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Dokumentenidentifikation DE69316335T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0618034
Titel Gewindebohrvorrichtung zum radialen Gewindebohren
Anmelder Tapmatic Corp., Irvine, Calif., US
Erfinder Johnson Allan S., Johnson Allan S., Newport Beach, California 92660, US
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37085 Göttingen
DE-Aktenzeichen 69316335
Vertragsstaaten DE, FR, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.08.1993
EP-Aktenzeichen 933066755
EP-Offenlegungsdatum 05.10.1994
EP date of grant 14.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B23G 1/46

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Das Gebiet der Erfindung sind Gewindeschneidvorrichtungen zum Gewindeschneiden in radialer Richtung, d. h. in einer Richtung, die sich von derjenigen eines Antriebsglieds von einer Antriebsmaschine weg unterscheidet. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Radialgewindeschneidvorrichtungen, die automatisch umkehrend sind.

2. Beschreibung des Stands der Technik

Das Gebiet der Erfindung und Patente zum Stand der Technik werden auf dem Gebiet der automatisch umkehrenden Gewindeschneidvorrichtungen werden durch Bezugnahme auf die früheren Patente des Erfinders der Erfindung der vorliegenden Anmeldung veranschaulicht. Diese schließen die US-Patente Nummern 3 999 642, 4 014 421, 4 705 437, die europäische Offenlegungsschrift 520 771 und die darin zitierten Patente ein.

Die vorgenannten Patente offenbaren und beanspruchen automatische umkehrende Gewindeschneidvorrichtungen, die eine einen Gewindeschneider haltende Spindel zusammen mit gleichzeitig rotierenden Vorwärts- und Rückwärtsantrieben umfassen, wobei die Spindel frei fließend und bezüglich der Vorwärts- und Rückwärtsantriebe axial beweglich ist. Unter dem Einfluß des Vorwärtsantriebs schraubt sich der Gewindeschneider im Ergebnis selbst in das Loch in dem Werkstück ein, in dem das Gewinde geschnitten wird. Nach Beendigung des Vorschubs durch in die Gewindeschneidmaschine und dem Zurückziehen der Gewindeschneidmaschine, wodurch relative axiale Bewegung zwischen der den Gewindeschneider haltenden Spindel und den Antriebsgliedern verursacht wird, wird das Vorwärtsantriebsglied aus der Wirkverbindung mit der Gewindeschneiderspindel gebracht. Bei weiterer zurückziehender Bewegung der Gewindeschneidmaschine tritt zusätzliche relative Bewegung auf, wodurch das Rückwärtsantriebsglied mit der Gewindeschneiderspindel in Wirkverbindung gebracht wird, was eine Rückwärtsdrehung der Gewindeschneiderspindel und ein Herausschrauben des Gewindeschneiders aus dem Loch verursacht. Auf diese Weise wird das automatische Umkehren verwirklicht.

Die US-5 143 161 offenbart eine automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung mit einem solchen Typ von automatischer Umkehreinrichtung, um ein radiales Gewindeschneiden auszuführen. Die Vorrichtung umfaßt:

a) Ein angetriebenes Teil, das mit einem in einer ersten Richtung von einer Kraftquelle ausgerichteten antreibenden Teil in Wirkverbindung bringbar ist;

b) Getriebemittel, die mit dem angetriebenen Teil zum Übertragen von Drehantrieb von dem angetriebenen Teil in einer senkrechten Richtung in Wirkverbindung bringbar sind, wobei die Getriebemittel mit einem Vorwärtsantriebskopplungsgetrieberad auf einer vertikalen Welle und einem Rückwärtsantriebskopplungsgetrieberad auf der vertikalen Welle in Wirkverbindung bringbar sind;

c) ein Vorwärtsantriebskopplungsgetrieberad, das mit den Getriebemitteln in antreibende Wirkverbindung bringbar ist;

d) ein Rückwärtsantriebskopplungsgetrieberad, das mit den Getriebemitteln in antreibende Wirkverbindung bringbar ist;

e) ein Gewindeschneiderspindelglied, das einen Gewindeschneiderhalter zum Halten eines Gewindeschneiders aufweist, wobei das Gewindeschneiderspindelglied in einer Gewindeschneidrichtung drehbar ist, die sich von der ersten Richtung unterscheidet, wobei das Gewindeschneiderspindelglied mit dem Vorwärtsantriebskopplungsgetrieberad zur Vorwärtsdrehung in Wirkverbindung bringbar ist, um ein Gewindeschneiden in der Gewindeschneidrichtung zu bewirken, und wobei das Rückwärtsantriebskopplungsgetrieberad mit dem Gewindeschneiderspindelglied zum Bewirken einer Rückwärtsdrehung des Gewindeschneiderspindelglieds in Wirkverbindung bringbar ist.

Bei computernumerisch gesteuerten (CNC) Hochgeschwindigkeitsmaschinenzentren sind die von dem US-Patent Nummer 4 705 437 bereitgestellten Möglichkeiten besonders bedeutend. Nach dem '437-Patent ist die Getriebeanordnung derart, daß bei bestimmten Ausführungsformen sich die Vorwärts- und Rückwärtsantriebsglieder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen, um das gewünschte Ergebnis einer Reduktion übermäßiger Abnutzung zu erreichen.

Kürzlich sind weitere Fortschritte beim Gewindeschneiden durch Verbesserungen bei CNC-Fräsen gemacht worden. Als Konsequenz ist die Anwendung des radialen Gewindeschneidens angestiegen. Dies ist ein Gewindeschneiden, das von einem Gewindeschneider ausgeführt wird, der in einer Richtung quer zu der Richtung des antreibenden Teil der antreibenden Maschine schneidet. Solch ein radiales Gewindeschneiden wird z. B. dort angewendet, wo Platz von Bedeutung ist, wo die Konfiguration des Werkstücks und des Arbeitsplatzes derart sind, daß ein axiales Gewindeschneiden unbequem oder unmöglich ist, oder wo das Werkstück dergestalt ist, daß es effektiver ist, Gewinde radial als axial zu schneiden.

Existierende Radialgewindeschneidvorrichtungen erfordern, daß die Antriebsmaschine selbst umkehrt, um nach dem Beenden des Gewindeschneidens den Gewindeschneider von dem Werkstück zu entfernen. Dies hat Nachteile insbesondere in Bezug auf computernumerische Steuereinrichtungen, die Verzögerungen und Komplikationen erzeugen, welche einige der Vorteile des Gewindeschneidens mit automatisierten Antriebsmaschinen zu beseitigen drohen. Solche Maschinen werden in vorteilhaftester Weise so programmiert, daß sie das antreibende Teil der Gewindeschneidvorrichtung zuführen und dann zurückziehen, im Gegensatz zum Umkehren der Drehbewegung.

Deshalb hat es einen gefühlten aber nicht erfüllten Bedarf nach einer automatisch umkehrenden Gewindeschneidvorrichtung zur Verwendung in Zusammenhang mit radialem Gewindeschneiden gegeben.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung zur Verwendung in Zusammenhang mit radialem Gewindeschneiden nach Anspruch 1 der angefügten Ansprüche. Die automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung umfaßt:

ein Gewindeschneiderspindelglied, das in einer Gewindeschneidrichtung drehbar ist; ein angetriebenes Teil, das mit einem antreibenden Teil von einer Kraftquelle in einer sich von der Gewindeschneidrichtung unterscheidenden Richtung in Wirkverbindung bringbar ist; ein Vorwärtsantriebsglied, das mit dem Gewindeschneiderspindelglied in Wirkverbindung bringbar ist, um das letztere in der Gewindeschneidrichtung anzutreiben; ein Rückwärtsantriebsglied, das mit der Gewindeschneiderspindel in Wirkverbindung bringbar ist, um sie in einer der Gewindeschneidrichtung entgegengesetzten Richtung anzutreiben; Mittel zum Übertragen des Antriebs auf das Vorwärtsantriebsglied und das Rückwärtsantriebsglied, die mit dem angetriebenen Teil in Wirkverbindung bringbar sind, um von ihm Antrieb zu erhalten, wobei das Vorwärtsantriebsglied relativ zu dem Gewindeschneiderglied axial in der Gewindeschneidrichtung beweglich ist, wodurch dem Gewindeschneiderspindelglied Vorwärtsantrieb zum Gewindeschneiden vermittelt wird und wodurch durch eine relative axiale Bewegungsrichtung entgegengesetzt zu der Gewindeschneidrichtung das Vorwärtsantriebsglied aus der Wirkverbindung mit dem Gewindeschneiderspindelglied gebracht wird und das Rückwärtsantriebsglied in antreibende Wirkverbindung mit dem Gewindeschneiderspindelglied gebracht wird, um dem Gewindeschneiderspindelglied eine Rückwärtsdrehung zu vermitteln.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Gewindeschneidvorrichtung gemäß der Erfindung, in einer Vorwärtsantriebsstellung;

Figur 2 gibt die Gewindeschneidvorrichtung gemäß Figur 1 in einer neutralen Stellung wieder;

Figur 3 gibt die Gewindeschneidvorrichtung gemäß Figur 4 in einer Rückwärtsantriebsstellung wieder;

Figur 4 ist eine zusammengesetzte Schnittansicht der Gewindeschneidvorrichtung gemäß Figur 1, aufgenommen entlang den Linien 4A - 4A und 4B - 4B.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Wie in den Figuren 1 bis 4 wiedergegeben, weist eine Gewindeschneidvorrichtung 10 zum radialen Gewindeschneiden ein Gehäuse 12 auf. Das Gehäuse 12 definiert eine Öffnung 14, um ein Antriebsglied in der Form einer Welle 16 aufzunehmen, die mit einer Drehleistungsquelle verbindbar ist. Die Drehleistungsquelle wird in vielen Anwendungen ein computernumerisch gesteuerter Revolverkopf oder ein anderes automatisches Werkzeug sein.

In dem Gehäuse 12 angeordnete Lager 18 nehmen die Welle 16 auf. Die Welle 16 steht über Schiebekeile 21 in Wirkverbindung mit einem Kegelantriebsgetriebeglied 20 in dem Gehäuse 12.

Das Kegelantriebsgetriebeglied 20 steht in Wirkverbindung mit einem Vorwärtsgetriebeglied 24, das einen Kegelbereich aufweist, und mit einem Rückwärtsgetriebeglied 26, das einen Kegelbereich aufweist. Das Vorwärtsgetrieberad 24 ist näher an einem einen Gewindeschneider haltenden Ende einer im folgenden beschriebenen Gewindeschneiderspindel angeordnet und das Rückwärtsgetrieberad 26 ist weiter weg von dem den Gewindeschneider haltenden Ende angeordnet. Das Kegelantriebsgetriebeglied 20 weist zusammen mit dem Vorwärtsantriebsgetriebeglied 24 und dem Rückwärtsgetriebeglied 26 antriebsübertragende Mittel für den Drehantrieb auf, der von der Welle 16 bereitgestellt wird. Bei besonderen Anwendungen hat das Vorwärtsgetrieberad 24 mehr Getriebezähne als das Rückwärtsgetrieberad 26, z. B. siebenunddreißig (37) bzw. fünfunddreißig (35) Zähne, die in einen Unterschied bei den Drehgeschwindigkeiten resultieren, wodurch die Rückwärtsantriebsgeschwindigkeit kleiner als die Vorwärtsantriebsgeschwindigkeit ist. Dies dient dem Zweck der Erleichterung eines weichen Betriebs durch Bekämpfen jeglicher Tendenz zum Hin- und Herschalten zwischen neutral und rückwärts, wie es vollständig in dem US-Patent Nummer 4 705 437 beschrieben ist. Bei anderen Anwendungen der Erfindung ist die Getrieberadanordnung derart, daß die Vorwärts- und Rückwärtsantriebsgeschwindigkeiten im wesentlichen gleich sind.

Das Vorwärtsgetrieberad 24 ist mit dem Vorwärtsantriebsglied 28 in antreibende Wirkverbindung bringbar. Das Vorwärtsantriebsglied 28 ist im wesentlichen in Form einer zylindrischen Buchse ausgebildet, die im wesentlichen symmetrisch um die Längsmittelachse des Gehäuses 12 angeordnet ist. Das Vorwärtsantriebsglied weist mindestens einen Vorwärtsantriebsschiebekeil 22 auf. Lager 29 lagern das Vorwärtsantriebsglied 28 drehbar in dem Gehäuse 12.

Das Rückwärtsgetrieberad 26 ist mit dem Rückwärtsantriebsglied 30 in antreibende Wirkverbindung bringbar. Das Rückwärtsantriebsglied 30 ist von im wesentlichen zylindrischer Ausbildung und wie das Vorwärtsantriebsglied 28 definiert es eine Bohrung und ist es symmetrisch um die Längsmittellachse des Gehäuses 12 herum angeordnet. Lager 31 lagern das Rückwärtsantriebsglied 30 drehbar in dem Gehäuse 12. Das Rückwärtsantriebsglied 30 umfaßt mindestens einen Rückwärtsantriebsschiebekeil 33.

Wie am besten in Figur 4 gesehen wird, wird die antreibende Wirkverbindung zwischen dem Vorwärtsgetrieberad 24 und dem Vorwärtsantriebsglied 28 durch Getriebezähne 32 erreicht. In gleicher Weise wird die antreibende Wirkverbindung zwischen dem Rückwärtsgetrieberad 26 und dem Rückwärtsantriebsglied 30 durch (nicht dargestellte) Getriebezähne erreicht.

Innerhalb der zentralen Bohrung die durch das Vorwärtsantriebsglied 28 und das Rückwärtsantriebsglied 30 definiert wird, ist ein einen Gewindeschneider haltendes Spindelglied 24 angeordnet. Das Glied 24 ist in dem Gehäuse 12 entlang dessen Längsmittelachse gelagert. Das Spindelglied 34 umfaßt einen Gewindeschneiderhalter 28, der einen Gewindeschneider 40 durch Reibschluß hält.

Das Spindelglied 34 ist an einem Federglied 42 mittels einer Kappe 44 befestigt, die eine (nicht gezeigte) Öse definiert, in die die Feder eingehakt ist. Lager 43 lagern die Kappe 44 drehbar. Die Feder 42 ist an Ihrem inneren Ende an einer Öse 45 befestigt, die in einem Paßstück definiert ist, das in dem Gehäuse 12 gesichert ist. Die Feder 42 beaufschlagt das Gewindeschneiderspindelglied 34 einwärts, d. h. in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung auf die Wirkverbindung mit dem Vorwärtsantriebsglied 28.

Eine Vorwärtsantriebsbuchse 48 ist auf dem Spindelglied 34 angebracht. Die Vorwärtsantriebsbuchse 48 ist vollständig und in allen Details in der oben zitierten parallel anhängigen Anmeldung EP-A-0 520 771 beschrieben. Deshalb wird die Beschreibung hier nur kurz sein. Die Antriebsbuchse 48 weist ein im wesentlichen ringförmiges Glied 50 auf, das eine zentrale Bohrung zur Aufnahme des Gewindeschneiderspindelglieds 34 definiert. Wie am besten in Figur 4 zu sehen ist, weist die Buchse 48 Schlitze 52, 56 und 58 zum Aufnehmen von Antriebskugeln 59, 60 und 62 auf. Die Vorwärtsantriebsbuchse 48 umfaßt innere Schiebekeile 64, 66, 68, die in ihr angeordnet sind.

Die Spindel 34 umfaßt Antriebsstifte 70, 72, 74. Die Antriebsstifte 70, 72, 74 sind in antreibende Wirkverbindung mit den inneren Antriebsschiebekeilen 64, 66, 68 bringbar. Die Antriebskugeln 59, 60, 62 sind in antreibende Wirkverbindung mit den Antriebsschiebekeilen 22 des Glieds 28 bringbar.

Das Federglied 78 beaufschlagt die Vorwärtsantriebsbuchse 48 in entgegengesetzter Richtung zu der Gewindeschneidrichtung, einwärts in das Gehäuse 12, so daß in der Ruheposition die Vorwärtsantriebsbuchse 48 in antreibender Wirkverbindung mit dem Vorwärtantriebsglied 48 steht.

Ein Rückwärtsantriebsbuchsenglied 80 ist in der selben Weise wie die Vorwärtsantriebsbuchse 48 ausgebildet. Die Rückwärtsantriebsbuchse 80 ist auf dem Gewindeschneiderspindelglied 34 radial einwärts von dem Gewindeschneiderhalter 40, innerhalb des Gehäuses 12 angeordnet und nimmt mindestens eine Antriebskugel 81 auf. Ein Federglied 82 beaufschlagt die Rückwärtsantriebsbuchse 80 in der Richtung der Vorwärtsantriebsbuchse 48.

Im Betrieb empfängt eine Gewindeschneidvorrichtung zum radialen Gewindeschneiden in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung Leistung von dem Drehantriebsglied 16 durch das angetriebene Kegelantriebsteil 20. Dem Vorwärtsantriebsglied 28 und dem Rückwärtsantriebsglied 30 wird durch die Getrieberäder 24, 26 Umdrehung vermittelt, was die Glieder 28, 30 in im wesentlichen gleichzeitige Drehbewegung versetzt. Die Drehbewegung wird von dem Vorwärtsantriebsglied 28 der Vorwärtsantriebsbuchse 48 mitgeteilt, die wie oben bemerkt, normalerweise in der Ruheposition aufgrund der beaufschlagenden Feder 42 mit dem Antriebsglied 28 in Wirkverbindung steht. Ihrerseits vermittelt die Vorwärtsantriebsbuchse 48 dem Gewindeschneiderspindelglied 34 Antrieb, so daß der Gewindeschneider 40 sich vorwärts in das Werkstück 34 eindreht. Die Gewindeschneidrichtung verläuft quer zu der Richtung des antreibenden Teils 16. In diesem Fall beträgt der Winkel zwischen dem Antriebsglied 16 und der Gewindeschneidrichtung um die 90 º. In Übereinstimmung mit der Erfindung können bei bestimmten Anwendungen andere Winkel zwischen diesen zwei Richtungen verwirklicht werden.

Auf das Beenden des Vorschubs von der Leistungsquelle, wird die Maschine ein Zurückziehen der Gewindeschneidvorrichtung weg von dem Werkstück 84 auslösen. Zu diesem Zeitpunkt sitzt der Gewindeschneider 40 in dem Werkstück fest, weil er sich selbst hineingeschraubt hat. Konsequenterweise wird das Gehäuse 12 in einer axialen Richtung entgegengesetzt zu der Gewindeschneidrichtung gezogen werden, was eine relative Bewegung entlang der Gewindeschneidrichtung zwischen dem Spindelglied 34, der tragenden Antriebsbuchse 48 und dem Vorwärtantriebsglied 28 verursacht. Dies löst aus, daß die Vorwärtsantriebsbuchse aus der Wirkverbindung mit dem Vorwärtsantriebsglied 28 gebracht wird; die Vorwärtsdrehung des Gewindeschneiders endet und eine neutrale Position ist erreicht, wie am besten in Figur 2 gesehen wird. Weiteres Zurückziehen des Gehäuses 12 verursacht weitere relative axiale Bewegung des Gewindeschneiderspindelglieds 34, das die Rückwärtsantriebsbuchse 80 trägt, bezüglich des Rückwärtsantriebsglieds 30 bis das Rückwärtsantriebsglied 30 und das Rückwärtsantriebsbuchsenglied 80 in antreibende Wirkverbindung gebracht sind, wie am besten in Figur 3 gesehen wird. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Gewindeschneiderspindel 34 eine Drehung in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung, was eine Rückwärtsdrehung des Gewindeschneiders 40 verursacht, so daß der Gewindeschneider 40 sich selbst aus dem Loch in dem Werkstück 84 herausschraubt. Wenn der Gewindeschneider 40 von dem Loch frei gekommen ist, zieht die Feder 78 das Gewindeschneiderspindelglied 34 in die Ruheposition, in der das Vorwärtsantriebsglied 28 in Wirkverbindung mit dem Vorwärtsantriebsbuchsenglied 48 steht.

Auf die vorstehende Weise ist eine automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung bereitgestellt, die zum radialen Gewindeschneiden geeignet ist.

Das Voranstehende erläutert die Erfindung, die nur durch die angefügten Ansprüche beschränkt ist.


Anspruch[de]

1. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung (10) zum radialen Gewindeschneiden, mit;

(a) einem angetriebenen Teil (20), das mit einem in einer ersten Richtung von einer Leistungsquelle ausgerichteten antreibenden Teil (16) in Wirkverbindung bringbar ist;

(b) Getriebemitteln (24, 26), die mit dem angetriebenen Teil (20) zum Übertragen von Drehantrieb von dem angetriebenen Teil auf ein Vorwärtsantriebsglied und ein Rückwärtsantriebsglied in Wirkverbindung bringbar sind;

(c) einem Vorwärtsantriebsglied (28), das mit dem Getriebemittel (24) in antreibende Wirkverbindung bringbar ist;

(d) einem Rückwärtsantriebsglied (28), das mit dem Getriebemittel (26) in antreibende Wirkverbindung bringbar ist;

(e) einem Gewindeschneiderspindelglied (34), das einen Gewindeschneiderhalter (38) zum Halten eines Gewindeschneiders (40) aufweist, wobei das Gewindeschneiderspindelglied (34) in einer sich von der ersten Richtung unterscheidenden Gewindeschneidrichtung verdrehbar ist, wobei das Gewindeschneiderspindelglied (34) mit dem Vorwärtsantriebsglied (28) zum Vorwärtsdrehen in Wirkverbindung bringbar ist, um in der Gewindeschneidrichtung ein Gewinde zu schneiden, wobei das Rückwärtsantriebsglied (30) mit dem Gewindeschneiderspindelglied (34) zum Rückwärtsverdrehen des Gewindeschneiderspindelglieds (34) in Wirkverbindung bringbar ist, wobei das Gewindeschneiderspindelglied (34) in der Gewindeschneidrichtung und einer der Gewindeschneidrichtung entgegengesetzten Gewindeschneidrückwärtsrichtung relativ dem Vorwärtsantriebsglied (28) und dem Rückwärtsantriebsglied (30) beweglich ist, so daß das Gewindeschneiderspindelglied (34) durch relative Bewegung des Vorwärtsantriebsglieds (28) in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung aus der Wirkverbindung mit dem Vorwärtsantriebsglied (28) bringbar ist.

2. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Gewindeschneiderspindelglied (34) durch relative Bewegung zwischen dem Gewindeschneiderspindelglied (34) und dem Rückwärtsantriebsglied (30) in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung mit dem Rückwärtsantriebsglied (30) in Wirkverbindung bringbar ist, um die Gewindeschneiderspindel (34) in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung zu drehen.

3. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Vorwärtsantriebsglied (28) gegenüber dem Rückwärtsantriebsglied (30) in der Gewindeschneidrichtung nach vorne versetzt ist.

4. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Gewindeschneiderspindelglied (34) und das Vorwärtsantriebsglied (28) beaufschlagt sind, um einander in antreibende Wirkverbindung zu bringen.

5. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Getriebemittel (24, 26) mit dem Rückwärtsantriebsglied (30) und dem Vorwärtsantriebsglied (28) in Wirkverbindung bringbar sind, um diese im wesentlichen gleichzeitig in Drehung zu versetzen.

6. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Getriebemittel (24, 26) mit dem Vorwärtsantriebsglied (28) und dem Rückwärtsantriebsglied (30) in Wirkverbindung bringbar sind, um das Vorwärtsantriebsglied (28) mit einer größeren Geschwindigkeit anzutreiben als das Rückwärtsantriebsglied (30).

7. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, die weiterhin eine erste Antriebsbuchse (48) und eine zweite Antriebsbuchse (80) aufweist, die auf dem Gewindeschneiderspindelglied (34) angebracht sind, wobei das erste Antriebsbuchsenglied (48) näher zu dem Gewindeschneiderhalter (38) angeordnet ist als das zweite Antriebsbuchsenglied (80), wobei die erste Antriebsbuchse (48) mit dem Vorwärtsantriebsglied (28) in Wirkverbindung bringbar ist, um für das Gewindeschneiderspindelglied (34) eine Vorwärtsdrehung in der Gewindeschneidrichtung bereitzustellen, und bezüglich des Vorwärtsantriebsglieds (28) axial beweglich ist, um durch eine Bewegung in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung aus der Wirkverbindung mit diesem bringbar zu sein, und wobei die zweite Antriebsbuchse (80) bezüglich des Rückwärtsantriebsglieds (30) in der Gewindeschneidrückwärtsrichtung axial beweglich ist, um mit diesem in Wirkverbindung bringbar zu sein, um das Gewindeschneiderspindelglied (34) in Rückwärtsdrehung zu versetzen.

8. Automatisch umkehrende Gewindeschneidvorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Getriebemittel (24, 26) mit dem Vorwärtsantriebsglied (28) und dem Rückwärtsantriebsglied (30) in Wirkverbindung bringbar sind, um das Vorwärtsantriebsglied (28) und das Rückwärtsantriebsglied (30) mit im wesentlichen gleichen Geschwindigkeiten anzutreiben.







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