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Dokumentenidentifikation DE69407260T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0651369
Titel Flötenmundstück
Anmelder Yamauchi, Genhichi, Aichi, JP
Erfinder Yamauchi, Genhichi, Aichi, JP
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69407260
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.08.1994
EP-Aktenzeichen 943062786
EP-Offenlegungsdatum 03.05.1995
EP date of grant 10.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse G10D 9/02
IPC-Nebenklasse G10D 7/02   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flätenmundstück, insbesondere ein Flötenmundstück, in welchem ein Ton nicht möglicherweise im Inneren beschränkt bzw. eingeschlossen sein oder unklar bzw. unsauber werden kann und mit welchem jederzeit ein klarer, kräftiger, voller und lauter Ton (einer hohen Güte) erzeugt werden kann.

Beschreibung des Stands der Technik

Der Erfinder vorliegender Erfindung hat bereits ein Flötenmundstück untersucht und erfunden, das ausgestaltet ist zur Erzeugung eines vollen Tons einer hohen Güte, wobei der Innenraum eines Rohrs durch Ausbildung einer vorspringenden Zunge in zwei Teile in Form eines akustischen Raums und eines Fluidraums unterteilt ist.

Insbesondere ist bei dem in Fig. 1 gezeigten Flötenmundstück 2a, bei dem eine kontinuierliche oder fortlaufende Innenfläche, die von einer Kante 4a über die Innen fläche eines Loches 3a zum oberen Bereich einer Innenfläche 5a eines Kopfrohrs 1a verläuft, als strömungsgünstige oder Stromlinienfläche Ga geformt ist, um eine von jeder Turbulenz freie Laminarströmung zu erzeugen, die Innenfläche der Öffnung bzw. des Loches 3a an der Seite, an welcher die Lippe anzusetzen ist, abwärts in das Kopfrohr la verlaufend ausgebildet, um an der Innenwand des Kopfrohrs 1a eine vorspringende Zunge 11a zu formen, deren Unterseite durch eine konkav gekrümmte Fläche 12a gebildet ist, so daß der Innenraum des Kopfrohrs 1a in zwei Teile in Form eines akustischen Raums A und eines Fluidraums B unterteilt ist.

Durch den Spalt zwischen den Lippen ausgestoßene Atemluft bzw. Blasluft (exhalation) 7a wird gegen die Kante 4a geleitet bzw. gerichtet und daher in Hälften aufgeteilt, wie dies durch einen innenseitigen Vektor 8a und einen außenseitigen Vektor 9a angedeutet ist. Der durch den innenseitigen Vektor 8a angegebene Luftstrom strömt dann längs der Kante 4a, der Stromlinienfläche Ga und der Innenfläche 5a des Kopfrohrs 1a in dieser Reihenfolge. Es ist zu beachten, daß ein Ton erzeugt wird, wenn die gegen die Kante 4 (bzw. 4a) geblasene Luft im akustischen Raum oder Akustikraum A vertikal vibriert bzw. schwingt. Dies bedeutet, daß die durch den innenseitigen Vektor 8a angedeutete Stromlinie(nströmung) zu einer Laminarströmung ohne die Erzeugung etwaiger Turbulenz wird; außerdem verwirbelt diese Strömung längs der konkav gekrümmten Fläche 12a der vorspringenden Zunge 11a im Kopfrohr 1a, und sie wird zu einer spiraligen (helical) Strömung, die sich ihrerseits im Kopfrohr 1a vorwärts bewegt. Aufgrund dieser spiraligen Strömung bewirkt ein Einwärts-Einströmvektor 10a vom Loch 3a zum Innenteil hin die Herbeiführung einer Art von Wirbelabsorption, wobei dieser Einströmvektor 10a in einen Bereich des Fluidraums B unterhalb der vorspringenden Zunge 10a (bzw. 11a) strömt und die Funktion besitzt, sich mit der spiraligen Strömung des innenseitigen Vektors 8a zu vereinigen.

Da jedoch beim oben beschriebenen Flötenmundstück die Innenfläche des Loches (der Öffnung) 3a an dieser Seite sich abwärts in das Kopfrohr 1a erstreckend ausgeführt ist, um an der Innenwand des Kopfrohrs 1a die vorspringende Zunge 11a zu formen, deren Unterseite durch die konkav gekrümmte Fläche 12a gebildet ist, ist der Innenraum des Kopfrohrs 1a durch die vorspringende Zunge 11a verengt. Da insbesondere der Fluidraum B verengt ist, ist die Funktion oder Wirkung der Vereinigung des Einströmvektors 10a mit der spiraligen Strömung des innenseitigen Vektors 8a innerhalb des Fluidraums B nicht ausreichend (bzw. ungenügend), und der Wirbeleffekt, durch (to) den der Widerstand gegenüber der Blasluft her abgesetzt wird, wird beeinträchtigt, so daß ein klarer, kräftiger und voller Ton nicht zufriedenstellend erzielt werden kann.

Um dies zu vermeiden, hat der Erfinder vorliegender Erfindung ein anderes Flötenmundstück untersucht und erfunden, mit dem die geschilderten Probleme ausgeräumt werden können.

Insbesondere ist beim Flötenmundstück gemäß Fig. 2 eine vorspringende Zunge 11a so vorgesehen bzw. angeordnet, daß an der Stelle, wo die Innenfläche eines Loches 3a an dieser (der) Seite, an welcher die Lippe anzusetzen ist, auf die Innenfläche eines Kopfrohrs 1a trifft, eine gewölbt (bulgy) gerundete konkave Fläche 12a gebildet ist, die vom Kopfrohr la nach außen gewölbt oder ausgebeult ist, wobei der Innenraum des Kopfrohrs 1a in zwei Teile in Form eines Akustikraums A und eines Fluidraums B unterteilt ist.

Da beim oben beschriebenen Flötenmundstück der Fluidraum unter Bildung eines gewölbten oder ausgebeulten, erweiterten Raums nach außen ausgedehnt ist, ist ein Wirbeleffekt, der von der im Fluidraum erzeugten spiraligen Strömung herrührt, ausreichend groß, um einen zufriedenstellend klaren, kräftigen, vollen und lauten Ton zu erzeugen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß deshalb, weil der Grad der Verjüngung des Hinterschnitts des Loches 3a eines Mundstücks 2a übermäßig groß ist, die hohen Töne der Tonskala der Flöte nicht rein (true) wiedergegeben werden und der höchste Ton nicht erzeugt wird (werden kann). Außerdem hat es sich auch gezeigt, daß die Geradelauf- oder Ausbreitungseigenschaft einer Schallwelle beeinträchtigt ist oder wird, so daß ein Ton im Inneren beschränkt oder eingeschlossen ist.

ABRISS DER ERFINDUNG

Eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist demgemäß die Schaffung eines Flötenmundstücks, bei dem hohe Töne nicht möglicherweise nicht rein sein können und ein Ton nicht möglicherweise im Inneren beschränkt oder eingeschlossen (conf med inside) sein kann und mit dem ein zufriedenstellend klarer, kräftiger, voller und lauter Ton erzeugt werden kann.

Die Lösung obiger Aufgabe gelingt gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem Flötenmundstück, bei dem eine kontinuierliche Innenfläche, die von einer Kante durch die Innenfläche einer Öffnung (eines Loches) zum oberen Bereich einer Innenfläche eines Kopfrohrs verläuft, mit einer Stromlinienform ausgebildet ist, um eine von jeder Thrbulenz freie Laminarströmung zu erzeugen, und die Innenfläche der Öffnung 3 an dieser Seite, an welcher die Lippe anzusetzen ist, abwärts in das Kopfrohr 1 verlaufend ausgebildet ist, um an der Innenwand des Kopfrohrs eine vorspringende Zunge zu formen, deren Unterseite durch eine konkav gekrümmte Fläche gebildet ist. Dabei ist ein konkaver Abschnitt mit einer Querschnittsfläche gleich derjenigen der vorspringenden Zunge am unteren Abschnitt der Innenfläche des Kopfrohrs, kontinuierlich in die konkav gekrümmte Fläche übergehend, vorgesehen.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die Mängel eines herkömmlichen Flötenmundstücks sowie die Merkmale und Vorteile eines Flötenmundstücks gemäß der vorliegenden Erfindung ergeben sich deutlicher aus der folgenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen zeigen:

Fig. 1 eine Querschnittdarstellung eines herkömmlichen Flötenmundstücks,

Fig. 2 eine Querschnittdarstellung eines anderen herkömmlichen Flötenmundstücks und

Fig. 3 eine Querschnittdarstellung eines Flötenmundstücks gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM (EN)

Im folgenden ist eine Ausführungsform dieser Erfindung anhand von Fig. 3 im einzelnen beschrieben.

In dieser Figur steht die Bezugsziffer 2 für ein an einer Flöte (an)geformtes Mundstück Eine kontinuierliche Innenfläche, die von einer Kante 4 durch bzw. über die Innenfläche eines Loches 3 zum oberen Bereich einer Innenfläche 5 eines Kopfrohrs 1 verläuft, ist mit einer Stromlinienform 6 ausgebildet, um eine von jeder Turbulenz freie Laminarströmung zu erzeugen. Bei diesem Mundstück 2 ist die Innenfläche des Loches 3 an dieser (derjenigen) Seite, an welcher die Lippe anzusetzen ist, abwärts in das Kopfrohr 1 verlaufend ausgebildet, um an der Innenwand des Kopfrohrs 1 eine vorspringende Zunge 11 zu formen, deren Unterseite durch eine konkav gekrümmte Fläche 12 gebildet ist, wobei der Innenraum des Kopfrohrs 1 in zwei Teile in Form eines Akustikraums A und eines Fluidraums B unterteilt ist. Erfindungsgemäß ist ein konkaver Abschnitt 13 an der Innenfläche 5, kontinuierlich in die genannte, konkav gekrümmte Fläche 12 übergehend, vorgesehen. Der konkave Abschnitt 13 weist eine Querschnittsfläche gleich der Querschnittsfläche M der genannten vorspringenden Zunge 11 auf. Dabei sind eine Blasluft (exhalation) mit der Bezugsziffer 7, ein innenseitiger Vektor mit der Bezugsziffer 8, ein außenseitiger Vektor mit der Bezuqsziffer 9 und ein Turbulenzvektor mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

Da das erfindungsgemäße Flötenmundstück die oben beschriebene Ausgestaltung aufweist, wird die Erzeugung von Tönen nicht durch eine unregelmäßige Luftströmung behindert, und die Geradelauf- oder Ausbreitungseigen schaft (straight travel property) eines Tons wird nicht aufgrund von Interferenz durch eine bzw. mit einer Schallwelle beeinträchtigt. Außerdem ist der Wirkungsgrad der Blasluft, die ihre Energie in einen Ton umsetzt, erhöht, so daß ein Ton einer klaren, kräftigen und vollen Qualität erzeugt werden kann. Weiterhin können die hohen Töne der Flötentonskala nicht möglicherweise nicht rein sein, so daß auch der höchste Ton nicht fehlt; ferner kann auch ein Ton nicht möglicherweise im Inneren beschränkt oder eingeschlossen sein und daher unrein wer den. Infolgedessen kann jederzeit ein klarer, kräftiger und voller Ton erreicht werden.

Obgleich die vorliegende Erfindung (vorstehend) anhand der bevorzugten Ausführungsform beschrieben worden ist, sind für den Fachmann nun verschiedene Abwandlungen und Änderungen derselben offensichtlich. Alle derartigen Abwandlungen und Änderungen, die innerhalb des Rahmens des anhängenden Anspruchs liegen, sollen von diesem mit umfaßt sein.


Anspruch[de]

Flötenmundstück (2), bei dem eine kontinuierliche Innenfläche, die von einer Kante (4) durch die Innenfläche einer Öffnung (eines Loches) (3) zum oberen Bereich einer Innenfläche (5) eines Kopfrohrs (1) verläuft, mit einer Stromlinienform (6) ausgebildet ist, um eine von jeder Turbulenz freie Laminarströmung zu erzeugen, und die Innenfläche der Öffnung (3) an dieser Seite, an welcher die Lippe anzusetzen ist, abwärts in das Kopfrohr (1) verlaufend ausgebildet ist, um an der Innenwand des Kopfrohrs (1) eine vorspringende Zunge (11) zu formen, deren Unterseite durch eine konkav gekrümmte Fläche (12) gebildet ist,

wobei ein konkaver Abschnitt (13) mit einer Querschnittsfläche (M) gleich derjenigen der vorspringenden Zunge (11) am unteren Abschnitt der Innenfläche (5) des Kopfrohrs (1), kontinuierlich in die konkav gekrümmte Fläche (12) übergehend, vorgesehen ist.







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