PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19714286A1 19.11.1998
Titel Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk
Anmelder Heidenfelder, Roland, 63533 Mainhausen, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 07.04.1997
DE-Aktenzeichen 19714286
Offenlegungstag 19.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.11.1998
IPC-Hauptklasse B02C 7/18
IPC-Nebenklasse B02C 7/13   B02C 7/14   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk umfassend einen motorisch angetriebenen drehbaren Mahlstein sowie einen festen Mahlstein mit Mühlauge. Weiterhin ist eine Aufnahme vorgesehen, die einen Teil eines Mühlengehäuses bildet, wobei die Aufnahme der Befestigung des unteren drehbaren Mahlsteines sowie des motorischen Antriebes dient. Ein mit dem Mühlengehäuse verbindbarer Mahlguttrichter nimmt einen Träger für den oberen Mahlstein auf. Erfindungsgemäß ist die Aufnahme für den unteren Mahlstein mit einem ringförmigen Gewindeabschnitt zum verstellbaren Befestigen des mit einem komplementären Gewinde versehenen unteren Teiles des Mahlguttrichters versehen. Weiterhin ist der Träger für den oberen Mahlstein axial verschieblich über eine Bohrungs-Bolzen- oder Bohrungs-Stift-Anordnung zwischen einem umlaufenden Flansch des Trägers oder flanschartigen Fortsätzen und einem Randbereich der Aufnahme für den unteren Mahlstein geführt. Mittels Federelementen wird eine Vorspannung zwischen dem Träger und einer Anlagefläche im Mahlguttrichter eingestellt, so daß beim Verstellen des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels Relativ-Drehung zwischen Mahlguttrichter und Aufnahme durch die Vorspannungskraft eine Spielfreiheit der Gewindeverbindung und ein Selbstarretieren des gewählten Mahlspaltes gegeben ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk umfassend einen unteren motorisch angetriebenen drehbaren Mahlstein sowie einen oberen festen Mahlstein mit Mühlauge, eine einen Teil eines Mühlengehäuses bildende Aufnahme für den unteren drehbaren Mahlstein sowie den motorischen Antrieb, einen mit dem Mühlengehäuse verbindbaren Mahlguttrichter und einen Träger für den oberen Mahlstein.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 43 26 926 A1 ist eine Kornmühle mit einem Mahlwerk bekannt, an dessen Basisteil ein Motor befestigt ist, welcher einen unteren Mahlstein antreibt. Ein oberer Mahlstein ist an einem Mahlsteinträger fixiert, welcher mittels eines Verstellmechanismus höhenverstellbar ist.

Ein Mühlengehäuse nimmt das erwähnte Mahlwerk auf, wobei eine Motorwelle zum Antreiben des drehbaren Mahlsteines durch eine Bohrung im sogenannten Mahlwerkbasisteil nach oben durchragt und mit dem Stein in Wirkverbindung steht. Das Mahlwerkbasisteil der bekannten Lösung weist die Form eines flachen offenen Topfes auf, an dem ein darüber angeordneter, scheibenförmiger Mahlsteinträger befindlich ist. Der Mahlsteinträger nimmt den erwähnten kreisringförmigen, festen oberen Mahlstein auf.

Mehrere senkrecht angeordnete Distanzbolzen sind am Umfang des Mahlwerkbasisteils eingeschraubt oder befestigt und ragen nach oben durch entsprechende Bohrungen des Mahlsteinträgers hindurch. Diese Distanzbolzen dienen als Führungsmittel für den Mahlsteinträger, welcher sich über Schraubendruckfedern, die die Distanzbolzen umgeben, federnd am Mahlwerkbasisteil abstützt. Zwischen dem Mahlwerkdeckel und dem Mahlsteinträger ist der eigentliche Verstellmechanismus zur Einstellung des Mahlspaltes ausgebildet. Dieser Mechanismus weist keilförmige Verstellringe auf, wobei ein unterer Verstellring zwischen dem Mahlsteinträger und einem oberen Ring drehbar gelagert sowie mit einem nach außen ragenden Verstellgriff verbunden ist. Bei einer Verschwenkung des Verstellgriffes ergibt sich durch die keilförmige Gestaltung eine Verschiebung des oberen Mahlsteines in Richtung hin zum unteren, drehbaren Mahlstein mit der Folge, daß der Mahlspalt zwischen den Mahlsteinen einer Abstandsveränderung unterworfen ist.

Es hat sich jedoch gezeigt, daß der beschriebene Verstellmechanismus durch die notwendige Vielzahl von Teilen sowohl herstellungs- als auch montageaufwendig ist, wobei es beim Mahlbetrieb zu einer unerwünschten Veränderung des Mahlspaltes kommt, insbesondere dann, wenn bereits eine feine Mahlstufe eingestellt oder vorgewählt wurde.

Weiterhin besteht ein wesentlicher Nachteil der bekannten Lösung darin, daß der Einfüllschacht konzentrisch durch die Keile des Verstellmechanismus hindurch geführt ist mit der Folge, daß in unerwünschter Weise Teile des Mahlgutes zwischen die Gleitflächen gelangen, so daß das Verstellen insgesamt erschwert ist oder sich eine häufige Reinigung der Kornmühle erforderlich macht. Letztendlich ist der axiale Verstellweg durch den begrenzten Schwenkbereich des Verstellgriffes sowie durch die vorgegebene Steigung der sich gegenüberliegenden Keile nicht unwesentlichen Beschränkungen unterworfen, insbesondere dann, wenn ein naturgemäßer Verschleiß der sich gegenüberliegenden Flächen der Mahlsteine zu verzeichnen ist.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine weiterentwickelte Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk anzugeben, welche einen unter Herstellungs- als auch Montage- und Betriebsaspekten einfachen und wirkungsvollen Verstellmechanismus des Mahlspaltes aufweist, wobei die Kornmühle nur aus wenigen funktionswesentlichen Teilen bestehen soll. Darüber hinaus soll mit der Erfindung eine Lösung geschaffen werden, die ausreichende Verstellwege auch dann gewährleistet, wenn sich bei zunehmender Betriebsdauer ein Verschleiß der Mahlsteine einstellt. Letztendlich gilt es, mit der Kornmühle ein Gerät zu schaffen, das in der Lage ist, Mahlgut bereitzustellen, das der gewählten Mahlfeinheit auch bei längerem Betrieb entspricht.

Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegenstand gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1 oder 2, wobei die Unteransprüche mindestens zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen umfassen.

Gemäß einem ersten Grundgedanken der Erfindung wird von einem axial verschieblichen Träger für den oberen Mahlstein ausgegangen, welcher sich federbelastet gegen eine entsprechende Ausnehmung in einem Mahlguttrichter abstützt. Zwischen Mahlguttrichter und einem Aufnahmebereich für den unteren, drehbaren Mahlstein ist ein Gewindeabschnitt bzw. eine Gewindeverbindung vorgesehen, die einerseits zum Erhalt der konstruktiven Anordnung aus Mahlguttrichter, Aufnahme und Gehäuse dient und die andererseits eine Verstellung des Mahlspaltes in besonders einfacher und sicherer Weise ermöglicht.

Durch erfindungsgemäß vorgesehene Federelemente ist sichergestellt, daß über die Aufnahme die Gewindeverbindung ständig einer Vorspannung unterliegt, so daß sich eine gewünschte Spielfreiheit und Selbstarretierung zum Erhalt des eingestellten Mahlgrades ergibt.

Durch eine einfache Relativ-Drehbewegung zwischen Mahlguttrichter und Gehäuse bzw. der mit dem Gehäuse verbundenen Aufnahme kann nun unter Nutzung der Steigung der Gewindeverbindung eine Variation des Abstandes zwischen den Mahlsteinen zum Erhalt der gewünschten Mahlfeinheit des Mahlgutes gewählt werden.

Gemäß dem erwähnten ersten Grundgedanken der Erfindung besitzt die Aufnahme für den unteren Mahlstein einen ringförmigen Gewindeabschnitt zum verstellbaren Befestigen des mit dem komplementären Gewinde versehenen unteren Teils des Mahlguttrichters. Der Mahlguttrichter ist vorzugsweise einstückig ausgebildet und besteht beispielsweise aus einem geeigneten Hartholzmaterial. Eine untere Aussparung des Mahlguttrichters weist das für die Gewindeverbindung notwendige Innengewinde auf, das mit einem Außengewinde der Aufnahme für den unteren Mahlstein wechselwirkt.

Der Träger für den oberen Mahlstein ist, wie bereits kurz erläutert, axial verschieblich z. B. über Bohrungs-Bolzen- oder Bohrungs-Stiftanordnungen zwischen einem umlaufenden Flansch oder flanschartigen Fortsätzen des Trägers und einem Randbereich der Aufnahme für den unteren Mahlstein geführt. Durch diese Führung wird ein Mitdrehen des oberen Mahlsteines sicher verhindert, ohne daß die gewünschte axiale Verstellbarkeit zur Variation des Mahlspaltes behindert ist. Darüber hinaus kann in besonders leichter Weise eine Reinigung der Kornmühle erfolgen, indem der Mahlguttrichter durch Abschrauben entfernt und der Träger für den oberen Mahlstein, welcher dann freiliegt, aus der Bohrungs-Bolzen- oder Bohrungs-Stift-Anordnung entnommen wird.

Die genannten Federelemente erwirken eine Vorspannung zwischen dem Träger und einer Anlagefläche im Mahlguttrichter derart, daß sich beim Verstellen des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels der Relativdrehung durch die erzielte (Feder-)Vorspannung eine Spielfreiheit der Gewindeverbindung und ein Selbstarretieren des eingestellten Mahlspaltes ergibt.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, durch eine seitliche Nut-Stiftführung eine Sicherung gegen unerwünschtes Abdrehen oder Abschrauben des Mahlguttrichters zu schaffen. Ebenso kann ergänzend insbesondere seitlich im Bereich des Gewindes eine Klemm- oder Arretierschraube angeordnet werden.

Gemäß dem zweiten Grundgedanken der Erfindung wird der Träger für den oberen Mahlstein in einer kreisförmigen Aussparung oder Ausnehmung des Mahlguttrichters befestigt vorzugsweise verschraubt.

Federelemente, welche zwischen sich gegenüberliegenden Flächen der Aufnahme und des Mahlguttrichters oder eines umlaufenden Flansches des Trägers für den oberen Mahlstein angeordnet sind, bewirken auch hier eine Vorspannung zwischen der Gewindeverbindung von Mahlguttrichter und Aufnahme. Durch die Gewindeverbindung ist, ähnlich wie beim ersten Grundgedanken der Erfindung erläutert, eine Verstellmöglichkeit des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels Relativ-Drehbewegung möglich.

Durch den Vorspannungswert, bedingt durch die Federelemente, ergibt sich ebenfalls eine Spielfreiheit der Gewindeverbindung und ein Selbstarretieren der gewählten Mahlspalteinstellung. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch die Vorspannung auch bei fest mit dem Mahlguttrichter verschraubten Träger für den oberen Mahlstein eine gewählte Mahlfeinheit auch bei längerem ununterbrochenen Betrieb der Kornmühle erhalten bleibt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist im Bereich der sich gegenüberliegenden Flächen zwischen Aufnahme und Mahlguttrichter oder Aufnahme und Träger des oberen Mahlsteines ein Formgehemme vorgesehen oder es sind Rastungen ausgebildet, die eine Vorzugsposition hinsichtlich der Drehlage respektive des Mahlspaltes reproduzierbar und leicht einstellbar gewährleisten. Durch das Formgehemme oder die Rastungen ist darüber hinaus eine weitere Sicherheit gegenüber unerwünschtem Verstellen mit einer nachteiligen Veränderung des Mahlspaltes bzw. der Mahlfeinheit gewährleistet.

Die erfindungsgemäß eingesetzten Federelemente sind entweder teilweise in Bohrungen geführte Schraubendruckfedern oder die gemäß dem ersten Grundgedanken der Erfindung notwendigen Bolzen und Stifte umschließende Schraubendruckfedern, die ihre Führung und Vorzugslage durch diese spezielle Anordnung erhalten.

Alternativ besteht die vorteilhafte Möglichkeit, die Federelemente als ein oder mehrere scheibenförmige Biege- oder Tellerfedern auszubilden, wobei diese durch entsprechende Vor- und oder Rücksprünge gleichzeitig die Funktion oder Teilfunktionen des Formgehemmes bzw. der Rastungen übernehmen können.

Zur Optimierung der Geräuschdämpfung können im Inneren der zylindrischen Bohrung des Mühlengehäuses, welche die Antriebseinheit, insbesondere einen Elektromotor aufnimmt, schallschluckende oder -absorbierende Materialien angeordnet sein. Darüber hinaus ist vorgeschlagen, zwischen der Aufnahme und dem Mühlengehäuse eine schwingungsdämpfende Zwischenlage einzubringen und/oder zur Geräuschdämmung gegenüber dem Mahlguttrichter zwischen dem Träger für den oberen Mahlstein und der zugehörigen Aussparung im Trichter ein Dämpfungselement in Form eines Dämpfungsfilzes, eines Dämpfungsstreifens aus Gummi, Moosgummi oder dergleichen anzuordnen.

Wie aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, besitzt die erfindungsgemäße Kornmühle lediglich drei Baugruppen, nämlich den Mahlguttrichter, die einen Teil des Mühlengehäuses bildende Aufnahme für den unteren, drehbaren Mahlstein sowie den motorischen Antrieb und das Mühlengehäuse selber. Sämtliche dieser funktionswesentlichen Teile können aus Holz, vorzugsweise Buche oder Ahorn, gefertigt sein.

Im Vergleich zum Bekannten ist mittels der Erfindung die Gefahr eines unerwünschten Zusetzens von Verstellflächen zur Einstellung des Mahlspaltes wesentlich reduziert und es ist bei Ausnutzung eines optimalen Verhältnisses zwischen der Steigung des Gewindes und dem Durchmesser der Kornmühle im Bereich der Gewindeverbindung ein wesentlich größerer Verstellweg mit entsprechend höherer Genauigkeit bei der Einstellung der Mahlfeinheit gegeben.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.

Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch eine Kornmühle gemäß Ausführungsbeispiel mit abgenommenem Mahlguttrichter und

Fig. 2a bis c in Einzeldarstellungen den Mahlguttrichter, die einen Teil des Mühlengehäuses bildende Aufnahme für den unteren drehbaren Mahlstein sowie den Träger für den oberen Mahlstein, welcher sich nach Montage in einer entsprechenden Ausnehmung des Mahlguttrichters befindet.

Die in der Fig. 1 gezeigte Kornmühle umfaßt einen Mahlguttrichter 1 mit einer Auslaufmündung 2. Die Auslaufmündung 2 befindet sich konzentrisch innerhalb einer kreisförmigen Ausnehmung 3.

Das Mühlengehäuse 4 weist als oberen Abschluß eine Aufnahme 5 für einen unteren, drehbaren Mahlstein (nicht gezeigt) auf. Im Inneren des Mühlengehäuses 4 befindet sich ein nicht gezeigter elektromotorischer Antrieb, beispielsweise ein senkrecht hängender, an der Aufnahme angeflanschter Elektromotor, welcher eine Achse aufweist, die mit dem unteren drehbaren Mahlstein in Wirkverbindung steht. Darüber hinaus ist im Bereich der Aufnahme 5 bzw. des Mühlengehäuses 4 ein nicht gezeigter Auslaufkanal zur Förderung des Mahlgutes ausgebildet.

Ein oberer Randabschnitt 6 der Aufnahme 5 besitzt ein Außengewinde, das mit einem Innengewinde der kreisförmigen Ausnehmung 3 des Mahlguttrichters 1 zusammenwirkt. Mit Hilfe dieses Gewindes kann zum einen der Mahlguttrichter 1 an der Ausnehmung 3 bzw. dem Mühlengehäuse 4 befestigt werden und es ist die noch näher beschriebene Verstellbarkeit des Abstandes zwischen den Mahlsteinen zur Wahl der entsprechenden Mahlfeinheit möglich.

Wie die Fig. 2b zeigt, besitzt die Aufnahme für den unteren Mahlstein 5 den erwähnten oberen Randabschnitt 6, welcher mindestens über einen Teil einen ringförmigen Gewindeabschnitt 7 umfaßt. Dieser ringförmige Gewindeabschnitt dient dem verstellbaren Befestigen des mit einem komplementären Gewinde 9 versehenen unteren Teiles 8 des Mahlguttrichters 1.

Der in der Fig. 2c gezeigte Träger 10 besitzt eine Trägeraussparung 11, die der teilweisen Aufnahme des oberen festen Mahlsteines (nicht gezeigt) dient. Dieser Mahlstein kann mittels Bohrungen 12 am Träger 10 lösbar fixiert werden.

Über einen Umfangsflansch 13 des Trägers 10 sind verteilt weitere Bohrungen 14 vorgesehen, welche der Aufnahme von Bolzen oder Stiften dienen, so daß sich eine axiale Verschiebbarkeit des Trägers 10 einstellt.

Die in den Fig. 2a bis c nicht gezeigten Stifte oder Bolzen sind über einen entsprechenden Befestigungsabschnitt in Stiftbohrungen 15 der Aufnahme 5 befestigt. Diese Führungsstifte oder Führungsbolzen für den Träger 10, welcher wiederum den oberen Mahlstein aufnimmt, dienen gleichzeitig der Aufnahme von abstützenden Schraubendruckfedern 16.

Mit Hilfe dieser Schraubendruckfedern 16 wird der Träger 10 im Bild nach oben, d. h. hin zur kreisförmigen Ausnehmung 3 im Mahlguttrichter 1 hinbewegt, mit der Folge, daß sich die gegenüberliegenden Flächen von Träger 10 und kreisförmiger Ausnehmung 3 in Flächenpressung befinden bzw. in eine derartige Preßverbindung gelangen. Die federbedingte Vorspannkraft überträgt sich dann auf die Gewindeverbindung aus ringförmigem Gewindeabschnitt 7 und dem zugehörigen komplementären Gewinde 9 im Bereich der kreisförmigen Ausnehmung 3 des Mahlguttrichters 1.

Wird nun eine Relativ-Drehbewegung zwischen Mahlguttrichter 1 und der mit dem Mühlengehäuse 4 fest verbundenen Aufnahme für den unteren Mahlstein 5 ausgeführt, stellt sich eine axiale Verschiebung der Lage des Mahlguttrichters 1 und des Trägers 10, enthaltend den oberen festen Mahlstein 8, mit dem Ergebnis eines geänderten Mahlspaltes ein.

Gleichzeitig sorgt die Federvorspannung für ein Selbstarretieren des gewählten Mahlspaltes durch entsprechende Kräfte zwischen den Gewindegängen der Gewindeverbindung zwischen Mahlguttrichter 1 und der Aufnahme 5 für den unteren Mahlstein.

Alternativ besteht die Möglichkeit, über die verbleibende Kreisringfläche innerhalb der kreisförmigen Ausnehmung 3 des Mahlguttrichters 1 und des oberen Randabschnitts der Aufnahme eine figürlich nicht dargestellte Tellerfeder oder mehrere Tellerfedern in einer Stapelanordnung vorzusehen. Diese Tellerfedern können dann mit Vor- und Rücksprüngen versehen sein, die mit Vor- und/oder Rücksprüngen vorzugsweise an der entsprechenden Unterseite, die am Umfangsflanschstreifen ausgebildet sind, derart wechselwirken, daß sich ein Formgehemme oder eine Rastung zum Einstellen und Erhalten bestimmter Mahlfeinheitsgrade ergibt.

Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind mit Ausnahme des Trägers 10 für den oberen Mahlstein sämtliche Baugruppen aus Holz fertigbar, so daß sich bei einer derartigen Materialwahl ein homogenes ästhetisches Äußeres von Mahlguttrichter 1, Aufnahme für den unteren Mahlstein 5 und Mühlengehäuse 4 einstellt.

Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches figürlich nicht näher dargestellt ist, sitzt der Träger 10 für den oberen Mahlstein fest in der kreisförmigen Aussparung 3 bzw. in einer entsprechenden Ausnehmung des Mahlguttrichters 1. Jedoch sind im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel Federelemente dergestalt vorgesehen, daß die sich gegenüberliegenden Flächen der Aufnahme 5 für den unteren Mahlstein und des Mahlguttrichters 1 oder eines umlaufenden Flansches bzw. des Umfangsflansches 13 des Trägers 10 zwischen diesen angeordnet sind.

Auch hierbei stellt sich eine gewünschte Vorspannung zwischen der Gewindeverbindung von Mahlguttrichter 1 und Aufnahme 5 derart ein, daß sich beim Verstellen des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels Relativ-Drehbewegung zwischen Mahlguttrichter 1 und Aufnahme 5 durch den Vorspannungswert eine Spielfreiheit der Verbindung mit dem Effekt des Selbstarretierens ergibt.

Bei diesem Ausführungsbeispiel können in besonders bevorzugter Weise die erwähnten scheibenförmigen Biegefedern oder Tellerfedern als Federelemente Verwendung finden. Insbesondere in Verbindung mit einer zugehörigen Rastung gewährleistet auch die realisierte Variante gemäß zweitem Ausführungsbeispiel ein leichtes Verstellen des Mahlspaltes, ohne daß bei längerem Betrieb der Kornmühle sich der einmal eingestellte Wert in unerwünschter Weise verändert.

Es liegt im Sinne der Erfindung, daß zur Schwingungsdämpfung und damit geräuscharmen Betrieb der Kornmühle zwischen der Aufnahme 5 und dem Mühlengehäuse 1 ein oder mehrere schwingungsdämpfende Zwischenlagen angeordnet sind.

Als Transportsicherung und/oder zur Erhöhung der Sicherheit gegen unerwünschtes Verändern des Mahlspaltes kann seitlich im Bereich des unteren Teiles 8 des Mahlguttrichters 1 eine Klemm- oder Arretierschraube angeordnet werden.

Um eine weitere Verbesserung der Geräuschdämmung und Verringerung der Geräuschemission der Kornmühle zu erreichen, wird vorgeschlagen, gegenüber dem Mahlguttrichter 1 zwischen dem Träger 10 für den oberen Mahlstein und der zugehörigen Aussparung im Mahlguttrichter ein Dämpfungselement in Form eines Dämpfungsfilzes, eines Dämpfungsstreifens aus Gummi, Moosgummi oder dergleichen anzuordnen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Durchmesser des unteren Teiles 8 des Mahlguttrichters 1 im Bereich von 95 bis 120 mm, wobei das Gewinde zwischen dem ringförmigen Gewindeabschnitt 7 und dem komplementären Gewinde 9 eine Steigung im wesentlichen 4 mm besitzt. Alle zum Mahlen unterschiedlichen Korns erforderlichen Mahlspalte und die gewünschten Mahlfeinheiten können ohne Schwierigkeiten eingestellt bzw. erreicht werden. Bezugszeichenliste 1 Mahlguttrichter

2 Auslaufmündung

3 kreisförmige Ausnehmung

4 Mühlengehäuse

5 Aufnahme für unteren Mahlstein

6 oberer Randabschnitt

7 ringförmiger Gewindeabschnitt

8 unteres Teil des Mahlguttrichters

9 komplementäres Gewinde

10 Träger

11 Trägeraussparung

12, 14 Bohrungen

13 Umfangsflansch

15 Stiftbohrung

16 Schraubendruckfedern


Anspruch[de]
  1. 1. Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk, umfassend einen unteren, motorisch angetriebenen drehbaren Mahlstein sowie einen oberen, festen Mahlstein mit Mühlauge, eine einen Teil eines Mühlengehäuses bildende Aufnahme für den unteren drehbaren Mahlstein sowie den motorischen Antrieb, einen mit dem Mühlengehäuse verbindbaren Mahlguttrichter und einen Träger für den oberen Mahlstein, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (5) für den unteren Mahlstein einen ringförmigen Gewindeabschnitt (7) zum verstellbaren Befestigen des mit einem komplementären Gewinde (9) versehenen unteren Teiles (8) des Mahlguttrichters (1) aufweist, weiterhin der Träger (10) für den oberen Mahlstein axial verschieblich über eine Bohrungs-Bolzen- oder Bohrungs-Stift- Anordnung zwischen einem umlaufenden Flansch (13) oder flanschartigen Fortsätzen des Trägers (10) und einem Randbereich der Aufnahme (5) für den unteren Mahlstein geführt ist, wobei über Federelemente (16) eine Vorspannung zwischen dem Träger (10) und einer Anlagefläche der kreisförmigen Ausnehmung im Mahlguttrichter (1) gegeben ist derart, daß sich beim Verstellen des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels Relativ-Drehung zwischen Mahlguttrichter (1) und Aufnahme (5) durch den Vorspannungswert eine Spielfreiheit der Gewindeverbindung und ein Selbstarretieren des gewählten Mahlspaltes einstellt.
  2. 2. Kornmühle mit einem Mühlsteinmahlwerk, umfassend einen unteren, motorisch angetriebenen drehbaren Mahlstein sowie einen oberen, festen Mahlstein mit Mühlauge, eine einen Teil eines Mühlengehäuses bildende Aufnahme für den unteren drehbaren Mahlstein sowie den motorischen Antrieb, einen mit dem Mühlengehäuse verbindbaren Mahlguttrichter und einen Träger für den oberen Mahlstein, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (10) für den oberen Mahlstein in einer kreisförmigen Aussparung oder Ausnehmung (3) des Mahlguttrichters (1) befestigt ist, wobei über Federelemente, welche zwischen sich gegenüberliegenden Flächen der Aufnahme (5) und des Mahlguttrichters (1) oder eines umlaufenden Flansches (13) des Trägers (10) für den oberen Mahlstein angeordnet sind, eine Vorspannung zwischen der Gewindeverbindung von Mahlguttrichter (1) und Aufnahme (5) derart einstellbar ist, daß sich beim Verstellen des Abstandes zwischen den Mahlsteinen mittels Relativ-Drehung zwischen Mahlguttrichter (1) und Aufnahme (5) durch die Vorspannungskraft eine Spielfreiheit der Gewindeverbindung und ein Selbstarretieren des gewählten Mahlspaltes einstellt.
  3. 3. Kornmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Aufnahme (5) und dem Mühlengehäuse (1) eine schwingungsdämpfende Zwischenlage angeordnet ist.
  4. 4. Kornmühle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (5) einen radial verlaufenden Auslaufkanal zur Förderung des Mahlgutes aufweist.
  5. 5. Kornmühle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise am unteren Außenumfang des Mahlguttrichters (1) im Bereich des Gewindes (9) eine Klemm- oder Arretierschraube angeordnet ist.
  6. 6. Kornmühle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der sich gegenüberliegenden Flächen zwischen Aufnahme (5) und Mahlguttrichter (1) oder Aufnahme (5) und Träger (10) des oberen Mahlsteines Formgehemme oder Rastungen ausgebildet sind.
  7. 7. Kornmühle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente teilweise in Bohrungen geführte Schraubendruckfedern sind.
  8. 8. Kornmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Bolzen oder Stifte von Schraubendruckfedern zur Vorspannungseinstellung umgeben sind.
  9. 9. Kornmühle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federelemente eine oder mehrere scheibenförmige Biegefedern oder Tellerfedern sind.
  10. 10. Kornmühle nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Geräuschdämpfung gegenüber dem Mahlguttrichter (1) zwischen dem Träger für den oberen Mahlstein (10) und der zugehörigen Ausparung bzw. kreisförmigen Ausnehmung (3) im Mahlguttrichter (1) ein Dämpfungselement in Form eines Dämpfungsfilzes, eines Dämpfungsstreifens aus Gummi, Moosgummi oder dergleichen angeordnet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com