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Dokumentenidentifikation DE69409328T2 23.07.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0654432
Titel Vorrichtung zum Kippen von Rollen aus langen Bahnen
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Sanda, Akihiro, Minami-Ashigara-shi, Kanagawa, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69409328
Vertragsstaaten DE, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 31.10.1994
EP-Aktenzeichen 941172165
EP-Offenlegungsdatum 24.05.1995
EP date of grant 01.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.07.1998
IPC-Hauptklasse B65H 19/30
IPC-Nebenklasse B65G 47/252   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kippen von Rollen aus langen Bahnen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Beschreibung des Standes der Technik

Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs list aus der US-A-2 207 893 bekannt.

Wie beispielsweise in der japanischen nichtgeprüften Patentveröffentlichung Nr. 4(1992)-112172 beschrieben ist, werden lange Bahnen aus fotografischen Materialien und ähnlichem herkömmlicherweise in Spulen aufgewickelt und in der Form von Rollen gehandhabt. In vielen Fällen wird die lange Bahn dieser Art in einer Aufwickevorrichtung in eine Rolle derart aufgewickelt, daß die Aufwickelachse der Rolle nahezu horizontal sein kann. Das nachlaufende Ende der langen Bahn wird dann an der Rolle der langen Bahn befestigt. Wenn die Rolle der langen Bahn zu dem nächsten Prozeß weiterbefördert wird, wird im allgemeinen die Rolle der langen Bahn durch eine Fördervorrichtung in einer stabilen Ausrichtung derart befördert, daß die Aufwickelachse der Rolle der langen Bahn nahezu senkrecht sein kann. Daher ist es notwendig, eine Vorrichtung zum Kippen der Rolle der langen Bahn von dem Zustand, in dem die Aufwikkelachse der Rolle der langen Bahn nahezu horizontal ist, zu dem Zustand, in dem die Aufwickelachse nahezu vertikal ist, zu verwenden.

Als eine Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn ist eine in den Figuren 10A, 10B, 10C und 10D gezeichnete Vorrichtung bisher bekannt gewesen, wobei zwei Bandfördervorrichtungen 51 und 52 miteinander so kombiniert sind, daß sie zueinander senkrecht sind. Die Bandfördervorrichtungen 51 und 52 können um einen Winkel von 90º um eine Drehwelle 53 gedreht werden. Mit der dargestellten herkömmlichen Vorrichtung wird eine Rolle 56 einer langen Bahn auf einer Bandfördervorrichtung 54 in einer solchen Orientierung abgelegt, daß eine Aufwickeachse C der Rolle 56 der langen Bahn nahezu horizontal sein kann. Wie in Fig. 10A dargestellt ist, wird die Rolle 56 der langen Bahn, die somit durch die Bandfördervorrichtung 54 befördert worden ist, durch die Bandfördervorrichtung 51 empfangen. Wie in Fig. 10B veranschaulicht ist, wird die Rolle 56 der langen Bahn durch die Bandfördervorrichtung 51 zu der Position befördert, an der sie mit der Bandfördervorrichtung 52 in Berührung kommt. Danach werden die Bandfördervorrichtungen 51 und 52 um die Drehwelle 53 gedreht, wie in Fig. 10C veranschaulicht ist, und die Rolle 56 der langen Bahn wird dadurch in eine solche Orientierung gekippt, daß die Aufwickelachse C nahezu senkrecht sein kann. Wie in Fig. 10D veranschaulicht ist, wird dann die Bandfördervorrichtung 52 angetrieben, um die Rolle 56 der langen Bahn auf eine Bandfördervorrichtung 55 zu liefem. Eine zu der oben beschriebenen Vorrichtung ähnliche Vorrichtung ist aus der US-A-3 884 362 bekannt.

Mit der oben beschriebenen herkömmlichen Vorrichtung kann der Kippvorgang nicht sofort nach dem Empfang der Rolle 56 der langen Bahn durch die Bandfördervorrichtung 51 begonnen werden. Der Kippvorgang kann erst begonnen werden, nachdem die Rolle der langen Bahn 56 zu der in Fig. 10B gezeigten Position befördert worden ist. Zudem können die Bandfördervorrichtungen 51 und 52 nicht sofort in die Anfangspositionen zurückgeführt werden, nachdem der Kippvorgang beendet worden ist. Wie insbesondere in Fig. 10D veranschaulicht ist, können die Bandfördervorrichtungen 51 und 52 erst zu ihren Anfangspositionen zurückgeführt werden, nachdem die Rolle 56 der langen Bahn vollständig von der Bandfördervorrichtung 52 auf die Bandfördervorrichtung 55 entladen worden ist. Daher kann die Bearbeitungszeit pro Rolle einer langen Bahn nicht kurz gehalten werden.

Weiter ist die veranschaulichte herkömmliche Vorrichtung nicht mit einem Mittel zum Halten der Rolle 56 der langen Bahn auf den Bandfördervorrichtungen 51 und 52 ausgestattet. Daher besteht die Gefahr, daß die Position der Rolle 56 der langen Bahn sich aufgrund von Trägheit während des Kippvorgangs verschiebt und die Rolle 56 der langen Bahn somit verkratzt wird. Weiter besteht die Gefahr, daß sich die Rolle 56 der langen Bahn während des Kippvorgangs au- und abbewegt. Dementsprechend treten Probleme darin auf, daß die Geschwindigkeit, mit der der Kippvorgang ausgeführt wird, nicht hoch sein kann.

Als eine Kippvorrichtung, die in der Lage ist, den Kippvorgang schneller durchzuführen, ist beispielsweise in der japanischen nichtveröffentlichten Gebrauchsmusterveröffentlichung Nr. 56(1981)-72852 eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der die Gegenstände nacheinander in ein sich drehendes Flügelrad eingespeist werden. Die vorgeschlagene herkömmliche Kippvorrichtung ist nicht mit einem Mittel zum Halten der zu kippenden Gegenstände versehen. Daher besteht die Gefahr, daß die Gegenstände aufgrund einer Lageverschiebung verkratzt werden.

Als eine Kippvorrichtung, die mit einem Mechanismus zum Halten einer Rolle versehen ist, ist beispielsweise in der japanischen nichtgeprüften Patentveröffentlichung Nr. 5(1993)-58597 eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der ein mit dem Haltemechanismus versehener Schaft in einen Kern, d.h. eine Spule, um die ein elektrischer Draht herum aufgewickelt wurde, eingefügt wird. Mit der vorgeschlagenen Kippvorrichtung wird nur der Kern gehalten. Daher treten in den Fällen, bei denen die vorgeschlagene Kippvorrichtung für eine Rolle einer langen Bahn verwendet wird, die Probleme auf, daß die äußeren Schleifen der langen Bahn in der Rolle in der Position entlang der axialen Richtung abweichen.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum kippen einer Rolle einer langen Bahn zu schaffen, wobei der Vorgang zum kippen der Rolle der langen Bahn schnell ausführbar sein soll.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einers langen Bahn zu schaffen, wobei ein Auftreten der Probleme, daß die Rolle der langen Bahn verkratzt wird und daß Schleifen der langen Bahn in der Rolle in der Position entlang der axialen Richtung der Rolle der langen Bahn abweichen, verhindert werden.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung mit den in Anspruch 1 dargelegten Merkmalen.

Erfindungsgemäß kann das Halterungsmittel ein Paar von Elementen umfassen, die gegenüberliegenden Randbereichen der vorderen Endfläche der Rolle der langen Bahn zugewandt stehen, wenn das Halterungsmittel an eine geeignete Position gesetzt ist, und das Paar von Elementen der Halterungsmittel, die an die Unterstützungsposition gesetzt sind, kommt zu Positionen an den Seiten außerhalb von der zweiten Rastoberfläche und ist der zweiten Rastoberfiäche nicht im Weg, wenn die Rolle der langen Bahn auf die zweite Rastoberfläche gesetzt wird.

Mit der Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langens Bahn gemäß der vorliegenden Erfindung wird der Vorgang zum Kippen der Rolle der langen Bahn ausgeführt, während der äußere Umfang der Rolle der langen Bahn durch die Einspannmittel eingeklemmt und gehalten wird. Daher kann das Auftreten von Problemen, daß sich die Rolle der langen Bahn in der Position während des Kippvorgangs verschiebt und somit verkratzt wird, zufriedenstellend gelöst werden.

Zudem wird die vordere Endfläche der Rolle der langen Bahn, die der Richtung zugewandt steht, in die die Rolle der langen Bahn gekippt wird, mit dem Halterungsmittel in Kontakt gebracht und dadurch unterstützt. Bei Fortschreiten des Kippvorgangs und wenn die Rolle der langen Bahn der gekippten Orientierung nahekommt (in der die Aufwickelachse nahezu senkrecht ist), fallen daher die inneren Schlaufen der Rolle der langen Bahn nicht früher als die Schlaufen am äußeren Umfang der Rolle der langen Bahn, die durch die Einspannmittel gehalten sind. Somit weichen die Schlaufen in der Rolle der langen Bahn in der Position entlang der axialen Richtung der Rolle der langen Bahn nicht ab.

Die Abweichung der Schlaufen der Rolle der langen Bahn in der Position tritt zum anfänglichen Stadium des Kippvorgangs nicht auf, d.h. während die Rolle der langen Bahn in der Orientierung nahe der aufrechten Orientierung ist (in der die Aufwickelachse der Rolle der langen Bahn nahezu horizontal ist). Sogar wenn die vordere Endfläche der Rolle der langen Bahn in Kontakt mit den Halterungsmitteln gebracht wird, nachdem der Kippvorgang begonnen wurde, wird daher kein Problem auftreten.

Weiter wird mit der Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn gemäß der vorliegenden Erfindung keine Konfiguration für die Beförderung der Rolle der langen Bahn in dem Kippsystem geschaffen. Daher muß der Kippvorgang in dem Kippsystem und der Rückkehrvorgang des Kippsystems zu der Anfangsposition nicht auf die Vollendung der Beförderung der Rolle der langen Bahn in dem Kippsystem warten. Dementsprechend können die Kippvorgänge schnell nacheinander ausgeführt werden.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn wird das Einspannmittel (und folgedessen auch die Rolle der langen Bahn) in bezug auf das Halterungsmittel in dem Kippsystem bewegt. Die Bewegung des Einspannmittels in bezug auf das Halterungsmittel wird ausgeführt, nachdem der Kippvorgang begonnen wurde. Daher wird der Kippvorgang nicht aufgrund der Bewegung des Einspannmittels in bezug auf das Halterungsmittel verzögert, und der Kippvorgang kann schnell ausgeführt werden.

Insbesondere ist in der zweiten Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn gemäß der vorliegenden Erfindung das Halterungsmittel der zweiten Rastoberfläche nicht im Wege. Daher ist es nicht notwendig, einen Betrieb zum Zurückziehen des Halterungsmittels durchzuführen, bevor die vordere Endfläche der Rolle der langen Bahn, die durch das Halterungsmittel unterstützt wird, an der zweiten Rastoberfläche ankommt. Dementsprechend kann die Übertragung der Rolle der langen Bahn auf die zweite Rastfläche gleichmäßig und störungsfrei durchgeführt werden.

Wie man aus der Beschreibung verstehen wird, sei betont, daß der Begriff "Bewegen eines Einspannmittels in bezug auf ein Halterungsmittel", der hier verwendet wird, die Bewegung des Einspannmittels relativ zu dem Halterungsmittel bedeutet und sowohl die Fälle einschließt, bei denen das Einspannmittel bewegt wird, während das Halterungsmittel stationär gehalten wird, als auch die Fälle, bei denen das Halterungsmittel bewegt wird, während das Einspannmittel stationär gehalten wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Vorderansicht, die eine Ausführungsform der Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt,

Fig. 2 ist eine Seitenansicht, die die Ausführungsform der Fig. 1 zeigt,

Fig. 3 ist eine Draufsicht, die die Ausführungsform der Fig. 1 zeigt,

Fig. 4 ist eine Seitenansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zeigt, bevor ein Kippvorgang begonnen wird,

Fig. 5 ist eine Seitenansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zu einem anfänglichen Stadium des Kippvorgangs zeigt,

Fig. 6 ist eine Vorderansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zeigt, bei dem ein Einspannmittel eine Rolle einer langen Bahn hält,

Fig. 7 ist eine Seitenansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zeigt, bei dem ein Kippvorgang ausgeführt wird,

Fig. 8 ist eine Seitenansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zeigt, bei dem ein Kippvorgang abgeschlossen ist,

Fig. 9 ist eine Seitenansicht, die den Zustand der Ausführungsform der Fig. 1 zeigt, bei dem sie zu ihrem Anfangszustand zurückgekehrt ist, und

Fig. 10A, 10B, 10C und 10D sind Seitenansichten, die Schritte eines Kippvorgangs einer herkömmlichen Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einers langen Bahn zeigen.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend in weiteren Einzelheiten in bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben.

Figur list eine Vorderansicht, die eine Ausführungsform der Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt. Figur 2 ist eine Seitenansicht, die die Ausführungsform der Figur 1 zeigt. Figur 3 ist eine Grundrißansicht, die die Ausführungsform der Figur 1 zeigt. Die veranschaulichte Vorrichtung kippt eine Rolle 1 einer langen Bahn, in die eine lange Bahn, wie ein fotografisches Material, aufgewickelt wurde. Die Rolle 1 der langen Bahn wird auf eine obere Oberfläche einer Produktfördervorrichtung 15 in einer solchen Orientierung gelegt, daß eine Aufwickelachse C der Rolle 1 der langen Bahn nahezu horizontal und parallel zu der Richtung der Bewegung der Produktfördervorrichtung 15 sein kann. Die obere Oberfläche der Produktfördervorrichtung 15 dient als eine erste Rastoberfläche.

Diese Kippvorrichtung ist mit einem Paar von Einspannelementen 2, 2, die an gegenüberliegenden Seiten außerhalb von der Rolle 1 der langen Bahn mit der oben beschriebenen Orientierung gelegen sind, und einem Paar von Anschlagplatten 3, 3, die als ein Halterungsmittel dienen, versehen. Jedes Einspannelement ist an einer Halterung 20 über ein Paar von linearen Buchsen 5, 5 derart angebracht, daß sich das Einspannelement 2 nach rechts und links in Figur 1 bewegen kann. Jedes Einspannelement 2 wird durch einen Luftzylinder 4 in der oben beschriebenen Richtung bewegt. Jede Halterung 20 ist an einer Verschiebebasis 21 über Verschiebungsführungen 6, 6 derart gehaltert, daß die Halterung 20 sich in der Breitenrichtung der Rolle der langen Bahn 1 bewegen kann, d.h. nach rechts und links in Figur 2. Jede Anschlagplatte 3 ist an der Verschiebebasis 21 befestigt und mit einem Luftzylinder 16 versehen. Das anführende Ende eines Kolbens 16a des Luftzylinders 16 ist an dem Rahmen 20 befestigt. Wenn daher der Kolben 16a des Luftzylinders 16 vorgeschoben und zurückgezogen wird, wird die Halterung 20 nach rechts und links in Figur 2 bewegt.

Jede Verschiebebasis 21 ist an einer drehbaren Basis 22 über Verschiebungsführungen 7, 7 derart angebracht, daß die Verschiebebasis 21 sich in der radialen Richtung der Rolle 1 der langen Bahn, d.h. nach rechts und links in Figur 1, bewegen kann. Weiter sind die Verschiebebasen 21, 21 jeweils mit mit Innengewinde versehenen Blöcken 23, 23' verbunden. Die Blöcke 23, 23' mit Innengewinde sind jeweils mit Kugelumflaufspindeln 8, 8' im Eingriff, die durch die drehbaren Basen 22, 22 gehalten werden und sich drehen können. Die Kugelumlaufspindeln 8, 8' sind aus gegenläufigen Gewinden aufgebaut und miteinander durch eine Kopplung 11 kombiniert. Wenn die Kugelumlaufspindeln 8, 8' durch einen Motor 9 gedreht werden, werden die Verschiebebasen 21, 21 linear in Richtungen, die sich aufeinander zu bewegen, oder in Richtungen, die sich voneinander weg bewegen, gemäß der Richtung der Drehung der Kugelumlaufspindeln 8, 8' bewegt.

Jede drehbare Basis 22 ist an einer Hauptdrehwelle 10 befestigt. Wenn die Hauptdrehwelle 10 im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn durch einen Motor 13 über eine Kopplung 12 gedreht wird, wird jede drehbare Basis 22 in durch den doppelköpfigen Pfeil R angezeigte Richtungen gedreht. Die Hauptdrehwelle 10 ist durch Lagereinheiten 14,14 derart gehaltert, daß die Hauptdrehwelle 10 sich leicht drehen kann.

Nachfolgend wird in bezug auf die Figuren 4 bis 9 beschrieben, wie diese Ausführungsform arbeitet. Wie in Figur 4 veranschaulicht ist, werden die Rollen 1, 1, ... langer Bahnen, die in dem vorhergehenden Verfahren gebildet wurden, in der oben beschriebenen Orientierung auf die Produktfördervorrichtung 15 gelegt und nacheinander durch die Produktfördervorrichtung 15 zu der Kippvorrichtung befördert. Dabei wird das Paar von Einspannelementen 2, 2 an Positionen gesetzt, die unter einem Abstand stehen, der größer ist als der Durchmesser der Rolle 1 der langen Bahn, so daß sie nicht der zu der Kippvorrichtung geförderten Rolle 1 der langen Bahn im Wege sind. Zudem werden die Anschlagplatten 3, 3 an die Halterungspositionen gesetzt, die in einem Abstand voneinander stehen, der kleiner ist als der Durchmesser der Rolle der langen Bahn, und die jeweils den gegenüberliegenden Randbereichen einer vorderen Endfläche 1 a der Rolle 1 der langen Bahn gegenüberliegend zugewandt stehen (d.h. die Endfläche, die der Seite einer Fördervorrichtung 18, die später beschrieben werden wird, zugewandt steht). Das Einstellen der Positionen der Einspannelemente 2, 2 und der Anschlagplatten 3, 3 wird ausgeführt durch Ansteuern des Motors 9 gemäß dem Durchmesser der Rolle 1 der langen Bahn und dabei durch Bewegung der Verschiebebasen 21, 21 nach rechts und links in Figur 1.

Wie in Figur 5 veranschaulicht ist, wird die Produktfördervorrichtung 15 durch einen photoelektrischen Schalter (nicht gezeigt) angehalten, wenn die vordere Endfläche 1a der ersten Rolle 1 der langen Bahn zu der Position unmittelbar vor der Position gebracht wird, die in Berührung mit den Anschlagplatten 3, 3 ist. Dabei wird das Timing, mit der die Fördervorrichtung 15 angehalten wird, so gesetzt, daß der Abstand zwischen der vorderen Endfläche 1 a der Rolle 1 der langen Bahn und den Anschlagplatten 3, 3 nicht größer ist als die Bewegungsstrecke der Halterung 20, die durch den Luftzylinder 16 bewegt wird. Figur 1 zeigt die Vorderseitenkonfiguration der Kippvorrichtung zu der Zeit, an der die Fördervorrichtung 15 auf die oben beschriebene Weise angehalten ist.

Nachdem die Fördervorrichtung 15 angehalten wurde, werden die Luftzylinder 4, 4 in Betrieb gesetzt, um die Einspannelemente 2, 2 in die aufeinander zu gehenden Richtungen zu bewegen. Auf diese Weise halten die Einspannelemente 2, 2 die Rolle 1 der langen Bahn durch Einklemmen der äußeren Umfangsteile der Rolle 1 der langen Bahn von beiden Seiten. Die Vorderseitenkonfiguration zu dieser Zeit ist in Figur 6 gezeigt. Die Teile der Einspannelemente 2, 2, die mit der Rolle 1 der langen Bahn in Kontakt kommen, sind aus einem elastischen Material, wie Gummi oder Schwamm, aufgebaut. Daher können die Einspannelemente 2, 2 die Rolle 1 der langen Bahn zuverlässig so halten, daß sie die äußeren Umfangsteile der Rolle 1 der langen Bahn nicht verkratzen und nicht entlang der äußeren Umfangsteile der Rolle 1 der langen Bahn abgleiten.

Wenn die Einspannelemente 2, 2 die Rolle 1 der langen Bahn halten, wird der Motor 13 betrieben zum Drehen der Hauptdrehwelle 12 in der Figur 2 gegen den Uhrzeigersinn. Wie in Figur 7 dargestellt ist, drehen sich die drehbaren Basen 22, 22 zusammen mit der Hauptdrehwelle 12 und die Rolle 1 der langen Bahn, die durch die Einspannmittel 2, 2 gehalten wird, wird zur Seite der Fördervorrichtung 18 nach unten bewegt. Unmittelbar nachdem der Drehvorgang der drehbaren Basen 22, 22 beginnt, werden die Luftzylinder 16,16 angesteuert, um die Halterungen 20, 20 in der Richtung auf die Anschlagplatten 3, 3 hin zu bewegen. Auf diese Weise wird die vordere Endfläche 1a der Rolle 1 der langen Bahn mit den Anschlagplatten 3, 3 in Kontakt gebracht. Die vordere Endfläche 1a der Rolle 1 der langen Bahn wird somit durch die Anschlagplatten 3, 3 unterstützt, bevor die Rolle 1 der langen Bahn um einen großen Winkel geneigt wird. Daher fallen die inneren Schleifen der Rolle 1 der langen Bahn nicht früher als die Schleifen an dem äußeren Umfang der Rolle 1 der langen Bahn. Somit weichen die Schleifen der Rolle 1 der langen Bahn nicht in der Position entlang der axialen Richtung der Rolle 1 der langen Bahn ab.

Weiter wird die Rolle 1 der langen Bahn gekippt, während sie zwischen den Einspannelementen 2, 2 gehalten wird. Daher kann zuverlässig das Auftreten des Problems verhindert werden, daß sich die Rolle 1 der langen Bahn in der Position während des Kippvorgangs verschiebt und somit verkratzt wird.

Wie in Figur 8 veranschaulicht ist, wird nach Drehung der Hauptdrehwelle 10 um 90º die vordere Endfläche 1 a der Rolle 1 der langen Bahn auf der oberen Oberfläche der Fördervorrichtung 18 abgelegt und der Motor 13 wird angehalten. Zudem werden die Luftzylinder 4, 4 umgekehrt betrieben, um die Einspannelemente 2, 2 in Richtungen weg voneinander zu bewegen. Weiter wird der Motor 9 betrieben und die Verschiebebasen 21, 21 werden nach außen bewegt, bis der Abstand zwischen den Anschlagplatten 2, 2 größer wird als der Durchmesser der Rolle 1 der langen Bahn. (Dieser Zustand ist in Figur 3 gezeigt.) Auf diese Weise wird die Rolle 1 der langen Bahn von den Einspannelementen 2, 2 und den Anschlagplatten 3, 3 freigegeben. Wie in Figur 9 veranschaulicht ist, wird die Rolle 1 der langen Bahn somit in den Zustand gekippt, bei dem die Wickelachse C ungefähr senkrecht ist, und wird dann auf die Fördervorrichtung 18 gelegt.

Wenn die Anschlagplatten 3, 3 auf die Positionen zur Unterstützung der vorderen Endfläche 1 a der Rolle 1 der langen Bahn eingestellt sind, ist der Abstand zwischen den Anschlagplatten 3, 3 größer als die gesamte Breite der Fördervorrichtung 18. Wenn daher die Rolle 1 der langen Bahn auf die Fördervorrichtung 18 gelegt wird, werden die Anschlagplatten 3, 3 nicht mit der Fördervorrichtung 18 kollidieren, sogar wen sie an den Positionen zum Unterstützen der Rolle 1 der langen Bahn beibehalten werden, und die Übertragung der Rolle 1 der langen Bahn kann störungsfrei durchgeführt werden.

Danach wird die Fördervorrichtung 18 betrieben zur Anlieferung der Rolle 1 der langen Bahn an den nächsten Prozeßschritt. Weiter wird der Motor 13 in umgekehrter Richtung betrieben, um die Hauptdrehwelle 10 um einen Winkel von 90º im Uhrzeigersinn in der Figur 9 zu drehen. Auf diese Weise kehren die Einspannelemente 2, 2 und die Anschlagplatten 3, 3 zu der Drehposition zurück, die in Figur 4 gezeigt ist. Während des Betriebs zur Rückkehr in die Ausgangsposition wird der Motor 9 betrieben, um die Verschiebebasen 21, 21 zu bewegen. Auf diese Weise kehren die Einspannelemente 2, 2 und die Anschlagplatten 3, 3 zu den Positionen zum Empfang der Rolle 1 der langen Bahn zurück, die in der Figur 1 gezeigt ist. Weiter werden während des Rückkehrbetriebs die Luftzylinder 16,16 betrieben, um die Halterungen 20, 20 zu den Anfangspositionen, die in Figur 2 gezeigt sind, zurückzuführen. Die Anfangspositionen der Halterungen 20, 20 sind durch die Anschläge 17, 17 definiert. Danach werden die oben beschriebenen Vorgänge wiederholt und die Rollen 1, 1, ... langer Bahnen werden nacheinander dem Kippvorgang unterworfen.

Wie oben beschrieben wurde, wird in dieser Ausführungsform die Rolle 1 einer langen Bahn nicht in dem System zum Kippen der Rolle 1 der langen Bahn befördert. Daher müssen die Kippvorgänge der Einspannelemente 2, 2 und der Anschlagplatten 3, 3 und die Rückkehrvorgänge der Einspannelemente 2, 2 und der Anschlagplatten 3, 3 zu den Ausgangspositionen nicht auf die Vollendung der Beförderung der Rolle 1 der langen Bahn in dem Kippsystem warten. Dementsprechend können die Kippvorgänge schnell nacheinander ausgeführt werden. Insbesondere können mit dieser Ausführungsform Rollen 1, 1, ... langer Bahnen, die jeweils einen in den Bereich von 150 mm bis 450 mm fallenden Durchmesser, eine in den Bereich von 70 mm bis 250 mm fallende Breite und ein in den Bereich von 1 kg bis 15 kg fallendes Gewicht aufweisen, innerhalb einer Zeit von 3 bis 5 Sekunden pro Rolle einer langen Bahn abgearbeitet werden. Andererseits ist mit der herkömmlichen Vorrichtung, die in den Figuren 10A, 10B, 10C und 10D gezeigt ist, eine Bearbeitungszeit von 8 bis 10 Sekunden pro Rolle einer langen Bahn für die gleichen Rollen langer Bahnen, wie sie oben beschrieben wurden, notwendig.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum Kippen einer Rolle einer langen Bahn, wobei die Rolle (1) der langen Bahn, in die eine lange Bahn aufgewickelt wurde und die auf einer ersten Rastfläche in einem solchen Zustand vorgesehen ist, daß die Aufwickelachse der Rolle einer langen Bahn nahezu parallel zu der ersten Rastoberfläche ist, auf eine zweite Rastoberfläche übertragen wird, wobei die Rolle einer langen Bahn zu einem Zustand gekippt wird, bei dem die Aufwickelachse senkrecht zu der zweiten Rastoberfläche ist, wobei die Vorrichtung umfaßt:

ein Halterungsmittel (3), das in eine Unterstützungsposition bringbar ist, die einer vorderen Endfläche der Rolle einer langen Bahn zugewandt steht, wenn die Rolle einer langen Bahn auf der ersten Rastfläche positioniert ist, und

ein Drehübertragungsmittel (13, 12, 10, 22) zum Drehen des Halterungsmittels (3) und der Rolle (1) einer langen Bahn um einen Winkel von ungefähr 90º, wodurch die Rolle einer langen Bahn auf die zweite Rastoberfläche derart gelegt wird, daß die vordere Endfläche auf der zweiten Rastoberfläche sitzt,

gekennzeichnet durch

ein Einspannmittel (2) zum Halten der Rolle einer langen Bahn, die auf der ersten Rastfläche liegt, durch Einklemmen des äußeren Umfangs der Rolle einer langen Bahn von beiden Seiten in der radialen Richtung, und

ein Mittel zum Bewegen des Einspannmittels in bezug auf das Halterungsmittel (2), das auf die Unterstützungsposition gesetzt ist, in der Richtung entlang der Aufwikkelachse der Rolle einer langen Bahn, nachdem das Drehübertragungsmittel angefangen hat, sich zu drehen, und um dadurch die vordere Endfläche der Rolle einer langen Bahn mit dem Halterungsmittel (3) in Kontakt zu bringen, wobei das Drehübertragungsmittel das Halterungsmittel zusammen mit den Einspannmitteln dreht, während die Rolle einer langen Bahn durch das Einspannmittel gehalten wird.

2. Eine Vorrichtung wie in Anspruch 1 bezeichnet, wobei das Halterungsmittel ein Paar von Elementen (2) umfaßt, die gegenüberliegenden Randbereichen der vorderen Endfläche der Rolle (1) einer langen Bahn zugewandt stehen, wenn das Halterungsmittel (2) auf die Unterstützungsposition gesetzt ist, und wobei das Paar von Elementen des Halterungsmittels, das auf die Unterstützungsposition gesetzt ist, zu Positionen seitlich außerhalb von der zweiten Rastoberfläche (18) kommt und nicht mit der zweiten Rastoberfiäche kollidiert, wenn die Rolle einer langen Bahn auf die zweite Rastfläche gesetzt wird.

3. Eine Vorrichtung wie in Anspruch 1 bezeichnet, wobei die Rolle (1) einer langen Bahn ein photografisches Material als die Bahn umfaßt.

4. Eine Vorrichtung wie in Anspruch 1 bezeichnet, wobei die erste Rastoberfläche eine obere Oberfläche einer ersten Fördervorrichtung (15) ist.

5. Eine Vorrichtung wie in Anspruch 1 bezeichnet, wobei die zweite Rastoberfläche eine obere Oberfläche einer zweiten Fördervorrichtung (18) ist.







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