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Dokumentenidentifikation DE19757268A1 16.07.1998
Titel Vorrichtung zum Anbringen von Werkzeugen in einem Fahrzeug
Anmelder Suzuki Motor Corp., Hamamatsu, Shizuoka, JP
Erfinder Fujii, Tatsuhiko, Hamamatsu, Shizuoka, JP
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Wuesthoff & Wuesthoff, 81541 München
DE-Anmeldedatum 22.12.1997
DE-Aktenzeichen 19757268
Offenlegungstag 16.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1998
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
IPC-Nebenklasse B62D 43/06   
Zusammenfassung Ein Teil (3, 4) zum Anbringen von Werkzeug (5, 6) ist in einer Vertiefung (1a) zum Verstauen eines Ersatzreifens (8, 9) auf einem Heckboden (13) eines Fahrzeugs (12) so ausgebildet, daß der Ersatzreifen (8, 9) stabil befestigt werden kann, während Werkzeuge (5, 6) angebracht sind, und kein Geräusch erzeugt wird, selbst wenn das Teil (3, 4) keine spezielle Form hat oder die Plattendicke eines Halters (2) für den Ersatzreifen (8, 9) nicht erhöht ist. Die Werkzeuge (5, 6) sind parallel zu einer durch die Mitte des Teils (2) zum Befestigen des Ersatzreifens (8, 9) verlaufenden Achse (L) in Längsrichtung des Fahrzeugs (12) und an beiden Seiten der Achse (L) angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anbringen von in einem Fahrzeug mitgeführten Werkzeugen (Bord-Werkzeugen).

In JP 57-8500 U2, JP 62-22150 U1, JP 1-29153 U2 und Fig. 9 und 10 sind allgemeine Beispiele einer Vorrichtung zum Anbringen von Bordwerkzeugen offenbart.

Fig. 9 und 10 zeigen eine Vorrichtung, bei der an der Bodenfläche eines Heckbodens 13 eines Fahrzeugs 12 ein zum Reifenwechseln verwendeter Wagenhebergriff 14 angeordnet, auf dem Wagenhebergriff 14 ein Ersatzreifen 15 angeordnet und dieser anschließend am Heckboden 13 mit einer (nicht dargestellten) Schraube etc. befestigt wird. Weil der Wagenhebergriff 14 an der Bodenfläche des Heckbodens 13 angeordnet ist, wird bei dieser Vorrichtung der Ersatzreifen 15 in einer durch den Wagenhebergriff geneigten Stellung befestigt. Weil daher eine auf den Ersatzreifen 15 gelegte (nicht dargestellte) Abdeckung ebenfalls geneigt ist, ist das Aussehen beeinträchtigt, die Befestigung des Ersatzreifens unvollkommen und kann ein Geräusch erzeugt werden.

JP 57-8500 U2 offenbart eine Vorrichtung, in der ein Wagenhebergriff in eine bei einem Raum zum Verstauen eines Ersatzreifens auf dem Fahrzeugboden gebildete Rille eingesetzt und durch einen Ersatzreifen befestigt wird. Weil der Griff so befestigt ist, daß er bezüglich der durch die Befestigungsmitte des Ersatzreifens verlaufenden Achse zu einer Seite (Rückseite) verschoben ist, wird der Ersatzreifen ebenfalls geneigt befestigt. Folglich wird auf einen Halter für den Ersatzreifen eine übermäßige Kraft ausgeübt. Dies verringert die Lebensdauer. Um dies zu vermeiden, wird die Blechdicke des Halters erhöht oder dessen Form geändert, was erhöhte Kosten zur Folge hat.

JP 62-22150 U1 offenbart eine Vorrichtung, in der ein Verstärkungswulst mit einer konkaven Form auf der Bodenplatte im Kofferraum so ausgebildet ist, daß er der Form eines Wagenhebergriffs entspricht, und der Griff im Verstärkungswulst verstaut wird. Weil jedoch bei dieser Vorrichtung der Verstärkungswulst größer als der Griff ist, kann er nicht nur durch den Ersatzreifen festgehalten werden. Zum Befestigen des Griffs ist daher eine spezielle Haltevorrichtung notwendig, was die Kosten und Zahl der Teile erhöht. Ferner nimmt das Befestigen des Griffs viel Zeit in Anspruch.

JP 1-29153 U2 offenbart eine Vorrichtung, in der eine Rille zum Verstauen eines Wagenhebergriffs in einer an einem Fahrzeug ausgebildeten Vertiefung zum Verstauen eines Ersatzreifens ausgebildet ist und der Griff in der Rille verstaut wird. Die Rille zum Verstauen des Griffs ist jedoch bei dieser Vorrichtung in der Mitte eines Teils zum Befestigen eines Ersatzreifens ausgebildet. Ferner ist kein bestimmtes Verfahren zum Befestigen des Ersatzreifens offenbart, so daß es schwierig ist, den Ersatzreifen in einer stabilen horizontalen Lage zu befestigen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Vorrichtung zum Anbringen von Werkzeug in einem Fahrzeug zu schaffen, in der ein Ersatzreifen stabil befestigt werden kann, während Werkzeuge stabil angebracht sind, und kein Geräusch erzeugt wird, selbst wenn ein Teil zum Anbringen von Werkzeug in einer auf einem Heckboden des Fahrzeugs ausgebildeten Vertiefung zum Verstauen des Ersatzreifens keine spezielle Form aufweist oder die Plattendicke eines Halters für den Ersatzreifen nicht erhöht ist.

Die Werkzeuge werden gemäß der Erfindung an gegenüberliegenden Seiten einer durch die Mitte eines Teils zum Befestigen des Ersatzreifens in Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufenden Achse angebracht.

Das Teil zum Anbringen von Werkzeug ist gemäß der Erfindung ebenfalls als Vertiefung ausgebildet. An ihm kann eine Schalldämpferplatte vorgesehen werden.

Das Werkzeug wird gemäß der Erfindung zwischen dem am Teil zum Befestigen des Ersatzreifens befestigten Ersatzreifen und dem Heckboden des Fahrzeugs gehalten und gelagert. Daher muß das Teil zum Anbringen von Werkzeug keine spezielle Form aufweisen und kann eine Geräuschbildung verhindert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines Heckbodens gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine Draufsicht eines Heckbodens gemäß der Erfindung;

Fig. 3 den Schnitt A-A in Fig. 2 mit zwei verschiedenen Arten verstauter Ersatzreifen;

Fig. 4 den Schnitt B-B in Fig. 2;

Fig. 5 den Schnitt C-C in Fig. 2;

Fig. 6 den Schnitt D-D in Fig. 2;

Fig. 7 den Schnitt E-E in Fig. 2;

Fig. 8 die Draufsicht einer Schalldämpferplatte gemäß der Erfindung;

Fig. 9 eine perspektivische Darstellung eines kompletten Fahrzeugs mit einer herkömmlichen Vorrichtung zum Anbringen von Werkzeug; und

Fig. 10 eine vergrößerte perspektivische Darstellung eines Hauptteils von Fig. 9 in der Richtung X.

Am Heckboden 1 eines Fahrzeugs ist eine Vertiefung 1a zum Verstauen eines Ersatzreifens ausgebildet, die mit einem Halter 2 zum Befestigen des Ersatzreifens, einer Vertiefung 3 zum Verstauen eines Radschlüssels und einer Vertiefung 4 zum Verstauen eines Wagenhebergriffs versehen ist.

Die Vertiefung 1a zum Verstauen des Ersatzreifens hat eine solche Form, daß einer von zwei Arten Ersatzreifen 8 und 9 mit verschiedener Form und Größe verstaut werden kann. Gewöhnlich ist je nach Bestimmungsort des Fahrzeugs einer der mehreren Ersatzreifen angebracht.

In der Mitte eines Teils zum Befestigen des Ersatzreifens, d. h. in der Mitte des Halters 2, ist ein Loch für eine Schraube 7 zum Befestigen des Ersatzreifens ausgebildet.

Die Vertiefungen 3 und 4 zum Anbringen der in einem Fahrzeug mitgeführten Werkzeuge, z. B. ein Radschlüssel 5 und ein Wagenhebergriff 6, sind so geformt, daß sie den verstauten Werkzeugen 5 bzw. 6 entsprechen (siehe die schraffierten Teile in Fig. 2). Die Tiefe der Vertiefung 3, 4 muß nicht so groß sein, daß das Werkzeug 5, 6 vollkommen aufgenommen wird. Es ist vorzuziehen, daß ein Teil des Werkzeugs 5, 6 aus der Vertiefung 3, 4 herausragt.

Die Vertiefung 3, 4 ist an einer Stelle ausgebildet, an der der Ersatzreifen 8, 9 nicht befestigt werden kann, solange er durch das Werkzeug 5, 6 schräggehalten wird, welcher der beiden verschiedenen Ersatzreifen 8 und 9 auch vorgesehen ist, und ist auch parallel zu einer in Längsrichtung durch die Mitte des Halters 2 zum Befestigen des Ersatzreifens verlaufenden Achse L und an beiden Seiten der Achse L angeordnet. Es ist vorzuziehen, daß die Mitten der Vertiefungen 3 und 4 im gleichen Abstand von der Achse L angeordnet sind.

Zur Schall- und Schwingungsisolierung ist im allgemeinen eine in Fig. 8 gezeigte Schalldämpferplatte 10 vorgesehen, die tatsächlich längs der Bodenform, wie in Fig. 3 gezeigt, befestigt ist.

Der Einbau geht folgendermaßen vor sich. Zuerst werden der Radschlüssel 5 und der Wagenhebergriff 6 in der Vertiefung 3 bzw. der Vertiefung 4 verstaut. Nachdem der Ersatzreifen 8 oder 9 angeordnet ist, wird dieser als nächstes mit der Schraube 7 am Halter 2 zum Befestigen des Ersatzreifens befestigt. Dadurch kommen die Werkzeuge 5 und 6 mit dem Ersatzreifen und der Schalldämpferplatte 10 in Berührung und werden festgehalten. Schließlich wird die ganze Vertiefung 1a zum Verstauen des Ersatzreifens mit einer Ersatzreifenabdeckung 11 abgedeckt.

Obgleich ein Beispiel, bei dem der Radschlüssel und der Wagenhebergriff als Bordwerkzeuge verwendet werden, in der obigen Ausführungsform beschrieben wurde, kann die gleiche Vorrichtung mit anderen Werkzeugen verwendet werden.

Wie man aus der obigen Beschreibung erkennt, werden gemäß der Erfindung Geräusche und Fahrzeugschwingungen verhindert, die durch den Kontakt mit anderen metallischen Teilen verursacht werden, weil das Werkzeug zwischen dem Ersatzreifen und der Schalldämpferplatte befestigt ist, die beide nichtmetallisch sind.

Weil die Stellen zum Anbringen von Werkzeug an beiden Seiten der durch die Mitte des Teils zum Befestigen des Ersatzreifens verlaufenden Achse vorgesehen sind, besteht keine Gefahr, daß der Ersatzreifen beim Verstauen geneigt befestigt wird. Ein Fehler beim Verstauen von Werkzeug kann vermieden werden, weil der Ersatzreifen nicht horizontal befestigt werden kann, falls nur eines der Werkzeuge in der Vertiefung verstaut ist.

Weil die Stellen zum Anbringen von Werkzeug an Stellen vorgesehen sind, die Ersatzreifen verschiedener Größe entsprechen, kann eine einzige Vorrichtung zum Verstauen des Ersatzreifens verwendet werden. Dies trägt zu einer Verringerung des Konstruktions- und Teileaufwands bei.

Weil die Vertiefung entsprechend der Werkzeugform ausgebildet ist, wird verhindert, daß das Werkzeug am falschen Platz verstaut wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Anbringen von Werkzeug in einem Fahrzeug mit einer an einem Heckboden (13) des Fahrzeugs (12) vorgesehenen Vertiefung (1a) zum Verstauen eines Ersatzreifens (8, 9) und Teilen (3, 4) zum Anbringen von Werkzeug (5, 6), die sich in Längsrichtung des Fahrzeugs (12) in der Vertiefung (1a) erstrecken und an gegenüberliegenden Seiten einer durch die Mitte der Vertiefung (1a) verlaufenden Achse (L) vorgesehen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil (3, 4) zum Anbringen von Werkzeug eine der Form des Fahrzeugwerkzeugs (5, 6) entsprechende Vertiefung (3, 4) ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Teil (3, 4) zum Anbringen von Werkzeug (5, 6) eine Schalldämpferplatte (10) vorgesehen ist.






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