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Dokumentenidentifikation DE19527597C2 21.01.1999
Titel System und Verfahren zur zeitlich begrenzten Energiefreischaltung wenigstens eines elektrischen oder elektronischen Gerätes
Anmelder "Good Night Inn" Motel Management GmbH, 82494 Krün, DE
Erfinder Neumann, Eva, 82494 Krün, DE
Vertreter Huss und Kollegen, 82467 Garmisch-Partenkirchen
DE-Anmeldedatum 28.07.1995
DE-Aktenzeichen 19527597
Offenlegungstag 30.01.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse G07F 17/00
IPC-Nebenklasse G07F 15/12   G07F 17/14   G07F 7/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur zeitlich begrenzten Energiefreischaltung wenigstens eines elektrischen oder elektronischen Gerätes, das sich einem durch eine Schließeinrichtung gesicherten Raum befindet.

Geräte, die gegen Entgelt eine bestimmte Zeitlang in Anspruch genommen werden, können beispielsweise dadurch für den Benutzer freigegeben werden, daß eine Bedienungsperson das Gerät einschaltet und nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer wieder abstellt, was beispielsweise durch eine Fernschaltung geschehen kann, die der Benutzer des Gerätes nicht selbst bedienen kann. Ein solches herkömmliches System erfordert zumindest zeitweilig die Anwesenheit und Aufmerksamkeit einer Bedienungsperson, was in aller Regel mit beträchtlichen Kasten verbunden ist.

Es ist auch seit langem bekannt, ein elektrisches oder elektronisches Gerät dadurch in Betrieb zu nehmen, daß Münzen in das Gerät eingeworfen werden, wodurch das Gerät für eine entsprechende Zeitdauer freigeschaltet wird. Dieses bekannte System hat die Nachteile, daß der Benutzer des Gerätes die notwendigen Münzen zur Hand haben muß, daß das sich in dem Gerät ansammelnde Geld von einer Bedienungsperson von Zeit zu Zeit entnommen werden muß, wobei in diesem Zusammenhang auch Sicherheitsprobleme auftreten, und daß der Benutzer in aller Regel zuviel eingeworfene Münzen - jedenfalls nicht vollständig - zurück erhalten kann, wenn er das Gerät nicht über die volle, durch Münzeinwurf vorgegebene Zeit in Anspruch nehmen will.

Die GB 1 494 736 offenbart ein System, mit dem Kundenkreditkarten daraufhin abgefragt werden können, ob in dem jeweiligen Kreditzeitraum der auf der Kreditkarte aufcodierte Kreditrahmen bereits ausgeschöpft ist oder ob noch der von dem Kunden gewünschte Kreditspielraum besteht. Ist das letztere der Fall, kann der erbetetene Kredit gewährt werden, wozu ein Geldausgabeautomat freigeschaltet wird.

Aus der EP 0 043 270 A1 ist bekannt, daß das Schloß eines Hotelzimmers mit Hilfe einer Magnetkarte geöffnet werden kann, auf die Datum- und Uhrzeitangaben aufcodiert sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System und ein Verfahren zur zeitlich begrenzten Energiefreischaltung eines oder mehrerer elektrischer und/oder elektronischer Geräte anzugeben, bei dem die aufgeführten Nachteile ganz oder weitgehend vermieden sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den Ansprüchen 1 und 3 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.

Gemäß der Erfindung wird die Magnetkarte dazu verwendet, eine Schließeinrichtung zu entsperren, in der sich das oder die Geräte befinden. Hierzu sind auf eine erste Spur der Magnetkarte Zeitangaben aufcodierbar, die einen durch Datum und/- oder Uhrzeit begrenzten Zeitraum angeben. Die Schließeinrichtung ist in diesem Fall mit einer Einrichtung versehen, die das jeweilige Datum und die Uhrzeit angibt, sowie mit einer Leseeinheit für die Magnetkarte, die überprüft, ob das jeweilige Datum und die jeweilige Uhrzeit in den Zeitbereich fällt, der auf die Magnetkarte aufcodiert ist. So kann beispielsweise die Magnetkarte auf der ersten Spur die Zeitangabe 1.1.1995, 13 Uhr bis 3.1.1995, 10 Uhr enthalten, was zur Folge hat, daß die Schließeinrichtung innerhalb dieses Zeitraums nach Eingabe der Magnetkarte automatisch entsperrt wird, während die Schließeinrichtung vor oder nach diesem Zeitraum auf die Magnetkarte nicht anspricht.

Mit Hilfe der Zeitangabe auf der ersten Spur der Magnetkarte läßt sich demnach beispielsweise die durch ein Schloß gesicherte Tür zu einem Raum öffnen, in dem sich das oder die elektrischen oder elektronischen Geräte befinden, die mit Hilfe derselben Magnetkarte durch außerdem aufcodierte Zeiteinheiten auf einer zweiten Spur der Magnetkarte zeitlich begrenzt in Anspruch genommen werden können.

Hierzu codiert eine zweite Magnetkartencodiervorrichtung vom Benutzer gewünschte Zeiteinheiten, in der Regel Stunden und Minuten, auf eine zweite Spur der Magnetkarte, die der Benutzer in eine Energiebox eingibt, die in dem Stromkreis des/der Geräte angeordnet ist. Solange sich auf der Magnetkarte Zeiteinheiten befinden, wird das Gerät bei in der Energiebox befindlicher Magnetkarte freigeschaltet, so daß das Gerät in Betrieb genommen werden kann. Vom Beginn der Einschaltung des Gerätes an werden auf vorbestimmte Weise Zeiteinheiten von der Magnetkarte abcodiert.

Dieses System ist für eine Vielfalt elektrischer oder elektronischer Geräte geeignet, beispielsweise für Spielgeräte, Sonnenbänke, Trimmgeräte mit elektronischer Anzeige etc. Mit besonderem Vorteil ist das System dazu vorgesehen, ein Telefon und/oder ein Fernsehgerät oder einen daran angeschlossenen Videorecorder über eine bestimmte Zeitdauer in Betrieb zu nehmen.

Das erfindungsgemäße System läßt sich mit besonderem Vorteil in einem Hotel verwenden, in dem der Hotelgast nur in der Zeit, in der er sein Hotelzimmer gebucht hat, dessen Tür von außen öffnen kann.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Zeitangaben - beispielsweise die Aufenthaltsdauer des Hotelgastes in dem Hotel- durch eine Bedienungsperson, die eine erste Magnetkartencodierstation betätigt, auf eine Spur der Magnetkarte aufcodiert. Der Benutzer der Magnetkarte, beispielsweise der Hotelgast, kann dann mit Hilfe einer zweiten Magnetkartencodierstation selbst Zeiteinheiten auf eine zweite Spur der Magnetkarte aufcodieren lassen.

Wenn er den Raum - in diesem Fall sein Hotelzimmer - mit Hilfe der Magnetkarte geöffnet hat, führt er die Magnetkarte in eine dort befindliche Energiebox ein, wodurch er eine unbegrenzte Energiefreischaltung erhält, die wieder abfällt, wenn er die Magnetkarte aus der Energiebox entnimmt. Der Gast kann nun beispielsweise ein Telefon oder einen Fernsehapparat in Betrieb nehmen, wobei auf vorbestimmte Weise während der Laufzeit des Gerätes Zeiteinheiten von der Magnetkarte abcodiert werden.

Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung können die auf der Magnetkarte verbliebenen Zeiteinheiten mit der zugehörigen Magnetkartencodiervorrichtung wieder abcodiert werden, was durch den Benutzer der Magnetkarte selbst veranlaßt werden kann.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist keine Bedienungsperson erforderlich, um bei einer gewünschten Benutzung einer oder mehrerer elektrischer oder elektronischer Geräte dieses zeitlich begrenzt freizuschalten. Dies geschieht mittels einer Magnetkarte, die der Benutzer selbst an einer Magnetkartencodierstation in dem gewünschten Umfang codieren kann. Diese Magnetkartencodierstation kann an einer leicht zu überwachenden, zentralen Stelle stehen und eine Vielzahl von Magnetkarten zur zeitlich begrenzten Freischaltung zahlreicher Geräte codieren, so daß nur noch in die zentrale Magnetkartencodierstation und nicht mehr in die Geräte selbst Münzen oder Geldscheine eingegeben werden, die von Zeit zu Zeit entnommen werden müssen. Für nicht verbrauchte Zeiteinheiten gibt die Magnetkartencodierstation den entsprechenden geldlichen Gegenwert heraus, so daß ein Benutzer nur mit den tatsächlich in Anspruch genommenen Zeiteinheiten belastet wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die rein schematisch das erfindungsgemäße Verfahren wiedergibt.

Das erfindungsgemäße System und Verfahren wird nachfolgend für die Anwendung in einem Hotelbetrieb beschrieben.

In dem Receptionsbereich des Hotels steht eine erste Magnetkartencodierstation 1, an der eine Bedienungsperson für einen ankommenden Gast eine Magnetkarte mit Zeitangaben codiert, die dem Zeitraum entsprechen, für den der Gast ein Hotelzimmer gebucht hat. Mit der so vorbereiteten Magnetkarte kann der Gast das Türschloß 3 seines Zimmers innerhalb des aufcodierten Zeitraums beliebig oft öffnen.

An einer zweiten Magnetkartencodierstation 2, die sich bevorzugt ebenfalls im Receptionsbereich des Hotels befindet und dort von der Bedienungsperson des Hotels überwacht werden kann, kann der Gast auf eine weitere Spur seiner Magnetkarte Zeiteinheiten aufcodieren, die ihm eine zeitlich begrenzte Energiefreischaltung des Telefons 5 und eines Fernsehgerätes mit Videorecorder 6 in seinem Hotelzimmer ermöglichen. Hierzu führt der Hotelgast nach Betreten seines Zimmers die Magnetkarte in eine dort befindliche Energiebox 4 ein, wodurch er während seines Zimmeraufenthaltes eine begrenzte Energiefreischaltung erhält, die wieder abfällt, wenn die Magnetkarte aus der Energiebox 4 entnommen wird.

Wenn der Hotelgast das Telefon 5 oder den Videorecorder 6 in Betrieb nimmt, werden auf vorbestimmte Weise Zeiteinheiten von der Magnetkarte in der Energiebox 4 abgebucht.

Wenn der an der Magnetkartencodierstation 1 aufcodierte Zeitraum abgelaufen ist, läßt sich das Schloß 3 mit der Magnetkarte nicht mehr öffnen. Eventuell auf der Magnetkarte verbliebene Zeiteinheiten kann der Gast durch die Magnetkartencodierstation 2 wieder abbuchen lassen.

Die Erfindung ist natürlich auch auf andere Fälle anwendbar, bei denen ein oder mehrere elektrische und/oder elektronische Geräte zeitlich begrenzt freigeschaltet werden sollen, wobei sie dann besondere Vorteile bietet, wenn dem Benutzer nur in einem vorbestimmten Zeitraum der Zugang zu dem durch eine Schließvorrichtung gesicherten Raum ermöglicht werden soll, in dem sich das Gerät oder die Geräte befindet/befinden.


Anspruch[de]
  1. 1. System zur zeitlich begrenzten Energiefreischaltung wenigstens eines elektrischen oder elektronischen Gerätes, das sich in einem durch eine Schließeinrichtung gesicherten Raum befindet, dadurch gekennzeichnet,

    daß an einer ersten Magnetkartencodiervorrichtung (1) auf eine erste Spur einer Magnetkarte Datums- und/oder Uhrzeitangaben aufcodierbar sind, wobei nach Eingabe der Magnetkarte in die Schließeinrichtung (3) diese bei Übereinstimmung der Datums- und/ oder Uhrzeitangaben mit dem aktuellen Datum und der aktuellen Uhrzeit entsperrt wird,

    daß an einer zweiten Magnetkartencodiervorrichtung (2) Zeiteinheiten auf eine zweite Spur der Magnetkarte aufcodierbar sind,

    und daß eine Energiebox (4) in dem Stromkreis des Gerätes (5, 6) angeordnet ist, die nach Eingabe der mit Zeiteinheiten codierten Magnetkarte das Gerät (5, 6) freischaltet und bei dessen Einschaltung Zeiteinheiten von der Magnetkarte abcodiert.
  2. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zeiteinheiten mit der zweiten Magnetkartencodiervorrichtung (2) abcodierbar sind.
  3. 3. Verfahren zur zeitlich begrenzten Energiefreischaltung wenigstens eines elektrischen oder elektronischen Gerätes, das sich in einem durch eine Schließeinrichtung gesicherten Raum befindet, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
    1. a) an einer ersten Magnetkartencodierstation werden Zeitangaben auf eine erste Spur einer Magnetkarte aufcodiert;
    2. b) an einer zweiten Magnetkartencodierstation werden Zeiteinheiten auf eine zweite Spur der Magnetkarte aufcodiert;
    3. c) die Magnetkarte wird in die Schließeinrichtung eingegeben, die bei Übereinstimmung der Zeitangaben mit der aktuellen Zeit entsperrt wird;
    4. d) die Magnetkarte wird aus der Schließeinrichtung entnommen;
    5. e) die Magnetkarte wird in eine Energiebox eingegeben, die das Gerät freischaltet, wenn Zeiteinheiten auf der Magnetkarte aufcodiert sind;
    6. f) während der Einschaltzeit des Gerätes werden Zeiteinheiten von der Energiebox abcodiert.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die restlichen Zeiteinheiten von der zweiten Magnetkartencodierstation abcodiert werden.






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