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Dokumentenidentifikation DE19728913C1 26.11.1998
Titel Maschine zur Herstellung von Streckmetall
Anmelder Brünsch, Joachim, 57078 Siegen, DE
Erfinder Brünsch, Joachim, 57078 Siegen, DE
Vertreter Pürckhauer, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 57234 Wilnsdorf
DE-Anmeldedatum 08.07.1997
DE-Aktenzeichen 19728913
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1998
IPC-Hauptklasse B21D 31/04
IPC-Nebenklasse B23Q 1/01   
Zusammenfassung Die Maschine zur Herstellung von Streckmetall weist ein gezahntes Obermesser (5) und ein gerades Untermesser (7) sowie einen schrittweisen Vorschubantrieb (21) für das Streckmetall auf. Das Obermesser (5) wird taktgesteuert über Exzenter (11) zur Ausführung eines Schnitthubs nach unten bewegt und durch Rückholfedern (13) nach oben bewegt. Zur Vereinfachung der Herstellung der Maschine ist das Maschinengestell (1) mit einheitlich gleichen Schrauben (8) verschraubt, d. h. nicht als Schweißkonstruktion ausgeführt. Die Welle (10), auf der die Exzenter (11) sitzen, kann mitsamt einer als Antriebsträger dienenden Maschinen-Abdeckplatte (4) komplett ausgebaut werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Streckmetall entsprechend der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung.

Bekannte Maschinen dieser Gattung sind in ihrem Aufbau aufwendig. Das Maschinengestell ist eine Schweißkonstruktion, so daß eine Umstellung auf z. B. andere Durchgangsbreiten nicht ohne weiteres möglich ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Maschine zur Herstellung von Streckmetall flexibler zu machen, d. h. die baukastenartig vereinheitlichten Teile der Maschine leicht auswechselbar zu gestalten.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Maschine erfindungsgemäß durch die Kennzeichnungsmerkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung in den Unteransprüchen gekennzeichnet sind.

Der gesamte Antrieb mit der die Exzenter tragenden Welle kann komplett ausgetauscht werden, um die Maschine auf einen anderen Schnitttiefenbereich umzurüsten. Innerhalb des durch die Exzenter vorgegebenen maximalen Schnitthubs kann dieser durch einfache Verstellung von Keilen verringert werden, die zwischen den Exzentern und dem Obermesser-Träger vorgesehen wird. Durch Verwendung eines einheitlichen Schraubentyps für die geschraubte Konstruktion des Maschinengestells werden die Herstellungskosten der Maschine stark reduziert.

Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Maschine zur Herstellung von Streckmetall wird nunmehr mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt

Fig. 1 eine Frontansicht der Maschine und

Fig. 2 einen senkrechten, teilweise versetzten Schnitt durch die Maschine.

Bei der Beschreibung der Maschine wird nur auf die erfindungswesentlichen Teile eingegangen, wobei die übrigen Konstruktionselemente zum Stand der Technik gehören.

Die in der Beschreibung dargestellte Maschine zur Herstellung von Streckmetall weist ein Maschinengestell 1 auf, das im wesentlichen aus zwei Seitenwänden 2, einer diese verbindenden Verbindungsplatte 3 und einer Abdeckplatte 4 besteht. Die Abdeckplatte 4 dient gleichzeitig als Antriebsträger für ein Obermesser 5, das an einem Obermesser- Träger 6 sitzt und entsprechend dem gewünschten Maschenmuster des herzustellenden Streckmetalls gezahnt ist. Mit der Verbindungsplatte 3 ist ein gerades Untermesser 7 starr verbunden.

Die Seitenwände 2, die Verbindungsplatte 3 und die Abdeckplatte 4 sind durch einheitliche Schrauben 8 miteinander verschraubt, d. h. es handelt sich bei dem Maschinengestell 1 nicht um eine Schweißkonstruktion, so daß es sich praktisch um ein Baukastensystem handelt, das eine Umstellung der Maschine auf z. B. unterschiedliche Durchgangsbreiten des herzustellenden Streckmetalls ohne weiteres ermöglicht. Je nach Bestellung und Kundenwunsch kann bereits im Herstellerwerk mit im wesentlichen den gleichen Teilen die entsprechende Maschine zusammengebaut werden, wobei Paßelemente 8a verwendet werden. Viele Bearbeitungsgänge werden dadurch eingepaßt. Auch für die übrigen Teile werden die gleichen Schrauben 8 verwendet.

Die als Antriebsträger dienende Abdeckplatte 4 nimmt in Lagern 9 eine taktgesteuerte Welle 10 auf. Die Welle 10 weist Exzenter 11 auf, die bei Ausführung eines Schnitthubs über Verstellkeile 12 den Obermesser-Träger 6 nach unten drücken. Rückholfedern 13 bringen den Obermesser-Träger 6 wieder in seine obere Ausgangsposition. Mit den z. B. durch Schrittmotoren gesteuerten Verstellkeilen 12 kann der Schnitthub und damit die Maschengröße des herzustellenden Streckmetalls von dem durch die Exzenter 11 festgelegten Maximal-Schnitthub aus verkleinert werden. Beim Schnitthub senkt sich mit dem Obermesser-Träger 6 ein unter Federdruck stehender Niederhalter 14 mit ab, wie dies auch bei Tafelscheren üblich ist.

Die Welle 10 ist über eine Kupplung 15 mit dem Antrieb 16 verbunden und sitzt mit ihrem dem Antrieb 16 abgelegenen Ende in einem Lager 17, das an der zugehörigen Seitenwand 2 befestigt ist. Auf dem über das Lager 17 hinausragenden Ende der Welle 10 sitzt ein Schwungrad 18.

Nach Lösen der Kupplung 15, Abnahme des Schwungrades 18 und Abschrauben des Lagers 17 kann die Abdeckplatte 4 gelöst werden, so daß dann mit der Abdeckplatte 4 die Welle 10 mit den Exzentern 11, auf denen Kugellager 19 sitzen, nach einer kleinen Kippbewegung aus dem Machinengestell 1 herausgenommen werden kann. Eine Aufhängelasche 20 ermöglicht das Aufhängen an einen Kran.

Ein Vorschubantrieb 21 wird über eine Elektromagnetkupplung (nicht dargestellt) gesteuert. Dazu kann auch ein Schnittschaltmotor verwendet werden. Mit der Maschine sind bis zu 300 Schaltzyklen pro Minute möglich.

Bezugszeichenliste

1= Maschinengestell allgem.

2= Seitenwände von 1

3= Verbindungsplatte

4= Abdeckplatte

5= Obermesser

6= Obermesser-Träger

7= Untermesser

8= Schrauben

8a= Paßelemente

9= Lager für 10

10= Welle

11= Exzenter

12= Verstellkeile

13= Rückholfedern

14= Niederhalter

15= Kupplung für 10

16= Antrieb für 10

17= Lager für 10

18= Schwungrad

19= Kugellager auf 11

20= Aufhängelasche

21= Vorschubantrieb


Anspruch[de]
  1. 1. Maschine zur Herstellung von Streckmetall mit einem Maschinengestell, mit einem gezahnten Obermesser und einem geraden Untermesser sowie mit einem schrittweisen Vorschubantrieb für das Streckmetall, wobei das Obermesser mittels auf einer taktgesteuert angetriebenen Welle sitzender Exzenter zur Ausführung eines Schnitthubs nach unten bewegt und durch Rückholfedern nach oben bewegt wird, gekennzeichnet durch ein verschraubtes mehrteiliges Maschinengestell (1), wobei die Welle (10) mit den Exzentern (11) samt einer als Antriebsträger dienenden Maschinen- Abdeckplatte (4) komplett austauschbar ausgebildet ist.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verstellkeile (12) zwischen den Exzentern (11) und einem Obermesser-Träger (6).
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellkeile (12) durch Schrittmotoren gesteuert werden.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle Schrauben (8) für die Verschraubung der Teile des Maschinengestells (1) einander gleich sind.






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