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Dokumentenidentifikation DE19650601A1 10.06.1998
Titel Anschlußkörper für druckmittelleitende Steckverbindungen
Anmelder A. Raymond & Cie, Grenoble, FR
Erfinder Hänsel, Mathias, 79595 Rümmingen, DE;
Herberg, Udo, 79540 Lörrach, DE;
Trede, Michael, Rixheim, FR
Vertreter Kirchgaeßer, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 79588 Efringen-Kirchen
DE-Anmeldedatum 06.12.1996
DE-Aktenzeichen 19650601
Offenlegungstag 10.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1998
IPC-Hauptklasse F16L 33/18
IPC-Nebenklasse F16L 37/084   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Anschlußkörper für druckmittelleitende Steckverbindungen, und insbesondere auf einen am Verbindungsstück angeformten Rohr- oder Schlauchstutzen, welcher in das Anschlußende eines Rohres oder Schlauches aus halbflexiblen Kunststoff einsteckbar ist.

Derartige Schlauchstutzen weisen üblicherweise an ihrem freien Ende eine sich konisch erweiternde Aufsteckfase sowie einen daran anschließenden zylindrischen Schaft mit mehreren kegelstumpfartigen Erweiterungen auf und besitzen am Ende des Einsteckbereichs einen sich ringförmig erweiternden Anschlagflansch. Der Schaftdurchmesser ist hierbei geringfügig größer als der Innendurchmesser des Druckmittelschlauchs, so daß das elastisch aufweitbare Rohr nach dem Aufstecken auf den Stutzen eng am Schaft anliegt und die kegelstumpfartigen Erweiterungen sich in die Innenwand des Schlauches etwas eingraben (DE 44 13 346 C2).

Um einen absolut dichten Sitz des Rohres auf dem Anschlußkörper zu gewährleisten, werden in der Praxis in zunehmendem Maße solche Schlauchstutzen verwendet, bei welchen sich auf der Rückseite der ersten kegelstumpfartigen Erweiterung eine konische Verjüngung anschließt und zwischen Erweiterung und Verjüngung eine umlaufende Rille vorgesehen ist, in welchem ein im Querschnitt runder Dichtungsring eingebettet ist. Hierbei kommt es für einen einwandfreien Sitz des Rohrendes auf dem Stutzen in erster Linie darauf an, daß die kegelstumpfartige Erweiterung so ausgebildet und zum Dichtungsring ausgerichtet ist, daß das aufzuschiebende Rohrende über den Dichtungsring hinweggeführt wird, ohne diesen zu belasten oder gar mit der scharfen Vorderkante zu beschädigen.

Durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung wird auf einfache Weise erreicht, daß die Mantelfläche M der kegelstumpfartigen Erweiterung praktisch wie eine Rampe wirkt, die dafür sorgt daß der Rohrmantel beim Aufstecken über den Dichtungsring hinweggehoben wird, ohne diesen mit der Vorderkante zu beschädigen.

Hierbei ist es nach einem weiteren Merkmal der Erfindung zum Aufstecken des Rohr- oder Schlauchendes besonders vorteilhaft, wenn die Länge des Schaftbereichs bis zur ersten Erweiterung etwa dem Schaftdurchmesser entspricht. Dadurch wird einerseits eine gute Abstützwirkung auf dem zylindrischen Schaftbereich erreicht und andererseits verhindert, daß der durch die Steckverbindung fließende Kraftstoff an den Dichtungsring herankommt, damit dieser nicht mit der Zeit vom dem bekanntlich aggressiven Kraftstoff angefressen werden kann.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. Es zeigt

Fig. 1 ein Verbindungsstück mit angeformten Schlauchstutzen und den zugehörigen Druckmittelschlauch vor dem Aufstecken,

Fig. 2 das gleiche Bild mit auf den Stutzen aufgestecktem Schlauch und

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Schlauchstutzens im Längsschnitt.

Der in Fig. 1 mit 2 bezeichnete Schlauchstutzen ist mit dem Verbindungsstück 1 einer Steckverbindung einstückig verbunden und dazu bestimmt, in das Anschlußende eines halbflexiblen Kunststoffrohres 3 eingesteckt und mit diesem 100%ig dicht verbunden zu werden. Der Stutzen 2 besitzt zu diesem Zweck an seinem freien Ende eine sich konisch erweiternde Aufsteckfase 4 und daran anschließend einen zylindrischen Schaft 5 mit mehreren kegelstumpfartigen Erweiterungen 6 und 7 und schließt am Ende des Einsteckbereichs E mit einem ringförmigen Anschlagflansch 8 ab.

Auf der Rückseite der kegelstumpfartigen Erweiterung 6 schließt sich eine konische Verjüngung 9 an. Am Übergang von der Erweiterung 6 zu der Verjüngung 9 befindet sich eine Rille 10 zur Aufnahme und Einbettung eines im Querschnitt runden Dichtungsrings 11, welcher üblicherweise aus einem gummiartigen Material hergestellt ist.

Die Aufsteckfase 4 hat an ihrer Stirnseite einen Durchmesser F, der geringfügig größer ist als der Innendurchmesser s des Kunststoffrohres 3, so daß dieses sich beim Aufstecken auf den Stutzen 2 in Pfeilrichtung P bis auf den Schaftdurchmesser S aufweiten muß. Der sich bis zur ersten Erweiterung 6 erstreckende Schaftbereich 5 sollte sehr glatt sein und eine Länge L haben, welche etwa dem Schaftdurchmesser S entspricht.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich, besitzt die Mantelfläche M1 der kegelstumpfartigen Erweiterung 6 einen Öffnungswinkel α, welcher mindestens um 40° vorzugsweise um 45° ansteigt und in einem geringen Sicherheitsabstand a am Außenmantel 14 des Dichtungsrings 11 vorbeigerichtet ist. Unmittelbar vor der Rille 10 weist die Erweiterung 6 einen zylindrisch abgeflachten Bereich 12 auf, dessen Außendurchmesser A etwas kleiner ist als der Außendurchmesser d des Dichtungsrings 11. Dagegen weist die Mantelfläche M2 der nachfolgenden Verjüngung 9 einen deutlich flacheren Winkel β auf, welcher bei etwa 20° bis 30° liegt und in seiner rückwärtigen Verlängerung den Außenmantel 14 des Dichtungsringes 11 tangiert oder sogar leicht anschneidet. Auch besitzt die konische Verjüngung 9 unmittelbar hinter der Rille 10 eine abgerundete Kante 13, deren Außendurchmesser B vorzugsweise um etwa 0,2 bis 0,4 mm kleiner ist als der Außendurchmesser A des abgeflachten Bereichs 12.

Durch die vorgenannte Geometrie der Erweiterung 6 und Verjüngung 9 werden besonders günstige Bedingungen geschaffen, um das Anschlußende des Kunststoffschlauchs 3, wie aus Fig. 2 ersichtlich, mit einer nicht gezeigten Montagevorrichtung über den Dichtungsring 11 und die nachfolgende Erweiterung 7 bis zum Anschlagflansch 8 zu schieben.

Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Geometrie des Schlauchstutzens 2 in gleicher Weise für das in der Zeichnung nicht dargestellte Einsteckteil verwendet werden kann, welches bei der eingangs erwähnten Steckverbindung mit dem Verbindungsstück 1 zusammenwirkt.

Bezugszeichenliste

1 Verbindungsstück

2 Schlauchstutzen

3 Kunststoffrohr

4 Aufsteckfase

5 zylindrischer Schaft

6 kegelstumpfartige Erweiterung

7 kegelstumpfartige Erweiterung

8 Anschlagflansch

9 konische Verjüngung

10 Rille

11 Dichtungsring

12 abgeflachter Bereich von 6

13 abgerundete Kante von 9

14 Außenmantel

A Außendurchmesser von 12

E Einsteckbereich

F Durchmesser der Fase 4

L Schaftlänge

M1 Mantelfläche von 6

M2 Mantelfläche von 9

P Pfeilrichtung

S Schaftdurchmesser

a Sicherheitsabstand

d Außendurchmesser des Dichtungsrings 11

s Innendurchmesser des Rohres 3

αÖffnungswinkel von M1

β Neigungswinkel von M2


Anspruch[de]
  1. 1. Anschlußkörper für druckmittelleitende Steckverbindungen, bestehend aus einem am Verbindungsstück (1) angeformten, in das Anschlußende eines flexiblen Druckmittelschlauches (3) einsteckbaren Schlauchstutzen (2), welcher an seinem freien Ende eine sich konisch erweiternde Aufsteckfase (4) und daran anschließend einen zylindrischen Schaft (5) mit mehreren, kegelstumpfartigen Erweiterungen (6) und (7) sowie am Ende des Einsteckbereichs E einen ringförmigen Anschlagflansch (8) aufweist, wobei sich auf der Rückseite der ersten kegelstumpfartigen Erweiterung (6) eine konische Verjüngung (9) anschließt, und zwischen der Erweiterung (6) und der Verjüngung (9) eine umlaufende Rille (10) vorgesehen ist, in welche ein im Querschnitt runder Dichtungsring (11) eingebettet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelfläche M1 der ersten kegelstumpfartigen Erweiterung (6) einen Öffnungswinkel α von ca. 45° aufweist und in einem geringen Sicherheitsabstand (a) am Außenmantel (14) des Dichtungsrings (11) vorbeigerichtet ist, während die Mantelfläche M2 der nachfolgenden Verjüngung (9) einen deutlich flacheren Winkel β von etwa 20 bis 30° besitzt und in seiner rückwärtigen Verlängerung den Außenmantel (14) tangiert.
  2. 2. Anschlußkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge L des zylindrischen Schaftbereichs (5) zwischen der Aufsteckfase (4) und der ersten Erweiterung (6) etwa dem Schaftdurchmesser S entspricht.
  3. 3. Anschlußkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste kegelstumpfartige Erweiterung (6) unmittelbar vor der Rille (10) einen zylindrisch abgeflachten Bereich (12) aufweist und dieser Bereich (12) einen gegenüber dem Außendurchmesser d des Dichtungsrings (11) geringeren Außendurchmesser A aufweist.
  4. 4. Anschlußkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konische Verjüngung (9) unmittelbar hinter der Rille (10) eine abgerundete Kante (13) aufweist, deren Außendurchmesser B um 0,2 bis 0,4 mm kleiner ist als der Außendurchmesser A des abgeflachten Bereichs (12).






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