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Dokumentenidentifikation DE19609269C2 21.01.1999
Titel Einrichtung zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstockes auf dem Maschinentisch einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Ständerbohrmaschine
Anmelder VEAG Vereinigte Energiewerke AG, 12681 Berlin, DE
Erfinder Feiste, Rüdiger, 07338 Leutenberg, DE;
Linke, Christian, 07318 Saalfeld, DE;
Kley, Thomas, 07747 Jena, DE;
Müller, Denis, 07330 Marktgölitz, DE
DE-Anmeldedatum 28.02.1996
DE-Aktenzeichen 19609269
Offenlegungstag 04.09.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse B23Q 3/02
IPC-Nebenklasse B25B 11/00   B23B 47/28   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstockes auf dem Maschinentisch einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Ständerbohrmaschine.

Es ist bekannt, die Werkstückträger, z. B. einen Maschinenschraubstock, mittels T-Nutensteinen in den vorhandenen T- Nuten des Maschinentisches zu spannen, DD 287 895 A5. Das Einführen der Nutensteine in die T-Nuten und das Spannen des Schraubstockes ist mit einem relativ hohen Zeitaufwand verbunden, insbesondere dann, wenn der Schraubstock mit dem eingespannten Werkstück mehrmals auf dem Maschinentisch verschoben werden muß.

Um den Spannvorgang zu beschleunigen, ist nach DD 51 520 eine hydraulische Spannplatte mit senkrecht zur Spannfläche absenkbaren Spannleisten vorgesehen, in denen T-Nuten zur Aufnahme von Spannelementen liegen und unterhalb der Spannleisten ein mit diesen verbundenes Zugorgan angreift.

Gemäß DE 29 22 589 A1 ist ein Werkstückaufspanntisch mit einer Werkstückaufspannplatte und einer annähernd flächengleichen Spannplatte bekannt, wobei die Spannplatte mit den in T- Nuten angeordneten Spannelementen mittels einer Kraftübertragungseinrichtung senkrecht zur Werkstückaufspannplatte bewegbar ist.

Mit diesen bekannten Lösungen kann zwar der Spannvorgang des Werkstückträgers auf dem Maschinentisch beschleunigt werden, das Positionieren desselben auf dem Maschinentisch ist jedoch von dem Raster der vorhandenen Nuten abhängig bzw. durch diese begrenzt. Im letzteren Fall muß dann sogar noch der Maschinentisch bewegt werden.

Aus der DE-GM 71 10 713 ist eine Vorrichtung zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstocks bekannt, bei der ein längsverschieblich gelagerter Schlitten ein mit Spannnuten versehene, drehbar gelagerte Aufspannplatte trägt, wobei sowohl der Schlitten als auch die Aufspannplatte mit Hilfe von entsprechend vorgesehenen Noniusskalen und mit diesen korrespondierenden Teilstrichen maßgenau einstellbar und der Schlitten und die Aufspannplatte in jeder beliebigen Lage feststellbar sind. Allerdings sind hierbei die hohen Anforderungen an die aufwendige Herstellung und Fertigung der mit Noniusskala versehenen Verstelleinrichtungen nachteilig, was z. B. die Herstellung der gesamten Vorrichtung in einer Ausbildungsstätte durch Auszubildende mit noch geringeren Kenntnisstand unmöglich macht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstockes auf dem Maschinentisch einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Ständerbohrmaschine, so auszubilden, daß jeder mit T- Nuten versehene Maschinentisch ohne zusätzlichen Umbau nachrüstbar und der Schraubstock ohne großen Zeitaufwand in jede Position auf dem Maschinentisch bewegbar ist.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß in eine kreisförmige Grundplatte mittig eine Bohrung, um die Bohrung herum in einem Winkel von 90° zueinander versetzte Längsnuten, am oberen Rand zwei Flachnuten sowie eine dazwischenliegende Halbkreisnut und in die Unterseite am Rand eine kreisförmige Aussparung eingearbeitet sind, in der Bohrung ein mit einem T-förmigen Kopf ausgestatteter Führungszapfen angeordnet ist, der ein U-förmiges Bauteil hält, wobei zwischen dem U-förmigen Bauteil und der Grundplatte ein Kugellager sowie in der Halbkreisnut geführte Kugeln angeordnet sind, das U- förmige Bauteil an beiden Seiten mit einer durchgehenden T- Nut versehen und über die Kante der Grundplatte hinaus mit einem trapezförmigen Ansatz mit einer Gewindebohrung und einem darin angeordneten Spannhebel verlängert ist, der am unteren Ende ein in die Aussparung einrastbares Spannelement trägt, in das U-förmige Bauteil ein weiteres U-förmiges Bauteil umgekehrt eingelegt ist, wobei zwischen den Oberkanten des Bauteiles und dem Grund des Bauteiles Führungsbahnen ausgebildet sind, in dem oberen U-förmigen Bauteil jeweils im Endbereich eine Gewindebohrung vorgesehen ist, in die ein in die T-Nut des unteren Bauteiles eingesetzter Spannbolzen eingeschraubt ist und auf dem oberen U-förmigen Bauteil zwischen den Spannbolzen der Maschinenschraubstock aufspannbar ist.

In weiterer Ausbildung ist als Kugellager ein Axialrillenkugellager vorgesehen, das die Längsnuten nicht überdeckt. Die Kugeln sind in einem Lagerkäfig angeordnet, der an dem unteren U-förmigen Bauteil befestigt ist. Weiterhin ist das untere U-förmige Bauteil länger als das obere U-förmige Bauteil ausgebildet. Die Flachnuten sind mit Abflußbohrungen für die Bohrflüssigkeit versehen. Der Spannbolzen ist mit einem Spanngriff ausgestattet. In den Führungsbahnen und den Seitenflächen zwischen den U-förmigen Bauteilen sind Führungskugeln vorgesehen.

Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es möglich, bei geringem Zeitaufwand (zwei kurze Spannvorgänge) den Maschinenschraubstock mit dem Werkstück in jede beliebige Position auf dem Maschinentisch zu bringen. Jeder mit T-Nuten versehene Maschinentisch ist ohne zusätzlichen Umbau nachrüstbar.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1: die Seitenansicht der Einrichtung

Fig. 2: die Vorderansicht der Einrichtung

Fig. 3: eine Draufsicht des unteren U-förmigen Bauteiles im Halbschnitt

Die Einrichtung dient zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstockes auf dem Maschinentisch einer Ständerbohrmaschine. Sie besteht im wesentlichen aus einer kreisförmigen Grundplatte 1, einem unteren U-förmigen Bauteil 8 und einem oberen U-förmigen Bauteil 19. Die kreisförmige Grundplatte 1 ist mit einer mittigen Bohrung 5 versehen. Um die Bohrung 5 herum sind in einem Winkel von 90° zueinander versetzte Längsnuten 10 in die Grundplatte 1 eingebracht. Am oberen Rand der Grundplatte 1 sind zwei umlaufende Flachnuten 3 sowie eine dazwischenliegende Halbkreisnut 2 und in die Unterseite am Rand eine kreisförmige Aussparung 14 eingearbeitet. Die Flachnuten 3 sind mit mehreren senkrechten Abflußbohrungen 4 für die Bohrflüssigkeit versehen. In der Bohrung 5 ist ein mit einem T-förmigen Kopf 24 ausgestatteter Führungszapfen 6 angeordnet, der über eine Senkschraube 11 befestigt ist. Der Führungszapfen 6 hält ein U-förmiges Bauteil 8.

Zwischen dem U-förmigen Bauteil 8 und der Grundplatte 1 ist auf dem Führungszapfen 6 ein Kugellager 9, vorzugsweise ein Axialrillenkugellager, vorgesehen. Das Kugellager 9 überdeckt die Längsnuten 10 in der Grundplatte 1 nicht. Zur Stabilisierung und besseren Lagerung des U-förmigen Bauteiles 8 auf der Grundplatte 1 sind zwischen dem Bauteil 8 und der Grundplatte 1 vier jeweils paarweise angeordnete Kugeln 12 vorgesehen. Die Kugeln 12 sind in einem Lagerkäfig 13 angeordnet, der an dem Bauteil 19 befestigt ist und laufen in der Halbkreisnut 2.

Das U-förmige Bauteil 8 ist an beiden Seiten mit einer durchgehenden T-Nut 17 versehen und über die Kante der Grundplatte 1 hinaus mit einem trapezförmigen Ansatz 15 verlängert, in den eine Gewindebohrung 16 eingearbeitet ist (Fig. 3). In der Gewindebohrung 16 ist ein Spannhebel 21 mit einem Griff angeordnet, der am unteren Ende ein in die Aussparung 14 am unteren Rand der Grundplatte 1 einrastbares Spannelement 18 trägt.

In das untere U-förmige Bauteil 8 ist ein weiteres U-förmiges Bauteil 19 umgekehrt eingelegt. Zwischen den Oberkanten der Stege 20 des oberen Bauteiles 19 und dem Grund des unteren Bauteiles 8 sind Führungsbahnen ausgebildet. Das obere U- förmige Bauteil 19 ist kürzer ausgebildet als das untere Bauteil 8. Zur besseren Verschiebbarkeit der U-förmigen Bauteile 8 und 19 gegeneinander können zwischen den Führungsbahnen und/oder den Seitenflächen Führungskugeln vorgesehen sein. In dem oberen U-förmigen Bauteil 19 ist jeweils im Endbereich eine Gewindebohrung vorgesehen, in die ein in die T-Nut 17 des unteren Bauteiles 8 eingesetzter Spannbolzen 22 eingeschraubt ist. Der Spannbolzen 22 ist mit einem Spanngriff 23 versehen. Auf dem oberen Bauteil 19 ist zwischen den Spannbolzen 22 der Maschinenschraubstock aufspannbar.

Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:

Durch die Längsnuten 10 hindurch wird die Grundplatte 1 auf dem Maschinentisch einer Ständerbohrmaschine verspannt. Über das Kugellager 9 und die Kugeln 12 läßt sich das untere U- förmige Bauteil 8 bei gelöstem Spannhebel 21 auf der Grundplatte 1 um 360° drehen. Ist die gewünschte Position erreicht, wird das Bauteil 8 durch Betätigen des Spannhebels 21 und Einrasten des Spannelementes 18 in die Aussparung 14 gegenüber der Grundplatte 1 festgesetzt. Das obere U-förmige Bauteil 19 mit dem Maschinenschraubstock kann nun in dem unteren Bauteil 8 seitlich soweit verschoben werden, bis das Werkstück die Bearbeitungsposition erreicht hat. Dort wird durch Betätigung des Spannbolzens 22 das obere U-förmige Bauteil 19 gegen das untere U-förmige Bauteil 8 verspannt. Mit zwei kurzen Spannvorgängen kann der Schraubstock mit dem zu bearbeitenden Werkstück in jede beliebige Position auf dem Maschinentisch gebracht werden.

Bezugszeichenliste

1Grundplatte

2Halbkreisnut

3Flachnut

4Abflußbohrung

5Bohrung

6Führungszapfen

8Bauteil

9Kugellager

10Längsnut

11Senkschraube

12Kugel

13Lagerkäfig

14Aussparung

15Ansatz

16Gewindebohrung

17T-Nut

18Spannelement

19Bauteil

20Steg

21Spannhebel

22Spannbolzen

23Spanngriff

24Kopf


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Spannen und Positionieren eines Maschinenschraubstockes auf dem Maschinentisch einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Ständerbohrmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß in eine kreisförmige Grundplatte (1) mittig eine Bohrung (5), um die Bohrung (5) herum in einem Winkel von 90° zueinander versetzte Längsnuten (10), am oberen Rand zwei Flachnuten (3) sowie eine dazwischenliegende Halbkreisnut (2) und in die Unterseite am Rand eine kreisförmige Aussparung (14) eingearbeitet sind, in der Bohrung (5) ein mit einem T-förmigen Kopf (24) ausgestatteter Führungszapfen (6) angeordnet ist, der ein U-förmiges Bauteil (8) hält, wobei zwischen dem U- förmigen Bauteil (8) und der Grundplatte (1) ein Kugellager (9) sowie in der Halbkreisnut (2) geführte Kugeln (12) angeordnet sind, das U-förmige Bauteil (8) an beiden Seiten mit einer durchgehenden T-Nut (17) versehen und über die Kante der Grundplatte (1) hinaus mit einem trapezförmigen Ansatz (15) mit einer Gewindebohrung (16) und einem darin angeordneten Spannhebel (21) verlängert ist, der am unteren Ende ein in die Aussparung (14) einrastbares Spannelement (18) trägt, in das U-förmige Bauteil (8) ein weiteres U-förmiges Bauteil (19) umgekehrt eingelegt ist, wobei zwischen den Oberkanten des Bauteiles (19) und dem Grund des Bauteiles (8) Führungsbahnen ausgebildet sind, in dem oberen U-förmigen Bauteil (19) jeweils im Endbereich eine Gewindebohrung vorgesehen ist, in die ein in die T-Nut (17) des unteren Bauteiles (8) eingesetzter Spannbolzen (22) eingeschraubt ist und auf dem oberen U-förmigen Bauteil (19) zwischen den Spannbolzen (22) der Maschinenschraubstock aufspannbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kugellager (9) ein Axialrillenkugellager vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugellager (9) die Längsnuten (10) nicht überdeckt.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (12) in einem Lagerkäfig (13) angeordnet sind, der an dem U-förmigen Bauteil (8) befestigt ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das untere U-förmige Bauteil (8) länger als das obere U- förmige Bauteil (19) ausgebildet ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachnuten (3) mit Abflußbohrungen (4) versehen sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannbolzen (22) mit einem Spanngriff (23) versehen ist.
  8. 8. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Führungsbahnen zwischen den U-förmigen Bauteilen (8; 19) Führungskugeln vorgesehen sind.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den Seitenflächen zwischen den U-förmigen Bauteilen (8; 19) Führungskugeln vorgesehen sind.






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