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Dokumentenidentifikation DE69409295T2 27.08.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0633213
Titel Textilmaschine mit Garnspeicher
Anmelder Barmag AG, 42897 Remscheid, DE
Erfinder Damann, Peter, D-42897 Remscheid, DE;
Frank, Benno, D-42111 Wuppertal, DE;
Berges, Dietrich, D-51709 Marienheide, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, Isenbruck, 40474 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69409295
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.07.1994
EP-Aktenzeichen 941102881
EP-Offenlegungsdatum 11.01.1995
EP date of grant 01.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.08.1998
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
IPC-Nebenklasse B65H 54/86   D01H 13/18   D02J 13/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Eine Textilmaschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung eines Fadens nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bekannt durch die GB-A-526 635.

Die Erfindung betrifft eine Textilmaschine zur Bearbeitung eines Fadens umfassend Fadenfördermittel zum Fördern des Fadens zu einer Behandlungs zone, und einer Abzugeinrichtung zum Zurückziehen des Fadens aus der Behandlungszone, und einen Fadenspeicher, der unmittelbar in Fadenlaufrichtung hinter den Fadenfördermitteln angeordnet ist zum vorübergehenden Speichern des Fadens nach einem Fadenbruch oder dergleichen.

Diese Maschine ist z. B. bekannt durch die DE-OS 22 54 736. In einer solchen Maschine muß ein Faden aus einer Herstellungs- bzw. Bearbeitungs zone ständig mit einer höheren Geschwindigkeit abgezogen werden als er zugeführt wird. Bei der Herstellung und Bearbeitung eines Fadens kann es aber zu Unregelmäßigkeiten dieser Fadenförderung kommen. Diese Unregelmäßigkeit kann durch das Verfahren selbst verursacht sein; es kann sich aber auch um eine Störung des Verfahrensablaufes handeln. Eine solche Unregelmäßigkeit der Fadenförderung führt sehr leicht zu Störungen. Diese Störungen werden zum einen dadurch verursacht, daß der Faden schlaff wird und sich verhakt oder Wickler bildet. Das Problem der Wicklerbildung ist von sehr ausschlaggebender Bedeutung bei dem Betrieb von Textilmaschinen, weil durch den Wickler die Textilmaschine möglicherweise zerstört wird.

Eine solche Wicklerbildung kann auch eintreten, wenn es nur zu kurzzeitigen Ungleichförmigkeiten in der Förderung kommt. Derartige kurzzeitige Ungleichförmigkeiten treten z. B. auf in der Aufwickelzone der Textilmaschine und zwar dann, wenn der kontinuierlich angeförderte Faden von einer vollen Spule auf eine Leerhülse umgelegt werden muß.

Die bekannte Einrichtung hat den Nachteil, daß sie eine ausreichend starke Druckluftquelle erfordert und entweder dauernd in Betrieb sein muß oder aber bei Störungen außer Betrieb gesetzt werden muß. Bis zum Wirksamwerden der Einrichtung ist es dann möglicherweise schon zu spät, um die angesprochenen Probleme zu vermeiden.

Zum anderen werden Störungen dadurch verursacht, daß der Faden - in Fadenlaufrichtung - hinter dem Lieferwerk bricht. Das nunmehr abfallende Fadenende kann sich dabei in andere Lieferwerke oder sonstige drehende Teile dieser Bearbeitungsstelle oder benachbarter Bearbeitungsstellen verfangen, aufgewickelt werden und dadurch schlimmstenfalls sogar die Beschädigung solcher Maschinenteile verursachen. Schließlich ist es sehr schwierig, derartige Fadenreste nachträglich wieder zu beseitigen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zum vorübergehenden Speichern einer Fadenmenge, welche daraus resultiert, daß der Faden schlaff wird oder hinter dem Lieferwerk bricht, so auszubilden, daß sie ständig und ohne weitere Hilfsmittel wirksam ist.

Aufgabe der Erfindung ist es weiterhin, eine gattungsgemäße Einrichtung bereitzustellen, welche zum Fangen eines fallenden Fadenendes nach einem Fadenbruch und zur Unschädlichmachung geeignet ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale im Anspruch 1 gelöst. Die Vorrichtung umfaßt zur Bearbeitung eines Fadens Fadenfördermittel zum Fördern des Fadens entlang eines Bearbeitungsweges und zu einer Behandlungszone, und einen Fadenspeicher, der unmittelbar in Fadenlaufrichtung hinter den Fadenfördermitteln angeordnet ist, wobei der Fadenspeicher eine Prallplatte mit gegenüberliegenden Seitenkanten aufweist, wobei diese Platte im wesentlichen senkrecht zu dem Fadenbearbeitungsweg angeordnet und mit einer ihrer Seitenkanten benachbart zu dem Fadenlaufweg angeordnet ist, so daß der laufende Faden durch die Platte nicht wesentlich abgelenkt wird, wenn er entlang des Fadenbearbeitungsweges läuft, aber daß der laufende Faden die Platte nach einem Fadenbruch oder dergleichen trifft.

Die Fadenfördermittel definieren einen natürlichen Fadenlieferweg, entlang welchem das Garn in Abwesenheit von Fadenführern hinter den Transportmitteln bewegt wird, wobei die Prallplatte vorzugsweise so positioniert ist, daß sie den natürlichen Fadenförderweg schneidet, um sicherzustellen, daß der laufende Faden die Platte nach einem Fadenbruch oder dergleichen trifft.

Der Fadenspeicher weist weiterhin einen Fadenführer auf, der auf der Seite des Fadenbearbeitungsweges angeordnet ist, die gegenüber der genannten einen Seitenkante dieser Platte angeordnet ist, und zwar so, daß der Fadenbearbeitungsweg zwischen dieser Seitenkante der Platte und dem Fadenführer verläuft.

Bei dieser Lösung bewirkt die Prallplatte, daß die Fadenmengen an einer unschädlichen Stelle aufgehäuft und sodann infolge der Anhäufung nicht mehr als Einzelfaden in Erscheinung treten. Während der Einzelfaden durch unvermeidlichen Luftzug sehr leicht von anderen Maschinenteilen eingefangen wird, halten die Anhäufungen den Faden fest und sind aufgrund ihrer größeren Masse gegenüber Luftzug unempfindlich.

Für den Einsatz der Erfindung sind im allgemeinen keine Änderungen an der Textilmaschine erforderlich. Zweckmäßig kann es sein, die Abzugeinrichtung gegenüber dem Förderwerk so zu versetzen, daß die Abzugeinrichtung nicht auf der natürlichen Förderlinie des Förderwerkes liegt. Diese natürliche Förderlinie ist im allgemeinen die Tangente an das Förderwerk, bei einem sog. Druckrollenlieferwerk die gemeinsame Tangente an die angetriebene Förderrolle und die Druckrolle. Aber auch ohne eine solche Änderung wird die Prallplatte wirksam. Die Prallplalle wird nämlich stets in unmittelbarer Nähe des Fadenlaufs oder sogar in dem Fadenlauf bei ordnungsgemäßer Förderung angeordnet, welcher durch das Förderwerk und die Abzugseinrichtung vorgegeben ist.

Zeichnungsbeschreibung

Zusätzliche Einzelheiten und weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung beschrieben.

Darin zeigen:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Falschzwirnkräuselmaschine, welche die Erfindung verkörpert;

Fig. 2A ein vergrößertes Detail II der Falschzwirnkräuselmaschine nach Fig. 1;

Fig. 2B und Fig. 2C eine Draufsicht und eine Seitenansicht einer leicht abgewandelten Version der Falschzwirnkräuselmaschine mit dem Speicher nach Fig. 1 und Fig. 2C;

Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Falschzwirnkräuselmaschine, welche ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung verkörpert;

Fig. 3A ein Detail des Querschnitts einer erfindungsgemäßen Prallplatte, welche mit einem klebrigen Material beschichtet ist;

Fig. 4 ein Detail der Falschzwirnkräuselmaschine nach Fig. 3; und

Fig. 5 ein weiteres Detail der Falschzwirnkräuselmaschine nach Fig. 4 mit einem Auffangbehälter für Fadenabfall.

Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele

Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele beschreiben die Erfindung an einer Falschzwirnkräuselmaschine, welche synthetische Fäden verarbeitet. Die Erfindung ist selbstverständlich auch für andere Textilverarbeitungsmaschinen, die Fadenfördermittel zum Fuhren des Fadens entlang eines Bearbeitungsweges aufweisen, geeignet.

Die in Fig. 1 und 3 schematisch dargestellte Kräuselmaschine weist eine Vorratsspule 10 auf, auf der ein thermoplastischer Faden 12 aufgewickelt ist. Der Faden 12 wird über eine Umlenkrolle 14 unter einer gewissen Spannung von einem Lieferwerk 18 abgezogen. In Fadenlaufrichtung hinter dem Lieferwerk 18 befindet sich ein erster, langgestreckter Heizkörper 20, durch welchen der Faden läuft, wobei er auf eine bestimmte Temperatur erwärmt wird. Hinter dem Heizkörper 20 befindet sich ein weiterer Umlenkfädenführer 22, mit dem der Faden umgelenkt und einer Kühlschiene 24 zugeführt wird. Heizkörper 20 und Kühlschiene 24 können etwa dachförmig zueinander ausgerichtet werden, wobei die Umlehkung 22 in der Spitze des dachförmigen Gebildes liegt. Hinter der Kühlschiene 24 befindet sich ein schematisch dargestellter Falschzwirngeber 28. Dieser Falschzwirngeber 28 kann nach DE 22 13 881 oder US 4,339,915 ausgebildet sein. Im Anschluß an den Falschzwirngeber 28 befindet sich ein weiteres Lieferwerk 30, welches dazu dient, den Faden sowohl über den Heizer 20 als auch die Kühlschiene 24 zu ziehen.

In Fadenlaufrichtung hinter dem Lieferwerk 30 befindet sich ein Set-Heizer, der als gekrümmtes Heizrohr 34 ausgebildet ist, welches von einem Heizmantel 32 umgeben ist. Der Heizmantel dient dazu, das Heizrohr 34 von außen mit Dampf auf eine bestimmte Temperatur zu erwärmen. Das Heizrohr 34 und sein Mantel sind vorzugsweise stehend angeordnet.

An das Heizrohr 34 schließt sich ein Ausgleichsrohr 42 nahtlos, d. h. luftdicht an. In der Knickstelle des Kanals 38, welches das Heizrohr 34 mit dem Ausgleichsrohr 42 verbindet, liegt ein Fadenführer 44, der als mit einer Umfangsnut versehener Stift, bzw. als Rolle ausgebildet ist.

Am Ausgangsende des Rohres 42 befindet sich ein weiteres Lieferwerk 46. Das Lieferwerk ist ein Druckrollenlieferwerk und besitzt eine angetriebene Lieferrolle 46.1 und eine Druckrolle 46.2, die frei mitläuft und den Faden schlupflos gegen die Lieferrolle drückt. Dahinter befindet sich der Fadenspeicher 1, der später beschrieben wird. Der Faden wird auf eine Aufwickelspule 50, die von einer Reibrolle 52 am Umfang angetrieben wird, aufgewickelt. Vor der Reibrolle 52 befindet sich eine Changiervorrichtung 54, mittels welcher der Faden 12 an der Spule 50 hin und her geführt und auf dieser als Kreuzwicklung aufgewickelt wird. Vor der Changiereinrichtung ist ein Absaugrohr 62 (Figur 2A) angeordnet mit radialen Löchern. Durch das Absaugrohr 62 kann der Faden abgesaugt werden, wenn die Spule 50 so voll ist und der Faden zum Zwecke des Spulenwechsels zwischen dem Absaugrohr 62 und der Changiereinrichtung 54 abgeschnitten werden muß.

Über dem Ausgleichsrohr 42 befindet sich eine Plattform 56, die von Schienen bzw. Pfeilern 58 auf dem Fußboden 60 abgestützt wird und als Bedienungsgang dient.

Fig. 2A zeigt eine Vergrößerung der Aufwickelzone mit dem Detail II nach Fig. 1 und Einzeldarstellung der Fadenspeichereinrichtung 1, welche im Falle der Verschlalfüng des Fadens oder des Fadenbruchs wirksam wird.

Wie am besten aus Fig. 2A - 2C ersichtlich, besteht der Fadenspeicher 1 aus einem Fadenführer 2 und einer Prallplatte 3. Fadenführer 2 und Prallplatte 3 sind an einem Träger 4 befestigt. Die Prallplatte 3 weist zwei gegenüberliegende Kanten 5, 6 auf und ist in einer Scheitellinie 7 V-förmig aus zwei ebenen Blechen 8, 9 mit einem Winkel von ca. 90º zusammengesetzt. In Fadenlaufrichtung erstreckt sich die Scheitellinie 7, wie in Fig. 2B dargestellt, bis zum Fadenführer 2. Dabei liegt der Fadenführer 2 kurz hinter der Prallplatte 3.

Die Prallplatte 3 besteht beispielsweise aus zwei ebenen Blechen, die entlang der Scheitellinie 7 aneinandergefügt sind. Alternativ kann ein ebenes Blech in einer Scheitellinie V-förmig geknickt werden.

Die Prallplatte 3 kann auch eine ebene Fläche sein oder aber die Form eines Trichters haben, dessen Achse etwa in der natürlichen Förderrichtung liegt. Die Prallplatte 3 kann an der dem Lieferwerk gegenüberliegenden Seite mit einem Klebstoff beschichtet sein, an dem die abgebrochenen Fadenenden, wie unten weiter beschrieben haften. Bei dieser Klebeschicht kann es sich z. B. um eine Folie handeln, die beidseitig mit einem Klebstoff behaftet ist. Diese Folie wird sodann auf die Prallplatte aufgeklebt, so daß eine beschichtete Seite freiliegt. Eine andere Möglichkeit ist es, daß die Prallplatte mit einem haftenden Klettband beklebt wird. Das Klettband weist also ebenfalls eine Haftschicht auf. Ein solches Klettband ist schematisch in Fig. 3A mit der Prallplatte dargestellt.

In jedem Falle ist die Prallplatte 3 so angeordnet, daß sie einen Bereich aufweist, welcher von der Förderlime durchdrungen wird. Dabei bildet die Unterkante 5 der Prallplatte 3 eine Seite des Bearbeitungsweges und die Führungskante des Fadenführer 2 die andere Seite, so daß der Bearbeitungsweg des laufenden Fadens im Normalbetrieb zwischen Unterkante 5 und Führungskante des Fadenführer 2 verläuft. Somit wird der laufende Faden im Normalbetrieb nicht durch die Platte 3 abgelenkt.

Der Fadenführer 2 besitzt zum einen den Fadenüberlaufkörper, der ebenfalls nahe der regulären Fadenlaufbahn angeordnet ist. Die Überlauffläche des Überlaufkörpers liegt in der Verlängerung der Scheitellinie 7, die die Prallplatte 3 bildet, hat jedoch einen geringen Abstand von der Unterkante 5. Daher besteht zwischen der Unterkante 5 der Prallplatte 3 und der Überlaufkante des Fadenführers 2 ein Spalt, durch den der angespannt laufende Faden wie aus Fig. 1 ersichtlich ohne Berührung laufen kann. Der Über laufkörper des Fadenführers 2 wird seitlich begrenzt durch Führungsplatten, die die Unterkante 5 der Prallplatte überdecken und die seitliche Begrenzung des Fadenweges bilden. Die Anordnung der Prallplatte 3 und des Fadenführers 2 in der Maschine ist so, daß die Scheitellinie 7 der Prallplatte etwa senkrecht zum Fadenweg ausgerichtet ist.

Bei der in Fig. 1 dargestellten Maschine wird der Faden ohne Störung aufgespult und daher entlang seines Bearbeitungsweges mit einer ausreichend hohen Fadenspannung zwischen dem Lieferwerk 46 und der Aufwickelung geführt. Deshalb ist in diesem Betriebszustand der Fadenspeicher außer Funktion. In Fig. 2A ist der Betriebszustand gezeigt, bei dem der Faden zwischen dem Absaugrohr 62 und der Changiervorrichtung 54 durchtrennt und sodann in das Innere des Absaugrohrs 62 eingezogen wird. In diesem Augenblick kommt es kurzzeitig zu einer wesentlichen Verminderung der Fadengeschwindigkeit, mit der der Faden von dem Lieferwerk 46 abgezogen wird. Es besteht daher die Gefahr, daß die überschüssige Fadenmenge sich verhakt, Wickler bildet oder zu sonstigen Störungen führt. Dies wird durch den Fadenspeicher 1 nach der vorliegenden Erfindung verhindert, der kurz hinter dem Lieferwerk 46 angeordnet ist.

Falls der Faden nicht länger mit einer hinreichenden Zugspannung läuft, wird dieser auf die Prallplatte 3 im Bereich der aus zwei ebenen Blechen 8, 9 gebildeten Scheitellime 7 auftreffen. Zu diesem Zweck ist der Fadenspeicher so angeordnet, daß die Prallplatte auf der gemeinsamen Tangente der Lieferrolle 46.1 und der Druckrolle 46.2 des Lieferwerks 46 liegen. Bei dem Auftreffen auf die Prallplatte bildet der Faden eine Anhäufung. Der Faden wird sodann durch die Absaugeinrichtung 62 aus der Anhäufung abgezogen. Die Fadenmenge, die in der Anhäufung gespeichert wir, ist variabel. Nach der vorliegenden Erfindung ist es unschädlich, daß das Lieferwerk 46 einerseits eine konstante Fadenmenge anfordert, während die abgezogene Fadenmenge beispielsweise infolge der Unterbrechung der Aufwicklung und durch die Unregelmäßigkeiten der Absaugung nicht konstant ist.

Bei der Fig. 3 sowie Fig. 4 und 5 dargestellten Falschzwirnkräuselmaschine ist eine Prallplatte 3 montiert auf einem Träger 4 hinter dem Eingangslieferwerk 18 vorgesehen, welches den Faden in die Heizeinrichtung 20 führt. Als Abzugslieferwerk dient das Lieferwerk 30, welches hinter dem Falschdraller 28 angeordnet ist.

In Fig. 3 ist der ordnungsgemäße Fadenlauf dargestellt. In Fig. 4 und Fig. 5 ist der Betriebszustand gezeigt, bei welchem der Faden gebrochen ist und das gebrochene Fadenende laufend durch das Lieferwerk 18 angefördert wird. In diesem Betriebszustand besteht die Gefahr, daß das gebrochene Fadenende zum einen in die Aufwicklung 50 gerät, deren Antriebteile, insbesondere Treibwalze 52 und Changiereinrichtung 54 noch laufen oder von benachbarten Bearbeitungsstellen eingefangen wird. Dies wird durch den Fadenspeicher 1 verhindert, der kurz hinter dem Lieferwerk 18 angeordnet ist. Der Aufbau des Fadenspeichers entspricht, wie oben beschrieben, demjenigen von Fig. 2A - 2C.

Wenn der Faden unter Spannung entlang seines Bearbeitungsweges läuft, so berührt er weder die Unterkante 5 der Prallplatte 3 noch die Führungskante des Fadenführers 2. Es ist jedoch möglich, den Fadenspeicher relativ zum Fadenlauf auch so zu versetzen, daß der Faden an der Prallplatte oder an dem Fadenführer etwas umgelenkt wird. Dies ist lediglich eine Frage der Fadenspannung und des Verschleißes. Wenn nun der Faden bricht, so steht er nicht mehr unter Zugkraft und wird durch das Lieferwerk 18 gegen die Prallplatte, und zwar in die Scheitellinie 7 zwischen den beiden ebenen Flächen der Prallplatte 3 gespruckt. Zu diesem Zweck ist der Fadenspeicher so angeordnet, daß die Prallplatte auf der gemeinsamen Tangente der Lieferrolle und der Druckrolle des Lieferwerks 18 liegen bzw. in einer Position, die zuvor durch Ausprobieren als die natürliche Förderlinie des Fadens gefünden wurde, entlang welcher der Faden in Abwesenheit von Fadenführern hinter dem Transportmittel 18 bewegt wird.

Beim Auftreffen auf die Prallplatte bilden der Faden eine Anhäufung. Bei der Ausführung nach Fig. 4 wird angenommen, daß die Praliplatte mit einer Klebeschicht, wie oben beschrieben, besetzt ist. Als Folge der Beschichtung bleibt der Faden an dieser Klebeschicht haften. Es besteht daher keine Gefahr, daß der Faden mit anderen drehenden Maschinenteilen in Berührung kommt oder frei an der Maschine herumvagabundiert und durch Luftzug mitgenommen wird. Die Folie kann anschließend einfach von der Prallplatte abgezogen und dadurch der Fadenrest entfernt werden. Sofern ein Klettband Verwendung findet, wie dies schematisch in Fig. 3A dargestellt ist, kann das Klettband nun einfach von der Praliplatte abgerissen werden, wenn ein Fadenbruch geschehen und Fadenmaterial angehäuft worden ist.

Bei der Ausführung nach Fig. 5 ist die Prallplatte 3 nicht mit einer Klebeschicht beschichtet. Daher fällt die angehäufte Fadenmenge von der Prallplatte ab. Es ist jedoch ein Auffangbehälter 26 unterhalb der Prallplatte vorgesehen, der in dem Fallbereich der Fadenmenge liegt. Das herabfallende Gewölle wir in dem Auffangbehälter 26 aufgefangen.

Die Förderlinie des Lieferwerks im Sinne dieser Erfindung ist theoretisch die Tangente an dem Punkt, in welchem der Faden von dem Lieferwerk abläuft bzw. die gemeinsame Tangente, wenn es sich um ein Klemm-Lieferwerk handelt. Praktisch können sich jedoch hier Abweichungen ergeben, z. B. dann, wenn bei einem Klemmlieferwerk der Faden an einer der Rollen stärker als an der anderen haftet. Abweichungen können sich ebenfalls ergeben, wenn der Faden von dem Lieferwerk in horizontaler Richtung "ausgespuckt" wird, sofern er ohne Spannung ist. Daher ist die Förderlinie des spannungslosen oder spannungsarmen Fadens in Zweifelsfällen durch Versuch zu ermitteln. Dabei muß u. U. auch die Geschwindigkeit des Lieferwerks berücksichtigt werden.

In der Zeichnungen und der Beschreibung wurde ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, wobei spezifische Begriffe Verwendung fanden, welche jedoch allgemein erklärend und keinesfalls einschränkend verstanden sein wollen.


Anspruch[de]

1.Vorrichtung zur Bearbeitung eines Fadens (12) umfassend Fadenfördermittel (18, 46) zum Fördern des Fadens entlang eines Bearbeitungsweges und zu einer Behandlungszone, und einen Fadenspeicher (1), der unmittelbar in Fadenlaufrichtung hinter den Fadenfördermitteln (18, 46) angeordnet ist zum vorübergehenden Speichern des Fadens nach einem Fadenbruch oder dergleichen, wobei der Fadenspeicher (1) eine Prallplatte (3) mit gegenüberliegenden Seitenkanten (5, 6) aufweist, wobei diese Platte im wesentlichen senkrecht zu dem Fadenbearbeitungsweg angeordnet und mit einer ihrer Seitenkanten (5) benachbart zu dem Fadenlaufweg angeordnet ist, so daß der laufende Faden durch die Platte (3) nicht wesentlich abgelenkt wird, wenn er entlang des Fadenbearbeitungsweges läuft, aber daß der laufende Faden die Platten nach einem Fadenbruch oder dergleichen trifft, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenspeicher (1) weiterhin einen Fadenführer (2) aufweist, der auf der Seite des Fadenbearbeitungsweges angeordnet ist, die gegenüber der genannten einen Seitenkante dieser Platte angeordnet ist, und zwar so, daß der Fadenbearbeitungsweg zwischen dieser Seitenkante der Platte und dem Fadenführer verläuft.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Platte (3) entlang einer Knicklinie (7) abgewinkelt ist, wodurch zwei Plattensegmente (8, 9) definiert werden, welche zueinander angewinkelt sind, wobei die Knicklinie (7) in Fadenlaufrichtung gesehen in Richtung auf den Fadenführer verläuft.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Prallplatte in (3) auf der den Fadenfördermittel (18, 46) zugewandten Seite mit einem klebrigen Material beschichtet ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1, zusätzlich aufweisend einen Fadensammelbehälter (26), der so unterhalb der Prallplatte (3) angeordnet ist, daß er geeignet ist, den Faden nach Aufprall auf die Prallplatte aufzunehmen.

5 Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die eine Seitenkante (5) der Platte (3) von dem Fadenbearbeitungsweg beabstandet ist, so daß der laufende Faden nicht von der Platte abgelenkt wird, wenn er entlang des Fadenbearbeitungsweges läuft.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Fadenfördermittel (18, 46) einen natürlichen Fadenlieferweg definieren, entlang welchem das Garn in Abwesenheit von Fadenführern hinter den Transportmitteln bewegt würde, wobei die Prallplatte (3) so positioniert ist, daß sie den natürlichen Fadenförderweg schneidet.

7. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Fadenfördermittel (46) eine angetriebene Transportrolle (46.1) aufweisen und eine kooperierende Andruckrolle (46.2), die die Transportrolle berührt und eine gemeinsame Tangente definiert und wobei die Prallplatte (3) entlang der gemein samen Tangente dieser Rollen angeordnet ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Behandlungszone Falschdrallgeber aufweist, die in serieller Anordnung einen langgestreckten Heizer (20), eine langgestreckte Kühlplatte (24), eine Falschdralleinheit (28) und zweite Fadentransportmittel (30) aufweisen.

9. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Behandlungszone eine Fadenspuleinrichtung (54) aufweist zum Aufwickeln des laufenden Fadens zu einer Kreuzwickelspule (50).







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