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Dokumentenidentifikation DE19709643C1 16.07.1998
Titel Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen
Anmelder Böwe Systec AG, 86159 Augsburg, DE
Erfinder Okelmann, Walter, 86179 Augsburg, DE;
Jörg, Helmut, 86356 Neusäß, DE
Vertreter Liebau, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86199 Augsburg
DE-Anmeldedatum 08.03.1997
DE-Aktenzeichen 19709643
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1998
IPC-Hauptklasse B65H 45/16
Zusammenfassung Bei diesem Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen und mit mehreren Falzwalzen sind diese in einem vom Maschinengestell lösbaren Falzwerksblock gelagert. Die Bögen werden dem Falzwerksblock über Transporteinrichtungen (14, 15) entlang einer Einlaufebene in Papierlaufrichtung zugeführt und entlang einer Auslaufebene in der gleichen Richtung abtransportiert, wobei die Einlaufebene (E) und die Auslaufebene (A) im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene (M-M) angeordnet sind. Die Falzwalzen (5-8) und Falztaschen (11, 12) sind im Falzwerksblock (2) so angeordnet, daß auch der Bogeneinlauf (16) und der Bogenauslauf (17) in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes (2) im Maschinengestell (1) im Bereich dieser gemeinsamen Ebene (M-M) liegen. Alle Falzwalzen (5-8) sind im Falzwerksblock (2) über Koppelzahnräder (20-23), die an jeweils einem Ende jeder Falzwalze (5-9) angeordnet sind, miteinander gekoppelt. Der Antrieb (24) ist im Maschinengestell (1) angeordnet und weist im Bereich des Falzwerksblockes (2) ein im Maschinengestell gelagertes Antriebszahnrad (25) auf, welches in einer ersten Einbaustellung des Falzwerksblockes (2) mit einem (22) der Koppelzahnräder kämmt. Eine (8) der Falzwalzen trägt an ihrem anderen Ende ein Abtriebszahnrad (26), das in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes, bei welcher dieser gegenüber seiner ersten Einbaustellung um eine parallel zur Papierlaufrichtung verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht in das ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen, mit mehreren Falzwalzen, die in einem vom Maschinengestell lösbaren Falzwerksblock gelagert sind, und mit einem außerhalb des Falzwerksblockes angeordneten Antrieb, wobei der Falzwerksblock an seiner einen Seite einen Bogeneinlauf und an seiner gegenüberliegenden Seite einen Bogenauslauf aufweist und wobei die Bögen dem Falzwerksblock über Transporteinrichtungen entlang einer Einlaufebene in Papierlaufrichtung zugeführt und entlang einer Auslaufebene in der gleichen Richtung abtransportiert werden.

Bei den üblichen Stauchfalzwerken mit zwei Falztaschen sind die Falztaschen in Papierlaufrichtung fest eingebaut. Dabei sind zwei Anordnungen der Falztaschen möglich, nämlich in Papierlaufrichtung die erste Falztasche unten und die zweite Falztasche oben bzw. umgekehrt. Je nachdem ob die erste Falztasche unten oder oben angeordnet ist, ergeben sich unterschiedliche Falzmöglichkeiten. Werden solche Falzwerke mit zwei Falztaschen an Kuvertiermaschinen oder ähnlichen Maschinen eingesetzt, so muß das Formular nach Verlassen des Falzwerkes eine bestimmte Lage aufweisen. Stellt z. B. die Kuvertiermaschine das Kuvert mit oben liegendem Fenster zur Verfügung, so muß das Formular so gefalzt werden, daß die Anschrift hinter dem Falzwerk oben liegt, da sonst eine zusätzliche Vorrichtung zum Wenden des Formulars notwendig wäre. Zur Lösung dieses Problems könnte zwar ein Stauchfalzwerk verwendet werden, welches eine Falztasche und ein Falzwalzenpaar mehr aufweist als Falzungen in dem betreffenden Formular erforderlich sind, also zum Falzen eines Formulars mit zwei Falzen, ein Stauchfalzwerk mit drei Falztaschen und zum Falzen eines Formulars mit drei Falzen, ein Stauchfalzwerk mit vier Falztaschen. Durch geeignete Weichen kann dann jeweils eine der Falztaschen ausgeschaltet und das Formular so gefaltet werden, daß die Anschrift nach dem Falzwerk wahlweise oben oder unten liegt. Durch die größere Anzahl von Falztaschen und Falzwalzen entstehen jedoch zusätzliche Kosten und Fehlerquellen sowie außerdem Taktzeitverluste durch Laufstreckenverlängerung im Falzwerk.

Bei einem bekannten Stauchfalzwerk der eingangs erwähnten Art (DE 24 59 294 C2, Fig. 3) besteht der Falzwerksblock aus einem Antriebsblock und einem auf diesen aufgesetzten und auswechselbar befestigten, die Falzwalzen und die Falztaschen aufnehmenden Falzwerkskopf. Der Bogeneinlauf sowie der Bogenauslauf sind im Falzwerkskopf, ebenso wie die Einlauf- und die Auslaufebene, in unterschiedlicher Höhe angeordnet. Der Falzwerkskopf kann gegen andere Falzwerksköpfe mit unterschiedlichem Aufbau und unterschiedlicher Ausstattung ausgewechselt werden, so daß es hier möglich wäre, einen Falzwerkskopf, dessen erste Falztasche unten liegt, gegen einen anderen mit oben liegender erster Falztasche zu ersetzen. Es werden jedoch dann in jedem Fall zwei unterschiedliche Falzwerksköpfe benötigt, wodurch sich die Herstellungskosten und Wartungskosten des Stauchfalzwerkes erhöhen und man außerdem Platz für die Lagerung des nicht benützten Falzwerkskopfes schaffen müßte.

Ferner ist eine Papierfalzmaschine bekannt (DE-PS 517 549), bei der eine der Falzwalzen beweglich gelagert ist, so daß sie wahlweise mit zwei verschiedenen anderen Falzwalzen zusammenarbeiten kann und bei der außerdem eine der Falztaschen von der einen Maschinenseite zur anderen umsetzbar ist. Hierdurch kann man zwar wahlweise entgegengesetzt gerichtete Falze herstellen, jedoch liegt der Bogenauslauf je nach Stellung der beweglichen Falzwalze und der umsetzbaren Falztasche entweder auf der Einlaufseite des Bogens oder an der der Einlaufseite gegenüberliegenden Seite. Dies hat jedoch zur Folge, daß die Transporteinrichtung, mit der der gefaltete Bogen wegtransportiert wird, je nach Falzrichtung an unterschiedlichen Seiten des Stauchfalzwerks angeordnet sein müßte, was in der Praxis erhebliche Umbauarbeiten erfordern würde, oder überhaupt nicht möglich wäre, weil die verschiedenen Arbeits- und Förderaggregate, welche dem Stauchfalzwerk nachgeschaltet sind, nicht einfach aus ihrer ursprünglichen Anordnung in eine entgegengesetzt gerichtete gebracht werden können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welches kostengünstig herstellbar ist und mit geringem Arbeitsaufwand so umstellbar ist, daß mit ihm die eingangs erwähnten unterschiedlichen Falzungen durchgeführt werden können.

Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Einlaufebene und die Auslaufebene der Transporteinrichtungen im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, daß die Falzwalzen und Falztaschen im Falzwerksblock so angeordnet sind, daß auch der Bogeneinlauf und der Bogenauslauf in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes im Maschinengestell im Bereich dieser gemeinsamen Ebene liegen, daß alle Falzwalzen im Falzwerksblock über Koppelzahnräder, die an jeweils einem Ende jeder Falzwalze angeordnet sind, antriebsmäßig miteinander gekoppelt sind, daß der Antrieb im Maschinengestell angeordnet ist und im Bereich des Falzwerksblockes ein im Maschinengestell gelagertes Antriebszahnrad aufweist, welches in einer ersten Einbaustellung des Falzwerksblockes mit einem der Koppelzahnräder kämmt, und daß eine der Falzwalzen an ihrem anderen Ende ein Abtriebszahnrad trägt, das in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes, bei welcher dieser gegenüber seiner ersten Einbaustellung um eine parallel zur Papierlaufrichtung verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht in des Maschinengestell eingesetzt ist, mit dem Antriebszahnrad kämmt.

Die Erfindung geht also von dem Gedanken aus, ein und denselben Falzwerksblock in zwei verschiedenen, um 180° zueinender gedrehten Einbaustellungen in des Maschinengestell einzubauen. Hierdurch ist in einer ersten Einbaustellung in Papierlaufrichtung gesehen die erste Falztasche unten und die zweite Falztasche oben und in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes die erste Falztasche oben und die zweite Falztasche unten angeordnet, wodurch je nach Einbaustellung des Falzwerksblockes im Maschinengestell unterschiedliche Faltungen des Papierbogens oder Formulars erzeugt werden können. Da jedoch der Bogeneinlauf und Bogenauslauf des Falzwerksblockes unabhängig von der jeweiligen Einbaustellung in der gleichen gemeinsamen Ebene angeordnet sind wie die Einlaufebene und die Auslaufebene, ist es nicht erforderlich, die dem Stauchfalzwerk vor- und nachgeschalteten Transporteinrichtungen zu verstellen, wenn der Falzwerksblock in seinen beiden um 180° verdrehten Einbaustellungen in das Maschinengestell eingesetzt wird. Die einzige Umstellmaßnahme besteht darin, den Falzwerksblock vom Maschinengestell zu lösen, um 180° zu drehen, wieder in das Maschinengestell einzusetzen und dort festzuschrauben. Da das im Maschinengestell gelagerte Antriebszahnrad je nach Einbaustellung des Falzwerksblockes entweder mit einem der Koppelzahnräder oder mit dem an der anderen Seite des Falzwerksblockes angeordneten Abtriebszahnrad kämmt, sind auch keine weiteren Montagearbeiten erforderlich, um den Antrieb mit einer der Falzwalzen zu verbinden. Da bei einem Stauchfalzwerk mit zwei Taschen vier Falzwalzen vorhanden sind, kann man das Abtriebszahnrad einer dieser vier Falzfalzen so zuordnen, daß eine Drehrichtungsumkehr des Antriebsmotors nicht erforderlich ist, um die Falzwalzen unabhängig von der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes in der richtigen Drehrichtung anzutreiben.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Maschinengestell Positioniereinrichtungen auf, mittels denen der Falzwerksblock in seinen beiden Einbaustellungen so gegenüber dem Maschinengestell positionierbar ist, daß Bogeneinlauf und Bogenauslauf in der gemeinsamen Ebene liegen und das Antriebszahnrad wechselweise mit dem einen der Koppelzahnräder oder dem Abtriebszahnrad kämmt. Durch eine derartige Positioniereinrichtung, die durch ein geeignetes Führungssystem gebildet sein kann, kann die erforderliche Umstellzeit wesentlich verkürzt werden, denn es ist dann zum Umstellen des Falzwerksblockes aus seiner einen Einbaustellung in seine andere Einbaustellung nur noch das Lösen von einigen wenigen Halteschrauben, das Herausnehmen des Falzwerksblockes aus der Positioniereinrichtung, das Drehen des Falzwerksblockes um 180°, das Wiedereinsetzen desselben in die Positioniereinrichtungen und des Festziehen der Halteschrauben erforderlich. Weitere Umstellungen, wie das Anpassen an die Transporteinrichtungen, das Verbinden mit der Antriebseinrichtung, der Anschluß an Sicherheitsschalter und dgl. sind nicht erforderlich.

Die Erfindung wird in folgendem, anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt des Stauchfalzwerkes in schematischer Darstellung mit dem Falzwerksblock in einer ersten Einbaustellung,

Fig. 2a und 2b die mit dieser Einbaustellung erreichbare Verarbeitungsmöglichkeit eines Formulars,

Fig. 3 eine Draufsicht in Richtung III der Fig. 1 unter Weglassung der oberen Falztasche,

Fig. 4 einen Längsschnitt mit einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes,

Fig. 5a und 5b mit dieser Einbaustellung erreichbare Verarbeitungsmöglichkeit eines Formulars,

Fig. 6 eine Draufsicht in Richtung VI der Fig. 4 unter Weglassung der oberen Falztasche,

Fig. 7 und 8 Längsschnitte eines zweiten Ausführungsbeispieles eines Stauchfalzwerkes mit drei Falztaschen und zwei verschiedenen Einbaustellungen des Falzwerksblockes.

Das Stauchfalzwerk weist ein Maschinengestell 1 und einen von diesem lösbaren Falzwerksblock 2 auf. Zur Halterung und Positionierung des Falzwerksblocks 2 gegenüber dem Maschinengestell ist zweckmäßig eine Positioniereinrichtung in Form von Führungen 3vorgesehen, in welche der Falzwerksblock von oben einschiebbar ist. Zur Fixierung des Falzwerksblockes 2 im Maschinengestell 1 können Schrauben 4 vorgesehen sein. Der Falzwerksblock 2 weist seitliche Lagerplatten 2a auf, die über Querstreben 2b miteinander verbunden sind. In dem Falzwerksblock sind mehrere Falzwalzen 5-8 drehbar gelagert. Bei dem in Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist doch eine Falzwalze 9 vorgesehen. Bei der in Fig. 1-6 dargestellten Ausführungsform weist der Falzwerksblock 2 zwei Falztaschen 11, 12 auf, während bei der in Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform noch eine dritte Falztasche 13 vorhanden ist. Vor dem Falzwerksblock ist ein durch zwei Transportwalzen 14 beispielsweise angedeutete Transporteinrichtung vorgesehen, mit der die zu faltenden Pepierbögen, z. B. bedruckte Formulare F1 bzw. F2 (siehe Fig. 2a und 5a), dem Falzwerksblock entlang einer Einlaufebene E zugeführt werden. Hinter dem Falzwerksblock 2 ist eine weitere Transporteinrichtung, die durch Walzen 15 angedeutet ist, vorgesehen, mit der die gefalteten Formulare entlang einer Auslaufebene A weitertransportiert werden. Die Einlaufebene E und Auslaufebene A sind im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene M-M angeordnet. Die Falzwalzen 5-8 bzw. 5-9 und die Falztaschen 11, 12 bzw. 11-13 sind so im Falzwerksblock 2 angeordnet, daß auch dessen Bogeneinlauf 16 und dessen Bogenauslauf 17 in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 im Maschinengestell im Bereich dieser gemeinsamen Ebene M-M liegen. Am Bogeneinlauf 16 bzw. Bogenauslauf 17 sind ferner Leitbleche 18, 19 vorgesehen. Die Papierlaufrichtung ist mit den Pfeilen P angedeutet.

Aus Fig. 3 und 6 ist zu entnehmen, daß an jeweils einem Ende jeder Falzwalze 5-8 ein Koppelzahnrad 20-23 angeordnet ist. Die Koppelzahnräder 20-23 kämmen miteinander, wodurch alle vier Falzwalzen 5-8 antriebsmäßig miteinander verbunden sind. Das gleiche gilt auch bezüglich der weiteren Falzwalzen 9, 10 bei dem in Fig. 7 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel.

In dem Maschinengestell 1 ist ferner ein Antriebsmotor 24 angeordnet, der ein im Maschinengestell 1 gelagertes Antriebszahnrad 25 antreibt. In der ersten, in Fig. 1 und 3 dargestellten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 kämmt dieses Antriebszahnrad 25 mit einem der Koppelzahnräder, nämlich dem Koppelzahnrad 22, welches der Falzwalze 7 zugeordnet ist. Hierdurch werden die Falzwalzen 5-8 in der in Fig. 1 mit Pfeilen angedeuteten Drehrichtung angetrieben.

Die Falzwalze 8 weist an ihrem anderen Ende ein Abtriebszahnrad 26 auf, welches in der zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2, wie es in Fig. 4 und 6 dargestellt ist, in das Antriebszahnrad 25 eingreift. Hierdurch werden die Falzwalzen, ohne daß die Drehrichtung des Antriebsmotors 24 umgedreht wird, gemäß Fig. 4 in der mit Pfeilen angedeuteten Richtung angetrieben. Der Fachmann kann ohne weiteres diejenige Falzwalze herausfinden, der er das Abtriebszahnrad 26 zuordnen muß, damit er in beiden Einbaustellungen des Falzwerksblockes die Drehrichtung des Antriebsmotors 24 beibehalten kann. So könnte bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel des Abtriebszahnrad euch der Falzwalze 6 zugeordnet sein, wenn das Antriebszahnrad 25 so angeordnet wird, daß es in der ersten Einbaustellung mit dem Koppelzahnrad 22 kämmt und in der zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 mit dem dann der Falzwalze 6 zugeordneten Abtriebszahnrad.

Anhand der Fig. 2a und 2b ist dargestellt, wie ein Formular F1, bei dem die Anschrift oben angeordnet ist, mittels des erfindungsgemäßen Stauchfalzwerkes so gefaltet werden kann, daß gemäß Fig. 2b bei dem gefalteten Formular die Anschrift ebenfalls oben ist. Zu diesem Zweck ist der Falzwerksblock 2 in seiner ersten, in Fig. 1 und 3 dargestellten Einbaustellung im Maschinengestell 1 montiert.

Soll hingegen ein Formular F2 gemäß Fig. 5a mit nach unten gerichteter Anschrift gefaltet werden, dann werden die Halteschrauben 4 gelöst und der Falzwerksblock nach oben aus den Führungen 3 des Maschinengestells 1 herausgezogen. Er wird dann um eine parallel zur Papierlaufrichtung P verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht, wie es in Fig. 3 mit dem Pfeil D angedeutet ist. Nach dem Drehen um 180° wird der Falzwerksblock 2 wieder in die Führungen 3 eingeschoben und die Halteschrauben 4 werden festgezogen. Damit ist die gesamte Umstellarbeit beendet.

Wie man anhand der Fig. 4 erkennen kann, ist nunmehr die in Papierlaufrichtung P erste Falztasche 12 des Falzwerksblockes 2 nach oben gerichtet und die zweite Falztasche 11 nach unten. Der zwischen der Falzwalze 5 und dem Leitblech 18 gebildete Bogeneinlauf 16 und euch der zwischen der Falzwalze 8 und dem Leitblech 19 gebildete Bogenauslauf 17 liegen auch in der um 180° gedrehten Stellung des Falzwerksblockes 2 im Bereich der gemeinsamen Ebene M-M. Die von der Transporteinrichtung 14 entlang der Einlaufebene E zugeführten Papierbögen oder Formulare können somit auch in der zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes 2 in dessen Bogeneinlauf 16 gelangen, ohne daß eine Höhenverstellung der Transporteinrichtung 14 erforderlich wäre. Das gleiche gilt auch bezüglich der Transporteinrichtung 15, welche die aus dem Bogenauslauf 17 austretenden, gefalteten Papierbögen oder Formulare in Papierlaufrichtung P weitertransportiert. Mit dem in der zweiten Einbaustellung im Maschinengestell 1 montierten Falzwerksblock können nun gemäß Fig. 5a und 5b Papierbögen oder Formulare F2, bei denen gemäß Fig. 5a die Anschrift nach unten gerichtet ist, so gefaltet werden, daß die Anschrift auch nach dem Falten gemäß Fig. 5b im gefalteten Bogen nach unten gerichtet ist.

Vorstehende Beschreibung trifft sinngemäß auch auf das in Fig. 7 und 8 dargestellte Stauchfalzwerk, welches mit drei Falztaschen 11, 12, 13 versehen ist, zu, so daß sich eine nochmalige Beschreibung erübrigt. Mit dem in Fig. 7 und 8 dargestellten Stauchfalzwerk können Papierbögen oder Formulare mit drei Faltungen versehen werden, wobei dann je nach Einbaustellung des Falzwerksblockes die Anschrift oder ein sonstiger Aufdruck auch nach dem Falten zu der gleichen Seite gerichtet ist wie vor dem Falten.

Gegebenenfalls könnte man den Falzwerksblock auch um eine quer zur gemeinsamen Ebene verlaufende, gedachte Achse um 180° drehen, um ihn von seiner einen Einbaustellung in seine andere Einbaustellung zu bringen. Allerdings müßte dann das Abtriebszahnrad einer anderen Falzwalze zugeordnet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Stauchfalzwerk mit zwei oder drei Falztaschen, mit mehreren Falzwalzen, die in einem vom Maschinengestell lösbaren Falzwerksblock gelagert sind, und mit einem außerhalb des Falzwerksblockes angeordneten Antrieb, wobei der Falzwerksblock an seiner einen Seite einen Bogeneinlauf und an seiner gegenüberliegenden Seite einen Bogenauslauf aufweist und wobei die Bogen dem Falzwerkblock über Transporteinrichtungen entlang einer Einlaufebene in Papierlaufrichtung zugeführt und entlang einer Auslaufebene in der gleichen Richtung abtransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaufebene (E) und die Auslaufebene (A) der Transporteinrichtungen (14, 15) im wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene (M-M) angeordnet sind, daß die Falzwalzen (5-9) und Falztaschen (11-13) im Falzwerksblock (2) so angeordnet sind, daß auch der Bogeneinlauf (16) und der Bogenauslauf (17) in der jeweiligen Einbaustellung des Falzwerksblockes (2) im Maschinengestell (1) im Bereich dieser gemeinsamen Ebene (M-M) liegen, daß alle Falzwalzen (5-9) im Falzwerksblock (2) über Koppelzahnräder (20-23), die an jeweils einem Ende jeder Falzwalze (5-9) angeordnet sind, antriebsmäßig miteinander gekoppelt sind, daß der Antrieb (24) im Maschinengestell (1) angeordnet ist und im Bereich des Falzwerksblockes (2) ein im Maschinengestell gelagertes Antriebszahnrad (25) aufweist, welches in einer ersten Einbaustellung des Falzwerksblockes (2) mit einem (22) der Koppelzahnräder kämmt, und daß eine (8) der Falzwalzen an ihrem anderen Ende ein Abtriebszahnrad (26) trägt, das in einer zweiten Einbaustellung des Falzwerksblockes, bei welcher dieser gegenüber seiner ersten Einbaustellung um eine parallel zur Papierlaufrichtung verlaufende, gedachte Achse um 180° gedreht in das Maschinengestell (1) eingesetzt ist, mit dem Antriebszahnrad (25) kämmt.
  2. 2. Stauchfalzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschinengestell (1) Positioniereinrichtungen (3) zur Halterung und Positionierung des Falzwerksblocks (2) in seinen beiden Einbaustellungen gegenüber dem Maschinengestell aufweist.






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