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Dokumentenidentifikation DE69503059T2 15.10.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0781198
Titel MEHRSCHICHT-KLEBAUFBAU MIT BARRIERE-LAGE
Anmelder Avery Dennison Co., Pasadena, Calif., US
Erfinder UGOLICK, Ronald, Pasadena, CA 91103, US;
ANG, T., Liem, Pasadena, CA 91103, US;
SARTOR, Luigi, Pasadena, CA 91103, US
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65189 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 69503059
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.09.1995
EP-Aktenzeichen 959338161
WO-Anmeldetag 15.09.1995
PCT-Aktenzeichen US9511733
WO-Veröffentlichungsnummer 9608369
WO-Veröffentlichungsdatum 21.03.1996
EP-Offenlegungsdatum 02.07.1997
EP date of grant 17.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.10.1998
IPC-Hauptklasse B32B 7/12
IPC-Nebenklasse C09J 7/02   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft druckempfindliche Klebstoffaufbauten. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung druckempfindliche Klebstoffaufbauten mit wenigstens zwei Klebstoffschichten, wobei eine der Schichten eine druckempfindliche Klebstoffschicht ist, die als ein Barriereüberzug funktioniert.

Hintergrund der Erfindung

Ein druckempfindlicher Klebstoffaufbau (PSA) umfaßt allgemein ein Sichtmaterial und wenigstens eine Schicht von druckempfindlichem Klebstoff auf dem Sichtmaterial sowie eine Trennfläche. Wenn sie miteinander verwendet werden, dürfen der druckempfindliche Klebstoff und das Sichtmaterial einander nicht übermäßig nachteilig beeinflussen. Das Vorhandensein nachteiliger chemischer oder physikalischer Reaktionen zwischen dem Sichtmaterial und der Klebstoffschicht vermindert die Stabilität des Aufbaues und kann effektiv eine sonst erwünschte Materialkombination verhindern.

Beispielsweise bilden bekanntermaßen Klebstoffzusammensetzungen auf Kautschukbasis gute Klebstoffschichten, die an einer großen Vielzahl von Substraten anhaften können. Polyolefinmaterialien, die oftmals in Filmsichtmaterial verwendet werden, sind jedoch allgemein nicht geeignet mit einem weiten Bereich druckempfindlicher Klebstoffe auf Kautschukbasis wegen Quellens, welches mit der Zeit auftritt, wenn die beiden in Nachbarschaft zueinander liegen. Dieses Quellen zeigt sich als ein Runzeligwerden des Klebstoffaufbaues und/oder als Haftungsverlust. Um die mit dem Quellen verbundenen Probleme zu vermeiden, sind Hersteller, besonders jene, die Polyolefinsichtmaterialien verwenden, oft gezwungen, Klebstoffe auf Acrylbasis zu verwenden.

Es wurde gefunden, daß das Quellen durch die Wanderung beweglicher Bestandteile aus der Klebstoffschicht auf Kautschukbasis zu dem Sichtmaterial verursacht wird. Die beweglichen Bestandteile schließen organische Moleküle, wie Öle, flüssige Harze und Klebrigmacher ein, die oftmals dem Polymer auf Kautschukbasis während der Herstellung zugegeben werden, um der Zusammensetzung erwünschte Klebstoff- oder andere Eigenschaften zu verleihen. Bestimmte dieser relativ beweglichen Bestandteile haben eine Affinität zu Polyolefinsichtmaterial und können, wenn dies zutrifft, zu dem Sichtmaterial wandern. Das resultierende Quellen der Sichtmaterialbestandteile in dem Sichtmaterial führt zum Runzeligwerden des Klebstoffaufbaues und/oder zum Haftungsverlust.

Unter bestimmten Umständen kann eine Wanderung auch zwischen beweglichen Verbindungen, die in einem Sichtmaterial enthalten sind, und einer darunterliegenden Klebstoffschicht auftreten. Beispielsweise enthalten viele Polyvinylchloridsichtmaterialien (PVC) flüssige Weichmacher. Diese beweglichen Bestandteile können mit der Zeit in eine benachbarte Klebstoffschicht wandern. Die Wanderung beweglicher Bestandteile aus einem Sichtmaterial in eine Klebstoffschicht kann auch zu einem Verlust an Geschmeidigkeit oder zu Kontraktionen des Sichtmaterials und gleichzeitig einem Haftungsverlust führen, wie in der US-Patentschrift Nr.3 547 852 von Burke diskutiert wird.

Somit ist es erwünscht, druckempfindliche Klebstoffaufbauten zu entwickeln, die eine Wanderung von Verbindungen zwischen dem Sichtmaterial und den darunterliegenden Klebstoffschichten minimieren oder verhindern, so daß Sichtmaterialien mit einer größeren Vielzahl von Klebstofformulierungen verwendet werden können und eine brauchbare Produktstabilität behalten.

Zusammenfassung der Erfindung

Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man einen mehrschichtigen Klebstoffaufbau. Der Klebstoffaufbau umfaßt ein Sichtmaterial mit einer Barriereschicht auf dem Sichtmaterial. Eine Klebstoffschicht ist auf der Barriereschicht vorgesehen. Vorzugsweise umfaßt die Barriereschicht einen druckempfindlichen Klebstoff bzw. Haftklebstoff, der so ausgewählt ist, daß er die Wanderung migrierender organischer Verbindungen aus der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial minimiert. Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt das Sichtmaterial ein Polyolefin, wie Polyethylen, und die Barriereschicht umfaßt einen Klebstoff auf Acrylbasis.

Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein Verfahren zur Hemmung der Wanderung destabilisierender migrierender Stoffe in einem mehrschichtigen Klebstoffaufbau. Das Verfahren umfaßt die Stufen, in denen man ein Sichtmaterial vorsieht und eine Barriereschicht auf dem Sichtmaterial aufbringt. Eine Klebstoffschicht wird auf der Barriereschicht aufgebracht, und die Klebstoffschicht ist von dem Typ, der wenigstens einen destabilisierenden migrierenden Stoff umfaßt. Die Reihenfolge der Aufbringung der Schichten auf dem Aufbau kann je nach der erwünschten Aufbautechnik variiert werden. Die Barriereschicht umfaßt vorzugsweise einen Haftklebstoff, der so ausgewählt wird, daß er die Migration der migrierenden Stoffe aus der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial hemmt.

Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein Verfahren zur Herstellung eines stabilisierten mehrschichtigen Haftklebstoffaufbaues des Typs, der in der Klebstoffschicht Stoffe enthält, die das Sichtmaterial destabilisieren. Das Verfahren umfaßt die Stufen, in denen man ein Sichtmaterial vorsieht, eine Klebstoffbarriereschicht auf Acrylbasis auf dem Sichtmaterial und auf der Barriereschicht eine Klebstoffschicht auf Kautschukbasis aufbringt. Die Reihenfolge der Aufbringung der Schichten kann je nach der erwünschten Herstellungstechnik variiert werden.

Gemäß dem Verfahren enthält der Klebstoff auf Kautschukbasis mirgrierende Stoffe darin, die das Sichtmaterial destabilisieren, und die Barriereschicht wird so ausgewählt, daß sie eine Migration der destabilisierenden Stoffe von der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial hemmt.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung bekommt man ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung der Aufbauten nach der vorliegenden Erfindung, indem man die Aufbringungsstufen im wesentlichen gleichzeitig durchführt. Das Verfahren wird vorzugsweise unter Verwendung eines Doppelmundstückes durchgeführt.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden einem Fachmann im Hinblick auf die detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die folgt, offenbar, wenn diese Beschreibung zusammen mit der beigefügten Zeichnung und den Ansprüchen betrachtet wird.

Kurze Beschreibung der Zeichung

Fig. 1 ist eine Querschnittsdarstellung einer herkömmlichen Haftklebstoffaufbaues.

Fig. 2 ist eine Querschnittsdarstellung eines Haftklebstoffaufbaues nach der vorliegenden Erfindung.

Fig. 3 ist eine schematisches Diagramm eines Doppelmundstückes, das verwendet wird, um die Klebstofformulierungen der vorliegenden Erfindung aufzubringen.

Fig. 4 ist eine schematische Querschnittsdarstellung, die die Lippenstruktur des Doppelmundstückes von Fig. 3 bei der Aufbringung zweier Klebstoffschichten zeigt.

Fig. 5 ist eine schematische Querschnittsdarstellung einer gewinkelten Lippenstruktur des Doppelmundstückes bei der Aufbringung zweier Klebstoffschichten.

Fig. 6 ist ein schematischer Querschnitt eines Doppelmundstückes mit einer abgefasten Lippenstruktur.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Der mehrschichtige Klebstoffaufbau der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung erklärt.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 ist dort zu Vergleichszwecken eine Querschnittsdarstellung eines herkömmlichen Haftklebstoffaufbaues 10 erläutert. Der herkömmliche Klebstoffaufbau 10 umfaßt ein Sichtmaterial 12, eine Klebstoffschicht 14 und eine Trennschicht 16 mit einer Trennoberfläche darauf. Wie für den Fachmann verständlich ist, kann die Trennoberfläche auf einer Trennschicht 16, wie erläutert, oder auf der Rückseite des Sichtmaterials 12 bei einer Anwendung vorgesehen werden, wo der Aufbau auf sich selbst aufgerollt werden soll, wie zur Herstellung eines Klebestreifens.

Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist dort eine Querschnittsdarstellung einer Ausführungsform eines Aufbaues 20 gemäß der vorliegenden Erfindung erläutert. Der Haftklebstoffaufbau 20 umfaßt ein Sichtmaterial 22, eine Haftklebstoffbarriereschicht 24, eine Klebstoffschicht 26 und eine Trennschicht 28.

Die Klebstoffschicht 26 kann irgendeinen aus einer Anzahl bekannter Klebstoffe umfassen, wie Klebstoffzusammensetzungen auf Kautschukbasis oder Klebstoffzusammensetzungen auf Acrylbasis. Die Vorteile der vorliegenden Erfindung werden optimiert, wenn die Materialkombination in dem Aufbau derart ist, daß entweder die Klebstoffschicht 26 bewegliche Stoffe enthält, welche zur Migration in das Sichtmaterial 22 neigen, oder das Sichtmaterial 22 bewegliche Stoffe enthält, die zur Migration in die Klebstoffschicht 26 neigen.

Das Sichtmaterial 22 der vorliegenden Erfindung kann irgendeines einer Vielzahl von Materialien umfassen, die typischerweise als ein Sichtmaterial in einem Klebstoffaufbau verwendet werden, wie Papier oder Polymermaterialien. Bei einer optimalen Anwendung der vorliegenden Erfindung wird das Sichtmaterial von einem Typ sein, der als Ergebnis einer Migration von Stoffen aus einer Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial eine nachteilige Wirkung zeigt. Wenn die Klebstoffschicht beispielsweise einen beweglichen Betandteil umfaßt, der hohe Affinität zu Polyolefinsichtmaterial zeigt, kann das Sichtmaterial ein Polyolefin, wie Polyethylen, Polypropylen, Polybutylen, Polymere von Ethylen-Propylen-Dienmonomeren (EPDM) oder von Norbornadienen oder Copolymere, Cogemische oder Coextrudate hiervon umfassen.

Das Sichtmaterial 22 kann altenativ polare Materialien, wie Polyvinylchlorid (PVC) umfassen, die bekanntermaßen bewegliche Bestandteile haben, welche bestimmte Typen von Klebstoffschichten nachteilig beeinflussen. Wenn das Sichtmaterial bewegliche Stoffe mit einer Affinität zu darunterliegenden Klebstoffschichten enthält, kann die Barriereschicht 24 so ausgewählt werden, daß sie eine Migration solcher beweglicher Stoffe aus dem Sichtmaterial minimiert.

Das Sichtmaterial 22 kann alternativ ein Material auf Papierbasis umfassen. Bei dieser Ausführungsform kann die Klebstoffschicht 26 einen oder mehrere migrierende Stoffe enthalten, die zur Verfärbung, Fleckenbildung oder anderen Beeinflussung des Sichtmaterials 22 bei Migration und Kontakt neigen. Hier arbeitet die Barriereschicht 24 so, daß sie eine solche Verfärbung, Verfleckung oder andere nachteilige Einflüsse auf das Sichtmaterial minimiert oder verhindert, indem sie die Migration solcher Stoffe hemmt.

Die Zusammensetzung und Abmessungseigenschaften des Sichtmaterials können von einem Fachmann im Hinblick auf die beabsichtigte Verwendung des Aufbaues und der erwünschten Verfahrensparameter leicht ausgewählt werden. Beispielsweise erwies sich in einem Aufbau, der in ein Klebeetikett umgewandelt werden soll, ein Sichtmaterial aus Polyethylen mit einer Dicke von etwa 100 p und einer Rollen breite, die für die erwünschte Verarbeitungsmaschine geeignet ist, als brauchbar.

Nach einer derzeit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Klebstoffschicht 26 eine Haftklebstoffschicht auf Kautschukbasis. Der Haftklebstoff auf Kautschukbasis kann beispielsweise natürliche und/oder synthetische elastomere Polymere auf der Basis von synthetischem oder natürlichem Kautschuk, wie Naturkautschuk (Polyisopren), Polybutadien, synthetischem Polyisopren, willkürlichen Styrol-Butadienpolymeren (SB), SB-Blockcopolymeren, mehrfach verstärkten und sich wiederholenden SB-Copolymeren umfassen. Styrol- Isopren-Styrol-, Styrol-Butadien-Styrol-, Styrol-Butadien- und Styrol-Isopren-Copolymere, Blockcopolymere, willkürliche Copolymere oder mehrfach verstärkte Copolymere und Gemische und Gemenge hiervon können auch verwendet werden. Diese Klebstofftypen sind in der Technik bekannt, wie in der US-5 290 842 von Sasaki und Ercillo, auf die hier Bezug genommen wird, diskutiert wird.

Für die Verwendung in der Klebstoffschicht 26 geeignete Klebstoffe sind somit beispielhalber, aber nicht ausschließlich Klebstoffe auf Kautschukbasis, die typischerweise relativ bewegliche Bestandteile enthalten. Die beweglichen Bestandteile dieser Klebstoffe bestehen normalerweise aus Ölen, Harzen, Klebrig machern oder anderen organischen Molekülen, die während der Klebstofformulierung zugegeben werden. Wie jedoch für den Fachmann auf der Hand liegt, können solche beweglichen Bestandteile auch natürlichen Ursprungs sein oder als ein Nebenprodukt des Herstellungsverfahrens resultieren. Außerem können solche beweglichen Bestandteile auch aus einer Zersetzung einer oder mehrerer Bestandteile der Klebstofformulierung während der Verarbeitung oder Verwendung stammen.

Die Mirgration dieser beweglichen Bestandteile zu Polyolefinsichtmaterialien führt zu der oben diskutierten nachteiligen Quellreaktion. Außerdem kann eine Migration auch dazu führen, daß die Klebstoffschicht etwas von ihrer Klebstärke verliert, da viele dieser beweglichen Bestandteile zugegeben werden, um die Haftung zu verbessern. So ist es allgemein erwünscht, migrierende bewegliche Stoffe auf ihre ursprüngliche Umgebung in dem Aufbau zu beschränken.

Beispielsweise werden die folgenden beweglichen Bestandteile möglicherweise in Klebstofformulierungen auf Kautschukbasis verwendet und sind für eine Affinität zu Polyolefinmaterialien und dafür bekannt, daß sie ein Quellen von Polyolefinsichtmaterialien verursachen: hydrierte aromatische Harze, worin ein wesentlicher Anteil der Benzolringe in Cyclohexanringe umgewandelt ist (z. B. die REGALREZ-Familie von Harzen, die von der Hercules in Passaic, New Jersey hergestellt werden, und die ARKON-Famihe von Harzen, die von der Arakawa Chemical of Chicago, Illinois hergestellt werden), hydriert polyzyklische Harze (z. B. ESCOREZ 5300, 5320, 5340 und 5380, die von Exxon in Irving, Texas hergestellt werden) und Weichmacheröle (z. B. SHELLFLEX 371, das von Shell in Houston, Texas hergestellt wird, und KAYDOL-Mineralöl, das von Witco in Greenwich, Connecticut hergestellt wird). Diese beweglichen Bestandteile und andere ihnen im wesentlichen ähnliche neigen dazu, aus der Klebstoffschicht in das Polyolefinsichtmaterial 22 zu migrieren. In Abwesenheit der Barriereschicht 24 der vorliegenden Erfindung zeigt sich diese Migration als eine ebene Quellung des Sichtmaterials, welche allgemein zu Runzelbildung des Klebstoffaufbaues und/oder Haftungsverlust führt.

Die Überzugs- oder Schichtdicke (sogenanntes "Überzugsgewicht" der Klebstoffschicht 26 in dem Aufbau 10 kann stark variiert werden, je nach ihrer Zusammensetzung und der beabsichtigten Verwendungsumgebung, wie für den Fachmann verständlich ist. Beispielsweise kann in einem Aufbau, der für eine Umwandlung in ein Klebeetikett mit einem Polyethylensichtmaterial gedacht ist, die Klebstoffschicht 26 einen apolaren Klebstoff auf Kautschukbasis umfassen, wie er in der US-Patentschrift Nr.5 290 842 von Sasaki und Ercillo beschrieben ist und ein Gewicht je Einheitsfläche "Überzugsgewicht" im Bereich von etwa 2 bis 50 g/m² und vorzugsweise etwa 2 bis 35 g/m² hat.

Obwohl die Klebstoffschicht als eine Haftkleberschicht auf Kautschukbasis beschrieben wurde, wird es für den Fachmann auf der Hand liegen, daß die Klebstoffschicht 26 auch aus anderen Klebstofftypen als Klebstoffen auf Kautschukbasis aufgebaut sein kann. Außerdem ist in Betracht zu ziehen, daß Klebstoffe, die keine Haftkleber sind, als eine geeignete Klebstoffschicht 26 dienen können und aus dem durch die vorliegende Erfindung gebotenen Vorteil Nutzen ziehen. So wird es für den Fachmann bei einem bestimmten speziellen Sichtmaterial, verfügbaren Barriereschichtmaterialien und der ins Auge gefaßten Verwendung des Klebstoffaufbaues für den Fachmann die Vielzahl von Klebstoffschichten auf der Hand liegen, die mit der vorliegenden Erfindung benutzt werden können, und der Fachmann wird in der Lage sein, physikalisch verträgliche Bestandteile unter Anwendung eines Routineverfahrens der Optimierung unter Befolgung der hier gegebenen technischen Lehre auszuwählen.

Die Barriereschicht 24 ist eine Druckklebstoffschicht, die die Migration beweglicher Bestandteile zwischen dem Sichtmaterial 22 und der Klebstoffschicht 26 hemmt. Die Barriereschicht der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird speziell ausgewählt, um eine Migration beweglicher Bestandteile von der Klebstoffschicht 26 in das Sichtmaterial 22 zu hemmen. Die Barriereschicht 24 kann irgendeinen aus einer Anzahl bekannter Klebstoffe umfassen, die eine geeignete Barrierefähigkeit zeigen.

Wenn apolare Klebstoffschichten 26 mit apolaren Sichtmateralien 22 verwendet werden, sind polare Klebstoffe bevorzugt, um als Barriereschichten 24 in mehrschichtigen Klebstoffaufbauten nach der vorliegenden Erfindung zu wirken. Wenn beispielsweise die Klebstoffschicht 26 eine Klebstoffzusammensetzung auf Kautschukbasis umfaßt und mit einem Polyolefinsichtmaterial verwendet wird, sind Klebstoffzusammensetzungen auf Acrylbasis bevorzugt, um als Barriereschichten 24 in mehrschichtigen Klebstoffaufbauten nach der vorliegenden Erfindung zu wirken.

Die bevorzugten Haftklebstoffe auf Acrylbasis umfassen Polymere von Acrylmonomeren, Polymere von Methacrylmonomeren und Copolymere, Gemenge oder Gemische hiervon, die kleinere Mengen an Nichtacrylmonomeren, wie Vinylacetat und andere Vinylester, Styrol und substituierte Styrole, Fumarate, Maleate, Vinyllactame und andere olefinische ungesättigte Monomere, die mit Acrylat und Methacrylat copolymerisieren, einschließen. Beispielsweise können auch Polymere der folgenden Monomeren sowie Copolymere, Gemenge oder Gemische hiervon benutzt werden, um geeignete Barriereschichten zu bilden: Methylacrylat, Ethylacrylat, n-Propylacrylat, Isopropylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat, n-Amylacrylat, Isoamylacrylat, n-Hexylacrylat, Isohexylacrylat, Cyclohexylacrylat, Isooctylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Decylacrylat, Laurylacrylat, Stearylacrylat, Isobornylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, n-Propylmethacrylat, Isopropylmethacrylat, n-Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, n-Amylmethacrylat, Isoamylmethacrylat, n-Hexylmethacrylat, Isohexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, Isooctylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, Decylmethacrylat, Laurylmethacrylat, Stearylmethacrylat und Isobornylmethacrylat.

Die derzeit bevorzugten Acrylhaftklebstoffe für die Verwendung in der Barriereschicht sind thermoplastische Acrylpolymerharze, die bei der Schenectady International Inc., Schenectady, N. Y. erhitlich sind, wie HRJ-4527, HRJ-10753 und HRJ-12531. Polymerharze auf Acrylbasis können unter Verwendung einer Vielzahl von Techniken aufgebracht werden, am meisten bevorzugt als 100 %iger Feststoff durch Aufbringung als heiße Schmelze, durch Lösungsmittelbeschichten oder Emulsionsbeschichten oder als ein Sirup mit nachfolgender Bestrahlungspolymerisation oder mit irgendeinem anderen Mittel, das dem Fachmann bekannt ist. Außerdem können diese Polymerzusammensetzungen in ihrer handelsüblichen Form oder mit physikalisch verträglichen Weichmachern und Klebrigmachern, wie Harzen auf Kollophonium basis, Kohlenwasserstoffharzen oder Terpen-Phenolharzen, modifiziert verwendet werden.

Obwohl die vorliegende Erfindung anhand einer Barriereschicht auf Acrylbasis beschrieben wurde, ist zu beachten, daß auch andere polymere Zusammensetzungen, die die Migration wenigstens eines Stoffes zwischen dem Sichtmaterial 22 und der Klebstoffschicht 26 hemmen, geeignet sind, als eine Barriereschicht 24 in der vorliegenden Erfindung zu fungieren.

Allgemein wird die Auswahl der Komponenten der Barriereschicht 24 großenteils von den Polaritäts- und Löslichkeitsparametereigenschaften des Sichtmaterials 22 und der Klebstoffschicht 26 abhängen. Gibt man diese Werte für ein spezielles Sichtmaterial 22 und eine spezielle Klebstoffschicht 26 vor, so kann eine geeignete Barriereschicht 24 vom Fachmann durch Routineoptimierung bestimmt werden.

Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Barriereschicht 24 werden so ausgewählt, daß sie die Hemmung der Migration beweglicher Bestandteile optimieren und gleichzeitig für bestimmte erwünschte Klebstoffeigenschaften ausgewählt sind. Der Löslichkeitsparameter (δ) und die Polarität der Barriereschicht 24 im Vergleich mit den Eigenschaften der Klebstoffschicht, ihren beweglichen Bestandteilen und dem Sichtmaterial 22, kann benutzt werden, um vorauszusagen, ob eine spezielle Barriereschicht die Migration eines speziellen beweglichen Stoffes hemmt.

Der Löslichkeitsparameter (δ) ist hier als die Quadratwurzel der kohäsiven Energiedichte (Ecoh) definiert und wird in JS/cm3/2-Einheiten ausgedrückt. Die kohäsive Energiedichte (Ecoh) und daher der Löslichkeitsparameter (δ) kann durch Routineexperimente vom Fachmann bestimmt werden. Beispielsweise können diese Werte aus der Verdampfungswärme bestimmt werden. Der Löslichkeitsparameter (δ) ist eine physikalische Eigenschaft der Polymerkomponente einer Klebstoffzusammensetzung, wie man in leicht zugänglichen Druckschriften finden kann, die dem Fachmann bekannt sind.

Die aus Acrylpolymerzusammensetzungen gebildeten typischen Komponenten der Barriereschicht zeigen Löslichkeitsparameter zwischen 17,8 und 26,2 JS/cm3/2. Beispielsweise liegt der Löslichkeitsparameter von Poiy-(ethylacrylat) im Bereich von 18,8 bis 19,2, der Löslich keitsparamter von Poly-(butylacrylat) im Bereich von 18,0 bis 18,6, der Löslichkeitsparameter von Poly-(isobutylacrylat) im Bereich von 17,8 bis 22, 5 und der Löslichkeitsparamter von Poly-(methylmethacrylat) im Bereich von 18,6 bis 26,2.

Die Komponenten der Barriereschicht 24 haben vorzugsweise Löslichkeitsparameter, die sich wesentlich von jenen der Komponenten der Klebstoffschicht 26 unterscheiden. Wenn beispielsweise die Klebstoffschicht 26 einen Löslichkeitsparameter ähnlich jenem von Polyethylen, 15,8 bis 17,1 JS/cm3/2, hat, dann kann somit ein Polymer mit einem etwas höheren Löslichkeitsparameter, wie Poly-(butylacrylat), mit einem Löslichkeitsparameter von 18,0 bis 18,6 JS/cm3/2 als die Polymerkomponente der Barriereschicht 24 ausgewählt werden.

Die Barriereschicht 24 muß genügend Haftklebstoffeigenschaften haben, um sich an das Sichtmaterial 22 und die Klebstoffschicht 26 binden zu können. Die Glasübergangstemperatur, Tg, der Barriereschicht sowie der Verlustmodul und der Speichermodul der Barriereschicht können verwendet werden, um zu bestimmen, ob die Barriereschicht 24 als eine Haftkleberschicht geeignet arbeitet. In gleicher Weise können die Glasübergangstemperatur Tg der Klebstoffschicht sowie ihr Verlustmodul und Speichermodul benutzt werden, um zu bestimmen, ob die Klebstoffschicht 26 geeignet als ein Klebstoff arbeitet. Um als eine Haftkleberschicht zu arbeiten, sollte die Glasübergangstemperatur der Polymerkomponente der Barriereschicht 24 und der Klebstoffschicht 26 allgemein etwa 50 ºC unter der in Betracht zu ziehenden Verwendungstemperatur und vorzugsweise nicht weniger als etwa 10 ºC unter der ins Auge gefaßten Verwendungstemperatur sein.

Die Blockierungsfunktion der Barriereschicht 24 kann auch durch das relative Überzugsgewicht (oder die Dicke) der Schicht 24 in bezug auf das Überzugsgewicht der Klebstoffschicht 26 beeinflußt werden. Außerdem kann die relative Konzentration an beweglichen Stoffen in der Klebstoffschicht 26 Mindestgrenzen für das Überzugsgewicht der Barriereschicht 24 bestimmen, um eine brauchbare Produktlebensdauer beizubehalten. Im allgemeinen kann eine ungeeignete Barriereschicht 24 die Migration nicht ausreichend hemmen. Andererseits kann ein zu großes relatives Überzugsgewicht in der Barriereschicht dazu neigen, die Kosten zu erhöhen, kann das Umwandlungsverfahren schädlich beeinflussen, die Klebstoffeigenschaften beeinträchtigen und auch sonst den Aufbau der vorliegenden Erfindung nachteilig beeinflussen.

Gemäß dem Klebstoffaufbau der vorliegenden Erfindung wird, wenn er unter Verwendung der unten diskutierten bevorzugten Mehrschichtmethode aufgebaut wird, das vereinigte Gewicht je Einheitsfläche (das "Überzugsgewicht" oder die Dicke) der vereinigten Klebstoffschichten (d. h. der Klebstoffschicht und der Barriereschicht) allgemein im Bereich von etwa 4 bis 100 g/m² sein. Das vereinigte Überzugsgewicht der Klebstoffschichten kann so groß wie etwa 200 g/m² in der derzeit ins Auge gefaßten Ausführungsform der Erfindung betragen. Das Überzugsgewicht einer jeden Einzelschicht der vorliegenden Erfindung (d.h. die Klebstoffschicht oder die Barriereschicht) wird allgemein im Bereich von etwa 2 g/m² und etwa 50 g/m² liegen. Überzugsgewichte für jede einzelne Schicht können so groß wie etwa 100 g/m² in der derzeit ins Auge gefaßten Ausführungsformen der Erfindung sein. Derzeit wurden Überzugsgewichte einzelner Schichten im Bereich von etwa 1 5 bis 35 g/m² getestet, doch werden auch leichtere Überzugsgewichte für die Barriereschicht von etwa 2 bis 15 g/m² gemäß den obenerwähnten Parametem ins Auge gefaßt.

In einem Aufbau, der für die Verwendung als Klebeetikett mit einem Sichtmaterial 22, das Polyethylen umfaßt, und einer Haftkleberschicht 26 mit einem Klebstoff auf Kautschukbasis bestimmt ist, wird das Überzugsgewicht der Barriereschicht 24 allgemein im Bereich von etwa 2 bis 49 g/m² und bevorzugt im Bereich von etwa 10 bis 30 g/m² liegen. Die Dicken außerhalb dieser Bereiche können jedoch für bestimmte Anwendungen optimal sein, wie durch Routineoptimierungsexperimente vom Fachmann bestimmt werden kann.

Im allgemeinen wird das Überzugsgewichtsverhältnis zwischen der Barriereschicht 24 und der Klebstoffschicht 26 in der Größenordnung von 1 :1 liegen. Da die Barriereschicht als eine physikalische Barriere wirkt, um eine Migration beweglicher Stoffe zu hemmen, können relativ dünne Barriereschichten dazu dienen, die Migration einiger beweglicher Bestandteile zu hemmen. Betrachtungen bezüglich der Kosten, der chemischen Zusammensetzung und physikalischen Eigenschaften des Sichtmaterials und einer jeden Klebstoffschicht, die beabsichtigte Verwendung und die letztlich erwünschten Klebstoffeigenschaften werden für den Fachmann das geeignete Verhältnis von Überzugsgewichten für die Klebstoffschicht und die Barriereschicht bestimmen. Die Bestimmung eines geeigneten Verhältnisses der Barriereschicht 24 zu der Klebstoffschicht 26 für eine spezielle Kombination chemischer Komponenten und mit einer vorgegebenen beabsichtigten Verwendung für den Aufbau kann leicht durch Routineoptimierungsexperimente vom Fachmann bestimmt werden.

Obwohl als eine bevorzugte Ausführungsform PSAs auf Acrylbasis für die Barriereschicht 24 in einem Aufbau mit einer PSA-Schicht 26 auf Kautschukbasis und einem Polyolefinschichtmaterial 22 verwendet wurden, können auch andere Aufbauten wirksam sein.

Wenn die Produktion des Klebstoffaufbaues durch die Wahl des Sichtmaterials angetrieben wird, werden im allgemeinen geeignete Klebstoffschichtzusammensetzungen und Barriereschichtzusammensetzungen ausgewählt. Die allgemeinen Klebstoffeigenschaften der Klebstoffschicht sind am relevantesten in ihrer Auswahl. Eine optimale Paarung von Klebstoffschicht und Sichtmaterial hat jedoch oftmals bewegliche Bestandteile mit hoher Affinität zu dem Sichtmaterial. Aus diesem Grund werden die Barriereschicht und ihre Komponenten so ausgewählt, daß sie eine geeignete Haftung an dem Sichtmaterial 22 und der Klebstoffschicht 26 liefern, so daß ein stabiler einstückiger Aufbau gebildet werden kann, doch vorzugsweise mit einem Löslichkeitsparameter (δ), der sich genügend von den beweglichen Bestandteilen entweder der Klebstoffschicht oder des Sichtmaterials unterscheidet, um eine Migration der beweglichen Stoffe zu hemmen.

Wie oben diskutiert, müssen die Glasübergangstemperatur Tg einer jeden Klebstoffschicht und ihr Verlust- und Speichermodul auch berücksichtigt werden, um geeignete Klebstoffeigenschaften zu gewährleisten. Auch Kostenbetrachtungen, die relative Migrationsgeschwindigkeit der beweglichen Bestandteile, die nachteiligen Wirkungen des Quellens in einem speziellen Aufbau und die beabsichtige Verwendung werden die Auswahl der Klebstoffschicht und der Barriereschicht bestimmen, was zu einer begrenzten Auswahl von Sichtmaterialien führt.

Die vorliegende Erfindung kann gemäß vielen Methoden hergestellt werden, die dem Fachmann auf dem Gebiet des Beschichtens mit mehreren Schichten bekannt sind. Zwei oder mehr Schichten können auf einem geeigneten Substrat beispielsweise durch getrenntes Beschichten unterschiedlicher Substrate, Trocknen der mehreren Überzüge und anschließendes Laminieren unter Bildung eines einstückigen Produktes aufgebracht werden. Stattdessen können zwei Klebstoffschichten nacheinander als Überzug auf dem Sichtmaterial aufgebracht werden. Andere bekannte Methoden zum gleichzeitigen oder nahezu gleichzeitigen Beschichten schließen Gleitbeschichten, Mehrschichtmundstückbeschichten oder Mundstück/Gleitkombinationsbeschichten ein.

Eine bevorzugte Methode zur Herstellung benutzt ein Mehrschichtmundstück 50, wie jenes, das in Fig. 3 erläutert ist. Obwohl das in Fig. 3 gezeigte Mundstück die Anwendung von zwei Überzugsschichten auf einem Substrat 52 erläutert, wird verständlich sein, daß die Prinzipien dieses Verfahrens gleichermaßen auf mehrere Schichten zusätzlich zu zweien anwendbar sind. Gemäß Standardpraxis wird das Substrat, welches in diesem Fall vorzugsweise siliconbeschichtetes Papier umfaßt, als eine "Bahn" bezeichnet und zu einer langen Rolle geformt. Die Bahn 52 wandert um eine Stützwalze 54, während sie das distale Ende des Mehrschichtmundstückes 50 passiert. Wie in Fig. 3 gezeigt, wird verständlich sein, daß sowohl das Mundstück 50 als auch die Bahn 52 im wesentlichen gleiche Breite haben, so daß die gesamte Breite des Substrates in einem Durchgang durch das Fluid beschichtet wird, welches aus dem Mundstück 50 und auf die Bahn 52 fließt. In diesem Fall fließen zwei getrennte Fluidschichten aus Verteilern 56, die in dem Mundstück ausgebildet sind, und entlang einzelner Schlitze 60, die von den distalen Feldern 62 des Mundstückes begrenzt sind. Die Schlitze 50 stehen jeweils mit der Grenzfläche zwischen der Bahn 52 und den am weitesten distalen Enden 58 des Mundst"ckes 50 in Verbindung. Diese Enden werden als die "Mundstücklippen" 58 bezeichnet und sind in weiteren Einzelheiten in Verbindung mit der nachfolgenden Fig. 4 erläutert und beschrieben.

Das Mehrschichtmundstück so ist eine Modul und erlaubt somit Veränderungen der Gestaltungen der einzelnen Schlitze 60 und der Lippe 58, ohne daß Abwandlungen der anderen Schlitze und Lippen erforderlich sind. So können diese Geometrien eingestellt werden, um ein erfolgreiches Überziehen zu erreichen. Andere Variable schließen den "Beschichtungsspalt" (cg) und den "Angriffswinkel" (a) des Mundstückes ein. Wie in Fig. 3 erläutert, ist der Beschichtungsspalt der Abstand, in dem die Lippen 58 von der Bahn zurückgesetzt sind. Der Angriffswinkel (a) ist der Grad der Winkeleinstellung der Lippenoberflächen und des gesamten Mundstückes in bezug auf die äußere richtende Normale der Bahn, wie in Fig. 5 erläutert ist. Eine andere Variable ist die Bahngeschwindigkeit, die zwischen 50 und 1000 ft/min und mehr variieren kann.

Jede der beiden Beschichtungsmethoden kann angewendet werden: Interferenzbeschichtung oder Nähebeschichtung. Im ersteren Fall werden die Lippen 58 des Mundstückes tatsächlich in der Richtung der Bahn 52 vorwärts gepreßt, berühren die Bahn aber nicht, noch verursachen sie irgendeine Beschädigung derselben, da sie auf einer dünnen Schicht von Überzugsmaterial aufschwimmen. Der Druck kann jedoch tatsächlich die Stützwalze 54 (typischerweise aus einem harten Gummimaterial bestehend) dazu bringen, sich zu verformen, um den Druck des Mundstückes gegen die Lippen 58 aufzunehmen. Beim Nähebeschichten werden die Lippen 58 des Mundstückes 50 in einem genauen Abstand von der Bahn 52 positioniert und nicht vorwärts zu der Bahn gepreßt. Die Stützwalze 54 besteht typischerweise aus einem rostfreien Stahlmaterial, welches Präzision am Umfang der Walze erlaubt und ein Abweichen der Walze minimiert. Die hier beschriebene Methode kann mit jeder Type von Beschichtungstechnik erfolgreich benutzt werden.

Da sehr dünne Schichten von Klebstoff mit hoher Viskosität als Überzug bei relativ hohen Bahngeschwindigkeiten aufgebracht werden, muß das Verfahren sorgfältig gesteuert werden.

Eine solche Steuerung erreicht man mit der vorliegenden Mehrschichtmundstück- Überzugstechnik teils infolge der Geometrie und Gestaltung der Mundstücklippen 58. Bezieht man sich nun auf Fig. 4, so ist dort eine vergrößerte Darstellung der am weitesten distalen Enden 62 des Mehrschichtmundstückes von Fig. 3 einschließlich der Lippen 58, die mit jeden Schlitz verbunden sind, gezeigt, wobei die Grenzfläche oder der Beschichtungsspalt in bezug auf die Bahn 52 gezeigt ist. Bezüglich Fig. 4 sollte bemerkt werden, daß zur Erleichterung der Erläuterung das Mundstück 50 um 90º aus der in Fig. 3 gezeigten Position gedreht gezeigt ist. Außerdem ist die Bahn 52 in einer horizontalen Anordnung gezeigt, während in der Realität eine leichte Krümmung zu der Bahn 52 und der Stützwalze (nicht gezeigt) an diesem Punkt vorliegen kann. Die auftretenden Abstände sind jedoch so kurz, daß eine gute Näherung der Fluiddynamik durch Annahme einer horizontalen Bahn 52 erreicht werden kann.

Für eine folgerichtige Bezugnahme sollen die einzelnen Lippen 58 des Mehrschichtmundstückes 50 in bezug auf die Wanderrichtung der Bahn 52 bezeichnet werden. Die Lippe 58a, die links in Fig. 4 gezegit ist, wird beispielsweise als die "Aufstromlippe" bezeichnet, während die am weitesten rechts liegende Lippe 58c als die "Abstromlippe" bezeichnet werden soll. So hat die "Mittellippe" 58b den gleichen Bezug. Demnach begrenzen die Aufstrom- und Mittellippen 58a, 58b einen Aufstrombeschickungsspalt 64, durch welchen ein Klebstoffmaterial 66 auf die Bahn 52 fließt, um eine untere Klebstoffschicht 68 eines mehrschichtigen Klebstoffproduktes zu bilden. Gleichermaßen bilden die Mittellippe 58b und die Abstromlippe 58c zusammen einen geschlitzten Beschickungsspalt 70, durch welchen Klebstoff 72 auf die Oberseite der unteren Schicht 68 fließt, wenn die Bahn in der Richtung von links nach rechts wandert, wie in Fig. 4 erläutert ist. Dies bildet eine obere Klebstoffschicht 74 des mehrschichtigen Klebstoffproduktes. Wiederum zur Erleichterung der Erläuterung ist die obere Schicht 74 als ein dunkler gefärbtes Material gezeigt, doch braucht dies bei der tatsächlichen Produktion nicht notwendigerweise der Fall zu sein. Beispielsweise können verschiedene Farben oder Kennzeichen, wie ultraviolett fluoreszierender Farbstoff, benutzt werden, um die Messung der einzelnen Schichtdicken zu erleichtern.

Das Überziehen mit viskosen Klebstoffen kann bei diesen Bahngeschwindigkeiten eine Anzahl von Problemen ergeben. Beispielsweise können Rezirkulationen im Fluß entweder der unteren oder der oberen Klebstoffschichten zu bestimmten Fehlern in dem fertigen Mehrschichtprodukt führen. Solche Rezirkulationen können auftreten, wenn der Trennungspunkt von einem flüssigen Klebstoff in bezug auf die Mundstücklippen 58 an einer ungeeigneten Stelle auftritt. Außerdem kann ein extremer Druckgradient zur Aufstromleckage von Flüssigkeit aus dem Bereich des Beschichtungsspaltes führen, was wiederum Fehler in dem Endprodukt infolge ungleichmäßiger Klebstoffschichtdicken usw. führt. Außerdem führen dies und andere nachteiligen Effekte zur Diffusion einer Schicht in die andere, da sie gleichzeitig als Überzug im flüssigen Zustand aufgebracht werden. Ein solches Diffundieren gefährdet sie Unversehrtheit und Leistung des resultierenden Produktes.

Es wurde somit gefunden, daß es in bezug auf den hier beschriebenen Mehrschichtmundstücküberzug sehr wichtig ist, die Druckgefälle der Klebstoffe unter einer jeden Lippe zu steuern. Insbesondere sollte die obere Schicht getrennt von der Mittellippe an der Abstromekke dieser Lippe sein. Um eine solche Beschichtungssteuerung zu erreichen, ist aus Fig. 4 entnehmbar, daß die Lippen 58 eines jeden Mundstückabschnittes gestuft oder von der Bahn 52 in der Abstromrichtung beabstandet sind. Dies gestattet, daß die Lippen den geeigneten Druckgradienten erzeugen und einen glatten Fluß des Klebstoffes und gleichmäßige Schichtdicken gewährleisten. Die Einstellung einer Anzahl von Verfahrensparametern ist erforderlich, um dieses Ziel zu erreichen. Beispielsweise sollten die Überzugsspalte an der Lippe 58b und 58c etwa im Bereich vom Ein- bis Dreifachen der vereinigten Naßfilmdicken der Schichten liegen, die von aufstromwärts der Lippe zugeführt werden. Unter der Aufstromlippe 58a ist die Nettofließgeschwindigkeit notwendigerweise null, und ein Umkehrfluß ist die einzige Möglichkeit. So wird der Überzugsspalt unter dieser Lippe nur eingestellt, um ein Auslecken der Flüssigkeit aus dem Beschichtungsspalt in der Aufstromrichtung zu vermeiden. Außerdem können die Aufstromstufe, die als Abmessung A in Fig. 4 definiert ist, und die Abstromstufe, die als Abmessung B definiert ist, irgendwo im Bereich von 0 bis 4 mil (0,0 bis 0,004 in) liegen. Die Beschickungsspalte (definiert als die Abmessungen C und D in Fig. 4) können auch irgendwo zwischen 1 und 15 mil (0,001 bis 0,015 in) eingestellt werden, vorzugsweise so, daß sie das Fünffache der Naßfilmdicke ihrer entsprechenden Schichten nicht überschreiten. Außerdem spielt die Länge der Lippen 58 in der Richtung der Bahnwanderung eine wichtige Rolle beim Erreichen des geeigneten Druckgradienten. So sollte die Aufstromlippe 58a etwa 2 mm lang oder länger sein, wie erforderlich ist, um den Kopf wie oben angegeben abzudichten. Die Abstromlippe 58c und die Mittellippe 58b können in den Bereich einer Länge von 0,1 bis 3 mm fallen.

Es wird erkannt werden, daß ein Fachmann diese verschiedenen Parameter einstellen kann, um die geeignete Fluiddynamik für gleichmäßiges Schichtauftragen zu erreichen. Natürlich können Personen mit mehr als der gewöhnlichen Erfahrung das Mundstück und die Verfahrensparameter genauer einstellen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Solche Personen sind aber in der Produktion nicht immer verfügbar. Daher ist es vorteilhaft, eine Mundstückgeometrie vorzusehen, die die Größe des Fensters von erfolgreichem Beschichten mit mehreren Schichten erhöht. Dies kann durch bestimmte Einstellungen in der Ausrichtung der Mundstücklippen erreicht werden.

So erläutert Fig. 5 das leicht im Uhrzeigersinn gedrehte Mundstück 50 von Fig. 4, was einen "Angriffswinkel" α repräsentiert. Für eine folgerichtige Bezugnahme stellt der in Fig. 5 gezeigte Angriffswinkel (α) einen negativen Angriffswinkel oder eine "konvergierende" Ausrichtung der Abstromlippe 58c in bezug auf die Bahn 52 dar. Diese konvergierende Lippenausrichtung ergibt einen negativen Druckgradienten (in der Richtung der Bahnwanderung) entlang der Abstromlippe 58c, welche beim Verhindern eines Überzugsfehlers günstig ist, der als "Riffelung" bekannt ist, ein Muster von regelmäßigen Streifen im Sinne der Bahnwanderung in dem Film. Die Tatsache, daß die Mittel- und Aufstromlippen 58a und 58c auch eine konvergierende Ausrichtung erreichen, ist nicht besonders günstig. Obwohl der Angriffswinkel des Mundstückes weitgehend variiert werden kann, um diese Vorteile zu erzielen, wurde doch gefunden, daß Winkel in dem Bereich von 0 bis -5º geeignet sind.

Ein noch weiteres erfolgreiches Arbeitsfenster kann mit zusätzlichen Lippenabwandlungen erreicht werden. In Fig. 6 ist eine Variation der Lippengestaltung von Fig. 5 gezeigt und erläutert "gefaste" Lippen. In dieser Gestaltung ist die Abstromlippe 58c gewinkelt oder abgefast, um so ein konvergierendes Profil ähnlich jenem zu haben, daß in Fig. 5 gezeigt ist. Die Mittellippe 58b ist jedoch so positioniert, daß sie in bezug auf die Bahn 52 flach oder parallel ist. Die Aufstromlippe 58a ist andererseits so abgefast, daß sie von der Bahn 52 in der Abstromrichtung divergiert. Diese Gestaltung ergibt wiederum den geeigneten Druckgradienten unter den einzelnen Lippen, um Rezirkulationen und Aufstromleckage zu vermeiden. Wenn außerdem Störungen in den Beschichtungsbedingungen auftreten (wie beispielsweise infolge Walzenabweichung, Fremobjekten auf der Bahn, Veränderungen des Umgebungsdruckes usw.), wird die konvergierende Gestaltung der Aufstromlippe 58a, die in Fig. 6 gezeigt ist, einen Dämpfungseffekt auf die Fließbedingungen ausüben, so daß keine Fehler in den Überzugsschichten auftreten. Auf diese Weise wirkt der mehrschichtige Überzug als eine nichtlineare Feder, um solch unerwünschte Fälle zu dämpfen und so in den ständigen Zustand zurückzukehren. Das Mundstück 50 kann dann gemäß Standard-Angriffswinkelvariationen eingestellt werden, um glinstige Beschichtungsbedingungen zu erzielen. Da die Lippen 58 vorher in einer günstigen Ausrichtung eingerichtet oder abgefast sind, braucht die Einstellung des Angriffswinkels sowie des Beschichtungsspaltes nicht so genau zu sein. So können Personen mit gewöhnlicher Erfahrung oder selbst mit geringerer Erfahrung erfolgreich gute Beschichtungsergebnisse erzielen.

Die folgenden Beispiele dienen der Demonstration, daß die Barriereschicht der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung die Migration beweglicher Bestandteile aus der Klebstoffschicht in das Sichtmaterial hemmt.

Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1

In dem ersten Beispiel, das verwendet wird, um die Erfindung zu demonstrieren, wurde HRJ-12531, ein Haftkleber auf Acrylbasis, der bei Schenectady International, Inc. gekauft wurde, als eine Barriereschicht verwendet, Polyethylen (PE-100-Film) wurde als ein Sichtmaterial verwendet, und ein Haftkleber (RB-PSA) des in der US-Patentschrift Nr.5 290 840 von Sasaki und Ercillo beschriebenen Typs auf Kautschukbasis wurde als eine Klebstoffschicht benutzt.

Eine Barriereschichtlösung von HRJ-12531(41,6 Gew.% in Toluol) wurde als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trennfolie unter Verwendung eines 0,005 in- Stahlabstandshalters aufgebracht. Das Lösungsmittel wurde durch Erhitzen des Aufbaues in einem Ofen ausgetrieben, was eine HRJ-12531 -Barriereschicht von 15,6 g/m² hinterließ. Dieser Aufbau aus Barriereschicht und Trennfolie (HRJ-12531 /A-48) wurde dann auf einen Polyethylenfilm (PE-100) aufkaschiert, um einen Aufbau PE-100/HRJ-12531 /A-48 zu bilden.

Eine Klebstoffschichtlösung von RB-PSA (60 Gew. % in Toluol) oder als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trennfolie unter Verwendung eines 0,0045 in-Stahlabstandshalters aufgebracht. Das Lösungsmittel wurde durch Erhitzen des Aufbaues in einem Ofen ausgetrieben und hinterließ eine RB-PSA-Schicht von 19,4 g/m² als Teil eines Aufbaues von Klebstoffschicht/Trennfolie (RB-PSA/A-48).

Der Aufbau von Klebstoffschicht/Trennfolie wurde gegen den Aufbau von PE-110/HRJ kaschiert, um einen mehrschichtigen Klebstoffaufbau nach der vorliegenden Erfindung PE-100/HRJ-12531 /RB-PSA/A-48 zu bekommen. Kleine Abschnitte (neun Stück von etwa 1 x 8 in) des PE-100 /HRJ-12531 /RB-PSA/A-48 wurden für Abschäl-, Schleifenkleb- und statische Abschertests, wie nachfolgend beschrieben, beiseitegelegt. Sechs Abschnitte von 10 x 10 in aus diesem Aufbau wurden dann gegeneinander laminiert, um drei Sandwich-Aufbauten mit der folgenden Schichtenfolge zu bilden: PE-100/HRJ-12531 /RB-PSA/HRJ-12531 /PE-100. Die Sandwich-Aufbauten wurden dann verwendet, um Schwelltestexperimente gegen Kontrollpro ben aus vorhergehendem Versuch durchzuführen, die aus ähnlich hergestelltem Sandwich- Aufbau ohne Barriereschichten bestanden: PE- 100/RB-PSA/PE- 100.

Die Sandwich-Aufbauten PE-100/HRJ-12531 /RB-PSA/HRJ-12531 /PE-100 sowie die Vergleichssandwich-Aufbauten PE-100/RB-PSA/PE-100 ließ man eine Woche bei 50 ºC stehen. Die Veränderung in der Länge jeder Seite jeden Sandwich-Aufbaues nach der vorliegenden Erfindung nach einer Woche ist in den Tabellen I bis III wiedergeben. Die Veränderung der Länge einer jeden Seite der Kontrollaufbauten nach einer Woche und nach zwei Wochen ist in den Tabellen IV bis VI wiedergegeben. In den Tabellen 1 bis III sind auch die Veränderungen der Länge einer jeden Seite der Sandwich-Aufbauten PE-100/HRJ-12531/RB- PSA/HRJ-12531 /PE-100 nach einer zweiten Woche bei 50 ºC angegeben.

Die PE-100/HRJ-12531/RB-PSA/A-48-Abschnitte zeigten kein Anzeichen von Runzeligwerden, wie es oftmals mit einem Klebstoffaufbau beobachtet wird, der keine Barriereschicht einschließt. Die folgenden objektiven Tests der Klebstoffeigenschaften der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wurden im wesentlichen nach dem Protokoll in Tests Methods for Pressure Sensitive Tapes, The Pressure Sensitive Tape Council, 1992 (PSTC) durchgeführt: 180º-Abschältest, Schleifenklebtest und statischer Schertest. Insbesondere der Abschältest wurde im wesentlichen gemäß dem Protokoll durchgeführt, das in PSTC-1 erscheint, der Schleifenklebtest mit den nachfolgend beschriebenen Abwandlungen gemäß PSTC-5 und der statische Schertest nach dem Protokoll in PSTC-7. Die Ergebnisse dieser Tests zeigen, daß diese Klebstoffaufbauten Klebstoffeigenschaften zeigten, die für einen weiten Bereich von Anwendungen geeignet sind.

Wie in dem 180º-Abschältestprotokoll beschrieben, wurden drei Streifen von 1 x 8 in auf rostfreien Stahltestplatten mit einer gummibeschichteten Walze von 4,5 lbs aufgewalzt, einmal zurück und vor mit einer Geschwindigkeit von 12 in/min. Nach 12minütigem Warten bei Laboratoriumsbedingungen wurde der Teststreifen von der Platte und parallel zu der Plattenoberfläche mit 12 in/min abgeschält. Die Kraft, um den Teststreifen von einer rostfreien Stahlplatte zu entfernen, erwies sich als 630 ± 119 N/m, und die Kraft zur Entfernung des Teststreifens von einer Polyethylenplatte wurde mit 406 ± 18 N/m gefunden.

In dem Schleifenklebetestprotokoll wurden drei Streifen von 1 x 8 in des Klebstoffaubaues zu Schleifen geformt, und jede wurde in Berührung mit einer geraden rostfreien Stahltestplatte mit einer Geschwindigkeit von 12 in/min gebracht, ohne daß zusätzlicher Druck angewendet wurde. Die Schleife wurde dann von der Platte mit 12 in/min abgeschält. Die Kraft zur Entfernung der Klebstoffschleife wurde mit 680 ± 150 N/m gefunden.

Wie in dem statischen Schertestprotokoll beschrieben, wurden drei Teststreifen von 0,5 x 2 in des Klebstoffaufbaues auf rostfreien Stahltestplatten mit Überlappungen von 0,5 x 0,5 in aufgebracht. Die Probe (Kontakt)-Bereiche der Testplatte wurden mit einer mit Gummi belegten Stahlwalze mit 4,5 Ibs abgerollt, einmal zurück und vor, mit einer Geschwindigkeit von 12 in/min. Nachdem das freie Ende des Streifens auf sich selbst zurückgefaltet worden war, wurde in das freie Ende ein kleines Loch gemacht und ein 1000 g-Gewicht als Last auf jenes Loch aufgebracht. Das Gewicht wurde 22 min getragen.

Die Daten der Tabellen I bis III zeigen, daß die mehrschichtigen Klebstoffaufbauten der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nach einer Woche bei 50 ºC im Mittel prozentuale Quellungen von 0,68, 0,80, 0,68 bzw. 0,85 entlang den Seiten A, B, C und D hatten (gemäß der Namengebungskonvention waren die Seiten A und C parallel, ebenso wie die Seiten B und D). Im Gegensatz dazu hatten, wie in den Tabellen IV bis VI wiedergegeben, die mehrschichtigen Kontrollklebstoffaufbauten (ohne Barriereschicht) mittlere prozentuale Quellungen von 1,3, 0,87, 1,3 bzw. 0,93 entlang den Seiten A, B, C und D nach einer Woche bei 50 ºC, also nahezu den doppelten Quellungsgrad, der bei dem Klebstoffaufbau nach der vorliegenden Erfindung beobachtet wurde.

Die Daten der Tabellen I bis III und IV bis VI zeigen auch, daß nach zwei Wochen bei 50 ºC die Klebstoffaufbauten nach der vorliegenden Erfindung im Mittel prozentuale Quellungen von 0,78, 0,85, 0,78 bzw. 0,87 entlang den Seiten A, B, C und D hatten, also etwa die Hälfte der prozentualen Quellungen, die für die Kontrollaufbauten nach zwei Wochen bei 50 ºC beobachtet wurden: 1,4, 0,97, 1,4 und 0,97 entlang den Seiten A, B, C und D (Tabelle IV bis VI).

Tabelle I Versuch Nr.1, Quellungstestdaten
Tabelle II Versuch Nr.2, Quellungstestdaten
Tabelle III Versuch Nr.3, Quellungstestdaten
Tabelle IV Kontrollversuch Nr.1, Quellungstestdaten
Tabelle V Kontrollversuch Nr.2, Quellungstestdaten
Tabelle VI Kontrollversuch Nr.3, Quellungstestdaten

Beispiel 2

In einem zweiten Beispiel, das verwendet wurde, um die Erfindung zu demonstrieren, wurde HRH-4527, ein von Schenectady International, Inc. verkaufter Haftkleber auf Acrylbasis als eine Barriereschicht verwendet, Polyethylen (PE-100 -Film) als ein Sichtmaterial verwendet und RB-PSA als eine Klebstoffschicht benutzt.

Eine Barriereschichtlösung von HRJ-4527 (35 Gew.% in Toluoi) wurde als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trennfolie unter Verwendung eines 0,006 in-Stahlabstandshalters aufgebracht. Das Lösungsmittel wurde durch Erhitzen in einem Ofen ausgetrieben und hinterließ eine HRJ-4527-Barriereschicht von 17,2 g/m². Dieser Aufbau von Barriereschicht/Trennfolie (HRJ-4527/A-48) wurde dann auf einen Polyethylenfilm (PE-100) unter Bildung eines Aufbaues PE- 100/HRJ-4527/A-48 aufkaschiert.

Eine Klebstoffschichtlösung von RB-PSA (60 Gew.% in Toluol) wurde als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trennfolie unter Verwendung eines 0,006 in-Stahlabstandshalters aufgebracht. Nachdem das Lösungsmittel durch Erhitzen in einem Ofen ausgetrieben worden war, verblieb eine RB-PSA-Schicht von 27,6 g/m² als Teil eines Klebstoffschicht/Trennfolienaufbaues (RB-PSA/A-48).

Der Klebstoffschicht/Trennfolienaufbau wurde gegen den Aufbau PE- 100/HRJ-4527 kaschiert, um einen mehrschichtigen Klebstoffaufbau PE-100/HRJ-4527/RB-PSA/A-48 zu ergeben. Vier Abschnitte von 10 x 10 in aus diesem Aufbau wurden dann gegeneinander laminiert, um zwei Sandwich-Aufbauten der folgenden Schichtfolge zu ergeben: PE-100(HRJ-4527/RB-PSA/HRJ-4527/PE-100. Diese beiden Sandwich-Aufbauten wurden dann verwendet, um Quelltestexperimente gegenüber Kontrollproben durchzuführen, die ähnlich hergestellte Sandwich-Aufbauten ohne Barriereschicht waren: PE-100/RB-PSA/PE-100 (Tabellen IV bis VI).

Die Sandwich-Aufbauten PE-100/HRJ-4527/RB-PSA/HRJ-4527/PE- 100 ließ man eine Woche bei 50 ºC stehen. Die Veränderungen in der Länge einer jeden Seite eines jeden Sandwich-Aufbaues nach einer Woche sind in den Tabellen VII und VIII wiedergegeben.

Die Daten der Tabellen VII und VIII zeigen, daß nach einer Woche bei 50 ºC die mehrschichtigen Klebstoffaufbauten im Mittel prozentuale Quellungen von 0,70, 0,73, 0,75 bzw. 0,73 entlang den Seiten A, B, C und D hatten. Im Gegensatz dazu hatten die Kontrollklebstoffaufbauten (ohne Barriereschicht) im Mittel prozentuale Quellungen von 1,3, 0,87, 1,3 bzw. 0,93 entlang den Seiten A, B, C und D, wie in den Tabellen IV bis VI beschrieben, also nahezu den doppelten Quellungsgrad, der bei dem Klebstoffaufbau nach der vorliegenden Erfindung beobachtet wurde.

Tabelle VII Versuch Nr.1 Testdaten
Tabelle VIII Versuch Nr.2 Testdaten

Beispiel 3

In dem dritten Beispiel, das verwendet wurde, um die Erfindung zu demonstrieren, wurde HRJ-10753, ein von Schenectady International, Inc. vertriebener Haftkleber auf Acrylbasis als eine Barriereschicht verwendet, Polyethylen (PE-100-Fiim) als Sichtmaterial benutzt und RB-PSA als Klebstoffschicht verwendet.

Eine Barriereschichtlösung von HRJ-10753 (55 Gew.% in Toluol) wurde als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trenntohe unter Verwendung eines 0,0045 in- Stahlabstandshalters aufgebracht. Nachdem das Lösungsmittel durch Erhitzen in einem Ofen ausgetrieben worden war, verblieb eine Barriereschicht HRJ-1 0753 von 19,4 g/m². Dieser Aufbau von Barriereschicht/Trennfolie (HRJ-10753/A-48) wurde dann auf einen Polyethylenfilm (PE-100) aufkaschiert, um einen Aufbau PE-100/HRJ-1 0753/A-48 zu bilden.

Eine Klebstoffschichtlösung von RB-PSA (60 Gew. % in Toluol) wurde als Überzug auf einer 0,003 in dicken Rheinländer A-48-Trennfolie unter Verwendung eines 0,0065 in-Stahlabstandshalters aufgebracht. Nachdem das Lösungsmittel durch Erhitzen in einem Ofen ausgetrieben war, verblieb eine RB-PSA-Schicht von 34,7 g/m² als Teil eines Aufbaues von Klebstoffschicht/Trennfolie (RB-PSA/A-48).

Der Aufbau von Klebstoffschicht/Trennfolie wurde gegen den Aufbau PE-100/HRJ- 10753 laminiert, um einen mehrschichtigen Klebstoffaufbau nach der vorliegenden Erfindung PE-100/HRJ-10753/RB-PSA/A-48 zu ergeben. Sechs Abschnitte von etwa 10 x 10 in von diesem Aufbau wurden dann gegeneinander laminiert, um drei Sandwich-Aufbauten zu bilden: PE-100/HRJ-10753/RB-PSA/HRJ-1 0753/PE-100. Die Sandwich-Aufbauten wurden dann verwendet, um Quelltestexperimente gegenüber der Probe durchzuführen, die eine ähnlich hergestellte Sandwich-Konstruktion ohne Barriereschicht war: PE-100/RB-PSA/PE-100.

Jeder Sandwich-Aufbau PE-100/HRJ-10753/RB-PSA/HRJ-10753/PE-100 wurde eine Woche bei 50 ºC stehengelassen. Die Veränderungen der Länge einer jeden Seite eines jeden Sandwich-Aufbaues nach einer Woche sind in den Tabellen IX bis XI wiedergegeben.

Die Daten der Tabellen IX bis XI zeigen, daß nach einer Woche bei 50 ºC die mehrschichtigen Klebstoffaufbauten im Mittel prozentuale Quellungen von 0,67, 072, 0,75 bzw. 0,72 entlang den Seiten A, B, C und D hatten. Im Gegensatz dazu hatten die mehrschichtigen Kontrollklebstoffaufbauten (ohne Barriereschicht) mittlere prozentuale Quellungen von 1,3, 0,87, 1,3 bzw. 0,93 entlang den Seiten A, B, C und D, wie in den Tabellen IV bis VI gezeigt ist, also nahezu den doppelten Quellungsgrad, der in dem Klebstoffaufbau nach der vorliegenden Erfindung beobachtet wurde.

Tabelle IX Versuch Nr.1 Testdaten
Tabelle X Versuch Nr.2 Testdaten
. Tabelle XI Versuch Nr.3 Testdaten

Während die vorliegende Erfindung anhand einer einzelnen Barriereschicht auf einem Sichtmaterial und einer einzelnen Klebstoffschicht auf der Barriereschicht erläutert wurde, wird es für den Fachmann auf der Hand liegen, daß jede Schicht ein Verbund mehrerer Schichten oder Gemische von Polymeren sein kann, so lange eine Schicht als Barriereschicht wirkt, um die Migration beweglicher Stoffe zwischen einer Klebstoffschicht und einem Sichtmaterial eines mehrschichtigen Klebstoffaufbaues zu hemmen. Für die Fachleute wird es auch auf der Hand liegen, daß zusätzliche Klebstoffschichten zu der vorliegenden Erfindung hinzugenommen werden können und alternative Zusammensetzungen des Sichtmaterials, der Klebstoffschicht und der Barriereschicht verwendet werden können, ohne den Erfindungsgedanken und die erfinderischen Mittel zur Hemmung der Migration beweglicher Bestandteile, wie hier beschrieben, zu verlassen.

Beispiel 4

Die vorliegende Erfindung kann auch mit einem Sichtmaterial auf Papierbasis verwendet werden, wo die Barriereschicht so arbeitet, daß sie die Wanderung beweglicher Stoffe aus der Klebstoffschicht zu dem Papiersichtmaterial hemmt. Hier sind die beweglichen Stoffe von dem Typ, der das Sichtmaterial in Abwesenheit einer Barriereschicht verfärbt, verschmutzt oder anderweitig nachteilig beeinflussen könnte.

Beispielweise wurde eine entfembare Haftkleberzusammensetzung (RPSA) aus einer hochviskosen Emulsion eines Acrylcopolymers, das aus 98 Gew.% 2-Ethylhexylacrylat und 2 Gew.% eines Gemisches von Acryl- und Methacrylsäure, welches als ein anionisches oberflächenaktives Mittel benutzt wurde, gebildet wurde, gewonnen. Eine permanente Haftkleberzusammensetzung (PPSA) wurde aus einem klebrig gemachten Acrylemulsionscopolymer hergestellt, das in Gegenwart eines anionischen oberflächenaktiven Stoffes gebildet wurde. Die RPSA-Zusammensetzung wurde als Überzug auf einem Trennbogen mit einem Trockenüberzugsgewicht von etwa 20 g/m² aufgebracht und dann auf ein Pergamentsichtmaterial auflaminiert, um einen ersten Klebstoffaubau zu bilden. Ein zweiter Klebstoffaufbau wurde unter Verwendung einer Doppelschicht eines Überzugsgewichtes von 16 g/m² von RPSA und eines Überzugsgewichtes von 4 g/m² PPSA hergestellt, wobei die PPSA- Schicht mit dem Papiersichtmaterial in Berührung stand. Nach Raumtemperaturalterung während einer erheblichen Zeitdauer entwickelte der erste Aufbau starke Flecken des Sichtmaterials, während der zweite Klebstoffaufbau, der eine Barriereschicht nach der vorliegenden Erfindung umfaßte, minimale Fleckenbildung zeigte.


Anspruch[de]

1. Mehrschichtiger Klebstoffaufbau mit

einem Sichtmaterial,

einer Barriereschicht auf dem Sichtmaterial und einer Klebstoffschicht auf der Barriereschicht, wobei diese Klebstoffschicht eine wenigstens einen wandernden organischen Stoff enthaltende Polymerzusammensetzung umfaßt,

worin die Barriereschicht einen Haftklebstoff umfaßt und so ausgebildet ist, daß sie die Wanderung der wandernden organischen Verbindung aus der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial minimiert.

2. Aufbau nach Anspruch 1, bei dem das Sichtmaterial ein Polymermaterial umfaßt.

3. Aufbau nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Sichtmaterial ein Polyolefin umfaßt.

4. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Polyolefin Polyethylen ist.

5. Aufbau nach Anspruch 1, bei dem das Sichtmaterial Papier umfaßt.

6. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Barriereschicht ein Produkt einer Polymerisationsreaktion mit wenigstens einem Monomer aus der Gruppe der Acrylate und Methacrylate umfaßt.

7. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem der Haftklebstoff der Barriereschicht ein Polymer umfaßt, das durch eine Polymerisationsreaktion wennigstens eines Monomers aus der Gruppe Methylacrylat, Ethylacrylat, n-Propylacrylat, Isopropylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat, n-Amylacrylat, Isoamylacrylat, n-Hexylacrylat, lsohexylacrylat, Cyclohexylacrylat, Isooctylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Decylacrylat, Laurylacrylat, Stearylacrylat, Isobornylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, n-Propylmethacrylat, Isopropylmethacrylat, n-Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, n-Amylmethacrylat, Isoamylmethacrylat, n-Hexylmethacrylat, Isohexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, Isooctylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, Decylmethacrylat, Laurylmethacrylat, Stearylmethacrylat und Isobomylmethacrylat ausgewählt ist.

8. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Barriereschicht ein Produkt einer Polymerisationsreaktion mit wenigstens einem Monomeren aus der Gruppe der Vinylester, Styrole, substituierten Styrole, Fumarate, Maleate, Vinyllactame und anderen olefinisch ungesättigten Monomeren, die mit Acrylaten und Methacrylaten copolymerisieren, umfaßt.

9. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Klebstoffschicht wenigstens eine Verbindung aus der Gruppe Polyisopren, Polybutadien, Styrol-Butadien-Polymere, Styrol-Butadien-Blockcopolymere, mehrfach verstärkte, sich wiederholende Styrol-Butadien-Copolymere Styrol-Isopren-Polymere Styrol-Butadien-Styrol-Polymere, Styrol-Isopren-Polymere, Styrol-Isopren-Blockcopolymere und mehrfach verstärkte, sich wiederholende Styrol-Isopren-Copolymere umfaßt.

10. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem der wandernde organische Stoff aus der Gruppe der Harze, Öle, Weichmacher und Klebrigmacher ausgewählt ist.

11. Verfahren zur Hemmung der Wanderung wenigstens eines wandernden Stoffes in einem mehrschichtigen Klebstoffaufbau mit den Stufen, in denen man ein Sichtmaterial vorsieht, eine Barriereschicht auf dem Sichtmaterial und eine Klebstoffschicht auf der Barriereschicht aufbringt, wobei die Klebstoffschicht wenigstens einen wandernden Stoff umfaßt, worin die Barriereschicht einen Haftklebstoff umfaßt, der die Wanderung des wandernden Stoffes aus der Klebtoffschicht zu dem Sichtmaterial hemmt.

12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das Sichtmaterial ein Polymermaterial umfaßt.

13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, bei dem das Sichtmaterial ein Polyolefin um-

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, bei das Polyolefin Polyethylen ist.

15. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das Sichtmaterial Papier umfaßt.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 1 5 weiterhin mit der Stufe, in der man die Barriereschicht aus einem Produkt einer Polymerisationsreaktion wenigstens eines Monomers gewinnt, das aus der Gruppe der Acrylate und Methacrylate ausgewählt ist.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16 weiterhin mit der Stufe, in der man die Barriereschicht aus einem Produkt einer Polymerisationsreaktion wenigtens eines Monomers gewinnt, welches aus der Gruppe Methylacrylat, Ethylacrylat, n-Propylacrylat, Isopropylacrylat, n-Butylacrylat, Isobutylacrylat, n-Amylacrylat, Isoamylacrylat, n-Hexylacrylat, Isohexylacrylat, Cyclohexylacrylat, Isooctylacrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Decylacrylat, Laurylacrylat, Stearylacrylat, Isobornylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, n-Propylmethacrylat, Isopropylmethacrylat, n-Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, n-Amylmethacrylat, Isoamylmethacrylat, n-Hexylmethacrylat, Isohexylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat, Isooctylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat, Decylmethacrylat, Laurylmethacrylat, Stearylmethacrylat und Isobornylmethacrylat ausgewählt ist.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 17, weiterhin mit der Stufe, in der die Barriereschicht wenigstens teilweise aus einem Produkt einer Polymerisationsreaktion wenigstens eines Polymers aus der Gruppe der Vinylester, Styrole, substituierten Styrole, Fumarate, Maleate, Vinyllactame und anderen olefinisch ungesättigten Monomeren, die mit Acrylaten und Methacrylaten copolymerisieren, ausgewählt ist.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, bei dem die Klebstoffschicht wenigstens eine Verbindung aus der Gruppe Polyisopren, Polybutadien, Styrol-Butadien-Polymere, Styrol-Butadien-Blockcopolymere, mehrfach verstärkte, sich wiederholende Styrol-Butadien-Copolymere, Styrol-Isopren-Styrol-Polymere, Styrol-Butadien-Styrol- Polymere, Styrol-Isopren-Polymere, Styrol-Isopren-Blockcopolymere und mehrfach verstärkte, sich wiederholende Styrol-Isopren-Copolymere umfaßt.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, bei dem der wandernde organische Stoff aus der Gruppe der Harze, Öle, Weichmacher und Klebrigmacher ausgewählt ist.

21. Verfahren zur Herstellung eines stabilisierten mehrschichtigen Haftklebstoffaufbaues des Typs, der einen das Sichtmaterial destabilisierenden Stoff in der Klebstoffschicht enthält, mit den Stufen, in denen man ein Sichtmaterial vorsieht, auf dem Sichtmaterial eine Klebstoffbarriereschicht auf Acrylbasis aufbringt, auf der Barriereschicht eine Klebstoffschicht auf Kautschukbasis aufbringt, wobei der Klebstoff auf Kautschukbasis wandernden, das Sichtmaterial destabilisierenden Stoff darin enthält, wobei die Barriereschicht eine Wanderung des destabilisierenden Stoffes von der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial hemmt.

22. Verfahren nach Anspruch 21, bei dem die Barriereschicht und die Klebtoffschicht im wesentlichen gleichzeitig aufgebracht werden.

23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, bei dem das Sichtmaterial ein Polyolefin umfaßt und die destabilisierenden Stoffe von dem Typ sind, welcher ein Runzeligwerden und/oder Haftungsverlust nach Wanderung zu Polyolefinsichtmaterialien verursacht.

24. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, bei dem das Sichtmaterial Papier umfaßt und die destabilisierenden Stoffe von dem Typ sind, der eine Verfärbung oder ein Fleckigwerden des Papiersichtmaterials nach Wanderung zu dem Papiersichtmaterial verursacht.

25. Mehrschichtiger Klebstoffaufbau mit

einem Sichtmaterial,

einer Barriereschicht auf dem Sichtmaterial und

einer Klebstoffschicht auf der Barriereschicht, wobei die Klebstoffschicht eine elastomere Polymerzusammensetzung umfaßt, die wenigstens einen wandernden organischen Stoff enthält,

worin die Barriereschicht einen Haftklebstoff umfaßt und so ausgebildet ist, daß sie eine Wanderung des wandernden organischen Stoffes aus der Klebstoffschicht zu dem Sichtmaterial minimiert.







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