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Dokumentenidentifikation DE69500954T2 30.04.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0710348
Titel HEIZGERÄT MIT STRAHLUNGSROHR
Anmelder Galloux, Jean-Pierre, Les Grouets-Blois, FR
Erfinder Galloux, Jean-Pierre, Les Grouets-Blois, FR
Vertreter Schaumburg und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69500954
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 19.05.1995
EP-Aktenzeichen 959209644
WO-Anmeldetag 19.05.1995
PCT-Aktenzeichen FR9500661
WO-Veröffentlichungsnummer 9532399
WO-Veröffentlichungsdatum 30.11.1995
EP-Offenlegungsdatum 08.05.1996
EP date of grant 29.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse F24H 3/08
IPC-Nebenklasse F24D 5/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Heizgerät mit einem Strahlungsrohr, das mit einer Gebläseeinrichtung verbunden ist.

Bekanntlich wird beim Heizen mit einem Strahlungsrohr ein Infrarotstrahlungselement erhitzt, das in Verbindung mit Reflektoren einen Bereich "bestrahlt", in dem alle der Strahlung ausgesetzten Flächen die Strahlung absorbieren und sich erwärmen. Auf diese Weise ist es möglich, im bestrahlten Bereich eine Erhöhung der Lufttemperatur zu erzielen. Einer der Nachteile dieser Art des Heizens besteht darin, daß alle bezüglich der Strahlungsrichtung "im Schatten" liegenden Bereiche nicht erwärmt werden.

Ferner hat man festgestellt, daß sich bei Strahlungselementen, die in einem oberen Bereich der zu beheizenden Räumlichkeit angeordnet sind, die Luftmasse in deren Nachbarschaft erwärmt und als Schicht unterhalb des Daches bzw. der Zimmerdecke stehen bleibt. Es wurde deshalb vorgeschlagen, mit dem Strahlungsrohr eine Ventilationseinrichtung zu verbinden, welche die warme Luft am höchsten Punkt des Raumes ansaugt und sie nach unten befördert (vgl. Patent abstract of Japan, Band 012, Nr. 286 (M-727) & JP-A-63061895). Vorteilhafterweise sind die Gebläsedüsen für die Warmluft und das Verteilerrohr, das den Düsen die Luft zuführt, in der Nachbarschaft des Strahlungsrohres angeordnet, so daß das Strahlungsrohr in Verbindung mit der Gebläseeinrichtung für die Warmluft eine Einheit bildet. Dadurch bewirkt man einen komplexen Konvektionsvorgang, da der auf diese Weise nach unten geförderte Luftstrom sich am Boden verteilt und, abgesehen davon, daß er wärmer ist als die Luft in diesem Bereich, als Transportmittel für die Wärme, die von den unmittelbar der Strahlung ausgesetzten Flächen abgestrahlt wird, in die nicht der Strahlung ausgesetzten Bereiche dient. Auf diese Weise kommt es zu einer gleichmäßigeren Temperaturverteilung im Raum, insbesondere am Boden, wobei gleichzeitig die installierte Leistung bei ansonsten gleichbleibenden Bedingungen reduziert werden kann.

Die vorliegende Erfindung ist ein& Weiterentwicklung dieser kombinierten Anlage, die zusätzlich zur Umwälzung der unter dem Dach bzw. der Zimmerdecke stehenden Warmluft eine Umleitung derjenigen Luftschichten ermöglicht, die unmittelbar mit den Reflektoren des Strahlungsrohres in Kontakt stehen, d.h. der wärmsten Luftschichten, wobei gleichzeitig die Stabilität der Luftschicht um das Strahlungsrohr herum aufrechterhalten wird, um dort eine Konvektion möglichst vollständig zu verhindern, da diese zu einer Instabilität der Temperatur und der Funktion des Strahlungsrohres führen würde.

Die Erfindung betrifft somit ein Heizgerät mit mindestens einem Strahlungsrohr, das unter einem Reflektor angeordnet ist, und mit einer Luftfördervorrichtung mit einem Verteilerrohr, einer Vielzahl entlang des Verteilerrohres verteilter Gebläsedüsen, die sich in der Nachbarschaft des Strahlungsrohres durch den Reflektor erstrecken, und mit einem Druckventilator, der an einem Ende des Verteilerrohres oberhalb des Reflektors angeordnet ist.

Gemäß einem wesentlichen Merkmal der Erfindung hat der Reflektor für jede Düse eine Buchse, in der die jeweilige Düse mit Spiel derart aufgenommen ist, daß sie einen ringförmigen Luftdurchtrittskanal bildet, der von der Oberseite des Reflektors ausgeht und unter dem Reflektor jenseits des Strahlungsrohres endet.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Strahlungsrohr haarnadelförmig gebogen und die Buchsen sind zwischen den Schenkeln des haarnadelförmig gebogenen Rohres angeordnet.

Schließlich ist das Verteilerrohr von dem Reflektor derart beabstandet, daß die über dem Reflektor stehende Warmluft von der durch die Düsen geblasenen Luft ungehindert mitgenommen werden kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.

Dabei wird auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen. Es zeigen:

Figur 1 das erfindungsgemäße Gerät,

Figur 2 einen Querschnitt des Gerätes aus Figur 1 auf der Höhe einer Gebläsedüse.

Das dargestellte Gerät hat ein Strahlungsrohr 1, hier haarnadelförmig gebogen, mit zwei Schenkeln 1a, 1b, die in einem Reflektor 2, beispielsweise aus poliertem rostfreiem Stahlblech, angeordnet sind.

Das freie Ende des Schenkels 1a ist mit einem Brenner 3, beispielsweise einem Gasbrenner, verbunden, der in einem geeigneten Gehäuse 4 aufgenommen ist, das am freien Ende des Schenkels 1b ferner eine Vorrichtung 5 zum Ableiten der Abgase enthält. Die vom Brenner 3 erzeugte Flamme erstreckt sich im Inneren des Schenkels 1a. Es handelt sich um eine lange Flamme, die das Strahlungsrohr auf eine mittlere Temperatur von 310ºC aufheizt.

An der Decke der Reflektoren 2 sind Buchsen 6 angeordnet, die entlang des Strahlungsrohres zwischen den beiden Schenkeln 1a und 1b des haarnadelförmig gebogenen Rohres gleichmäßig voneinander beabstandet sind. Jede Buchse 6 mündet in einer Öffnung 7 an der Oberseite des Reflektors. Die Länge der Buchsen ist so gewählt, daß die andere öffnung 8 der Buchse jenseits des Strahlungsrohres liegt.

Das erfindungsgemäße Gerät hat ferner eine Gebläseeinrichtung 9, die in Figur 1 von dem Strahlungsrohr und dem Reflektor 2 getrennt und beabstandet dargestellt ist. Die Gebläseeinrichtung hat ein Verteilerrohr 10; das an einem Ende 11 verschlossen ist und dessen anderes Ende mit einem Gehäuse 12 mit einem darin integrierten Ventilator 13 verbunden ist. Die Länge des Rohres 10 entspricht im wesentlichen der des Strahlungsrohres 1. Das Rohr 10 hat Gebläsedüsen 14 für die vom Ventilator 13 geförderte Luft. Die Verteilung und die Anzahl der Gebläsedüsen 14 entlang des Rohres 10 entsprechen der Verteilung und Anzahl der Buchsen 6, die am Reflektor 2 vorgesehen sind, so daß bei dem in Figur 2 gezeigten montierten und betriebsbereiten Zustand des Gerätes jeweils eine Düse 14 ins Innere einer Buchse 6 reicht. Jede Düse 14 bildet, wenn die Gebläseeinrichtung und die Heizstrahlungseinrichtung miteinander verbunden sind, mit ihrer Buchse 6 einen ringförmigen Kanal 15. Die an sich bekannten Mittel zum Verbinden der Heizeinrichtung mit dem Strahlungsrohr sind in den Figuren nicht dargestellt. Das Rohr ist beim Betrieb vom Reflektor 2 derart beabstandet, daß ein Zwischenraum ohne irgendein Hindernis für die Luftströmung entsteht, die oberhalb des Reflektors 2 erzeugt werden soll. Ferner ist aus Figur 2 ersichtlich, daß das Rohr 10 im Gegensatz zum Rohr 10 in Figur 1 keinen kreisförmigen Querschnitt hat, wodurch verdeutlicht werden soll, daß die Form des Querschnittes auf die gewünschte ästhetische Wirkung und die Mittel zum gegenseitigen Verbinden der Elemente abgestimmt sein kann.

Die Saugseite 13a des Ventilators 13 ist entweder mit einer Leitung verbunden, deren Ende sich in einem oberen Bereich des Raumes befindet, um so die am stärksten erwärmte Luft ansaugen zu können, oder sie ist, falls die hygienischen Bedingungen es erfordern, an ein Luftzufuhrrohr außerhalb des Gebäudes angeschlossen. Diese Luft wird dann durch die Düsen 14 ins Innere der Buchsen 6 ausgestoßen und bewirkt ein Mitreißen der Luft im ringförmigen Raum 15 aufgrund des in diesem Raum durch die Luftzirkulation in den Gebläsedüsen erzeugten Unterdruckes. Das Ende der Gebläsedüsen 14 liegt dabei vorzugsweise im Inneren der Buchsen 6, wobei der Abstand zwischen diesem Ende und der Öffnung 8 der Buchse 6 einen Einfluß auf das Ausmaß des Luftansaugeffektes im ringförmigen Kanal 15 hat.

Diese Anordnung ermöglicht es, die am stärksten erwärmten, d.h. dem Reflektor 2 unmittelbar benachbarten Luftschichten abzuleiten und nach unten zu lenken. Auf diese Weise wird die mit der Strahlungswirkung kombinierte Wirkung des Luftgebläses wesentlich verstärkt. Ferner kommt es bei einer richtig kanalisierten Luftzirkulation nicht zu einer Störung der Luftschichten in der unmittelbaren Nachbarschaft der Schenkel 1a und 1b des Strahlungsrohres, d.h. in der Nachbarschaft dieses Rohres kommt es nicht oder in nur geringem Maße zu einer zusätzlichen Konvektion, die den thermischen Gleichgewichtszustand des Rohres beeinträchtigen könnte.

Die vorstehend im Zusammenhang mit einem haarnadelförmig gebogenen Strahlungsrohr mit Gasbeheizung beschriebene Erfindung ist auf ein beliebiges anderes Strahlungsrohr einer beliebigen Form, bzw. auch auf ein beliebiges Strahlungselement unabhängig von der Art der Beheizung anwendbar, bei dem das Gebläsesystem an die Form der Reflektoren angepaßt ist.


Anspruch[de]

1. Heizgerät mit mindestens einem Strahlungselement (1), das unter einem Reflektor (2) angeordnet ist, und mit einer Luftfördervorrichtung (9) mit einem Verteilerrohr (10), einer Vielzahl entlang des Verteilerrohres (10) verteilter Gebläsedüsen (14), die sich in der Nachbarschaft des Strahlungselementes (1) durch den Reflektor (2) erstrekken, und mit einem Druckventilator (13), der an einem Ende des Verteilerrohres (10) oberhalb des Reflektors (2) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (2) für jede Düse (14) eine Buchse (6) hat, in der die jeweilige Düse (14) mit Spiel derart aufgenommen ist, daß sie einen ringförmigen Luftdurchtrittskanal (15) bildet, der von der Oberseite des Reflektors (2) ausgeht und unter dem Reflektor jenseits des Strahlungselementes (1) endet.

2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlungseleinent (1) ein haarnadelförmig gebogenes Rohr mit zwei Schenkeln (la, lb) ist, wobei die Buchsen (6) zwischen den beiden Schenkeln des Strahlungselementes (1) angeordnet sind.

3. Gerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftverteilerrohr (10) vom Reflektor (2) beabstandet ist.







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