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Dokumentenidentifikation DE19704923A1 13.08.1998
Titel Klebstoffhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel
Anmelder Hoechst Schering AgrEvo GmbH, 13509 Berlin, DE
Erfinder Rook, Burkhard, Dr., 65618 Selters, DE
DE-Anmeldedatum 10.02.1997
DE-Aktenzeichen 19704923
Offenlegungstag 13.08.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.08.1998
IPC-Hauptklasse A01N 25/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft die Verwendung von physikalisch abbindenden Klebstoffen gegebenenfalls in Kombination mit Biologica und/oder Ölen bei der Schädlingsbekämpfung im Pflanzenschutz, im Haushalts- und im Veterinärbereich.

Beschreibung[de]

Der Einsatz bestimmter Klebstoffe zur Schädlingsbekämpfung in Form von mit klebrigen Substanzen präparierten Oberflächen, wie Gelbflächen, Leimringen, Fliegenfängern, Köderfallen usw. ist bekannt. Ihre Wirkung beruht auf ein Festhalten der Schadorganismen, zumeist ohne Einsatz von Insektiziden.

Aus TP 89301 (Derwent World Patent Index 93-294588) ist die Verwendung von Carboxyethylcellulose gegebenenfalls in Kombination mit traditionellen Kontaktinsektiziden zur Schädlingsbekämpfung bei Pflanzen bekannt.

Im Kulturpflanzen-Anbau müssen zahlreiche Schädlingsarten, wie z. B. Blattläuse, Schildläuse, Thrips, Mottenschildläuse, Zikaden oder Spinnmilben bekämpft werden. Die Schädlinge können in der Regel wirkungsvoll mit Insektiziden oder Akariziden bekämpft werden. Diese Wirkstoffe besitzen aber in den meisten Fällen nur einen Wirkungsmechanismus, so daß es unter Umständen zur Ausbildung von Resistenzen kommen kann. Die Selektion von widerstandsfähigen Rassen kann dazu führen, daß der Anbau von Nutzpflanzen in manchen Gegenden erheblich erschwert wird.

Eine Möglichkeit der Überwindung derartiger Schwierigkeiten besteht darin, die verwendeten Wirkstoffe zu wechseln, so daß einer Resistenzentstehung vorgebeugt oder diese zumindest verlangsamt werden kann. Dies erfordert jedoch ständig die Entwicklung neuer Wirkstoffe, um keine Selektion auf den jeweiligen Wirkmechanismus zu erhalten.

Es bestand daher die Aufgabe, neue Schädlingsbekämpfungsmittel zur Anwendung im Pflanzenschutz, aber auch im Haushalts- und im Veterinärbereich zu finden, die diese Nachteile nicht aufweisen.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß bestimmte Klebstoffe, wie Ethylen- Vinylacetat-Copolymere (EVA), Polyvinylalkohole (PVAL) und Klebstoffe auf Naturharzbasis (z. B. ®Alresat-Typen), die z. B. aus der Papier- und Verpackungsindustrie bekannt sind, allein gut zur Schädlingsbekämpfung geeignet sind, wenn man sie direkt auf die von den Schädlingen befallenen Pflanzen und Tiere appliziert.

Die Erfindung betrifft daher die Verwendung von flüssigen Zubereitungen von einem oder mehreren Klebstoffen ausgewählt aus der Gruppe der Ethylen-Vinylacetat- Copolymeren, Polyvinylalkohole und der Klebstoffe auf Naturharzbasis zur Bekämpfung von Insekten, Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalts- und im Veterinärbereich, insbesondere im Bereich der Landwirtschaft, beim Gartenbau, bei "unter Glas"-Kulturen von Gemüse, Zierpflanzen und dergleichen.

Die neuen Schädlingsbekämpfungsmittel zeigen sehr gute abtötende sowie populationsunterdrückende Eigenschaften gegen Schadinsekten, -spinnentiere und Nematoden bei gleichzeitiger günstiger Warmblütertoxizität und sehr guter Pflanzenverträglichkeit. Sie sind gegen normal sensible und resistente Arten in allen ihren bewegliche Entwicklungsstadien wirksam.

Bevorzugt ist die Verwendung solcher Schädlingsbekämpfungsmittel, deren Klebstoffgehalt 0,01 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 4 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 2 Gew.-% beträgt, und worin die Klebstoffe überwiegend in Form einer Lösung, einer Suspension, einer Emulsion oder einer Suspoemulsion in einer flüssigen Phase vorlegen, die überwiegend aus einem oder mehreren Komponenten besteht, die aus Wasser und den organischen Lösungsmitteln, vorzugsweise den physiologisch unbedenklichen organischen Lösungsmitteln ausgewählt sind, wobei die flüssige Phase vorzugsweise zum überwiegenden Teil aus Wasser besteht.

Die genannten Klebstoffe können auf verschiedene Art formuliert werden, beispielsweise als Spritzpulver, wäßrige Lösungen, Emulsionen und Dispersionen auf Öl- oder Wasserbasis, Suspoemulsionen, wasseremulgierbare Granulate oder Mikrokapseln. Auf die einzelnen Formulierungstypen wird weiter unten näher eingegangen. Die genannten Formulierungen enthalten gegebenenfalls die jeweils üblichen Haft-, Netz-, Dispergier-, Emulgier-, Penetrations-, Lösungsmittel, Füll- oder Trägerstoffe.

Zur Anwendung werden die Formulierungen vorzugsweise mit Wasser zu den obengenannten anwendungsfertigen, erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmitteln verdünnt.

Es wurde weiterhin gefunden, daß bestimmte Klebstoffe in Kombination mit Biologica und/oder mit paraffinischen, pflanzlichen oder tierischen Ölen auch gut zur Schädlingsbekämpfung geeignet sind, wenn man sie direkt auf die von den Schädlingen befallenen Pflanzen und Tiere appliziert.

Nach DIN 16 920 unterteilt man die Klebstoff-Typen in physikalisch abbindende (wie Leime, Kleister, Lösungsmittel- und Dispersionskleber) und chemisch abbindende. Die physikalisch abbindenden Klebstoffen können lösungsmittelfrei oder lösungsmittelhaltig sein. Sie binden durch Änderung des Aggregatzustands (flüssig → fest) oder durch Verdunsten des Lösungsmittels vor oder während des Verklebungsprozesses ab und sind im allgemeinen einkomponentig. Von den physikalisch abbindenden Klebstoffen haben sich Lösungsmittelklebstoffe, Dispersionsklebstoffe und Leime als geeignet erwiesen, die kalt abbinden.

Die Erfindung betrifft daher weiterhin Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend einen oder mehrere physikalisch kalt abbindende Klebstoffe ausgewählt aus der Gruppe der Lösungsmittelklebstoffe, der Dispersionsklebstoffe und der Leime in Kombination mit einer oder mehrere Komponenten ausgewählt aus der Gruppe der Biologica und Öle, vorzugsweise der paraffinischen und der fetten Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der zuletzt genannten Schädlingsbekämpfungsmittel, die dadurch gekennzeichnet ist, daß man diese in flüssiger Form, gegebenenfalls nach Verdünnung auf eine anwendungsfertige Konzentration, auf die befallenen Pflanzen, Tiere und Anbauflächen appliziert, sowie ein Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalt- und Veterinärbereich, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man auf die befallenen Pflanzen, Tiere und Anbauflächen eine wirksame Menge eines Schädlingsbekämpfungsmittels appliziert.

Die Mischungen zeigen sehr gute abtötende populationsunterdrückende Eigenschaften gegen Schadinsekten, -spinnentiere und Nematoden bei gleichzeitiger günstiger Warmblütertoxizität und sehr guter Pflanzenverträglichkeit.

Erfindungsgemäß geeignete Klebstoffe für diese Mischungen sind beispielsweise Polyvinylacetat (PVAC), wie ®Ponal, ®Rhodopas; die vorerwähnten Ethylen- Vinylacetat-Copolymere (EVA), wie die verschiedenen ®Mowilith-Typen; Polyacrylate, wie ®Ercusol; Stärke; Dextrin, Caseinleime, wie ®Optal die vorerwähnten Polyvinylalkohole (PVAL), wie die verschiedenen ®Mowioltypen; Polyvinylpyrrolidone, wie ®Collacral, ®Luwiskol; Celluloseether, vorzugsweise Methylcellulose; die vorerwähnten Klebstoff auf der Basis von Naturharzen (wie Baumharzen, Wurzelharzen) und Klebstoffen auf Basis von Kunstharzen, wie ®Alresen (Terpenphenolharz).

Bevorzugte Klebstoffe sind EVAs, wie die ®Mowilith-Typen DM C2, DM 2KL, DM 132, DM 137 und dergleichen, die beispielweise in Form wäßriger Dispersionen im Handel erhältlich sind.

Weiterhin bevorzugt sind PVALs, wie die niedrig- bis mittelviskosen ®Mowiol-Typen 3-83, 4-80, 4-88 usw. bis 28-99, der Spezialtyp 04/M1, der vollverseifte Typ 66-100 und dergleichen. Bevorzugt sind auch Celluloseether, vorzugsweise Methylcellulose, wie ®Tylose, ®Glutofix, ®Glutolin und dergleichen.

Schließlich sind Klebstoffe auf Naturharzbasis bevorzugt. Dies sind beispielsweise von Kolophonium abgeleitete Harze, wie ®Alresat VKE 1301 und VKE 1341 (Harz auf Basis von Kolophonium und Kolophoniumestern bzw. dessen wäßrige Dispersion), ®Cellodyn (modifiziertes Kolophonium), ®Dymerex (dimeriziertes Kolophonium), ®Foral (hydriertes Kolophonium bzw. dessen Ester), oder andere modifizierte Naturharz, wie ®Alresat VKE 1302 und VKE 1342 (Harz auf Basis von Naturharzester bzw. dessen wäßrige Dispersion, ®Vinsol (bei der Holzdestillation gewonnenes Naturharz).

Es ist bekannt, daß bestimmte Organismen, wie z. B. Bakterien, Viren und Pilze, oder auch Nematoden, gegenüber Schädlingen pathogen sein können oder zur Pflanzenbehandlung geeignet sind.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfaßt der Begriff Organismen einzellige und mehrzeilige Lebewesen aus dem Reich der Pro- und Eukaryota, insbesondere die Abteilung der Schizophyta (Bakterien), die Abteilung der Mycophyta (Pilze) und die Klasse der Nematoden. Die Klasse der Nematoden (Fadenwürmer) wird der Unterabteilung der Bilateria und dem Stamm der Nemathelminthen (Rundwürmer) zugeordnet. Der Begriff umfaßt jedoch auch Viren, die als nicht zelluläre Teilchen den Organismen nur bedingt zuzuordnen sind.

Der nicht taxonomische Begriff Mikroorganismen soll in diesem Zusammenhang für die früher unter den Kollektivnamen Protisten (Erstlinge, Urwesen) zusammengefaßten Lebewesen stehen. Er umfaßt Organismen, die sich durch eine geringe morphologische Differenzierung auszeichnen und überwiegend einzellig sind.

Unter "Biologica" im Sinne der vorliegenden Erfindung versteht man Insektizide, Akarizide und Nematizide auf Basis solcher Organismen.

Von besonderem Interesse in ihrer Wirkung gegen Insektiziden und Acarina sind Pilze der Gattungen Acremonium, Acanthomyces, Aschersonia, Aspergillus, Beauveria, Culicinomyces, Engydontium, Funicularis, Fusarium, Gibellula, Hirsutella, Hymenstilbe, Metarhizium, Nomruaea, Paecilomyces, Paraisaria, Pleurodesmopora, Polycephalomyces, Pseudodigibellula, Sorosporella, Sporothrix, "Stilbella", Tetracrium, Tetranacrium, Tilachlidium, Tolypolcladium und Verticillium. Alle diese Gattungen werden der Abteilung der Deuteromycota zugeordnet (Samson et al., "Atlas of Entomopathogenic Fungi", 1988, Springer Verlag).

Von Interesse sind nemathophatogene und entomophatogene Mikroorganismen, insbesondere Pilze aus der Klasse der Deuteromcyetes.

Von ganz besonderem Interesse sind Pilze der Gattungen Hirsutella, Verticillium, Metarhizium, Beauveria, Paecilomyces und Nomuraea.

Dabei kann der Anteil an Mycoinsektiziden und -akariziden in verschiedenen Formen vorliegen: als Konidiosporen, als Blastosporen, als Hyphenpakete, als Hyphenfragmente oder als Mischung aus zwei oder mehr der aufgeführten Formen.

Die Erfindung betrifft insbesondere insektizide, akarizide und nematizide Mittel, die den Pilz Beauveria bassiana oder Metarhizium anisoplii enthalten.

Der Pilz Beauveria bassiana wurde von Bassi, A. (1836, C.R. Acad. Sci. Paris 2, 434 bis 436), Domsch, V. H. et al. (190, Compendium of Soil fungi 1,136 bis 139) und Samson, R.A. et al. (1988, Atlas of Entomopathogenic Fungi, Springer-Verlag, Berlin) beschrieben und ist von Mycotech (Butte, Montana, USA), der Hoechst Schering AgrEvo GmbH und der Troy Sciences (ehemals Fermone Corp.) (Phoenix, Arizona, USA) erhältlich.

Als wirksam hat sich eine Mischung erwiesen, in der der Gehalt an Biologica bei 102 bis 1015 Sporen, vorzugsweise bei 105 bis 1012 Sporen, bzw. 0,01 bis 0,5 g Mycelmaterial pro Gramm formulierter Substanz, liegt.

Weiterhin von Interesse sind Bakterien, wie Bacillus thuringiensis (Wegeler, Chemie der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Bd. 6, S. 486-8, Berlin- Heidelberg, Springer 1981), und Viren, wie insektenpathogene Granuloseviren, Kernpolyetherviren oder Baculoviren.

Erfindungsgemäß kommen als Öle vorzugsweise nichtaromatische organische Verbindungen, die flüssig sind und einen Siedepunkt größer als 62°C, vorzugsweise größer als 100°C bei Normaldruck haben, in Frage. Als Beispiele sind zu nennen mineralische Öle, paraffinische Öle wie BP n-Paraffin (BP Chemicals), fette Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsaatöl, Leinöl, Sojaöl, Kokosöl, Palmöl, Distelöl und Rhizinusöl, vorzugsweise Rapsöl, ein- oder mehrwertige Alkohole wie Decanol, Stearin-, Lauryl-, Palmitin, und Tallowalkohol. Besonders bevorzugt werden Ester organischer Carbonsäure mit ein- oder mehrwertigen Alkoholen. Als Carbonsäure kommen unter anderen solche mit 10-36 C-Atomen, für den Alkoholteil solche mit 1 bis 26 C-Atomen in Frage. Bevorzugte Ester sind Rapssäuremethylester- und -ethylester, Laurinsäureisobutylester, Stearinsäurebutylester, Palmitinsäuremethyl- und 2-(ethyl)hexylester.

Der Ölgehalt der anwendungsfertigen Schädlingsbekämpfungsmittel beträgt in der Regel 0,01 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,04 bis 2 Gew.-%. In den Formulierungen, die zur Anwendung verdünnt werden ist der Ölgehalt entsprechend höher, und beträgt in der Regel 0,1 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 90 Gew.-%, insbesondere 0,4 bis 80 Gew.-%.

Die erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel eignen sich bei guter Pflanzenverträglichkeit und günstiger Warmblütertoxizität zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen, insbesondere der Insekten, Spinnentieren, und Nematoden, ganz besonders bevorzugt zur Bekämpfung von Insekten und Spinnentieren, die in der Landwirtschaft, bei der Tierhaltung, in Forsten, im Vorrats- und Materialschutz sowie auf dem Hygienesektor vorkommen. Sie sind gegen normal sensible und resistente Arten insbesondere in ihren beweglichen Entwicklungsstadien wirksam. Zu den oben genannten Schädlingen gehören:

Aus der Ordnung der Acarina z. B. Acarina siro, Arga spp., Ornithodoros spp., Dermanyssus gallinae, Eriophyes ribis, Phyllocoptruta oleivora, Boophilus spp., Rhipicephalus spp., Amblyomma spp., Hyalomma spp., Ixodes spp., Psoroptes spp., Chlorioptes spp., Sarcoptes spp., Tarsonemus spp., Bryobia praetiosa, Panonychus spp., Tetranychus spp., Eotetranychus spp., Oligonychus spp., Eutetranychus spp.

Aus der Ordnung der Isopoda z. B. Oniscus asselus, Armadium vulgar, Porcellio scaber.

Aus der Ordnung der Diplopoda z. B. Blaniulus guttulatus.

Aus der Ordnung der Chilopoda z. B. Geophilus carpophagus, Scutigera spp.

Aus der Ordnung der Symphyla z. B. Scutigerella immaculata.

Aus der Ordnung der Thysanura z. B. Lepisma saccharina.

Aus der Ordnung der Collembola z. B. Onychiurus armatus.

Aus der Ordnung der Orthoptera z. B. Blatta orientalis, Periplaneta americana, Leucophaea madeirae, Blatella germanica, Acheta domesticus, Gryllotalpa spp., Locusta migratoria migratorioides, Melanoplus differentialis, Schistocerca gregaria.

Aus der Ordnung des Isoptera z. B. Reticulitermes spp.

Aus der Ordnung der Anoplura z. B. Phylloera vastatrix, Pemphigus spp., Pediculus humanus corporis, Haematopinus spp., Linognathus spp.

Aus der Ordnung der Mallophaga z. B. Trichodectes pp., Damalinea spp.

Aus der Ordnung der Thysanoptera z. B. Hercinothrips femoralis, Thrips tabaci.

Aus der Ordnung der Heteroptera z. B. Eurygaster spp., Dysdercus intermedius, Piesma quadrata, Cimex lectularius, Rhodnius prolixus, Triatoma spp.

Aus der Ordnung der Homoptera z. B. Aleurodes brassicae, Bemisia tabaci, Trialeurodes vaporariorum, Aphis gossypii, Brevicoryne brassicae, Cryptomyzus ribis, Doralis fabae, Doralis pomi, Eriosoma lanigerum, Hyalopterus arundinis Macrosiphum avenae, Myzus spp., Phorodon humuli, Rhopalosiphum padi, Empoasca spp., Euscelus bilobatus, Nephotettix cincticeps, Lecanium corni, Saissetia oleae, Laodelphax striatellus, Nilaparvata lugens, Aonidiella aurantii, Aspidiotus hederae, Pseudococcus spp., Psylla spp.

Aus der Ordnung der Lepidoptera z. B. Pectinophora gossypiella, Bupalus piniarius, Cheimatobia brumata, Lithocolletis blancardella, Hyponomeuta padella, Plutella maculipennis, Malacosoma neustria, Euproctis chrysorrhoea, Lymantria spp., Bucculatrix thurberiella, Phyllocnistis citrella, Agrotis spp., Euxoa spp., Feltia spp., Earias insulana, Heliothis spp., Laphygma exigua, Mamestra brassicae, Panolis flammea, Prodenia litura, Spodoptera spp., Trichoplusiani, Carpocapsa pomonella, Pieris spp., Chilo spp., Pyrausta nubilalis, Ephestia kuehniella, Galleria mellonella, Cacoecia podana, Capua reticulana, Choristoneura fumiferana, Clysia ambiguella, Homona magnanima, Tortrix viridana.

Aus der Ordnung der Coleoptera z. B. Anobium punctatum, Rhizopertha dominica, Bruchidius obtectus, Acanthoscelides obtectus, Hylotrupes bajulus, Agelastica alni, Leptinotarsa decemlineata, Phaedon cochleariae, Diabrotica spp., Psylloides chrysocephala, Epilachna varivestis, Atomaria spp., Oryzaephilus surinamensis, Anthonumus spp., Sitophilus spp., Otiorrhynchus sulcatus, Cosmopolites sordidus, Ceuthorrynchus assimilis, Hypera postica, Dermestes spp., Trogoderma, Anthrenus spp., Attagenus spp., Lyctus spp., Meligethes aeneus, Ptinus spp., Niptus hololeucus, Gibbium psylloides, Tribolium spp., Tenebrio molitor, Agriotes spp., Conoderus spp., Melolontha melolontha, Amphimallon solstitialis, Costelytra zealandica.

Aus der Ordnung der Hymenoptera z. B. Diprion spp., Hoplocampa spp., Lasius spp., Monomorium pharaonis, Vespa spp.

Aus der Ordnung der Diptera z. B. Aedes spp., Anopheles spp., Culex spp., Drosophila melanogaster, Musca spp., Fannia spp., Calliphora erythrocephala, Lucilia spp., Chrysomyia spp., Cuterebra spp., Gastrophilus spp., Hypobosca spp., Stomoxys spp., Oestrus spp., Hypoderma spp., Tabanus spp., Tannia spp., Bibio hortulanus, Oscinella frit, Phorbia spp., Pegomyia hyoscyami, Ceratitis capitata, Dacus oleae, Tipula paludosa.

Aus der Ordnung der Siphonaptera z. B. Xenopsylla cheopsis, Ceratophyllus spp.

Aus der Ordnung der Arachnida z. B. Scorpio maurus, Latrodectus mactans.

Aus der Klasse der Helminthen z. B. Haemonchus, Trichostrongulus, Ostertagia, Cooperia, Chabertia, Strongyloides, Oesophagostomum, Hyostrongulus, Ancylostoma, Ascaris und Heterakis sowie Fasciola.

Aus der Klasse der Gastropoda z. B. Deroceras spp., Arion spp., Lymnaea spp., Galba spp., Succinea spp., Biomphalaria spp., Bulinus spp., Oncomelania spp.

Aus der Klasse der Bivalva z. B. Dreissena spp.

Ferner lassen sich mit den erfindungsgemäßen Mitteln die Nematodengattungen Ditylenchus (Stengelparasiten, wie Ditylenchus dipsaci und Ditylenchus destructor), Aphelenchoides (Blattnematoden, wie Aphelenchoides ritzemabosi) und Anguina (Blütennematoden, wie Anguina tritici) bekämpfen.

Der Klebstoffgehalt in den erfindungsgemäßen Formulierungen, die zur Anwendung verdünnt werden, beträgt 0,1 bis 97%, vorzugsweise 0,2 bis 95 Gew.-%, insbesondere 0,6 bis 90 Gew.-%.

Sie können auf verschiedene Art formuliert werden, je nachdem wie es durch die biologischen und/oder chemisch-physikalischen Parameter vorgegeben ist. Als Formulierungsmöglichkeiten kommen daher in Frage:

Spritzpulver (WP), emulgierbare Konzentrate (EC), wäßrige Lösungen (SL), Emulsionen, versprühbare Lösungen, Dispersionen auf Öl- oder Wasserbasis (SC), Suspoemulsionen (SE), wasserdispergierbare Granulate (WG) und Mikrokapseln.

Diese einzelnen Formulierungstypen sind im Prinzip bekannt und werden beispielsweise beschrieben in:

Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986; van Falkenberg, "Pesticides Formulations", Marcel Dekker N.Y., 2nd Ed. 1972-73; K. Martens, "Spray Drying Handbook", 3rd Ed. 1979, G. Goodwin Ltd. London.

Die notwendigen Formulierungshilfsmittel wie Inertmaterialien, Tenside, Lösungsmittel und weitere Zusatzstoffe sind ebenfalls bekannt und werden beispielsweise beschrieben in:

Watkins, "Handbook of Insecticide Dust Diluents and Carriers", 2nd Ed., Darland Books, Caldwell N.J.; H. v. Olphen, "Introduction to Clay Colloid Chemistry", 2nd Ed., J. Wiley & Sons, N.Y.; Marsden, "Solvents Guide", 2nd Ed., Interscience, N.Y. 1950; McCutcheon's, "Detergents and Emulsifiers Annual", MC Publ. Corp., Ridgewood N.J.; Sisley and Wood, "Encyclopedia of Surface Active Agents", Chem. Publ. Co. Inc., N.Y. 1964; Schönfeldt, "Grenzflächenaktive Äthylenoxidaddukte", Wiss. Verlagsgesell., Stuttgart 1967; Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986.

Auf der Basis dieser Formulierungen lassen sich auch Kombinationen mit anderen pestizid wirksamen Stoffen, Düngemitteln und/oder Wachstumsregulatoren herstellen, z. B. in Form einer Fertigformulierung oder als Tankmix. Spritzpulver sind in Wasser gleichmäßig dispergierbare Präparate, die neben dem Klebstoff außer einem Verdünnungs- oder Inertstoff noch Netzmittel, z. B. polyoxethylierte Alkylphenole, polyoxethylierte Fettalkohole, Alkyl- oder Alkylphenol-sulfonate und Dispergiermittel, z. B. ligninsulfonsaures Natrium, 2,2'-dinaphthylmethan-6,6'- disulfonsaures Natrium enthalten.

Emulgierbare Konzentrate werden durch Auflösen des Klebstoffes in einem organischen Lösungsmittel, z. B. Butanol, Cyclohexanon, Dimethylformamid, Xylol oder auch höhersiedenden Aromaten oder Kohlenwasserstoffen unter Zusatz von einem oder mehreren Emulgatoren hergestellt. Als Emulgatoren können beispielsweise verwendet werden: Alkylarylsulfonsaure Calcium-Salze wie Ca- Dodecylbenzol-sulfonat oder nichtionische Emulgatoren wie Fettsäurepolyglykolester, Alkylarylpolyglykolether, Fettalkoholpolyglykolether, Propylenoxid-Ethylenoxid-Kondensationsprodukte, Alkylpolyether, Sorbitanfettsäureester, Polyoxyethylensorbitan-Fettsäureester oder Polyoxethylensorbitester.

In Spritzpulvern beträgt die Klebstoffkonzentration z. B. etwa 10 bis 90 Gew.-% der Rest zu 100 Gew.-% besteht aus üblichen Formulierungsbestandteilen. Bei emulgierbaren Konzentraten kann die Klebstoffkonzentration etwa 5 bis 80 Gew.-% betragen.

Daneben enthalten die genannten Klebstofformulierungen gegebenenfalls die jeweils üblichen Haft-, Netz-, Dispergier-, Emulgier-, Penetrations-, Lösungsmittel, Füll- oder Trägerstoffe. Ihr Gehalt beträgt in Formulierungen, die zur Anwendung verdünnt werden, bis zu 25 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 25 Gew.-%, inbesondere 0,5 bis 15 Gew.-% und ist nach Verdünnung entsprechend niedriger.

Als Netz- und Dispergiermittel kommen beispielsweise ®Darvan Nr. 3, ®Vanisperse CB, ®Luviskol K 30, Reserve C, ®Forlanit P, ®Sokalan CP10, ®Maranil A, ®Genapol PF40, ®Genapol LRO, Tributylphenolgykolether, wie die ®Sapogenat T-Marken (Hoechst), Nonylphenolglykolether, wie die ®Arkopal N- Marken (Hoechst) oder Tristyrylphenolglykolether-Derivate in Frage.

Geeignete Entschäumer sind beispielsweise solche auf Siliconbasis wie aus der ®Silcolapse-Reihe (Rhone Poulenc) oder Antischaummittel-Reihe von Wacker.

Verdickungsmittel können anorganischer oder organischer Natur sein; sie können auch kombiniert werden. Geeignet sind z. B. solche auf Aluminium-silikat-, Xanthan-, Methylcelllulose-, Polysaccharid-, Erdalkalisilikat-, Gelatine- und Polyvinylalkohol- Basis, wie beispielsweise ®Bentone EW, ®Veegum, ®Rhodopol 23 oder ®Kelzan S.

Wenn nötig, finden Konservierungsmittel, beispielsweise auf Formaldehyd-, Benzoesäure- und Triphenylzinn-Basis Verwendung.

Weiterhin können auch Frostschutzmittel, wie Harnstoff, Salze, Polyole (z. B. Glykol, Propylenglykol oder Glycerin) oder Zucker zugesetzt werden.

Zur Anwendung werden die in handelsüblicher Form vorliegenden Konzentrate gegebenenfalls in üblicher Weise verdünnt, z. B. bei Spritzpulvern, emulgierbaren Konzentraten und Dispersionen.

Mit den äußeren Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit u. a. variiert die erforderliche Aufwandmenge. Sie kann innerhalb weiter Grenzen schwanken.

Die erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel können in ihren handelsüblichen Formulierungen sowie in den aus diesen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen in Mischungen mit anderen Wirkstoffen, wie Insektiziden, Lockstoffen, Sterilantien, Akariziden, Nematiziden, Fungiziden, wachstumsregulierenden Stoffen oder Herbiziden, sowie mit Düngern vorliegen.

Zu den Schädlingsbekämpfungsmitteln zählen beispielsweise Phosphorsäureester, Carbamate, Carbonsäureester, Formamidine, Zinnverbindungen, durch Mikroorganismen hergestellte Stoffe u. a.

Bevorzugte Mischungspartner sind

  • 1. aus der Gruppe der Phosphorverbindungen

    Acephate, Azamethiphos, Azinphos-ethyl-, Azinphosmethyl, Bromophos, Bromophos-ethyl, Chlorfenvinphos, Chlormephos, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-methyl, Demeton, Demeton-S-methyl, Demeton-S-methyl sulphone, Dialifos, Diazinon, Dichlorvos, Dicrotophos, O,O-1,2,2,2-Tetrachlorethylphosphorthioate (SD 208 304), Dimethoate, Disulfoton, EPN, Ethion, Ethoprophos, Etrimfos, Famphur, Fenamiphos, Fenitriothion, Fensulfothion, Fenthion, Fonofos, Formothion, Heptenophos, Isazophos, Isothioate, Isoxathion, Malathion, Methacrifos, Methamidophos, Methidathion, Salithion, Mevinphos, Monocrotophos, Naled, Omethoate, Oxydemeton-methyl, Parathion, Parathion-methyl, Phenthoate, Phorate, Phosalone, Phosfolan, Phosmet, Phosphamidon, Phoxim, Pirimiphos, Pirimiphos-ethyl, Pirimiphos-methyl, Profenofos, Propaphos, Proetamphos, Prothiofos, Pyraclofos, Pyridapenthion, Quinalphos, Sulprofos, Temephos, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiometon, Triazophos, Trichlorphon, Vamidothion;
  • 2. aus der Gruppe der Carbamate

    Aldicarb, 2-sec.-Butylphenylmethylcarbamate (BPMC), Carbaryl, Carbofuran, Carbosulfan, Cloethocarb, Benfuracarb, Ethiofencarb, Furathiocarb, Isoprocarb, Methomyl, 5-Methyl-m-cumenylbutyryl(methyl)carbamate, Oxamyl, Pirimicarb Propoxur, Thiodicarb, Thiofanox, Ethyl-4,6,9-triaza-4-benzyl-6,10-dimethyl-8-oxa-7- oxo-5,11-dithia-9-dodecenoate (OK 135), 1-Methylthio(ethylideneamino)-N-methyl- N-(morpholinothio)carbamate (UC 51 717);
  • 3. aus der Gruppe der Carbonsäureester

    Allethrin, Alphametrin, 5-Benzyl-3-furylmethyl-(E)-(1R)-cis, 2,2-di-methyl-3-(2- oxothiolan-3-ylidenemethyl)cyclopropanecarboxylate, Bioallethrin, Bioallethrin((S)- cyclopentylisomer), Bioresmethrin, Biphenate, (RS)-1-Cyano-1-(6-phenoxy-2- pyridyl)methyl-(1RS)-trans-3-(4-tert.butylphenyl)-2,2- dimethylcyclopropanecarboxylate (NCl 85193), Cycloprothrin, Cyhalothrin, Cythithrin, Cypermethrin, Cyphenothrin, Deltamethrin, Empenthrin, Esfenvalerate, Fenfluthrin, Fenpropathrin, Fenvalerate, Flucythrinate, Flumethrin, Fluvalinate (D- Isomer), Permethrin, Phenothrin ((R)-Isomer), d-Pralethrin, Pyrethrine (natürliche Produkte), Resmethrin, Tefluthrin, Tetramethrin, Tralomethrin;
  • 4. aus der Gruppe der Amidine

    Amitraz, Chlordimeform;
  • 5. aus der Gruppe der Zinnverbindungen

    Cyhexatin, Fenbutatinoxid;
  • 6. Sonstige

    Abamectin, Bacillus thuringiensis, Bensultap, Binapacryl, Bromopropylate, Buprofezin, Camphechlor, Cartap, Chlorobenzilate, Chlorfluazuron, 2-(4-Chlorphenyl)-4,5-diphenylthiophen (UBI-T 930), Chlorfentezine Cyclopropancarbonsäure-(2-naphthylmethyl)ester (Rol 2-0470), Cyromazin, N-(3,5-Dichlor-4-(1,1,2,3,3,3-hexafluor-1-propyloxy)phenyl)carbamoyl)-2- chlorbenzcarboximidsäureethylester, DDT, Dicofol, N-(N-(3,5-Di-chlor-4-(1,1,2,2- tetrafluorethoxy)phenylamino)carbonyl)-2,6-difluorbenzamid (XRD 473), Diflubenzuron, N-(2,3-Dihydro-3-methyl-1,3-thiazol-2-ylidene)-2,4-xylidine, Dinobuton, Dinocap, Endosulfan, Ethofenprox, (4-Ethoxyphenyl)(dimethyl)(3-(3- phenoxyphenyl)propyl)silan, (4-Ethoxyphenyl)(3-(4-fluoro-3-phenoxyphenyl)- propyl)dimethylsilan, Fenoxycarb, 2-Fluoro-5-(4-(4-ethoxyphenyl)-4-methyl-1- pentyl)diphenylether (MTI 800), Granulose- und Kernpolyederviren, Fenthiocarb, Flubenzimine, Flucycloxuron, Flufenoxuron, Gamma-HCH, Hexythiazox, Hydramethylnon (AC 217300), Ivermectin, 2-Nitromethyl-4,5-dihydro-6H-thiazin (DS 52618), 2-Nitromethyl-3,4-dihydrothiazol (SD 35651), 2-Nitromethylene-1,2-thiazinan-3-ylcarbamaldehyde (WL 108477), Propargite, Teflubenzuron, Tetradifon, Tetrasul, Thiocyclam, Trifumuron, Imidacloprid.

Die Anwendung geschieht in einer den Anwendungsformen angepaßten üblichen Weise.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Formulierungen erfolgt durch Vermischen der Bestandteile.

Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne daß diese darauf beschränkt wäre.

Beispiel 1 Populationstest gegen Aphis fabae, schwarze Bohnenblattlaus

Junge Ackerbohnenpflanzen werden 24 Stunden vor der Applikation mit einer Population von Aphis fabae besetzt. Die Pflanze wird tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt. Die Auswertung erfolgt nach 4 Tagen auf % Mortalität.





Beispiel 2 Test gegen bewegliche Stadien von Tetranychus urticae, gemeine Spinnmilbe

Junge bewegliche Buschbohnenpflanzen wurden 24 Stunden vor der Applikation mit beweglichen Stadien von Tetranychus urticae besetzt.

Die Pflanzen wurden tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt. Die Auswertung erfolgte nach 4 Tagen auf % Mortalität.





Beispiel 3 ®Alresat VKE 1302 (a.i.)

Die jeweiligen Pflanzen wurden 24 Stunden vor der Applikation mit den Tieren besetzt. Tiere und Pflanzen wurden tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt.

Die Auswertung erfolgte nach 4 Tagen auf % Mortalität.





Beispiel 4 Mischung mit Biologicum (Beauveria sp.) gegen Larven von Leptinotarsa decemlineata

Kartoffelpflanzen wurden 24 Stunden vor Applikation mit jeweils 5/L2 und 5/L3 besetzt. Pflanzen und Tiere wurden tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt.

Die Auswertung erfolgte nach 4 Wochen auf % Käferschlupf.





Beispiel 5 Mischung mit Beauvaria sp. gegen Nymphen 3 (Ny3) von Nilaparvata lugens

Reispflanzen wurden 24 Stunden vor Applikation mit ca. 50 Ny3 besetzt. Pflanzen und Tiere wurden tropfnaß behandelt 1000 l/ha und anschließend im Gewächshaus aufgestellt.

Die Auswertung erfolgte nach 11 Tagen auf % Mortalität.





Beispiel 6 Mischung mit Beauveria sp. gegen Population von Trialeurodes vaporariorum

Mit einer gemischten Population von Trialeurodes vaporariorum infizierte Buschbohnen wurden tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt.

Die Auswertung erfolgte nach 14 Tagen auf % Mortalität der Population.





Beispiel 7 Mischung mit Ölen zur Wirksteigerung

Die jeweiligen Pflanzen wurden 24 Stunden vor der Applikation mit den Tieren besetzt. Tiere und Pflanzen wurden tropfnaß behandelt (1000 l/ha) und anschließend im Gewächshaus aufgestellt.

Die Auswertung erfolgte nach 4 Tagen auf % Mortalität.





Die Mischung mit pflanzlichen bzw. mineralischen Ölen führt zu einer deutlichen Wirksteigerung.


Anspruch[de]
  1. 1. Verwendung von flüssigen Zubereitungen von einem oder mehreren Klebstoffen ausgewählt aus der Gruppe der Ethylen-Vinylacetat- Copolymeren, Polyvinylalkohole und der Klebstoffe auf Naturharzbasis zur Bekämpfung von Insekten, Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalt- und im Veterinärbereich.
  2. 2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoffgehalt der Zubereitung 0,01 bis 8 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 4 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 2 Gew.-% beträgt.
  3. 3. Verwendung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Klebstoffe überwiegend in Form einer Lösung, einer Suspension, einer Emulsion oder einer Suspoemulsion in einer flüssigen Phase vorliegen, die überwiegend aus einem oder mehreren Komponenten besteht, die aus Wasser und den organischen Lösungsmitteln, vorzugsweise den physiologisch unbedenklichen organischen Lösungsmitteln ausgewählt sind.
  4. 4. Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalts- und im Veterinärbereich, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wirksame Menge einer flüssigen Zubereitung von einem oder mehreren Klebstoffen ausgewählt aus der Gruppe der Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren, Polyvinylalkohole und der Klebstoffe auf Naturharzbasis auf die befallenen Pflanzen oder Tiere appliziert.
  5. 5. Mittel in Form einer flüssigen Zubereitung zur Bekämpfung von Insekten Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalts- und im Veterinärbereich, welcher als alleinigen Wirkstoff eine wirksame Menge eines oder mehrerer Klebstoffe ausgewählt aus der Gruppe der Ethylen- Vinylacetat-Copolymeren, Polyvinylalkohole und der Klebstoffe auf Naturharzbasis enthält.
  6. 6. Schädlingsbekämpfungsmittel, enthaltend einen oder mehrere physikalisch kalt abbindende Klebstoffe ausgewählt aus der Gruppe der Lösungsmittelklebstoffe, der Dispersionsklebstoffe und der Leime in Kombination mit einer oder mehrerer Komponenten ausgewählt aus der Gruppe der Biologica und der Öle, vorzugsweise der paraffinischen und der fetten Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs.
  7. 7. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäß Anspruch 6, enthaltend gleiche oder verschiedene Biologica oder ein oder mehrere Öle ausgewählt aus der Gruppe der Öle.
  8. 8. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäß Anspruch 6 oder 7, enthaltend 0,01 bis 97 Gew.-%, vorzugsweise 0,02 bis 95 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 90 Gew.-% eines oder mehrerer kalt abbindender Klebstoffe ausgewählt aus der Gruppe der Lösungsmittelklebstoffe, der Dispersionsklebstoffe und der Leime.
  9. 9. Schädlingsbekämpfungsmittel gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, enthaltend bis zu 25 Gew.-% übliche Hilfsmittel aus der Reihe von Netz-, Emulgier- und Dispergiermittel, Entschäumer, Verdicker, Konservierungsmittel und Frostschutzmittel.
  10. 10. Verwendung eines Schädlingsbekämpfungsmittels gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man dieses in flüssiger Form, gegebenenfalls nach Verdünnung auf eine anwendungsfertige Konzentration, auf die befallenen Pflanzen, Tiere und Anbauflächen appliziert.
  11. 11. Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Akarina und Nematoden im Pflanzenschutz, im Haushalt- und im Veterinärbereich, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die befallenen Pflanzen, Tiere und Anbauflächen eine wirksame Menge eines Schädlingsbekämpfungsmittels gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, gegebenenfalls nach Verdünnung auf eine anwendungsfertige Konzentration, appliziert.
  12. 12. Mittel gemäß Anspruch 5 oder einem der Ansprüche 6 bis 9, enthaltend eine fungizid, insektizid, akarazid oder nematizid wirksame Menge mindestens einer Verbindung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und mindestens einem weiteren Wirkstoff, vorzugsweise aus der Reihe der Fungizide, Insektizide, Lockstoffe, Sterilantien, Akarizide, Nematizide und Herbizide zusammen mit den für diese Anwendung üblichen Hilfs- und Zusatzstoffen.






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