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Dokumentenidentifikation DE19648803C1 02.07.1998
Titel Einbauherd zum Einbau in eine Einbaunische einer vorgegebenen Einbaunischenbreite mit verbreiterter Aufstellfläche
Anmelder Electrolux-Juno Küchentechnik GmbH, 35745 Herborn, DE
Erfinder Lubbe, Karlheinz, Dipl.-Ing., 35745 Herborn, DE;
Müller, Erich, 35768 Siegbach, DE
Vertreter Höchtl, W., Dipl.-Ing. Univ., Pat.-Ass., 90459 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 26.11.1996
DE-Aktenzeichen 19648803
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.07.1998
IPC-Hauptklasse F24C 15/30
IPC-Nebenklasse F24C 7/00   F24C 15/00   
Zusammenfassung Der Einbauherd (2) weist eine nach außen verbreiterte Aufstellfläche auf. Dadurch wird das Aufstellen auf Aufstelleisten des Einbaumöbels erleichtert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Einbauherd zum Einbau in eine Einbaunische einer vorgegebenen Einbaunischenbreite.

Es sind elektrisch oder mit Gas beheizte Einbauherde zum Einbau in Einbaunischen einer durch Einbauküchenstandards vorgegebenen Einbaunischenbreite von beispielsweise etwa 60 cm in Deutschland bekannt, die vier Standfüße aufweisen zum Aufstellen des Herdes. Beim Einbau dieser Herde in die Nische des Einbaumöbels werden die Aufstellflächen der Standfüße auf im Bodenbereich der Nische angeordnete Aufstelleisten (Einbauleisten) aufgestellt.

Aus dem Prospekt "Siemens-Einbaugeräte 1977", S. 6 bis 9, sind Einbauherde bekannt mit einem Herdgehäuse, das zwei parallel zur Einbaurichtung verlaufende Seitenwände und einen die Seitenwände verbindenden Boden aufweist. Einer dieser bekannten Einbauherde weist im Bereich des Gehäusebodens vier Standfüße auf, die auf einen durchgehenden Boden der Einbaunische aufgestellt werden (Modell "HB 6072"), und ein weiterer Einbauherd weist eine vom Gehäuseboden gebildete, durchgehende Aufstellfläche auf, mit der der Herd auf Bodenleisten in der Einbaunische gestellt wird (z. B. Modell "HE 6003").

Aus DE-GM 70 06 947 ist ein weiterer Einbauherd mit einem Herdgehäuse, das zwei parallel zur Einbaurichtung verlaufende Seitenwände und einen die Seitenwände verbindenden Boden aufweist, bekannt. Standfüße sind in DE- GM 70 06 947 nicht offenbart.

Ein Problem bei Einbauherden mit Standfüßen bereiten die oft nicht geringen Toleranzen bei den Aufstelleisten, wodurch die Standfüße von der Leiste abrutschen können.

Gemäß der Erfindung wird dieses Problem gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Der Einbauherd zum Einbau in eine Einbaunische umfaßt

  • a) ein Herdgehäuse mit zwei in Einbaurichtung gerichteten Seitenwänden und einem die Seitenwände verbindenden Boden

    und
  • b) wenigstens ein Standelement (Aufstellelement),
    • b1) das im Bereich des Bodens des Herdgehäuses angeordnet ist und
    • b2) dessen Aufstellfläche seitlich weiter nach außen ragt als die Seitenwände des Herdgehäuses.

Da die Aufstellfläche des wenigstens einen Standelements seitlich, d. h. im wesentlichen senkrecht zu den Seitenwänden des Herdgehäuses und der Einbaurichtung des Einbauherdes und damit parallel zur Herdfront, weiter nach außen ausgebildet ist als die Seitenwände, können Toleranzen in der Breite von Aufstelleisten der Einbaunische besser ausgeglichen werden. Es steht nämlich zum-Aufstellen des Einbauherdes eine zumindest in seitlicher Richtung größere Aufstellfläche des Standelements zur Verfügung.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Einbauherdes gemäß der Erfindung ergeben sich aus den vom Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.

In einer ersten Ausführungsform ist ein einziges Standelement mit einer durchgehenden und im allgemeinen entlang des Umfangs des Gehäusebodens verlaufenden Aufstellfläche vorgesehen.

In einer zweiten Ausführungsform ist an jeder Seitenwand jeweils ein durchgehendes, in Form einer Standleiste ausgebildetes Standelement vorgesehen.

In einer vorteilhaften, dritten Ausführungsform sind wenigstens vier Standelemente (Standfüße) vorgesehen.

Wenigstens ein Standelement kann auch in Form einer Standleiste ausgebildet sein, die zumindest annähernd senkrecht zur Einbaurichtung verläuft.

Die äußersten Bereichen des wenigstens einen Standelements an verschiedenen Seitenwänden des Herdgehäuses haben vorzugsweise voneinander einen geringeren Abstand als die Einbaunischenbreite. Die Standbreite des Einbauherdes ist dann kleiner als die Einbaunischenbreite.

Der maximale Abstand der beiden Seitenwände beträgt in einer vorteilhaften Weiterbildung höchstens etwa 96% der Einbaunischenbreite der Einbaunische. Dadurch werden beim Einbau des Einbauherdes seitliche Zwischenräume zwischen den Seitenwänden des Herdgehäuses und den Seitenwänden des Einbaumöbels geschaffen. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind nun zwischen den Standelementen Luftspalte gebildet, durch die der untere Zwischenraum zwischen Gehäuseboden und Nischenboden mit den zwischen den Gehäuseseitenwänden und dem Einbaumöbel gebildeten seitlichen Zwischenräumen in Verbindung steht. Vorzugsweise sind dabei zur Bildung großer Luftspalte die Abmessungen der Standelemente in Richtung entlang der Seitenwände, d. h. in Richtung der Einbaunischentiefe (Einbaurichtung), kleiner als die Abstände zwischen unmittelbar benachbarten Standelementen. Dadurch kann im Betrieb des Einbauherdes eine natürliche Konvektion um das Herdgehäuse zur Kühlung des Einbauherdes stattfinden. Diese passive Kühlung ist im allgemeinen so wirkungsvoll, daß eine aktive Kühlung mit einem Gebläse entfallen kann. Dies verringert Kosten und Geräuschemissionen.

Für eine einfache Herstellung und Montage bildet jede Seitenwand des Herdgehäuses mit jeweils wenigstens einem Standelement eine bauliche Einheit. Insbesondere können die Seitenwand und das bzw. die zugehörigen Standelemente aus einem Blech geformt sein.

In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausführungsform sind wenigstens drei in Einbaurichtung hintereinander angeordneten Standelementen im Bereich des Bodens des Herdgehäuses und vorzugsweise im Bereich jeder Seitenwand jeweils wenigstens drei Standelemente angeordnet. Dadurch kann zur Montage oder Wartung des Einbauherdes der Einbauherd bis zu den vorletzten Standelementen herausgezogen werden, ohne nach vorne umzukippen.

Diese erhöhte Servicefreundlichkeit kann in einer ersten Weiterbildung noch gesteigert werden, indem die Standelemente so ausgebildet und angeordnet sind, daß der Schwerpunkt des Einbauherdes in einem Raumgebiet über der von den in Einbaurichtung letzten und vorletzten Standelementen begrenzten Fläche liegt und der Einbauherd auch beim Herausziehen bis zu den vorletzten Standelementen allein auf den letzten und vorletzten Standelementen fest steht. In einer weiteren servicefreundlichen Weiterbildung ist wenigstens ein Standelement kürzer ausgebildet ist als alle in Einbaurichtung weiter vorne liegenden Standelemente. Dadurch steht dieses wenigstens eine Standelement mit seiner Aufstellfläche im normal eingebauten Zustand des Einbauherdes nicht auf. Beim Herausziehen des Einbauherdes aus der Einbaunische während Wartungsarbeiten stützt sich jedoch der Einbauherd auf diesem wenigstens einen kürzeren Standelement ab.

Die Abstände zwischen den in Einbaurichtung unmittelbar aufeinanderfolgenden Standelementen können insbesondere alle wenigstens annähernd gleich sein.

Vorteilhaft ist eine wenigstens annähernd spiegelsymmetrische Anordnung der Standelemente bezüglich einer von der Einbaurichtung und einer senkrecht zum Boden des Herdgehäuses gerichteten Richtung aufgespannten Symmetrieebene.

Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnungen Bezug genommen, in denen Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung jeweils schematisch veranschaulicht sind.

Es stellen dar:

Fig. 1 eine Prinzipskizze eines in einer Einbaunische eingebauten Einbauherdes,

Fig. 2 eine Gesamtansicht eines Einbauherdes in einer perspektivischen Darstellung,

Fig. 3 eine Seitenansicht eines solchen Einbauherdes und

Fig. 4 einen horizontalen Schnitt durch einen Teil eines Einbauherdes.

Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 bis 4 mit denselben Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt einen unteren Bereich einer Einbaunische 25 mit einem bereits eingebauten Einbauherd 2. In Fig. 1 sind ein Gehäuse des Einbauherdes 2 mit 3, zwei Seitenwände dieses Herdgehäuses 3 mit 4 und 5, ein die beiden Seitenwände 4 und 5 verbindender Boden des Herdgehäuses 3 mit 6, wenigstens zwei Standelemente des Einbauherdes 2 mit 7 und 8, deren Standflächen mit 70 bzw. 80, ein Einbaumöbel mit 20 und zwei Aufstelleisten dieses Einbaumöbels 20 mit 21 und 22 bezeichnet.

Das Einbaumöbel (Herdumbauschrank) 20 weist die Einbaunische 25 auf zum Einbau des Einbauherds 2 mit einer Einbaunischenbreite B. Im Bodenbereich des Einbaumöbels 20 sind an beiden Seitenwänden jeweils eine nach innen in die Einbaunische 25 ragende Aufstelleiste 21 bzw. 22 vorgesehen, auf die die wenigstens zwei Standelemente 7 und 8 des Einbauherdes 2 mit ihren jeweiligen Aufstellflächen 70 bzw. 80 aufgestellt werden. Der seitliche Abstand der beiden Aufstelleisten 21 und 22 voneinander ist mit d bezeichnet und ist natürlich kleiner als die Einbaunischenbreite B. Das Einbaumöbel 20 weist somit keinen geschlossenen Boden auf.

Die Breite des Herdgehäuses 3, gemessen als Abstand der Außenflächen der beiden Seitenwände 4 und 5, ist mit w bezeichnet und ist-kleiner als die Einbaunischenbreite R. Die Gehäusebreite w kann insbesondere zwischen etwa 80% und etwa 96% und vorzugsweise zwischen etwa 90% und etwa 96% der Einbaunischenbreite B betragen. Bei einer in Deutschland üblichen Einbaunischenbreite B von 55,2 cm bis 56,8 cm ist der Einbauherd 2 also typischerweise zwischen etwa 44 cm und etwa 54,6 cm und vorzugsweise zwischen etwa 50 cm und etwa 54 cm breit.

Durch dieses vergleichsweise schmale Herdgehäuse 3 werden zwischen den Seitenwänden 4 und 5 des Herdgehäuses 3 und den unmittelbar gegenüberliegenden Wänden des Einbaumöbels 20 jeweils seitliche Zwischenräume 27 und 28 gebildet. Bei einem symmetrischen Einbau des Einbauherdes 2 in die Einbaunische 25 bilden diese Zwischenräume 27 und 28 jeweils einen Abstand von im allgemeinen zwischen etwa 6 cm und etwa 0,75 cm und vorzugsweise zwischen etwa 3 cm und etwa 1,5 cm zwischen der zugehörigen Seitenwand 4 bzw. 5 und dem Einbaumöbel 20.

Die Zwischenräume 27 und 28 schaffen außer einem größeren Strahlungsabstand vor allem Konvektionsräume, in denen die Luft zur passiven Kühlung des Herdgehäuses 3 zirkulieren kann.

Die Standelemente 7 und 8 sind unterhalb des Bodens 6 und seitlich versetzt zu diesem Boden 6 des Herdgehäuses 3 angeordnet. Dadurch entsteht zwischen dem Boden 6 des Herdgehäuses und dem Boden der Einbaunische 25 ein Zwischenraum 26, der eine gute thermische Entkopplung des warmen Herdgehäuses 3 von dem gegebenenfalls temperaturempfindlichen Boden der Einbaunische 25 gewährleistet. Die Höhe dieses unteren Zwischenraums 26 ist durch die Höhe der Standelemente 7 und 8 bestimmt und kann insbesondere zwischen etwa 3 cm und etwa 8 cm liegen.

Wenn nun zusätzlich auch zwischen den dargestellten vorderen Standelementen 7 und 8 und weiteren nicht dargestellten hinteren Standelementen Zwischenräume gebildet sind, kann die Luft in dem gesamten unteren und seitlichen Raum um das Herdgehäuse 3 zirkulieren. Durch natürliche Konvektion in den Zwischenräumen 26 sowie 27 und 28 erreicht man somit eine gute passive Kühlung des Einbauherdes 2 in dessen Betrieb.

Da die Breiten der Aufstelleisten 21 und 22 und damit ihr Abstand d voneinander aufgrund von Herstellungs- und Einbautoleranzen schwanken können, sind die Standelemente 7und 8 des Einbauherdes 2 so ausgebildet, daß ihre in seitliche Richtung gesehen äußersten Bereiche einen seitlichen Abstand (Standbreite) b aufweisen, der größer ist als die Gehäusebreite w. Dadurch werden verbreiterte Aufstellflächen 70 und 80 der Standelemente 7 bzw. 8 gebildet, deren Breite der Differenz b-w der Standbreite b und der Gehäusebreite w zuzüglich der Wandstärke der Seitenwände 4 und 5 des Herdgehäuses 3 entsprechen kann.

Die Aufstellflächen 70 und 80 der Standelemente 7 bzw. 8 können sich aber auch anders als dargestellt jeweils nach innen fortsetzen, so daß die Standelemente 7 und 8 auch weiter nach innen ragen als die Seitenwände 4 und 5.

Dadurch werden die Montage und der Einbau des Einbauherdes 2 in die Einbaunische 25 deutlich erleichtert, da die Standelemente 7 und 8 auch bei schmalen Aufstelleisten 21 und 22 nicht so leicht von den Aufstelleisten 20 bzw. 21 abrutschen können.

Die Standbreite b des Einbauherdes 2 ist im allgemeinen fast so groß wie die Einbaunischenbreite B gewählt, beispielsweise 90% bis 99% und vorzugsweise 94% bis 97% der Einbaunischenbreite B, so daß der Einbauherd 2 in die Einbaunische 25 noch eingepaßt werden kann und zugleich möglichst große Aufstellflächen 70 und 80 der Standelemente 7 und 8 gebildet werden. Der vergleichsweise geringe Abstand B-b der Standelemente 7 und 8 von dem Einbaumöbel 20 ist nicht problematisch, da der Einbauherd 2 in diesem unteren Bereich vergleichsweise kalt ist und die reduzierten Strahlungsabstände nicht zu Temperaturproblemen am Einbaumöbel 20 führen.

In einer nicht dargestellten Ausführungsform können die Standelemente 7 und 8 sogar in Aussparungen oder Ausschnitte im Einbaumöbel 20 ragen. Die Standbreite b ist dann sogar größer als die Einbaunischenbreite B.

Die Standelemente 7 und 8 können an die Seitenwände 4 und 5 des Herdgehäuses 3 befestigt werden oder auch integrale Bestandteile dieser Seitenwände 4 und 5 bilden. Im letzteren Falle ist dann das Herdgehäuse 3 in seinem Aufstellbereich außen verbreitert. Die Aufstellfläche 70 oder 80 jedes Standelements 7 bzw. 8 muß keine durchgehende Fläche sein, sondern kann auch beispielsweise U-förmig oder ringförmig oder in Form eines Polygonrings gebildet sein. Die Standelemente 7 und 8 können insbesondere Ausformungen an den Seitenwänden 4 und 5 des Herdgehäuses 3 sein.

Es können zwei in Form von Standleisten in Einbaurichtung verlaufende Standelemente 7 und 8 oder zwei Standelemente an der Vorderseite oder Rückseite des Herdgehäuses 3 und ein breites, als senkrecht zur Einbaurichtung verlaufende Standleiste ausgebildetes Standelement an der Rückseite bzw. Vorderseite des Herdgehäuses vorgesehen sein. Im allgemeinen werden jedoch außer den zwei vorderen Standelementen 7 und 8 wenigstens zwei weitere, hintere Standelemente vorgesehen sein.

Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Gesamtansicht einen Einbauherd 2 mit einer Muffel (Ofenmuffel) 30, die an einer Frontseite (Vorderseite) mit einer Tür 31 verschließbar ist. Die Muffel 30 ist von dem Herdgehäuse 3 des Einbauherds 2 umgeben. Das Herdgehäuse 3 weist einen Boden 6, zwei Seitenwände 4 und 5, eine Rückwand 33 und ein Deckenteil (Abdeckung) 34 auf. An der Vorderseite des Herdgehäuses 3 ist eine Bedienblende 32 oberhalb der Tür 31 angeordnet.

In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann die Bedienblende 32 auch an einem anderen Ort in der Einbauküche angeordnet sein.

An der Seitenwand 4 sind im Bereich des Bodens 6 drei Standelemente 10, 11 und 12 dargestellt. Zwischen den Standelementen 10 und 11 sowie 11 und 12 sind jeweils Zwischenräume (Luftspalte) 16 bzw. 17 gebildet sind, durch die die Luft von einem Bereich unterhalb des Bodens 6 des Herdgehäuses 3 hindurchströmen kann. Diese Zwischenräume 16 und 17 sind vorzugsweise größer gewählt als die entsprechenden Abmessungen der Standelemente 10 bis 12, um eine möglichst gute Luftzirkulation zu ermöglichen. An der gegenüberliegenden Seitenwand 5 sind vorzugsweise symmetrisch zu den Standelementen 10 bis 12 an der Seitenwand 4 weitere drei Standelemente 13, 14 und 15 angeordnet, die in der Zeichnung verdeckt sind. Auch zwischen diesen Standelementen 13 bis 15 sind jeweils Zwischenräume 18 und 19 vorgesehen, so daß eine natürliche Konvektion unterhalb des Bodens 6 durch die Zwischenräume 16, 17, 18 und 19 erfolgen kann. Diese Konvektion wird wieder unterstützt und verstärkt durch Zwischenräume zwischen den Seitenwänden 4 und 5 einerseits ,und dem nicht dargestellten Einbaumöbel andererseits analog zu Fig. 1 oder auch zusätzliche Zwischenräume zwischen dem Deckenteil 34 und/oder der Rückwand 33 und dem Einbaumöbel.

Da die Standelemente 10 bis 12 und 13 bis 15 jeweils weiter nach außen ragen als die zugehörige Seitenwand 4 bzw. 5 entsteht auch zwischen jeder Seitenwand 4 und 5 und der - nicht dargestellten - Einbaunische ein Zwischenraum, so daß in Verbindung mit den Zwischenräumen 16 bis 19 und dem unterhalb des Bodens 6 gebildeten Zwischenraum zum Boden der Einbaunische im Betrieb des Einbauherdes 2 ein rings um das Herdgehäuse 3 verlaufender Kühlluftstrom durch natürliche Konvektion erzeugt wird.

Zu Servicezwecken beispielsweise an den Steuerelementen hinter der Bedienblende 32 kann nun der Einbauherd 2 bis zu den mittleren Standelementen 11 und 14 nach vorne (entgegen der Einbaurichtung E) aus der Einbaunische herausgezogen werden, ohne nach vorne wegzukippen, da die mittleren Standelemente 11 und 14 das Gewicht des teilweise herausgezogenen Einbauherdes 2 tragen.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die mittleren Standelemente 11 und 14 auf jeder Seite beispielsweise um einen Millimeter kürzer sind als die beiden äußeren Standelemente 10 und 12 bzw. 13 und 15, so daß die Aufstellflächen dieser Standelemente 11 und 14 nur beim Herausziehen des Einbauherdes 2 auf die Aufstelleisten aufsetzen, beim eingebauten Zustand des Einbauherdes 2 jedoch frei hängend sind. Die mittleren Standelemente 11 und 14 müssen selbst nicht verbreitert sein.

Eine zusätzliche Stabilisierungsfunktion des Einbauherdes 2 beim Herausziehen können die hinteren oberen Bereiche der Seitenwände 4 und 5 durch Abstützen auf der nicht dargestellten Arbeitsplatte oberhalb des Einbauherdes 2 übernehmen.

Die hinteren vier Standelemente 10 und 11 sowie 13 und 14 können in einer anderen Ausführungsform auch so angeordnet sein, daß der Einbauherd 2 mit den vier Standelementen 10, 11 und 13 und 14 allein sicher steht und nicht nach vorne umkippt. Der Schwerpunkt des Einbauherds 2 liegt somit in der Projektion senkrecht zu der von den vier Aufstellflächen der Standelement 10, 11 und 13 und 14 begrenzten Grundfläche oberhalb dieser Grundfläche. Durch diese Anordnung erreicht man eine größere Servicefreundlichkeit, da ein Monteur den Einbauherd 2 bis zu den Standelementen 11 und 14 herausziehen kann, ohne daß der Einbauherd 2 aus der Einbaunische herauskippt und ohne daß die Arbeitsplatte belastet wird.

Die Seitenwand 4 und die Standelemente 10 bis 12 sowie die Seitenwand 5 und die Standelemente 13 bis 15 sind vorzugsweise aus jeweils einem Blech gebildet. Die Standelemente 10 bis 15 werden dann durch einen Biegeprozeß, beispielsweise durch Tiefziehen aus dem Blech erzeugt.

Fig. 3 zeigt eine besondere Ausführungsform einer Seitenwand 4 des Einbauherds 2 gemäß Fig. 2. Die Seitenwand 4 weist neben den Standelementen 10, 11 und 12 zur Erhöhung der mechanischen Stabilität zusätzliche, von den Standelementen 10 und 12 nach oben verlaufende Verprägungen 60 bzw. 61 und eine breitere zentrale Verprägung 62, die von dem mittleren Standelement 11 nach oben verläuft, auf. Ferner ist in der Seitenwand 4 eine Eingriffsöffnung 63 zum Tragen des Einbauherdes 2 vorgesehen. Zur Durchführung elektrischer Leitungen weist die Seitenwand 4 schließlich noch eine Leitungsdurchführung 64 auf.

Fig. 4 zeigt einen horizontalen Schnitt durch die rechte Hälfte eines in eine Einbaunische 25 in einem Einbaumöbel 20 eingebauten Einbauherdes 2. Die nicht dargestellte linke Hälfte des Einbauherdes 2 ist im wesentlichen spiegelsymmetrisch zur rechten Hälfte aufgebaut. In der Muffel 30 sind ein Einschubgitter 35 für Gargutträger (Backbleche, Grillroste etc.) und eine Lüfterabdeckung 36 für einen hinten angeordneten Lüfter mit einem in einem Motorgehäuse 37 am Herdgehäuse 3 angeordneten Motor jeweils schematisch dargestellt. Zwischen der Seitenwand 5 des Herdgehäuses 3 und dem Einbaumöbel 20 ist der Zwischenraum 28 gebildet. Ein Frontrahmen 42 ist zum einen an der Seitenwand 5 mit einer Schraubverbindung 48 und zum anderen an der Stirnseite des Einbaumöbels 20 mit einer Schraubverbindung 46 befestigt. Ferner ist auch eine hinter dem Einbauherd 2 angeordnete Rückwand 45 der Einbaunische 25 dargestellt.

Bezugszeichenliste

2 Einbauherd

3 Herdgehäuse

4,5 Seitenwand

6 Boden

7,8 Standelement

10 bis 15 Standelement

16 bis 19 Zwischenraum

20 Einbaumöbel

21,22 Aufstelleiste

24 Zwischenraum

25 Einbaunische

26 bis 29 Zwischenraum

30 Muffel

31 Tür

32 Bedienblende

33 Rückwand

34 Deckenteil

35 Einschubgitter

36 Lüfterabdeckung

37 Motorgehäuse

42 Frontrahmen

45 Rückwand

46 Schraubverbindung

48 Schraubverbindung

60,61, 62 Verprägung

63 Durchgriffsöffnung

64 Leitungsdurchführung

B Einbaunischenbreite

b Standbreite

w Gehäusebreite


Anspruch[de]
  1. 1. Einbauherd (2) zum Einbau in eine Einbaunische (25) mit
    1. a) einem Herdgehäuse (3), das zwei wenigstens annähernd parallel zur Einbaurichtung verlaufende Seitenwände (4, 5) und einen die Seitenwände (4, 5) verbindenden Boden (6) aufweist und mit
    2. b) wenigstens einem Standelement (7, 8, 10 bis 15),
      1. b1) das im Bereich des Bodens (6) des Herdgehäuses (3) angeordnet ist und
      2. b2) dessen Aufstellfläche (70, 80), seitlich weiter nach außen ragt als die Seitenwände (4, 5) des Herdgehäuses (3).
  2. 2. Einbauherd nach Anspruch 1, bei dem der maximale seitliche Abstand (b) zwischen zwei an verschiedenen Seitenwänden (4, 5) angeordneten äußersten Bereichen des wenigstens einen Standelements (7, 8) kleiner ist als die Einbaunischenbreite (B).
  3. 3. Einbauherd nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem ein einziges Standelement mit einer entlang des Umfangs des Bodens des Herdgehäuses verlaufenden Aufstellfläche vorgesehen ist.
  4. 4. Einbauherd nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem an jeder Seitenwand jeweils ein durchgehendes Standelement (7, 8) vorgesehen ist.
  5. 5. Einbauherd nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem wenigstens vier Standelemente (10 bis 15) vorgesehen sind.
  6. 6. Einbauherd nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 mit wenigstens drei in Einbaurichtung hintereinander angeordneten Standelementen (10 bis 15) im Bereich des Bodens (6) des Herdgehäuses (3).
  7. 7. Einbauherd nach Anspruch 6, bei dem an jeder Seitenwand (4, 5) des Herdgehäuses (3) jeweils wenigstens drei Standelemente (10 bis 12 bzw. 13 bis 15) angeordnet sind.
  8. 8. Einbauherd nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, bei dem die Standelemente (10 bis 15) so ausgebildet und angeordnet sind, daß der Schwerpunkt des Einbauherdes in einem Raumgebiet über der von den in Einbaurichtung letzten und vorletzten Standelementen (10, 11, 13, 14) begrenzten Fläche liegt.
  9. 9. Einbauherd nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem jede Seitenwand (4, 5) des Herdgehäuses (3) mit jeweils wenigstens einem Standelement (7, 8 oder 10 bis 15) eine bauliche Einheit bildet.
  10. 10. Einbauherd nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei dem die Abstände zwischen den in Einbaurichtung unmittelbar aufeinanderfolgenden Standelementen (10 bis 15) alle wenigstens annähernd gleich sind.
  11. 11. Einbauherd nach einem der Ansprüche 5 bis 10, bei dem wenigstens ein Standelement in Form einer Standleiste ausgebildet ist, die zumindest annähernd senkrecht zur Einbaurichtung verläuft.
  12. 12. Einbauherd nach einem der Ansprüche 4 bis 11, bei dem die Standelemente (10 bis 15) wenigstens annähernd spiegelsymmetrisch bezüglich einer von der Einbaurichtung und einer Senkrechten zum Boden (6) des Herdgehäuses (3) aufgespannten Symmetrieebene angeordnet sind.
  13. 13. Einbauherd nach nach einem der Ansprüche 4 bis 12, bei dem die Abmessungen der Standelemente (10 bis 15) in Einbaurichtung kleiner sind als die Abstände zwischen unmittelbar benachbarten Standelementen.
  14. 14. Einbauherd nach einem der Ansprüche 4 bis 13, bei dem wenigstens ein Standelement (11, 14) kürzer ausgebildet ist als alle in Einbaurichtung weiter vorne liegenden Standelemente (12, 15).
  15. 15. Einbauherd nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der maximale Abstand (w) der beiden Seitenwände (4, 5) höchstens etwa 96% der Einbaunischenbreite (B) der Einbaunische (25) beträgt.






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