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Dokumentenidentifikation DE19650845A1 28.05.1998
Titel Sicherheitssystem für Produktbestrahlungsanlagen
Anmelder Gamma-Service Produktbestrahlung GmbH, 04347 Leipzig, DE
Erfinder Hübner, Gerhard, Dipl.-Biol. Dr.habil., 04451 Panitzsch, DE;
Zeising, Manfred, Dipl.-Ing., 06116 Halle, DE
Vertreter Patentanwälte Gulde Hengelhaupt Ziebig, 10785 Berlin
DE-Anmeldedatum 27.11.1996
DE-Aktenzeichen 19650845
Offenlegungstag 28.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.05.1998
IPC-Hauptklasse G21K 5/00
IPC-Nebenklasse B65B 55/08   B65B 55/16   B01J 19/12   G01B 13/00   G01B 7/00   
IPC additional class // B65G 49/00  
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt ein Sicherheitssystem für Produktbestrahlungsanlagen, in welchen die zu bestrahlenden Produkte in Transportwagen über ein Fördersystem an in einem Bestrahlungsraum angeordneten Strahlenquellen vorbeitransportiert werden. Die Erfindung ist anwendbar insbesondere zur Erhöhung der Sicherheit bei der Bestrahlung verschiedenster Produkte mit energiereicher Gammastrahlung, beispielsweise medizinischer Artikel, Verpackungsmaterialien und Kunststoffen.
Das erfindungsgemäße Sicherheitssystem ist dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenquellen in Quellenrahmen 2 positioniert sind, welche von einem Quellenkorb 3 umschlossen werden, um welchen herum ein geschlossener Schacht 4 ausgeführt ist und die Transportwagen 1 allseitig geschlossene Seiten 1a, 1b, 1c und 1d aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitssystem für Produktbestrahlungsanlagen und ist anwendbar insbesondere zur Erhöhung der Sicherheit bei der Bestrahlung verschiedenster Produkte mit energiereicher Gammastrahlung, beispielsweise medizinischer Artikel, Verpackungsmaterialien und Kunststoffen.

Es ist bekannt, in stationären Bestrahlungsanlagen Produkte einer energiereichen Strahlung zum Zwecke der Sterilisation auszusetzen. Die Zuführung und Entnahme der Produkte kann dabei sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich im Durchlaufverfahren erfolgen.

Die Produkte werden zum Teil in Kartons, auf speziellen Gestellen oder auf Paletten angeordnet transportiert.

Nachteilig bei den bekannten Lösungen ist, daß nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen wird, daß die zu bestrahlenden Produkte mit den Strahlenquellen in Berührung kommen können oder sogar Strahlenquellen auf das Bestrahlungsgut fallen können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitssystem für Produktbestrahlungsanlagen zu schaffen, welches einen effektiven und sicheren kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Durchlauf ermöglicht, einfach und wirtschaftlich herstellbar ist und zuverlässig einen direkten Kontakt zwischen Strahlenquellen und Bestrahlungsgut verhindert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das zu bestrahlende Gut ohne direkten Kontakt zu den Strahlenquellen effektiv und zuverlässig gesteuert durch den Bestrahlungsraum transportiert wird, indem die Strahlenquellen in Quellenrahmen positioniert sind, welche von einem Quellenkorb umschlossen werden, um welchen herum ein geschlossener Schacht ausgeführt ist und die Transportwagen allseitig geschlossene Seiten aufweisen.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Transportwagen Sicherheitstüren aufweisen, welche nur außerhalb des Bestrahlungsraumes geöffnet werden können, wobei die Sicherheitstür nach oben aufgezogen wird.

Die Erfindung soll nachstehend anhand von zumindest teilweise in der Figur dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutern werden. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der Anordnung der Strahlenquellen und des Bestrahlungsgutes;

Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Quellenkorb 3 eine Profilstahlkonstruktion aus Edelstahl. In dem Quellenkorb 3 sind Quellenrahmen 2 zur Aufnahme der Strahlenquellen angeordnet. Die Strahlenquellen können direkt oder in Kassetten in dem Quellenrahmen eingesetzt sein.

Die Kassetten bzw. Quellen sind in dem Quellenrahmen 2 mechanisch gesichert. Die Ver-/Entriegelung der Sicherung, das Handling der Kassetten/Quellen und das Be-/Entladen der Quellenrahmen 2 erfolgt in der sicheren Endlage des Quellenkorbes 3 im Wasserbecken durch geeignete Manipulatoren von oben.

In der sicheren unteren Endlage wird der Quellenkorb 3 durch getrennt wirkende Signalisierungen an jeder Seite lageüberwacht.

Der Quellenkorb 3 wird durch einen Hydraulikzylinder mit einem Hubseil aus Edelstahl an Seilführungen angehoben bzw. abgesenkt.

Die Anordnung der Strahlenquellen im Quellenrahmen 2 wird nach einem vorher berechneten, optimierten Schema vorgenommen.

Um den Quellenrahmen 2 im Quellenkorb 3 ist ein Schacht 4 als Blechkonstruktion ausgeführt, der einen Kontakt zwischen den Strahlenquellen und Bestrahlungsgut sicher verhindert.

Stirnseitig ist der Schacht 4 mit je einem Absaugkanal 5 verschlossen.

Das Bestrahlungsgut ist in geschlossenen Transportwagen 1 untergebracht. Die Transportwagentür kann nur zum Be- und Entladen außerhalb des Bestrahlungsraumes durch nach oben ziehen geöffnet werden.

Ein Kontakt des Bestrahlungsgutes mit dem Quellenrahmen 2 ist somit nicht möglich.

Die Transportwagen 1 werden an einer Förderbahn 6 mit einem Power- und Free-Förderer transportiert. Am Boden laufen die Wagen 1 in einer Bodenführung.

Dieses Sicherheitssystem verhindert mit mehrfacher Sicherheit einen direkten Kontakt zwischen Bestrahlungsgut und Strahlenquellen.

Die obere Lage des Quellenkorbes 3 wird außerhalb des Wasserbeckens durch pneumatische Schranken, also Luftsensoren signalisiert. Dabei wird ein ständiger Luftstrom durch eine Fahne am Quellenkorb 3 unterbrochen. Außerhalb des Bestrahlungsraumes wird diese Unterbrechung des Luftstromes in ein elektrisch auswertbares Signal umgewandelt und verarbeitet.

Neben diesen direkt wirkenden Endlagenschaltern erfolgt eine indirekte Überwachung der Stellung des Quellenkorbes am hydraulischen Hubsystem.

Die Außerbetriebsetzung oder Unterbrechung der Bestrahlung kann zu jeden beliebigen Zeitpunkt von Hand erfolgen. Im Störungsfall der technologischen Anlage erfolgt das Absenken des Quellenkorbes 3 und der Stopp des Hängeförderers automatisch.

Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist es möglich, durch Kombination der genannten Mittel und Merkmale weitere Ausführungsvarianten zu realisieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherheitssystem für Produktbestrahlungsanlagen, in welchen die zu bestrahlenden Produkte in Transportwagen über ein Fördersystem an in einem Bestrahlungsraum angeordneten Strahlenquellen vorbeitransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenquellen in Quellenrahmen (2) positioniert sind, welche von einem Quellenkorb (3) umschlossen werden, um welchen herum ein geschlossener Schacht (4) ausgeführt ist und die Transportwagen (1) allseitig geschlossene Seiten (1a, 1b, 1c und 1d) aufweisen.
  2. 2. Sicherheitssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportwagen (1) Sicherheitstüren aufweisen, welche nur außerhalb des Bestrahlungsraumes geöffnet werden können.
  3. 3. Sicherheitssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitstür nach oben aufgezogen wird.
  4. 4. Sicherheitssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Quellenrahmen (2), Quellenkorb (3), Schacht (4) und Transportwagenseiten (1a, 1b, 1c und 1d) Stahlkonstruktionen sind.
  5. 5. Sicherheitssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlenquellen im Quellenrahmen mechanisch gesichert sind.
  6. 6. Sicherheitssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht (4) mit je einem Absaugkanal (5) verschlossen ist.






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