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Dokumentenidentifikation DE19809526A1 17.09.1998
Titel Antriebseinheit aus Brennkraftmaschine und Automatikgetriebe mit Schmierölkreislauf
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Keiser, Hans-Peter, 29392 Wesendorf, DE
DE-Anmeldedatum 05.03.1998
DE-Aktenzeichen 19809526
Offenlegungstag 17.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1998
IPC-Hauptklasse F01P 11/08
Zusammenfassung In einer Antriebseinheit aus Brennkraftmaschine (1) und Automatikgetriebe (2) ist dem Schmierölkreislauf (5) des Automatikgetriebes (2) ein von der Brennkraftmaschine (1) unabhängiger Kühler (6) mit einem öltemperaturgesteuerten Ventil (7) zu seiner Aktivierung nur bei hohen Schmieröltemperaturen zugeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebseinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Zur Verringerung der Schmieröltemperatur bei Brennkraftmaschinen ist seit langem bekannt - siehe nur die DE-OS 19 32 908 und 37 14 230 -, dem Schmierölkreislauf einen Kühler zuzuordnen, der über ein temperaturgesteuertes Ventil (Thermostat) bei niedrigen Schmieröltemperaturen überbrückt, dagegen bei oberhalb eines vorgegebenen Temperaturwerts liegenden Schmieröltemperaturen in den Schmierölkreislauf eingeschaltet wird. Die gattungsbildende DE 35 27 020 C2 beschreibt eine Antriebseinheit aus Brennkraftmaschine und Automatikgetriebe, bei der zur Kühlung oder Vorwärmung des Schmieröls des Wandlers des Automatikgetriebes der Kühlkreislauf der Brennkraftmaschine ausgenutzt wird, indem er einen Wärmetauscher im Ölsumpf der Wandlereinheit einschließt. Mittels eines temperaturgesteuerten Ventils werden übliche Luft-Kühlmittel-Wärmetauscher in den Kühlmittelkreislauf nur dann eingeschaltet, wenn die Temperatur einen vorgegebenen Minimalwert überschreitet; während der Aufwärmphase der Brennkraftmaschine und des Wandlers sind diese Wärmetauscher dagegen abgeschaltet, so daß die in der Maschine erzeugte Verlustwärme über das Kühlmittel relativ schnell sowohl die Brennkraftmaschine als auch den Wandler aufheizt.

Diese bekannte Antriebseinheit bietet zwar den Vorteil einer relativ kurzen Aufheizzeit sowohl der Maschine als auch des Wandlers, jedoch lassen sich unterschiedliche Temperaturbedingungen in Maschine und Wandler nicht berücksichtigen, so daß der zum Ein- bzw. Ausschalten der Kühler führende Temperaturwert optimal nur hinsichtlich der Maschine oder hinsichtlich des Wandlers gewählt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Antriebseinheit zu schaffen, bei der sich dieser Temperaturwert sowohl hinsichtlich der Brennkraftmaschine als auch hinsichtlich des Automatikgetriebes optimal einstellen läßt.

Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs.

Während der zuletzt diskutierte Stand der Technik also in Richtung Zusammenfassung der Kühleinrichtungen für Brennkraftmaschine und Automatikgetriebe weist, geht die Erfindung hiervon bewußt ab, indem sie die Lehre gibt, hierfür getrennte Einrichtungen zu verwenden. Dies kann zwar zu einem erhöhten Aufwand führen, ermöglicht jedoch in vorteilhafter Weise, nicht nur direkt und damit schnell die Schmieröltemperaturen von Brennkraftmaschine und Automatikgetriebe zu erfassen, sondern auch die Temperaturwerte, bei denen die Kühleinrichtungen für Maschine und Getriebe aktiviert werden sollen, getrennt und damit optimiert für Maschine und Getriebe zu wählen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, die die Antriebseinheit lediglich schematisch wiedergibt, da die grundlegenden Einzelheiten zum allgemeinen Stand der Technik gehören.

Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß auch individuellen hohen Temperaturbelastungen von Getriebe oder Maschine individuell durch Kühlmaßnahmen begegnet werden kann.

Die Antriebseinheit enthält als wesentliche Bestandteile die Brennkraftmaschine 1 und das Automatikgetriebe 2. Der Brennkraftmaschine 1 ist der übliche Kühlmittelkühler 3, in der Regel ein Wasser-Luft-Kühler mit einem Gebläse, zugeordnet, der Kühlmittel im Pfeilsinne durch Kühlkanäle in der Maschine treibt, sofern das temperaturgesteuerte Ventil 4 den Kühler 3 in den Kühlmittelkreislauf eingeschaltet hat; andernfalls, d. h. bei niedrigen Temperaturen (Aufwärmphase der Maschine), ist das Ventil 4 geschlossen, und das Kühlmittel durchfließt einen Bypass zum Kühler 3.

Völlig unabhängig von dieser Kühleinrichtung der Maschine 1 und auch von einem Schmierölkreislauf derselben besitzt das Automatikgetriebe 2 einen durch den Pfeil 5 symbolisierten Schmierölkreislauf, dem der separate Öl-Luft-Kühler 6 zugeordnet ist; er kann mit einem Lüfter ausgerüstet sein. Auch hier findet sich ein Thermostatventil 7, das auf einen anderen Temperaturwert als das Ventil 4 eingestellt sein wird, nämlich denjenigen Temperaturwert des Schmieröls des Automatikgetriebes 2, oberhalb dessen eine Kühlung des Schmieröls erfolgen soll.

Mit der Erfindung ist demgemäß eine gattungsgemäße Antriebseinheit geschaffen, die eine temperaturoptimierte Kühlung des Schmieröls des Automatikgetriebes sicherstellt. Dies hat eine spürbare Verringerung des Kraftstoffverbrauchs der Brennkraftmaschine zur Folge.


Anspruch[de]
  1. Antriebseinheit aus Brennkraftmaschine und Automatikgetriebe, das einen Schmierölkreislauf aufweist, dem ein über ein temperaturgesteuertes Ventil nur oberhalb eines vorgegebenen Temperaturwertes aktivierter Kühler zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühler ein von einem Kühlmittelkreislauf und einem Schmierölkreislauf der Maschine (1) unabhängiger Ölkühler (6) im Schmierölkreislauf (5) des Getriebes (2) ist und das Ventil (7) die Schmieröltemperatur des Getriebes (2) erfaßt.






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