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Dokumentenidentifikation DE19709388C1 21.01.1999
Titel Windschott für Cabriolets
Anmelder Oris Fahrzeugteile Hans Riehle GmbH, 71696 Möglingen, DE
Erfinder Riehle, Jörg, 70439 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 07.03.1997
DE-Aktenzeichen 19709388
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse B60J 7/22
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Windschott für Cabriolets, das einen etwa u-förmigen Rahmen umfaßt, der mit einem Netz bespannt ist und aus zwei seitlichen und einem mittleren Rahmenteil besteht. Die beiden seitlichen Rahmenteile sind mit dem mittleren Rahmenteil durch elastische Glieder verbunden, so daß von den seitlichen Rahmenteilen ein abgerundeter Übergang zu dem mittleren Rahmenteil erfolgt. Die Rahmenteile bestehen vorzugsweise aus geraden Rohren und die elastischen Glieder aus Schraubenfedern, die in die Rohre eingesteckt sind. Zum Ausgleich von Toleranzen o. dgl. kann die wirksame Länge der Rahmenteile durch schraubenartiges Verdrehen relativ zu den elastischen Gliedern verändert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Windschott für Cabriolets, das im wesentlichen aus einem mit einem Netz bespannten etwa u-förmigen Rahmen besteht, der sich über die Fahrzeugbreite erstreckt und zwei mit einem mittleren Rahmenteil verbundene seitliche Rahmenteile umfaßt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Windschott dieser Art einerseits im Aufbau zu vereinfachen und andererseits so auszubilden, daß es bei Nichtgebrauch bei geringem Platzbedarf günstig im Fahrzeug untergebracht werden kann.

Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die seitlichen Rahmenteile des Rahmens mit dem mittleren Rahmenteil durch federnd ausgebildete Verbindungsstücke verbunden sind.

Durch die federnd ausgebildeten Verbindungsstücke werden vorteilhaft zum einen flexible Verbindungen gebildet und zum anderen tragen diese Verbindungsstücke dazu bei, daß durch den Rahmen das Netz automatisch gespannt gehalten wird.

In einfacher Weise können die Verbindungsstücke aus Schraubenfedern gebildet sein und die Rahmenteile können aus geraden Rohren bestehen, in welche die federnden Verbindungsstücke eingesetzt und gehalten sind, derart, daß die Verbindungsstücke jeweils einen Bogen bilden.

Das Netz, das zweckmäßig aus einem elastischen Material besteht, kann am Rand mit einem Hohlumschlag derart versehen sein, daß die Rahmenteile durchgeschoben werden können.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können für das Netz an den seitlichen Rahmenteilen lösbare Befestigungsmittel vorgesehen sein, das Netz kann auch mit einem zusätzlichen Teil versehen sein, mit dem in horizontaler Richtung unbesetzter Fahrzeugraum abdeckbar ist. Die seitlichen Rahmenteile können ferner an ihren unteren Enden durch eine lösbare, in der Länge verstellbare Stange verbunden sein.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können für die seitlichen Rahmenteile des Windschottes, zur lösbaren Befestigung am Fahrzeug, rohrartige Halterungen vorgesehen sein, in welche die Rahmenteile einsetzbar sind. Dabei können vorteilhaft die Halterungen derart angeordnet sein, daß die jeweilige Mittellängsachse durch die Halterungen schräg nach hinten aufwärts weist. Wenn dann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die seitlichen Rahmenteile oberhalb der Befestigungsstelle in den Halterungen in Gebrauchsstellung des Windschottes leicht nach vorn abgebogen sind, dann ergibt sich der besondere Vorteil, daß durch Verschwenken der seitlichen Halteteile um 180° das Windschott nach hinten in eine etwa horizontale Ruhelage gebracht werden kann.

In der Zeichnung ist ein erfindungsgemäß ausgebildetes Windschott in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt.

Es zeigen:

Fig. 1 ein Windschott in Gebrauchslage und

Fig. 2 einen Teil eines Windschottes mit abgebogenem Seitenteil

Das Windschott nach Fig. 1 besteht aus einem flexiblen Netzgewebe 1 und aus einem Rahmen 2, der zwei seitliche Rahmenteile 3 und einen mittleren Rahmenteil 4 umfaßt. Die seitlichen Rahmenteile 3 sind mit dem mittleren Rahmenteil 4 durch Schraubenfedern 5 verbunden, die in die Rahmenteile eingesetzt und in ihnen gehalten sind. Die Schraubenfedern 5 bilden flexible Rundungen und sie drücken einerseits die seiltichen Rahmenteile 3 nach außen und den mittleren Rahmenteil 4 nach oben, so daß das Netzgewebe 1, das am Rand mit einem Hohlumschlag 6 versehen ist, gespannt gehalten wird, wenn die unteren Enden der seitlichen Rahmenteile 3 in am Fahrzeug feste Halterungen 7 eingesetzt sind. Zur Abdeckung von unbesetztem Fahrzeugraum in horizontaler Richtung dient ein zusätzlicher Teil 8 des Netzgewebes 1.

In Gebrauchsstellung nimmt der Rahmen 2 die mit ausgezogenen Linien skizzierte Stellung ein. Zur Entfernung des Windschottes vom Fahrzeug werden die Teile des Netzgewebes 1, welche an den seitlichen Rahmenteilen 3 gehalten sind, nach oben bis zu den durch die Schraubenfedern 5 gebildeten Rundungen geschoben. Wenn dann die seitlichen Rahmenteile 3 aus den Halterungen 7 gelöst werden, bringen die Schraubenfedern 5 die seitlichen Rahmenteile 3 in einem Bogen 9, wie gestrichelt dargestellt, in eine Strecklage zum mittleren Rahmenteil 4. Das Netzgewebe 1 kann dann auf den mittleren Rahmenteil aufgewickelt werden, so daß das Windschott platzsparend z. B. im Kofferraum untergebracht werden kann. Sollte die Länge zu groß sein, kann dann lediglich durch Abbiegen eines oder beider seitlichen Rahmenteile eine ebenfalls platzsparende Unterbringungsmöglichkeit geschaffen werden.

Bei dem Windschott nach Fig. 2, das im wesentlichen dem Windschott aus Fig. 1 entspricht, sind die seitlichen Rahmenteile 3 an der Stelle 10 nach vorn abgebogen. Die rohrartigen Halterungen 7, die im Fahrzeug befestigt sind und in welche die seitlichen Rahmenteile 3 eingesetzt werden können, weisen je eine Mittellängsachse 11 auf, die schräg nach hinten aufwärts gerichtet ist. Durch diese Anordnung wird vorteilhaft erreicht, daß das Windschott in Gebrauchslage leicht nach vorn geneigt liegt und aus dieser Gebrauchslage in ganz einfacher Weise in eine Nichtgebrauchslage gebracht werden kann, in der das Windschott etwa horizontal liegt, indem ein seitliches Rahmenteil 3 nach dem anderen gemäß dem Pfeil 12 um 180° gedreht wird. Die Spannung des Netzgewebes des Windschottes bleibt nach dem Drehen der Seitenteile erhalten.

Zum Ausgleich von Toleranzen o. dgl. kann die wirksame Länge der Rahmenteile dadurch verändert werden, daß die Rahmenteile relativ zu den elastischen Gliedern schraubenartig verdreht werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Windschott für Cabriolets, das im wesentlichen aus einem mit einem Netzgewebe bespannten, etwa u-förmigen Rahmen besteht, der sich über die Fahrzeugbreite erstreckt und zwei mit einem mittleren Rahmenteil verbundene seitliche Rahmenteile umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Rahmenteile (3) mit dem mittleren Rahmenteil (4) durch federnd ausgebildete Verbindungsstücke verbunden sind.
  2. 2. Windschott nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstücke aus Schraubenfedern (5) gebildet sind.
  3. 3. Windschott nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenteile (3 bzw. 4) aus geraden Rohren bestehen, in welche die federnden Verbindungsstücke eingesetzt und gehalten sind.
  4. 4. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzgewebe (1) aus einem elastischen Material besteht.
  5. 5. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzgewebe (1) am Rand mit einem Hohlumschlag (6) derart versehen ist, daß die Rahmenteile durchgeschoben werden können.
  6. 6. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für das Netzgewebe (1) lösbare Befestigungsmittel an den seitlichen Rahmenteilen (3) vorgesehen sind.
  7. 7. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Netzgewebe mit einem zusätzlichen Teil (8) versehen ist, mit dem in etwa horizontaler Richtung unbesetzter Fahrzeugraum abdeckbar ist.
  8. 8. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Rahmenteile (3) an ihren unteren Enden durch eine lösbare Stange verbunden sind, deren Länge in sich verstellbar ist.
  9. 9. Windschott nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß für die seitlichen Rahmenteile (3) zur lösbaren Befestigung am Fahrzeug rohrartige Halterungen (7) vorgesehen sind, in welche die seitlichen Rahmenteile (3) einsetzbar sind.
  10. 10. Windschott nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrartigen Halterungen (7) im Fahrzeug derart angeordnet sind, daß die Mittellängsachsen (11) der Halterungen schräg nach hinten aufwärts weisen.
  11. 11. Windschott nach den Ansprüchen 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Rahmenteile (3) oberhalb der Befestigungsstelle in den Halterungen (7) in Gebrauchsstellung des Windschottes leicht nach vorn abgebogen sind (Fig. 2).






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