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Dokumentenidentifikation DE19713236A1 08.10.1998
Titel Verbindungsmittel zur Vormontage einer Schraube
Anmelder A. Raymond & Cie, Grenoble, FR
Erfinder Boville, Daniel, Paris, FR
Vertreter Kirchgaeßer, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 79588 Efringen-Kirchen
DE-Anmeldedatum 29.03.1997
DE-Aktenzeichen 19713236
Offenlegungstag 08.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.10.1998
IPC-Hauptklasse F16B 37/04
Zusammenfassung Es werden Verbindungsmittel zur Vormontage einer Schraube (6) an einem von zwei miteinander zu verbindenden Bauteilen (11, 21) vorgeschlagen, wobei die Schraube (6) in einem Loch (5) eines Verbindungsteils (10) gehalten ist und dieses seinerseits mit den Kanten einer Öffnung (12) des Bauteils (11) derart verbindbar ist, daß die Schraube (6) unter Verformung des Verbindungsteils (10) durch die Öffnung (12) des Bauteils (11) hindurch bewegbar ist. Das Verbindungsteil (10) besteht aus zwei einander mit Abstand gegenüberliegenden, flachen Abschnitten (1, 2), die durch zwei zur vertikalen Mittelachse (M) spiegelbildlich angeordnete Halbrunde (3, 4) zu einem in sich geschlossenen Teil verbunden sind. In dem auf der Montagefläche des Bauteils (11) zur Auflage kommenden Abschnitt (2) ist ein in der Verlängerung der Halbrunde (3, 4) liegendes Langloch (7) vorgesehen, durch das hindurch die Schraube (6) unter Verformung der Halbrunde (3, 4) vorgeschoben werden kann. An den Längsseiten des Langlochs (7) sind in einem durch Ansätze (8) bestimmten Abstand horizontale Fortsätze (9) angeformt, die die Längskanten der Öffnung (12) in dem Bauteil (11) hintergreifen können. Das Langloch (7) erlaubt einen Toleranzausgleich hinsichtlich der Lage vormontierter Schrauben (6) und in dem zweiten Bauteil (21) für die Herstellung der endgültigen Verbindung vorgesehener Bohrlöcher (22) einer Klemmutter (23). Das Verbindungsteil (10) ist nach einer Drehung um 90° in der Öffnung (12) des ersten ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Verbindungsmittel zur Vormontage einer Schraube an einem von zwei miteinander zu verbindenden Bauteilen, wobei die Schraube in einem durchgehenden Loch eines verformbaren Verbindungsteils gehalten ist und dieses seinerseits mittels an ihm angeformter Fortsätze mit den Kanten einer Öffnung eben dieses einen Bauteils derart in Eingriff bringbar ist, daß die Schraube unter Verformung des Verbindungsteils durch die Öffnung des Bauteils hindurch bewegbar ist.

Durch die französische Patentschrift Nr. 1 487 978 ist ein derartiges Verbindungsteil bekannt, das einen Körper in Form eines aufrecht stehenden Quaders mit einem durchgehenden kreisrunden Loch aufweist, in das eine Schraube eingedreht werden kann. Etwa in halber Höhe sind an diesem Körper seitlich abragende und nach unten und aufeinander zugebogene Flügel angeformt, die an ihren freien Enden jeweils einen sich in Achsrichtung erstreckenden Fortsatz mit einer nach außen gerichteten Eingriffsnase aufweisen. Die beiden Fortsätze halten einen Abstand zueinander, durch den der unterhalb der Flügel befindliche Teil des quaderförmigen Körpers derart hindurchgeschoben werden kann, daß die freien Kanten der Fortsätze in Eingriff kommen mit zwei seitlich an dem Körper vorgesehenen Kerben. In einer Platte an der die Schraube vormontiert werden soll, ist eine viereckige Öffnung vorgesehen, deren Breite und Länge der Breite und dem Abstand der beiden Fortsätze entsprechen. Zur Vormontage der Schraube werden die beiden Fortsätze durch die viereckige Öffnung der Platte gesteckt, bis sie mit ihren Eingriffsnasen zwei einander gegenüberliegende Kanten dieser Öffnung hintergreifen. Danach wird der quaderförmige Körper mit der darin eingedrehten Schraube unter Verformung der gebogenen Flügel und an den Innenflächen der Fortsätze gleitend weiter vorgeschoben, bis die freien Kanten der Fortsätze in seinen seitlichen Kerben einrasten. So wird die Schraube in Bereitschaft gehalten zur Verbindung der Platte mit einem anderen Bauteil, in dem ein Bohrloch für die Schraube vorgesehen ist, in das die Schraube ein- oder durchgedreht und eventuell mit einer Mutter gesichert werden kann.

Dieses Verbindungsteil ist auf Grund seiner verhältnismäßig komplizierten Form aufwendig in der Herstellung. Es hat außerdem den Nachteil, daß der die Schraube aufnehmende, quaderförmige Körper für die Endmontage genau auf das Bohrloch des zweiten Bauteils ausgerichtet sein muß, um die endgültige Verbindung herstellen zu können. Vor allem wenn, was normalerweise der Fall ist, mehrere Verbindungsstellen an den beiden Bauteilen vorgesehen sind, bereitet dies Schwierigkeiten und erfordert die Einhaltung enger Toleranzen beim Einschneiden der viereckigen Öffnungen in dem plattenförmigen Bauteil und dem Setzen der Bohrlöcher in dem anderen Bauteil. Daß die Schraube in den quaderförmigen Körper über eine gewisse Distanz eingedreht werden muß, macht schon die Vormontage umständlich und zeitraubend. Die Einsatzmöglichkeit dieses bekannten Verbindungsteils ist außerdem insofern beschränkt, als die zu verbindenden Bauteile nur in einem Abstand zueinander montiert werden können, der bestimmt wird durch das Maß, um das der quaderförmige Körper zwischen den Fortsätzen der Flügel hindurchgeschoben werden muß, damit die Kanten dieser Fortsätze an den seitlichen Kerben des Körpers in Eingriff kommen können. Der quaderförmige Körper wirkt zusammen mit den Fortsätzen der Flügel also wie ein Distanzstück zwischen den zu montierenden Bauteilen. Eine Montage, nach der die Flächen der zu verbindenden Bauteile eng oder sogar unmittelbar aneinander an- oder aufliegen, ist mit diesem Verbindungsteil nicht möglich.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verbindungsteil für die Vormontage von Schrauben zu schaffen, das preisgünstig herzustellen und gegenüber dem Stand der Technik auch einfach und zeitsparend in der Anwendung ist, insbesondere aber den Ausgleich von Toleranzen zwischen den Bohrlöchern erlaubt. Die Schraube soll dabei unverlierbar in dem Verbindungsteil in Bereitschaft gehalten werden.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Verbindungsteil aus zwei, einander mit Abstand gegenüberliegenden, flachen Abschnitten besteht, die durch zwei zur vertikalen Mittelachse spiegelbildlich angeordnete Halbrunde zu einem in sich geschlossenen Teil verbunden sind, daß in dem einen, von der Montagefläche des Bauteils entfernteren Abschnitt ein kreisrundes Loch zur Aufnahme einer Schraube und in dem anderen, auf der Montagefläche zur Auflage kommenden Abschnitt ein in der Verlängerung der Halbrunde liegendes Langloch vorgesehen ist, durch das hindurch die Schraube unter Verformung der Halbrunde vorschiebbar ist, und daß an den Längsseiten des Langlochs in einem durch Ansätze bestimmten Abstand horizontale Fortsätze angeformt sind, mit denen Kanten einer Öffnung in dem einen der zu verbindenden Bauteile hintergreifbar sind.

Das Langloch in dem unteren, auf der Montagefläche des einen vorzugsweise plattenförmigen Bauteils zur Auflage kommenden Abschnitts des Verbindungsteils erlaubt einen Toleranzausgleich sowohl bei der Vormontage der Schraube als auch besonders bei der Endmontage der zu verbindenden Bauteile. Die Schrauben müssen nicht genau auf die Öffnung in dem einen Bauteil und auf das Bohrloch an der Verbindungsstelle des zweiten Bauteils ausgerichtet sein. Es können somit großzügigere Toleranzen beim Setzen der Bohrlöcher und Einschneiden der Öffnungen vorgesehen werden, was die Herstellungskosten senkt und die Arbeit bei der Vor- und der Endmontage erleichtert und weniger zeitraubend macht.

Die Dicke des von der Montagefläche entfernteren Abschnitts des Verbindungsteils mit dem kreisrunden Loch zur Aufnahme der Schraube entspricht vorteilhafterweise der Ganghöhe der Schraube, und der Durchmesser des kreisrunden Loches sollte gleich oder wenig kleiner als der Außendurchmesser der Schraube sein. So kann die Schraube mit leichtem Druck einfach und ohne schraubende Bewegung in das Loch als für sie vorgesehene Halterung eingedrückt werden und bleibt unverlierbar darin gehalten.

Vorzugsweise kann der Durchmesser des kreisrunden Loches gleich dem mittleren Gewindedurchmesser der Schraube sein, womit die Unverlierbarkeit der darin gehaltenen Schraube absolut sicher gestellt ist.

Nach einer besonders einfach und preisgünstig herzustellenden Ausführungsform der Erfindung weist die Öffnung an der vorgesehenen Verbindungsstelle des einen plattenförmigen Bauteils die Form eines Langlochs auf, wobei in dessen Längsrichtung das Verbindungsteil mit seinen Fortsätzen eingesteckt werden kann und dessen Längskanten bei einer anschließenden Drehung des Verbindungsteils um 90° von diesen Fortsätzen untergriffen werden.

Um zu vermeiden, daß bei der Herstellung der Verbindung zwischen den beiden Bauteilen zwischen diesen ein durch die Höhe der eine Art Hals bildenden Ansätze bestimmter Zwischenraum entsteht, kann in der Wand der das Verbindungsteil aufnehmenden Öffnung auf der von ihm abgewandten Seite eine Ausnehmung vorgesehen werden, innerhalb der die Fortsätze versenkt und auf einer Stufe Auflage findend um 90° drehbar sind. So können später die Bauteile unmittelbar aufeinander aufliegend miteinander verbunden werden.

Vorzugsweise weisen die Fortsätze ein teilkreisförmiges Profil auf und die Schmalseiten der langlochförmigen Öffnung in dem einen vorzugsweise plattenförmigen Bauteile sind dementsprechend teilkreisförmig ausgebildet.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Fortsätze und die deren Abstand zum auf dem Bauteil zur Auflage kommenden Abschnitt des Verbindungsteils bestimmenden Ansätze als übereinander liegende, teilkreisförmige Profile mit unterschiedlichem Radius ausgebildet, wobei die Fortsätze in Richtung ihrer Mittellinie überstehen.

Die Öffnung in dem plattenförmigen Bauteil kann dann vorteilhaft in der Draufsicht ein Profil aufweisen, das sich aus zweimal zwei, jeweils einander gegenüberliegenden Teilkreisen mit unterschiedlichen Radien zusammensetzt, wobei die Teilkreise mit dem kleineren Radius in Form, Größe und gegenseitigem Abstand den teilkreisförmigen Fortsätzen des Verbindungsteils und die Teilkreise mit dem größeren Radius den teilkreisförmig ausgebildeten Ansätzen entsprechen. Das Verbindungsteil paßt so in einer Richtung vorzugsweise mit leichten Spiel in die Öffnung und beim anschließenden Verdrehen um 90° können die Ansätze an den entsprechenden Wandabschnitten der Öffnung geführt entlanggleiten.

Wenn die Ausnehmungen in der Wand der Öffnung des plattenförmigen Bauteils jeweils ausgehend von der Scheitellinie der Teilkreise mit dem kleineren Radius in zwei einander gegenüberliegenden Quadranten und bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung einen Viertelkreis beschreiben und sich in den anschließenden Quadranten mit dem Radius der kleineren Teilkreise fortsetzen, so daß in der Wand der Öffnung einander gegenüberliegende Anschlagskanten für die Fortsätze des Verbindungsteils entstehen, wird verhindert daß das Verbindungsteil um mehr als um 90° verdreht werden kann.

Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine zusätzliche Verdrehsicherung vorgesehen. Dazu sind die Ausnehmungen in der Wand der Öffnung des plattenförmigen Bauteils wiederum jeweils ausgehend von der Scheitellinie der Teilkreise mit dem kleineren Radius in zwei einander gegenüberliegenden Quadranten derart ausgebildet, daß sie über 30° bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung zunächst den kleineren Teilkreisen der Öffnung, dann von 30° bis ca. 60° Teilkreisen, deren Mittelpunkt mit dem der Öffnung zusammenfallen, und danach bis in den benachbarten Quadranten wieder Teilkreisen gleich denen mit dem kleineren Radius der Öffnung folgen, wodurch innerhalb dieser Ausnehmungen zusätzlich beim Winkel von 30° einander gegenüberliegende Rastkanten und beim Winkel von 60° Schnappkanten entstehen.

Die Öffnung in dem plattenförmigen Bauteil und die in ihrer Wand vorgesehenen Ausnehmungen werden dann vorteilhaft so bemessen, daß die Fortsätze des Verbindungsteils in einer Richtung mit Spiel in diese Öffnung passen und beim Verdrehen um 90° nach Überwindung eines leichten, durch die Rastkanten entgegengesetzten Widerstandes zwischen 30° und 60° eng an den Teilkreisen der Ausnehmungen entlang geführt werden und danach hinter den Schnappkanten einschnappen.

Indem in der einen Richtung die Rastkanten in der anderen Richtung die Schnappkanten dem Verdrehen des Verbindungsteils einen leichten, aber spürbaren Widerstand entgegensetzen und die Fortsätze nach der Drehung um 90° in ihrer Endstellung einschnappen lassen, wird ein ungewolltes Verdrehen des Verbindungsteils in der Öffnung sicher verhindert.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der anhängenden Zeichnung an einer bevorzugten Ausführungsform beispielhaft genauer beschrieben. Es zeigen

Fig. 1a eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Verbindungsteils,

Fig. 1b eine Seitenansicht gemäß Fig. 1 mit eingesetzter Schraube im Maßstab 1 : 1,

Fig. 2 die Draufsicht auf das Verbindungsteil in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1,

Fig. 3 die Schnittansicht gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 1 ohne Schraube,

Fig. 4 die Schnittansicht gemäß der Schnittlinie IV-IV in Fig. 2 ohne Schraube,

Fig. 5 als Ausschnitt die Draufsicht auf eine für die Vormontage eines erfindungsgemäßen Verbindungsteils geeignete Verbindungsstelle eines plattenförmigen Bauteils gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 6 die Schnittansicht gemäß der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5,

Fig. 7 einen Fig. 5 entsprechenden Ausschnitt gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 8 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie VIII-VIII in Fig. 7,

Fig. 9a in einem Ausschnitt das an einem von zwei miteinander zu verbindenden, plattenförmigen Bauteilen vormontierte Verbindungsteil vor der Herstellung der Verbindung und

Fig. 9b in einem Ausschnitt zwei mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Anordnung miteinander verbundene, plattenförmige Bauteile mit festgezogener Schraube.

Gemäß Fig. 1a besteht das Verbindungsteil 10 aus zwei parallelen, einander gegenüberliegenden, flachen Abschnitten 1 und 2, die an ihren entgegengesetzten Seiten durch zwei spiegelbildliche, streifenförmige Halbrunde 3 und 4 zu dem in sich geschlossenen Verbindungsteil 10 verbunden sind. Dieses ist vorzugsweise einstückig aus Kunststoff hergestellt. Die Halbrunde 3 und 4 sind dabei deutlich dünner und, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, auch deutlich schmaler als die Abschnitte 1 und 2 ausgebildet, was ihnen die für den Einsatz des Verbindungsteiles 10 erforderliche Flexibilität verleiht, während die flachen Abschnitte 1 und 2 ein höheres Maß an Steifigkeit aufweisen sollten.

Der obere flache Abschnitt 1 kann, wie aus Fig. 2 erkenntlich ist, in der Draufsicht kreisrund ausgebildet sein. Auf jeden Fall weist er ein mittiges, kreisrundes Loch 5 zur Aufnahme einer Schraube 6 auf (siehe dazu Fig. 1b). Der Durchmesser dieses Loches 5 ist gleich oder vorzugsweise wenig kleiner als der Außendurchmesser der Schraube 6; bevorzugt kann er gleich dem Flankendurchmesser oder mittleren Gewindedurchmesser der Schraube 6 sein. Die Dicke des oberen Abschnitts 1 entspricht vorzugsweise einer Ganghöhe der Schraube 6. So kann die Schraube 6 leicht und ohne schraubende Bewegung in das Loch 5 eingedrückt werden und bleibt dann unverlierbar darin gehalten, denn die Schraube 6 paßt unter leichtem Druck gerade mit einer Gewindeganghöhe in das Loch 5 des Abschnitts 1. Der untere flache Abschnitt 2 ist in der dargestellten Ausführungsform als Rechteck mit abgerundeten Ecken ausgebildet- und weist ein sich in Richtung der Verlängerung der Halbrunde 3 und 4 erstreckendes, mittiges Langloch 7 auf. An den beiden Längskanten des Langlochs 7 ist mittig jeweils ein senkrecht nach unten gerichteter Ansatz 8, 8' ausgebildet, von dem sich jeweils im rechten Winkel , also quer zum Langloch 7 ein vorzugsweise halbrunder Fortsatz 9, 9' erstreckt. Die Fortsätze 9, 9' bilden so einen Fuß und die Ansätze 8, 8' eine Art Hals zwischen diesem Fuß und dem unteren flachen Abschnitt 2 des Verbindungsteils 10. In der dargestellten Ausführungsform stellen sich die Ansätze 8, 8' und die Fortsätze 9, 9' als zwei übereinanderliegende Halbkreisprofile mit unterschiedlichen Radien dar, wobei die Fortsätze 9, 9' in Richtung der gemeinsamen Mittellinie überstehend sind (siehe dazu auch Fig. 3).

Für seinen bestimmungsgemäßen Gebrauch wird das Verbindungsteil 10 mit den Fortsätzen 9, 9' durch die an der vorgesehenen Verbindungsstelle eines plattenförmigen Bauteils 11 im einfachsten Fall ebenfalls als Langloch ausgebildete Öffnung 12 geschoben und um 90° gedreht, so daß die Fortsätze 9, 9' die Seitenkanten der Öffnung 12 untergreifen und somit das Verbindungsteil gegen Herausfallen gesichert ist. Die Schraube 6 kann entweder jetzt oder auch schon zuvor in das Loch 5 des Abschnitts 1 eingedrückt werden. Im letzteren, bevorzugten Fall bilden das Verbindungsteil 10 und die Schraube 6 gemeinsam eine Einheit, die so vorrätig gehalten und bei Bedarf in dem plattenförmigen Bauteil 11 vormontiert werden kann.

Um zu vermeiden, daß bei der Endmontage des plattenförmigen Bauteils 11 an einem anderen Bauteil 21 zwischen beiden ein durch die Dicke der Fortsätze 9, 9' bestimmter Abstand bestehen bleibt, können die Fortsätze 9, 9' in einer kreisförmigen Ausnehmung in der Wand der Öffnung 12 auf der vom Verbindungsteil 10 abgewandten Seite des plattenförmigen Bauteils 11 versenkt sein, innerhalb der sie auf der durch die Ausnehmung entstehenden Stufe zur Auflage kommen und sich um 90° verdrehen lassen.

Gemäß einer Fortbildung der Erfindung kann eine Verdrehsicherung vorgesehen sein, die verhindert, daß sich das Verbindungsteil 10 bei der Vormontage um mehr als 90° verdrehen läßt und daß beim Herstellen der endgültigen Verbindung zwischen zwei Bauteilen 11 und 21 beim Einschrauben der an dem einen Bauteil 11 mit Hilfe des Verbindungsteils 10 vormontierten Schraube 6 in das andere Bauteil 21 sich das Verbindungsteil 10 mitdreht. Dazu erfährt insbesondere die Öffnung 12 in dem für die Vormontage des Verbindungsteils 10 bestimmten plattenförmigen Bauteil 11 eine besondere Ausformung, wie aus den Fig. 5 und 6 erkenntlich ist.

Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf die an einer Verbindungsstelle eines plattenförmigen Bauteils 11 vorgesehenen Öffnung 12 und Fig. 6 die Ansicht eines Schnittes entlang der Linie VI-VI in Fig. 5.

Gemäß Fig. 5 weist die Öffnung 12 in der Draufsicht ein Profil auf, das sich aus zweimal zwei, jeweils einander gegenüberliegenden Teilkreisen a, a', b, b' zusammensetzt. An den Stoßstellen dieser Teilkreise entstehen in der Wand der Öffnung 12 die Kanten 13 und 14. Die Teilkreise a, a' mit dem kleineren Radius entsprechen in Form, Größe und Abstand den teilkreisförmigen Fortsätzen 9, 9' des Verbindungsteils 10, so daß sie, vorzugsweise mit leichtem Spiel, in die Öffnung 12 passen. Die Teilkreise b, b' mit dem größeren Radius, die die Teilkreise a, a' miteinander verbinden, entsprechen den in der dargestellten Ausführungsform ebenfalls teilkreisförmig ausgebildeten Ansätzen 8, 8', die einen Hals zwischen den Fortsätzen 9, 9' und dem unteren flachen Abschnitt 2 des Verbindungsteils 10 bilden. Beim Verdrehen des Verbindungsteils 10 in der Öffnung 12 um 90° können die Ansätze 8, 8' an den Teilkreisflächen b, b' innerhalb der Öffnung 12 entlanggleiten. Auf der von dem einzusetzenden Verbindungsteil 10 abgewandten Seite des Bauteils 11 sind in der Wand der Öffnung 12 jeweils ausgehend von der Scheitellinie 15, 15' der Teilkreise a, a' mit dem kleineren Radius in zwei einander gegenüberliegenden Quadranten und bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung 12 einen Viertelkreis beschreibende Ausnehmungen 16, 16' vorgesehen, die sich in den anschließenden Quadranten mit dem Radius der kleineren Teilkreise a, a' fortsetzen, wodurch hier in der Öffnung 12 die einander gegenüberliegenden Anschlagskanten 17, 17' entstehen. Das Verbindungsteil 10 kann so mit seinem durch die Fortsätze 9, 9' gebildeten Fuß in die Öffnung 12 eingesetzt und in den Ausnehmungen 16, 16' gleitend um 90° gedreht werden, wonach die Fortsätze 9, 9' an den Anschlagkanten 17, 17' bzw. dem Abschnitt der Ausnehmungen 16, 16' mit dem Radius der Teilkreise a, a' Anschlag finden und gegen eine weiteres Verdrehen gesichert sind. Die Fortsätze 9, 9' liegen dabei auf der durch die Ausnehmungen 16, 16' entstehenden Stufe 20 auf, sind also auch in diesem Fall im Bauteil 11 versenkt.

Die Fig. 7 und 8 zeigen eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Verdrehsicherung. Die Öffnung 12 stellt sich in der Draufsicht identisch mit der in den Fig. 5 und 6 dar. Die Ausnehmungen 16, 16' in den einander gegenüberliegenden Quadranten folgen aber, wiederum ausgehend von den Scheitellinien 15, 15', über etwa 30° bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung 12 zunächst den kleineren Teilkreisen a, a', dann von 30° bis ca. 60° einem Teilkreis c, c', dessen Mittelpunkt mit dem der Öffnung 12 zusammenfällt, wonach sich wieder ein kleinerer Teilkreis a, a' bis in den benachbarten Quadranten anschließt. Dadurch entstehen innerhalb der Ausnehmungen 16, 16' beim Winkel von 30° zusätzlich die Rastkanten 18, 18' und beim Winkel von 60° die Schnappkanten 19, 19'. Die Öffnung 12 und die Ausnehmungen 16, 16' sind so bemessen, daß der durch die Fortsätze 9, 9' gebildete Fuß des Verbindungsteils 10 mit Spiel in die Öffnung 12 eingesetzt werden kann und beim Verdrehen um 90° zunächst unter leichtem Druck den Widerstand der Rastkanten 18, 18' überwinden muß, danach eng an den Teilkreisen c, c' der Ausnehmungen 16, 16' entlanggleitet, um schließlich hinter den Schnappkanten 19, 19' einzuschnappen. Damit wird zusätzlich zu der Verdrehsicherung um mehr als 90° gemäß der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 auch eine Rückdrehsicherung erreicht, denn um das Verbindungsteil 10 in seine Lösestellung zurückdrehen zu können, muß wiederum der Widerstand der Schnappkanten 19, 19' und Rastkanten 18, 18' überwunden werden. Ein unbeabsichtigtes Verdrehen oder Herauslösen des Verbindungsteils 10 aus dem Bauteil 11 wird so verhindert.

Fig. 9a zeigt das erfindungsgemäße Verbindungsteil 10 mit eingesetzter Schraube 6 im vormontierten Zustand an einem plattenförmigen Bauteil 11, das mit einem zweiten, ebenfalls plattenförmigen Bauteil 21 verbunden werden soll. In diesem zweiten Bauteil 21 sind Bohrlöcher 22 für die Schrauben 6 vorgesehen, die nach Anzahl und gegenseitigem Abstand den Öffnungen 12 im Bauteil 11 entsprechen. An den Bohrlöchern 22 können an sich bekannte Mittel, wie Klemmuttern 23 und dergl. ebenfalls vormontiert sein. Zur Herstellung der Verbindung werden die Bohrlöcher 22 im Bauteil 21 mit den Öffnungen 12 im Bauteil 11 möglichst gut zur Deckung gebracht und jede Schraube 6 durch das Langloch 7 im Abschnitt 2 des Verbindungsteils 10 und die Öffnung 12 hindurch in das Bohrloch 22 und die eventuell vorhandene Klemmutter 23 gedreht und festgezogen, wobei sich die Halbrunde 3 und 4 des Verbindungsteils ohrenförmig verformen, wie es in Fig. 9b dargestellt ist. Selbstverständlich kann zum Festziehen der Schraube 6 auch eine andere Art von Blindmutter verwendet oder eine normale Mutter gegengeschraubt werden. Ebenso ist denkbar, daß in einem anderen Anwendungsfall in das Bohrloch 22 ein entsprechendes Innengewinde eingeschnitten ist.

Ein entscheidender Vorteil der Erfindung ist, daß an dem Verbindungsteil 10 das Langloch 7 im Abschnitt 2 zusammen mit der Öffnung 12 im Bauteil 11 einen Toleranzausgleich zwischen der Lage der vormontierten Schraube 6 und dem jeweiligen Bohrloch 22 im zu verbindenden Bauteil 21 erlaubt, wie es in Fig. 9a durch die Pfeile A angedeutet ist. Es muß also nicht jede Schraube 6 von vornherein immer exakt auf das Bohrloch 22 ausgerichtet sein. Dies erlaubt größere Toleranzen beim Setzen der Bohrlöcher 22 und Einschneiden der Öffnungen 12, erleichtert also sowohl die Vorfertigung der Bauteile als auch die Endmontage. Bezugszeichenliste 1 oberer flacher Abschnitt

2 unterer flacher Abschnitt

3, 4 Halbrunde

5 kreisrundes Loch

6 Schraube

7 Langloch

8, 8' Ansätze (Hals)

9, 9' Fortsätze (Fuß)

10 Verbindungsteil

11 plattenförmiges Bauteil

12 Öffnung

13, 14 Kanten

15, 15' Scheitellinie

16, 16' Ausnehmung

17, 17' Anschlagskanten

18, 18' Rastkanten

19, 19' Schnappkanten

20 Stufe

21 Bauteil

22 Bohrloch

23 Klemmutter

a, a' Teilkreise mit kleinerem Radius

b, b' Teilkreise mit größerem Radius

c, c' Teilkreis bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung 12

M vertikale Mittelachse


Anspruch[de]
  1. 1. Verbindungsmittel zur Vormontage einer Schraube an einem von zwei miteinander zu verbindenden Bauteilen, wobei die Schraube in einem durchgehenden Loch eines Verbindungsteils gehalten ist und dieses seinerseits mittels an ihm angeformter Fortsätze mit den Kanten einer Öffnung eben dieses einen Bauteils derart in Eingriff bringbar ist, daß die Schraube unter Verformung des Verbindungsteils durch die Öffnung des Bauteils hindurch bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil (10) aus zwei einander mit Abstand gegenüberliegenden, flachen Abschnitten (1, 2) besteht, die durch zwei zur vertikalen Mittelachse (M) spiegelbildlich angeordnete Halbrunde (3, 4) zu einem in sich geschlossenen Teil verbunden sind, daß in dem einen, von der Montagefläche des Bauteils (11) entfernteren Abschnitt (1) ein kreisrundes Loch (5) zur Aufnahme einer Schraube (6) und in dem anderen, auf der Montagefläche zur Auflage kommenden Abschnitt (2) ein in der Verlängerung der Halbrunde (3, 4) liegendes Langloch (7) vorgesehen ist, durch das hindurch die Schraube (6) unter Verformung der Halbrunde (3, 4) vorschiebbar ist und daß an den Längsseiten des Langlochs (7) in einem durch Ansätze (8, 8') bestimmten Abstand horizontale Fortsätze (9, 9') angeformt sind, mit denen Kanten einer Öffnung (12) in dem einen (11) der zu verbindenden Bauteile (11, 21) hintergreifbar sind.
  2. 2. Verbindungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des von der Montagefläche entfernteren Abschnitts (1) des Verbindungsteils (10) mit dem kreisrunden Loch (5) zur Aufnahme der Schraube (6) der Ganghöhe der Schraube (6) entspricht und der Durchmesser des kreisrunden Loches (5) gleich oder wenig kleiner als der Außendurchmesser der Schraube (6) ist.
  3. 3. Verbindungsmittel nach Abspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des kreisrunden Loches (5) gleich dem mittleren Gewindedurchmesser der Schraube (6) ist.
  4. 4. Verbindungsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (12) an der vorgesehenen Verbindungsstelle eines plattenförmigen Bauteils (11) die Form eines Langlochs aufweist, in dessen Längsrichtung das Verbindungsteil (10) mit seinen Fortsätzen (9, 9') einsteckbar ist und dessen Längskanten bei einer anschließenden Drehung des Verbindungsteils (10) um 90° von diesen Fortsätzen (9, 9') untergreifbar sind.
  5. 5. Verbindungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wand der Öffnung (12) des plattenförmigen Bauteils (11) auf der vom Verbindungsteil (10) abgewandten Seite eine Ausnehmung (16) vorgesehen ist, innerhalb der die Fortsätze (9, 9') versenkt und auf einer Stufe (20) Auflage findend um 90° drehbar sind.
  6. 6. Verbindungsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze (9, 9') ein teilkreisförmiges Profil aufweisen und die Schmalseiten der langlochförmigen Öffnung (12) in dem einen der zu verbindenden Bauteile (11) dementsprechend teilkreisförmig ausgebildet sind.
  7. 7. Verbindungsmittel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortsätze (9, 9') und die deren Abstand zum auf dem Bauteil (11) zur Auflage kommenden Abschnitt (2) des Verbindungsteils (10) bestimmenden Ansätze (8, 8') als übereinander liegende, teilkreisförmige Profile mit unterschiedlichem Radius ausgebildet sind, wobei die Fortsätze (9, 9') in Richtung ihrer Mittellinie überstehend sind.
  8. 8. Verbindungsmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (12) in dem plattenförmigen Bauteil (11) in der Draufsicht ein Profil aufweist, das sich aus zweimal zwei, jeweils einander gegenüberliegenden Teilkreisen (a, a', b, b') mit unterschiedlichen Radien zusammensetzt, wobei die Teilkreise (a, a') mit dem kleineren Radius in Form, Größe und gegenseitigem Abstand den teilkreisförmigen Fortsätzen (9, 9') des Verbindungsteils (10) und die Teilkreise (b, b') mit dem größeren Radius den teilkreisförmig ausgebildeten Ansätzen (8, 8') entsprechen.
  9. 9. Verbindungsmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der von dem einzusetzenden Verbindungsteil (10) abgewandten Seite des plattenförmigen Bauteils (11) in der Wand der Öffnung (12) jeweils ausgehend von der Scheitellinie (15, 15') der Teilkreise (a, a') mit dem kleineren Radius in zwei einander gegenüberliegenden Quadranten und bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung (12) einen Viertelkreis beschreibende Ausnehmungen (16, 16') vorgesehen sind, die sich in den anschließenden Quadranten mit dem Radius der kleineren Teilkreise (a, a') fortsetzen, wodurch in der Wand der Öffnung (12) einander gegenüberliegende Anschlagskanten (17, 17') für die Fortsätze (9, 9') des Verbindungsteils (10) gebildet sind.
  10. 10. Verbindungsmittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der von dem einzusetzenden Verbindungsteil (10) abgewandten Seite des Bauteils (11) in der Wand der Öffnung (12) jeweils ausgehend von der Scheitellinie (15, 15') der Teilkreise (a, a') mit dem kleineren Radius in zwei einander gegenüberliegenden Quadranten Ausnehmungen (16, 16') vorgesehen sind, die über 30° bezogen auf den Mittelpunkt der Öffnung (12) zunächst den kleineren Teilkreisen (a, a') der Öffnung (12), dann von 30° bis ca. 60° Teilkreisen (c, c'), deren gemeinsamer Mittelpunkt mit dem der Öffnung (12) zusammenfällt, und danach bis in den benachbarten Quadranten wieder Teilkreisen (a, a') gleich denen mit dem kleineren Radius der Öffnung (12) folgen, wodurch innerhalb dieser Ausnehmungen (16, 16') beim Winkel von 30° die Rastkanten (18, 18'), beim Winkel von 60° die Schnappkanten (19, 19') und im benachbarten Quadranten die Anschlagskanten (17, 17') für die Fortsätze (9, 9') des Vebindungteils (10) gebildet sind.
  11. 11. Verbindungsmittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (12) in dem plattenförmigen Bauteil (11) und die in ihrer Wand vorgesehenen Ausnehmungen (16, 16') so bemessen sind, daß die Fortsätze (9, 9') des Verbindungsteils (10) in einer Richtung mit Spiel in diese Öffnung (12) einsetzbar und beim anschließenden Verdrehen um 90° nach Überwindung eines leichten, durch die Rastkanten (18, 18') entgegengesetzten Widerstandes zwischen 30° und 60° eng an den Teilkreisen (c, c') der Ausnehmungen (16, 16') entlang führbar und danach hinter den Schnappkanten (19, 19') einschnappbar sind.






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