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Dokumentenidentifikation DE19604956C2 25.03.1999
Titel Verfahren zur Herstellung eines mehrlagigen elastischen Flächengebildes sowie mehrlagiges elastisches Flächengebilde
Anmelder Corovin GmbH, 31224 Peine, DE
Erfinder Boich, Heinz-Horst, 31224 Peine, DE
Vertreter Thömen und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Anmeldedatum 10.02.1996
DE-Aktenzeichen 19604956
Offenlegungstag 14.08.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.1999
IPC-Hauptklasse B32B 25/10
IPC-Nebenklasse B32B 3/28   B32B 27/02   B32B 27/20   B32B 7/04   B32B 5/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines mehrlagigen elastischen Flächengebildes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.

Ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde ist bereits aus der EP 0 321 980 A2 bekannt. Es umfaßt eine unelastische Faser- oder Filamentlage und eine elastische Lage. Die unelastische Lage wird mit der gedehnten elastischen Lage durch einen Thermobondingprozeß an beabstandeten Verbindungsstellen verbunden und anschließend das gesamte Flächengebilde entspannt. Dabei wirft sich die unelastische Faser- oder Filamentlage zwischen den Verbindungsstellen senkrecht zur Flächenebene auf. Bei Dehnung des Flächengebildes reduziert sich die Aufwerfung, bis sich die Fasern der Faser- oder Filamentlage parallel zur Flächenebene ausgerichtet haben.

Ferner ist aus der DE 42 43 012 A1 ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde bekannt, bei dem eine elastische und eine unelastische Lage an zueinander beabstandeten Verbindungsstellen verbunden und anschließend gedehnt werden. Die elastische Lage stellt sich nach der ersten Dehnung zurück, während die unelastische Lage eine bleibende Dehnung erfährt und sich zwischen den Verbindungsstellen senkrecht zur Flächenebene aufwirft. Für die unelastische Lage kommen nur solche Fasermaterialien in Betracht, die eine hohe bleibende Dehnung besitzen.

Die bekannten Flächengebilde beziehen während der Dehnung die Wegreserve ihrer unelastischen Lage ausschließlich aus den Aufwerfungen der Fasern zwischen den Verbindungsstellen, die mit zunehmender Dehnung abnehmen, bis sich die Fasern der unelastischen Lage parallel zur Flächenebene ausgerichtet haben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines mehrlagigen elastischen Flächengebildes anzugeben sowie ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde zu schaffen, das in einer Dehnungsrichtung die Wegreserve ihrer unelastischen Lage durch Ausrichten der Fasern in der Flächenebene bezieht.

Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einem mehrlagigen elastischen Flächengebilde nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8 durch die jeweils im Kennzeichen angegebenen Merkmale gelöst.

Durch die Vorverstreckung der verfestigten unelastischen Faservlieslage richten sich Fasern im wesentlichen in Richtung der Vorverstreckungsrichtung aus und behalten diese Ausrichtung auch nach Verbindung mit der gummielastischen Lage bei, sofern diese entspannt ist. Eine Dehnbarkeit des Verbundmaterials in Querrichtung zur Vorverstreckungsrichtung wird dadurch ermöglicht, daß sich die Fasern zwischen den Verbindungsstellen mit der gummielastischen Lage nach Art eines Scherengatters auslenken lassen. In Abhängigkeit der Dehnung richten sie die Fasern aus der ursprünglichen Richtung längs zur Vorverstreckungsrichtung dann in Dehnungsrichtung aus. Die Wegreserve wird hier also aus dem Auslenken der Fasern in der Flächenebene bezogen. Die Lagendicke und das Oberflächenprofil der unelastischen Lage ändern sich hierbei nicht.

Weiterhin wird zusätzlich die gummielastische Lage vor der Verbindung mit der unelastischen Faservlieslage in Richtung der Vorverstreckungsrichtung der unelastischen Faservlieslage gedehnt, im gedehnten Zustand mit der vorverstreckten unelastische Faservlieslage verbunden und anschließend wird das entstandene mehrlagige Flächengebilde entspannt.

Dieses Flächengebilde ist in zwei Dimensionen dehnbar, nämlich einerseits in Vorverstreckungsrichtung der unelastischen Faservlieslage und andererseits quer dazu. Dabei bezieht das Flächengebilde die Wegreserve ihrer unelastischen Lage bei Dehnung in Vorverstreckungsrichtung aus den Aufwerfungen der Fasern zwischen den Verbindungsstellen und quer dazu aus der Ausrichtung der Fasern in der Flächenebene.

Außerdem wird die Verbindungsfläche der gummielastischen Lage und/oder der unelastischen Faservlieslage mit einer ungleichmäßigen adhäsiven und/oder kohäsiven Beschichtung oder mit einer teilflächigen unter Ausschluß vorgesehener Verbindungsstellen ausgebildeten dehäsiven Beschichtung versehen. Mittels eines Bondingprozesses wird dann eine vollflächige Verbindung zwischen der gummielastischen Lage und der unelastischen Faservlieslage erzeugt.

Schließlich werden Bereiche der vollflächigen Verbindung bei nachfolgender Dehnung in Querrichtung zur Richtung der Vorverstreckung und bei zusätzlicher während der Verbindung mit der vorverstreckten unelastischen Faservlieslage in Richtung der Vorverstreckungsrichtung gedehnter gummielastischer Lage bei nachfolgender Entspannung bis auf bleibende Verbindungsstellen wieder gelöst.

Der Vorteil dieser Maßnahme besteht darin, daß im Bondingprozeß, der z. B. durch Thermobonding oder Ultraschallbonding ausgeführt sein kann, ein gleichmäßiger Druck auf die aufeinander gelegte gummielastische Lage und die unelastische Faservlieslage ausgeübt werden kann. Beschädigungen, die durch punktuelle Drücke zu einem Ausweichen des Materials zu den Seiten und damit zu einer Verringerung der Schichtdicke an den vorgesehenen Verbindungsstellen führen würden, können daher nicht auftreten. Dies gilt besonders, wenn die elastische Lage durch die Dehnung während des Bondingprozesses im Querschnitt verringert ist. Trotzdem erfolgt eine bleibende Verbindung der unelastischen Faservlieslage mit der gummielastischen Lage nur an diskreten Verbindungsstellen, da die dehäsive Beschichtung oder die ungleichmäßige adhäsive und/oder kohäsive Beschichtung eine Ablösung der Schichten in den anderen Bereichen ermöglicht, sobald die gummielastische Lage in Querrichtung zur Vorverstreckungsrichtung der unelastischen gedehnt bzw. in Vorverstreckungsrichtung entspannt wird.

Durch die DE 42 38 541 A1 ist zwar ebenfalls ein mehrschichtiges elastisches Flächengebilde bekannt, jedoch bauschen sich dort die Fasern der unelastischen Schicht zieharmonikaförmig auf, während bei der Erfindung die Fasern der unelastischen Schicht stets in der Ebene des Flächengebildes liegen und sich lediglich nach Art eines Scherengatters in dieser Ebene auslenken.

In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung kann die unelastische Faservlieslage längs oder quer zur Produktionsrichtung vorverstreckt werden. Bevorzugt wird eine Vorverstreckung längs zur Produktionsrichtung, da dies einerseits die Durchführung der Vorverstreckung erleichtert, andererseits - bei Verzicht auf eine zusätzliche Dehnbarkeit in Produktionsrichtung - den Transport in einer Produktionsstraße und die Weiterverarbeitung erleichtert, da das Material in Produktionsrichtung nicht nachgibt.

Die unelastische Faservlieslage kann bis mindestens 50% der maximalen Reißdehnung vorverstreckt werden.

Dadurch ergibt sich eine weitgehende Ausrichtung aller Fasern in Vorverstreckungsrichtung und auch eine Vergrößerung der Abstände der Bondierungspunkte der verfestigten Faservlieslage, was die spätere Auslenkbarkeit der Fasern begünstigt. Außerdem erhöhen sich die erforderlichen Kräfte für eine weitere Verstreckung, wodurch das zusammengesetzte elastische Flächengebilde sicherer gegen Überdehnung wird.

In der Praxis kann die unelastische Faservlieslage so vorverstreckt werden, daß sie bei Vorverstreckung längs zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis längs zu quer von 0,8 zu 1,2 bis 20 zu 3 und bei Vorverstreckung quer zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis quer zu längs von 0,8 zu 1,2 bis 20 zu 3 aufweist.

Zur Erzielung einer Elastizität in Verstreckungsrichtung der unelastischen Faservlieslage kann die gummielastischen Lage vor ihrer Verbindung mit der unelastischen Faservlieslage um bis zu 150% ihrer Ausgangslänge gedehnt werden.

Da die Faservlieslage unelastisch ist, kommt es nach der Entspannung der gummielastischen Lage dann zu einer Aufwerfung der Fasern, die um das Maß dieser Dehnung länger als die Abstände zwischen den Verbindungsstellen sind. Diese Aufwerfung ist jedoch verhältnismäßig gering und daher optisch nicht störend.

Die dehäsive oder die adhäsive und/oder kohäsive Beschichtung kann mit Farbstoffen oder Farbpigmenten versehen werden. Dadurch läßt sich eine farbliche Gestaltung erreichen, ohne daß das Flächengebilde bedruckt werden muß.

Die dehäsive Beschichtung kann zwischen 5-90% der Verbindungsfläche bedecken. Auf diese Weise lassen sich die Abstände der vorgesehenen Verbindungsstellen sowie deren Fläche verändern, so daß sich auf diese Weise die Dehnbarkeit beeinflussen läßt.

Im Falle einer als Film oder Folie ausgebildeten gummielastischen Lage kann diese einen mehrschichtigen Aufbau besitzen, wobei die als Verbindungsfläche dienende Schicht einen um wenigstens 20° Celsius niedrigeren Schmelzpunkt als die andere Schicht aufweist. Bei dieser Ausgestaltung geht die Faservlieslage nur oberflächlich eine Verbindung mit der gummielastischen Lage ein, da durch die unterschiedlichen Schmelzpunkte verhindert werden kann, daß auch die Teilschicht mit dem höheren Schmelzpunkt erweicht und die Fasern der Faservlieslage in diese Teilschicht eindringen.

Bei einer praktischen Ausgestaltung kann die als Verbindungsfläche dienende Schicht aus copolymeren Rohstoffen mit einer von wenigstens 2,5 µm bestehen und die andere Schicht aus elastomeren, polymeren und copolymeren Rohstoffen mit einer Dicke zwischen 8-100 µm, vorzugsweise zwischen 15 bis 80 µm.

Alternativ kann die als Film oder Folie ausgebildete gummielastische Lage heterogen ausgebildet sein und elastomere, polymere und copolymere Rohstoffe umfassen.

Bei der heterogenen Ausbildung sind die genannten Rohstoffe zwar vermischt, jedoch ist die Vermischung nicht homogen, so daß die den Rohstoffen anhaftenden spezifischen Eigenschaften, nämlich Gummielastizität und Adhäsivität bzw. Kohäsivität gleichwohl erhalten bleiben.

Im Falle einer als Faserstruktur ausgebildeten gummielastischen Lage können die Fasern aus Bikomponenten-Fasern bestehen, wobei die eine Komponente einen um wenigstens 20° Celsius niedrigeren Schmelzpunkt als die andere Komponente aufweist.

Dadurch läßt sich erreichen, daß während des Bondingprozesses nur die Komponenten mit der niedrigeren Schmelztemperatur erweichen, während die anderen Komponenten nicht erweichen und dadurch sichergestellt ist, daß die Faservlieslage ihre Faserstruktur beibehält.

Alternativ kann auch die Faserstruktur aus Hetrofil-Fasern bestehen, die elastomere polymere und copolymere Rohstoffe umfaßt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:

Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung eines mehrlagigen Flächengebildes,

Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Flächengebilde mit vorverstreckter unelastische Faservlieslage im entspannten Zustand,

Fig. 3 eine Draufsicht auf das Flächengebilde gemäß Fig. 2 im gedehnten Zustand,

Fig. 4 einen Schnitt durch ein Flächengebilde mit Dehnbarkeit in Vorverstreckungsrichtung im entspannten Zustand und

Fig. 5 einen Schnitt durch das Flächengebilde gemäß Fig. 4 im gedehnten Zustand.

Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zur Herstellung eines mehrlagigen elastischen Flächengebildes. Auf dem Legeband 20 einer Legevorrichtung wird zunächst eine Vlieslage hergestellt, was alternativ nach dem Spinnvliesverfahren oder Schmelzblasverfahren erfolgen kann. Dazu befindet sich oberhalb des Legebandes 20 eine Düsenvorrichtung 22 für die austretende Schmelze, die im Falle einer Spinnvorrichtung als Spinnbalken und im Falle einer Schmelzblasvorrichtung als Anordnung von Schmelzblasdüsen ausgeführt sein kann.

Die Vlieslage gelangt anschließend zu einer Kalanderwalzenanordnung 24, mittels der durch z. B. Thermo- oder Ultraschallbondierung eine Verfestigung der Vlieslage vorgenommen wird.

Danach wird die verfestigte Vlieslage 12 über eine Streckvorrichtung 26 aus Walzen, die eine gegenüber der Kalanderwalzenanordnung 24 höhere Transportgeschwindigkeit aufweisen, vorverstreckt.

Von einer Vorratsrolle oder einer gesonderten Produktionsvorrichtung 28 wird eine gummielastische Folie 10 bereitgestellt, die über eine Bedruckungswalze 30 läuft und mit einer dehäsiven Schicht 14 entsprechend einem durch die Bedruckungswalze 30 vorgegebenen Muster versehen wird. Dadurch deckt die aufgetragene dehäsive Schicht 14 nicht vollflächig die gummielastische Folie 10, sondern läßt Bereiche frei, die als spätere bleibende Verbindungsstellen 16 dienen.

Ist eine Dehnbarkeit des mehrlagigen Flächengebildes auch in Vorverstreckungsrichtung gewünscht, so wird die gummielastische Folie 10 durch unterschiedlich schnell laufende Transportwalzen zusätzlich in Produktionsrichtung gedehnt. Dann wird die gummielastische Folie 10 mit der vorverstreckten Faservlieslage 12 in Kontakt gebracht und durchläuft eine Bondiervorrichtung 32 mit glatten beheizten Walzen. Bei dem Bondierprozeß werden die gummielastische Lage 10 und die Faservlieslage 12 an den von der dehäsiven Beschichtung 14 freien Stellen dauerhaft kontaktiert, während sie an den übrigen Stellen nur eine vorläufige Verbindung eingehen.

Wurde die gummielastische Folie 10 durch unterschiedlich schnell laufende Transportwalzen zuvor in Produktionsrichtung gedehnt, so wird das Flächengebilde über weitere unterschiedlich schnell laufende Transportwalzen entspannt, worauf sich die Faservlieslage 12 zwischen den Verbindungsstellen 16 wieder von der gummielastischen Lage 10 löst und dort aufwirft. Anderenfalls lösen sich die vorläufigen Verbindungsbereiche durch Dehnen des Flächengebildes quer zur Produktionsrichtung.

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Draufsicht auf ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde mit vorverstreckter unelastischer Faservlieslage 12. Die Fasern der Vlieslage sind in Fig. 3, die den entspannten Zustand zeigt, überwiegend in Richtung der Vorverstreckung ausgerichtet. Zur Veranschaulichung der Unterschiede des entspannten und gedehnten Zustandes sind außerdem die Verbindungsstellen 16 mit der gummieleastischen Lage dargestellt. Wird das Flächengebilde in Querrichtung zur Vorverstreckungsrichtung gedehnt, so verschwenken die Fasern 18 der Faservlieslage 12 um die Verbindungsstellen 16 als Schwenkpunkte und richten sich von der ursprünglich in Vorverstreckungsrichtung weisenden Ausrichtung mehr und mehr in Dehnungsrichtung aus.

Bei kleine Dehnungen ist der Schwenkwinkel relativ gering, so daß kein Widerstand gegen die Dehnung eintritt und allein die Eigenschaften der elastischen Lage das Dehnungsverhalten bestimmen. Je weiter die Fasern 18 in Dehnungsrichtung ausgerichtet werden, umso größer wächst der Widerstand gegen weiteres Dehnen bis schließlich die Wegreserve erschöpft ist. Einer Dehnung in Verstreckungsrichtung wird bereits anfänglich ein großer Widerstand entgegengesetzt. Da die Fasern durch die Vorverstreckung eine erhöhte Festigkeit gegen weitere Verstreckung aufweisen, ergibt sich auch eine Sicherheit gegen Überdehnung, wenn die Wegreserve erschöpft ist.

Fig. 4 und 5 zeigen einen Schnitt durch ein mehrlagiges elastisches Flächengebilde aus einer gummielastischen Lage 10 und einer Faservlieslage 12. Die gummielastische Lage 10 trägt eine in Form eines Musters aufgetragene dehäsive Beschichtung 14. Dieses Muster läßt Bereiche frei, die als vorgesehene Verbindungsstellen 16 der beiden Lagen 10, 12 dienen. An diesen vorgesehenen Verbindungsstellen 16 ist die gummielastische Lage 10 mit der Faservlieslage 12 verklebt oder oberflächlich verschmolzen.

Das in den Fig. 4 und 5 dargestellte Flächengebilde ist zusätzlich in Vorverstreckungsrichtung dehnbar. Fig. 4 zeigt dabei den entspannten und Fig. 5 den gespannten Zustand. Bei dieser Darstellung haftet die Faservlieslage 12 an der gummielastischen Lage 10 an den Verbindungsstellen 16, während sich in den übrigen Bereichen, die mit der dehäsiven Beschichtung 14 versehen sind, die Faservlieslage 12 abhebt und aufwirft.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines mehrlagigen elastischen Flächengebildes aus wenigstens einer gummielastischen Lage aus einem Film, einer Folie oder einer Faserstruktur und wenigstens einer mit der gummielastischen Lage an bleibenden Verbindungsstellen verbundenen verfestigten unelastischen Faservlieslage, wobei die unelastische Faservlieslage vor ihrer Verbindung mit der gummielastische Lage vorverstreckt wird, so daß die Fasern der unelastischen Faservlieslage im wesentlichen in Richtung der Vorverstreckungsrichtung ausgerichtet werden und daß die unelastische Faservlieslage im vorverstreckten Zustand mit der gummielastischen Lage verbunden wird, wobei ferner zusätzlich die gummielastische Lage vor der Verbindung mit der unelastischen Faservlieslage in Richtung der Vorverstreckungsrichtung der unelastischen Faservlieslage gedehnt wird, im gedehnten Zustand mit der vorverstreckten unelastischen Faservlieslage verbunden wird und anschließend das entstandene mehrlagige Flächengebilde entspannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsfläche der gummielastischen Lage und/oder der unelastischen Faservlieslage mit einer ungleichmäßigen adhäsiven und/oder kohäsiven Beschichtung oder mit einer teilflächigen unter Ausschluß vorgesehener Verbindungsstellen ausgebildeten dehäsiven Beschichtung versehen wird, daß mittels eines Bondingprozesses eine vollflächige Verbindung zwischen der gummielastischen Lage und der unelastischen Faservlieslage erzeugt wird und daß Bereiche der vollflächigen Verbindung bei nachfolgender Dehnung in Querrichtung zur Vorverstreckungsrichtung und bei zusätzlicher während der Verbindung mit der vorverstreckten unelastischen Faservlieslage in Richtung der Vorverstreckungsrichtung gedehnter gummielastischer Lage bei nachfolgender Entspannung bis auf bleibende Verbindungsstellen wieder gelöst werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastische Faservlieslage längs oder quer zur Produktionsrichtung vorverstreckt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastische Faservlieslage bis mindestens 50% der maximalen Reißdehnung vorverstreckt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastische Faservlieslage so vorverstreckt wird, daß sie bei Vorverstreckung längs zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis längs zu quer von 0,8 zu 1, 2 bis 20 zu 3 und bei Vorverstreckung quer zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis quer zu längs von 0,8 zu 1, 2 bis 20 zu 3 aufweist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gummielastische Lage vor ihrer Verbindung mit der unelastischen Faservlieslage um bis zu 150% ihrer Ausgangslänge gedehnt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dehäsive oder die adhäsive und/oder kohäsive Beschichtung mit Farbstoffen oder Farbpigmenten versehen wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die dehäsive Beschichtung auf 5% bis 90% der Verbindungsfläche aufgebracht wird.
  8. 8. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde aus wenigstens einer gummielastischen Lage (10) aus einem Film, einer Folie oder einer Faserstruktur und wenigstens einer mit der gummielastischen Lage (10) an bleibenden Verbindungsstellen (16) verbundenen verfestigten unelastischen Faservlieslage (12), wobei die unelastische Faservlieslage (12) vorverstreckt ist, so daß die Fasern (18) der unelastischen Faservlieslage eine im wesentlichen in Richtung der Vorverstreckungsrichtung weisende Ausrichtung aufweisen, und daß das Flächengebilde quer zur Vorverstreckungsrichtung reversibel dehnbar ist, indem die Fasern (18) der unelastischen Faservlieslage (12) zwischen den bleibenden Verbindungsstellen (16) ihre Ausrichtung in Dehnungsrichtung in Abhängigkeit des Dehnungsgrades ändern, wobei ferner zusätzlich die gummielastische Lage (10) bei der Verbindung mit der vorverstreckten unelastischen Faservlieslage (12) in Vorverstreckungsrichtung gedehnt und nach der Verbindung entspannt ist, wobei sich die Fasern (18) der unelastischen Faservlieslage (12) zwischen den bleibenden Verbindungsstellen (16) wellenartig aufwerfen, und daß das Flächengebilde in Richtung der Vorverstreckungsrichtung reversibel dehnbar ist, indem sich die Aufwerfungen der Fasern (18) zwischen den bleibenden Verbindungsstellen (16) in Abhängigkeit des Dehnungsgrades reduzieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsfläche der gummielastischen Lage (10) und/oder der unelastischen Faservlieslage (12) eine ungleichmäßige adhäsive und/oder kohäsive Beschichtung oder eine teilflächige unter Ausschluß vorgesehener Verbindungsstellen (16) ausgebildete dehäsive Beschichtung (14) trägt und sich die bei einem Bondingprozeß eingetretene vollflächige Verbindung zwischen der gummielastischen Lage (10) und der unelastischen Faservlieslage (12) bei nachfolgender Dehnung in Querrichtung zur Vorverstreckungsrichtung und bei zusätzlicher während der Verbindung mit der vorverstreckten unelastischen Faservlieslage (12) in Vorverstreckungsrichtung gedehnter gummielastischer Lage (10) bei nachfolgender Entspannung bis auf bleibende Verbindungsstellen (16) wieder löst.
  9. 9. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastische Faservlieslage (12) längs oder quer zur Produktionsrichtung vorverstreckt ist.
  10. 10. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorstreckung mindestens 50% der maximalen Reißdehnung beträgt.
  11. 11. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die unelastische Faservlieslage (12) bei Vorverstreckung längs zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis längs zu quer von 0,8 zu 1,2 bis 20 zu 3 und bei Vorverstreckung quer zur Produktionsrichtung ein Festigkeitsverhältnis quer zu längs von 0,8 zu 1,2 bis 20 zu 3 aufweist.
  12. 12. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die gummielastischen Lage (10) bei Durchführung des Bondingprozesses um bis zu 150% ihrer Ausgangslänge gedehnt ist.
  13. 13. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die dehäsive (14) oder die adhäsive und/oder kohäsive Beschichtung farbig ausgestaltet ist.
  14. 14. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß bei dehäsiver Beschichtung (14) diese Beschichtung 5% bis 90 % der Verbindungsfläche bedeckt.
  15. 15. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer als Film oder Folie ausgebildeten gummielastischen Lage (10) diese Lage einen mehrschichtigen Aufbau besitzt, wobei eine der Schichten als Verbindungsfläche dient und einen um wenigsten 20°C niedrigeren Schmelzpunkt als die andere Schicht aufweist.
  16. 16. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die als Verbindungsfläche dienende Schicht aus copolymeren Rohstoffen besteht und eine Dicke von wenigsten 2,5 µm aufweist und daß die andere Schicht aus elastomeren, polymeren und copolymeren Rohstoffen besteht und eine Dicke zwischen 8 bis 100 µm vorzugsweise zwischen 15 bis 80 µm aufweist.
  17. 17. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer als Film oder Folie ausgebildeten gummielastischen Lage (10) diese Lage heterogen ausgebildet ist und elastomere, polymere und copolymere Rohstoffe umfaßt.
  18. 18. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer als Faserstruktur ausgebildeten gummielastischen Lage (10) diese Lage aus Bikomponenten-Fasern besteht, wobei die eine Komponente einen um wenigsten 20°C niedrigeren Schmelzpunkt als die andere Komponente aufweist.
  19. 19. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die höherschmelzende Komponente aus polymeren Rohstoffen und die niedrigerschmelzende Komponente aus elastomeren und copolymeren Rohstoffen besteht.
  20. 20. Mehrlagiges elastisches Flächengebilde nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer als Faserstruktur ausgebildeten gummielastischen Lage (10) diese Lage aus Heterofil-Fasern besteht und elastomere, polymere und copolymere Rohstoffe umfaßt.






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