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Dokumentenidentifikation DE69321599T2 04.03.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0662813
Titel Kosmetische Zusammensetzzungen enthaltend eine Desoxyribonukleinsäureund eine Waxe
Anmelder L'Oréal S.A., Paris, FR
Erfinder PIOT, Bertrand, F-92250 La Garenne-Colombe, FR;
PATRAUD, Jeanne, F-75013 Paris, FR;
FELARDOS, Christian, F-94450 Chevilly Larue, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69321599
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 29.07.1993
EP-Aktenzeichen 939178372
WO-Anmeldetag 29.07.1993
PCT-Aktenzeichen FR9300776
WO-Veröffentlichungsnummer 9503774
WO-Veröffentlichungsdatum 09.02.1995
EP-Offenlegungsdatum 19.07.1995
EP date of grant 14.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.1999
IPC-Hauptklasse A61K 7/032
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Zusammensetzung, die Wachse enthält, zum Schminken der Augen, sowie ein Verfahren zum Schminken der Augen unter Verwendung dieser Zusammensetzung.

Es ist bekannt, Wachse in Zusammensetzungen zum Schminken der Augen zu verwenden. Diese Zusammensetzungen im wesentlichen auf Wachsbasis ergeben jedoch ein Make-up von unzureichender Qualität.

Es ist ferner bekannt, einen Filmbildner von Polymertyp einzuarbeiten, der in der wäßrigen Phase der kosmetischen Zusammensetzung gelöst ist. Bezüglich des nach dem Auftragen auf die Wimpern erzielten Ergebnisses ist dieser Zusatz jedoch nicht immer zufriedenstellend.

Es ist ferner bekannt, Desoxyribonucleinsäure zur Begünstigung der Erneuerung der Hautzellen, für den Haarwuchs oder zur Stimulierung der Tätigkeit gegen Seborrhoe in kosmetische Zusammensetzungen einzuarbeiten.

Kosmetische Zusammensetzungen auf der Basis von Desoxyribonucleinsäure und Wachsen zum Auftragen auf die Haut sind im Stand der Technik bekannt, insbesondere aus den Druckschriften EP-A-416677, CH-B-678489, FR-A-2205304, FR-A-2511243, sowie aus dem Patent US-A 5116607 für die Anwendung auf das Haar.

Es ist jedoch nicht bekannt, daß Desoxyribonucleinsäure als Komponente in Zusammensetzungen zum Schminken der Wimpern und Augenbrauen vorliegt.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Schminken konnte den oben genannten Problemen abhelfen. Es wurde insbesondere überraschend festgestellt, daß durch den Zusatz von Desoxyribonucleinsäure zu Zusammensetzungen zum Schminken der Augen die kosmetischen Eigenschaften, wie beispielsweise die Verlängerung und Krümmung der Wimpern, wesentlich verbessert werden.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schminken der Augen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß auf die Wimpern und/oder Augenbrauen eine Zusammensetzung aufgetragen wird, die gegebenenfalls in Gegenwart eines kosmetisch akzeptablen Trägers Desoxyribonucleinsäure oder ein anorganisches oder organisches Salz von Desoxyribonucleinsäure und mindestens ein Wachs enthält.

Das gewichtsbezogene Mengenverhältnis von Desoxyribonucleinsäure zu Wachs kann im Bereich von 0,025 bis 2,5 liegen.

Das Molekulargewicht der Desoxyribonucleinsäure kann im Bereich von 1·10&sup5; bis 1·10&sup7; und vorzugsweise im Bereich von 5·10&sup5; bis 5·10&sup6; liegen.

Der Mengenanteil der Desoxyribonucleinsäure kann im Bereich von 0,02 bis 5 Gew.-% Trockensubstanz des Polymers und vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 2 Gew.-% Trockensubstanz des Polymers, bezogen auf die gesamten Polymere, die in der Zusammensetzung vorliegen können, liegen.

Die in der Zusammensetzung zum Schminken verwendeten Wachse können unter den tierischen, pflanzlichen, mineralischen und synthetischen Wachsen oder deren Gemischen ausgewählt werden.

Die Zusammensetzung zur Durchführung des Verfahrens zum Schminken der Äugen kann auch Pigmente enthalten, die unter den anorganischen und organischen Pigmenten und gegebenenfalls den Perlglanzpigmenten ausgewählt sind.

Die Pigmente sind in einem Mengenanteil von 3 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, entsprechend der gewünschten Färbung und Intensität der Färbung enthalten.

Die für das erfindungsgemäße Verfahren verwendete Zusammensetzung kann in Form von Emulsionen vorliegen, beispielsweise als Öl-in-Wasser-Emulsion oder Wasser-in-Öl- Emulsion, in Form von Suspensionen in wäßrigem Lösungsmittelmedium, in Form von Mikrodispersionen oder auch in wasserfreier fester oder pastöser Form.

Wenn die Zusammensetzung in Form einer Emulsion verwendet wird, kann sie grenzflächenaktive Mittel in einem Mengenanteil von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten. Die grenzflächenaktiven Mittel sind unter den anionischen oder nichtionischen grenzflächenaktiven Mitteln ausgewählt.

Das Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzung zum Schminken besteht darin, Desoxyribonucleinsäure eine Ölphase einzuarbeiten, die mindestens ein Wachs und gegebenenfalls grenzflächenaktive Mittel enthält.

Nach dem Verfahren kann die Desoxyribonucleinsäure in einer wäßrigen Phase vorliegen. Zur Ölphase kann ein Pigment gegeben werden.

Die Komponenten der Ölphase und der wäßrigen Phase können unabhängig voneinander bei einer Temperatur von 85ºC gelöst oder geschmolzen werden, worauf sie vermischt werden.

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden detaillierter beschrieben.

Die erfindungsgemäß verwendete Desoxyribonucleinsäure kann entweder tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein und sie kann in Form eines anorganischen oder organischen Salzes vorliegen.

Bereits auf dem Gebiet der Ophthalmologie eingesetzte Desoxyribonucleinsäure ist zur Verwendung in einer Zusammensetzung zum Schminken der Augen, wie beispielsweise Mascara, besonders gut geeignet, da diese Säuren vom Auge besonders gut vertragen werden.

Die erfindungsgemäß ausgewählten Wachse weisen im allgemeinen einen Schmelzpunkt im Bereich von 60 bis 110ºC und eine Nadelpenetration bei 25ºC im Bereich von 3 bis 40 auf, die beispielsweise nach der amerikanischen Norm ASTM D 5 oder nach der französischen Norm NFT 004 bestimmt wurde. Das Prinzip der Bestimmung der Penetration einer Nadel nach den Normen ASTM D 5 und NFT 004 besteht darin, die Tiefe, ausgedrückt in Zehntel Millimetern, zu bestimmen, bis zu der eine genormte Nadel eindringt, die 2,5 g wiegt und sich in einem Nadelhalter von 47,5 g (entsprechend einem Gesamtgewicht von 50 g) befindet, wobei die Nadel 5 s auf dem Wachs plaziert wird.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Wachse können unter den tierischen Wachsen, pflanzlichen Wachsen, Mineralwachsen, synthetischen Wachsen und den verschiedenen Fraktionen von natürlichen Wachsen ausgewählt werden, wobei die Wachse die beiden oben genannten physikalischen Eigenschaften aufweisen.

Von den tierischen Wachsen können Bienenwachs, die Lanolinwachse und die Chinawachse genannt werden.

Von den pflanzlichen Wachsen können die Reiswachse, Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricurywachs, die Korkwachse, die Zuckerrohrwachse, die Japanwachse, Sumachwachs und Baumwollwachs genannt werden.

Von den Mineralwachsen können die Paraffine, die mikrokristallinen Wachse, die Montanwachse und die Ozokerite genannt werden.

Von den synthetischen Wachsen können insbesondere die Polyethylenwachse, die durch Fischer-Tropsch-Synthese hergestellten Wachse, die wachsartigen Copolymere sowie deren Ester verwendet werden.

Es ist ferner möglich, hydrierte, tierische oder pflanzliche Öle zu verwenden, die die beiden oben genannten physikalischen Eigenschaften aufweisen.

Von den Ölen können genannt werden: die hydrierten Jojobawachse und die hydrierten Öle, die durch katalytische Hydrierung von Fettsubstanzen mit geradkettiger oder nicht geradkettiger C&sub8;&submin;&sub3;&sub2;-Fettkette hergestellt wurden, hydriertes Rizinusöl, hydriertes Kopraöl und hydriertes Lanolin.

Die erfindungsgemäß verwendbaren Wachse sind vorzugsweise bei einer Temperatur unter 50ºC fest und hart.

Die Wachse können in Form von stabilen Dispersionen von kolloidalen Wachspartikeln vorliegen, die nach bekannten Verfahren hergestellt werden können, beispielsweise "Microemulsions Theory and Practice", L. M. Prince Ed., Academic Pross (1977), Seiten 21-32.

Neben Desoxyribonucleinsäure und Wachsen kann die Zusammensetzung für das erfindungsgemäße Verfahren ferner Pigmente enthalten, die unter den anorganischen Pigmenten, organischen Pigmenten und Perlglanzpigmenten ausgewählt sind. Von den anorganischen Pigmenten können Titandioxid (Rutil oder Anatas), das gegebenenfalls an der Oberfläche behandelt ist und im Color Index mit der Referenz CI 77 891 erfaßt ist, schwarzes, gelbes oder rotes Eisenoxid mit den Referenzen CI 77 499, CI 77 492 bzw. CI 77 491, Manganviolett mit der Referenz CI 77 742, Ultramarinblau der Referenz CI 77 007, Chromoxid der Referenz CI 77 288, wasserhaltiges Chromoxid der Referenz CI 77 289 und Eisenblau der Referenz CI 77 510 genannt werden.

Die organischen Pigmente können ausgewählt werden unter: Ruß, den Pigmenten D und C red Nr. 19 der Referenz CI 45 170, D und C red Nr. 9 der Referenz CI 15 585, D und C red Nr. 21 der Referenz CI 45 380, D und C orange Nr. 4 der Referenz CI 15 510, D und C orange Nr. 5 der Referenz Nr. CI 45 370, D und C red Nr. 28 der Referenz CI 45 410, D und C red Nr. 13 der Referenz CI 15 630, D und C red Nr. 57 der Referenz CI 15 850, D und C yellow Nr. 23 der Referenz CI 19 140, D und C red Nr. 36 der Referenz CI 12 085, D und C Acid red Nr. 95 der Referenz CI 45 425, D und C yellow Nr. 6 der Referenz CI 15 985, D und C red Nr. 30 der Referenz CI 73 360, D und C red Nr. 3 der Referenz Nr. CI 45 430 und die Lacke auf Basis von Cochenille-Karmin der Referenz CI 75 470.

Die Perlglanzpigmente können unter den weißen Perlglanzpigmenten, wie mit Titan oder Bismutoxidchlorid beschichteter Glimmer, den farbigen Perlglanzpigmenten, wie Titandioxidglimmer mit Eisenoxiden, Titandioxidglimmer insbesondere mit Eisenblau oder Chromoxid, Titandioxidglimmer mit einem organischen Pigment des oben genannten Typs sowie den Perlglanzpigmenten auf der Basis von Bismutoxidchlorid ausgewählt werden.

Die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße Verfahren, die in Form von Emulsionen vorliegen können, enthalten normalerweise auch grenzflächenaktive Mittel, die unter den anionischen oder nichtionischen grenzflächenaktiven Mitteln ausgewählt sind.

Von den anionischen grenzflächenaktiven Mitteln, die alleine oder im Gemisch verwendet werden können, können insbesondere die Alkalisalze, Ammoniumsalze, Aminsalze oder Aminoalkoholsalze der folgenden Verbindungen genannt werden:

- Alkylsulfate, Alkylethersulfate, Alkylamidsulfate und -ethersulfate, Alkylarylpolyethersulfate, Monoglyceridsulfate,

- Alkylsulfonate, Alkylamidsulfonate, Alkylarylsulfonate, Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate,

- Alkylsulfosuccinate, Alkylethersulfosuccinate, Alkylamidsulfosuccinate,

- Alkylsulfosuccinamate,

- Alkylsulfoacetate, Alkylpolyglycerincarboxylate,

- Alkylphosphate/Alkyletherphosphate,

- Alkylsarcosinate, Alkylpolypeptidate, Alkylamidopolypeptidate, Alkylisethionate, Alkyltaurate.

Die Alkylgruppe dieser Verbindungen bedeutet im allgemeinen eine Kohlenstoffkette mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen.

Von den anionischen grenzflächenaktiven Stoffen können die Salze von Fettsäuren, wie beispielsweise Ölsäure, Ricinolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, den Säuren von Kopraöl oder hydriertem Kopraöl, und die Aminsalze, wie Aminstearat, verwendet werden.

Es können ferner die Acyllactylate genannt werden, wobei die Acylgruppe 8 bis 20 Kohlenstoffatome aufweist, sowie die Polyglykolether von Carbonsäuren der folgenden Formel:

Alk-(OCH&sub2;-CH&sub2;)n-OCH&sub2;-COOH

in Form der Säure oder als Salz, wobei der Substituent Alk einer geradkettigen Kohlenstoffkette mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen entspricht und n eine statistische ganze Zahl im Bereich von 5 bis 15 bedeutet.

Von den nichtionischen grenzflächenaktiven Mitteln, die alleine oder im Gemisch verwendet werden können, können insbesondere die polyethoxylierten, polypropoxylierten oder mehrfach mit Glycerin veretherten Alkohole, Alkylphenole und Fettsäuren mit einer Fettkette mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen genannt werden.

Es können ferner die Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid, die Kondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid mit Fettalkoholen, polyethoxylierte Fettsäureamide, polyethoxylierte Fettamine, Ethanolamide, Glykolfettsäureester, ethoxylierte oder nicht-ethoxylierte Sorbitanfettsäureester, Saccharosefettsäureester, Polyethylenglykolfettsäureester, Phosphorsäuretriester und die Fettsäure ester von Glucose-Derivaten genannt werden. Weitere Verbindungen, die ebenfalls in dieser Klasse genannt werden können, sind die folgenden Verbindungen:

- die Kondensationsprodukte eines Monoalkohols, α-Diols, Alkylphenols, Amids oder Diglykolamids mit Glycidol oder einem Glycidol-Precursor, beispielsweise der folgenden Formel:

R&sub4;-CHOH-CH&sub2;-O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;-O)pH

worin R&sub4; eine aliphatische, cycloaliphatische oder arylaliphatische Gruppe mit vorzugsweise 7 bis 21 Kohlenstoffatomen oder deren Gemische bedeutet, wobei die aliphatischen Ketten Ether-, Thioether- oder Hydroxymethylengruppen aufweisen können, und wobei p, das eine statistische ganze Zahl bedeutet, im Bereich von 1 bis 10 liegt, wie beispielsweise in dem französischen Patent FR 2 091 516 beschrieben;

- die Verbindungen der Formel:

R&sub5;O-[C&sub2;H&sub3;O-(CH&sub2;OH)]qH

worin R&sub5; eine Alkyl-, Alkenyl- oder Alkylarylgruppe bedeutet und q, das eine statistische ganze Zahl ist, im Bereich von 1 bis 10 liegt, wie in dem Patent FR 1 477 048 beschrieben;

- die Verbindungen der Formel:

R&sub6;-CONH-CH&sub2;-CH&sub2;O-CH&sub2;-CH&sub2;-O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;-O)rH

worin R&sub6; eine aliphatische, geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Gruppe oder ein Gemisch dieser Gruppen, die gegebenenfalls eine oder mehrere Hydroxygruppen aufweisen können, mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen bedeutet. Diese Verbindungen können natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein, wobei r eine statistische ganze Zahl im Bereich von 1 bis 5 bedeutet und den mittleren Kondensationsgrad angibt, wie in dem französischen Patent FR 2 328 763 beschrieben.

Die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße Verfahren, die in Form einer nichtionischen Emulsion vorliegen, bestehen hauptsächlich aus einem Gemisch von Ölen und/oder Fettalkoholen oder auch polyethoxylierten oder mehrfach mit Glycerin veretherten Alkoholen, wie beispielsweise polyethoxylierten Stearyl- oder Cetylstearylalkohol.

Die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße Verfahren, die in Form von anionischen Emulsionen vorliegen, bestehen vorzugsweise aus Aminstearaten.

Die Zusammensetzungen für das erfindungsgemäße Verfahren können ferner in der Kosmetik verwendete Bestandteile enthalten, die unter den Vitaminen, Spurenelementen, reizlindernden Mitteln, Konservierungsmitteln, Maskierungsmitteln, Parfums, Verdickungsmitteln, Ölen, Siliconen, Haftmitteln, Polymeren sowie den Mitteln zum Ansäuern oder Alkalisierungsmitteln, die üblicherweise in der Kosmetik verwendet werden, und Füllstoffen ausgewählt sind.

Von den Füllstoffen können insbesondere verwendet werden:

- Talk, der ein hydratisiertes Magnesiumsilicat ist und in Form von Partikeln im allgemeinen unter 40 um verwendet wird,

- den Glimmern, welche Tonerdesilicate verschiedener Zusammensetzungen sind, die in Form von Plättchen von 2 bis 200 um und vorzugsweise 5 bis 70 um und einer Dicke von 0,1 bis 5 um und vorzugsweise 0,2 bis 3 um vorliegen, wobei die Glimmer natürlichen Ursprungs, wie beispielsweise Muskovit, Margarit, Roscoelith, Lipidolith und Biotit, oder auch synthetischen Ursprungs sein können.

- Stärke, insbesondere Reisstärke,

- Kaolin, das ein hydratisiertes Aluminiumsilicat ist, das in Form von Partikeln isotroper Form mit Abmessungen im allgemeinen unter 30 um vorliegt,

- Zinkoxid und Titanoxid, die im allgemeinen in Form von Partikeln mit Abmessungen verwendet werden, die einige um nicht übersteigen,

- Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat oder Magnesiumhydrogencarbonat,

- mikrokristalline Cellulose,

- Pulver von synthetischen Polymeren, wie Polyethylen, Polyester (Polyethylenisophthalat oder Polyethylenterephthalat), Polyamide, wie die unter der Handelsbezeichnung "Nylon" oder "Teflon" im Handel befindlichen Produkte, und Siliconpulver.

Die Verdickungsmittel, die in der Zusammensetzung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorliegen, können unter den natürlichen oder synthetischen Verdickungsmitteln ausgewählt werden. Von den natürlichen Verdickungsmitteln können die Gummen unterschiedlicher Art genannt werden, beispielsweise Gummi arabicum, Guargummi oder Johannisbrotkernmehl.

Von den synthetischen Verdickungsmitteln können die Cellulosederivate, wie Hydroxyethylcellulose und Carboxymethylcellulose, die Stärkederivate, die Derivate von Celluloseethern, die quaternäre Ammoniumgruppen aufweisen, die kationischen Polysaccharide, die Salze von Acryl- oder Methacryl-Polymeren, die Polyene oder die Polysiloxane genannt werden.

Es ist auch möglich, ein Verdickungsmittel für die Zusammensetzung durch Mischen von Polyethylenglykol und Polyethylenglykolstearat und/oder Polyethylenglykoldistearat oder durch Mischen von Phosphorsäureestern und Fettsäureamiden herzustellen.

Im folgenden werden konkrete Beispiele angegeben, die die Erfindung erläutern, jedoch keinesfalls einschränkend sind.

Vorgehensweise der Beispiele 1 und 2

Die Komponenten der Phase A werden auf eine Temperatur von etwa 85ºC erwärmt, worauf die Komponenten der Phase B zugegeben werden und das Ganze mit einem Rührer vermischt wird. Das Wasser des Präparats wird zum Sieden gebracht, und die Konservierungsmittel werden darin gelöst. Bei einer Temperatur von etwa 85ºC werden die Komponenten der Phase C zur wäßrigen Phase gegeben. Die Komponenten der Phase A werden bei einer Temperatur von 80ºC zur wäßrigen Phase gegeben und mit einem Rührer bei einer Temperatur von etwa 30ºC vermischt, um eine Emulsion zu bilden. Die Komponenten der Phase D werden gegebenenfalls zugegeben und mit einem Spatel untergemischt.

Vorgehensweise des Beispiels 3

Die Komponenten der Phase A werden geschmolzen, die Pigmente werden zugegeben, und es wird vermischt. Die Komponenten der Phase B werden vermischt und zu den Komponenten der Phase A gegeben. Die Desoxyribonucleinsäure wird zu diesem Gemisch gegeben.

Beispiele Beispiel 1: Öl-in-Wasser-Emulsion

A -

Triethanolaminstearat 8%

Glycerinstearat (unter der Bezeichnung "GELEOL" von der Firma GATTEFOSSE im Handel) 2%

Bienenwachs 7%

Carnaubawachs 2%

Paraffin 3,5%

B - Schwarzes Eisenoxid 6%

C -

Hydroxyethylcellulose (unter der Bezeichnung "CELLOSIZE QP" von der Firma AMERCHOL im Handel) 0,5%

Gummi arabicum 2%

Keratinhydrolysat (unter der Bezeichnung "KERASOL" von der Firma CRODA im Handel) 1,8%

Desoxyribonucleinsäure (aus Fisch gewonnen) (von der Firma JAVENECH im Handel) 0,05%

D-Panthenol 1,0%

Konservierungsmittel qs

Wasser ad. 100%

Vergleichsbeispiel 1': Öl-in-Wasser-Emulsion

A -

Triethanolaminstearat 8%

Glycerinstearat (unter der Bezeichnung "GELEOL" von der Firma GATTEFOSSE im Handel) 2%

Bienenwachs 7%

Carnaubawachs 2%

Paraffin 3,5%

B - Schwarzes Eisenoxid 6%

C -

Hydroxyethylcellulose (unter der Bezeichnung "CELLOSIZE QP" von der Firma AMERCHOL im Handel) 0,5%

Gummi arabicum 2%

Keratinhydrolysat (unter der Bezeichnung "KERASOL" von der Firma CRODA im Handel) 1,8%

D-Panthenol 1,0%

Konservierungsmittel qs

Wasser ad. 100%

Im Gegensatz zu Beispiel 1 enthält dieses Beispiel keine Desoxyribonucleinsäure. Ein Blindvergleichstest mit den Beispielen 1 und 1' wurde mit einem Panel von 19 Frauen durchgeführt. Der STUDENT-Test zeigte, daß durch Beispiel 1 mit Desoxyribonucleinsäure eine bessere Trennung und eine bessere Verlängerung der Wimpern nach dem Auftragen erzielt werden konnte.

Beispiel 2: Öl-in-Wasser-Emulsion

A -

Triethanolaminstearat 10%

Bienenwachs 8%

Carnaubawachs 2%

Paraffin 5%

B - Schwarzes Eisenoxid 5%%

C -

Hydroxyethylcellulose (unter der Bezeichnung "CELLOSIZE QP" von der Firma AMERCHOL im Handel) 1,2%

Desoxyribonucleinsäure (aus Weizenkeimen gewonnen) (von der Firma INOCOSM im Handel) 2%

Konservierungsmittel qs

Wasser ad. 100%

Beispiel 3: Dispersion

A -

Paraffinwachs 4%

Carnaubawachs 3%

Bienenwachs 5%

Candelillawachs 5%

Schwarzes Eisenoxid 5

B -

Montmorillonit 5%

Propylencarbonat 1%

Isoparaffin 55,3%

C -

Desoxyribonucleinsäure in Wasser, 3% Wirkstoff (Fischprotein) (von der Firma SEDERMA im Handel) 16,7%


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Schminken der Augen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Wimpern und/oder die Augenbrauen eine Zusammensetzung aufgetragen wird, die Desoxyribonucleinsäure oder ein anorganisches oder organisches Salz von Desoxyribonucleinsäure und mindestens ein Wachs enthält.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung einen kosmetisch akzeptablen Träger enthält.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Desoxyribonucleinsäure zu Wachs im Bereich von 0,025 bis 2,5 liegt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Molekulargewicht der Desoxyribonucleinsäure im Bereich von 1·10&sup5; bis 1·10&sup7; liegt.

5. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Molekulargewicht der Desoxyribonucleinsäure im Bereich von 5·10&sup5; bis 5·10&sup6; liegt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mengenanteil der Desoxyribonucleinsäure in der Zusammensetzung im Bereich von 0,02 bis 5 Gew.-% Polymertrockensubstanz liegt.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mengenanteil der Desoxyribonucleinsäure in der Zusammensetzung im Bereich von 0,05 bis 2 Gew.-% Polymertrockensubstanz liegt.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wachs unter den tierischen Wachsen, mineralischen Wachsen, pflanzlichen Wachsen, synthetischen Wachsen oder deren Gemischen ausgewählt ist.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ferner ein Pigment enthält, das unter den anorganischen Pigmenten, organischen Pigmenten und Perlglanzpigmenten ausgewählt ist.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Pigment in der Zusammensetzung in Mengenanteilen von 3 bis 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung ferner mindestens ein grenzflächenaktives Mittel enthält, wenn sie in Form einer Emulsion vorliegt.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das grenzflächenaktive Mittel in der Zusammensetzung in einem Mengenanteil von 2 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorliegt.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Desoxyribonucleinsäure in einer wäßrigen Phase vorliegt.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung mindestens ein Verdickungsmittel natürlichen oder synthetischen Ursprungs enthält.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung mindestens einen Bestandteil enthält, der unter den Vitaminen, Spurenelementen, reizlindernden Mitteln, Konservierungsmitteln, Maskierungsmitteln, Parfums, Ölen, Siliconen, Haftmitteln, Polymeren, Alkalisierungs- oder Ansäuerungsmitteln und Füllstoffen ausgewählt ist.

16. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, um die Wimpern und/oder Augenbrauen zu verlängern und/oder zu krümmen.







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