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Dokumentenidentifikation DE19704508A1 13.08.1998
Titel Gasabsorption mit Membrankontaktoren
Anmelder W.L. Gore & Associates GmbH, 85640 Putzbrunn, DE
Erfinder Witzko, Richard, 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn, DE;
Bier, Christian, 83623 Dietramszell, DE
DE-Anmeldedatum 06.02.1997
DE-Aktenzeichen 19704508
Offenlegungstag 13.08.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.08.1998
IPC-Hauptklasse B01D 53/14
IPC-Nebenklasse B01D 61/00   B01D 53/22   D03D 15/00   C08L 23/06   C08L 23/12   C08L 27/18   C08L 77/00   C08L 67/00   C08K 7/22   B32B 27/08   
IPC additional class // (C08L 23/06,27:18)C07C 215/08  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Gasabsorption mit Hilfe sogenannter Membrankontaktoren. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Abtrennen einer oder mehrerer gasförmiger Komponenten aus einer Gasphase, außerdem ein Verfahren zum Desorbieren einer von einem flüssigen Absorbens aufgenommenen Gaskomponente aus diesem Absorbens. Schließlich betrifft die Erfindung eine Anlage zum Abtrennen einer gasförmigen Komponente aus einer Gasphase. Verwendet wird hierbei ein Membrankomplex bestehend aus einer mikroporösen Kunststoff-Trägerschicht und einer dichten Schicht sowie wahlweise einer zusätzlichen verstärkenden Trägerschicht. Der mikroporöse Kunststoff ist aus der Gruppe Polyethylen, Polypropylen und Polyvinyliden ausgewählt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Gasabsorption mit Hilfe sogenannter Membrankontaktoren. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Abtrennen einer oder mehrerer gasförmiger Komponenten aus einer Gasphase, außerdem ein Verfahren zum Desorbieren einer von einem flüssigen Absorbens aufgenommenen Gaskomponenete aus diesem Absorbens. Schließlich betrifft die Erfindung eine Anlage zum Abtrennen einer gasförmigen Komponente aus einer Gasphase.

Diese Anmeldung nimmt ausdrücklich Bezug auf den Offenbarungsgehalt der DE 196 39 965.3, einschließlich der Ansprüche, Beschreibung und Zeichnungen.

Auf Seite 6 der o.g. Anmeldung wird ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Abtrennen einer oder mehrerer gasförmiger Komponenten aus einer Gasphase offenbart, bei dem die Gasphase über eine mikroporöse Trägerschicht und eine auf der Trägerschicht aufgebrachte dichte Schicht in Kontakt mit einem flüssigen Absorbens gebracht wird. Dieses Verfahren wird in Anspruch 1 beansprucht.

Auf Seite 8 der o.g. Anmeldung wird ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren zum Desorbieren beschrieben, bei dem mit dem Absorbens eine mikroporöse Trägerschicht und eine darauf aufgebrachte dichte Schicht in Kontakt gebracht wird. Dieses Verfahren ist in Anspruch 2 beansprucht.

Ansprüche 19-21 der o.g. Anmeldung beanspruchen entsprechende Anlagen zur Durchführung dieser Verfahren jeweils unter Verwendung eines Membrankomplexes bestehend aus einer mikroporösen Trägerschicht und einer dichten Schicht.

Die mikroporöse Trägerschicht besteht gemäß der Zusatzerfindung bevorzugt aus mikroporösen Kunststoffen, insbesondere Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF).

Das Membrangebilde aus mikroporöser Trägerschicht und der darauf ausgebildeten relativ dünnen "dichten" Schicht kann, gemäß einer zusätzlichen erfinderischen Ausgestaltung, noch mindestens eine weitere mechanisch verstärkende Schicht enthalten. Die verstärkende Schicht kann aus einem Gewebe, Gewirke, Vlies oder Filz bestehen. Als Materialien kommen insbesondere Metalle, wie z. B. Kupfer oder Kunststoffe, z. B. PP, PE, Polytetrafluorethylen (PTFE), Ethylen-Tetrafluorethylen- Copolymer (ETFE), Polyamid (PA) oder Polyester (PES) in Frage. Die verstärkende Schicht kann angrenzend an die Trägerschicht und/oder angrenzend an die dichte Schicht angebracht werden.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Schnittansicht durch eine erfindungsgemäß verwendete Membran gemäß der zusätzlichen erfinderischen Ausgestaltung.

Fig. 1 ist eine Abwandlung der in DE 196 39 965.3 gezeigten Fig. 3. Die Bezugszeichen sind beibehalten worden.

Von unten nach oben zeigt Fig. 1 das zu reinigende Abgas 8, dann das Membrangebilde 2. Dieses besteht aus drei Schichten. Zu Abgasseite hin gewandt liegt die verstärkende Schicht 3, z. B. in Form eines Polypropylengewebes. Als nächstes folgt die Trägerschicht 4, vorzugsweise aus mikroporösem PTFE. Abschließend kommt die dichte Schicht 6, z. B. ein Perfluorodioxol. Benachbart zu der dichten Schicht 6 ist die das Innere der Hohlfasern durchströmenden Flüssigkeit 10, vorzugsweise Monoethanolamin, gemischt mit Wasser.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-18 der DE 196 39 965.3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (4) ein mikroporöser Kunststoff ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff aus der Gruppe der mikroporösen Kunststoffe bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Polyvinyliden ausgewählt ist.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 18 der DE 196 39 965.3, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (2) mindestens eine zusätzliche verstärkende Schicht (3) enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) neben der Trägerschicht (4), neben der dichten Schicht (6) oder neben beiden Schichten (4,6) angeordnet sein kann.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus einem Gewebe, Gewirke, Vlies oder Filz ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus der Gruppe der Kunststoffe bestehend aus Polypropylen, Polyether, Polytetrafluorethylen, Ethylen-Tetrafluorethylen- Copolymer, Polyamid und Polyester ausgewählt ist.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus Metall ist
  8. 8. Anlage nach einem der Ansprüche 19 bis 21 der DE 196 39 965.3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht (4) ein mikroporöser Kunststoff ist.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff aus der Gruppe der mikroporösen Kunststoffe bestehend aus Polyethylen, Polypropylen und Polyvinyliden ausgewählt ist.
  10. 10. Anlage nach einem der Ansprüche 19 bis 21 der DE 196 39 965.3, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (2) mindestens eine zusätzliche verstärkende Schicht (3) enthält.
  11. 11. Anlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) neben der Trägerschicht (4), neben der dichten Schicht (6) oder neben beiden Schichten (4, 6) angeordnet sein kann.
  12. 12. Anlage nach einem der Ansprüche 19 bis 21 der DE 196 39 965.3, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus einem Gewebe, Gewirke, Vlies oder Filz ist.
  13. 13. Anlage nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus der Gruppe der Kunststoffe bestehend aus Polypropylen, Polyether, Polytetrafluorethylen, Ethylen-Tetrafluorethylen- Copolymer, Polyamid und Polyester ausgewählt ist.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die verstärkende Schicht (3) aus Metall ist.






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