teil der Schaltungsanordnung zu der Wiedergabeelementanordnung verlegt wird, braucht der analoge Teil nur mit der Zeilenfrequenz zu arbeiten und die Hochgeschwindigkeitseigenschaften der digitalen Datensignalsteuerschaltung lassen sich dadurch völlig benutzten.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, daß die Durchführung des D/A- Umwandlungsverfahrens an der Stelle der TFTen erfolgt und die Wiedergabeelemente keine zusätzlichen Bauteile erfordern, so daß die Wiedergabeelementaustrittsfläche unbeeinflußt bleibt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Vorspannung der TFTen derart, daß sie als Stromquelle wirksam sind, auf herkömmliche und einfache Art und Weise dadurch erreicht werden, daß das der zweiten Elektrode der damit verbundenen Wiedergabeelemente zugeführte Potential auf einen Pegel geschaltet wird, der größer ist als die Differenz zwischen dem Pegel des den Gate- Elektroden zugeführten Selektionssignals und dem Schwellenspannungspegel. Die vereinfacht die Art der Steuersignale, die erforderlich sind für die Reihen- und Spaltenleiter. Auf alternative Weise könnten die zweiten Elektroden der Wiedergabeelemente auf einem konstanten Potentialpegel gehalten werden und die den Reihen- und Spaltenleitern zugeführten Potentialpegel könnten auf geeignete Weise geschaltet werden zum Erzielen des gewünschten Effektes.

Vorzugsweise ist die Periode, in der der Vorspannpegel angewandt wird, wenigstens gleich einer maximalen Dauer eines zeitabhängigen Impulssignals und daß der Spaltenleiter auf einen Spannungspegel geschaltet wird, im wesentlichen entsprechend dem Pegel des Selektionssignals für die restliche Zeit des Vorspannpegels. Durch einfaches derartiges Schalten des Potentials des Spaltenleiters wird der TH. abgeschaltet, sogar wenn das Selektionssignal vorhanden ist. Die Zuführung des Vorspannpegels wird vorzugsweise im wesentlichen gleichzeitig mit dem Selektionssignal beendet. Auf diese Weise ist kein Spalt zwischen der Adressierung aufeinanderfolgender Reihen erforderlich. Vorzugsweise werden die Wiedergabeelemente einer Reihe während eines ersten Teils des der betreffenden reihe zugeführten Selektionssignals vor der genannten Vorspannung der TFTen durch Zuführung einer Rückstellspannung zu den Spaltenleitern auf einen vorbestimmten Pegel rückgestellt. Auf diese Weise können die Wiedergabeelemente auf eine einfache Weise in einem Teil einer Reihenadressenperiode rückgestellt werden, wobei die Rückstell- und die Wiedergabeelementladungsphasen des Steuerzyklus unmittelbar folgen und ein einfaches Selektionssignal benutzen. Auf bequeme Weise kann die Rückstellspannung zwischen zwei Pegeln für aufeinanderfolgende Teilbilder derart gewechselt werden, daß die Wiedergabeelemente in wechselnden Teilbildern zu positiven und negativen Spannungen aufgeladen werden.

Nach einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix geschaffen, wobei die Wiedergabeanordnung Sätze von Reihen- und Spaltenleitern aufweist, eine Anordnung von Wiedergabeelementen, die je eine erste und eine zweite Elektrode und zwischen denselben ein elektrooptisches Material aufweist, wobei die ersten Elektroden mit der Drain-Elektrode eines betreffenden TFTs verbunden sind, dessen Source-Elektrode und Gate-Elektrode mit einem Spaltenleiter bzw. Reihenleiter verbunden sind, und eine Steuerschaltung zum Steuern der Wiedergabeelemente mit einer Abtaststeuerschaltung zum Zuführen von Selektionssignalen zu den Reihenleitern und mit einer mit den Spaltenleitern verbundenen Datensignalsteuerschaltung, die Mittel aufweist zum Liefern zeitabhängiger, Videoinformations darstellender Impulssignale, mit dem Kennzeichen, daß die Datensignalstsuerschaltung den Spaltenleitern die zeitabhängigen Impulssignale liefert und daß die Steuerschaltung Mittel aufweist zum Vorspannen der TFTen während der Zuführung zu denselben eines Selektionssignals derart, daß die TFTen als Stromquelle wirksam sind.

Eine Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix und ein Verfahren zum Ansteuern einer derartigen erfindungsgemäßen Wiedergabeanordnung wird nun als Beispiel anhand der beiliegenden Zeichung näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Schaltplan einer erfindungsgemäßen Flüssigkristall-Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix,

Fig. 2 ein schematisches Blockschaltbild einer typischen Stufe einer Datensignalsteuerschaltung der mit einem betreffenden Spaltenleiter verbundenen Wiedergabeanordnung;

Fig. 3a und 3b alternative Formen zum Demultiplexen eines der Datensignalsteuerschaltung zugeführten digitalen Videosignals,

Fig. 4 ein Beispiel eines in der Stufe der Datensignalsteuerschaltung verwendeten Digital-zu-Impulsgrößenwandlers,

Fig. 5a und 5b eine Darstellung der Schaltungsanordnung eines typischen Wiedergabeelementes und eines zugeordneten TFTs der Wiedergabeanordnungen bzw. der Arbeitskennlinien der in den Wiedergabeanordnungen verwendeten TFTen,

Fig. 6a und 6b eine Darstellung typischer Wellenformen und Wiedergabeelementspannungen im Betrieb der Wiedergabeanordnung in einem Teil des Arbeitszyklus,

Fig. 7a und 7b eine Darstellung von Wellenformen und Wiedergabeelementspannungen in einem anderen Teil des Arbeitszyklus,

Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Signalverarbeitungsschaltung, die bei der Wiedergabeanordnung benutzt werden kann, und

Fig. 9 eine schematische Darstellung der Schaltungskonfiguration eines typischen Wiedergabeelementes und eines zugeordneten TFTs in einer Abwandlung der Wiedergabeanordnung.

Es dürfte einleuchten, daß die Figuren nur schematisch und nicht maßge recht sind. Es dürfte ebenfalls einleuchten, daß dieselben Bezugszeichen in allen Figuren für entsprechende Elemente verwendet worden sind.

In Fig. 1 enthält die Flüssigkristall-Wiedergabeanordnung eine Reihenund Spaltenanordnung von Flüssigkristall-Wiedergabeelementen 12 die ein Wiedergabefeld 14 definieren. Jedes Wiedergabeelement 12 enthält ein kapazitives Element, das aus zwei in einem Abstand voneinander liegenden Elektroden auf den einander gegenüberliegenden Oberflächen zweier in einem Abstand voneinander liegender Substrate und aus zwischenliegendem TN-Flüssigkristallmaterial besteht. Die Wiedergabeelemen telektroden auf dem einen Substrat werden durch betreffende Gebiete einer kontinuierlichen Gegenelektrodenschicht gebildet, die durch 15 bezeichnet und allen Wiedergabeelementen in der Anordnung gemeinsam ist. Die anderen Elektroden, 16, der Wiedergabeelemente enthalten einzelne Elektroden, die je mit der Drain-Elektrode eines zugeordneten TFTs 17 verbunden sind, die zusammen mit der Elektrode 16 auf dem anderen Substrat vorhanden ist und durch die das Wiedergabeelement betrieben wird. Die TFTen 17 der Anordnung werden über Sätze von Reihen- und Spaltenadreßleitern, 18 und 19, ebenfalls aug diesem Substrat vorhanden, adressiert, wobei die zugeordneten Wiedergabeelemente und TFTen neben einem betreffenden Schnittpunkt von Reihen- und Spaltenleitern vorgesehen sind. Die Gate-Elektroden aller TFTen in derselben Reihe sind mit einem betreffenden Reihenleiter 18 verbunden und die Source-Elektroden sind mit einem betreffenden Reihenleiter 18 verbunden und die Source-Elektroden aller TFTen in einer Spalte sind mit einem betreffenden Spaltenleiter 19 verbunden. Dabei gibt es r Reihen und c Spalten von Wiedergabeelementen, die insgesamt r x c Wiedergabeelemente in der Anordnung liefern.

Die Wiedergabeelemente-Anordnung wird durch periphere Steuermittel gesteuert, die eine Abtaststeuerschaltung 21 enthält, welche die aufeinanderfolgenden Reihen TFTen auf bekannte Weise dadurch abtasttet, daß jedem der Reihenleiter 18 nacheinander ein Selektionsimpulssignal zugeführt wird,wobei dieser Vorgang in aufeinanderfolgenden Teilbildperioden wiederholt wird. Die Abtaststeuerschaltung 21 ist von herkömmlicher Form mit beispielsweise einer digitalen Schieberegisterschaltung und wird von Zeitsignalen gesteuert, die von einer Zeitgeber-und-Steuerschaltung 23 geliefert werden über einen Bus 24, die ebenfalls die erforderlichen Potentialpegel liefert, welche die Selektions- und nicht-selektionssignalpegel definieren.

Die Steuermittel enthalten weiterhin eine Wiedergabedatensignalsteuer schaltung 25, der ein digitales Videoinformationssignal zugeführt wird, und zwar über einen Bus 26 und die dem Satz von Spaltenleitern 19 auf geeignete Weise parallel für jede Videozele Datensignale in digitaler Form zuführt.

Eine Datensignalsteuerschaltung enthält eine betreffende Stufe für jeden Spaltenleiter 19. In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild einer typischen Stufe bei einer Ausführungsform einer datensignalsteuerschaltung dargestellt, wobei ebenfalls ein Teil der Wiedergabeelementanordnung und der Reihenabtaststeuerschaltung 21 dargestellt ist. Einfachheitshalber wird bei diesem Beispiel vorausgesetzt, daß die Wiedergabeanordnung eine Schwarz-Weiß-Wiedergabeanordnung ist. Die Wiedergabeanordnung könnte auch eine Farbwiedergabeanordnung sein, wobei eine Drei-Farben-Microfilteranordnung mit der Wiedergabeelement-Anordnung zusammenarbeitet. In dem Fall würde die Datensignalsteuerschaltung auf geeignete Weise geändert sein zum auf bekannte Art und Weise Verarbeiten der einzelnen R-, G- und B-Video-Eingangssignale, beispielsweise unter Anwendung des in EP-A-0391654 beschriebenen Verfahrens.

Gemeinsam mit herkömmlichen analogen Spaltensteuerschaltungen, die typisch eine Schieberegisterschaltung aufweisen, die mit analogen Abtast-und-Halteschaltungen zusammenarbeitet, wobei das Schreiben von Videoinformation zu der Wiedergabeelementanordnung auf Zeile-zu-Zeile-Basis erfolgt, wobei eine Zeile von Videoinformation durch die Spaltensteuerschaltung abgetastet wird und danach in einer selektierten Reihe zu den Wiedergabeelementen geschrieben wird, wobei die Identität der selektierten Reihe durch die Abtaststeuerschaltung bestimmt wird.

In Fig. 2 wird ein digitales Videodatenabtastsignal VDS von einer Zeile des zugeführten Videoinformationssignals und mit n Bits in einer n-Bits Speicherschaltung 30 gespeichert, deren Ausgangssignal einem Digital-zu-Impulsbreiten-wandler 31 zugeführt wird, der ein zeitabhängiges Signal schafft mit einem impulsbreitenmodulierten Signal, dessen Dauer die Videosignalinformation darstellt. Der Wandler 31 ist seinerseit mit einer schaltenden Schaltung 32 verbunden, deren Ausgangssignal dem Spaltenleiter 19 zugeführt wird. Die Wirkung der Schaltungsanordnungen 30, 31 und 32 wird für alle durch Zeitgebersignale gesteuert, die von der Zeitgeber-und-Steuerschaltung 23 geliefert werden, die ebenfalls eine Speiseschaltung aufweist, die vorbestimmte und konstante Spannungspegel zu der schaltenden Schaltungsanordnung 32 liefert, und zwar aus Gründen, die nachstehend klar werden dürften.

Das der Datensignalsteuerschaltung 25 zugeführte digitale Videosignal erfordert eine Demultiplexierung, so daß die Abtastwerte von einer vollständigen Zeile Videoinformation in den Speicherschaltungen 30 gespeichert werden können, da diese geeignet sind für die zugeordneten Spalten der Wiedergabeelemente. In den Fig. 3a und 3b sind zwei verschiedene Arten dargestellt, um dies zu erreichen. Fig. 3a zeigt einen Plan, wobei eine Zeile mit Videoinformation in serieller Form über die Leitung 33 in die Speicherschaltungen 30 eingelesen wird. Die Speicherschaltungen werden als lange Schieberegister betrieben und diesen zum Abtasten der Videozeile und zum Speichern der abgetasteten Information. Wenn die vollständige Videozeile über das Register verschoben worden ist, werden byte-breite Abtastwerte in die Wandler 31 geladen. In der alternativen Methode nach Fig. 3b und wie bei dem als Beispiel verwendeten Steuerschaltung nach Fig. 2, wird zum Übertragen Byte-breiter Abtastwerte zu den geeigneten Speicherschaltungen 31 eine herkömmliche Demultiplexeranordnung 34 verwendet.

Der Digital-zu-Impulsbreitenwandler 31 kann verschiedene Forman haben, wie dies dem Fachmann einleuchten dürfte. Ein Beispiel eines geeigneten Typs der Schaltungsanordnung ist in Fig. 4 dargestellt. Digitale Daten von der Speicherschaltung 30 werden in einen voreinstellbaren n-bits Binärzähler 35 eingeladen, dem Takt- und Startsignale, Cl und ST, von der Schaltungsanordnung 23 geliefert werden. Bei Empfang des Startmerkers wird der Ausgang des Wandlers gesetzt und das Taktsignal zählt den Zähler abwärts zu Null, bei welchem Punkt ein Ausgangsspeicher 36 zu Logisch "0" rückgestellt wird. Der Q-Ausgang des Speichers 36 enthält auf diese Weise einen Impuls, dessen Dauer (Breite) durch die digitalen Eingangsdaten bestimmt und von denselben dargestellt wird. Dieses Impulssignal wird der schaltenden Schaltungsanordnung 32 zugeführt, die ein entsprechendes zeitabhängiges Signal liefert, d.h. Impuls mit moduliertem Signal, dessen Amplitude durch ein Bezugspotential bestimmt wird, das von der Schaltungsanordnung 23 der Schaltungsanordnung 32 zugeführt wird und dessen dauer der Dauer des Impulses von dem Wandler 31 entspricht.

Die Demultiplexierungspläne nach den Fig. 3a und 3b werden beide bei einem Wandler 31 verwendet, von der Art, wie in Fig. 4 dargestellt, der seine eigene Speicherfünktion in sich hat. Auf diese Weise können während der Periode, in der der Abtastwert von der (n-1). Reihe von dem Digital-zu-Impulsbreitenwandler verarbeitet wird, Daten für die n. Reihe in die Speicherschaltungen 30 geschoben werden, d.h ein "Pipeline"-Vorgang. In alternativen Ausführungsformen für den Digital-zu-Impulsbreitenwandler, die keine Speicherfünktion in sich haben, wird eine zweite Speicherschaltung erforderlich sein, damit das Schieberegister oder der Multiplexer in einer "Pipeline"-Mode arbeiten kann.

Die Aufgabe der schaltenden Schaltungsanordnung 32 ist, jeden Spaltenleiter 19 mit einem gewünschten Spannungspegel zu versehen, wie durch die vorbestimmten, von der Schaltungsanordnung 23 gelieferten Spannungspegel bestimmt wird, und zwar zu dem richtigen Zeitpunkt auf eine Art und Weise, wie nachher noch beschrieben wird. Die Zeitgebung dieses Schaltungsbetriebs wird hauptsächlich durch die Schaltungsanordnung 23 bestimmt und teilweise, wie dies nachher einleuchten wird, durch das Ausgangssignal des Wandlers 31.

Das Einschreiben der Videoinformationsdatensignale zu der Anordnung von Wiedergabeelementen erfolgt reihenweise, wobei eine Zeile von Videoinformation abgetastet und danach zu den Wiedergabeelementen in der selektierten Reihe geschrieben wird. Die Folge von Vorgängen, die einen Schreibzyklus einer Reihe bilden, besteht aus drei Teilen.

Erstens wird eine Zeile digitaler Videoinformation abgetastet und von den Speicherschaltungen 30 der Stufen der Steuerschaltung 25 gespeichert. Dieser Vorgang entspricht der Wirkung der Abtast-und-Halteschaltungen in herkömmlichen analogen Spaltensteuerschaltungen.

Zweitens wird jedes LC-Wiedergabeelement 12 in der zu adressierenden Reihe auf eine Bezugsspannung gesetzt unmittelbar vor der Übertragung der Videodatensiganle zu den Wiedergabeelementen. Diese Voreinstellung der LC-Wiedergabeelemente erfolgt durch Anschaltung geeigneter Spannungen zu den Reihen- und Spaltenleitern 18, 19 und zu der gemeinsamen Zählerelektrode 15. Dieser Vorgang tritt auf, jeweils wenn die Reihe von Wiedergabeelementen adressiert wird und was nachstehend als Rückstellphase bezeichnet wird.

Drittens wird den LC-Wiedergabeelementen eine Ladung gegeben proportional zu dem Wert des in dem Speicher gespeicherten digitalen Video-Abtastwertes. In diesem Teil des Zyklus werden die zeitabhängigen Impuissignale von der Schaltungsanordnung 32 den Spaltenleitern zugeführt und im Zusammenhang mit einem den Gate-Elektroden zugeführten Selektionssignal schalten die der Reihe von Wiedergabeelementen zugeordneten TFTen eine bestimmte Periode entsprechend dem digitalen Video-Abtastwert ein. Eine Menge der Ladung wird danach in der nachstehend zu beschreibenden Art und Weise in den LC-Wiedergabeelementen gespeichert, die zu der Dauer des zeitabhängigen Impulssignals proportional ist. Da es zwischen dem Transmissionsgrad eines LC-Wiedergabeelementes und der in dieser Zelle gespeicherten Ladung ein einfach bewertetes Verhältnis gibt, ist die Umwandlung von einem digitalen Video-Abtastwert zu einem analogen Leuchtdichtewert komplett.

Diese drei Teile des Betriebszyklus werden jede Reihe in der Anordnung wiederholt zum Aufbauen eines kompletten Bildes in einer Teilbildperiode.

In diesem Vorgang ist die Aufgabe der TFTen einen Spannungsimpuls einer bestimmten Breite durch die Digital-zu-Impulsbreitenwandler in eine Ladungsmenge proportional zu der Breite des Impulses umzuwandeln. Um dies zu erreichen werden die TFTen vorgespannt um als Stromquelle wirksam zu sein, das heißt, damit der in einem TFT fließende Strom durch den Wert der Spaltenleiterspannungen und Gate-Spannung bestimmt wird, und wesentlich unabhängig ist von der Drain-Spannung. Die Vorspannumstände, notwendig zum Betreiben der TFTen auf diese Weise wird nun anhand der Fig. 5a und 5b näher beschrieben, wobei Fig. 5a die Schaltungsanordnung eines typischen Wiedergabeelementes und den zugeordneten TFT darstellt und Fig. 5b graphisch die Beziehung zwischen dem Drain-Source-Strom, Ids, und der Drain- Source-Spannung, Vds des TFTs darstellt für verschiedene Gate-Source-Spannungen, Vgs, wobei Vgs1 > Vgs2 > Vgs3 und Vgs3 > Vt ist, der Schwellenspannung des TFTs. Das Gebiet rechts von der punktierten Linie in Fig. 5b ist das sog. Sättigungsgebiet und es ist in diesem Gebiet, daß die TFTen betrieben werden zum Erzielen der Stromquellenbetriebsart. Die Stromquellenbetriebsart wird erhalten, wenn

Vds)Vgs-Vt (1)

und in dieser Betriebsart ist

Ids=SµCo(Vgs-Vt)² (2)

wobei Ids der Drain-Strom ist, µ die effektive Mobilität der Träger in dem TFT-Kanal ist, und wobei Co die Gate-Isolierkapazität je Gebietseinheit ist.

Das Gebiet auf der linken Seite der punktierten Linie in Fig. 5b ist das sog. lineare oder Triode-Gebiet (wobei Vds (Vgs - Vt ist) und wobei die punktierte Linie selbst das Abschnürungsgebiet darstellt, welches das linear und das Sättigungs gebiet voneinander trennt. Es sei bemerkt, daß die Betreibung der TFTen in der Stromquellenbetriebsart völlig anders ist als die normale Betriebsart von TFTen in AM LC-Wiedergabeanordnungen. Bei herkömmlichen TFT-Wiedergabeanordnungen mit einer aktiven Matrix werden die TFTen in dem linearen Gebiet als einfache Schalter betrieben.

Die Gleichung (2) bezieht sich auf eine Situation, in der der TFT eine unendliche Ausgangsimpedanz hat (1d5 ist unabhängig von Vds). In der Praxis wird die Ausgangsimpedanz des TFTs von der Größenordnung einiger Mohms sein und dies wird zu einer gewissen Nicht-Linearität führen.

Zusätzlich zu der Vorspannung der TFTen für die Wiedergabeelemente, die Teile des Betriebszyklus rückstellen und laden werden die von den Steuermitteln gelieferten Steuerwellenformen derart konstruiert, daß die Wiedergabeelemente ACbetrieben werden, das heißt, sie werden wechselweise zu positiven und negativen Spannunge geladen, wie dies zur vermeidung von Degradation des LC-Materials üblich ist.

Beispiele geeigneter von den Steuermitteln gelieferter Wellenformen für die Sätze von Reihen- und Spaltenleitern und die gemeinsame Elektrode zum Liefern der positiven und negativen wechselnden Ladefolge und Wellenformen, die am Wiedergabeelement erscheinen, sind in den Fig. 6a bzw. 7a dargestellt. Die resultierende Wiedergabeelementspannung, VLC, ist in Fig. 6b und 7b dargestellt. In der Beschreibung der Fig. 6a und 7a bezeichnet Vg die gate-Spannung, Ve bezeichnet die gemeinsame Elektrodenspannung, Vs bezeichnet die (Source)Spannung des Spaltenleiters und Vd bezeichnet die Drain-Spannung.

In den nachfolgenden Beschreibung wird ein typisches Wiedergabeelement m einer selektierten Reihe, das heißt einer Reihe, deren Reihenleiter mit einem Selektionssignal von der Schaltungsanordnung 21 versehen wird, näher beschrieben. Das Selektionssignal wird durch Vhigh bezeichnet und wird darart gewählt, daß die TFTen in den leitenden Zustand gebracht werden können. Für alle anderen, nicht selektierten Reihen von TFTen liefert die Schaltungsanordnung 21 eine Gate-Spannung mit einem niedrigeren Wert, Vglow, groß genug um zu gewährleisten, daß diese TFTen nicht in den leitenden Zustand geraten. Die den jeweiligen Reihenleitern zugeführten Selektionssignale sind vorübergehend separat, wobei in Fig. 2 eine Reihe von drei solcher Signale für drei aufeinanderfolgende Reihen schematisch dargestellt sind. Die Dauer des Vghigh-Signals definiert die Reihenselektionsperiode T. Nach Beendigung dieses Signal wird dem nachfolgenden Reihenleiter ein ähnliches Signal zugeführt, usw.

Der Schreibvorgang beginnt mit der Rückstellphase, welche die Periode tr beansprucht, worin mit der Reihenleiterspannung auf Vhigh, der TFT leitend gemacht wird und das Wiedergabeelement auf eine Bezugsspannung gemäß einer Spannung VcResetp gesetzt wird, danach durch die Spannungsschaltschaltung 32 dem Spaltenleiter zugeführt wird. Vorher befindet sich die Drain-Spannung Vd auf einem Pegel in einem Bereich möglicher Pegel, eingestellt in der vorhergehenden Adreßperiode. In dem als Beispiel dargestellten Wellenformen ist der Bezugsspannungspegel als Null vorausgesetzt. Während dieser Rückstellphase wird die Spannung Ve der gemeinsamen Elektrode 15 durch die Schaltungsanordnung 23 auf demselben Bezugspegel gehalten, das heißt, Null Volt. In dieser Phase arbeitet der TFT in dem linearen Bereich und verhält sich wie ein einfachen Schaltelement, wie bei herkömmlichen Wiedergabeanordnungen.

Am Ende der Rückstellphase kann das Wiedergabeelement auf den erforderlichen Pegel für den gewünschten Wiedergabeeffekt geladen werden, wobei der TFT als eine Stromquelle eingestellt wird. Diese Einstellung ergibt sich aus der Zeitgeber- und Steuerschaltung 23, welche die gemeinsame Elektrode 15 über die Leitung 22 in Fig. 1 auf eine höhere Spannung Vehigh schaltet, wobei diese Leitung die TFT- Drain-Spannung auf denselben Pegel setzt. Gleichzeitig (obschon deutlichkeitshalber Fig. 6 die vorderen Flanken als einigermaßen gestapelt darstellt) wird die Spaltenleiter spannung Vs auf einen höheren, voreingestellten Pegel Vcinteg geschaltet, der von der Schaltungsanordnung 32 geliefert wird für eine Periode, die durch die Breite des Ausgangsimpulses von dem Digital-zu-Impulsbreitenwandler 31 bestimmt wird. Diese Periode, durch t+ bezeichnet, bildet eine Ladeperiode und wird entsprechend dem digitalen Abtastvideosignal VDS variieren. Die Ladung ist auf dem Wiedergabeelement integriert und am Ende des Signals Vcinteg wird die Spaltenleiterspannung auf einen Pegel geschaltet, der dem Wert Vghigh entspricht, das heißt, denselben Pegel wie der des Selektionssignals für die restliche Zeit der Reihenselektionsperiode T zum Abschalten des TFTs. Auch hier sind deutlichkeitshalber die in Fig. 6a dargestellten Abfallflanken der Signale als einigermaßen gestapelt gezeigt, aber in der Praxis sind sie nahezu simultan.

Unter der Voraussetzung, daß am Anfang der Ladeperiode t+

Vehigh=Vd)vghigh-Vt (3)

und daß am Ende der Ladeperiode

Vehigh-VLC=Vd> Vghigh-Vt (4)

wobei V1£ die Spannung an dem Wiedergabeelement ist, der TFT nach wie vor als Stromquelle eingestellt ist und während dieser Periode eine lineare Ladekennlinie he fert. Am Ende der Ladeperiode, wie durch die Dauer des impulsbreitenmodulierten Signals von der Schaltungsanordnung 31 bestimmt, schaltet der TFT ab während der restlichen Zeit der Reihenselektionsperiode und wird danach abgeschaltet gehalten, während alle anderen Reihen adressiert werden und bis diese Reihe in dem nachfolgenden Teilbils adressiert wird durch die Tatsache, daß der Reihenleiter sich auf Vglow befindet, wobei die Ladung für diese (Teilbild)Periode auf dem Wiedergabeelement gespeichert wird. Fig. 6b zeigt die Wiedergabeelement-Spannung VLC während dieses Vorgangs. Am Anfang kann VLC einen Bereich von Werten haben, wie in der vorhergehenden Reihenselektionsperiode eingestellt, wobei dieser Bereich in Fig. 6b durch den schraffierten Block dargestellt ist. Nach der Rückstellphase wird die Ladung in dem Wiedergabeelement integriert während der Ladeperiode und am Ende dieser Periode wird eine Menge der Ladung auf dem Wiedergabeelement gespeichert, wobei diese Menge abhängig ist von dem festen Pegel von Vcinteg und von der Dauer der Periode t+. Das Wiedergabeelement kann auf einen Pegel geladen werden in einem ununterbrochenen Bereich von Pegeln entsprechend der Dauer von Vcinteg, wobei dessen Endwert abhängig ist von dem Zeitelement des zeitabhangigen Signals.

Die anderen Wiedergabeelemente in derselben Reihe werden gleichzeitig entsprechend adressiert, und zwar entsprechend den betreffenden Impulsbreitensignalen. Die aufeinanderfolgenden Reihen von Wiedergabeelementen werden in derselben Art und Weise adressiert, eine nach der anderen, wobei die vorhergehenden Reihen zugeordneten TFTen durch die Nicht-Selektionsspannung Vglow in dem gesperrtem Zustand gehalten werden.

Die Wirkung, wenn danach in einer Reihenselektionsperiode in dem nachfolgenden Teilbild adressiert für negative Ladung des Wiedergabeelementes, wie in Fig. 7a und 7b dargestellt, entspricht der obenstehend beschriebenen Wirkung, mit der Ausnahme, daß während der Rückstellphase eine Differenz auftritt. Gegeben die Tatsache, daß die erforderliche TFT-Einstellbedingung, als Stromquelle wirksam zu sein, erfüllt ist, ist der Drain-Strom während der Ladephase unipolar, das heißt, der Strom fließt in die Drain des TFTs und dadurch ist die Laderichtung des Wiedergabeelementes entsprechend unipolar. Für AC-Betrieb des Wiedergabeelementes muß die dem Wie dergabeelement gegebene Rückstellspannung nun, für eine negative Ladung, um eine negative Spannung größer sein als die größte erforderliche Spannung am Wiedergabeelement (das heißt größer als die Flüssigkristall-Sättigungsspannung).

Dazu wird die Spaltenleiterspannung auf einen Wert VcResetn gesetzt und die Spannung Ve der gemeinsamen Elektrode wird, wie vorher, während der Rückstellphase tr auf VcResetp gesetzt. Wenn der TFT während dieser Phase in dem linearen Bereich arbeitet, wird die Spannung, die dann am Ende der Rückstellphase am Wiedergabeelement erscheint, gegeben durch

VCL = VcResetp - VcResetn (6)

Danach wird während der Ladephase t, wobei der TFT eingestellt ist um als Stromquelle wirksam zu sein, das Wiedergabeelement in der positiven Richtung geladen, wie vorher, aber am Ende der Ladeperiode t-, bestimmt durch die Breite des Impulssignals von dem Wandler 31, trägt das Wiedergabeelement noch immer eine negative Ladung, wie dies aus Fig. 7b hervorgehen dürfte. Der Pegel der Ladung variiert entsprechend der Dauer, t-, des Impulssignals zum Schaffen des erforderlichen Wiedergabeeffektes.

Die Ladeintegrationsperioden t+ un t- brauchen nicht kontinuierlich zu sein, wie oben bschrieben, aber stattdessen konnen sie eine Anzahl diskreter Hilfsperioden enthalten, deren Gesamtdauer t+ oder t- entspricht.

Eine bestimmte Signalvorverarbeitung kann erwünscht sein. So kann beispielsweise eine bestimmte Videosignalverarbeitung erforderlich sein zur Ermöglichung der "Nicht-lineare-Ladung-zu-Transmissionsgradkennlinie" der Wiedergabelemente. Diese Verarbeitung des Videosignals erfolgt vor der Lieferung des Videosignals zu den Steuermitteln 20, wobei eine Videosignalverarbeitungsschaltung verwendet wird wie diese durch 50 in Fig. 1 angegeben ist. Durch den AC-Vorgang der Wiedergabeelementen entsteht ein zusätzlicher Verarbeitungsvorgang. Während des positiven Wiedergabeelementladungszyklus (Fig. 6b) ist die Endladung am Wiedergabeelement proportional zu dem digitalen Videoabtastwert, VDS (wenn der Rückstellpegelwert des positiven Zyklus Null ist). In dem negativen Zyklus (Fig. 7b) wird das Wiedergabeelement jedoch auf einen negativen Wert ruckgestellt und der TFT-Strom lädt das Element nach Null, wobei die Amplitude der Wiedergabeelementspannung VLC bei ansteigendem t- abnimmt. Folglich, wenn tvid die Ladezeit entsprechend einem bestimmten Videosignal und tmax die maximale Ladezeit (tmax = T-tr) ist, werden die Werte für t+ und t- gegeben durch:

t+ =tvid (7)

t- =tmax-tvid (8)

Das dem Wandler 31 einer Sufe der Schaltungsanordnung 25 zugeführte digitale Videodatensignal sollte dazu auf eine geeignete Weise derart codiert werden, daß der digitale Wert, Npw, (wobei N eine Zahl ist, die den Wert des Abtastwertes darstellt) verschiedene Spaltendatensignale für die zwei Polaritäten aus der Schaltungsanordnung 31 erzeugt.

Während des positiven Zyklus

Npw = Nvid (9)

und während des nagetiven Zyklus

Npw = Nmax - Nvid (10)

wobei Nmax der maximal mögliche Videosignalabtastwert ist.

Fig. 8 zeigt schematisch eine digitale Verarbeitungsschaltung, die einen Teil der Videosignalverarbeitungsschaltung 50 enthält, wodurch die erforderliche Korrektur erzielt werden kann. Das Eingangsvideosignal kann ein digitales oder ein analoges Videosignal sein und in diesem Fall ist ein Analog-Digital-Wandler 80 vorgesehen. Das digitale Videosignal. Nvid, meit einer typischen Länge von 3 bis 8 Bits, wird über einen ersten Zweig zu einem Spaltensignalinversionsschalter 81 und ebenfalls über ei nen Inverter 82 einem Addierer 83 zugeführt, wo es zu Nmax addiert wird zum Erhalten von Nmax-Nvid, welches Signal danach dem Schalter 81 zugeführt wird. Der Schalter arbeitet mit Teilbildfrequenz, so daß Nvid und Nmax-Nvid der Datensignalsteuerschaltung 25 in wechselnden Teilbildperioden für die positiven bzw. negativen Stuerzyklen zugeführt werden.

Die Ausgangsimpedanz der TFTen 17, die als Stromquellen voreingestellt sind, kann, wenn erforderlich, gesteigert werden durch die Hinzufügung einer Kaskadenschaltung, wie diese in Fig. 9 dargestellt ist, wobei die Schaltungskonfiguration ines typischen Wiedergabeelementes dargestellt ist, wobei die Kaskadenschaltung einen weiteren TFT 86 aufweist, der mit dem TFT 17 zwischen dem Wiedergabeelement 12 und dem Spaltenleiter 19 in Reihe geschaltet ist. Der Effekt der Kaskadenschaltung ist, die Schwankung in der Drain-Spannung, die von dem TFT 17 erfahren wird als Ergebnis von Anderungen in der Ausgangsspannung, zu verringern, wodurch die Ausgangsimpedanz um einen Faktor gm2/go2 gesteigert wird, wobei gm2 und go2 die jeweiligen Konduktanz bzw. die Ausgangskonduktann: des TFTs 86 ist. Einfachheitshalber kann die Gate-Elektrode des TFTs 86 auf ein festes Potential voreingestellt werden.

Die Steuerschaltungen 21 und 25 können auf einfache Weise unter Verwendung von TFTen verwirklicht werden und können dazu auf bequeme Weise auf demselben Subtrat wie die Anordnung von TFTen 17 und der Sätze der Adreßleiter 18 und 19 integriert werden, wobei die Anordnung der TFTen 17 und der Steuerschaltungen gleichzeitig durch die gemeinsame Verarbeitung gebildet sind, und zwar unter Verwendung von beispielsweise Polysilizium-TFTen. Eine solche Anordnung ist in Fig. 1 dargestellt.

Die Wiedergabeanordnung kann eine Farbwiedergabeanordnung sein, wobei eine Farbmikrofilteranordnung für die Wiedergabeelementanordnung vorgesehen ist. In diesem Fall wird das Videosignal als drei einzelne digitale Signale R, G, B über drei Bussezu der Datensignalsteuerschaltung 25 geliefert, die dazu in jeder Stufe drei Schaltungsanordnungen 30 hat, deren Ausgänge je einzeln mit dem Wandler 31 verbunden werden können.

Anwendungsbereiche für die Wiedergabeanordnung sind diejenigen, wo es Videoinformation in digitaler Form gibt, beispielsweise in Bereich der CD-I, oder bei Datengraphik-Wiedergabeanordnungen und bei Wiedergabesystemen (mit analoger oder digitaler Information). Bei einer Wiedergabeanordnung mit Steuerschaltungen, integriert auf der Wiedergabeplatte kann es einfacher sein, eine völlig digitale Schaltungsanordnung, wie beschrieben, zu implementieren als eine herkömmliche analoge Schaltungsanordnung.

Obschon die oben beschriebene Wiedergabeanordnung eine Flüssigkristall-Wiedergabeanordnung aufweist, dürfte es einleuchten, daß anderes elektrooptische Material verwandbar wäre, beispielsweise elektrolumineszierendes oder elektrochromes Anzeigematerial.

Aus der Lektüre der vorliegenden Beschreibung dürften dem Fachmann andere Abwandlungen einleuchten. Solche Abwandlungen können andere Merkmale haben, die im Bereich aktiver Matrix-Wiedergabeanodnungen und im Bereich der Herstellungsverfahren derselben bekannt sind und die statt der oder zusätzlich zu den bereits beschriebenen Merkmalen verwendet werden können. Der Rahmen der Erfindung wird nur durch die beiliegenden Patentansprüche beschränkt.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Steuern einer Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix mit Sätzen von Reihen- und Spaltenleitern und mit einer Anordnung von Wiedergabeelementen, die je eine erste und eine zweite Elektrode mit zwischenliegendem elektrooptischem Material aufweisen, wobei die ersten Elektroden mit der Drain-Elektrode eines betreffenden TFTs verbunden sind, dessen Source-Elektrode und Gate- Elektrode mit einem Spaltenleiter bzw. Reihenleiter verbunden sind, wobei den Reihenleitern Selektionssignale zugeführt werden und wobei digitale Videosignale in entsprechende zeitabhängige Signale umgewandelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zeitabhängigen Signale den Spaltenleitern zugeführt werden und daß während der Zuführung eines Selektionssignals zu einer Reihe von TFTen die TFTen voreingestellt sind um derart als Stromquellen zu arbeiten, daß die zugeordneten Wiedergabeelemente auf einen Pegel geladen werden, der abhängig ist von der Dauer des zugeführten zeitabhängigen Signals.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die TFTen dadurch zum Arbeiten als Stromquelle voreingestellt werden, daß ein Voreinstellpegelpotential, das der zweiten Elektrode der Wiedergabeelemente zugeführt wird, auf einen Pegel geschaltet wird, der höher ist als die Differenz zwischen dem Pegel des den Gate- Elektroden zugeführten Selektionssignals und dem Schwellenspannungspegel.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Periode, in der der Vorspannpegel angewandt wird, wenigstens gleich der maximalen Dauer des zeitabhängigen Impulssignals ist und daß der Spaltenleiter auf einen Spannungspegel geschaltet wird, im wesentlichen entsprechend dem Pegel des Selektionssignals für die restliche Zeit des Vorspannpegels.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des Vorspannpegels im wesentlichen gleichzeitig mit dem Selektionssignal beendet wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedergabeelemente einer Reihe während eines ersten Teils des der betreffenden Reihe zugeführten Selektionssignals vor der genannten Vorspannung der TFTen durch Zuführung einer Rückstellspannung zu den Spaltenleitern auf einen vorbe stimmten Pegel rückgestellt werden.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellspannung zwischen zwei Pegeln für aufeinanderfolgende Teilbilder derart gewechselt wird, daß die Wiedergabeelemente in wechselnden Teilbildern zu positiven und negativen Spannungen aufgeladen werden.

7. Wiedergabeanordnung mit einer aktiven Matrix mit Sätzen von Reihenund Spaltenleitern, einer Anordnung von Wiedergabeelementen, die je eine erste und eine zweite Elektrode mit zwischenliegendem elektrooptischem Material enthalten, wobei die ersten Elektroden mit der Drain-Elektrode eines TFTs verbunden sind, dessen Source-Elektrode und Gate-Elektrode mit einem Spaltenleiter bzw. Reihenleiter verbunden sind, und mit einer Steuerschaltung zum Steuern der Wiedergabeelemente mit einer Abtaststeuerschaltung zum Zuführen von Selektionssignalen zu den Reihenleitern, und mit einer mit den Spaltenleitern verbundenen Datensignalsteuerschaltung, die Mittel aufweist zum Liefern zeitabhängiger Video-Information darstellender Signale, dadurch gekennzeichnet, daß die Datensignalstsuerschaltung den Spaltenleitern die zeitabhängigen Impulssignale liefert und daß die Steuerschaltung Mittel aufweist zum Vorspannen der TFTen während der Zuführung zu densalben eines Selektionssignals derart, daß die TFTen als Stromquelle wirksam sind.

8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung eine mit den zweiten Elektroden der Wiedergabeelemente verbundene Spannungssteuerschaltung aufweist zum während der Zuführung der Selektionssignale zu den zugeordneten TFTen Zuführen eines Spannungspegels zu den zweiten Elektroden, wobei bei diesem Pegel die TFTen vorgespannt werden um als Stromquelle wirksam zu sein.

9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung in einem ersten Teil der Selektionssignale den Spaltenleitern ein vorbestimmtes Potential zuführt zum Laden der Wiedergabeelemente auf einen vorbestimmten Pegel und um während eines zweiten Teils der Selektionssignale die zeitabhängigen Impulssignale zuzuführen.

10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Datensignalsteuerschaltung einen Digital-zu-Impulsbreitenwandler aufweist zum Umwandeln digitaler Eingangsvideosignale zu entsprechenden Impulsbreitensignalen.

11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 10 und Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Datensignalsteuerschaltung eine zwischen dem Ausgang des Wandlers und den Spaltenleitern vorgesehene Spannungssteuerschaltung aufweist, welche die genannten zeitanhängigen Impulssignale und das genannte vorbestimmte Potential den Spaltenleitern zuführt und daß die Steuerschaltung eine Zeit- und Steuerschaltung aufweist zum Zuführen von Spannungen und Zeitsignalen zu der Spannungsschaltschaltung zum Betreiben der Spannungsschaltschaltung.

12. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Datensignalsteuerschaltung. die Sätze von Reihen- und Spaltenleitern und die TFTen auf einem gemeinsamen Träger vorgesehen sind.

Text in der Zeichnung

Fig. 2 VDS = Videodatenabtastsignal

30 = n-Bits Speicherschaltung

31 = Digital-zu-Impulsbreitenwandler

Fig. 4 : Zählerstand = 0







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