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Dokumentenidentifikation DE19828443A1 04.03.1999
Titel Schüttgutzuliefervorrichtung
Anmelder Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka, JP
Erfinder Saho, Hidehiro, Saga, JP;
Tanaka, Yuji, Kurume, JP
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Anmeldedatum 25.06.1998
DE-Aktenzeichen 19828443
Offenlegungstag 04.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.1999
IPC-Hauptklasse B65G 47/18
Zusammenfassung In einer Schüttgutzuliefervorrichtung werden Chips, die ungeordnet in einer Vorratskammer (4) gelagert sind, einzeln nacheinander in ein Rohr (15) zugeliefert, das von dem Boden der Vorratskammer (4) senkrecht nach unten verläuft, und werden weiter sequentiell zu einer Aufnahmeposition (P) zugeliefert. Um eine unvollständige Zulieferung der Chips in das Rohr (15) zu vermeiden, ist ein Außenrohr so vorgesehen, daß das Rohr (15) in das Außenrohr eingeführt ist, und zwei Vorsprünge (18) sind am Umfang des Außenrohres gebildet und ein Stift (19) ist zwischen den beiden Vorsprüngen (18) aufgenommen. Der Stift (19) wird durch einen Motor (21) in exzentrischer Beziehung zu einer horizontalen Drehachse dieses Motors (21) in Umlauf versetzt und das Außenrohr wird aufwärts und abwärts bewegt, während es sich dreht, so daß ein oberer Endabschnitt des Außenrohres nach oben über einen oberen Endabschnitt des Rohres (15) hinaus vorragt. Dadurch dringt das Außenrohr in eine Ansammlung von Chips ein und verteilt diese, die über dem Rohr (15) angeordnet sind, so daß die Chips einzeln nacheinander in das Rohr (15) zugeliefert werden können und anschließend aufeinanderfolgend zu der Aufnahmeposition (P) geliefert werden können.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schüttgutzuliefervorrichtung in einem Gerät zur Montage von elektronischen Bauteilen, welche Zuliefervorrichtung auf einer Platine zu montierende Chips zuliefert.

Bei einem Montagegerät für elektronische Bauteile existieren verschiedene bekannte Systeme zur Zulieferung von Chips (elektronischen Bauteilen), die auf einer Platine zu montieren sind. Zu den Beispielen für derartige Systeme zählen eine Bandzuliefervorrichtung, eine Tablettzuliefervorrichtung, eine Tellerzuliefervorrichtung und eine Schüttgutzuliefervorrichtung. Darunter ist die Schüttgutzuliefervorrichtung als ein System zur Zulieferung von Chips kleiner Größe, die in großer Menge zu verwenden sind, besonders gut geeignet, und verschiedene Konstruktionen derartiger Schüttgutzuliefervorrichtungen wurden bisher vorgeschlagen.

In einer Schüttgutzuliefervorrichtung werden Chips, die ungeordnet in einer Vorratskammer gelagert sind, einzeln einem Rohr zugeführt, das von dem Boden der Vorratskammer vertikal nach unten verläuft, und werden aufeinanderfolgend durch das Rohr zu einer vorbestimmten Aufnahmeposition übertragen. Die Chips in der Vorratskammer sind jedoch beispielsweise in der Nähe des oberen Endes des Rohres ineinander verkeilt und blockieren sich, und daher können die Chips nicht ohne weiteres sicher einzeln nacheinander in das Rohr zugeliefert werden. Um dieses Problem zu lösen, wurde vorgeschlagen, eine Einrichtung vorzusehen, die an die Vorratskammer Vibrationen anlegt, und ferner wurde eine weitere Einrichtung vorgeschlagen (wie in der JP-A1-8-48419 aufgezeigt), bei der das Rohr in ein äußeres Rohr eingeführt oder eingesetzt ist und das äußere Rohr aufwärts und abwärts bewegt wird, um eine Gruppe von Chips, die sich in der Nähe des oberen Endes des Rohres angesammelt hat, aufzubrechen und zu verteilen, so daß die Chips in der Vorratskammer einzeln nacheinander dem Rohr zugeliefert werden können.

Es wurde jedoch keine der vorstehend beschriebenen herkömmlichen Einrichtungen als ausreichend wirksam befunden, um das vorstehend genannte Problem zu lösen, und die unvollständige Zulieferung der Chips in das Rohr tritt mit gewisser Wahrscheinlichkeit immer noch auf.

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Schüttgutzuliefervorrichtung zu schaffen, welche die unvollständige Zulieferung von Chips in ein Rohr verhindert.

Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus Patentanspruch 1. Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Dabei sind auch andere Kombination von Merkmalen als in den Unteransprüchen beansprucht möglich.

Gemäß vorliegender Erfindung wird eine Schüttgutzuliefervorrichtung geschaffen, enthaltend:

eine Vorratskammer, in der Chips ungeordnet gelagert sind;

ein Rohr, das sich von einem Boden der Vorratskammer im wesentlichen vertikal nach unten erstreckt, um so die in der Vorratskammer gelagerten Chips nach unten durch das Rohr zuzuliefern;

ein Außenrohr, in welches das Rohr eingeführt ist; und

eine Antriebseinrichtung, um eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung und Drehbewegung des Außenrohres zur gleichen Zeit zu bewirken, während ein oberer Abschnitt des Außenrohres in die Vorratskammer hineinragt.

Vorzugsweise enthält die Antriebseinrichtung ein Paar von vertikal beabstandeten Vorsprüngen, die um eine äußere Umfangsfläche des Außenrohres gebildet sind, einen Stift, der zwischen dem Paar von Vorsprüngen aufgenommen ist, und eine Dreheinrichtung zum Drehen des Stiftes in exzentrischer Beziehung zu einer horizontalen Drehachse der Drebeinrichtung.

Bei dem vorstehend beschriebenen Aufbau bewegt sich das Außenrohr, während es sich dreht, nach oben und nach unten und der obere Endabschnitt des Außenrohres dringt in eine Gruppe von Chips ein und verteilt diese, welche in der Nähe des oberen Endes des Rohres vorhanden ist, so daß die Chips sicher einzeln nacheinander in das Rohr zugeliefert werden können.

Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer Schüttgutzuliefervorrichtung gemäß vorliegender Erfindung;

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Antriebsabschnitts für ein Außenrohr der Schüttgutzuliefervorrichtung von Fig. 1; und

Fig. 3A bis 3C sind Schnittansichten eines Chipaustragabschnitts der Schüttgutzuliefervorrichtung.

Der allgemeine Aufbau einer Schüttgutzuliefervorrichtung gemäß vorliegender Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf Fig. 1 beschrieben. In Fig. 1 ist ein Block 2 an einem hinteren Abschnitt einer Oberfläche einer langen Basis 1 angebracht. Ein Chiplagerelement 3 ist über dem Block 2 vorgesehen. Eine Vorratskammer 4 ist in dem Chiplagerelement 3 gebildet. Eine Bodenfläche 5 der Vorratskammer 4 ist als konisch geformte Oberfläche (das heißt eine abwärts geneigte Oberfläche) ausgebildet.

Wie Fig. 3A zeigt, sind Chips 6 kleiner Baugröße ungeordnet in der Vorratskammer 4 gelagert. Ein Rohr 15 ist an einem Bodenabschnitt des Chiplagerelements 3 vorgesehen und erstreckt sich von dem tiefsten Abschnitt der Bodenfläche des Chiplagerelements 3 senkrecht nach unten. In Fig. 1 steht ein unteres Ende des Rohres 15 mit einem tunnelartigen Loch 7, das in dem Block 2 gebildet ist, in Verbindung, und das Loch 7 steht mit einer tunnelartigen horizontalen Nut 8 in Verbindung, die in der Basis 1 gebildet ist. Die Nut 8 ist mit einer Abdeckplatte 9 bedeckt. Ein distales Ende der Nut 8 steht mit einem Saugloch 10 in Verbindung. Wenn in der Nut 8 durch eine Vakuumsaugeinrichtung (nicht dargestellt) ein Vakuum gebildet wird, werden die Chips 6 in der Nut 8 zu einer Aufnahmeposition P an einem vorderen Endabschnitt der Basis 1 zugeliefert. Eine Düse 12 eines Übertragungskopfes 11 hält den Chip 6, der zu der Aufnahmeposition P zugeliefert wurde, durch Saugkraft und nimmt ihn auf und überträgt ihn auf eine Platine (nicht dargestellt). Als Einrichtung zum Zuliefern des Chips 6 zu der Aufnahmeposition P durch die Nut 8 kann auch eine Einrichtung zum Zuliefern der Chips unter positivem Druck verwendet werden.

In Fig. 3A ist das Rohr 15 in eine äußere Röhre bzw. ein Außenrohr 16 eingeführt bzw. eingesetzt. Ein Lager 17 für das Außenrohr 16 ist an dem Chiplagerelement 3 angebracht. Ein Paar von flanschartigen Vorsprüngen 18 sind um die äußere Umfangsfläche des Außenrohres 16 an seinem unteren Endabschnitt gebildet und vertikal voneinander beabstandet (siehe Fig. 2). Ein Stift 19 ist zwischen den beiden Vorsprüngen 18 aufgenommen. Der Stift 19 ist an einer Scheibe 20 vorstehend in exzentrischer Beziehung zu einer Drehachse dieser Scheibe 20 montiert. Die Scheibe 20 wird von einem Motor 21 (siehe Fig. 1) angetrieben und in Umdrehung versetzt.

Wenn der Motor 21 betrieben wird, um die Scheibe 20 zu drehen, läuft der Stift 19 um eine horizontale Mittelachse NA in exzentrischer Beziehung zu dieser Mittelachse NA um, so daß das Außenrohr 16 nach oben und nach unten bewegt wird. Der Stift 19 ist zwischen den beiden Vorsprüngen 18 in gleitendem Friktionskontakt mit den beiden Vorsprüngen 18 gehalten. Wenn daher der Stift 19 in exzentrischer Beziehung zu der Mittelachse NA umläuft, werden die beiden Vorsprünge 18 um die Achse des Rohres 15 und des Außenrohres 16 aufgrund der gleitenden Friktionskraft gedreht, so daß das Außenrohr 16 ebenfalls gedreht wird. Wie vorstehend beschrieben wird dann, wenn der Motor 21 betätigt wird, die Vertikalbewegung (aufwärts und abwärts) und die Drehbewegung des Außenrohres 16 gleichzeitig bewirkt.

Nachfolgend wird das Zuliefern des Chips in das Rohr unter Bezug auf Fig. 3A bis 3C beschrieben. Fig. 3A bis 3C zeigen die Abfolge dieses Zuliefervorganges. In Fig. 3A ist das obere Ende des Rohres 15 im wesentlichen in der gleichen Ebene wie der unterste Abschnitt der Vorratskammer 4 angeordnet und ein oberes Ende des Außenrohres 16 ist in einer Ebene angeordnet, die geringfügig unter derjenigen des oberen Endes des Rohres 15 liegt. Wenn der Motor 21 betätigt wird, führt das Außenrohr 16 die Vertikalbewegung und die Drehbewegung wie vorstehend beschrieben aus. Als Resultat ragt das obere Ende des Außenrohres 16 über das obere Ende des Rohres 15 hinaus nach oben, so daß es in eine Gruppe von Chips 6, die an dem Bodenabschnitt der Vorratskammer 4 (siehe Fig. 3B) angeordnet sind, eindringt und diese verteilt (oder aufbricht), woraufhin es sich wieder absenkt (siehe Fig. 3C) Das Außenrohr 16 kann in eine Richtung drehen, wenn es sich nach oben und unten bewegt, um so das Aufbrechen der Gruppe von Chips 6 zu erleichtern.

Auf diese Weise ragt der obere Endabschnitt des Außenrohres 16 in die Vorratskammer 4 vor, während es sich dreht, und dringt in die Gruppe von Chips 6, die in der Nähe des oberen Endes des Rohres 15 angesammelt ist, ein und verteilt diese, so daß die Chips 6 einzeln nacheinander in das Rohr 15 zugeliefert werden können. Der Chip 6, der auf diese Weise in das Rohr 15 eingeführt wird, fällt in das Loch 7 (in Fig. 1 gezeigt) und bewegt sich weiter in der Nut 8 und wird zu der Aufnahmeposition p zugeliefert und wird anschließend mittels Saugkraft durch die Düse 12 des Übertragungskopfes 11 gehalten und aufgenommen.

Bei der vorliegenden Erfindung wird veranlaßt, daß das Außenrohr die Drehbewegung und die vertikale Bewegung (aufwärts und abwärts) gleichzeitig ausführt, um dadurch die Ansammlung von Chips, die oberhalb des Rohres liegt, aufzubrechen und zu verteilen, so daß die Chips in der Vorratskammer sicher einzeln in das Rohr zugeliefert werden können. Zusätzlich kann gemäß vorliegender Erfindung die Drehbewegung sowie die vertikale Bewegung (aufwärts und abwärts) des Außenrohres durch einen einfachen Aufbau gleichzeitig bewirkt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schüttgutzuliefervorrichtung, enthaltend:

    eine Vorratskammer (4), in der Chips (6) ungeordnet gelagert sind;

    ein Rohr (15), das von einem Boden (5) der Vorratskammer (4) im wesentlichen senkrecht nach unten verläuft, um die Chips (6), die in der Vorratskammer (4) gelagert sind, nach unten durch das Rohr (15) zuzuliefern;

    ein Außenrohr (16), in welches das Rohr (15) eingeführt ist; und

    eine Antriebseinrichtung (21) zum Bewirken einer Drehbewegung und einer Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Außenrohres (16) zur gleichen Zeit, während ein oberer Endabschnitt des Außenrohres (16) in die Vorratskammer (4) vorgeschoben wird.
  2. 2. Schüttgutzuliefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (21) ein Paar von vertikal beabstandeten Vorsprüngen (18), die um eine äußere Umfangsfläche des Außenrohres (16) gebildet sind, einen Stift (19), der zwischen dem Paar von Vorsprüngen (18) aufgenommen ist, und eine Dreheinrichtung (20) zum Drehen des Stifts (19) in exzentrischer Beziehung zu einer horizontalen Drehachse der Dreheinrichtung (20) enthält.
  3. 3. Schüttgutzuliefervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein oberes Ende des Rohres (15) im wesentlichen in derselben Ebene wie der unterste Abschnitt der Vorratskammer (4) vorgesehen ist.
  4. 4. Schüttgutzuliefervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Außenrohr (16) sich während seiner Aufwärts- und Abwärtsbewegung in eine Richtung dreht.






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