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Dokumentenidentifikation DE19650731A1 10.06.1998
Titel Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine
Anmelder INA Wälzlager Schaeffler oHG, 91074 Herzogenaurach, DE
Erfinder Meisel, Harald, 91083 Baiersdorf, DE
DE-Anmeldedatum 06.12.1996
DE-Aktenzeichen 19650731
Offenlegungstag 10.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1998
IPC-Hauptklasse F16C 19/24
IPC-Nebenklasse F16C 33/78   D03C 1/14   
Zusammenfassung Ein Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine weist zwei ineinander angeordnete Ringe (1, 2) auf, an deren einander zugewandten Laufbahnen (4, 5) Rollen (3) abwälzen. Der eine Ring (1) ist an seinen beiden Stirnseiten mit je einer Ausnehmung (6) versehen, in die je eine zum seitlichen Führen der Rollen (3) vorgesehene Bordscheibe (7) eingreift. Zur Vergrößerung der Steifigkeit der Bordscheibe (7) wird vorgeschlagen, daß die Bordscheibe (5) mit einer umlaufenden Stufe (8, 19) versehen ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Wälzlager, insbesondere in den Gelenkstellen von Schafthebeln einer Textilmaschine. Bei einer Fachbildevorrichtung einer Schaftmaschine beispielsweise werden oszillierende Bewegungen über Schafthebel übertragen. Gelenkstellen dieser Schafthebel sind mit Wälzlagern ausgerüstet, wobei die beiden Ringe des Wälzlagers lediglich Schwenkbewegungen in einem begrenzten Winkel zueinander verrichten.

Hintergrund der Erfindung

Aus der EP-A 0 602 711 beispielsweise ist ein Schafthebellager bekannt, zwischen dessen beiden ineinander angeordneten Ringen zylindrische Wälzkörper vorgesehen sind, die aneinander zugewandten Laufbahnen der Ringe abwälzen, wobei der Innenring an seinen beiden Stirnseiten mit je einer koaxialen kreisringförmigen Ausnehmung versehen ist, in die je eine zum seitlichen Führen der Wälzkörper vorgesehene Bordscheibe eingreift. Diese unter Umständen dünnwandigen Bordscheiben werden dann in unerwünschtem Umfang verformt, wenn im Betrieb die Wälzkörper axial gegen die Bordscheiben stoßen und dabei Axialkräfte übertragen.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Wälzlager nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1 derart weiterzubilden, daß eine Vergrößerung der Steifigkeit der Bordscheiben gewährleistet ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bordscheibe mit einer umlaufenden Stufe versehen ist. Zunächst einmal ist durch diese Maßnahme sichergestellt, daß auch bei dünnwandig ausgeführten Bordscheiben keine unerwünscht hohe Verformung der Bordscheibe eintritt. Diese Stufe bietet im Zusammenspiel mit erfindungsgemäßen Weiterbildungen weitere Vorteile, die weiter unten ausgeführt sind.

Eine erfindungsgemäße Weiterbildung sieht vor, daß die Stufe radial außen in einen Kreisring übergeht, der in die vorzugsweise kreiszylindrische Ausnehmung eingreift. Diese Stufe läßt sich fertigungstechnisch einfach, vorzugsweise im Tiefziehverfahren an der Bordscheibe herstellen. Wenn die Stufe radial außerhalb der Laufbahn des Außenringes angeordnet ist, und der Kreisring in die als Ringnut ausgebildete Ausnehmung eingreift, hat die axiale Tiefe der Ringnut keinerlei Auswirkung auf die mögliche Breite der Laufbahn des Außenrings. In vorteilhafter Weise kann eine hohe axiale Tiefe der Ringnut vorgesehen werden, wobei in diese Ringnut Vorsprünge des einen Ringes hineinragen, die den Kreisring bzw. die Bordscheibe an seiner von den Wälzkörpern abgewandten Stirnseite überlappen. Die Bordscheibe ist in dem Fall zwischen dem Boden der Ringnut und den Vorsprüngen einwandfrei fixiert. Die Vorsprünge können beispielsweise durch stirnseitig an dem Ring vorgesehene Eindrückungen gebildet sein.

Wenn die Stufe radial innerhalb der Laufbahn des Außenringes angeordnet ist, stellt sich ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Wälzlagers insbesondere hinsichtlich einer einwandfreien Schmierung ein. Der in die Ausnehmung des Außenringes eingreifende Kreisring der Bordscheibe ragt in den von den beiden Ringen begrenzten Ringraum hinein, und ist zur axialen Führung der Wälzkörper vorgesehen. Die Stufe ist radial innerhalb dieses Ringraumes derart an der Bordscheibe ausgebildet, daß zwischen der Bordscheibe und den Wälzkörpern ein umlaufender Schmierkanal für Schmiermittel gebildet ist. Wenn beispielsweise der Außenring mit einer zentralen Schmieröffnung versehen ist, gelangt das zugeführte Schmiermittel in den von den Ringen begrenzten Ringraum, und von dort in den seitlichen Schmierkanal. Von dort wird das Schmiermittel über den Umfang verteilt, wobei eine einwandfreie Schmierung des Wälzlagers gewährleistet ist. Eine Schmieröffnung im Außen- oder Innenring allein gewährleistet keine ausreichende Schmierung; das über die Schmieröffnung eingebrachte Schmiermittel, vorzugsweise Schmierfett, gelangt lediglich über einen kleinen Teil des Umfangs zu den Wälzkörpern bzw. zu den Laufbahnen, weil Innen- und Außenring lediglich Schwenkbewegungen zueinander durchführen. Das Schmiermittel kann deshalb ohne den erfindungsgemäßen Schmierkanal nicht bzw. nur unzureichend über den Umfang verteilt werden.

Die Bordscheibe kann mit einer weiteren Stufe derart versehen sein, daß eine ringförmig geschlossene Sicke gebildet ist, die den Schmierkanal bildet.

Nachstehend wird die Erfindung anhand von drei in vier Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt im Längsschnitt ein erfindungsgemäßes Wälzlager,

Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt des Wälzlagers aus Fig. 1 in der Ansicht,

Fig. 3 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälzlager und

Fig. 4 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälzlager.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Zwischen einem Außenring 1 und einem Innenring 2 des in Fig. 1 dargestellten Wälzlagers sind Rollen 3 angeordnet, die an einander zugewandten Laufbahnen 4, 5 des Außen- und des Innenringes 1, 2 abwälzen. Der Außenring ist an seinen beiden Stirnseiten je mit einer umlaufenden Ringnut 6 versehen. Zu beiden Seiten des Wälzlagers ist je eine Bordscheibe 7 angeordnet, deren umlaufende Stufe 8 radial außen in einen zu der Bordscheibe 7 parallelen Kreisring 9 übergeht, der in die Ringnut 6 eingreift, und am Boden 10 der Ringnut 6 axial gestützt ist. An seiner von dem Boden 10 abgewandten Stirnseite ist der Kreisring 9 an einer zu einem radialen Vorsprung 11a, 11b geformten Eindrückung abgestützt, die stirnseitig an dem Außenring 1 vorgenommen wurde. Diese Eindrückung 11a kann - wie an der linken Stirnseite angedeutet - umlaufend ausgebildet sein, es ist aber auch möglich, mehrere über den Umfang verteilt angeordnete punktuelle Eindrückungen 11b vorzunehmen, wie es an der rechten Stirnseite angedeutet ist.

Die Bordscheiben 7 überdecken einen durch die beiden Ringe 1, 2 gebildeten Ringraum 12, wobei die beiden Bordscheiben 7 je in eine stirnseitig am Innenumfang des Innenringes 2 ausgebildete, kreisringförmige Ausnehmung 13 eingreifen. Die kreisringförmigen Ausnehmungen 13 sind vom Außenumfang des Innenringes 2 begrenzt.

Weiterhin sind Schafthebelarme 14 eines nicht weiter dargestellten Schafthebels angedeutet, die das Wälzlager übergreifen, wobei die Enden der Schafthebelarme 14 je in eine Kegelbohrung 15 des Innenringes 2 eingreifen, wobei eine reibschlüssige Verbindung zwischen den Schafthebelarmen 14 und dem Innenring 2 mittels einer nicht dargestellten Schraubverbindung hergestellt wird.

Fig. 2 zeigt die unterschiedlichen Eindrückungen 11a, 11b in der Seitenansicht. Die Eindrückung 11a ist ringverstemmt, und die Eindrückungen 11b sind partiell über den Umfang verteilt angeordnet.

Fig. 3 zeigt im Längsschnitt ein weiteres erfindungsgemäßes Wälzlager, das sich von dem aus der Fig. 2 im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß der Außenring 1 mit einer kreiszylindrischen Ausnehmung 16 versehen ist, in die der Kreisring 9 der Bordscheibe 7 eingreift. Die Stufe 8 ist radial innerhalb der Laufbahn 4 des Außenringes 1 angeordnet. Die Wälzkörper 3 sind axial in beiden Richtungen an den beiden Kreisringen 9 der Bordscheiben 7 geführt. Radial innerhalb der Stufe 8 ist zwischen den Rollen 3 und der Bordscheibe 7 auf beiden Seiten der Rollen 3 ein umlaufender Schmierkanal 17 gebildet. Das Schmiermittel gelangt durch eine im Außenring 1 vorgesehene zentrale Schmierbohrung 18 in den von den Ringen 1 und 2 begrenzten Ringraum, wobei das Schmiermittel aus dem Ringraum 12 in den Schmierkanal 17 gelangt. Das Schmiermittel verteilt sich über den gesamten Umfang der Schmierkanäle 17 und gelangt von dort an die Laufbahnen 4, 5 bzw. zwischen einander benachbarte Rollen 3.

Das in der Fig. 4 dargestellte erfindungsgemäße Wälzlager unterscheidet sich von dem aus der Fig. 3 im wesentlichen durch eine weitere Stufe 19, wobei mit den beiden Stufen 8, 19 eine ringförmig geschlossene Sicke 20 geschaffen ist, die den Schmierkanal 17 bildet.

Bezugszeichenliste

1 Außenring

2 Innenring

3 Rollen

4 Laufbahn

5 Laufbahn

6 Ringnut

7 Bordscheibe

8 Stufe

9 Kreisring

10 Boden

11a Eindrückung

11b Eindrückung

12 Ringraum

13 ringförmige Ausnehmung

14 Schafthebelarm

15 Kegelbohrung

16 kreisringförmige Ausnehmung

17 Schmierkanal

18 Schmierbohrung

19 Stufe

20 Sicke


Anspruch[de]
  1. 1. Wälzlager, insbesondere für die Lagerung eines Schafthebels einer Textilmaschine, mit zwischen zwei ineinander angeordneten Ringen (1, 2) vorgesehenen zylindrischen Wälzkörpern (3), die aneinander zugewandten Laufbahnen (4, 5) der Ringe (1, 2) abwälzen, wobei der eine Ring (1) an seinen beiden Stirnseiten mit je einer Ausnehmung (6, 16) versehen ist, in die je eine zum seitlichen Führen der Wälzkörper (3) vorgesehene Bordscheibe (7) eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß die Bordscheibe (7) mit einer umlaufenden Stufe (8, 19) versehen ist.
  2. 2. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8) radial außen in einen Kreisring (9) übergeht, der in die Ausnehmung (6, 16) eingreift.
  3. 3. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8) radial außerhalb der Laufbahn (4) des Außenringes (1) angeordnet ist, wobei der Kreisring (9) in die als Ringnut (6) ausgebildete Ausnehmung eingreift.
  4. 4. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisring (9) an der von den Wälzkörpern (3) abgewandten Stirnseite von einem radialen Vorsprung (11a, 11b) des einen Ringes (1) hintergriffen wird.
  5. 5. Wälzlager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung durch eine stirnseitig an dem Ring (1) vorgesehene Eindrückung (11a, 11b) gebildet ist.
  6. 6. Wälzlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufe (8, 19) radial innerhalb der Laufbahn (4) des Außenringes (1) angeordnet ist, wobei der Kreisring (9) zur axialen Führung der Wälzkörper (3) vorgesehen ist, und wobei radial innerhalb der Stufe (8) zwischen der Bordscheibe (7) und den Wälzkörpern (3) ein umlaufender Schmierkanal (17) für Schmiermittel vorgesehen ist.
  7. 7. Wälzlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bordscheibe (7) eine weitere Stufe (19) derart vorgesehen ist, daß eine den Schmierkanal (17) bildende, ringförmig geschlossene Sicke (20) geschaffen ist.






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