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Dokumentenidentifikation DE69405323T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0633151
Titel Wagenlaufrolle die auf einem Fahrsteig immobilisiert werden kann
Anmelder Ateliers Reunis Caddie, Schiltigheim, FR
Erfinder Joseph, Alice, F-67300 Schiltigheim, FR;
Schlienger, Michel, F-67400 Illkirch-Graffenstaden, FR
Vertreter Leonhard und Kollegen, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69405323
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 23.06.1994
EP-Aktenzeichen 944014109
EP-Offenlegungsdatum 11.01.1995
EP date of grant 03.09.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B60B 33/02
IPC-Nebenklasse B60B 33/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betriffi eine Rolle für Wagen, die auf einem Trottoir (Weg) unbeweglich gemacht werden kann, insbesondere auf einem Weg, der mit einem Belag versehen ist, welcher eine mit Rillen oder Nuten versehene Oberfläche aufweist.

Die Rolle ist von der Art, die zwei um eine Achse drehbare Scheiben aufweist, welche Achse durch die Flügel einer festen oder schwenkbaren Abdeckung oder Kappe, insbesondere Gabel, unterstützt ist. Der Abstand zwischen den Scheiben im Bereich ihres Umfangs entspricht dem Abstand, der im allgemeinen zwischen den Rillen oder Nuten des Belages genormt ist, so daß die beiden Scheiben in die Rillen oder Nuten eingreifen, wenn die Rolle auf den Belag gelangt. Eine Bremsvorrichtung gelangt in Kontakt mit den Rippen des Belag es und hält den Wagen auf dem Belag fest.

Als Bremsvorrichtung hat man einen Bremsschuh oder eine Bremskufe vorgeschlagen, die an der Abdeckung das Äußere der Rolle frei überragend befestigt ist.

Gemäß einer anderen Lösung wurde vorgeschlagen, einen Bremsschuh zurückgezogen zwischen den beiden Scheiben anzuordnen, und zwar montiert auf der gleichen Drehachse, wobei diese einen viereckigen oder quadratischen Querschnitt aufweist, um die Rotation des Bremsschuhs zu verhindern.

Diese letztere Konstruktion ist vorteilhaft gegenüber der zuerst genannten, da man die Probleme der Beschädigung oder Abnutzung der außen angeordneten Bremseinrichtung vermeidet. Sie weist jedoch Nachteile auf: Die Drehachse der Scheiben muß die gesamte Bremsbelastung tragen. Darüber hinaus ist die Herstellung der Achse mit einer quadratischen oder rechteckigen Querschnittszone teuer.

Um dies zu vermeiden hat man zum Beispiel in dem Dokument GB-A-2 147 377 eine Rolle für einen Wagen vorgeschlagen, der auf einem geneigten Weg mit einer mit Rillen versehenen Oberfläche immobilisiert werden kann, welche Rolle eine Abdeckung oder Kappe umfaßt, welche zwei Flügel hat, die eine Drehachse unterstützen, um die zwei Scheiben montiert sind. Diese sind frei drehbar und in einem gegenseitigen Abstand angeordnet, derart, daß sie in die Rillen der Oberfläche eingreifen können. Ferner ist ein Bremsmittel zurückgezogen zwischen den beiden Scheiben vorgesehen, das deren Rotation zuläßt. Das Bremsmittel ist so ausgebildet, daß sie mit den Rippen der Oberfläche in Kontakt tritt, wenn die beiden Scheiben in die Rillen der Oberfläche eingreifen. Die Bremsmittel sind durch ein Zwischenorgan gebildet, das frei drehbar um die Achse montiert ist und einen Ansatz aufweist, der in Anlage gegen ein festes Element des Wagens gelangen kann.

Dieses Konzept gestattet es, jede Torsionskraft auf die Achse der Rolle im Moment der Bremsung zu unterdrücken. In der Tat ist das Zwischenorgan, wenn es in Kontakt mit den Rippen der gerillten Oberfläche gelangt, drehend mitgenommen, da es frei um die Achse drehbar montiert ist. Es ist jedoch seine Winkel-Verschiebbarkeit begrenzt, sobald sein Ansatz an dem festen Element des Wagens anstößt oder zur Anlage kommt. Die Belastungen im Augenblick der Bremsung werden somit direkt auf den Wagen übertragen.

Unglücklicherweise ist das Zwischenorgan gemäß dem obengenannten Dokument ein Ring, der an seinem Umfang Zähne hat, und es ist so ein kompliziertes und kostspieliges Teil. Auch die Abdeckung ist ein spezielles Teil aufgrund des Blockierfingers, den sie notwendigerweise umfaßt.

Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, diese Nachteile zu vermeiden, und umfaßt eine Rolle, welche eine klassische, nicht modifizierte Abdeckung oder Kappe umfaßt, die ein herkömmliches rollendes Organ oder ein mit einem Bremsmittel verbundenes rollendes Organ aufnehmen kann.

Somit ist - gemäß der Erfindung - eine Rolle der obengenannten Art dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung oder Kappe eine nach unten offene Schale definiert und daß der Ansatz in dieser Schale aufgenommen und so angepaßt ist, daß er gegen sie zur Anlage kommt oder an ihr anstößt, um die Rotation des Zwischenorgans zu blockieren.

Gemäß anderen besonderen Aspekten besteht das Zwischenorgan aus einer Scheibe, welche einen den Ansatz bildenden radialen Vorsprung aufweist.

Die Herstellung der Rolle gemäß der Erfindung ist sehr vereinfacht ebenso wie ihre Montage oder der Zusammenbau. Die beiden Scheiben und das Zwischenorgan werden frei und direkt um die gleiche Achse montiert, welche ein Standard- Schraubbolzen (bouton) sein kann. Diese Achse selbst wird ohne besondere Maßnahmen in den Flügeln der Abdeckung oder Kappe montiert.

Darüber hinaus können die Flügel der Abdeckung oder Kappe leichter gemacht werden, im Hinblick auf die Tatsache, daß sie während der Kraftübertragung auf die oder von den Bremsen nicht mehr belastet sind.

Die vorliegende Erfindung wird besser verstanden und andere Vorteile werden deutlicher im Lichte der Beschreibung, die folgt und bei der Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genommen wird.

Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Rolle, die teilweise gebrochen wiedergegeben ist, ohne einen der Flügel zur besseren Darstellung des Zwischenorgans, welches die Festlegung des Wagens sicherstellt.

Figur 2 ist eine Schnittansicht entlang der Schnittline II-II der Figur 1.

Figur 3 ist eine Schnittansicht ähnlich der nach Figur 2 und illustriert eine Ausführungsvariante.

Gemäß dem Ausführungsbeispiel, das ausgewählt und in den Figuren 1 und 2 repräsentiert ist, umfaßt die Rolle eine Abdeckung oder Kappe, insbesondere Gabel, welche eine Schale 1 bildet, die nach unten offen ist. Sie weist zwei seitliche Flügel 1A und 1B auf. Die Abdeckung oder Kappe ist unter einem schwenkbaren Teller oder einer solchen Schale 2 montiert, der zum Befestigen am Wagen einen Fuß oder Flansch 3 mit einem Fenster 4 trägt.

Die Flügel 1A und 1B sind jeweils mit einem Ausschnitt 5 versehen, der so angepaßt ist, daß er den Schaft einer Schraube 6 aufnehmen kann, deren glatter Bereich die Drehachse von zwei identischen Scheiben oder Flanschen 8A und 8B bildet. Die Scheiben sind jede frei drehbar auf zwei Kugellager A und B montiert. Jede Scheibe weist einen axialen Durchgang 9A bzw. 9B für die Schraube 6 auf. Auf ihren äußeren Flächen weisen die Scheiben eine kreisförmige Verstärkung 12A bzw. 12B für ein erstes Kugellager auf, sowie auf ihren inneren Flächen eine kreisförmige Manschette oder Hülse 13A bzw. 13B für das zweite Kugellager. Die beiden Scheiben liegen, wenn sie sich in der in Figur 2 dargestellten Position befinden, einander gegenüber, wobei eine Ringscheibe 14 zwischen diesen angeordnet ist, um die beiden inneren Lager zu trennen. Eine Mutter 7 wirkt mit dem Gewindeende der Schraube 6 zusammen, um die Anordnung der Scheiben 8A und 8B auf den Flügeln 1A und 1B der Abdeckung oder Kappe sicherzustellen. Zwei seitliche Ringscheiben 10A und 10B sind vorgesehen, um die Kugellager gleichermaßen zu blockieren und zu schützen.

Die Scheiben sind so dimensioniert, daß ihre Umfangszonen 15A bzw. 15B in die Rillen des Belags eingreifen können.

Die Scheiben sind in herkömmlicher Weise ausgeführt, und zwar durch Aufformen (surmoulage) einer Scheibe aus einem Antigleitmaterial, zum Beispiel Polyurethan, mit einem Material, das dazu bestimmt ist, der Scheibe Widerstandskraft zu geben, wobei die Umfangszone der Scheibe, die zum Eingriff in die Rillen bestimmt ist, unbedeckt bleibt.

Um das Stoppen der Rolle sicherzustellen, wenn ihre Scheiben 8A und 8B in die Rillen des Belags eingreifen, ist gemäß der Erfindung ein Zwischenorgan 20 vorgesehen. Dieses ist hier als ein Formblock realisiert. Dieser besteht aus einer Scheibe 21, deren Gewicht durch Ausnehmungen 22 verringert und die in Querrichtung mit einem axialen Durchgang 25 versehen ist, welcher die Aufnahme der Manschetten 13A und 13B der Scheiben gestattet, und einem radialen Vorsprung, der einen Ansatz 24 bildet, der mit Spiel in der Schale 1 der Abdeckung aufgenommen ist.

Die Winkel-Verschiebbarkeit (Ausschlag) des Zwischenorgans 20 um die Achse der Rolle ist so durch die Innenwände der Schale 1 begrenzt.

In der Zone der Scheibe 21, die mit den Rippen des Bahnbelags in Kontakt gelangt, hat man eine hohle Ausnehmung 27 fiir einen lösbaren oder abnehmbaren Schuh 30 mit einer Sohle 31 aus einem rutschfesten Material vorgesehen, die durch Abformen (surmoulage) gebildet ist. Der Schuh 30 ist mit Hilfe von Stiften 32 befestigt, welche in Bohrungen 33 eingreifen. Wie in den Figuren dargestellt, ist die Sohle 31 des Schuhs 30 in kreisförmiger Ausrichtung mit dem Umfang der Scheibe 21, wenn der Schuh in seiner Ausnehmung aufgenommen ist.

Um zu vermeiden, daß Schmutz zwischen die Scheiben 8A und 8B und das Zwischenorgan 20 eindringen kann, hat man eine Ineinanderschachtelung dieser Elemente vorgesehen. Die Flächen der Scheibe 21 sind mit einem umfänglichen Vorsprung 35 versehen, der geeignet ist, in Form einer Verschachtelung mit einem komplementären Profil an der Innenfläche der korrespondierenden Scheibe 8A bzw. 8B zusammenzuwirken. Dies ermöglicht zugleich eine Selbstzentrierung der Scheiben und erleichtert ihre Montage.

Die verschiedenen Elemente, welche die Rolle bilden, sind auf sehr einfache Weise montiert. Die Scheiben 8A und 8B, die mit ihren Kugellagern ausgerüstet sind, sowie die zentrale Schutzscheibe 14, werden beiderseits des Zwischenorgans eingesetzt. Die Schraube 6 wird in die axialen Durchgänge 9A,9B der Scheiben 8A,8B eingeführt. Danach wird der Ansatz 24 des Zwischenorgans 20 in der Schale 1 der Abdeckung angeordnet. Der Schaft der Schraube 6 wird in den Ausschnitt 5 jedes Flügels 1A und 1B eingeführt und die Mutter 7 angezogen.

Im Betrieb greifen die Umfangszonen 15A,15B der Scheiben in die Rillen ein, wenn die Rolle auf dem Rollsteig mit gerillter Oberfläche ankommt. Wenn der Schuh 27 des Zwischenorgans 20 in Berührung mit den Rippen des Belags gelangt, stößt der Ansatz 24 des Zwischenorgans an die Innenwände der Schale der Abdeckung und legt so die Rolle unbeweglich fest.

In Figur 3 ist eine Ausführungs-Variante repräsentiert, in der das Zwischenorgan 20 frei drehbar direkt auf dem glatten Abschnitt der Schraube 6 montiert ist und nicht auf dem Äußeren der Stulpen oder Manschetten 13A,13B der Scheiben, wie im vorangegangenen Beispiel.

Man kann auch eine Achse vorsehen, mit Abschnitten unterschiedlichen Durchmessers, um die Kugellager auf der einen Seite und das Zwischenorgan auf der anderen Seite aufzunehmen.

Andere Ausführungsvarianten können ins Auge gefaßt werden, insbesondere kann der Bremsschuh durch ein einfaches Band einer Antirutschverkleidung in der Kontaktzone mit dem Boden gebildet werden, welches durch Abformen zum Beispiel aus oder von Polyurethan realisiert werden kann.

Darüber hinaus ist die kreisförmige Fluchtung der aktiven Fläche des Bremsschuhs mit dem Rest des Zwischenorgans nicht obligatorisch. Es empfiehlt sich dies einfach aus Gründen der Sauberkeit.

Außerdem kann die Festlegung der Rolle am Wagen mit Hilfe eines Befestigungsfußes mit einer Ausnehmung ersetzt werden durch jedes andere geeignete Befestigungsmittel.


Anspruch[de]

1. Rolle für einen Wagen, welche auf einem geneigten Weg, der mit einer gerillten oder genuteten Oberfläche versehen ist, festgestellt oder immobilisiert werden kann, umfassend eine Abdeckung oder Kappe mit zwei Flügeln (1A,1B), die eine Drehachse (6) halten oder stützen, um welche zwei Scheiben (8A,8B) montiert sind, die frei drehbar sind und einen Abstand voneinander haben, um in die Rillen oder Nuten der Oberfläche eingreifen zu können, und ein Bremsmittel (20), das zurückversetzt zwischen den beiden Scheiben (8A,8B) angeordnet ist und deren Drehung zuläßt, wobei das Bremsmittel (20) so angepaßt ist, daß es mit den Rippen der Oberfläche in Kontakt kommt, wenn die beiden Scheiben (8A,8B) in ihre Rillen oder Nuten eingreifen, und aus einem Zwischenorgan (20) gebildet ist, das um die Achse (6) frei drehbar montiert ist und einen Ansatz (24) aufweist, der so angepaßt ist, daß er gegen ein festes Element des Wagens zur Anlage kommt, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung oder Kappe eine nach unten offene Schale (1) definiert, und daß der Ansatz (24) in der Schale (1) aufgenommen und so angepaßt ist, daß er gegen diese zur Anlage kommt, um die Drehung des Zwischenorgans (20) zu blockieren.

2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenorgan (20) durch eine Scheibe (21) mit einem radialen Vorsprung gebildet ist, welcher den Ansatz (24) bildet.

3. Rolle nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenorgan (20) eine Ausnehmung oder einen Sitz (27) aufweist für einen abnehmbaren Schuh (30) mit einer Sohle (31) aus einem Antigleitmaterial.

4. Rolle nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenorgan im Kontaktbereich mit den Rippen des Belags (der Oberfläche) ein Band oder Streifen aus einem Antigleitmaterial aufweist.

5. Rolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Band oder Streifen aus Polyurethan besteht und ab- oder aufgeformt ist.

6. Rolle nach einem der vorigen Ansprüche, wobei jede Scheibe (8A,8B) ein Profil aufweist, das so angepaßt ist, daß es mit einem komplementären Profil (35) des Zwischenorgans (20) ineinandergreifend kooperiert.







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