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Dokumentenidentifikation DE19652782A1 25.06.1998
Titel Dichtung für Ölkühler in einem Wasserkasten
Anmelder Valeo GmbH, 70597 Stuttgart, DE
Erfinder Weiß, Martin, 70563 Stuttgart, DE;
Manger, Georg, 70794 Filderstadt, DE;
Rühle, Ivonne, 70597 Stuttgart, DE;
Zeyen, Michael, 70771 Leinfelden-Echterdingen, DE
Vertreter Cohausz Hannig Dawidowicz & Partner, 40237 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 19.12.1996
DE-Aktenzeichen 19652782
Offenlegungstag 25.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.06.1998
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
IPC-Nebenklasse F01M 5/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Dichtung für einen in dem Wasserkasten eines Kühlers angeordneten Ölkühler mit einem in den Ölkühler einschraubbaren Anschlußstutzen für die Zu- oder Ableitung des Öls, mit einem ersten Dichtring zwischen dem Anschlußstutzen und dem Ölkühler und mit einem zweiten Dichtring zur Abdichtung des Wasserkastens, wobei der erste Dichtring mit dem zweiten Dichtring einstückig ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dichtung für einen in dem Wasserkasten eines Kühlers angeordneten Ölkühler mit einem in den Ölkühler einschraubbaren Anschlußstutzen für die Zu- oder Ableitung des Öls, mit einem ersten Dichtring zwischen dem Anschlußstutzen und dem Ölkühler und mit einem zweiten Dichtring zur Abdichtung des Wasserkastens.

Aus der FR 2549593 ist eine solche Dichtung für einen Ölkühler bekannt. Derartige Ölkühler, insbesondere Getriebeölkühler, werden in dem Wasserkasten des Kühlers eines Kraftfahrzeugs vom Kühlwasser umströmt, wodurch sich das in dem Ölkühler fließende Öl abkühlt. Dabei ist nicht nur eine Abdichtung sowohl des Wassers als auch des Öls gegenüber der Umgebung erforderlich, sondern es muß auch eine zuverlässige Abdichtung zwischen den Medien Wasser und Öl gegeben sein, da Kühlwasser im Getriebeölkreislauf zur Zerstörung des Getriebes führt.

Um die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Dichtung auf möglichst einfache Weise zu erfüllen werden dort, wo es konstruktiv möglich ist, die Ölkühler einstückig mit einem festen Anschlußstutzen ausgeführt, der durch eine entsprechende Bohrung im Wasserkasten geführt und außen verschraubt wird. In diesem Fall übernimmt ein einfacher O-Ring die Abdichtungsfunktion zwischen dem Kühlwasser und der Umgebung. Ein Kontakt zwischen den Medien Öl und Kühlwasser ist dabei durch den fest angeformten Anschlußstutzen sicher ausgeschlossen.

Oftmals muß der Ölkühler jedoch aufgrund der geringen Innenabmessungen des Wasserkastens ohne fest angeformten Anschlußstutzen ausgeführt werden, damit er in den Wasserkasten eingeschoben werden kann. In diesem Fall weist der Ölkühler ein Innengewinde auf, in das ein von außen durch eine entsprechende Bohrung im Wasserkasten geführter Anschlußstutzen eingeschraubt werden kann. Dabei müssen, wie in der FR 2549593 gezeigt, zwei Dichtringe vorgesehen werden, um die oben genannten Dichtfunktionen übernehmen zu können.

Diese Anordnung von zwei getrennten Dichtringen bedeutet einen erhöhten Montageaufwand und birgt die Gefahr, daß sich ein Dichtring, insbesondere der innere, zwischen dem Anschlußstutzen und dem Ölkühler angeordnete Dichtring nicht exakt in die entsprechende Nut legt, sondern verkanntet oder verklemmt, da er während der Montage optisch nicht kontrolliert werden kann. Nachteilig ist neben der langen Montagedauer auch, daß für jeden Dichtring jeweils die vorgegebenen Toleranzen einzuhalten sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine konstruktiv einfache und preiswert herzustellende Dichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die unempfindlich gegen Toleranzen ist und bei dauerhaft sicherer Abdichtung einfach und schnell zu montieren ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der erste Dichtring mit dem zweiten Dichtring einstückig ausgebildet ist.

Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei einfacher Konstruktion eine einfache, schnelle und somit preisgünstige Montage ermöglicht wird. Die erfindungsgemäße Dichtung gewährleistet dauerhaft eine sichere Abdichtung sowohl zwischen den Medien Öl und Wasser als auch zwischen den Medien und der Umgebung. Dabei brauchen für beide Dichtfunktionen nur wenige Toleranzen für ein einziges Dichtungsteil eingehalten zu werden, das darüber hinaus preiswert in der Herstellung ist. Ein Verkannten oder Verklemmen eines Dichtringes ist ausgeschlossen, da die Montage nur eines Dichtungsteils auch optisch leicht kontrollierbar ist.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der erste Dichtring mit dem zweiten Dichtring über eine Scheibe verbunden, wobei die Dichtringe an einer oder beiden Stirnseite(n) der Scheibe angeformt sein können. Dabei kann die Scheibe vorzugsweise aus dem gleichen Material wie die Dichtringe gefertigt sein, was eine besonders einfache und schnelle und somit preisgünstige Herstellung gewährleistet.

In eine vorzugsweise in einer Stirnfläche eines Flansches des Anschlußstutzens vorgesehene ringförmige Nut kann die Scheibe mit den beiden daran angeordneten Dichtringen in einem einzigen Positionierungsvorgang einfach und sicher eingelegt werden. Dabei werden zusammen mit der Scheibe beide Dichtringe automatisch in die richtige Position gebracht und ein Verkannten oder Verklemmen eines oder beider Dichtringe wird verhindert. Der Montagevorgang ist auch optisch gut zu kontrollieren und schnell durchführbar.

Wenn der zweite Dichtring zwischen dem Anschlußstutzen und dem Wasserkasten angeordnet ist, wird auf einfache Weise eine Abdichtung zwischen dem Kühlwasser und der Umgebung gewährleistet.

In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung ist die Scheibe in eine im Ölkühler, vorzugsweise im Anschlußflansch des Ölkühlers vorgesehene ringförmige Nut einlegbar. Dabei kann der zweite Dichtring zwischen dem Ölkühler und dem Wasserkasten angeordnet sein, um eine Abdichtung zwischen dem Kühlwasser und der Umgebung zu gewährleisten.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen.

Es zeigen:

Fig. 1 Schnittansicht einer herkömmlichen Ausführungsform der Dichtung mit zwei getrennten Dichtringen

Fig. 2 Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform der Dichtung, wobei die Dichtung in der linken Zeichnungshälfte vor der Montage und in der rechten Zeichnungshälfte im fertig montierten Zustand dargestellt ist

Fig. 3 Vergrößerte Darstellung der Dichtung aus Fig. 2.

Der in Fig. 2 senkrecht angeordnete und in einem Horizontalschnitt gezeichnete Wasserkasten 1 des Kühlers im Verbrennungsmotor eines Kraftfahrzeugs weist in einer Wandung 2 eine Bohrung 3 auf, in die ein am Flansch 4 eines im Wasserkasten 1 angeordneten Ölkühlers 5 angeformter Vorsprung 6 eingreift. Der Vorsprung 6 ist derart ausgebildet, daß seine freie Stirnfläche 7 auf einer Ebene mit der Außenseite 8 der Wandung 2 sich befindet, wenn der Flansch 4 an der Innenseite der Wandung 2 anliegt.

In den Vorsprung 6 und den Flansch 4 hinein ist ein Anschlußstutzen 9 von außen durch die Bohrung 3 hindurch in den Ölkühler 5 einschraubbar, an den eine Zu- bzw. Ableitung für das zu kühlende Öl 10 anschließbar ist. Dabei liegt die Innenseite 11 eines vorzugsweise als Sechskant am Anschlußstutzen 9 ausgebildeten Flansches 12 sowohl der Stirnfläche, 7 des Vorsprungs 6 als auch der Außenseite 8 der Wandung 2 gegenüber.

In der Innenseite 11 des Flansches 12 ist eine ringförmige, zum Anschlußstutzen 9 konzentrische Nut 13 eingeformt, in die ein Dichtungselement 14 einlegbar ist. Das Dichtungselement 14 besteht aus einer Gummischeibe 15, an die zwei konzentrische Dichtringe 16, 17 derart angeformt sind, daß sie jeweils eine halbkreisförmige, an die Scheibe 15 angrenzende Querschnittsfläche haben.

Beim Einschrauben des Anschlußstutzens 9 in den Ölkühler 5 werden die beiden Dichtringe 16, 17 an die Stirnfläche 7 des Vorsprungs 6 bzw. an die Außenseite 8 der Wandung 2 angepreßt. Dabei dichtet der innere Dichtring 16 das Medium Öl 10 gegen das Medium Wasser 18 ab, während der äußere Dichtring 17 das Medium Wasser 18 gegen die Umgebung abdichtet.

Bei der bekannten Abdichtung durch zwei getrennte Dichtringe 19, 20 gemäß Fig. 1 dichtet der innere Dichtring 19 das Medium Öl 10 gegen die Umgebung ab, und der äußere Dichtring 20 dichtet das Medium Wasser 18 gegen die Umgebung ab.


Anspruch[de]
  1. 1. Dichtung für einen in dem Wasserkasten eines Kühlers angeordneten Ölkühler mit einem in den Ölkühler einschraubbaren Anschlußstutzen für die Zu- oder Ableitung des Öls, mit einem ersten Dichtring zwischen dem Anschlußstutzen und dem Ölkühler und mit einem zweiten Dichtring zur Abdichtung des Wasserkastens, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Dichtring (16) mit dem zweiten Dichtring (17) einstückig ausgebildet ist.
  2. 2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Dichtring (16) mit dem zweiten Dichtring (17) über eine Scheibe (15) verbunden ist.
  3. 3. Dichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtringe (16, 17) an eine aus dem gleichen Material wie die Dichtringe (16, 17) gefertigte Scheibe (15) angeformt sind.
  4. 4. Dichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (15) in eine am Anschlußstutzen (9), insbesondere an einem Flansch (12) des Anschlußstutzens (9) vorgesehene ringförmige Nut (13) einlegbar ist.
  5. 5. Dichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Dichtring (17) zwischen dem Anschlußstutzen (9) und dem Wasserkasten (1) angeordnet ist.
  6. 6. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (15) in eine am Ölkühler (5), insbesondere am Ölkühlerflansch (4) vorgesehene ringförmige Nut einlegbar ist.
  7. 7. Dichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Dichtring (17) zwischen dem Ölkühler (5) und dem Wasserkasten (1) angeordnet ist.






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