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Dokumentenidentifikation DE19615220C2 21.01.1999
Titel Handhabungsgerät für Fässer
Anmelder Avemaria, geb. Bormet, Heike, 64390 Erzhausen, DE
Erfinder Bormet, Horst, 64689 Grasellenbach, DE
Vertreter Katscher, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 64291 Darmstadt
DE-Anmeldedatum 18.04.1996
DE-Aktenzeichen 19615220
Offenlegungstag 31.10.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse B65G 7/12
IPC-Nebenklasse B65D 25/28   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Handhabungsgerät für Fässer mit einem Rahmen, der mit einem Greifring verbunden und mittels mindestens drei Spannkrallen am Rand eines Fasses festspannbar ist, wobei eine bewegliche Spannkralle mittels einer Spanneinrichtung radial spannbar ist.

Derartige, auch als Faßgreifer bezeichnete Handhabungsgeräte werden an Fässern festgespannt, um eine einfache und sichere manuelle Handhabung der Fässer zu ermöglichen.

Bei einem bekannten Handhabungsgerät der eingangs genannten Gattung (DE-GM 92 03 609) ist die bewegliche Spannkralle mit einer Gewindestange verbunden, die mit einer am Rahmen gelagerten Spannmutter in Eingriff steht. Zum Spannen muß die Mutter so lange von Hand gedreht werden, bis die gewünschte radiale Spannstellung erreicht ist. Zum Lösen muß die Mutter in entgegengesetzter Richtung gedreht werden, bis die Spannkralle den Rand des Fasses freigibt. Sowohl das Spannen als auch das Lösen des Handhabungsgeräts ist daher verhältnismäßig umständlich und zeitraubend.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Handhabungsgerät der eingangs genannten Gattung so auszubilden, daß es einfach und schnell gespannt und gelöst werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spanneinrichtung einen am Rahmen schwenkbar gelagerten Spannhebel aufweist, der über ein Zugglied mit der beweglichen, radial verschiebbar am Rahmen geführten Spannkralle verbunden ist.

Für das Spannen und Lösen ist hierbei jeweils nur eine einzige Schwenkbewegung des Spannhebels erforderlich.

Vorzugsweise liegt der Spannhebel zwischen dem Greifring und dem Rahmen und innerhalb des vom Greifring umschlossenen Bereichs. Dadurch stört der Spannhebel bei der Handhabung des Fasses nicht; zugleich ist er gegen Beschädigungen und eine unbeabsichtigte Schwenkung geschützt. Um das Handhabungsgerät zu lösen oder zu spannen, greift die Bedienungsperson in den vom Greifring umschlossenen Bereich hinein, wo der Spannhebel angeordnet ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Spannhebel in seiner Spannstellung mittels einer Arretiereinrichtung am Rahmen arretierbar ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand weiterer Unteransprüche

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:

Fig. 1 ein Handhabungsgerät für Fässer in einem senkrechten Schnitt,

Fig. 2 eine Draufsicht auf das Handhabungsgerät nach Fig. 1,

Fig. 3 eine vergrößerte Teilansicht der beweglichen Spannkralle mit der Spanneinrichtung,

Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 und

Fig. 5 eine vergrößerte Teilansicht des Spannhebels mit der Arretiereinrichtung.

Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Handhabungsgerät 1 ist dazu bestimmt, an einem Faß 2 angebracht zu werden, das in der Zeichnung mit strichpunktierten Linien nur angedeutet ist. Das Handhabungsgerät 1 weist einen Greifring 3 auf, der von der Bedienungsperson ergriffen wird, um das Faß 2 von Hand zu bewegen, insbesondere schrägstehend zu rollen.

Der Greifring 3 ist über schräg nach innen und unten verlaufende Stege 4 mit einem im wesentlichen ringförmigen Rahmen 5 verbunden. An diesem Rahmen 5 sind zwei Spannkrallen 6 starr befestigt. Eine dritte, bewegliche Spannkralle 7 ist radial am Rahmen 5 geführt. Die Spannkrallen 6, 7 dienen dazu, das Handhabungsgerät 1 an einem nach oben und außen vorstehenden Rand 8 des Fasses 2 formschlüssig festzuspannen, um eine sichere Verbindung des Handhabungsgeräts 1 mit dem Faß 2 zu erreichen. Die Spannkrallen 6 und 7 sind vorzugsweise jeweils unter einem Winkel von 120° zueinander angeordnet.

Eine Spanneinrichtung 9 dient zur radialen Bewegung der Spannkralle 7. Die Spanneinrichtung 9 weist einen Spannhebel 10 auf, der in einem Gelenk 11 an einem Bock 12 schwenkbar gelagert ist. Der Bock 12 ist mit einem zentralen Steg 13 des Rahmens 5 verbunden.

Über ein Zugglied 14, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Bügel ausgeführt ist, ist eine im Abstand zum Gelenk 11 liegende Lagerstelle 15 des Spannhebels 10 mit einer Lasche 16 verbunden. Die Lasche 16 ist an der Oberseite einer mindestens teilweise zylindrisch ausgeführten Führungsstange 17 angebracht, die sich radial erstreckt und mit der beweglichen Spannkralle 7 verbunden ist.

Die Führungsstange 17 ist in einem nach oben offenen radialen Führungskanal 18 beweglich geführt. Der radiale Führungskanal 18 wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von einem an der Oberseite teilweise offenen Zylinder 19 gebildet, der beiderseits mit dem Rahmen 5 verschweißt ist.

Wie man aus den Fig. 1, 3 und 5 erkennt, liegen das Gelenk 11, das Lager 15 und die Lagerstelle 20 des Zuggliedes 14 an der Lasche 16 im gespannten Zustand angenähert in einer gemeinsamen horizontalen Ebene. Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Spannhebels 10 zu verhindern, kann auch vorgesehen sein, daß der Spannhebel 10 vor Erreichen seiner Spannstellung die gestreckte Totpunktlage des Spanngliedes 14 überschreitet. Statt dessen oder zusätzlich kann auch - wie in Fig. 5 gezeigt - eine Arretiereinrichtung 21 vorgesehen sein, die den Spannhebel 10 in seiner gezeigten Spannstellung am Rahmen 5 arretiert.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Arretiereinrichtung 21 einen am Spannhebel 10 gelagerten Arretierhebel 22 auf, der in die in Fig. 5 gezeigte Arretierstellung schwenkbar ist, in der er formschlüssig mit dem Rahmen 5 in Eingriff steht. Hierzu weist der Arretierhebel 22 einen Haken 23 auf, der hinter einen Anschlag 24 greift, der mit dem Rahmen 5 verbunden ist. Durch eine Feder 25, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Zugfeder ausgeführt ist und an einem mit dem Arretierhebel 22 verbundenen Arm 26 sowie am Spannhebel 10 angreift, wird der Arretierhebel 22 in seine in Fig. 5 gezeigte Arretierstellung geschwenkt und dort gehalten, um ein unbeabsichtigtes Lösen zu vermeiden. Um den Spannhebel 10 aus seiner gezeigten Spannstellung zu lösen, muß zunächst der Arretierhebel 22 gegen die Kraft der Feder 25 nach oben gezogen werden. Erst wenn der Anschlag 24 den Haken 23 freigibt, kann der Spannhebel 10 nach oben geschwenkt werden; das Zugglied 14 schiebt die mit der beweglichen Spannkralle 7 verbundene Lasche 16 radial nach außen, so daß das Handhabungsgerät 1 vom Rand 8 des Fasses 2 gelöst wird.

In Fig. 5 ist zusätzlich angedeutet, daß das gelenkig an der Lasche 16 angreifende Zugglied 14 mittels Muttern 27 längenverstellbar ist.

Es versteht sich, daß die Spannfunktion der Spanneinrichtung 9 auch erreicht werden kann, wenn der Spannhebel 10 an der mit der beweglichen Spannkralle 7 verbundenen Führungsstange 17 gelagert ist und das Zugglied 14 am Rahmen 5 gelenkig angreift. Dies stellt nur eine kinematische Umkehr der dargestellten Ausführung der Spanneinrichtung 9 dar. Ebenso ist auch eine kinematische Umkehr der Anordnung der Arretiereinrichtung 21 möglich, indem der Arretierhebel 22 am Rahmen 5 schwenkbar gelagert ist und in formschlüssigem Arretierungseingriff mit dem Spannhebel 10 tritt.


Anspruch[de]
  1. 1. Handhabungsgerät für Fässer mit einem Rahmen, der mit einem Greifring verbunden und mittels mindestens drei Spannkrallen am Rand eines Fasses festspannbar ist, wobei eine bewegliche Spannkralle mittels einer Spanneinrichtung radial spannbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung (9) einen am Rahmen (5) schwenkbar gelagerten Spannhebel (10) aufweist, der über ein Zugglied (14) mit der beweglichen, radial verschiebbar am Rahmen (5) geführten Spannkralle (7) verbunden ist.
  2. 2. Handhabungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannhebel (10) zwischen dem Greifring (3) und dem Rahmen (5) und innerhalb des vom Greifring (3) umschlossenen Bereichs liegt.
  3. 3. Handhabungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannhebel (10) in seiner Spannstellung mittels einer Arretiereinrichtung (21) am Rahmen (5) arretierbar ist.
  4. 4. Handhabungsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiereinrichtung (21) einen am Spannhebel (10) gelagerten Arretierhebel (22) aufweist, der in eine Arretierstellung schwenkbar ist, in der er formschlüssig mit dem Rahmen (5) in Eingriff steht.
  5. 5. Handhabungsgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierhebel (22) durch eine Feder (25) in seine Arretierstellung geschwenkt und gehalten wird.
  6. 6. Handhabungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der beweglichen Spannkralle (7) verbundene Führungsstange (17) in einem radialen Führungskanal (18) am Rahmen (5) geführt ist.
  7. 7. Handhabungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (17) mindestens teilweise zylindrisch ist.
  8. 8. Handhabungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (17) mit einer nach oben ragenden Lasche (16) verbunden ist, an der das Zugglied (14) gelenkig angreift.
  9. 9. Handhabungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugglied (14) längenverstellbar ist.






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