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Dokumentenidentifikation DE19738637A1 11.03.1999
Titel Sicherheitsschaltung
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Meier, Dietmar, 75233 Tiefenbronn, DE
DE-Anmeldedatum 04.09.1997
DE-Aktenzeichen 19738637
Offenlegungstag 11.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1999
IPC-Hauptklasse H01R 13/713
Zusammenfassung Es wird eine Sicherheitsschaltung vorgeschlagen, die mit einer zusätzlichen Schaltfunktion bei der Ansteuerung eines elektrischen Stellgliedes versehen ist. Die Ansteuersignale für das Stellglied (1) sind zwischen einer ersten lösbaren Steckverbindung (2) und dem Stellglied im Inneren eines Gehäuses über einen Zwischenstecker (4; 17) mit einer weiteren lösbaren Steckverbindung derart geführt, daß mit der zweiten lösbaren Steckverbindung ein Sicherheitsschalter (12) in den Ansteuerkreis des Stellgliedes einfügbar ist.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsschaltung für die Ansteuerung von elektrischen Stellgliedern nach der Gattung des Hauptanspruchs.

Es sind beispielsweise sogenannte Zweihand-Sicherheitsschaltungen für die Ansteuerung von Stellgliedern oder elektrischen Maschinen aus dem "AEG-Hilfsbuch 1, Grundlagen der Elektrotechnik, Elitera Verlag Berlin 1972, Seiten 417, 418" bekannt, bei denen mit einem separaten Not- Aus-Schalter der Stromkreis zur Versorgung der Maschine jederzeit unterbrochen werden kann.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Sicherheitsschaltung der eingangs angegebenen Art ist mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 insbesondere dadurch vorteilhaft, daß auf einfache Weise eine bereits vorhandene Steckverbindung (beispielsweise nach DIN-Norm) in einer elektrischen Anlage so erweitert werden kann, daß die Ansteuersignale für ein Stellglied zwischen einer ersten lösbaren Steckverbindung und dem Stellglied im Inneren eines Gehäuses über einen außen anschließbaren Sicherheitsschalter geführt werden kann. Über eine zusätzliche lösbare Steckverbindung, mechanisch kombiniert mit der oben erwähnten Steckverbindung, ist somit in vorteilhafter Weise eine Sicherheitsschaltung im Ansteuerkreis des Stellgliedes realisierbar.

Auf die erste Steckverbindung ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein zusätzlicher Zwischenstecker mit zwei Eingängen einfach aufsteckbar und gegebenenfalls mit einer einzigen Zentralschraube sicherbar, so daß der eine Eingang die erste Steckverbindung für die Ansteuersignale des Stellgliedes und der andere Eingang die zweite Steckverbindung für den Sicherheitsschalter bildet. Diese Nachrüstung der Schaltung ist jederzeit mit einfachen Mitteln möglich ohne in die Steuer- oder Regelschaltung oder die mechanische Ausgestaltung der Anlage einzugreifen. Aufwendige Kabel-, Klemm- oder Lötarbeiten an der oft relativ unzugänglichen Anlage entfallen somit.

Die Ansteuersignale sind dabei in an sich bekannter Art und Weise über den in Reihe liegenden Sicherheitsschalter geführt und es ist darüber hinaus zur Vermeidung von störenden Spannungsspitzen durch die Sicherheitsschaltvorgänge im Zwischenstecker eine Transzorb-Diode anschließbar, die die Pole der Ansteuerleitung überbrückt.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Zeichnung

Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltung werden anhand der Figuren erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht eines Magneten als elektrisches Stellglied mit einer zusätzlichen Steckverbindung für einen Sicherheitsschalter;

Fig. 2 eine Detailansicht des zusätzlichen Zwischensteckers mit zwei Eingängen und eines Steckers für den Sicherheitsschalter;

Fig. 3 ein elektrisches Ersatzschaltbild;

Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel des Zwischensteckers mit zwei jeweils rechtwinklig zueinander liegenden Eingängen;

Fig. 5 Detailansichten des Zwischensteckers nach Fig. 4 und

Fig. 6 ein elektrisches Ersatzschaltbild des Zwischensteckers nach Fig. 4.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

In Fig. 1 ist ein Magnet 1 als elektrisches Stellglied für ein Hydrauliksystem gezeigt, der mit einem ersten Stecker 2 über eine Kabelverbindung 3 mit Ansteuersignalen für die Betätigung des Stellgliedes versorgt wird. Der Stecker 2 ist gemäß der Erfindung nicht direkt an eine entsprechende Steckerkupplung am Gehäuse des Magneten 1, sondern über einen Zwischenstecker 4 angeschlossen.

Der Zwischenstecker 4 weist einen Eingang 5 für die Ansteuerleitung und einen anderen Eingang 6 für den Anschluß eines Sicherheitsschalters über einen zusätzliche Stecker 7 auf. Der Zwischenstecker 4 ist mit seinen Eingängen 5 und 6 und dem zusätzlichen Stecker 7 in Fig. 2 im Detail gezeigt. Der Ausgang 8 des Zwischensteckers 4 wird direkt auf den Magneten 1 gesteckt und an diesem über eine Schraube 9 befestigt. Die Schraube 9 ist in der Fig. 1 in der Draufsicht zu sehen. Im Inneren des Zwischensteckers 4 sind die notwendigen elektrischen Verbindungen durch Crimpen oder Löten hergestellt, wobei die weiteren, in der Figur dargestellten Details für den erfindungsgemäßen Aufbau nicht wesentlich sind.

Ein elektrisches Ersatzschaltbild der erfindungsgemäßen Sicherheitsschaltung ist in Fig. 3 gezeigt, wobei die Ansteuerleitung für den Magneten 1 zwischen dem Anschlußpunkt 10 und dem Anschlußpunkt 11 des Eingangs 6 mittels eines Sicherheitsschalters 12 durchschaltbar bzw. trennbar ist. Durch das Aufstecken des zusätzlichen Steckers 7 kann somit ein Sicherheitsschalter 12 mit einer jeweils für den Anwendungsfall ausgewählten Auslösefunktion einfach an die vorhandene Anordnung über den Zwischenstecker 4 angeschaltet werden.

Zwischen dem einen Pol 13 des Anschlusses des Magneten 1 am Ausgang 8 und dem andern Pol 14 ist als Schutz vor störenden Spannungsspitzen bei den Schaltvorgängen eine Transzorb-Diode 15 angeordnet. Der Anschlußpunkt 16 stellt den Maßeanschluß dar.

Bei einem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist ein Zwischenstecker 17 in Abwandlung zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit rechtwinklig zueinander angeordneten Eingängen 5 und 6 gezeigt. Der Stecker 7, über den der Sicherheitsschalter 12 angeschlossen wird, ist hierbei in Längsrichtung des Magneten 1 eingesteckt.

Die Darstellung nach Fig. 5 zeigt verschiedene Ansichten des Zwischensteckers 17 mit rechtwinklig zueinander liegenden Eingängen 5 und 6 nach der Fig. 4, wobei hier auf die Erläuterungen zu Fig. 2 verwiesen wird.

Aus dem Ersatzschaltbild nach Fig. 6 sind die im Vergleich zum Ersatzschaltbild nach Fig. 3 unterschiedlichen geometrischen Ausrichtungen der Eingänge 5 und 6 erkennbar, wobei die Ersatzschaltbilder jedoch funktionsgleich sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Sicherheitsschaltung, mit
    1. - einer zusätzlichen Schaltfunktion bei der Ansteuerung eines elektrischen Stellgliedes,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Ansteuersignale für das Stellglied (1) zwischen einer ersten lösbaren Steckverbindung (2) und dem Stellglied im Inneren eines Gehäuses über eine weitere lösbare Steckverbindung derart geführt sind, daß über der zweiten lösbaren Steckverbindung ein Sicherheitsschalter (12) in den Ansteuerkreis des Stellgliedes (1) einfügbar ist.
  2. 2. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - auf die erste Steckverbindung (2) ein zusätzlicher Zwischenstecker (4; 17) mit zwei Eingängen (5, 6) aufsteckbar ist, wobei der eine Eingang (5) die erste Steckverbindung für die Ansteuersignale und der andere Eingang (6) die zweite Steckverbindung für den Sicherheitsschalter (12) bildet.
  3. 3. Sicherheitsschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - der zweite Eingang (6) für den Sicherheitsschalter (12) rechtwinklig zur Steckverbindung (8), die zum Stellglied (1) führt, abgewinkelt ist.
  4. 4. Sicherheitsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - die Ansteuersignale über den in Reihe im Ansteuerstromkreis liegenden Sicherheitsschalter (12) geführt sind.
  5. 5. Sicherheitsschaltung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - im zusätzlichen Zwischenstecker (4; 17) die Pole (13, 14) der Ansteuerleitung an die das Stellglied (1) anschließbar ist mit einer Transzorb-Diode (15) geschützt sind.
  6. 6. Sicherheitsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - das Stellglied ein Magnet für hydraulische Steuer- und Regelsysteme in Kraftfahrzeugen ist.






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