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Dokumentenidentifikation DE19651090C2 21.01.1999
Titel Befestigungsvorrichtung
Anmelder Lys Fusion S.p.A., Hone, Aoste, IT
Erfinder Cau, Pietro, Turin/Torino, IT
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 09.12.1996
DE-Aktenzeichen 19651090
Offenlegungstag 12.06.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse F16L 3/237
IPC-Nebenklasse F16L 3/04   B60R 11/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung aus synthetischem Harz zum Befestigen von Leitungen oder Rohren an einem tragenden Bauteil nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art ist aus DE 85 29 669 U1 bekanntgeworden. Der einteilige Körper aus Kunststoffmaterial liegt satt gegen die zugeordnete Fläche des tragenden Bauteils an. Schwingungen des tragenden Bauteils werden mithin auch auf die Leitungen und/oder Rohre übertragen, die vom Körper gehalten werden und umgekehrt.

Ähnliche Befestigungsvorrichtungen sind aus DE 36 03 293 C2 und DE 30 29 975 bekanntgeworden. In beiden Fällen liegt die Haltehülse im wesentlichen satt gegen die Wandung des zylindrischen Durchgangs an. Auch hierdurch besteht die Gefahr der Schwingungsübertragung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von Leitungen und Rohren an einem tragenden Bauteil zu schaffen, welche die Übertragung von Schwingungen von Bauteilen auf die Leitungen und umgekehrt weitgehend verhindert.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung ist dem synthetischen Kunstharz, aus dem die Teile der Befestigungsvorrichtung bestehen, mit einem Elastomer versetzt. Dadurch wird ein ausreichendes elastisches Verhalten erzeugt.

Ein weiteres Merkmal besteht darin, den Außendurchmesser der Haltehülse kleiner zu machen als den Innendurchmesser des zylindrischen Durchgangs. Auch dadurch werden Schwingungen vom Stehbolzen auf die Befestigungsvorrichtung und umgekehrt nur minimal übertragen. Schließlich wird bei der Erfindung ein konischer Pufferabschnitt vorgesehen, der an der Wand des Trägerbauteils zur Anlage kommt und für eine Dämpfung von Schwingungen Sorge trägt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt teilweise im Schnitt eine Befestigungsvorrichtung nach der Erfindung.

Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Darstellung nach Fig. 1 entlang der Linie II-II.

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf die Befestigungsvorrichtung nach Fig. 1.

Fig. 4 zeigt eine Untersicht der Befestigungsvorrichtung nach Fig. 1.

1 bezeichnet in den Zeichnungen eine vollständige Befestigungsvorrichtung, die einen Körper 2 aufweist sowie eine Haltehülse 3, die kraftschlüssig auf einen Stehbolzen (nicht dargestellt) aufgesetzt wird, der integral von einem tragenden Bauteil vorspringt, z. B. mit ihm elektroverschweißt ist, wie z. B. einem Fahrzeugrahmen oder seiner Unterseite (in Fig. 1 schematisch bei 4 angedeutet), an dem eine oder mehrere Leitungen, z. B. Bremsöl- und/oder Benzinleitungen des Fahrzeugs, befestigt werden sollen.

Der Körper 2 weist einen zentralen Abschnitt 5 mit einem zylindrischen Durchgang 6 auf, in den die Hülse 3 eingesetzt wird, sowie zwei entgegengesetzte laterale Aufnahmeabschnitte 7 und 8, die jeder so gestaltet sind, daß ein jeweiliger halbgeschlossener Sitz 10 mit einer Einführöffnung 11 zum Einsetzen eines Rohrs 14 gebildet ist. Jeder Sitz 10 weist einen im wesentlichen zylindrischen Raum auf, der an beiden Seiten offen ist und lateral teilweise durch den zentralen Abschnitt 5 und teilweise an der äußeren Seite durch eine biegsame, elastische Wand 16 begrenzt ist, die nachgibt, um ein Einsetzen eines Rohrs 14 durch die Einführöffnung 11 zu gestatten.

Der Körper 2 ist in Form eines einzelnen, einteiligen Körpers 40 herstellt, der aus einem synthetischen Kunststoffmaterial (Harz) gegossen ist, dem ein Elastomer mit ähnlichen chemikalischen Eigenschaften wie das synthetische Kunststoffharz beigemischt ist, um ein elastisches, wiewohl relativ starres Material mit einer ihm eigenen hohen Fähigkeit zur Schwingungsdämpfung zu erhalten.

Elastische Vorsprünge 17 sind innerhalb jedes Raums im Aufnahmeabschnitt 7, 8 geformt, um diskontinuierlich Umfangsabschnitte des Rohrs zu stützen und so die im Rohr induzierte Schwingung zu dämpfen und zu verhindern, daß sie auf das Bauteil übertragen wird.

Innerhalb jedes Raums liegen sich die Vorsprünge bezüglich einer Ebene A-A parallel zur Achse des Durchgangs 6 paarweise gegenüber. In der dargestellten Ausführungsform erstrecken sich erste Vorsprünge 17b, 17a aufeinander zu und sind am zentralen Abschnitt 5 bzw. an der Wand 16 angebunden. Sie liegen nahe einer Wand 18, die der Einführöffnung 11 gegenüberliegend die Oberseite des Sitzes 10 verschließt (Fig. 1). Ein zweites Paar Vorsprünge weist zwei symmetrische Arme 17d, 17c auf, die sich vom Ende 19 der Wand 16 bzw. vom zentralen Abschnitt 5 erstrecken und die zu den Vorsprüngen 17a, 17b hin konvergieren, so daß ihre äußeren Flächen 20 und 21 die Einführöffnung 11 bilden. Jenseits eines engsten Abschnitts 22 der Einführöffnung 11 weisen die Arme 17c, 17d jeweils gekrümmte Abschnitte 23 zum Einschließen eines äußeren Flächenabschnitts des Rohrs 14 auf, und jeder Arm 17c, 17d endet in einer Kreiskante 24, die im Durchmesser größer ist als die Breite des benachbarten engsten Abschnitts 22, so daß das Rohr durch elastisches Verformen der Vorsprünge 17 an sechs bestimmten Umfangspunkten elastisch abgestützt ist, die von den Enden der Vorsprünge 17a, 17b, den Enden der Arme 17c, 17d und zwei Kanten 26, 27 gebildet sind, die den engsten Abschnitt der Einführöffnung 11 begrenzen.

Die Biegsamkeit der Vorsprünge 17a, 17b in Verbindung mit den gekrümmten Abschnitten 23 der Arme 17c, 17d gestattet es, daß Rohre verschiedener Durchmesser in die Sitze 10 eingesetzt werden, während die konvergierenden Arme 17c, 17d dafür sorgen, daß wirkungsvoll verhindert wird, daß die Rohre sich aus dem Sitz herausarbeiten.

Auf der zum tragenden Bauteil 4 gerichteten Seite ist der zentrale Abschnitt 5 nach außen durch einen flachen Abschnitt 28 begrenzt, der das Ausgangsende des Durchgangs 6 umgibt, um den herum ein biegsames Pufferelement 29 gebildet ist, das saugnapfartig mit einer kontinuierlichen Wand gebildet sein kann. Im gezeigten Fall ist die Wand 30 in Segemente 31 unterteilt.

Das Pufferelement 29 sorgt für weiteres Dämpfen von Schwingungen, besonders von denen, die im/durch den Rahmen induziert sind, indem das Pufferelement einerseits selbst dazwischenliegt und den direkten Kontakt zwischen dem Bauteil und dem Körper 2 verhindert. Die elastischen Dämpfungseigenschaften des elastomeren Stoffs und die besondere Formgebung unterstützen die Wirkung.

Der Durchmesser des Schafts 32 der Hülse 3 ist kleiner als der Durchmesser des Durchgangs 6, so daß das Halten ausschließlich durch Kontakt zwischen dem Rand 33 eines Kopfs 34 und einem ringförmigen Abschnitt 35 des zentralen Abschnitts 5 bewirkt wird, der den Durchgang 6 am gegenüberliegenden Ende des flachen Abschnitts 28 umgibt, so daß keine Querschwingung auf den Körper 2 durch Berührung mit der lateralen Fläche des Schafts 32 übertragen wird, wenn die Hülse 3 an den Rahmen angefügt wird, während Axialschwingungen durch das Pufferelement 29 absorbiert werden, das durch den von Kopf 34 ausgeübten Druck vorgespannt ist, was seine Wirksamkeit weiter erhöht.

Die Haltehülse 3 weist eine Anzahl innerer axialer Rippen zum besseren Halt des Stehbolzens auf und ist integral mit dem Körper 2 gegossen, mit dem es durch eine dünne Membran 36 verbunden ist, zwischen einem ausgestellten ringförmigen Kragen 37 am Eingangsende des Durchgangs 6 und dem zum Kopf 34 entgegengesetzten Ende der Haltehülse 3. Wenn bei Montage Druck auf den Kopf 34 ausgeübt wird, reißt die Membran 36, um die Hülse 3 in Position zu bringen. Um alternativ die Verbindung mit dem Stehbolzen durch Reduzierung der für das Einsetzen notwendigen Kraft zu beschleunigen und weiter zu vereinfachen, kann der Körper 2 mit einer Haltehülse ausgestattet sein, die schon in Position gebracht ist. In diesem Fall ist am Schaft 32 der Hülse 3 nahe dem Kopf 34 eine Umfangsnut 39 geformt, die den Kragen 37, der nach dem Trennen der Membran 36 zurückbleibt, aufnimmt. Die Hülse 3 ist nun gehindert, sich aus dem Durchgang 6 herauszuarbeiten.

Die zwei äußeren Flächen des Körpers auf jeder Seite des zentralen Abschnitts 5 weisen jeweils Rippen 41 auf, die sich in entgegengesetzte Richtungen relativ zum zentralen Abschnitt 5 verjüngen und die schmaler als der Körper 2 sind und dafür sorgen, daß die obere Wand 18 verstärkt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Befestigungsvorrichtung aus synthetischem Kunstharz zum Befestigen von Leitungen oder Rohren an einem tragenden Bauteil, mit einem einteiligen Körper, der mindestens einen Aufnahmeabschnitt für die Leitung aufweist, der zumindest teilweise von einer nachgebenden Wand gebildet ist, wodurch die Leitung einführbar und durch einen Hinterschnitt gehalten ist und einem zylindrischen Durchgang für eine Haltehülse, die vor der Montage einteilig, jedoch abscherbar mit dem Körper geformt und verriegelnd auf einem Stehbolzen am tragenden Bauteil anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem synthetischem Kunstharz ein Elastomer zugegeben ist, der Außendurchmesser der Haltehülse (3) kleiner ist als der Innendurchmesser des Durchgangs (6) und an der dem Bauteil zugewandten flachen Seite (28) des Körpers (10) ein konisches Pufferelement (29) um den Durchgang (6) herum gebildet ist.
  2. 2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pufferelement (29) in einzelne Abschnitte (31) unterteilt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl biegsamer elastischer Vorsprünge (17) im Aufnahmeabschnitt (10) gebildet ist, die begrenzte äußere Abschnitte der Leitung (14) stützen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes Paar koplanarer Vorsprünge (17a, 17b) sich aufeinander zu erstrecken in kurzem Abstand voneinander und ein zweites Paar Vorsprünge zwei symmetrisch angeordnete Arme (17c, 17d) aufweist, die zueinander und zu dem ersten Paar Vorsprünge (17a, 17b) konvergieren und eine Einführöffnung (11) bilden.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme jeweils einander zugewandte gekrümmte Abschnitte (23) aufweisen, die die Leitung (14) einschließen und jeweils mit kreisförmigen Kanten (24) enden, die im Durchmesser größer sind als die Dicke der gekrümmten Abschnitte (23), so daß die Leitung (14) an bestimmten Punkten innerhalb des Aufnahmeabschnitts (10) gestützt sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der einteilige Körper (40) an einem Ende des Durchgangs (6) einen Kragen (37) aufweist, der mit einer ringförmigen Nut (39) der Hülse (3) in Eingriff tritt und ein Herausziehen der Hülse (3) verhindert.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der einteilige Körper (40) eine äußere verstärkende Rippe (41) auf zwei lateralen Flächen eines zentralen Abschnitts (5) aufweist, wobei die Rippe schmaler als der einteilige Körper (40) ist und sich in entgegengesetzter Richtung relativ zum zentralen Abschnitt (5) verjüngt.






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