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Dokumentenidentifikation DE69407026T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0660364
Titel Anzeigegerät mit Ablenkeinheit
Anmelder Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder Penninga, Johannes, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
Jamar, Jacobus Hubertus Theodoor, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Peters, C., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 22335 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69407026
Vertragsstaaten AT, DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 05.12.1994
EP-Aktenzeichen 942035270
EP-Offenlegungsdatum 28.06.1995
EP date of grant 26.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse H01J 29/00

Beschreibung[de]
Bildwiedergabeanordnung mit einer Ablenkeinheit

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fabbildwiedergabeanordnung mit einer Elektronenstrahlröhre, einem Mittel zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen, einem Bildschirm und einer Ablenkeinheit zum Erzeugen von Ablenkfeldem zum Ab-lenken der Elektronenstrahlen über den Bildschirm und mit Mitteln zum Ausgleichen von Bilddrehung.

Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Ablenkeinheit, wie diese in einer derartigen Bildwiedergabeanordnung verwendet wird.

Eine Bildwiedergabeanordnung der eingangs erwähnten Art und eine Ablenkeinheit der in dem zweiten Abschnitt erwähnten Art sind aus der kanadischen Patentschrift CA-A-1.302.598 bekannt. Das Erdmagnetfeld verursacht eine Drehung des wiedergegebenen Bildes (dieser Effekt wird auch als Bilddrehung bezeichnet). In der bekannten Bildwiedergabeanordnung enthält diese Bildwiedergabeanordnung eine Spule zum Ausgleichen der Bilddrehung.

Es hat sich jedoch herausgestellt, daß das Erdmagnetfeld außer einer Bilddrehung auch Konvergenzfehler verursacht. Konvergenzfehler beeinträchtigen die Qualität des wiedergegebenen Bildes. Konvergenzfehler lassen sich mit den bekannten Mitteln nicht oder kaum ausgleichen.

Es ist nun u.a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Bildwiedergabeanordnung mit einer verbesserten Bildqualität zu schaffen.

Dazu ist nach einem Aspekt der Erfindung die erfindungsgemäße Bildwiedergabeanordnung dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkeinheit ein Joch aufweist und die Mittel zum Ausgleichen der Bilddrehung eine Spule umfassen, die sich auf der Außenseite des Joches befmdet und dieses Joch umgibt, und zwar zwischen einer Ebene (C), die im wesentlichen mit demjenigen Ende des Jochs zusammenfällt, das den Mitteln zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen zugewandt ist, und einer Ebene (B), die im wesentlichen mit demjenigen Ende des Jochs zusammenfällt, das dem Schirm zugewandt ist.

Eine in einer derartigen Lage vorgesehene Spule ist imstande, den negativen Effekt des Erdmagnetfeldes auf die Bilddrehung, sowie den negativen Effekt des Erdmagnetfeldes auf die Konvergenz der Elektronenstrahlen auszugleichen. Die Ausgleichspule ist auf der Außenseite des Jochs vorgesehen. Überraschenderweise hat es sich herausgestellt, daß das von der Ausgleichspule erzeugte Magnetfeld nur in sehr geringem Maße durch das vorhandene Joch beeinflußt wird und insofern dieses Joch einen Einfluß hat, dieser positiv ist.

Vorzugsweise befmdet sich die Spule zwischen der Mitte des Jochs und derjenigen Seite des Jochs, die dem Bildschirm zugewandt ist. In diesem bereich läßt sich ein optimales Verhältnis zwischen Bilddrehungsausgleich und Konvergenzausgleich erzielen.

Eine Bildwiedergabeanordnung nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Kennzeichen auf, daß die genannte Ausgleichspule oder das genannte Ausgleichspulensystem im Betrieb einen Effekt auf die Bilddrehung sowie auf die Konvergenz der drei Elektronenstrahlen hat, wobei die genannte Ausgleichspule bzw. das genannte Ausgleichspulensystem derart angeordnet und/oder erregbar ist, daß das Verhältnis zwischen dem Drehungseffekt/Konvergenzeffekt, hervorgerufen durch die Ausgleichspule dem Verhältnis Drehungseffekt/Konvergenzeffekt, hervorgerufen durch das Erdmagnetfeld nahezu entspricht.

Dieser und andere Aspekte der Erfmdung werden nachstehend als beispiel anhand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine Bildwiedergabeanordnung

Fig. 2 einen Schnitt durch eine Ablerikeinheit mit einer Ausgleichspule,

Fig. 3 eine Ablenkeinheit mit einer aus zwei Teilspulen bestehenen Ausgleichspule,

Fig. 4A eine Draufsicht einer Ablenkeinheit 41 mit einem Joch 42, das von einer Ausgleichspule 43 umgeben ist.

Die Figuren sind nicht maßgerecht. Im allgemeinen werden in den Figuren gleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen angegeben.

Eine Bildwiedergabeanordnung 1 (Fig. 1) enthält eine evakuierte Hülle 2 mit einem Wiedergabefenster 3, einem Konusteil 4 und einem Hals 5. In dem Hals 5 ist ein Elektronenstrahlerzeugungssystem 6 zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen 7, 8 und 9 vorgesehen. Auf der Innenseite des Bildfensters befindet sich ein Bildschirm 10. Der Bildschirm 10 enthält ein Phosphormuster mit rot-, grün- und blauaufleuchtenden Phosphorelementen. Auf ihrem Weg zum Bildschirm werden die Elektronenstrahlen 7, 8 und 9 mit Hilfe der Ablenkeinheit 11 über den Bildschirm 10 abgelenkt und passieren dabei eine vor dem Bildfenster 3 angeordnete Schattenmaske 12, die eine dünne Platte mit Öffnungen 13 aufweist. Die Schattenmaske ist mit Hilfe von Aufhängemitten 14 in den Bildschirm aufgehängt. Die drei Elektronenstrahlen konvergieren und passieren die Öffnungen der Schattenmaske in einem kleinen Winkel gegenüber einander und treffen dadurch je nur auf Phosphorelemente eines einzigen Farbtons.

Das Erdmagnetfeld stört das am Bildschirm 10 wiedergegebene Bild. Der axiale Anteil des Erdfeldes verursacht eine Drehung des wiedergegebenen Bildes (Bilddrehung). Außerdem verursacht das Erdmagnetfeld störende Effekte auf die Kon vergenz der drei Strahlen. Bekannte Spulen gleichen zwar die Drehung aus, aber nicht oder kaum die Konvergenzfehler. Im Rahmen der Erfindung ist erkannt worden, daß das Erdmagnetfeld Konvergenzfehler verursacht, und daß es möglich ist, mit einer Spule oder einem Spulensystem Bilddrehung sowie Konvergenzfehler infolge des Magnetfeldes auszugleichen.

Fig. 2 zeigt im Schnitt eine erfindungsgemäße Ablenkeinheit. Die Ablenkeinheit enthält zwei Ablenkspulensysteme 21 und 22 zum Ablenken der Elektronenstrahlen in zwei senkrecht aufeinander stehenden Richtungen (x- und y-Richtung). Weiterhin enthält in diesem Beispiel die Ablenkeinheit ein Joch 23. Das Joch ist aus weichmagnetischem Material hergestellt. Die Ausgleichspule 24 befindet sich auf der Außenseite des Jochs. Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß das von der Ausgleichspule erzeugte Magnetfeld durch das Vorhandensein des Jochs nur wenig beeinflußt wird und daß, insofern das Joch einen Einfluß hat, dieser positiv ist. Im allgemeinen gilt, daß je weiter die Ausgleichspule nach hinten ( d.h. in Richtung des Elektronenstrahlerzeugungssystems) angeordnet wird, umso mehr Effekt auf die Konvergenz erhalten wird. Vorzugsweise befindet sich die Ausgleichspule 24 zwischen der Ebene A und der Ebene B. Die Ebene A ist eine Ebene durch die Mitte des Jochs und die Ebene B ist eine Ebene, die etwa mit demjenigen Ende 25 des Jochs zusammenfällt, das dem Bildschirm zugewandt ist. Die Ebene A liegt im gleichen Abstand von den Ebenen B und C, wobei die Ebene C mit demjenigen Ende des Jochs zusammenfällt, das dem Elektronenstrahlerzeugungssystem zugewandt ist. Unter dem Ausdruck "auf der Außenseite" wird im Rahmen der Erfmdung eine Lage zwischen den Ebenen C und B verstanden. In diesem Beispiel ist die Ausgleichspule 24 in einer Halterung 25 gefaßt.

Es dürfte einleuchten, daß im Rahmen der Ansprüche viele Abwandlungen möglich sind.

Eine bevorzugte Ausführungsform wird beispielsweise dadurch gebildet, daß die Bildwiedergabeanordnung mit Mitteln versehen ist zum Einstellen der Lage der Spule gegenüber dem Joch. Die Spule kann beispielsweise in einer Halterung gefaßt sein, dersen lage einstellbar ist. Namentlich die Einstellung in der axialen Richtung (z-Richtung) ist dabei von Bedeutung. Dadurch ist es möglich, die meist optimale Lage der Ausgleichspule(n) einrustellen. Es ist aber auch möglich, daß die Ausgleichspule(n) unmittelbar auf dem Joch befestigt ist (sind). Das Joch kann dazu mit Befestigungsmitteln (beispielsweise Haken) versehen sein. Dies ist eine einfache Konstruktion.

Die Ausgleichspule ist in der einfachsten Ausfühng ringförmig ausgebildet, wobei die axiale Achse der Spule wenigstens nahezu mit der axialen Achse des Jochs zusamenfällt. Die Erfindung beschränkt sich aber nicht darauf. Die Spule kann aus zwei oder mehr Teilspulen zusammengesetzt sein. Fig. 3 zeigt eine derartige Ausführungsform. Die Bildwiedergabeanordnung ist mit einer zwei Teilspulen 31a und 31b enthaltenden Ausgleichspule 31 versehen, wobei die axiale Lage derselben voneinander abweicht. Dadurch ist es möglich, das von der Ausgleichspule erzeugte Magnetfeld weiter zu optimieren. Es ist auch möglich, dadurch, daß die Stromstärke durch die teilspulen einzeln geregelt wird, denselben Effekt herbeizuschaffen wie dieser auftreten würde, wenn die lage der Spule einstellbar wäre. Wenn beispielsweise nur Strom entweder durch die Teilspule 31 a oder durch die Teilspule 31 b gefhhrt wird, ist die "Lage" der Ausgleichspule die Lage der Teilspule 31 bzw. 31b. Mit anderen Worten, die Lage des ausgleichenden Feldes ist auf elektronische Weise, d.h. durch Einstellung der Stromstärkem in den den Teilspulen, einstellbar gemacht worden. Es ist sogar möglich die Lage des Ausgleichfeldes bis jenseits der Teilspulen zu verlagern, indem man durch die Teilspulen entgegengesetzte Ströme hindurchführt.

Die Fig. 4A und 4B zeigen den unerwarteten Effekt der Kombination aus Joch und Ausgleichspule.

Fig. 4A ist eine Draufsicht einer Ablemkeinheit 41mit einem Joch 42, der von einer Ausgleichspule 43 umgeben ist.

Fig. 48 zeigt das Magnetfeld 46, das von der Ausgleichspule an der Stelle der Elektronenstrahlen erzeugt wird.

Das Joch schwächt das von der Ausgleichspule 43 an der Stelle der genannten Spule erzeugte Feld. In erster Instanz könnte man folgern, daß die angegebene Stelle der Ausgleichspule sehr ungünstig ist, weil das Joch die Elektronenstrahlen gegen die Wirkung der Ausgleichspule abschirmt. Überraschenderweise aber schwächt das Joch nicht nur elnigermaßen das an der Stelle der Spule erzeugte Feld, sondern lenkt es zu den beiden Endteilen des Jochs ab. so daß das erzeugte Magnetfeld an der Stelle der Spule keinen Maximalwert aufweist, sondern an beiden Endteilen und in einem geringen Abstand von den genannten zwei Endteilen 44 und 45 des Jochs. Auf diese Weise gibt es kaum einen Effekt des Ausgleichfeldes als Ganzes, oder überhaupt keinen Effekt, geschwächt durch das Joch, wird aber ausgebreitet und kann als der kombinierte Effekt zweier Magnetfelder betrachtet werden. Das Magnetfeld 46A beeinflußt vorwiegend die Elektronenstrahlen bevor sie abgelenkt werden, wodurch insbesondere der Effekt des störendes Magnetfeldes auf nicht-abgelenkte Elektronenstrahlen ausgeglichen wird, während das Magnetfeld 46B vorwiegend die Elektronenstrahlen beeinflußt, nachdem diese abgelenkt worden sind, wodurch insbesondere der Effekt des störenden Magnetfeldes auf abgelenkte Elektronenstrahlen ausgeglichen wird.

Dadurch läßt sich die Wirkung der Kombination des Jochs und der Ausgleichspule mit der einer Ablenkeinheit mit zwei verschiedenen Spulen vergleichen, die etwa an der Stelle der maximalen Felder 46A und 46B vorgesehen sind.

Die kombinierten Effekte der Felder 46A und 46B gleichen die von dem Erdmagnetfeld verursachte Drehung und die Konvergenzfehler auf effektive Weise aus. Der in

Fig. 4B dargestellte Effekt, d.h. die Teilung des Feldes in zwei Teilfelder 46A und 46B, kann der Tatsache zugeschrieben werden, daß die Ausgleichspule auf der Außenseite des Jochs vorgesehen ist (d.h., zwischen der Ebene B und der Ebene C).

Die Bildwiedergabeanordnung enthält vorzugsweise Mittel zum Zuführen einer einstellbaren Spannung zu der Ausgleichspule, oder wenn die Ausgleichspule mehrere Teilspulen aufweist, zum Zuführen einstellbarer Spannungen zu den Teilspulen. Dadurch ist es möglich, die Ausgleichwirkung der Spule an das herrschende Erdmagnetfeld anzupassen. In Fig. 2 ist schematisch dargestellt, daß die Ausgleichspule mit Mitteln 27 zum Einstellen der elektrischen Spannung an der und daher des Stromes durch die Ausgleichspule.

Die Tafel 1 zeigt den Effekt einer Änderung in der Stärke des axialen Anteils des Erdmagnetfeldes von 0,6 mT auf das Bild und die konvergenz. Drehung B/C bedeutet die Abweichung in der y-Richtung (vertikalen Richtung) des Bildes an den Stellen B (dem einen Ende der horizontalen Achse des Schirms) und C (gegenüber B liegenden Ende der horizontalen Achse). Die Werte sind entgegengesetzt für die Enden und deswegen als -/+ bezeichnet. Die Abweichung ist inmm angegeben. Bry in A bedeutet die Abweichung (in mm) zwischen den äußeren Elektronenstrahlen (R=Rot, B=Blau) in der Mitte des Bildschirms (=Punkt A), gemessen in der y-Richtung (verikal), Bry in B/C bedeutet die Abweichung zwischen den äußeren Strahlen an den Stellen B und C, wie oben definiert. Die beiden Effekte (Drehung B/C und Bry) haben einen negativen Effekt auf das wiedergegebene Bild. Es sind diese Abweichungen, die durch erfindungsgemäße Ausgleichspulen ausgeglichen werden.

Eine Bildwiedergabeanordnung nach einem zweiten Aspekt der erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Ausgleichen von Bilddrehung mit einer Ausgleichspule oder mit einem Ausgleichspulensystem zum Erzeugen eines Ausgleichfeldes mit einem axialen Anteil versehen sind, wobei diese Ausgleichspule bzw. dieses Ausgleichspulensystem im Gebrauch einen Effekt auf die Bilddrehung sowie auf die Konvergenz herbeifuhrt und die Ausgleichspule bzw. das Ausgleichspulensystem derart angeordnet und/oder erregbar ist, daß das Verhältnis Diehung/Konvergenzeffekt hervorgerufen von der Ausggleichspule dem Verhältnis Drehung-Konvergenzeffekt hervorgerufen von dem erdmagnetischen Effekt wenigstens im wesentlichen entspricht.

Mit dem Ausdruck "wenigstens im wesentlichen" wird im Rahmen der Erfindung gemeint, daß die genannten Verhältnisse um weniger als ein Faktor von etwa 0,75 bis 1,25 voneinander abweichen und vorzugsweise nicht mehr als 10% voneinander abweichen. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, ist es möglich, die Bilddrehung, verursacht durch das Erdmagnetfeld, sowie die Konvergenzfehler, verursacht durch das Erdmagnetfeld mit Hilfe von Ausgleichspulen zum großen Teil oder fast ganz auszugleichen. Die genannten Verhältnisse werden an den Enden der horizontalen Achse gemessen.

Eine derartige Bildwiedergabeanordnung mit einer derartigen Ausgleichspule bzw. Ausgleichspulensystem läßt sich beispielsweise wie folgt herstellen: es wird eine Bildwiedergabeanordnung ohne Ausgleichspule oder ohne Ausgleichspulensystem in das Magnetfeld gestellt, oder es wird eine Bildwiedergabeanordnung in ein axiales Magnetfeld gestellt, das dem axialen Anteil des Erdmagnetfeldes ähnelt (es dürfte dem Fachmann einleuchten, daß die Bedingung "ohne Ausgleichspule oder ohne Ausgleichspulensystem" auch erftillt ist, wenn die Bildwiedergabeanordnung zwar mit einer Ausgleichspule oder einem Ausgleichspulensystem versehen ist, diese bzw. dieses aber nicht erregt ist und folglich kein Feld erzeugt wird), man mißt die Bilddrehung an den Stellen B und C (Ende der horizontalen Achse), man stellt die Bildwiedergabeanordnung in einen feldfreien Raum und mißt abermals die Bilddrehung und die Bry, die Differenz zeigt die Bilddrehung und die Bry durch den axialen Anteil des Ermagnetfeldes, nun läßt sich das Verhältnis dieser Zahlen berechnen, dieses Verhältnis ist in Annäherung erster Ordnung unabhängig von der Stärke des Erdmagnetfeldes, danach wird die Bildwiedergabeanordnung, nun aber mit einer erregten Ausgleichspule bzw. einem erregten Ausgleichspulensystem versehen, in einen feldfreien Raum (d.Hochpaßfilter ohne Magnetfeld, wenigstens ohne axiales Magnetfeld), wobei die Ausgleichspule erregt wird, so daß ein Ausgleichfeld erzeugt wird, man mißt die Bilddrehung und die Bry an den angegebenen Stellen und berechnet das Verhältnis. Dies ergibt das Verhältnis Bilddrehung/Bry für die Ausgleichspule(n). Die zwei gefundenen Verhältnisse werden miteinander verglichen. Das Verhältnis für die Ausgleichspule(n) ist, wie im Rahmen der Erfmdung erkannt, u.a. durch die Lage der Spule(n) und/oder der Ströme durch die Hilfsspulen beeinflußbar, d.h. durch die Art und Weise, wie die Spule oder das Spulensystem gegliedert und/oder erregbar ist. Daraufhin wird, falls notwendig, die Lage der Ausgleichspule oder des Spulensystems oder aber die jeweiligen Ströme durch die Hilfsspulen des Ausgleichspulensystems jeweils geändert, bis das gemessene Verhältnis Bilddrehung/Konver-genz für die Ausgleichspule(n) dem gemessenen Verhältnis für das Magnetfeld wenigstens nahezu entspricht. Die obenstehende prozedur läßt sich teilweise oder völlig mit Hilfe eines Computerprogramms simulieren en berechnen.

Es dürfte dem Fachmann einleuchten, daß es mittels einer Prozedur, die nahezu das Spiegelbild der oben beschriebenen Prozedur ist, auf einfache Weise möglich ist, zu ermitteln, ob eine Bildwiedergabeanordnung diesem Aspekt der Erfindung entspircht.

Die obenstehend erwähnte Lage der Ausgleichspule(n) (auf der Außen seite des Jochringes, d.h. zwischen den Ebenen B und C) ist eine Vorzugslage, die es ermöglicht, mittels einer einfachen, gedrängten, wenig Raum beanspruchenden Konstruktion dem gewünschten Verhältnis wenigstens nahezu zu entsprechen. Namentlich für eine 90º-Elektronenstrahlröhre hat es sich herausgestellt, daß diese Konstruktion durchaus verwendbar ist. Außerdem sind die erforderlichen Ströme (und folglich die notwendige Energie) für die Ausgleichspule(n) relativ gering. In den Fällen, wo mehrere Hilfsspulen verwendet werden, ist es außerdem möglich, weitere Verfeinerungen in dem Ausgleichfeld zu erzeugen. Dies ermöglicht es, eine noch bessere Bildqualität zu schaffen. Für eine einfache Spule, wie diese in Fig. 2 dargestellt ist, vorgesehen zwischen der Ebene B und der Ebene A in einem Abstand von etwa 15 mm von der Ebene B, wobei der Abstand zwischen der Ebene B und der Ebene C etwa 50 mm beträgt, ist für eine 21" 90º Elelttronenstrahlröhre mit einem Jochring hat es sich herausgestellt, daß das Verhältnis Bilddrehung/Bry dem Wert 3,7 nahezu entspricht. Der Tafel 1 läßt sich entnehmen, daß für eine derartige Elektronenstrahlröhre für das Erdmagnetfeld das genannte Verhältnis 1,5 mm/0,45 mm = 3,88 beträgt. Die Verhältnisse Bilddrehung(Bry sind daher für das Erdmagnetfeld und für die Ausgleichspule nahezu identisch. Für eine gleiche Spule, vorgesehen in der Ebene B (siehe Fig. 2) ist das Verhältnis Bilddrehung/Bry gleich 5. Für eine gleiche Spule, vorgesehen in der Ebene A (siehe Fig. 2) ist das Verhältnis etwa 3. Befindet sich daher die Spule zwischen den Ebenen B und A, so ist es möglich, die durch das Erdmagnetfeld verursachte Bilddrehung auszugleichen und zugleich den größten Teil, d.h. wenigstens 75% des Konvergenzfehlers (Bry) auszugleichen. Zum Vergleich sei bemerkt, daß für eine gleiche Spule, vorgesehen in einem Abstand von 20 mm vor der Ebene B das Verhältnis Bilddrehung/Bry etwa 9 beträgt, was bedeutet, daß, wenn mittels der Ausgleichspule die durch das Erdmagnetfeld verursachte Bilddrehung ausgeglichen wird, weniger als 40% des Konvergenzfehlers ausgeglichen wird.

Es dürfte einleuchten, daß im Rahmen der Ansprüche viele Abwandlungen möglich sind. Unter Erdmagnetfeld soll in diesem Zusammenhang ein konstantes Magnetfeld verstanden werden.


Anspruch[de]

1. Farbbildwiedergabeanordnung mit einer Elektronenstrahlröhre (1) und einer Ablenkeinheit (11) und mit Mitteln zum Ausgleichen von Bilddrehung, wobei die Elektronenstrahlröhre Mittel (6) aulweist zum Erzeugen dreier Elelttronenstrahlen (7, 8, 9) und einen Wiedergabeschirm (10), dadurch gekennzeichnet, daß die Ablen keinheit ein Joch (23, 42) aulweist und die Mittel zum Ausgleichen der Bilddrehung eine Ausgleichspule (24, 31A, 31B, 43) aufweisen oder ein Ausgleichspulensystem, die bzw. das außerhalb des Jochs vorgesehen ist, dabei das Joch umgebend, zwischen einer Ebene (C), im wesentlichen zusammenfallend mit dem den Mitteln (6) zum Erzeugen dreier Elektronenstrahlen zugewandten Ende des Jochs und einer Ebene (13), im wesentlichen zusammenfallend mit dem dem Schirm (10) zugewandten Ende des Jochs.

2. Farbbildwiedergabeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß die Ausgleichspule sich zwischen der Mitte des Jochs (A) und der dem Wiedergabeschirm (13) zugewandten Seite des Jochs befmdet.

3. Farbbildwiedergabeanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedergabeanordnung Mittel aufweist zum Einstellen der Lage der Ausgleichspule gegenüber dem Joch.

4. Farbbildwiedergabeanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichspule in einer Halterung vorgesehen ist, deren lage einstellbar ist.

5. Farbbildwiedergabeanordnung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichspule mehr als nur eine Hilfsspule (31A, 31B) aufweist, die je eine andere axiale Lage haben.

6. Farbbildwiedergabeanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedergabeanordnung Mittel (27) aufweist zum Zuführen einer einstellbaren Spannung zu der Ausgleichspule.

7. Farbbildwiedergabeanordnung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiedergabeanordnung Mittel aufweist zum Zuführen einstellbarer Spannungen zu den Hilfsspulen.

8. Farbbildwiedergabeanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Ausgleichspule bzw. das genannte Ausgleichspulensystem im Betrieb einen Effekt auf die Bilddrehung sowie auf die Konvergenz der drei Elektronenstrahlen hat, wobei die genannte Ausgleichspule bzw. das genannte Ausgleichspulensystem derart angeordnet und/oder erregbar ist, daß das Verhältnis zwischen dem Drehungseffekt/Konvergenzeffekt, hervorgerufen durch die Ausgleichspule dem Verhältnis Drehungseffekt/Konvergenzeffekt, hervorgerufen durch das Erdmagnetfeld nahezu entspricht.

9. Ablenkeinheit mit den Merkmalen der in einem der vorstehenden Ansprüche beschriebenen Ablenkeinheit und geeignet für eine Farbbildwiedergabeanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche.







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