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Dokumentenidentifikation DE4235167C2 03.12.1998
Titel Druckkopf mit LED-Anordnung sowie Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder Rohm Co. Ltd., Kyoto, JP
Erfinder Ogata, Hiromi, Kyoto, JP;
Teshiba, Norimichi, Kyoto, JP;
Imamura, Masaya, Kyoto, JP
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner, 80801 München
DE-Anmeldedatum 19.10.1992
DE-Aktenzeichen 4235167
Offenlegungstag 29.04.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.12.1998
IPC-Hauptklasse B41J 2/45
IPC-Nebenklasse H01L 33/00   G02B 1/04   B29C 41/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Druckkopf mit LED-Anordnung, beispielsweise zur Verwendung bei einem elektrophotographischen Drucker, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Druckkopfes.

Aus der DE 34 21 914 A1 ist gemäß Fig. 2 und 3 mit zugehöriger Beschreibung Seite 9, Absatz 3 bis Seite 10, Absatz 2 und Seiten 11 ff eine Einrichtung zum Korrigieren von Luminanzabweichungen bei einem optischen Druckkopf mit lichtemittierenden Punkten (LEDs) sowie ein Verfahren zu deren Herstellung offenbart. Bei diesem vorbekannten optischen Druckkopf werden die luminanzstärkeren LEDs durch einen vorgeschalteten Filter gedämpft, dessen Lichtdurchlässigkeitsfaktoren umgekehrt proportional zur Luminanz des entsprechenden lichtemittierenden Punktes ist. Dieser Filter wird aus entsprechend photoempfindlichem Material durch Belichtung mit dem zugeordneten optischen Druckkopf hergestellt. Das Vorsehen von einzelnen LED-Chips, Steuer-ICs und einer Kunstharzbeschichtung auf den LED-Chips ist dieser Druckschrift nicht unmittelbar zu entnehmen.

Die US 49 56 684, insbesondere Fig. 1 und 3 mit zugehöriger Beschreibung Spalten 4 ff offenbart einen LED-Druckkopf, bei dem die Randbereiche der einzelnen LEDs durch eine SiN-Beschichtung in ihrer Luminanz verstärkt werden, um einen verringerten Kontrast zwischen belichteten Punkten und deren Übergangsbereichen zu erzielen. Diese Beschichtung wird durch ein CVD-Verfahren und photolithographische Methoden aufgebracht.

Aus dem "Abstract" der JP 1-150 559 A mit zugehöriger Figur ist ein kompakt aufgebauter LED-Druckkopf bekannt, bei dem ein transparenter Oxidfilm vor den LEDS Mikrolinsen beinhaltet, die das emitierte Licht auf der Phototrommel in den einzelnen Punkten bündeln.

In der JP 2-286 358 A ist im "Abstract" nebst zugehöriger Figur ein weiterer kompakter optischer Druckkopf offenbart, bei dem auf der einen Seite des transparenten Kopfsubstrates die lichtemittierenden Elemente und auf der anderen Seite des Kopfsubstrates jeweils gegenüber Mikrolinsen zum Bündeln des Lichtes angeordnet sind.

In der JP 2-1 84 446 A ist ein Druckkopf mit einer LED-Anordnung offenbart, die ein Kopfsubstrat aufweist, das eine Anordnung von Halbleiter-LED-Chips und eine Anordnung von Steuer-ICs trägt, die mit den entsprechenden LED- Chips über Drähte verbunden sind. Die entsprechenden LED-Chips besitzen zahlreiche lichtabgebende Abschnitte zur Schaffung einer Reihe von Lichtabgabepunkten, und die entsprechenden Punkte werden wahlweise durch die Steuer-ICs zur Lichtemission aktiviert.

Bei einem derartigen Druckkopf ist es erforderlich, die LED- Chips gemeinsam mit Ihren zugeordneten empfindlichen Komponenten zu schützen, um dadurch zu verhindern, daß die Komponenten beschädigt werden. Eine Möglichkeit eines derartigen Schutzes besteht darin, den gesamten Druckkopf in einem Schutzgehäuse unterzubringen. Die Verwendung des Schutzgehäuses führt jedoch zu einer Zunahme der Baugröße und Kosten sowie zusätzlich zu einer Verkomplizierung des Aufbaus.

Die JP 3-34475 A schlägt einen Druckkopf mit einer LED-Anordnung vor, bei dem von einer schützenden Kunstharzbeschichtung zum Abdecken von wenigstens einer Anordnung von LED-Chips Gebrauch gemacht wird. Eine derartige Anordnung eliminiert offensichtlich die Probleme, die durch die Verwendung eines sperrigen Schutzgehäuses entstehen.

Es ist jedoch bei Druckköpfen mit einer LED-Anordnung erforderlich, die Luminanz der entsprechenden Lichtabgabeabschnitte zu prüfen, um eine akzeptable Druckqualität zu gewährleisten. Falls einer oder mehrere der Lichtabgabeabschnitte unter einer minimalen Luminanzgröße liegt, muß das entsprechende LED-Chip von dem Kopfsubstrat entfernt und durch ein anderes ersetzt werden, wodurch eine Zunahme von Kosten entsteht. Wenn des weiteren eine schützende Kunstharzbeschichtung zur Abdeckung der LED-Chipanordnung hergestellt worden ist, muß die Kunstharzbeschichtung teilweise entfernt und danach nach dem Austausch eines nichtakzeptablen Chips erneut gebildet werden, was konsequenterweise eine längere Zeit erfordert als in dem Fall, in dem keine Kunstharzbeschichtung vorgesehen ist. Wenn überdies die Dicke der Kunstharzbeschichtung in Längsrichtung des Druckkopfes ungleichmäßig ist, trägt die Dickenungleichmäßigkeit der Kunstharzbeschichtung selbst zu der Ungleichmäßigkeit der Luminanzverteilung des Druckkopfes bei, wobei zusätzlich die Druckqualität verschlechtert wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckkopf mit einer LED-Anordnung, der auch bei niedriger Lichtluminaz eines oder mehrerer Lichtabgabeabschnitte eines oder mehrerer seiner LED-Chips alle Lichtpunkte mit einer für Druckzwecke ausreichenden und oberhalb einer vorbestimmten minimalen Höhe liegenden Intensität abbildet, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Druckkopfes zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe vorrichtungsseitig durch die in Patentanspruch 1 genannten Merkmale gelöst, wobei bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung den nachgeordneten Patentansprüchen 2 und 3 zu entnehmen sind. Verfahrensseitig wird diese Aufgabe jeweils durch die in Patentansprüchen 4-6 gekennzeichneten Verfahren gelöst.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht, die einen ausführungsgemäßen Druckkopf mit einer LED-Anordnung darstellt;

Fig. 2 eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 einen vergrößerten Teilschnitt entlang der Schnittlinie III-III in Fig. 1;

Fig. 4 einen Teilschnitt entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3;

Fig. 5 einen Teilschnitt entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 3;

Fig. 6 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 3, die jedoch einen modifizierten Druckkopf mit LED-Anordnung darstellt; und

Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie VII-VII in Fig. 6.

In den Fig. 1 und 2 der beigefügten Zeichnungen ist ein Druckkopf A mit einer LED-Anordnung dargestellt, der ein langgestrecktes Kopfsubstrat 1 besitzt. Das Kopfsubstrat 1 trägt eine Anordnung von Halbleiter-LED-Chips 2 und eine Anordnung von Steuer-ICs 3 in entsprechender Zuordnung zu der Anordnung der LED-Chips. Das Kopfsubstrat 1 ist weiterhin mit einer Schaltplatine 4 versehen, deren Einzelheiten nicht gezeigt sind.

Die LED-Chips 2 besitzen jeweils zahlreiche Lichtabgabeabschnitte 2a, die Anordnung der LED-Chips ist derart getroffen, daß die Lichtabgabeabschnitte 2a der jeweiligen LED-Chips in Längsrichtung des Kopfsubstrats 1 konstant beabstandet sind. Demgemäß sind durch die LED-Chips 2 eine Reihe von lichtemitierenden Punkten (Druckpunkte) geschaffen, die sich in Längsrichtung des Kopfsubstrats 1 erstrecken.

Die Lichtabgabeabschnitte 2a der jeweiligen LED-Chips sind mit den zugeordneten Steuer-ICs 3 mittels entsprechender Drahtgruppen 5 verbunden, die in einer Reihe angeordnet sind, während die Steuer-ICs 3 mit der Schaltplatine 4 durch entsprechende Gruppen von Drähten 6 verbunden sind, welche ebenfalls in einer Reihe angeordnet sind. Die Schaltplatine 4 ist zum Empfang von Steuersignalen mit einer (nicht dargestellten) externen Steuerschaltung verbunden.

Wie in den Fig. 3 bis 5 gezeigt, besitzt der Druckkopf weiterhin eine transparente Kunstharzbeschichtung 7, die die LED- Chipanordnung 2, die Steuer-IC-Anordnung 3, die Schaltplatine 4 und die entsprechenden Drahtreihen 5, 6 abdeckt. Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die Kunstharzbeschichtung 7 an Stellen, die denjenigen der Lichtabgabeabschnitte 2a entsprechen, konvexe Linsenabschnitte 8, deren Lichtluminanz niedriger als eine vorbestimmte Größe ist, wie am besten in Fig. 3 gezeigt wird. Demgemäß können die Lichtluminanz der schwächeren Lichtabgabeabschnitte 2a durch die konvexen Linsenabschnitte 8 derart intensiviert werden, daß der Druckkopf eine Luminanzverteilung vorsieht, die im wesentlichen gleichförmig über die gesamte Länge des Druckkopfes ist.

Selbstverständlich ist es nötig, die Lichtluminanz der entsprechenden Lichtabgabeabschnitte 2a der LED-Anordnung 2 vor dem Bilden der transparenten Kunstharzbeschichtung 7 zu bestimmen. Die Kunstharzbeschichtung 7 wird später abhängig von den Ergebnissen einer derartigen Luminanzbestimmung gebildet.

Die transparente Kunstharzbeschichtung 7 kann vorzugsweise unter Verwendung von Spraydüsen B, C gebildet sein, wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Düse B oberhalb der Reihe der Drähte 5 zwischen der LED- Chip-Anordnung 2 und der Steuer-IC-Anordnung 3 angeordnet, während die andere Düse C oberhalb der Reihe der Drähte 6 zwischen der Steuer-IC-Anordnung und der Schaltplatine 4 angeordnet ist. Jede der Düsen B, C kann einen Bohrungsdurchmesser d (Fig. 1) von 0,25 mm aufweisen und kann in Form von Nebel eine flüssiges Kunstharz sprayen, das ein thermisch härtbares transparentes Kunstharz, wie beispielsweise Silikonkunstharz, enthält. Das flüssige Kunstharz kann thermisch zum Aushärten getrocknet werden.

Während des Aufbringens des flüssigen Kunstharzes können die Düsen B, C fixiert gehalten sein, während das Kopfsubstrat 1 in Längsrichtung relativ zu den Düsen B, C bewegt wird, wie durch einen Pfeil P in Fig. 1 angedeutet. Alternativ ist das Kopfsubstrat 1 fixiert, während die Düsen B, C relativ zu dem Kopfsubstrat in dessen Längsrichtung bewegt werden. In jedem Fall hat sich experimentell als bevorzugt ergeben, daß die relative Bewegung zwischen dem Kopfsubstrat 1 und den Düsen B, C mit einer Geschwindigkeit von 120 mm/s vorgenommen wird, und daß den entsprechenden Düsen B, C zugeführte flüssige Kunstharz unter einem Speisedruck von 3 kg/cm2 bzw. 3 kp/cm2 steht.

Weiterhin wurde experimentell ermittelt, daß vorzugsweise das von den jeweiligen Düsen B, C zu versprayende flüssige Kunstharz eine 25°C-Viskosität (Viskosität bei 25°C) von 15-50 cp (cp: centi poise) hat. Ein derartiger Viskositätsbereich wird aus folgenden Gründen ausgewählt.

Aufgrund der Oberflächenspannung des flüssigen Kunstharzes, die von der Viskosität abhängig ist, neigt die Kunstharzbeschichtung 7 dazu, auf entsprechenden Gruppen von Drähten 5 Hügel MT zu bilden, während zwischen den entsprechenden Hügeln MT Mulden bzw. Täler VL wegen des relativ größeren Abstands zwischen den jeweiligen Gruppen von Drähten 5 gebildet werden. Demgemäß ist die Dicke der Kunstharzbeschichtung 7 an den entsprechenden Hügeln MT am größten und nimmt in Richtung auf die Täler VL und die Lichtabgabeabschnitte 2a der LED-Chipanordnung 2 ab, wie in den Fig. 3 bis 5 gezeigt. Festzuhalten ist, daß ähnliche Hügel auch bei den entsprechenden Gruppen der Drähte 6 gebildet werden, die jedoch in den Fig. 3 bis 5 nicht gezeigt sind, weil diese Hügel keinen direkten Bezug zu der Erfindung haben.

Falls die 25°C-Viskosität des flüssigen Kunstharzes oberhalb von 50 cp liegt, wird die Kunstharzbeschichtung 7 sanft geneigte Saumabschnitte D (in den Fig. 4 und 5 durch Strich-Punkt- Linien angedeutet) vor den jeweiligen Hügeln MT aufweisen, während vor den Tälern VL kein derartiger Saumabschnitt gebildet wird. Hierdurch ist die Dicke der Kunstharzbeschichtung 7 längs der Reihe der Lichtabgabeabschnitte 2a vor den Hügeln MT größer als vor den Tälern VL, wie in Fig. 3 gestrichelt angedeutet. Demgemäß wird die Luminanzungleichmäßigkeit des Druckkopfes nicht nur durch Variationen der Eigenschaften der Lichtabgabeabschnitte 2a selbst, sondern auch durch die unbeabsichtigten Dickenänderungen der Kunstharzbeschichtung längs der Reihe der Lichtabgabeabschnitte 2a verursacht.

Anders ausgedrückt ist es, falls die 25°C-Viskosität des flüssigen Kunstharzes oberhalb von 50 cp liegt, unmöglich, vor dem Herstellen der Kunstharzbeschichtung 7 zu bestimmen, wie die Luminanz der Lichtabgabeabschnitte 2a in Längsrichtung des Druckkopfes variiert. Es ist demgemäß notwendig, die Luminanz der Lichtabgabeabschnitte 2a nach Bildung der Kunstharzbeschichtung 7 zu bestimmen und einzustellen.

Wenn andererseits die 25°C-Viskosität des flüssigen Kunstharzes nicht mehr als 50 cp beträgt, verringert sich die Höhe der entsprechenden Hügel MT der Kunstharzbeschichtung 7 abrupt von den entsprechenden Berg- bzw. Hügelspitzen bzw. -kuppen in Richtung auf die Lichtabgabeabschnitte 2a aufgrund einer Verringerung der Oberflächenspannung des flüssigen Kunstharzes, wie in den Fig. 4 und 5 durch ausgezogene Linien angedeutet. Hierdurch kann erreicht werden, daß sich die Kunstharzschicht 7 mit einer im wesentlichen gleichförmigen Dicke längs der Reihe der Lichtabgabeabschnitte 2a über die gesamte Länge des Kopfsubstrats 1 erstreckt (siehe Fig. 3). Demgemäß wird die Luminanzungleichmäßigkeit des Druckkopfes nur durch die Eigenschaftsschwankungen der Lichtabgabeabschnitte 2a nicht jedoch durch unbeabsichtigte Dickenvariationen der Kunstharzbeschichtung 7 verursacht. Hierdurch wird es ermöglicht, sogar vor dem Herstellen der Kunstharzbeschichtung 7 zu bestimmen, wie die Luminanz der Lichtabgabeabschnitte 2a in Längsrichtung des Druckkopfes variiert.

Die untere Grenze (25 cp) für die Viskosität des flüssigen Kunstharzes wird gewählt, weil es zeitaufwendig ist, eine vorbestimmte Dicke zu erreichen, wenn die Viskosität des flüssigen Kunstharzes zu niedrig ist. Demgemäß ist diese untere Grenze kein absolutes Erfordernis, wenn eine längere Zeit für den Aufbringungsvorgang für das Kunstharz akzeptierbar ist.

Gemäß den in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispielen sind die konvexen Linsenabschnitte 8 gleichzeitig bei der Herstellung der Kunstharzbeschichtung selbst abhängig von den Luminanzvariationen der Lichtabgabeabschnitte 2a gebildet, die zuvor bestimmt worden sind. Genauer gesagt wird die Kunstharzbeschichtung 7 derart gebildet, daß sie eine größere Dicke T1 nur an den konvexen Linsenabschnitten 8 vorsieht, während sie ansonsten eine gleichmäßige Standarddicke T0 vorsieht.

Die konvexen Linsenabschnitte bzw. der Abschnitt 8 mit der größeren Dicke der Kunstharzbeschichtung 7 kann durch Aufbringen des flüssigen Kunstharzes mit einem höheren Durchsatz aus den jeweiligen Düsen B, C nur an den Stellen gebildet werden, die den konvexen Linsenabschnitten 8 entsprechen, wobei sich das Kopfsubstrat 1 mit einer konstanten Geschwindigkeit (beispielsweise 120 mm/s) bewegt. Alternativ können die konvexen Linsenabschnitte dadurch gebildet sein, daß die Bewegung des Kopfsubstrats 1 nur an den Stellen der konvexen Linsenabschnitte 8 verringert wird, wobei das flüssige Kunstharz mit einem konstanten Durchsatz aus den jeweiligen Düsen B, C aufgebracht wird.

Die Dicke T1 jedes konvexen Linsenabschnitts 8 kann abhängig von der besonderen Luminanz eines relevanten Lichtabgabeabschnitts 2a ausgewählt sein. Desweiteren kann der konvexe Linsenabschnitt 8 so ausgestaltet sein, daß er eine oder mehrere Lichtabgabeabschnitte 2a überdeckt.

Obgleich nicht gezeigt, kann die Kunstharzbeschichtung in zwei Schichten gebildet sein, zu denen eine erste Schicht mit einer vollständigen gleichförmigen Dichte und eine zweite Schicht gehören, die teilweise eine größere Dicke an jedem der konvexen Linsenabschnitte 8 aufweisen. In diesem Fall kann die Luminanzbestimmung bezüglich der lichtabgebenden Abschnitte 2a der LED- Chipanordnung 2 entweder vor oder nach dem Herstellen der ersten Schicht vorgenommen werden.

Die Fig. 6 und 7 zeigen einen modifizierten Druckkopf mit einer LED-Anordnung. Dieser modifizierte Druckkopf unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen Druckkopf nur dadurch, daß transparente konvexe Linsenabschnitte 8a separat nach Herstellen einer transparenten Kunstharzbeschichtung 7, die eine gleichförmige Dicke längs einer Reihe von Lichtabgabeabschnitten 2a aufweist, gebildet werden.

Bei der Modifikation gemäß den Fig. 6 und 7 kann die Kunstharzbeschichtung 7 im wesentlichen in derselben Weise, wie oben im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, hergestellt sein. Die konvexen Linsenabschnitte 8a können unter Verwendung einer Kunstharzzuführdüse oder einer Streichbürste gebildet werden. Das Kunstharzmaterial für die konvexen Linsenabschnitte 8a kann ähnlich dem der Kunstharzbeschichtung 7 (beispielsweise Silikonkautschuk) sein, obgleich auch ein unterschiedliches transparentes Kunstharz verwendet werden kann.

Gemäß der Modifikation in den Fig. 6 und 7 kann die Luminanz der Lichtabgabeabschnitte 2a vorzugsweise nach dem Bilden der Kunstharzbeschichtung 7 bestimmt werden. In diesem Fall kann auch den Luminanzvariationen Rechnung getragen werden, die durch Dickenunregelmäßigkeiten der Kunstharzbeschichtung 7 verursacht werden. Demgemäß ist es möglich, eine gleichförmige Luminanz über die gesamte Oberfläche des Druckkopfes selbst dann zu realisieren, wenn die Dicke der Kunstharzbeschichtung nicht exakt gleichförmig längs der Reihe der Lichtabgabeabschnitte 2a ist. Es ist weiterhin auch möglich, ein flüssiges Kunstharz mit mehr als 50 cp (25°C-Viskosität) als Material für die Kunstharzbeschichtung 7 zu verwenden, da die Luminanzeinstellung nach dem Bilden der Kunstharzbeschichtung 7 vorgenommen wird.

Es wird eine Luminanzjustierung an dem Kopfsubstrat 1 vorgenommen, indem eine oder mehrere konvexe Linsenabschnitte 8 bzw. 8a hergestellt werden. Demzufolge muß selbst dann, wenn ein bestimmter LED-Chip 2 eine oder mehrere Lichtabgabeabschnitte 2a mit unakzeptabler niedriger Luminanz aufweist, dieser besondere Chip nicht ersetzt werden. Hierdurch ist es möglich, die Produktivität zu erhöhen und die Produktionskosten bei Verwirklichung einer guten Druckqualität zu verringern.


Anspruch[de]
  1. 1. Druckkopf mit LED-Anordnung, bestehend aus:

    einem Kopfsubstrat (1), das eine Anordnung von Halbleiter- LED-Chips (2) trägt, von denen jeder zahlreiche Lichtabgabeabschnitte (2a) besitzt, wobei das Kopfsubstrat (1) außerdem eine Anordnung von Steuer-ICs (3) trägt, die in entsprechender Zuordnung zu den LED-Chips (2) angeordnet und elektrisch mit den LED-Chips (2) verbunden sind;

    einer transparenten Kunstharzbeschichtung (7), die wenigstens die LED-Chips (2) abdeckt; und aus

    einer Einrichtung (8, 8a) zum Ausgleichen der Luminanz von jedem der LED-Chips (2);

    wobei die Kunstharzbeschichtung (7) mit wenigstens einem konvexen Linsenabschnitt (8, 8a) als Luminanzausgleichseinrichtung an einer Stelle versehen ist, die einem ausgewählten Lichtabgabeabschnitt (2a) der LED-Chipanordnung (2), dessen Luminanz unterhalb einer vorbestimmten Größe liegt, zugeordnet ist.
  2. 2. Druckkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der konvexe Linsenabschnitt (8) durch dickeres Gestalten der Kunstharzbeschichtung (7) an dem Linsenabschnitt (8) vorgesehen ist.
  3. 3. Druckkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der konvexe Linsenabschnitt (8a) durch zusätzliches Aufbringen von transparentem Kunstharz auf der zuvor hergestellten transparenten Kunstharzbeschichtung (7) vorgesehen ist.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung des Druckkopfes mit einer LED- Anordnung gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:

    Bestimmen der Lichtluminanz der entsprechenden Lichtabgabeabschnitte (2a) der LED-Chipanordnung (2) vor dem Herstellen der transparenten Kunstharzbeschichtung (7); und dickeres Gestalten der transparenten Kunstharzbeschichtung (7) an wenigstens einem Abschnitt, der einem ausgewählten Lichtabgabeabschnitt (2a) der LED-Chipanordnung (2) zugeordnet ist, dessen Luminanz unterhalb einer vorgeschriebenen Größe liegt;

    wobei die transparente Kunstharzbeschichtung (7) dadurch vorgenommen wird, daß flüssiges Kunstharz mit einer 25°C- Viskosität von nicht mehr als 50 cp aufgebracht und anschließend das flüssige Kunstharz gehärtet wird;

    wobei das Aufbringen des flüssigen Kunstharzes mittels einer Düsenanordnung (B) durchgeführt wird, die oberhalb der LED-Chipanordnung (2) vorgesehen ist, wobei entweder die Düsenanordnung (B) relativ zu dem Kopfsubstrat (1) oder das Kopfsubstrat (1) relativ zu der Düsenanordnung (B) bewegt wird; und

    wobei die Bewegung der Düsenanordnung (B) oder des Kopfsubstrats (1) auf einer konstanten Geschwindigkeit gehalten wird, wobei das Aufbringen von flüssigem Kunstharz oberhalb des ausgewählten Lichtabgabeabschnitts (2a) durch die Düsenanordnung (B) mit einem größeren Durchsatz vorgenommen wird.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung des Druckkopfes mit einer LED- Anordnung gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte:

    Bestimmen der Lichtluminanz der entsprechenden Lichtabgabeabschnitte (2a) der LED-Chipanordnung (2) vor dem Herstellen der transparenten Kunstharzbeschichtung (7); und dickeres Gestalten der transparenten Kunstharzbeschichtung (7) an wenigstens einem Abschnitt, der einem ausgewählten Lichtabgabeabschnitt (2a) der LED-Chipanordnung (2) zugeordnet ist, dessen Luminanz unterhalb einer vorgeschriebenen Größe liegt;

    wobei die transparente Kunstharzbeschichtung (7) dadurch vorgenommen wird, daß flüssiges Kunstharz mit einer 25°C- Viskosität von nicht mehr als 50 cp aufgebracht und anschließend das flüssige Kunstharz gehärtet wird;

    wobei das Aufbringen des flüssigen Kunstharzes mittels einer Düsenanordnung (B) durchgeführt wird, die oberhalb der LED-Chipanordnung (2) vorgesehen ist, wobei entweder die Düsenanordnung (B) relativ zu dem Kopfsubstrat (1) oder das Kopfsubstrat (1) relativ zu der Düsenanordnung (B) bewegt wird; und

    wobei mit der Düsenanordnung (B) das flüssige Kunstharz mit einem konstanten Durchsatz aufgebracht wird, wobei die Bewegung der Düsenanordnung (B) oder des Kopfsubstrats (1) oberhalb des ausgewählten Lichtabgabeabschnitt (2a) verlangsamt wird.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung des Druckkopfes mit einer LED- Anordnung gemäß Anspruch 3, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:

    Herstellen der transparenten Kunstharzbeschichtung (7); Bestimmen der Lichtluminanz der entsprechenden Lichtabgabeabschnitte (2a) der LED-Chipanordnung (2) durch die transparente Kunstharzbeschichtung (7); und Bilden des konvexen Linsenabschnitts (8a) durch zusätzliche Abgabe von transparentem Kunstharz an wenigstens einer Stelle, die einem Lichtabgabeabschnitt (2a) derLED-Chipanordnung (2) zugeordnet ist, dessen Luminanz unterhalb einer vorbestimmten Höhe liegt;

    wobei die transparente Kunstharzbeschichtung (7) und danach die Ausbildung des konvexen Linsenabschnitts (8a) vorgenommen werden, indem flüssiges Kunstharz mit einer 25°C Viskosität von nicht mehr als 50 cp aufgebracht und danach das flüssige Kunstharz gehärtet wird; und

    wobei das Aufbringen des flüssigen Kunstharzes mittels einer Düsenanordnung (B) durchgeführt wird, die oberhalb der LED-Chipanordnung (2) vorgesehen ist, wobei entweder die Düsenanordnung (B) relativ zu dem Kopf substrat (1) oder das Kopfsubstrat (1) relativ zu der Düsenanordnung (B) bewegt wird.






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