PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19621790C2 21.01.1999
Titel Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator
Anmelder Kabushiki Kaisha Kobe Seiko Sho (Kobe Steel, Ltd.), Kobe, Hyogo, JP
Erfinder Ureshino, Kashiro, Takasago, Hyogo, JP;
Takebayashi, Hiroyuki, Takasago, Hyogo, JP;
Onishi, Hisaaki, Takasago, Hyogo, JP;
Mitamura, Hisashi, Takasago, Hyogo, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 30.05.1996
DE-Aktenzeichen 19621790
Offenlegungstag 05.12.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse B29C 35/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator, bei dem sich ein Balg bzw. Heizbalg in engem Berührungskontakt mit einer Innenfläche eines Rohreifens aufweitet.

Im allgemeinen wird ein Rohreifen in eine Höhlung geladen, die durch Schließen einer oberen Form und einer unteren Form gebildet wird, und ein Heizbalg weitet sich in engem Berührungskontakt mit einer Innenfläche des Rohreifens auf, um das Ausformen des Rohreifens durchzuführen. In den letzten Jahren wird ein Zentriermechanismus in der Bauart verwendet, die automatisch einen Formhub wählt, um eine Arbeitseinsparung zu erreichen.

Insbesondere offenbart beispielsweise die Veröffentlichung JP 63-163915 U einen Zentriermechanismus, der, wie in Fig. 4 gezeigt ist, einen ersten Zylinder 54 zum Auf- und Abwärtsbewegen eines oberen Klemmmechanismus 52, einen zweiten Zylinder 55, der in Reihe unter dem ersten Zylinder 54 angeordnet ist, und ein Paar Führungsstangen 56 umfaßt, die seitlich des ersten Zylinders 54 zur Aufwärts- und Abwärtsbewegung zusammen mit dem ersten Zylinder 54 angeordnet sind. Der Zentriermechanismus führt ein Formen eines Rohreifens durch, während die Position des oberen Klemmmechanismus 52 durch eine Positioniervorrichtung 58 erfaßt wird, die am ersten Zylinder 54 zwischen den Führungsstangen 56 vorgesehen ist.

Ferner offenbart beispielsweise die Veröffentlichung JP 5-162140 A einen anderen Zentriermechanismus, der, wie in Fig. 5 gezeigt ist, einen ersten Zylinder 54 zum Auf- und Abwärtsbewegen eines oberen Klemmmechanismus 52, einen Schaft 57, in dem eine Zylinderstange 54a des ersten Zylinders 54 eingepaßt ist und der zwischen einem unteren Klemmmechanismus 53 und einem Zylindergehäuse 54b des ersten Zylinders 54 angeordnet ist, und ein Paar zweiter Zylinder 55 umfaßt, die seitlich des ersten Zylinders 54 angeordnet sind und mit einer Bodenfläche des Zylindergehäuses 54b über ein Zylinderstützelement 59 verbunden sind, das den ersten Zylinder 54 aufwärts und abwärts bewegt und das den unteren Klemmmechanismus 53 aufwärts und abwärts über den Schaft 57 und den ersten Zylinder 54 bewegt. Der Zentriermechanismus führt das Formen eines Rohreifens durch, während die Lagebeziehung zwischen dem oberen Klemmmechanismus 52 und dem unteren Klemmmechanismus 53 durch Positioniervorrichtungen 58 erfaßt wird, die am ersten Zylinder 54 in dem Schaft 57 und in einem der zweiten Zylinder 55 vorgesehen sind.

Wenn man jedoch versucht, die Positioniervorrichtung 58 zwischen den Führungsstangen 56 wie bei dem Aufbau gemäß Fig. 4 vorzusehen, oder eine Positioniervorrichtung 58 in dem Schaft 57 wie bei dem Aufbau gemäß Fig. 5 vorzusehen, ist ein komplizierter Aufbau oder eine Arbeit zum Einbau der Positioniervorrichtung 58 in einen beschränkten Raum erforderlich, woraus ein Anstieg der Kosten des Zentriermechanismus folgt. Bei der Wartung der Positioniervorrichtung 58 müssen weiter die Führungsstangen 56 und der Schaft 57, die sich von der Positioniervorrichtung 58 unterscheiden, entfernt werden, wodurch die Arbeitswirtschaftlichkeit gering wird.

Da, wenn weiterhin der erste Zylinder 54 und der zweite Zylinder 55 in Reihe wie bei dem Aufbau gemäß Fig. 4 angeordnet sind, der Zentriermechnismus eine vergleichsweise große Länge in der vertikalen Richtung hat, hat der Reifenvulkanisator, in dem der Zentriermechanismus eingebaut ist, eine vergleichsweise große Abmessung, und außerdem muß eine tiefe Grube 60 zum Unterbringen des zweiten Zylinders 55 vorgesehen werden, woraus ein Anstieg der Kosten folgt, die für ein Gebäude oder für ein Fundamentmauerwerk erforderlich sind.

Wenn andererseits die zweiten Zylinder 55 seitlich des ersten Zylinders 54 wie bei dem Aufbau gemäß Fig. 5 angeordnet sind, kann der Zentriermechanismus in der vertikalen Richtung im Vergleich mit dem, bei dem der erste Zylinder 54 und der zweite Zylinder 55 in Reihe angeordnet sind, kurz ausgebildet werden. Da jedoch das Zylinderstützelement 59 an der Bodenfläche des ersten Zylinders vorgesehen ist und außerdem der erste Zylinder 54 und die zweiten Zylinder 55 parallel zueinander über das Zylinderstützelement 59 angeordnet sind, muß eine so breite Grube 60 vorgesehen werden, daß der erste Zylinder 54 und die zweiten Zylinder 55 darin untergebracht werden können. Folglich können die Kosten nicht hinreichend verringert werden, die für ein Fundamentmauerwerk erforderlich sind.

Durch die Veröffentlichung DE-OS 22 50 702 ist ein Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator bekannt. Dieser bekannte Zentriermechanismus weist einen Zylinder auf, der zum Auf- und Abwärtsbewegen eines oberen Klemmechanismus dient. Dieser Zylinder ist stationär angeordnet und seinerseits nicht bewegbar. Zur Erfassung des Hubbetrags des Zylinders dient ein außerhalb des Zylinders angeordneter Magnetsensor, der durch den Kolben des Zylinders betätigt wird. Diese Anordnung ist zum Erfassen des Hubbetrags des Zylinders ungeeignet, wenn der Zylinder seinerseits auf- und abwärts bewegt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator zu schaffen, bei dem der Aufbau und die Arbeit zum Einbauen einer Positioniervorrichtung vereinfacht sind, um die Kosten zu verringern und die Arbeitswirtschaftlichkeit bei der Wartung zu verbessern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Zentriermechanismus gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Der Zentriermechanismus kann vorzugsweise so aufgebaut sein, daß der zweite Zylinder parallel zu dem ersten Zylinder angeordnet ist und mit einer Seitenfläche eines Zylindergehäuses des ersten Zylinders über ein Zylinderstützelement verbunden ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator kann, da die Erfassungseinrichtung den Hubbetrag des ersten Zylinders von dem Hubabschnitt des Hubauslegers erfaßt, der vorzugsweise außerhalb des Schafts bleibt, die Erfassungseinrichtung in einem Raum außerhalb des Schafts angeordnet. Im Vergleich mit dem Fall, in dem die Erfassungseinrichtung in einem beschränkten Raum in einem Schaft wie beim herkömmlichen Zentriermechanismus angeordnet ist, um den Hubbetrag zu erfassen, kann entsprechend der Aufbau und die Arbeit zum Einbauen der Erfassungseinrichtung in den Zentriermechanismus vereinfacht werden und die Arbeitswirtschaftlichkeit bei der Wartung kann verbessert werden.

Wenn der zweite Zylinder mit der Seitenfläche des Zylindergehäuses des ersten Zylinders über das Zylinderstützelement verbunden ist, kann weiterhin die Fläche der Grube so gewählt werden, daß sie im Unterschied zum herkömmlichen Zentriermechanismus, bei dem ein Zylinderstützelement mit einer Bodenfläche eines Zylindergehäuses verbunden ist, nur dem ersten Zylinder entspricht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 ist eine vertikale Teilschnittansicht, die einen erfindungsgemäßen Zentriermechanismus zeigt;

Fig. 2 ist eine vertikale Teilschnittansicht, die eine abgewandelte Form des erfindungsgemäßen Zentriermechanismus zeigt;

Fig. 3 ist eine vertikale Teilschnittansicht, die eine andere abgewandelte Form des erfindungsgemäßen Zentriermechanismus zeigt;

Fig. 4 ist eine schematische Ansicht, die einen allgemeinen Aufbau eines herkömmlichen Zentriermechanismus zeigt; und

Fig. 5 ist eine schematische vertikale Schnittansicht eines anderen herkömmlichen Zentriermechanismus.

Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 beschrieben.

Der Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator führt das Formen durch, während ein Balg bzw. Heizbalg 5 in engem Berührungskontakt mit einer Innenfläche eines Rohreifens 22 ist, der dorthin durch eine Ladevorrichtung 21 transportiert wird. Der Zentriermechanismus umfaßt einen oberen Klemmring 3 und einen oberen Wulstring 4, die als ein oberer Klemmmechanismus zum Halten einer oberen Kante des Heizbalgs 5 dienen. Er umfaßt ferner einen unteren Klemmring 3 und einen unteren Wulstring 7, die als unterer Klemmmechanismus zum Halten eines unteren Kantenabschnitts des Heizbalgs dienen. Ein Mittenständer 2 ist an seinem oberen Endabschnitt an einem Mittenabschnitt des oberen Klemmrings 3 befestigt. Der Mittenständer 2 erstreckt sich nach unten in einer vertikalen Richtung und hat einen unteren Endabschnitt, der mit einer Zylinderstange 1a eines ersten Zylinders 1 verbunden ist. Der erste Zylinder 1 bewegt seine Zylinderstange 1a aufwärts und abwärts, um den oberen Klemmring 3 über den Mittenständer 2 aufwärts und abwärts zu bewegen. Weiterhin verhindert der Mittenständer 2 beim Vulkanisationsformen, daß Hitze direkt über die Zylinderstange 1a übertragen wird.

Außerdem ist ein Schaft 8 an seinem oberen Endabschnitt an dem unteren Klemmring 6 befestigt. Der Schaft 8 ist in zylindrischer Form ausgebildet, so daß der Mittenständer 2 und die oben beschriebene Zylinderstange 1a in dem Schaft 8 einpassbar sind. Der Schaft 8 ist auf einer Zylinderführung 9 gelagert, so daß er sich vertikal bewegt, die wiederum an einem Grundrahmen 11 befestigt ist. Der Schaft 8 erstreckt sich in der vertikalen Richtung.

Ein Schaftstützelement 10 in der Form einer Scheibe ist fest an einem unteren Endabschnitt des Schafts 8 montiert und an einer oberen Fläche eines Zylindergehäuses 1b des ersten Zylinders 1 befestigt. Das Schaftstützelement 10 hat ein Loch 10a zum Einfügen einer Stange, das in seinem Mittenabschnitt ausgebildet ist. Die Zylinderstange 1a des ersten Zylinders 1 ist in das Loch 10a zum Einfügen der Stange eingepaßt, so daß sie sich vertikal bewegt. Außerdem ist ein Loch 10b in einem in Durchmesserrichtung äußeren Abschnitt des Schaftstützelements 10 ausgebildet, und ein Hubabschnitt 12a eines Hubauslegers 12, der zu einer Positionserfassungseinrichtung gehört, verläuft vertikal bewegbar durch das Loch 10b.

Der Hubabschnitt 12a des Hubauslegers 12 hat einen oberen Endabschnitt, der zur Zylinderstange 1a umgebogen ist und an der Zylinderstange 1a befestigt ist. Der Hubabschnitt 12a erstreckt sich nach unten parallel zu dem ersten Zylinder 1 von innerhalb des Schaftes 8 und hat einen unteren Endabschnitt, der nach außen weg von dem äußeren Umfang des Zylindergehäuses 1b gebogen ist. Ein Magnet 13, der ebenfalls zu der Positionserfassungseinrichtung zur Erfassung eines Hubbetrages des ersten Zylinders 1 gehört, ist an einem unteren Endabschnitt 12c des Hubabschnitts 12a des Hubauslegers 12 vorgesehen, so daß, während der Hubabschnitt 12a des Hubauslegers 12 zusammen mit der Zylinderstange 1a in den Schaft 8 vorgetrieben wird, der Hubbetrag des ersten Zylinders 1 durch den Magneten 13 des Hubabschnitts 12a außerhalb des Schafts 8 erfaßt werden kann.

Der Magnet 13 ist in der Nähe eines Liniensensors 14 der Positionserfassungseinrichtung angeordnet, der parallel zur Bewegungsrichtung des Hubauslegers 12 angeordnet ist. Der Liniensensor 14 ist auf dem Zylindergehäuse 1b des ersten Zylinders 1 über ein Sensorstützelement 15 in einem ortsfesten Zustand gegenüber dem ersten Zylinder 1 vorgesehen. Folglich kann der Liniensensor 14 den Hubbetrag des ersten Zylinders 1 erfassen, indem die Position des Magneten 13 erfaßt wird, der sich zusammen mit der Zylinderstange 1a aufwärts und abwärts bewegt. Der Liniensensor 14 gibt den so erfaßten Hubbetrag als ein erstes Hubsignal zu einer Regeleinheit 20 aus.

Da bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die Erfassungseinrichtung auf diese Weise in einem großen Raum außerhalb des Schafts angeordnet werden kann, kann ein Mechanismus und die Arbeit zum Einbauen der Erfassungseinrichtung in den Zentriermechanismus vereinfacht werden, um die erforderlichen Kosten zu verringern und die Arbeitswirtschaftlichkeit bei der Wartung im Vergleich mit dem herkömmlichen Zentriermechanismus zu verbessern.

Weiter ist ein Vorsprungsabschnitt 1c an einer Seitenfläche des Zylindergehäuses des ersten Zylinders 1 ausgebildet. Der Vorsprungsabschnitt 1c ist an einer derartigen Position ausgebildet, daß der Vorsprungsabschnitt 1c über einer Grube 23 angeordnet ist, wenn sich der erste Zylinder 1 in seine unterste Position bewegt. Der Vorsprungsabschnitt 1c ist mit einem Zylinderstützelement 16 zum Stützen des ersten Zylinders 1 verbunden. Das Zylinderstützelement 16 ist als eine ebene Platte ausgebildet, in der ein erstes Durchgangsloch 16a und ein zweites Durchgangsloch 16b so ausgebildet sind, daß das Zylindergehäuse 1b, der Liniensensor 14 usw. hindurchtreten können.

Zylinderstangen 17a eines Paars zweiter Zylinder 17, die parallel zu dem ersten Zylinder 1 angeordnet sind, sind mit den entgegengesetzten Enden des Zylinderstützelements 16 verbunden. Die zweiten Zylinder 17 sind paarweise an einer linken und rechten Stelle bezüglich des ersten Zylinders 1 an dem Grundrahmen 11 befestigt, so daß, wenn die Zylinderstangen 17a vorgetrieben werden (nach unten bewegt werden), der erste Zylinder 1 über das Zylinderstützelement 16 nach unten bewegt wird, aber, wenn die Zylinderstangen 17a zurückgezogen werden (nach oben bewegt werden), der erste Zylinder 1 über das Zylinderstützelement 16 nach oben bewegt wird.

Da bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel die zweiten Zylinder auf diese Weise parallel zu dem ersten Zylinder angeordnet sind, kann der Zentriermechanismus kürzer in der vertikalen Richtung ausgebildet werden, als in dem Fall, in dem der erste Zylinder und der zweite Zylinder in Reihe angeordnet sind. Da weiterhin die zweiten Zylinder mit der Seitenfläche des Zylindergehäuses des ersten Zylinders über das Zylinderstützelement verbunden sind, besteht der Vorteil des vorliegenden Ausführungsbeispiels darin, daß die Fläche der Grube so gewählt werden kann, daß sie nur dem ersten Zylinder entspricht. Folglich können die für ein Fundamentmauerwerk erforderlichen Kosten im Vergleich mit dem alternativen Aufbau, bei dem das Zylinderstützelement mit der Bodenfläche des Zylindergehäuses wie beim herkömmlichen Zentriermechanismus verbunden ist, verringert werden.

Der Betrieb des Zentriermechanismus mit dem oben beschriebenen Aufbau wird nun beschrieben.

Da der Zentriermechanismus nach unten von dem Grundrahmen 11 vorsteht, wird zunächst zum Aufbau des in einem Reifenvulkanisator vorgesehenen Zentriermechanismus die Grube 23 ausgegraben, so daß ein unterster Abschnitt des Zentriermechanismus tiefer als die Aufbaufläche des Reifenvulkanisators angeordnet werden kann. In diesem Fall ist der erste Zylinder 1 durch das Zylinderstützelement 16 gelagert, das mit dem Vorsprungsabschnitt 1c verbunden ist. Das Zylinderstützelement 16 ist von oben durch die zweiten Zylinder 17 gelagert, die parallel zu dem ersten Zylinder 1 angeordnet sind. Da nur der erste Zylinder 1 des Zentriermechanismus in einem nach unten vorstehenden Zustand ist und der Zentriermechaismus relativ kurz in der vertikalen Richtung ist, kann entsprechend eine flache Grube mit einer kleinen Fläche entsprechend dem ersten Zylinder 1 als die Grube 23 ausgegraben werden.

Um das Formen durchzuführen, treibt dann der erste Zylinder 1 seine Zylinderstange 1a aufwärts, um den oberen Klemmring 3 über den Mittenständer 2 anzuheben. Folglich wird der obere Klemmring 3 durch den ersten Zylinder 1 angehoben, bis er eine vorbestimmte Höhenposition erreicht. Die Steuerung des ersten Zylinders 1 erfolgt durch die Regeleinheit 20 aufgrund des ersten Hubsignals vom Liniensensor 14. Entsprechend weitet sich der durch den unteren Klemmring 6 und den unteren Wulstring 7 gehaltene Heizbalg in der nach oben zeigenden Richtung auf, so daß er einen Durchmesser hat, der kleiner als der Innendurchmesser eines Rohreifens 22 ist.

Dann wird ein Rohreifen 22 durch eine Ladevorrichtung 21 heran transportiert und von oben über den Heizbalg 5 bewegt. Wenn der Rohreifen 22 sich nach unten im wesentlichen zu einer Position der Höhe der Mitte des Heizbalgs 5 in dem aufgeweiteten Zustand bewegt, wird die Abwärtsbewegung gestoppt, und dann wird ein Druckgas wie beispielsweise Dampf in den Heizbalg 5 zugeführt. Dann zieht der erste Zylinder 1 seine Zylinderstange 1a zurück, um den oberen Klemmring 3 abwärts zu bewegen. Folglich wird der Heizbalg 5 in Berührungskontakt mit einer Innenfläche des Rohreifens 22 gebracht, während dieser allmählich aufgrund des Drucks des Druckgases nach außen gekrümmt verformt wird, so daß das Formen des Rohreifens 22 ausgeführt wird.

Zur Inspektion oder Reparatur des Liniensensors 14 und des Magneten 13 zum Erfassen des Hubbetrags des ersten Zylinders 1 wird nachfolgend der Zustand des Liniensensors 14 durch einen Bediener überwacht. Da in diesem Fall der Liniensensor 14 außerhalb des ersten Zylinders 1 und des Grundrahmens 11 angeordnet ist, kann der Bediener den Liniensensor 14 ausreichend beobachten, und zwar selbst von der Außenseite des ersten Zylinders 1. Entsprechend kann ein abnormer Zustand wie beispielsweise ein Schaden unmittelbar herausgefunden werden. Wenn ein abnormer Zustand herausgefunden wird, kann der fehlerhafte Liniensensor 14 oder Magnet 13 in dem großen Raum außerhalb des ersten Zylinders 1 ausgetauscht werden.

Während bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Hubbetrag des ersten Zylinders 1 unter Verwendung des Liniensensors 14 und des Magneten 13 erfaßt wird, ist festzuhalten, daß die Einrichtung zum Erfassen des Hubbetrags nicht im besonderen darauf beschränkt ist. Wie aus Fig. 2 zu erkennen ist, kann insbesondere der Hubbetrag durch ein Paar Erfassungsschalter 27 erfaßt werden, die jeweils die Form eines Grenzschalters oder eines kontaktlosen Schalters haben und an Positionen angeordnet sind, die der untere Endabschnitt 12c des Hubauslegers 12 erreicht, wenn der Hubbetrag des ersten Zylinders 1 einen Maximalwert und einen Minimalwert ergibt. Der Hubbetrag kann auch durch Erfassung mittels eines Drehcodierers (Drehpositionsdetektor) erfaßt werden, der in Fig. 3 gezeigt ist, wobei ein Drehwinkel eines Ritzels 25 erfaßt wird, das mit einer Zahnstange 24 kämmt, die auf dem Hubabschnitt 12a des Hubauslegers 12 vorgesehen ist, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Außerdem kann ein Potentiometer oder eine magnetische Skala anstelle eines Liniensensors eingesetzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Zentriermechanismus für einen Reifenvulkanisator mit einem Balg (5) mit folgenden Bauteilen:
    1. 1. oberer Klemmmechanismus (3, 4), zum Halten eines oberen Kantenabschnitts des Balges (5);
    2. 2. unterer Klemmmechanismus (6, 7), zum Halten eines unteren Kantenabschnitts des Balges (5);
    3. 3. erster Zylinder (1) zum Bewegen des oberen Klemmmechanismus (3, 4) durch Auf- und Abwärtsbewegung seiner Zylinderstange (1a);
    4. 4. Schaft (8) zur Stützung des unteren Klemmmechanismus (6, 7), durch den sich die Zylinderstange (1a) des ersten Zylinders (1) erstreckt;
    5. 5. zweiter Zylinder (17) zum Auf- und Abwärtsbewegen des ersten Zylinders (1);
    6. 6. Positionserfassungseinrichtung (12, 13, 14, 24, 25, 26, 27) zum Erfassen eines Hubbetrags des ersten Zylinders (1) mit einem an der Zylinderstange (1a) befestigten Hubausleger (12), der einen Hubabschnitt (12a) aufweist, der sich nach unten parallel zum ersten Zylinder (1) erstreckt, und mit einer Erfassungseinrichtung (13, 14, 24, 25, 26, 27), mit der der Hubbetrag des ersten Zylinders (1) erfaßt wird.
  2. 2. Zentriermechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubabschnitt (12a) des Hubauslegers (12) innerhalb des Schaftes (8) an der Zylinderstange (1a) befestigt ist und aus dem Schaft (8) nach unten herausragt.
  3. 3. Zentriermechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung (13, 14) ein Liniensensor (14) ist, der parallel zu der Richtung verläuft, in der sich der Hubausleger (12) bewegt.
  4. 4. Zentriermechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung (27) ein Paar Erfassungsschalter (27) umfaßt, die an Positionen angeordnet sind, die der untere Endabschnitt des Hubauslegers (12) erreicht, wenn der Hubbetrag des ersten Zylinders (1) einen Maximalwert und einen Minimalwert annimmt.
  5. 5. Zentriermechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassungseinrichtung (24, 25, 26) folgende Bauteile umfaßt:

    eine Zahnstange (24), die am Hubabschnitt (12a) des Hubauslegers (12) angeordnet ist;

    ein Ritzel (25), das mit der Zahnstange (24) kämmt; und

    eine Drehpositionserfassungseinrichtung (26), zum Erfassen eines Drehwinkels des Ritzels (25).
  6. 6. Zentriermechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Zylinder (17) parallel zu dem ersten Zylinder (1) angeordnet ist und mit einer Seitenfläche eines Zylindergehäuses (1b) des ersten Zylinders (1) über ein Zylinderstützelement (16) verbunden ist.
  7. 7. Zentriermechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zylinderstützelement (16) mit der Seitenfläche des Zylindergehäuses (1b) des ersten Zylinders (1) an einer solchen Stelle verbunden ist, daß das Zylinderstützelement (16) über einer Grube (23) angeordnet ist, wenn sich der erste Zylinder (1) in seine unterste Position bewegt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com