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Dokumentenidentifikation DE69318353T2 29.10.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0583483
Titel Aufzeichnungs- und Löschverfahren für ein thermoreversibles Aufzeichnungsmaterial
Anmelder Mitsubishi Denki K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder YAMADA, Keiki Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha, Kamakura-shi Kanagawa 247, JP;
OHNISHI, Masaru Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha, Kamakura-shi Kanagawa-shi 247, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69318353
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.02.1993
EP-Aktenzeichen 939033288
WO-Anmeldetag 08.02.1993
PCT-Aktenzeichen JP9300160
WO-Veröffentlichungsnummer 9315912
WO-Veröffentlichungsdatum 19.08.1993
EP-Offenlegungsdatum 23.02.1994
EP date of grant 06.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.10.1998
IPC-Hauptklasse B41M 5/28

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufzeichnen und Löschen zum Aufzeichnen eines Bildes auf einem thermoreversiblen Aufzeichnungsträger und zum Löschen eines derart aufgezeichneten Bildes durch Steuerung einer zugeführten Energiemenge.

Hintergrund der Erfindung

Bisher wurden Anstrengungen unternommen, Aufzeichnungssysteme zu entwickeln (siehe z.B. die EP-A-0 461 606 oder die EP-A-0 468 237), die wiederholt ein Bild auf einem thermoreversiblen Aufzeichnungsträger aufzeichnen und von einem thermoreversiblen Aufzeichnungsträger löschen können, der schwarz oder durchsichtig und farblos abhängig von den dazu zugeführten Wärmeenergiemengen wird.

Die JP-A-Sho 57-77140 und die JP-A-Hei 2-188294 schlagen Beispiele für thermographische Materialien für einenderartigen Aufzeichnungträger vor.

Die erstgenannte japanische Veröffentlichung offenbart einen thermoreversiblen Aufzeichnungsträger mit Schichten aus thermoreversiblen Material einer auf der Oberfläche eines Glas- oder Plastik-Substrates verwende üen Weißmachergruppe. Dieses Material kehrt seinen Zustand bei zwei Übergangstemperaturen t&sub1; und t&sub2; (t&sub1; < t&sub2;) um. Wenn das Material für eine gegebene Zeitdauer über die Temperatur t&sub2; erwärmt wird, wird es weiß. Demgegenüber wird es, wenn das Material für eine zweite gegebene Zeitdauer auf eine Temperatur über t&sub1;, aber unter t&sub2; erwärmt wird, durchsichtig und farblos. Daher werden Heizelemente eines Thermokopfs, die einem aufzuzeichnenden Bild zugeordnet sind, über t&sub2; erwärmt, während Heizelemente, die einem zu löschenden Bild zugeordnet sind, auf eine Temperatur über t&sub1;, aber unter t&sub2; erwärmt werden.

Die letztgenannte japanische Veröffentlichung offenbart einen thermoreversiblen Träger, der ein thermoreversibles Material einer Farbstoffgruppe aufweist. Wenn der Aufzeichnungsträger einen Farbstoff enthält, dessen Durchsichtigkeit oder Farbe sich mit den Temperaturen verändert, kann der Träger jeweils wiederholt zum Aufzeichnen darauf und Löschen davon von Bildern wie beispielsweise Buchstaben und Symbolen auf ähnliche Weise wie der vorstehend genannte thermoreversible Träger der Weißmachergruppe verwendet werden.

Das Prinzip des Aufzeichnungssystens wird nachstehend beschrieben. Wenn eine erste Energiemenge (h&sub1;) von einer dynamischen Wärmequelle wie beispielsweise einem Thermokopf zugeführt wird, wird das thermoreversible Material zur Ausbildung eines ersten schwarzen Bildes (in schwarz) entwickelt. Das Bild wird in einer normalen Umgebung (Temperatur und Feuchtigkeit) unverändert beibehalten, aber es wird löschbar, wenn eine zweite Energiemenge (h&sub2;) zugeführt wird. Wenn die erste Znergienenge (h&sub1;) nochmals zugeführt wird, kann ein zweites Bild ausgebildet werden. Auf diese Weise kann das Aufzeichnen und das Löschen wiederholt ausgeführt werden.

Fig. 1 der beigefügten Zeichnung zeigt eine schematische Ansicht des Aufbaus des vorstehend beschriebenen Aufzeichnungsträgers 1, der einen Schutzfilm 14, eine Aufzeichnungsschicht 15 einschließlich Materialien wie beispielsweise ein Farbstoff, ein Mittel zum Sichtbar/Unsichtbarmachen eines Bildes und ein Bindemittel und ein Substrat 16 aufweist. Wenn die erste große Energiemenge (h&sub1;) bei 200 bis 300ºC für eine kurze Zeitdauer, z.B. 1 bis 3ms, in der durch einen Pfeil A dargestellten Richtung dem Aufzeichnungsträger 1 zugeführt wird, wird beispielsweise ein schwarzes Bild auf dem Aufzeichnungsträger 1 ausgebildet. Umgekehrt wird, wenn die zweite kleine Energiemenge (h&sub2;) bei 80 - 160ºC für eine relativ lange Zeitdauer, z.B. 5 ms bis 2 Sek. in der Richtung des Pfeiles A dem Aufzeichnungsträger 1 zugeführt wird, das Bild von dem Aufzeichnungsträger gelöscht.

Im einzelnen weist die Aufzeichnungschicht 15 ein im Ansprechen auf die zugeführte Energie sauer oder salzig werdendes Mittel zum Sichtbar-/Unsichtbarmachen des Bildes und einen Leuko-Farbstoff auf, dessen Farbe sich mit Schwankungen des Säuregehalts verändert. Fig. 2 zeigt Phenylkarbonat- und organisches Amin- Salz als Beispiel des Mittels zum Sichtbar-/Unsichtbarmachen des Bildes. Fig. 3 (a) zeigt eine farblose Leuko-Verbindung und Fig. 3 (b) eine farbige Leuko-Verbindung.

Das Mittel zum Sichtbarmachen-/Unsichtbarmachen des Bildes wird sauer, wenn es über die Temperatur t&sub2; erwärmt wird, so daß Lactonringe des Leuko-Farbstoffs geöffnet werden. Auf diese Weise wird der Leuko-Farbstoff farbig. Wenn es über die Temperatur t&sub1;, aber unter der Temperatur t&sub2; erwärmt wird, verändert sich das Mittel zum Sichtbarmachen-/Unsichtbarmachen des Bildes ins Alkalische, so daß die geöffneten Lactonringe geschlossen werden. Daher wird der Leuko-Farbstoff farblos.

Dieser Aufzeichnungsträger weist wie in Fig. 4 und 5 gezeigte Kennlinien auf. In Fig. 4 stellt die Abszisse die Zeitdauer der Spannungsversorgung dar, und die Ordinate stellt die Aufzeichnungsdichte dar. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß der Aufzeichnungsträger die maximale Aufzeichnungsdichte von 1,2 aufweist, wenn dem Aufzeichnungsträger eine Spannung für annähernd 3 ms zugeführt wird. In Fig. 5 bezeichnet die Abszisse die Löschtemperatur und die Ordinate die Aufzeichnungsdichte nach dem Löschen. In diesem Fall wird dem Aufzeichnungsträger die Spannung für 3 ms zugeführt (d.h., der Zustand, bei dem der Aufzeichnungsträger die Aufzeichnungsdichte von 1,2 aufweist), und dieser wird dann durch eine Heizwalze, einen Thermokopf oder dergleichen erwärmt. Fig. 5 zeigt, daß der Aufzeichnungsträger vollständig frei von einem Bild nahe 120ºC bis 150ºC ist (d.h, den Zustand bei dem der Aufzeichnungsträger dem mit der Dichte 0,15 vor der Aufzeichnung gleicht).

Die Löscheigenschaften werden ebenso in Fig. 6 und 7 gezeigt, die in unterschiedlicher Weise erhalten wurden. Fig. 6 zeigt ein vollständig schwarzes Muster 41, das durch den Thermokopf auf dem Aufzeichnungsträger 1 ausgebildet wurde. Fig. 7 zeigt die Löschkennlinie des Aufzeichnungssystems, das das schwarze Muster von Fig. 6 löscht. Eine Energiemenge von 1,0 mJ/Punkt und eine Energiemenge von 0,6 mJ/Punkt werden in der durch einen Pfeil B gezeigten Richtung dem Aufzeichnungsträger jeweils für das Aufzeichnen und das Löschen zugeführt. Mit Bezug auf Fig. 7 ist es offensichtlich, daß das Löschen zu Beginn des Löschvorgangs nicht vollständig ist (d.h. etwa die ersten 30 Zeilen in dem schwarzen Bild) und im wesentlichen nach der 300sten und in den nachfolgenden Zeilen des schwarzen Bildes.

Der Vorderabschnitt des aufgezeichneten Bildes wird nicht gelöscht, da der Thermokopf seine effektive Temperatur noch nicht erreicht. Dies liegt daran, daß die Heizelenente des Thermokopfs eine bestimmte Zeitdauer benötigen, um effektiv zu werden, selbst wenn der Thermokopf auf Zimmertemperatur belassen wurde (ohne, daß daran für eine Weile eine Spannung angelegt wurde) und unter einer der artigen Bedingung erwärmt wurde. Der Thermokopf wird nicht bis zu dessen effektiver Temperatur erwärmt, bis die zehnte Zeile gelöscht wird. Mit anderen Worten ist der Thermokopf in dessen Betrieb instabil, bis dieser ausreichend aktiviert wurde.

Der Grund, warum das Bild in einem eine 300ste Zeile folgenden Abschnitt nicht gelöscht wird, liegt darin, daß die Heizelemente in dem erwärmten Thermokopf zu heiß werden. Der Thermokopf speichert zwei Arten von Energie. Eine ist ein Teil der durch die Heizelemente erzeugten Energie und die andere ist die zum Löschen einer vorhengen Zeile verwendete Energie, wobei beide Energien um die Heizelemente gespeichert verbleiben. Beide dieser Energien erhöhen die Temperatur der Heizelemente, die für jede Zeile wiederholt erwärmt werden. Auf diese Weise wird der Thermokopf zum Löschen des aufgezeichneten Bildes zu heiß.

Fig. 8 zeigt einen Vergleich der Löschkennlinien eines großen Aufzeichnungsträgers der Größe A4 und eines kleinen Aufzeichnungsträgers einer Kartengröße. In Fig. 8 stellt die Abszisse den numerischen Rang einer zu löschenden Zeile dar, und die Ordinate stellt die Aufzeichnungsdichte nach dem Löschen dar. Je größer der Aufzeichnungsträger, desto unvollständiger ist das Löschen.

Das herkömmliche Aufzeichnungs- und Löschsystem für den thermoreversiblen Aufzeichnungsträger verwendet ein Verfahren, bei dem Energien dem aufgezeichneten Bild zugeführt werden, um dieses unsichtbar zu machen. Mit anderen Worten wird das zu löschende, aufgezeichnete Bild auf die Temperatur erwärmt, die über t&sub1;, aber unter t&sub2; wie vorstehend beschrieben liegt.

Wie vorstehend beschrieben neigt der thermoreversible Aufzeichnungsträger zum Variieren seines Reflexionsgrades und seiner Aufzeichnungsdichte, die von seiner Aufzeichnungs- und Löschgeschichte abhängen. Mit anderen Worten zeigt der Aufzeichnungsträger unterschiedliche Werte des Reflexionsgrades und der Aufzeichnungsdichten bei den aufgezeichneten und gelöschten Bereichen, und bei den Bereichen, die niemals aufgezeichnet und gelöscht wurden. Daher verbleiben unvollständig gelöschte Bilder manchmal vage auf dem Aufzeichnungsträger in einer derartigen Weise, daß diese schwach sichtbar sind. Herkömmliche Aufzeichnungs- und Löschsysteme weisen das Problem auf, daß das Löschen unvollständig ist.

Außerdem gibt es einige Aufzeichnungsträger, die vollständig thermoreversibel sind. Gewöhnlich werden diese schlechter, je öfter diese verwendet werden, wobei diese schließlich unbrauchbar werden. Während der wiederholten Verwendung wird der Aufzeichnungsträger ausgedehnten phy sikalischen und chemischen Veränderungen unterzogen, so daß dieser abgenutzt wird. Außerdem kann der Schutzfilm und der thermoreversible Film des Aufzeichnungsträgers durch dazu über den Thermokopf als Heizeinrichtung zugeführte Wärme und Druck beschädigt werden. Daher muß der Benutzer bestimmen, ob der verwendete Aufzeichnungsträger noch verwendbar ist oder nicht, und den unbrauchbaren Aufzeichnungsträger entfernen. Falls ein derartiger Aufzeichnungsträger fortdauernd verwendet wird, da der Benutzer die verringerte Funktionsfähigkeit nicht wahr nimmt, können entweder Aufzeichnen oder Löschen damit nicht ausgeführt werden, was für den Benutzer ungünstig ist.

Eine derartige Bestimmung der Funktionsfähigkeit des Aufzeichnungsträgers wird für den Benutzer mühsam. Der Benutzer entfernt manchmal einen noch verwendbaren Aufzeichnungsträger, oder das Aufzeichnen wird vergebens auf einem unbrauchbaren Aufzeichnungsträger ausgeführt.

Zusammenfassung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird beabsichtigt, die vorstehend beschriebenen Probleme bei Systemen gemäß dem Stand der Technik zu lösen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Aufzeichnen und Löschen zu schaffen, das ein vorheriges Bild von einem Aufzeichnungsträger löschen kann, so daß dieses außerordentlich unsichtbar wird, und das einen aufgebrauchten Aufzeichnungsträger erkennen kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, wie es in den dazugehörigen Ansprüchen dargestellt ist.

Kurzbeschreibung der Zeichnung

Die Prinzipien der Erfindung werden in Fig. 1 bis 8 dargestellt.

Fig. 1 zeigt den Aufbau eines thermoreversiblen Aufzeichnungsträgers 1 in Filmform.

Fig.2 zeigt den Aufbau eines den thermoreversiblen Aufzeichnungsträger bildenden Mittels zum Sichtbar/Unsichtbarmachen eines Bildes.

Fig. 3 zeigt den Aufbau eines für den Aufzeichnungsträger verwendeten Farbstoffs.

Fig. 4 zeigt einen Graphen, der den Zusammenhang zwischen der Aufzeichnungsdichte und der Spaünungsversorgungsdauer darstellt.

Fig. 5 zeigt einen zu Fig. 4 ähnlichen Graphen.

Fig. 6 zeigt einen für Aufzeichnungs- und Löschvorgänge auf dem Aufzeichnungsträger zu erwärmenden Bereich.

Fig. 7 zeigt einen Graphen, der die Aufzeichnungsdichten der jeweiligen Zeilen nach dem Löschvorgang darstellt.

Fig. 8 zeigt einen Graphen, der die Aufzeichnungsdichten der jeweiligen gelöschten Zeilen darstellt.

Fig. 9 zeigt eine schematische Sicht eines Aufzeichnungs- und Löschsystems, das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbar ist.

Fig. 10 zeigt den Aufbau einer Steuereinheit 5.

Fig. 11 zeigt ein erstes Beispiel einer Zeilendaten- und Spannungsversorgungs-Impulsbreiten-Tabelle.

Fig. 12 zeigt ein zweites Beispiel einer Zeilendaten- und Spannungsversorgungs-Impulsbreiten-Tabelle.

Fig. 13 zeigt den Aufbau einer anderen Steuereinheit 5,

Fig. 14 zeigt den Aufbau einer weiteren Steuereinheit 5.

Fig. 15 zeigt ein Zeitdiagramm des Betriebs der Steuereinheit von Fig. 14.

Fig. 16 zeigt ein drittes Beispiel einer Zeilendaten- und Spannungsversorgungs-Impulsbreiten-Tabelle.

Fig. 17 zeigt ein viertes Beispiel einer Zeileninformationen- und Stromversorgungsimpuls-Tabelle.

Fig. 18 zeigt den Aufbau eines anderen Aufzeichnungs- und Löschsystems, das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbar ist.

Fig. 19 zeigt ein fünftes Beispiel einer Zeilendaten- und Spannungsversorgungs-Impulsbreiten-Tabelle.

Fig. 20 zeigt einen Graphen des Zusammenhangs zwischen der Spannungsversorgungs-Impulsbreite und den Zeilennummern.

Fig. 21 zeigt einen nicht gelöschten Abschnitt eines aufgezeichneten Bildes auf dem Aufzeichnungsträger 1.

Fig. 22 zeigt einen aufgezeichneten Bereich und einen zu löschenden Bereich.

Fig. 23 zeigt den Aufbau von Einrichtungen zur Erzeugung von Löschdaten.

Fig. 24 zeigt die Art wie ein Heizkopf gesteuert wird, so daß ein breiterer Bereich als der aufgezeichnete Bereich zum Löschen erwärmt wird.

Fig. 25 zeigt ein weiteres Beispiel wie der Thermokopf gesteuert wird, so daß ein breiterer Bereich als der aufgezeichnete Bereich zum Löschen erwärmt wird.

Fig.26 zeigt den Aufbau eines anderen Aufzeichnungs- und Löschsystems, das mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbar ist.

Fig. 27 zeigt den Zusammenhang zwischen der Heizperiode zum Aufzeichnen und der anderen Heizperiode zum Löschen bei dem Aufzeichnungs- und Löschsystem von Fig. 26.

Fig. 28 zeigt die Beziehung zwischen einer Aufzeichnungseinrichtung und einer Löscheinrichtung.

Fig. 29 zeigt eine der Fig. 28 ähnliche Ansicht.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Die Erfindung wird nachstehend anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.

Beispiel 1:

Das Aufzeichnungs- und Wiedergabesystem weist die in Fig. 9 gezeigte Anordnung auf. Das Aufzeichnungs- und Löschsystem ist auf Vorrichtungen wie beispielsweise eine Informationsanzeige, eine elektronische Tafel und eine in Bahnhöfen verwendete Anzeigetafel anwendbar. Ein thermo-20 reversibler Aufzeichnungsträger 1 wird in diesem Beispiel in Form eines Films wiederholt für die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge verwendet. Der Aufzeichnungsträger 1 verläuft um Halterungen 2 und 4 in einer derartigen Weise, daß davon ein Bildbereich in der durch einen Pfeil C gezeigten Richtung sichtbar ist. Die Halterungen 2 und 4 bestehen aus einem Material wie Gummi und werden entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn durch eine derartige Antriebsquelle wie ein nicht gezeigter Motor gedreht. Eine Heizeinrichtung 3 berührt die Halterung 2 zum Erwärmen des Aufzeichnungsträgers 1, wodurch auf diesem das Aufzeichnen oder Löschen ausgeführt wird. Die Heizeinrichtung 3 weist einen Thermokopf auf und hat eine im wesentlichen der Breite des Aufzeichnungsträgers 1 gleiche Größe auf. Zum Beispiel weist, wenn der sichtbare Bereich des Aufzeichnungsträgers annähernd Größe A4 ist, die Heizeinrichtung 3 annähernd (nicht gezeigte) 2.500 Heizelemente auf. Eine Steuereinrichtung 5 steuert die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge.

Bei Betrieb zeichnet das Aufzeichnungs- und Löschsystem ein Bild beruhend auf Daten auf, die durch ein Textverarbeitungssystem, eine Abtasteinrichtung oder dergleichen gelesen und in die Steuereinrichtung 5 übertragen werden. Im einzelnen überträgt die Steuereinheit 5 aufeinanderfolgend die Bilddaten in den Thermokopf 3, so daß eine Spannung für eine gegebene Zeitdauer den Heizelementen zugeführt wird. Wenn erwärmt versehen die Heizelemente den Aufzeichnungsträger 1 mit Joulescher Wärme. Unter diesen Bedingungen weist die erzeugte Energie eine ausreichend hohe Temperatur auf, so daß der Aufzeichnungsträger auf eine Temperatur über der vorstehend genannten zweiten Übergangstemperatur t&sub2; erwärmt wird. Danach wird der Aufzeichnungsträger 1 beruhend auf den Bilddaten entwickelt. Dann wird der entwickelte Aufzeichnungsträger 1 durch eine derartige Einrichtung wie einen (nicht gezeig ten) Motor um eine Zeile in die Richtung D transportiert. Danach wird der vorstehend beschriebene Vorgang zur Aufzeichnung des Bildes auf den Aufzeichnungsträger wiederholt.

Zum Löschen des aufgezeichneten Bildes werden die gleichen Daten wie die zum Aufzeichnen aus der Steuereinheit 5 oder aus einer (nicht gezeigten) externen Einheit dem Thermokopf 3 zugeführt, so daß dem Thermokopf 3 eine Spannung zugeführt und für eine gegebene Zeitdauer erwärmt wird. In diesem Fall bewirkt die zuzuführende Energie eine Temperatur oberhalb der ersten Übergangstemperatur t&sub1;, aber unterhalb der Temperatur t&sub2;. Auf diese Weise wird eine Zeile des Bildes gelöscht. Dieser Löschvorgang wird wiederholt bis das gesamte Bild gelöscht ist.

Das vorstehend Genannte beschreibt die grundlegenden Aufzeichnungs- und Löschvorgänge. Die Steuereinheit 5 spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Aufzeichnungs- und Löschsystem und weist den ausführlich in Fig. 10 gezeigten Aufbau auf. Ein Eingangsanschluß 6 empfängt Bilddaten von einer nicht gezeigten externen Quelle. Eine Löschdaten Erzeugungseinheit 7 gibt zur Erwärmung der Heizelemente des Thermokopfs ein Signal z.B. "1" aus. Eine Auswahleinrichtung 8 führt entweder die Bilddaten oder die Löschdaten einer (nachstehend zu beschreibenden) Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 zu. Bei diesem Beispiel erstellt die Steuereinheit 5 Löschdaten in dieser Hinsicht. Wenn die Löschdaten aus der (nicht gezeigten) externen Quelle zugeführt werden, werden sowohl die Löschdaten-Erzeugungseinheit 7 als auch die Auswahleinrichtung 8 entbehrlich. Die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 steuert Taktimpulse, Zwischenspeicherimpulse, Spannungsversorgungsimpulse, Spannungen usw., die dem Thermokopf 3 zuzuführen sind. Eine Zentraleinheit (CPU) 10 steuert nicht nur die Steuereinheit 5, sondern überträgt auch Daten über die Spannungsversorgungs-Impulsbreite oder über die der Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 zugeführte Spannung. Ein Festspeicher (ROM) 11 speichert Programme für die Steuereinheit 5 und Daten über die Spannungsversorgungs-Impulsbreite oder die zugeführte Spannung.

Zum Löschen des aufgezeichneten Bildes wird die Auswahleinrichtung auf einen Abschnitt (Fig. 10) zur Übertragung der Löschdaten aus der Löschdaten-Erzeugungseinheit 7 in die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 eingestellt. Gleichzeitig legt die Zentraleinheit 10 eine Adresse in dem Festspeicher 11 fest, so daß Daten über den Spannungsversorgungsimpuls oder die zugeführte Spannung in die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 übertragen werden, die den Thermokopf 3 beruhend auf den empfangenen Daten steuert. Der Festspeicher 11 weist eine wie in Fig. 11 gezeigte Tabelle auf. Zur Steuerung des Thermokopfs beruhend auf der Spannungsversorgungs-Impulsbreite gibt die Zentraleinheit 10 den Adressendaten (Zeilendaten) zugeordnete Spannungsversorgungs-Impulsbreitedaten aus. Die Zentraleinheit 10 steuert den Thermokopf beruhend auf der zugeführten Spannung in ähnlicher Weise. Weiterhin ist es möglich, die vorstehend genannte Steuerung sowohl beruhend auf der Spannungsversorgungs-Impulsbreite als auch auf der zugeführten Spannung auszuführen.

In der Tabelle von Fig. 1 wird die Breite der Spannungsversorgungsimpulse beginnend von der ersten Zeile usw. allmählich verringert. Die 30ste und nachfolgenden Zeilen weisen eine Impulsbreite von 10 ms auf. Eine von der ersten Zeile entfernte Position zum Erhöhen der Impulsbreite hängt von den Eigenschaften des Thermokopfs 3 und den Wärmestrahlungseigenschaften der Bauteile um den Thermokopf 3 ab. Es ist außerordentlich effektiv, eine höhere Energie der zu löschenden ersten Bildzeile zuzuführen. Bei einem derartigen Fall ist es vorzuziehen, der ersten Zeile eine Energie zuzuführen, die das 1,1- bis 1,5-fache der ist, die den verbleibenden Bildzeilen zugeführt wird. In diesem Fall beeinflussen die vorstehend genannten Wärmestrahlungskennlinien die Bestimmung, welcher Zeile höhere Energie zugeführt werden soll.

Beispiel 2:

Bei dem Beispiel 1 speichert der Festspeicher 11 das Betriebsprogramm und die Daten über die Spannungsversorgungs-Impulsbreite oder die Daten über die zuzuführende Spannung. Im Ansprechen auf die zugeordnete Adresse ver sieht der Festspeicher 11 die Zentraleinheit 10 mit dem Programm und den vorstehend genannten Daten. Dann überträgt die Zentraleinheit 10 die Daten in die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9. Alternativ wird eine wie in Fig; 13 gezeigte Festspeichertabelle 12 zum Speichern nur der Daten über die spannungsversorgungs-Impulsbreite und die zuzuführende Spannung vorgesehen. Im Ansprechen auf die durch die Zentraleinheit 10 zugeordnete Adresse überträgt der Festspeicher 12 die vorstehend genannten Daten direkt in die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9.

Beispiel 3:

Es ist möglich, einen Ausgang einer Zeilenzähleinrichtung 13 der Festspeichertabelle 12 so anzuschließen, daß die Festspeichertabelle 12 die Daten in die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 ausgibt. In diesem Fall ordnet die Zentraleinheit die Adresse nicht zu. Die Zeilenzähleinrichtung 13 empfängt Daten wie beispielsweise Rücksetzsignale und Taktsignale, und gibt Zeilendaten aus. Vor dem Löschvorgang wird das Ausgangssignal aus der Zeilenzähleinrichtung 13 durch das Rücksetzsignal auf "0" gesetzt. Die Zeilenzähleinrichtung 13 wird jedesmal, wenn eine Zeile gelöscht wurde, durch ein Taksignal um eins (1) erhöht. Wenn die Zeilen wie erforderlich gelöscht wurden, wird ein anderes Rücksetzsignal der Zeilenzähleinrichtung 13 erneut zugeführt, um deren Ausgangssignal auf "0" zu setzen. Die Zeilenzähleinrichtung 13 wiederholt diesen Vorgang. Das Ausgangssignal non der Zeilenzähleinrichtung 13 stellt die erste Zeile bei den Zeilendaten dar. Wenn die Festspeichertabelle 12 die in Fig. 12 gezeigten Inhalte aufweist, wird im einzelnen ein Impuls mit einer Breite von 15 ms für die erste Zeile dem Thermokopf 3 zu geführt. Für die zweite und nachfolgenden Zeilen werden Impulse mit einer Breite von 10 ms dem Thermokopf 3 zugeführt.

Beispiel 4:

Es ist ebenfalls für die Zentraleinheit 10 vorstellbar, die Spannungsversorgungs-Impulsbreite oder die zuzuführende Spannung zu berechnen, und beruhend auf diesen Einheiten ohne Verwendung der Festspeichertabelle Daten auszugeben. In diesem Fall wird eine empirische Formel aus experimentellen Daten zur Berechnung der Spannungsversorgungs-Impulsbreite der zuzuführenden Spannung hergeleitet. Weiterhin können die in der Tabelle gezeigten Werte entweder in einer Verknüpfungsschaltung oder einer Folgeschaltung anstelle des Festspeichers oder Speichers mit wahlfreiem Zugriff gespeichert werden. Es sind eine Anzahl von Variationen möglich, ohne den Bereich dieser Anmeldung zu verlassen. Wie in Fig. 16 gezeigt kann der Spannungsversorgungsimpuls der ersten Zeile in der Breite kleiner sein als der der zweiten Zeile. Diese Maßnahme wird manchmal ergriffen, wenn in der ersten Zeile kein Bild zu löschen ist, aber Energie nur der Einfachheit halber zugeführt wird. Umgekehrt ist, selbst wenn es einen zu löschenden Bildabschnitt in der ersten Zeile gibt, die dabei zugeführte Energie das 1,3-fache der in 10 ms zugeführten Energie für die sechste und nachfolgenden Zeilen, so daß der Bildabschnitt im wesentlichen vollständig gelöscht werden kann. Wie in Fig. 17 gezeigt können Spannungsversorgungsimpulse mit der Breite von 20 ms und 15 ms abwechselnd zugeführt werden. Die Anwendung derartiger Impulse ist effektiv zur Stabilisierung der Temperatur des vorderen Rands des Aufzeichnungsträgers, so daß ein im wesentlichen vollständiges Löschen erreicht werden kann.

Bei diesem Beispiel werden die Impulse mit Bezug auf deren Breiten gesteuert, wenn diese dem Thermokopf 3 zugeführt werden. Alternativ kann der ähnliche Effekt durch Steuerung der Anzahl der dem Thermokopf zugeführten Impulse erhalten werden. Im einzelnen wird die Anzahl der Impulse für die jeweiligen Zeilen in der Festspeichertabelle 12 gespeichert. Die Spannungsversorgungs- Steuereinheit 9 steuert die Impulse, so daß diese dem Thermokopf 3 gemäß der voreingestellten Nummer zugeführt werden.

Beispiel 5:

Fig. 18 zeigt eine schematische Ansicht eines Aufzeichnungs- und Löschsystems gemäß einem fünften Beispiel. Das Aufzeichnungs- und Löschsystem kann beispielsweise zur Ausführung einer Aufzeichnung des Geldstands auf einer Geldkarte verwendet werden. Das Aufzeichnungs- und Löschsystem weist einen wiederverwendbaren Aufzeichnungsträger 1, eine als Auflagewalze dienende Halterung 2, einen Thermokopf 3, der so lang ist, wie die Breite des Aufzeichnungsträgers 1, eine Spannungsversorgungs- Steuereinheit 9, eine Festspeichertabelle 12 und eine Zeilenzähleinrichtung 13 auf, die davon alle auf ähnliche Weise wie die bei den vorstehend beschriebenen Beispielen genannten arbeiten.

Dieses Beispiel ist dadurch gekennzeichnet, daß die zuzuführende Energie durch Überprüfen zumindest des numerischen Ranges einer zu löschenden Zeile gesteuert wird. Ein aufgezeichnetes Bild wird durch Zuführen von Energie in der selben Weise, wie die zur Aufzeichnung eines Bildes gelöscht. Andernfalls wird das aufgezeichnete Bild durch Zuführen von Energie gelöscht, als wenn ein vollständigesschwarzes Bild aufgezeichnet wird. In dem erst genannten Fall wird das aufgezeichnete Bild in dem Speicher zuvor gespeichert, wobei von denen für die Aufzeichnung unterschiedliche Energien dem Thermokopf 3 zugeführt werden. Alternativ werden aus der externen Quelle Lösch daten wie bei der Aufzeichnung eines Bilds in den Thermokopf 3 übertragen. Zu diesem Zweck muß der Aufzeichnungsträger sehr präzise vorwärts gerückt werden, um nicht gelöschte Bildabschnitte zu minimieren. Der Grund liegt darin, daß das Löschen in vollständiger Übereinstimmung mit dem aufgezeichneten Bild ausgeführt werden sollte. In dem letztgenannten Fall werden die Löschdaten auf "1" eingestellt, so daß der Thermokopf 3 durch die Energie für das Löschen erwärmt werden kann.

Der das Gesamt-Schwarz-Muster (Fig. 6) verwendende Löschvorgang wird wie nachstehend beschrieben ungeachtet des zu löschenden Bildtyps ausgeführt. In diesem Fall wird der Thermokopf 3 zur Zuführung einer niedrigeren Energie (zweite Energie h&sub2;) als die Aufzeichnungsenergie in den Aufzeichnungsträger erwärmt. Je länger der Thermokopf 3 wie mit Bezug auf Fig. 7 beschrieben erwärmt wird, desto unvollständiger wird das Bild, wegen der gespeicherten Energie in den Heizelementen, gelöscht. Die Erfindung zielt darauf ab, dieses Problem zu überwinden. Das Aufzeichnungs- und Löschsystem weist zumindest eine Zeilenzähleinrichtung 13 zur Überprüfung des numerischen Ranges einer zu löschenden Zeile auf. Beruhend auf ein Ausgangssignal aus der Zeilenzähleinrichtung 13 wird die Energie zu dem Thermokopf 3 allmählich verringert. Bei diesem Beispiel wird der Thermokopf 3 nicht selektiv, sondern kontinuierlich für das Gesamt-Schwarz-Bildmuster erwärmt. Daher ist es möglich, den Temperaturanstieg des Thermokopfes 3 durch Überprüfen des numerischen Ranges einer zu löschenden Zeile zuverlässig zu wissen. Zumindest die Zeilenzähleinrichtung 13 und die Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 genügen für präzises und zuverlässiges Löschen.

Im einzelnen zeigt Fig. 19 die Festspeichertabelle 12, die deren Inhalte darstellt, das heißt, die Zuordnung der Zeilendaten zu der Spannungsversorgungs-Impulsbreite, die aus der Zeilenzähleinrichtung ausgegeben werden. Diese Tabelle kann leicht durch Experimente oder Berechnung erstellt werden. Die Temperatur des Thermokopfes 3 wird derart bestimmt, daß diese beispielsweise innerhalb des Löschtemperaturbereiches des wiederverwendbaren Aufzeichnungsträgers 1 wie in Fig. 20 gezeigt liegt. Die Zeilenzähleinrichtung 13 überprüft den numerischen Rang einer zu löschenden Zeile, der einer Zeitdauer nach Erwärmen des Thermokopfes 3 entspricht, oder Positionsdaten (d.h., Entfernung). Die vorstehend aufgeführte Zeitdauer oder Positionsdaten können auch durch Ausführen von Berechnungen hinsichtlich des Löschzykluses oder des Ausmaßes, mit dem der Motor gedreht wird, hergeleitet werden.

Zum Verringern der Speicherkapazität oder zum Kompaktmachen der Verschaltung, können die Inhalte der Festspeichertabelle 12 für jede Vielzahl von Zeilen bestimmt werden.

Beispiel 6:

Nachstehend wird ein sechstes Beispiel beschrieben. Ungenügend gelöschte Abschnitte werden belassen, falls das zu löschende Bild vollständig mit dem aufgezeichneten Bild übereinstimmt. Dieses Phänomen wird durch eine Anzahl von Faktoren verursacht. Einer davon ist eine Positionsver schiebung zwischen dem das zu löschende Bild tragende Aufzeichnungsträger und dem Thermokopf. Randbereiche des Bildes werden oft undeutlich sichtbar belassen. Zum Überwinden dieser Positionsverschiebung sollte der Aufzeichnungsträger in einer präzisen Beziehung zu dem Thermokopf bewegt werden, was das Aufzeichnungs- und Löschsystem unvermeidlich sehr verteuert.

Ein zweiter Faktor ist der, da der Thermokopf Zeit benötigt um heiß zu werden, daß der vordere Rand des Aufzeichnungsträgers im Anfangsstadium ungenügend erwärmt wird.

Ein dritter Faktor ist der, daß die Energie dazu neigt, von den gegenüberliegenden Seitenrändern des Aufzeichnungsträgers zu entweichen, die nur langsam heiß werden.

Der hintere Rand des Bildes verbleibt manchmal unvollständig gelöscht, wegen der in dem Thermokopf gespeicherten Energie. Der Umfangsrand 41a des aufgezeichneten Bildes neigt dazu wie in Fig. 21 gezeigt nicht gelöscht zu verbleiben. Es ist ebenso eine Aufgabe der Erfindung dieses Problem kostengünstig und zuverlässig zu lösen.

Der Thermokopf 3 wird zum Löschen wie bei den vorstehend aufgeführten Beispielen verwendet. Zum vollständigen Löschen der gegenüberliegenden Seitenränder werden mehr Heizelemente verwendet als für das Aufzeichnen. Im einzelnen werden, wenn der Thermokopf 3 400 Heizelemente aufweist, die zehnten bis 350sten Heizelemente (in dem Bereich A in Fig. 22) selektiv erwärmt, um ein Bild zu erzeugen. Zum Löschen des Bildes werden die fünften bis 355sten Heizelemente erwärmt (in dem Bereich B in Fig. 22). Auf diese Weise ist der Löschbereich 42 des Bildes breiter als der aufgezeichnete Bildbereich 41 längs des Aufzeichnungsträgers. Wenn die neunte bis 351sten Heizelemente zum Löschen des Bildes erwärmt werden, d.h. ein Heizelement wird auf jedem Seitenrand des Bildes hinzugefügt, kann das Bild bis zu einem ausreichenden Ausmaß gelöscht werden. Um das Bild perfekt zu löschen, ist es vorzuziehen, drei oder mehr Heizelemente jenseits jedes Seitenrands des Bildes zu erwärmen. Die Anzahl der zu erwärmenden Heizelemente hängt von der Ausführung des zu verwendenden Thermokopfs ab und ist nicht auf die vorstehend genannten Werte begrenzt. Außerdem ist es ebenso möglich die Anzahl der Heizelemente zu variieren, z.B. ein Heizelement auf der rechten Seite und zwei Heizelemente auf der linken Seite.

Das Aufzeichnungs- und Löschsystem dieses Beispiels weist den in Fig. 23 gezeigten Aufbau auf. Die Einheit zum Erstellen von in den Thermokopf 3 einzugebenden Daten weist einen Eingangsanschluß 6, eine Löschdaten-Erzeugungseinheit 7 zum Ausgeben eines "1"-Signals zur Erwärmung des Thermokopfs 3, eine Auswahleinrichtung 8, einen Zeilenspeicher 21 und eine Adressensteuereinheit 22 für den Zeilenspeicher 21 auf. Ein Ausgangssignal aus dem Zeilenspeicher 21 wird einer Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9 zugeführt. Bei Betrieb werden Aufzeichnungsdaten aus einer externen Quelle in den Eingangsanschluß 6 eingegeben und über der Auswahleinrichtung 8 zu dem Ze4enspeicher 21 übertragen. In diesem Fall bestimmt die Adressensteuereinheit 22 eine einzugebende Adresse. Im einzelnen bereinigt die Adressensteuereinheit 22 mit Bezug auf Fig. 24 den Zeilenspeicher, der zum Speichern von 500 Daten geeignet ist (d.h., sendet das "nicht Erwärmen"- anzeigende Signal "0" aus). Als nächstes stellt die Adressensteuereinheit 22 nacheinander eine auszugebende Adresse 100 ein, gibt die Aufzeichnungsdaten ein, inkrementiert die Eingangsdaten, speichert die Aufzeichnungsdaten in der in Fig. 24 (2) gezeigten Weise und überträgt die Aufzeichnungsdaten entsprechend der Adresse 1 und nachfolgenden Adressen zu der Spannungsversorgungs-Steuereinheit 9.

Zum Löschen des aufgezeichneten Bildes wird die Auswahleinrichtung 8 auf dessen untere Position eingestellt, der Zeilenspeicher 21 gelöscht, erzeugt die Adressensteuereinheit 22 einen Wert (d.h., 99 in diesem Fall) durch Subtrahieren von Eins (1) von der Adresse , in die der Anfang der Aufzeichnungsdaten eingegeben wird, und die Daten entsprechend dem Signal "1" werden aufeinanderfolgend für die 99ste und nachfolgenden Zeilen in dem Zeilenspeicher gespeichert. Der Zeilenspeicher speichert den Datenwert "1" bis zu der Endadresse +1 der Aufzeichnungsdaten. Daher ist die Aufzeichnungsbreite +2 gleich der Löschbreite. Bei diesem Beispiel variiert der zu löschende Bereich mit den Aufzeichnungsdaten. Alternativ ist es möglich, den Löschbereich als unveränderlich festzulegen. In einem derartigen Fall wird, da es nicht notwendig ist, eine Adresse aus den aufgezeichneten Daten herzuleiten, der vorstehend genannte Mechanismus vereinfacht. Zum Beispiel können die Löschdaten-Erzeugungseinheit 7 und die Auswahleinrichtung 8 damit entbehrlich werden, so daß die dem Signal "1" entsprechenden Daten während des Löschens gespeichert werden können. Weiterhin können sowohl der Zeilenspeicher 21 als auch die Adressensteuereinheit 22 damit entbehrlich werden, wobei die Auswahleinrichtung 8 zum Aüswählen entweder der Aufzeichnungsdaten von dem Eingangsanschluß 6 oder der Löschdaten aus der Löschdaten-Erzeugungs-einheit 7 betrieben wird, so daß die Anzahl der zu erwärmenden Heizelemente für das Löschen größer ist als die Anzahl der zu erwärmenden Heizelemente für das Aufzeichnen. Alternativ werden Heizeinrichtungen getrennt für das Aufzeichnen und Löschen vorgesehen. Diese Anordnung ist ebenso effektiv wie die vorstehend beschriebenen. Die Löschdaten von dem Eingangsanschluß 6 werden erzeugt, so daß der Löschbereich größer als der aufgezeichnete Bereich ist.

Zum Verhindern eines ungenügenden Löschens bei dem vorderen oder hinteren Rand des Aufzeichnungsträgers beginnt der zu löschende Bereich bei einer Position vor dem Anfang des Bildes und endet bei einer Position jenseits des Endes des aufgezeichneten Bildes. Mit Bezug auf Fig. 26 und 27 weist das Aufzeichnungs- und Löschsystem dieses Beispiels den thermoreversiblen Aufzeichnungsträger 1, Walzen 2, einen Thermokopf 3, eine Zentraleinheit (CPU) 10 und einen Sensor 31 zum Erfassen des vorderen Randes des Aufzeichnungsträgers auf. Im Betrieb wird, wenn der Aufzeichnungsträger 1 in Form einer Karte vorliegt (Fig. 25), der vordere Rand der Karte auf "0" eingestellt. Zum Löschen des Bildes wird der Aufzeichnungsträger zu dem Zeitpunkt A erwärmt. Zum Löschen des Bildes wird der Aufzeichnungsträger zu dem Zeitpunkt B erwärmt. Dann wird in dem erstgenannten Fall das Erwärmen zu dem Zeitpunkt D abgeschlossen. Umgekehrt wird das Erwärmen zu dem Zeit- punkt C zum Aufzeichnen des Bildes abgeschlossen. Der Zusammenhang dieser Zeitpunkte ist 0 ≤ A < B < C < D. Wenn der Aufzeichnungsträger 1 in das Aufzeichnungs- und Löschsystem in der durch einen Pfeil gezeigten Richtung geladen wird, erfaßt der Sensor 31 den vorderen Rand des Aufzeichnungsträgers 1 und meldet dies der Zentraleinheit 10. Zu dem Zeitpunkt B befiehlt die Zentraleinheit 10 der Steuereinheit 5 den Thermokopf bis zu dem Zeitpunkt C zu erwärmen. Zu dem Zeitpunkt C, weist die Zentraleinheit 10 das Beenden des Erwärmens des Thermokopfs 3 an. Zum Löschen des Bildes wird der Aufzeichnungsträger 1 in das Aufzeichnungs- und Löschsystem geladen. Bei Erfassen des vorderen Randes des Aufzeichnungsträgers meldet der Sensor 31 dieses der Zentraleinheit 10. Zu dem Zeitpunkt A befiehlt die Zentraleinheit 10 der Steuereinheit 5, den Thermokopf 3 zu erwärmen, der bis zu dem Zeitpunkt D erwärmt wird. In diesem Fall wird das Erwärmen beruhend auf der Zeitdauer oder der Position nach dem Erfassen des vorderen Randes des Aufzeichnungsträgers oder der Drehbewegung des Motors gesteuert.

Bei diesem Beispiel wird der Thermokopf 3 sowohl für Aufzeichnungs- als auch Löschvorgänge verwendet. Alternativ können zwei Heizeinheiten für die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge einzeln verwendet werden. Weiterhin kann eine Heizwalze als eine Heizeinrichtung für den Löschvorgang verwendet werden. In dem letztgenannten Fall kann die Heizwalze kontinuierlich innerhalb des Löschtemperaturbereichs erwärmt gehalten werden.

Beispiel 7:

Bei diesem Beispiel ist das Aufzeichnungs- und Löschsystem dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Löscheinheit größer als die Breite oder die maximale Aufzeichnungsbreite des Aufzeichnungsträgers ist, und daß Heizeinheiten einzeln für die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge vorgesehen sind. Zum Beispiel zeigen Fig. 28 und 29 jeweils die Beziehung zwischen den Aufzeichnungsköpfen 3 für den Aufzeichnungs- und den Heizwalzen 51 für den Löschvorgang. Wenn der Aufzeichnungsbereich des Thermokopfes 3 breiter als der Löschmereich der Heizwalze 51 ist, kann ein außerordentlich weiter Bereich ungenügend gelöscht verbleiben. Dies bedeutet, daß der Aufzeichnungsträger nicht wiederverwendbar ist. Die Löscheinheiten, deren Löschbereiche breiter als der Aufzeichnungsträger sind, können daher ausreichendes Löschen des Bildes sicherstellen. Wenn der Thermokopf 3 eine Aufzeichnungsbreite hat, die kleiner als dessen eigene Länge ist, sollte die Löscheinheit eine Breite haben, die länger als die Aufzeichnungsbreite ist. Hier stellt der Ausdruck "Breite der Löscheinheit" die Breite des Aufzeichnungsträgers dar, die durch die Löscheinheit erwärmt werden kann.

Die vorstehende Beschreibung betrifft hauptsächlich die Beziehung zwischen dem Thermokopf 3 und der Heizwalze 51. Die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge können durch einzelne Thermoköpfe 3 für die Aufzeichnungs- und Löschvorgänge effektiv ausgeführt werden.

Die vorstehend aufgeführten Beispiele können in Kombination verwendet werden.

Das Material des Aufzeichnungsträgers ist nicht auf spezielle Materialien beschränkt, aber es kann aus Materialien wie beispielsweise organische Verbindungen mit kleinen Molekülen, Farbstoffen, durch Phasenentmischung verfeinerte Hochpolymere, durch Phasenübergang verfeinerte kristalline Hochpolymere, durch Phasentransformation verfeinerte hochpolymere Flüssigkristalle, Thermochrome, Polymermischungen usw. sein.

Gewerbliche Anwendbarkeit

Der bei der Erfindung verwendete Aufzeichnungsträger ist auf eine Parkkarte, eine Geldkarte, eine Fahrkarte für Nahverkehr usw. anwendbar. Wiederverwenden derartiger Karten ist zum Erhalt natürlicher Ressourcen sehr effektiv. Weiterhin werden, wenn der Aufzeichnungsträger wieder verwendet wird, Inhalte von vorherigem Aufzeichnen nicht offenbart.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum wiederholten Aufzeichnen und Löschen eines Bildes auf oder von einem thermoreversiblen Aufzeichnungsträger (1) mit den Schritten

Zuführen von Wärme zu dem Aufzeichnungsträger (1) durch

Zuführen von Energie zu einer Heizeinrichtung (3), wobei die zum Aufzeichnen zugeführte Energie unterschiedlich zu der zum Löschen zugeführten Energie ist,

gekennzeichnet durch den Schritt

während des Löschens eines Bereichs des Aufzeichnungsträgers (1),

Absenken der der Heizeinrichtung (3) zugeführten Energiemenge, wobei die maximale Energiemenge dem vorde ren Abschnitt des zu löschenden Bereichs zugeführt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführen von Energie zu der Heizeinrichtung (3) in Zeileneinheiten durchgeführt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Abschnitt des zu löschenden Bereichs nur aus einer Zeile besteht.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Abschnitt des zu löschenden Bereichs aus einer Vielzahl von Zeilen besteht.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die einer der Vielzahl von Zeilen zugeführte Energiemenge von der einer nachfolgenden der Vielzahl von Zeilen zugeführten Energiemenge unterscheidet.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die der nachfolgenden der Vielzahl von Zeilen zugeführte Energiemenge verglichen mit der der vorangehenden Zeile zugeführten Energiemenge allmählich abgesenkt wird.

7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch den Schritt des Durchführens einer relativen Bewegung zwischen der Aufzeichnungseinrichtung (1) und der Heizeinrichtung (3) während des Aufzeichnens oder Löschens.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufzeichnungsträger (1) und die Heizeinrichtung (3) verlängerte Ausmaße aufweisen, wobei die Längsausdehnung des Aufzeichnungsträgers (1) senkrecht zu der Längsausdehnung der Heizeinrichtung (3) derart angeordnet ist, daß die relative Bewegung in Einheiten einer Zeile durchgeführt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch Zuführen der Energie zu der Heizeinrichtung (3) in Form von Impulsen, wobei die Breite, die Amplitude oder die Anzahl der Impulse variiert wird, um die der Heizeinrichtung (3) zugeführte Energiemenge variieren zu können.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, gekennzeichnet durch den Schritt des Berechnens der der Heizeinrichtung (3) zuzuführenden Energiemenge entsprechend der tatsächlichen Zeilennummer entweder durch Zugreifen auf einen Festspeicher (11), eine Festspeichertabelle (12) oder durch Berechnen einer empirischen Formel.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, gekennzeichnet durch den Schritt des Verwendens einer Zeilenzähleinrichtung (13) zum Berechnen der der Heizeinrichtung(3) zuzuführenden Energiemenge entsprechend der tatsächlichen Zeilennummer durch Zugreifen auf eine Festspeichertabelle (12).

12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Löschen verwendeter Bereich (42) des Aufzeichnungsträgers (1) größer als ein zum Aufzeichnen verwendeter Bereich (41) des Aufzeichnungsträgers (1) ist.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (3) eine Vielzahl von Heizelementen aufweist, wobei die Anzahl von zum Löschen verwendeten Heizelementen größer als die Anzahl von zum Aufzeichnen verwendeten Heizelementen ist.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl von zum Löschen verwendeten Zeilen größer als die Anzahl von zum Aufzeichnen verwendeten Zeilen ist.







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