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Dokumentenidentifikation DE69407911T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0646422
Titel Gerät und Verfahren zum Reinigen von Geweben
Anmelder Fort James Corp., Richmond, Va., US
Erfinder Pollock, Rodney E., Camas, WA 98607, US
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69407911
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.10.1994
EP-Aktenzeichen 943072215
EP-Offenlegungsdatum 05.04.1995
EP date of grant 14.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B08B 1/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System zur Reinigung von Geweben aus Bahnmaterial. Insbesondere wird die Vorrichtung und das Verfahren der Erfindung zur Entfernung von Staub und anderem teilchenförmigen Material in einer mitgeführten Grenzschicht angewandt, die von sich schnell bewegendem Papier oder anderem Gewebe mitgezogen wird. Dieser Staub bzw. das andere teilchenförmige Material wird im folgenden allgemein als Flusen bezeichnet.

Im Stand der Technik gibt es viele Anordnungen zur Reinigung von sich bewegenden Geweben wie Papiergewebe. Staub und andere mitgerissene Teilchen werden oft von solchem Gewebe mitgeführt und stellen Gesundheits- und Sicherheitsprobleme wie auch ein Problem bei der Qualitätskontrolle dar.

Die US-A-4 887 623 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von Teilchen von einer flexiblen Folie. Die Folie wird über eine rotierende Walze geführt, die in eine Richtung entgegen der Laufrichtung der flexiblen Folie rotiert. Die Unterseite der Walze wird in ein Bad eines Lösungsmittels getaucht, an dem die im mit der Folie verbundenen Luftstrom mitgeführten Staubteilchen haften. Aus diesem wird der Staub in einen Spalt übermittelt, in dem ein negativer Luftdruck (Sog) existiert.

Die US-A-3 956 760 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von Staub von der Oberfläche eines sich bewegenden Gewebes, bei dem die Gewebeoberfläche mit einer Fontänen ähnlichen, die Waschflüssigkeit bereitstellenden Wascheinrichtung gewaschen wird, wobei die Flüssigkeit anschließend durch ein Hochdruckgebläse und Pumpmechanismen vom Gewebe entfernt wird.

Es ist verständlich, daß Staub und andere Teilchen schnell und positiv von sich schnell bewegenden Geweben wie denjenigen entfernt werden müssen, die man in Anlagen zur Papierherstellung und Papierverarbeitung findet. Die erfindungsgemäße Anordnung erzielt diese Aufgabe in hocheffizienter und preiswerter Weise. Eine der Komponenten des vorliegenden Systems ist eine Coanda-Düse in spezieller Ausgestaltung, die bezüglich des Gewebes auf spezielle Weise angeordnet ist, wodurch eine hoch turbulente Grenzfläche zwischen dem Luftstrom der Düse und der mitgeführten Luftschicht bereitgestellt wird, die vom sich bewegenden Gewebe begrenzt wird und sich mit diesem bewegt.

Während es allgemein bekannt ist, eine oder mehrere Coanda-Düsen entlang des Laufs eines sich bewegenden Gewebes einzusetzen, um das Gewebe auf irgendein Art und Weise zu behandeln oder die Bewegung des Gewebes auszurichten, umfaßt die vorliegende Erfindung Strukturen und Verfahrensschritte, die auf einzigartige Weise zur effektiven und positiven Reinigung sogar sich sehr schnell bewegender Gewebe kooperieren.

Gemäß eines Aspekts der Erfindung wird ein Verfahren zum Reinigen der Oberfläche eines sich in Längsrichtung bewegenden Gewebes mit einer mitgeführten Grenzschicht zur Verfügung gestellt, umfassend das Anordnen einer verlängerten, gewölbten Oberfläche in der Nähe des Gewebes quer zu dessen Bewegung, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche mit dem Gewebe eine Aussparung definiert, die in der Bewegungsrichtung des Gewebes konvergiert, wobei das Verfahren weiterhin das Bereitstellen eines Gasstromes an der Oberfläche umfaßt, so daß dieser über den Coanda-Effekt daran haftet und in entgegengesetzter Richtung zur Bewegung des Gewebes in die Aussparung einströmt, das Aufprallen des Gasstromes auf die Grenzschicht, wobei der Gasstrom ausreichend Energie zum Zerreißen der Grenzschicht und Bewirken einer turbulenten Mischung hat, und das Entfernen der zerrissenen Grenzschicht zusammen mit Flusen darin vom Gewebe umfaßt.

Gemäß eines weiteren Aspekts stellt die Erfindung ein Gerät zum Reinigen der Oberfläche eines sich in Längsrichtung bewegenden Gewebes mit einer mitgeführten Grenzschicht zur Verfügung, das umfaßt: eine gewölbte Oberfläche, Mittel zum Befestigen der gewölbten Oberfläche, so daß diese sich über die Breite des Gewebes erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die gewölbte Oberfläche in der Ebene der Wölbung verlängert ist, wobei die Wölbung mit dem Gewebe eine Aussparung definiert, die in der Bewegungsrichtung des Gewebes zusammenläuft, und wobei das Gerät weiterhin eine Einrichtung zum Bereitstellen eines Gasstromes an der gewölbten Oberfläche, so daß dieser über den Coanda-Effekt an der gewölbten Oberfläche haftet und in die Aussparung entgegen der Bewegungsrichtung des Gewebes mit ausreichender Energie einströmt, um die Grenzschicht beim Auftreffen auf diese zu zerreißen und ein turbulentes Mischen zu bewirken, und ein Mittel zum Entfernen der abgelösten Grenzschicht zusammen mit Flusen darin vom Gewebe aufweist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das Gerät der vorliegenden Erfindung in Kombination mit einem Gewebe eines Bahnenmaterials verwendet, das sich in einer vorgegebenen Richtung entlang eines vorgegebenen Laufweges bewegt. Das Gewebe aus Bahnenmaterial weist räumlich voneinander beabstandete Kanten und eine im wesentlichen ebene

Oberfläche auf, die an eine von der Gewebebahn mitgeführte und sich in der vorgegebenen Richtung bewegende Luftschicht grenzt.

Das Gerät ist zum Reinigen der im wesentlichen ebenen Oberfläche und umfaßt eine Coanda-Düse in einer bevorzugten Form, die eine verlängerte, gewölbte Folie und eine, einen Spalt definierende Vorrichtung aufweist, die mit der verlängerten, gewölbten Folie einen verlängerten, engen Spalt definiert.

Der verlängerte, enge Spalt dient zur Aufnahme eines komprimierten Gases mit hoher Geschwindigkeit entlang der verlängerten, gewölbten Folie von einer vor der verlängerten, gewölbten Folie gelegenen Stelle über eine Zwischenstation auf der verlängerten, gewölbten Folie hin zu einer downstream am Ende (28) der verlängerten, gewölbten Folie gelegenen Stelle.

Die Coanda-Düse ist ganz in der Nähe der im wesentlichen ebenen Oberfläche des sich bewegenden Gewebes aus bahnartigem Material angeordnet, wobei die downstream befindliche Stelle auf der verlängerten, gewölbten Folie weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche entfernt ist als die Zwischenstation der verlängerten, gewölbten Folie, wodurch die verlängerte, gewölbte Folie eine Aussparung mit der im wesentlichen planaren Oberfläche des sich bewegenden Gewebs bildet, die in der vorgegebenen Richtung immer enger wird und in der die vom Gewebe aus bahnenartigem Material mitgeführte Luftschicht auf ein Gas prallt, das mit hoher Geschwindigkeit entlang der verlängerten, gewölbten Folie im allgemeinen entgegen der vorbestimmten Richtung strömt, unter turbulenten Bedingungen mit dem Gas vermischt wird und in eine im wesentlichen entgegengesetzte Richtung weg von der gewölbten Folie gezwungen wird.

Die gebogene Abgangsplatte weist ein verlängertes Eintrittsende an der Coanda-Düse auf, das sich über die Länge der Coanda-Düse erstreckt. Das verlängerte Eintrittsende der gebogenen Abgangsplatte ist von der downstream Stelle der verlängerten, gewölbten Folie entlang der Erstreckung der Coanda-Düse abgesetzt und befindet sich weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche des sich bewegenden Gewebes weg, wenn sich die Coanda-Düse in dessen unmittelbarer Nähe befindet, als die downstream Stelle der verlängerten, gewölbten Folie, um eine turbulente Mischung des Gases mit der mitgerissenen Grenzschicht in der Aussparung zu fördern.

In bevorzugten Ausführungsformen hat der verlängerte, enge Spalt eine im wesentlichen gleichmäßige Breite im Bereich von etwa 0,051 mm (0,002 inch) bis etwa 0,51 mm (0,02 inch), weist das Gas vor dem Durchströmen des Spalts einen Druck im Bereich von etwa 13,8 kPa (2 psig) bis etwa 69,0 kPa (10 psig) auf und verläßt das komprimierte Gas den Spalt mit einer Geschwindigkeit im Bereich von etwa 151 m/s (29800 fpm) bis etwa 338 m/s (66600 fpm).

Andere Merkmale, Vorzüge und Aufgaben der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgende Beschreibung und die angefügten Zeichnungen offensichtlich werden.

Fig.1 ist eine perspektivische Darstellung eines gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung aufgebauten Geräts in operativer Verbindung mit einem sich bewegenden Gewebe und

Fig.2 ist eine Querschnittsseitenansicht des unter einem sich bewegenden Gewebe angeordneten Geräts.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen wird nun ein Gewebe aus einem bahnenartigen Material, insbesondere ein Papiergewebe 10 veranschaulicht, wie es sich in vorgegebener Richtung entlang eines vorgegebenen Bewegungspfads bewegt, wie durch den Pfeil angezeigt. Das Gewebe weist räumlich voneinander beabstandete Kanten 12, 14 und eine im wesentlichen ebene Oberfläche 16 auf, die an eine vom Gewebe mitgerissene und sich in dieselbe Richtung bewegende Luftschicht 18 grenzt (deren untere Grenze ist in Fig.2 durch die gestrichelte Linie angedeutet).

Es ist anzunehmen, daß die Schicht 18 oft Staub und anderes teilchenförmiges Material einschließt, das während der Herstellungs- oder Verarbeitungsprozesse erzeugt wurde. Es ist die Aufgabe des gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung aufgebauten Geräts, derartige Substanzen schnell und effizient aus der Verbindung mit dem Gewebe zu entfernen. Eine ordentliche Reinigung des Gewebes ist besonders in den Situationen zwingend erforderlich, in denen der Staub oder die teilchenförmigen Materialien Gesundheits- oder Sicherheitsprobleme darstellen, wie es häufig der Fall ist. Beispielsweise können Staub oder andere Teilchen, fehlt eine ordentliche Gewebebehandlung, Atemprobleme verursachen oder Brand- oder sogar Explosionsgefahr in sich bergen.

Das erfindungsgemäße Gerät 20 schließt eine Coanda-Düse mit einer verlängerten, gewölbten Folie 22 und einem Gehäuse 24 ein, das einen verlängerten, engen Spalt 26 mit der verlängerten, gewölbten Folie definiert. Das Innere des Gehäuses 24 ist mit einer Quelle für unter Druck stehende Luft oder ein anderes Gas verbunden.

Die Druckluft oder das andere Gas tritt aus dem Spalt 26 mit hoher Geschwindigkeit aus, wobei es sich selbst an die verlängerte, gewölbte Folie 22 in Folge des Coanda-Effekts anheftet. Diese Gasbewegung dient auch dazu, Umgebungsluft an der Stelle der Coanda-Düse mitzureißen, wodurch das Gas und die davon mitgerissene Luft sich von der oberen, am Spalt befindlichen Stelle über eine Zwischenstation auf der Folie ganz in der Nähe des sich bewegenden Gewebes zu einer downstream Stelle am Ende 28 der verlängerten, gewölbten Folie strömt.

Dies führt zu einem Aufeinanderprallen von Gas und davon mitgerissener Umgebungsluft auf die vom Gewebe 10 mitgeführt Luftschicht 18. In anderen Worten ist der Strom oder die Bewegungsrichtung der Luftgrenzschicht 18 der Bewegungsrichtung des Gases und der mitgerissenen Luft entlang der Folienoberfläche entgegengesetzt.

Es sei angemerkt, daß die downstream oder am Ende der gewölbten Folie befindliche Stelle 28 sich weiter von der im wesentlichen ebenen Oberfläche 16 des Gewebes weg befindet als die Zwischenstation auf der verlängerten, gewölbten Folie. Somit bildet die verlängerte, gewölbte Folie eine Aussparung 30 mit der im wesentlichen ebenen Oberfläche des sich bewegenden Gewebes 10, die in der vorgegebenen Bewegungsrichtung des Gewebes 10 immer enger wird. Die vom sich bewegenden Gewebe aus bahnenartigem Material mitgerissene Luftschicht prallt auf das mit hoher Geschwindigkeit entlang der gewölbten Folie in der Aussparung 30 strömende Gas und die Umgebungsluft. Dies führt zu einem Mischen von Luftschicht, Gas und mitgeriessene Luft unter turbulenten Bedingungen und zwingt die Luftschicht 18 in eine Richtung weg von der gewölbten Folie. Da die Turbulenz an die ebene Oberfläche 16 angrenzt, wird eine Polier- oder Reinigungswirkung erzielt, die die Entfernung von losem teilchenförmigem Material aus der Assoziation mit der ebenen Oberfläche des Gewebes sicherstellt.

Das erfindungsgemäße Gerät umfaßt auch einen Abluftschacht 34, der eingesetzt wird, um die abgelöste Grenzschicht zu einem Ort weg von der Coanda-Düse zu einem vorbestimmten Ort zu führen. Beispielsweise kann die Mischung zu einem Filter (nicht gezeigt) zum Herausfiltern der Teilchen geführt werden. Vorzugsweise wird ein Vakuum an den Abluftschacht mit Hilfe eines Abluftgebläses oder eines anderen geeigneten Vakuumgeräts angelegt, um den Transport der Gas-Teilchen-Mischung zur gewünschten entfernten Stelle zu sichern.

Der Absaugschacht 34 umfaßt eine gebogene Abgangsplatte 36 in der Nähe der verlängerten, gewölbten Folie 22, die weg von der Coanda-Düse gebogen ist. Die gebogene Abgangsplatte 36 hat ein verlängertes Eintrittsende 38, das sich bei der Coanda-Düse befindet und sich über die Länge der Coanda-Düse erstreckt. Das verlängerte Eintrittsende 38 der gebogenen Abgangsplatte ist von der downstream Stelle der verlängerten, gewölbten Folie entlang der Erstreckung der Coanda-Düse abgesetzt und befindet sich weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche des sich bewegenden Gewebes 10 weg als die downstream Stelle 28 der verlängerten, gewölbten Folie. Es wurde gefunden, daß diese Anordnung die Turbulenz von Gas, mitgerissener Umgebungsluft und mitgeführter Grenzschicht in der Aussparung fördert. Dies wiederum trägt zur Reinigungseffizienz des Geräts bei.

In dem Maße wie einiges des Hochgeschwindigkeitsgasstroms an der gewölbten Oberfläche der Coanda-Düse nach dem Aufprall auf die Grenzschicht haften bleibt, dient dieser Strom dazu, die zerrissene Grenzschicht einzufangen und ihre Bewegung weg vom Gewebe hin zum Absaugschacht 34 zu fördern.

Die Coanda-Düse und der Luftabsaugschacht erstrecken sich über die gesamte Breite des Gewebes aus bahnenartigem Material von der Kante 12 zur Kante 14. Das heißt, das die Hauptachse der Coanda-Düse im wesentlichen rechtwinklig zur vorgegebenen Richtung des Gewebes angeordnet ist.

Für den effizienten Betrieb des Geräts weist der verlängerte, enge Spalt 26 eine gleichmäßige Breite im Bereich von etwa 0,051 mm (0,002 inch) bis etwa 0,51 mm (0,02 inch) und stärker bevorzugt eine Breite von etwa 0,25 mm (0,01 inch) auf. Es ist außerdem wesentlich, das das zum Betrieb der Coanda-Düse verwendete komprimierte Gas im Bereich von etwa 13,8 kPa (2 psig) bis etwa 69,0 kPa (10 psig) unter Druck gesetzt wird, bevor es durch den Spalt strömt. Noch stärker bevorzugt hat das komprimierte Gas einen Druck von 34,5 kPa (5 psig).

Im Betrieb verläßt das Gas den Spalt und strömt entlang des upstream Endes der Oberfläche der verlängerten, gewölbten Folie mit einer Geschwindigkeit im Bereich von etwa 151 m/s (29800 fpm) bis etwa 338 m/s (66600 fpm). Der Betrieb der Düse in diesem Bereich trägt signifikant zur Effizienz des Geräts beim Reinigen des Gewebes bei und sollte mit Vorrichtungen zum Stand der Technik verglichen werden, in denen die Gasströmungsgeschwindigkeiten und Gasdrücke signifikant geringer sind und die weniger effizient sind.

Obwohl die Erfindung in ihren bevorzugten Asuführungsformen beschrieben wurde, ist zu verstehen, daß die verwendeten Worte eher zur Beschreibung dienen als beschränkend wirken sollen und daß die Erfindung abgeändert werden kann, ohne von ihrem Bereich abzuweichen, wie er in den angefügten Ansprüchen definiert ist.


Anspruch[de]

1. Gerät zum Reinigen der Oberfläche eines sich in Längsrichtung bewegenden Gewebes (10) mit einer mitgeführten Grenzschicht (18), umfassend: eine gewölbte Oberfläche (22), Mittel (24) zum Befestigen der gewölbten Oberfläche, so daß diese sich über die Breite des Gewebes erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die gewölbte Oberfläche in der Ebene der Wölbung verlängert ist, wobei die Wölbung (22) mit dem Gewebe (10) eine Aussparung (30) definiert, die in der Bewegungsrichtung des Gewebes zusammenläuft, und wobei das Gerät weiterhin eine Einrichtung zum Bereitstellen eines Gasstromes an der gewölbten Oberfläche (22), so daß dieser über den Coanda-Effekt an der gewölbten Oberfläche haftet und in die Aussparung entgegen der Bewegungsrichtung des Gewebes mit ausreichender Energie einströmt, um die Grenzschicht (18) beim Auftreffen auf diese zu zerreißen und ein turbulentes Mischen zu bewirken, und ein Mittel (34) zum Entfernen der abgelösten Grenzschicht zusammen mit Flusen darin vom Gewebe aufweist.

2. Gerät gemäß Anspruch 1, bei dem die Einrichtung zum Bereitstellen eines Gasstromes darauf ausgelegt ist, das Gas an einem solchen Teil der gewölbten Oberfläche (22) bereitzustellen, daß es vor dem Auftreffen auf der Grenzschicht (18) Gas aus der Umgebung einfängt.

3. Gerät gemäß Anspruch 2, bei dem die gewölbte Oberfläche (22) so beschaffen ist, daß sie mit dem Gewebe (10) die Aussparung (30) auf konvergent-divergente Weise definiert, wobei die Einrichtung zum Bereitstellen des Gasstromes diesen Gasstrom am divergenten Teil der Aussparung (30) bereitstellt.

4. Gerät gemäß Anspruch 1, bei dem das Gas nach dem Durchströmen der Kehle der Aussparung an der gewölbten Oberfläche (22) haften bleibt und die Entfernung der zerrissenen Grenzschicht durch Mitnehmen derselben unterstützt.

5. Gerät gemäß einem der vorstehenden Ansprüche in Kombination mit einem Gewebe aus einem bahnenartigen Material (10) mit räumlich voneinander beabstandeten Kanten (12, 14) und einer im wesentlichen planaren Oberfläche (16) sowie mit einer mitgeführten Grenzschicht (18), wobei das Gerät umfaßt:

eine Coanda-Düse, die die gewölbte Oberfläche (22) in Form einer verlängerten, gewölbten Folie und ein einen Spalt definierendes Mittel einschließt, das einen verlängerten, engen Spalt (26) mit der verlängerten, gewölbten Folie definiert zum Aufnehmen des Gases mit hoher Geschwindigkeit entlang der verlängerten, gewölbten Folie von einer vor der verlängerten, gewölbten Folie gelegenen Stelle über eine Zwischenstation auf der verlängerten, gewölbten Folie hin zu einer downstream am Ende (28) der verlängerten, gewölbten Folie gelegenen Stelle, und ein Mittel zum Positionieren der Coanda-Düse ganz in der Nähe der im wesentlichen planaren Oberfläche des sich bewegenden Gewebes aus bahnenartigem Material, wobei die downstream befindliche Stelle auf der verlängerten, gewölbten Folie weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche entfernt ist als die Zwischenstation der verlängerten, gewölbten Folie zum Definieren der Aussparung (30), und

wobei die abgelöste Grenzschicht in eine im wesentlichen entgegengesetzte Richtung weg von der gewölbten Folie gezwungen wird.

6. Gerät gemäß Anspruch 5, bei dem das Mittel zum Entfernen der abgelösten Grenzschicht zusammen mit den darin enthaltenen Flusen weg vom Gewebe einen Abluftschacht (34) sowie eine Vorrichtung zum Anlegen eines Vakuums an den Abluftschacht umfaßt, um die abgelöste Grenzschicht zu einem Ort weg von der Coanda- Düse zu führen, wobei der Abluftschacht eine gebogene Abgangsplatte (36) in der Nähe der verlängerten, gewölbten Folie (22) einschließt, die weg von der Coanda- Düse gebogen ist.

7. Gerät gemäß Anspruch 6, bei dem die gebogene Abgangsplatte (36) ein verlängertes Eintrittsende (38) hat, das sich bei der Coanda-Düse befindet und sich über die Länge der Coanda-Düse erstreckt, wobei das verlängerte Eintrittsende (38) der gebogenen Abgangsplatte von der downstream Stelle der verlängerten, gewölbten Folie (22) entlang der Erstreckung der Coanda-Düse abgesetzt ist und sich weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche (16) des sich bewegenden Gewebes (10) weg befindet, wenn sich die Coanda-Düse in dessen unmittelbarer Nähe befindet, als die downstream Stelle der verlängerten, gewölbten Folie (22), um eine turbulente Mischung des Gases mit der mitgerissenen Grenzschicht (18) in der Aussparung (30) zu fördern.

8. Einrichtung, umfassend Mittel zum Bewegen eines verlängerten Gewebes in seiner Längsrichtung und Mittel zum Reinigen von dessen Oberfläche, welches benachbart zum Laufweg des Gewebes angeordnet ist und einem der vorstehenden Ansprüche entspricht.

9. Verfahren zum Reinigen der Oberfläche eines sich in Längsrichtung bewegenden Gewebes mit einer mitgeführten Grenzschicht (18) umfassend das Anordnen einer verlängerten, gewölbten Oberfläche (22) in der Nähe des Gewebes quer zu dessen Bewegung, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche mit dem Gwebe (10) eine Aussparung (30) definiert, die in der Bewegungsrichtung des Gewebes konvergiert, wobei das Verfahren weiterhin das Bereitstellen eines Gasstromes an der Oberfläche umfaßt, so daß dieser über den Coanda-Effekt daran haftet und in entgegengesetzter Richtung zur Bewegung des Gewebes in die Aussparung (30) einströmt, das Aufprallen des Gasstromes auf die Grenzschicht (18), wobei der Gasstrom ausreichend Energie zum Zerreißen der Grenzschicht (18) und Bewirken einer turbulenten Mischung hat, und das Entfernen der zerrissenen Grenzschicht zusammen mit Flusen darin vom Gewebe umfaßt.

10. Verfahren gemäß Anspruch 9, bei dem das Gewebe ein Folienmaterial mit räumlich voneinander beabstandeten Kanten (12, 14) und einer im wesentlichen planaren Oberfläche (16), die an die Grenzschicht grenzt, aufweist,

das Gas durch einen verlängerten, engen Spalt (26) bereitgestelltes, komprimiertes Gas darstellt,

die verlängerte, gewölbte Oberfläche eine verlängerte, gewölbte Folienoberfläche ist, wobei das Gas mit hoher Geschwindigkeit entlang dieser verlängerten, gewölbten Oberfläche strömt und, während das Gas mit hoher Geschwindigkeit entlang dieser verlängerten, gewölbten Oberfäche strömt, Umgebungsluft mitgerissen wird, und die Grenzschicht im wesentlichen gleichzeitig zum Mischungsschritt in eine im wesentlichen entgegengesetzte Richtung weg von der verlängerten, gewölbten Folienoberfläche geführt wird.

11. Verfahren gemäß Anspruch 10, das den weiteren Schritt des Anlegens eines Vakuums an die Mischung aus Grenzschicht, Gas und Umgebungsluft zum Führen der Mischung zu einer vorbestimmten Stelle einschließt, die sowohl vom Gewebe aus Bahnmaterial als auch von der verlängerten, gewölbten Oberfläche räumlich getrennt ist.

12. Verfahren gemäß Anspruch 11, bei dem die Mischung entlang einer gebogenen Abgangsoberfläche (36) geführt wird, die von der verlängerten, gewölbten Folienoberfläche (22) weggebogen ist, wobei die gebogene Abgangsoberfläche ein von der verlängerten, gewölbten Folienoberfläche abgesetztes Eintrittsende (38) aufweist und sich weiter von der im wesentlichen planaren Oberfläche (16) des sich bewegenden Gewebes (10) weg befindet als die verlängerte, gewölbte Folie (22), um eine turbulente Mischung in der Aussparung (30) zu fördern.







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