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Dokumentenidentifikation DE69503669T2 25.03.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0663202
Titel Maskara kosmetische Zusammensetzungen, die wenigstens einen Wachs und einen Pseudo-Latex von Cellulosederivaten
Anmelder L'Oréal S.A., Paris, FR
Erfinder Mougin, Nathalie, F-75011 Paris, FR;
Mondet, Jean, F-93700 Drancy, FR;
Piot, Bertrand, F-92250 La Garenne-Colombes, FR;
Junino, Alex, F-93190 Livry-Gargan, FR;
Patraud, Jeanne, F-75013 Paris, FR
Vertreter Schwabe, Sandmair, Marx, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69503669
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, NL, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 17.01.1995
EP-Aktenzeichen 954000865
EP-Offenlegungsdatum 19.07.1995
EP date of grant 29.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.1999
IPC-Hauptklasse A61K 7/032
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat eine kosmetische Zubereitung für das Schminken insbesondere der Wimpern zum Gegenstand, die Maskara-Zubereitung genannt wird und gemeinsam wenigstens ein Wachs und einen Pseudo-Latex von Derivaten der Cellulose enthält.

Es ist derzeit üblich, Maskara-Zubereitungen herzustellen, die wenigstens ein Wachs enthalten. Gleichwohl wird dieses niemals alleine verwendet, denn das Schminken mit derartigen Zubereitungen hat sich als sehr schlecht erwiesen, da es zur Bildung eines nicht homogenen Films auf den Wimpern führt. Dieser führt unmittelbar nach dem Trocknen zur Bildung von brechenden Filmen.

Um dem abzuhelfen, wurde in der Druckschrift FR 83.09997 (2.528.699) und in der Druckschrift FR 84.17661 (2.573.305) die gemeinsame Verwendung wenigstens eines Wachses und eines in Lösung in der wäßrigen Phase vorhandenen filmbildenden Polymers vorgeschlagen.

In gleicher Weise wurden in der Druckschrift WO 92/21316 Zubereitungen zur Behandlung der Haare und der Wimpern vorgeschlagen, die gemeinsam ein Silicon, einen Latex und ein Mittel, den Latex und das Silicon in Suspension zu bringen, und/oder ein Dickungsmittel enthalten.

Außerdem wurden Maskara-Zubereitungen vorgeschlagen, die kein Wachs enthalten. So wurde in der Druckschrift JP 57-62,216 (KOKAI) eine wäßrige Maskara-Zubereitung beschrieben, die als filmbildendes Mittel einen synthetischen Latex enthält.

Zwar haben diese Zubereitungen eine bestimmte Verbesserung der Qualität der Schminke- Produkte ermöglicht; gleichwohl sorgen sie nicht für eine zufriedenstellende Streckung der Wimpern und sind außerdem schwierig mit Wasser zu beseitigen. Man hat nun in überra schender und nicht erwarteter Weise festgestellt, daß die gemeinsame Verwendung wenigstens eines Wachses und eines speziellen Pseudo-Latex, der aus Teilchen eines Polymer- Derivats von Cellulose besteht, den Erhalt von Maskara-Zubereitungen erlaubt, die in signifikanter Weise die Streckung und Krümmung der Wimpern verstärken und mit Wasser zu beseitigen sind, wobei sie auch noch ausgezeichnete kosmetische Eigenschaften aufweisen.

Es ist darauf zu verweisen, daß mit dem Ausdruck "Pseudo-Latex" eine Suspension bezeichnet wird, die aus im allgemeinen sphärischen bzw. kugelförmigen Teilchen eines Polymers besteht, wie sie durch Dispergieren des Polymers in einer geeigneten wäßrigen Phase erhalten werden.

Der Ausdruck "Pseudo-Latex" sollte nicht mit dem Ausdruck "Latex" oder "synthetischer Latex" durcheinander gebracht werden; dieser ist in gleicher Weise eine Suspension, die aus Teilchen eines Polymers besteht, die direkt durch Polymerisation eines oder mehrerer Monomere in einer geeigneten wäßrigen Phase erhalten werden.

Genauer gesagt, hat die vorliegende Erfindung eine Maskara-Zubereitung zum Gegenstand, die als Mischung enthält:

(a) einen Pseudo-Latex, der aus Teilchen mit einem mittleren Durchmesser zwischen 10 und 300 nm eines von Cellulose abgeleiteten, filmbildenden Polymers besteht, das in Wasser unlöslich ist und gewählt ist aus Celluloseethern, nicht-ionischen Celluloseestern und anionischen Celluloseestern mit Carbonsäure-Funktionen, wobei die Carbonsäure-Funktionen mit Hilfe eines nicht flüchtigen basischen Mittels zu einem Neutralisierungsgrad zwischen 10 und 80% neutralisiert sind; und

(b) wenigstens ein Wachs mit einem Schmelzpunkt zwischen 60 und 110ºC und vorzugsweise zwischen 65 und 100ºC.

Erfindungsgemäß enthält die Maskara-Zubereitung in Mischung 0,8 bis 20 Gew.-% und vorzugsweise 1 bis 10 Gew.-% Trockensubstanz aus Pseudo-Latex und 2 bis 40 Gew.-% wenigstens eines Wachses, wobei die Prozent-Werte ausgedrückt sind in Bezug auf das Gesamtgewicht der Maskara-Zubereitung.

Erfindungsgemäß liegt das Gewichtsverhältnis des Pseudo-Latex, angegeben als Trockensubstanz, zum Wachs vorzugsweise zwischen 0,025 und 2 und noch spezieller zwischen 0,5 und 1.

Der mittlere Teilchendurchmesser des Pseudo-Latex liegt vorzugsweise bei weniger als oder gleich 250 nm.

Die Polydispersität des Teilchendurchmessers ist relativ niedrig und liegt - gemessen unter quasi-elastischer Diffusion des Lichts - allgemein zwischen 0,05 und 0,40 und vorzugsweise unterhalb von 0,35.

Die Gewichtskonzentration des filmbildenden Polymers in Form der Teilchen in dem Pseudo-Latex liegt allgemein zwischen 5 und 50% und vorzugsweise zwischen 10 und 25 %, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pseudo-Latex.

Die in Wasser unlöslichen filmbildenden Polymer-Derivate der Cellulose, wie sie nachfolgend definiert werden, haben vorzugsweise ein mittleres Molekulargewicht zwischen 2.000 und 700.000 und insbesondere zwischen 5.000 und 500.000, gemessen beispielsweise mittels sterischer Ausschlußchromatographie.

Als in Wasser unlösliche Celluloseether, die als filmbildendes Polymer gemäß der Erfindung verwendbar sind, können insbesondere die Ethylcellulosen und ganz besonders diejenigen genannt werden, die unter den Bezeichnungen "Ethocel" von der Firma Dow Chemical im Handel erhältlich sind.

Von den in Wasser unlöslichen, nicht-ionischen Celluloseestern, die als filmbildendes Polymer gemäß der Erfindung verwendbar sind, können insbesondere die Celluloseacetate, die Cellulosepropionate, die Cellulosebutyrate, die Celluloseacetopropionate und die Celluloseacetobutyrate genannt werden.

Die Pseudo-Latices auf Basis filmbildender Polymere, wie sie vorstehend beschrieben wurden, werden nach bekannten Verfahrensweisen der Herstellung von Pseudo-Latices erhalten.

Das allgemeine Verfahren zur Herstellung von Pseudo-Latices besteht daraus, daß man das in Wasser unlösliche filmbildende Polymer in einem organischen Lösungsmittel löst, das mit Wasser mischbar oder teilweise mischbar ist, unter Rühren die so erhaltene Lösung in Wasser bei einer Temperatur zwischen Umgebungstemperatur und etwa 70ºC dispergiert und unter verringertem Druck und vorzugsweise unter leichtem Erwärmen das organische Lösungsmittel bis zu seiner vollständigen Entfernung verdampft. Man erhält so einen Pseudo-Latex, d. h. eine wäßrige Suspension von Teilchen, die allgemein einen Durchmesser unterhalb von Mikrometern haben.

Das verwendete organische Lösungsmittel muß ein flüchtiges Lösungsmittel oder eine Mischung derartiger Lösungsmittel sein, das/die einen Siedepunkt unterhalb desjenigen von Wasser aufweist/aufweisen.

Das organische Lösungsmittel, wie es oben definiert würde, wird vorzugsweise gewählt aus Aceton, Methylethylketon, Tetrahydrofuran, 1,2-Dichlorethan, Methylacetat, Ethylacetat, Isopropanol und Ethanol.

Entsprechend dieser allgemeinen Verfahrensweise verwendet man bevorzugt außerdem ein dispergierendes Mittel, das gewählt ist aus einem oberflächenaktiven Mittel bzw. Tensid, einer Mischung oberflächenaktiver Mittel bzw. Tenside oder einem wasserlöslichen polymeren Schutzkolloid oder auch einer Mischung aus oberflächenaktivem Mittel bzw. Tensid und polymerem wasserlöslichen Schutzkolloid im Hinblick auf eine Verbesserung der Stabilisierung der Teilchen.

Die erfindungsgemäß verwendbaren oberflächenaktiven Mittel bzw. Tenside können Tenside des anionischen Typs, nicht-ionischen Typs, kationischen Typs oder amphoteren Typs sein. Man verwendet jedoch mit Vorzug oberflächenaktive Mittel des anionischen oder des nicht-ionischen Typs.

Von diesen kann insbesondere Natriumlaurylsulfat genannt werden.

Man kann außerdem das verwendete oberflächenaktive Mittel bzw. Tensid mit einem Co- Stabilisierungsmittel zusammengeben, das in der organischen Phase löslich ist, beispielsweise mit Cetylalkohol.

Als wasserlösliche polymere Schutzkolloide kann man insbesondere Polyvinylalkohol, Gummi arabicum und Polymere mit einer Polyoxyethylen-/Polyoxypropylen-Sequenz nennen.

Wenn das in Wasser unlösliche, filmbildende Polymer-Derivat der Cellulose ein anionischer Celluloseester mit Carbonsäure-Funktionen ist, ist dieser gewählt aus Celluloseacetophthalat, Celluloseacetatsuccinat, Cellulosepropionatsuccinat, Cellulosebutyratsuccinat, Celluloseace-topropionatsuccinat, Celluloseacetobutyratsuccinat, Celluloseacetattrimellitat, Cellulosebu-tyrattrimellitat, Cellulosepropionattrimellitat, Celluloseacetopropionattrimellitat und Cellu-loseacetobutyrattrimellitat.

Die aus den anionischen Celluloseestern mit Carbonsäure-Funktionen bestehenden Pseudo- Latices werden erhalten nach dem allgemeinen Verfahren, wie es vorstehend beschrieben wurde, jedoch unter Berücksichtigung bestimmter Besonderheiten.

Die anionischen Celluloseester mit Carbonsäure-Funktionen, wie sie vorstehend definiert wurden, können nicht so, wie sie sind, in der Herstellung der Pseudo-Latices verwendet werden, sondern müssen bis zu einem Neutralisationsgrad unter 100% neutralisiert werden, um ihre totale Solubilisierung im Wasser zu vermeiden.

Man hat festgestellt, daß es mit einer partiellen Neutralisation der Polymere möglich ist, besonders stabile Pseudo-Latices in Abwesenheit eines hydrophilen Stabilisierungsmittels oder eines oberflächenaktiven Mittels oder auch eines polymeren Schutzkolloids zu erhalten.

Der Neutralisationsgrad der filmbildenden Polymere mit Carbonsäure-Funktionen muß in der Weise genau bestimmt werden, daß sie in Wasser unlöslich bleiben und doch in dem organischen Lösungsmittel löslich sind.

Es versteht sich, daß die Obergrenze des Neutralisationsgrads, die nicht überschritten werden darf, damit das Polymer in Wasser unlöslich bleibt, eine Funktion der Natur jedes anionischen Celluloseesters mit CarbonsäureFunktionen ist. In genereller Weise liegt dieser Neutralisationsgrad allgemein zwischen 30 und 80% und vorzugsweise zwischen 40 und 70 %, wenn das Polymer weniger als 2 meq/g Carbonsäure-Funktionen aufweist, und liegt zwischen 10 und 50%, vorzugsweise zwischen 10 und 40%, wenn das Polymer mehr als 2 meq/g Carbonsäure-Funktionen aufweist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen mittels eines nicht flüchtigen basischen Mittels, das beispielsweise gewählt ist aus einer mineralischen Base wie beispielsweise Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid oder aus einem Aminoalkohol, der gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus 2-Amino-2-methyl-1- propanol (AMP), Triethanolamin, Triisopropanolamin (TIPA), Monoethanolamin, Diethanolamin, Tris[(2-hydroxy)-1-propyl-]amin, 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol (AMPD) und 2-Amino-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol.

Bei der Herstellung des Pseudo-Latex, wie er in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet wird, wird die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen des anionischen Celluloseesters in situ in der Polymerlösung in dem organischen Lösungsmittel durchgeführt, und zwar durch Zugabe der bestimmten Menge der nicht flüchtigen basischen Verbindung.

Das verwendete organische Lösungsmittel ist ein solches, wie es vorstehend für das allgemeine Verfahren definiert wurde.

Nach dem Erhalt der Lösung des partiell neutralisierten anionischen Celluloseesters in dem organischen Lösungsmittel stellt man als nächstes eine Emulsion her, indem man unter Rühren der erhaltenen organischen Lösung eine passende Menge Wasser zusetzt, das gegebenenfalls einen Schaumbremser enthält, dessen Rolle darin besteht, die spätere Verdampfung der organischen Phase zu erleichtern.

Gemäß einer Variante des wie vorstehend definierten Verfahrens kann die Neutralisation der Carbonsäure-Funktionen des Polymers in der Lösung in dem organischen Lösungsmittel während der Bildung der Emulsion durchgeführt werden, indem man eine wäßrige Lösung zusetzt, die die erforderliche Menge der nicht flüchtigen basischen Verbindung enthält.

Während der Bildung der Emulsion wird vorzugsweise ein Rührvorgang durchgeführt, und zwar mit einem unter Scherung arbeitenden Dispergiergerät des Typs Moritz, des Typs Ultra-Turax oder des Typs Raineri, wobei dieses Gerät mit dispergierenden Schaufeln ausgestattet ist.

Die so erhaltene Emulsion ist besonders stabil insoweit, als sich die Carboxylat-Gruppen des Polymers an der Grenzfläche zum Wasser anordnen und die Tröpfchen aufgrund elektrostatischer Abstoßung vor einem Koaleszieren bzw. Zusammenfallen schützen.

Nach der Bildung der Emulsion beginnt man mit der Beseitigung des organischen Lösungsmittels unter partiellem Vakuum, wie es vorstehend beschrieben wurde.

Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung erhält man einen Pseudo-Latex, der frei ist von jedem oberflächenaktiven Mittel oder anderem hydrophilen stabilisierenden Mittel und der besonders stabil ist.

Man kann in die in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendeten Pseudo-Latices im Hinblick auf eine Verbesserung ihrer kosmetischen und mechanischen Eigenschaften ein weichmachendes Mittel in einer Menge zwischen 5 und 90 Gew.-% und vorzugsweise in einer Menge zwischen 10 und 80 Gew.-% einarbeiten, bezogen auf das Gewicht des filmbildenden Polymers, wobei sich dieses Mittel entsprechend seinem Verteilungskoeffizienten zwischen den Teilchen und der wäßrigen Phase des Pseudo-Latex verteilt.

Das weichmachende Mittel, das vom hydrophilen oder hydrophoben Typ sein kann, wird vorzugsweise in Mischung in das organische Lösungsmittel bei der Herstellung des Pseudo- Latex eingearbeitet, und zwar insbesondere dann, wenn es ein Mittel des hydrophoben Typs ist.

Wenn das weichmachende Mittel vom hydrophilen Typ ist, kann es nach der Bildung des Pseudo-Latex in die wäßrige Phase eingearbeitet werden.

Von den weichmachenden Mitteln, die in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man nennen:

- Die "Carbitole" der Firma Union Carbide, insbesondere das "Carbitol" oder Diethylenglykolethylether, das "Methylcarbitol" oder Diethylenglykolmethylether, das "Butylcarbitol" oder Diethylenglykolbutylether oder auch das "Hexylcarbitol" oder Diethylenglykolhexylether;

- die "Cellosolven" der Firma Union Carbide, insbesondere das "Cellosolve" oder Ethylenglykolethylether, das "Butylcellosolve" oder Ethylenglykolbutylether, das "Hexylcellosolve" oder Ethylenglykolhexylether;

- die Derivate von Propylenglykol und insbesondere Propylenglykolphenylether, Propylenglykoldiacetat, Dipropylenglykolbutylether, Tripropylenglykolbutylether, sowie die "Dowanole" der Firma Dow Chemical, insbesondere das "Dowanol PM" oder Propylenglykolmethylether, das "Dowanol DPM" oder Dipropylenglykolmethylether und das "Dowanol TPM" oder Tripropylenglykolmethylether.

Man kann auch noch die folgenden Verbindungen nennen:

- Diethylenglykolmethylether oder "Dowanol DM" der Fima Dow Chemical;

- mit 40 Mol Ethylenoxid ethoxyliertes Ricinusöl wie beispielsweise dasjenige, das von der Firma Rhône Poulenc unter der Bezeichnung "Mulgofen EL-719" vertrieben wird;

- Benzylalkohol;

- Triethylcitrat, vertrieben von der Firma Pfizer unter der Bezeichnung "Citroflex-2";

- 1,3-Butylenglykol;

- Diethyl-, Dibutyl- und Diisopropylphthalat und -adipat;

- Diethyl- und Dibutyltartrat;

- Diethyl-, Dibutyl- und Di-2-ethylhexylphosphat; und

- die Ester von Glycerin wie beispielsweise Glycerindiacetat (Diacetin) und Glycerintriacetat (Triacetin).

Man verwendet mit Vorzug ein weichmachendes Mittel, das gewählt ist aus der Gruppe, die besteht aus Dipropylenglykolmethylether, Tripropylenglykolmethylether, Diethyladipat, Di-isopropyladipat und Glycerintriacetat.

Die in den Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendeten Wachse sind gewählt aus festen und harten Wachsen tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder synthetischen Ursprungs oder ihren Mischungen.

Die Härte der Wachse, gemessen nach dem Verfahren des Eindringens einer Nadel, liegt allgemein zwischen 3 und 40.

Dieses Verfahren, das in den Normen NFT 004 und ASTM D5 beschrieben ist (französische Norm und amerikanische Norm), besteht darin, bei einer Temperatur von 25ºC die Tiefe des Eindringens (ausgedrückt in Zehnteln eines Millimeters) einer normalisierten Nadel (Gewicht: 2,5 g; angeordnet an einem Nadel-Halter, der 47,5 g wiegt; zusammen 50 g) zu messen, die auf dem Wachs 5 s lang angeordnet ist.

Von den tierischen Wachsen kann man Bienenwachs, Lanolinwachs und die Wachse von Insekten aus China nennen.

Von den pflanzlichen Wachsen kann man insbesondere nennen das Reiswachs, das Carnaubawachs, das Candelillawachs, das Ouricurrywachs, das Hanffaserwachs, das Zuckerrohrwachs, das Japanwachs und das Sumachwachs.

Unter den mineralischen Wachsen kann man insbesondere das Bergwachs, die mikrokristallinen Wachse, die Paraffine und Ozokerit nennen.

Unter den synthetischen Wachsen kann man insbesondere die Polyethylen-Wachse, die durch die Fisher-Tropsch-Synthese erhaltenen Wachse und die wachsartigen Copolymere sowie ihre Ester nennen.

Man kann in gleicher Weise in den Zubereitungen gemäß der Erfindung die Wachse verwenden, die durch katalytische Hydrierung von tierischen oder pflanzlichen Ölen erhalten werden, die lineare oder verzweigte Fettsäureresten mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen aufweisen.

Unter diesen kann man insbesondere das hydrierte Jojobaöl, das hydrierte Sonnenblumenöl, das hydrierte Ricinusöl, das hydrierte Copraöl und das hydrierte Lanolinöl nennen.

Die Viskosität der Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung, ausgedrückt in Einheiten der Ablenkung und gemessen im Gerät Contraves TV mit Hilfe des Laufrads Nr. 4 während 10 min bei 25ºC, liegt allgemein zwischen 21 und 85 Ablenkungs-Einheiten und vorzugsweise zwischen 25 und 64 Ablenkungs-Einheiten.

Die Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können außerdem Pigmente enthalten.

Diese Pigmente können organische Pigmente oder mineralische Pigmente sein oder können in gleicher Weise Perlmuttglanz aufweisende Pigmente sein. Derartige Pigmente sind wohlbekannt und wurden insbesondere beschrieben in der Druckschrift FR 83.09997 (2,528,699).

Der Anteil an Pigmenten in den Maskara-Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung liegt allgemein zwischen 3 und 25 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, je nach Farbe und angestrebter Intensität der Färbung.

Die Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können in verschiedenen Formen vorliegen. Sie können insbesondere in Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen oder Wasserin-Öl- Emulsionen oder in Form von Dispersionen vorliegen.

Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung liegen diese in Form von Emulsionen vor, die wenigstens ein anionisches oder nichtionisches Tensid in einem Mengenanteil zwischen 2 und 30 Gew.-% enthalten, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Von den anionischen Tensiden, die allein oder in Mischung verwendet werden können, kann man insbesondere die Alkali-Salze, die Ammonium-Salze, die Amin-Salze oder die Aminoalkohol-Salze der folgenden Verbindungen nennen:

- Alkoylsulfate, Alkoylethersulfate, Alkoylamidsulfate, Ethersulfate, Alkoylarylpolyethersulfate, Monoglycerid-Sulfate;

- Alkoylsulfonate, Alkoylamidsulfonate, Alkoylarylsulfonate, α-Olefinsulfonate, Paraffinsulfonate;

- Alkoylsulfosuccinate, Alkoylethersulfosuccinate, Alkoylamidsulfosuccinate;

- Alkoylsulfosuccinamate,

- Alkoylsulfoacetate, Alkoylpolyglycerincarboxylate,

- Alkoylphosphate/Alkoyletherphosphate;

- Alkoylsarcosinate, Alkoylpolypeptidate, Alkoylamidopolypeptidate, Alkoylisethionate und Alkoyltaurate.

Unter dem Ausdruck "Alkoyl", wie er oben verwendet wurde, versteht man eine Kohlenwasserstoffkette, die allgemein 12 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist.

In gleicher Weise kann man als anionische oberflächenaktive Mittel bzw. Tenside, die in den Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendbar sind, Salze von Fettsäuren wie beispielsweise diejenigen von Ölsäure, Ricinolsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, den Säuren von Copraöl und von hydriertem Copraöl nennen, und insbesondere die Salze von Aminen wie beispielsweise die Aminstearate.

Außerdem kann man noch als anionische obeflächenaktive Mittel bzw. Tenside die Acyllactylate nennen, deren Acylrest 8 bis 20 Kohlenstoffatome umfaßt, sowie die Polyglykolethercarbonsäuren, die der Formel

R&sub4;-(OCH&sub2;-CH&sub2;)nOCH&sub2;-COOH

entsprechen, in der R&sub4; für einen linearen Alkylrest steht, der 12 bis 18 Kohlenstoffatome aufweist, und n eine ganze Zahl zwischen 5 und 15 ist, sowie die Salze dieser Säuren. Man verwendet vorzugsweise als anionisches oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid die Aminstearate.

Unter den nicht-ionischen oberflächenaktiven Mitteln bzw. Tensiden, die allein oder in Mischung in den Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere die Alkohole, die Alkoylphenole und die polyethoxylierten, polypropoxylierten oder polyglycerinierten Säuren mit einer Fettsäurekette mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen nennen.

Man kann in gleicher Weise nennen Copolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid, Kondensate von Ethylenoxid und Propylenoxid an Fettalkohole, polyethoxylierte Fettamide, polyethoxylierte Fettamine, Ethanolamide, Ester von Fettsäuren mit Glykol, ethoxylierte oder nicht-ethoxylierte Fettsäureester mit Sorbitan, Ester von Fettsäuren mit Saccharose, Ester von Fettsäuren mit Polyethylenglykolen, Phosphorsäuretriester und Ester von Fettsäuren mit Glucose-Derivaten.

Man kann in gleicher Weise nennen Produkte einer Kondensation eines Monoalkohols, eines α-Diols, eines Alkoylphenols, eines Amids oder eines Diglykolamids mit Glycidol oder einer Vorstufe von Glycidol, wie sie in dem französischen Patent Nr. FR 71.17206 (2,091,516) beschrieben sind, und zwar solche mit der Formel

R&sub5;-CHOH-CH&sub2;-O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;O)p-H,

worin R&sub5; für einen aliphatischen, cycloaliphatischen oder arylaliphatischen Rest steht, der vorzugsweise zwischen 7 und 21 Kohlenstoffatomen aufweist, wobei die aliphatischen Ketten Ether-Gruppen, Thioether-Gruppen oder Hydroxymethylen-Gruppen tragen können, und p eine ganze Zahl zwischen 1 und 10 ist.

Man kann außerdem nennen die Verbindungen, die in dem französischen. Patent Nr. FR 1.477.048 beschrieben sind und die Formel

R&sub6;O-[C&sub2;H&sub3;O-(CH&sub2;OH)]q-H

aufweisen, worin R&sub6; für einen Alkoyl-, Alkenyl- oder Alkoylaryl-Rest steht und q einen statistischen Wert aufweist, der zwischen 1 und 10 liegt.

Man kann darüber hinaus nennen die Verbindungen, die in dem französischen Patent Nr. FR 76.31975 (2 328 763) beschrieben sind und die Formel

R&sub7;CONH-CH&sub2;-CH&sub2;O-CH&sub2;-CH&sub2;O-(CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;-O)r-H

aufweisen, worin R&sub7; für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Rest steht, der gegebenenfalls eine oder mehrere hydroxylierte(n) Gruppe(n) tragen kann, mit zwischen 8 und 30 Kohlenstoffatomen, natürlichen oder synthetischen Ursprungs, und r eine ganze Zahl oder Dezimalzahl ist, die zwischen 1 und 5 liegt und den mittleren Kondensationsgrad anzeigt.

Man kann mit Vorzug als nicht-ionische Tenside eine Mischung von einem oder mehreren Öl(en) und/oder einem Fettalkohol oder auch von polyethoxylierten oder polyglycerinierten Fettalkoholen verwenden, wie beispielsweise polyethoxylierten Stearylalkohol oder polyethoxylierten Cetylstearylalkohol.

Die Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung können außerdem wenigstens einen weiteren herkömmlichen Zusatz umfassen, der gewählt ist aus Weichmacher, Konser vierungsmittel, Sequestrierungsmittel, Parfüm, Dickungsmittel, Öl, Silicon, Haftmittel, alkalisch machendes oder sauer machendes Mittel, wasserlösliches Polymer und Füllstoff.

Die in den Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendbaren Dickungsmittel können natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein.

Unter den Dickungsmitteln mit natürlichem Ursprung kann man insbesondere die Gummen verschiedener Arten nennen, wie beispielsweise Gummi arabicum, Guar-Gummi oder Carouba-Gummi.

Von den Dickungsmitteln synthetischen Ursprungs kann man insbesondere die wasserlöslichen Cellulose-Derivate, die Etherderivate von Cellulose, die quaternäre Ammonium- Gruppen aufweisen, die Derivate von Stärke, die kationischen Polysaccaride, die Salze von Acrylsäure- oder Methacrylsäure-Polymeren, die Polyene und die Polysiloxane nennen.

Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform ist das verwendete Dickungsmittel synthetischen Ursprungs ein wasserlösliches Cellulose-Derivat, das gewählt ist aus Methylcellulosen, Hydroxyethylcellulosen, Hydroxypropylmethylcellulosen, Carboxymethylcellulosen und ihren Mischungen.

Man kann in gleicher Weise eine Verdickung der Maskara-Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten durch Zusatz einer Mischung aus Polyethylenglykol und Polyethylenglykolstearat und/oder -distearat oder einer Mischung von Phosphorsäureestern und Fettamiden.

Von den wasserlöslichen Polymeren, die in den Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere die Derivate von Proteinen tierischen Ursprungs oder pflanzlichen Ursprungs nennen, und insbesondere die Derivate von Keratin wie beispielsweise Hydrolysate von Keratin und sulfonierte Keratine, Polyvinylpyrrolidon, Vinyl-Copolymere wie beispielsweise das Copolymer des Methylvinylethers mit Maleinsäureanhydrid oder das Copolymer des Vinylacetats mit Crotonsäure, Glyko saminoglycane, Hyaluronsäure und ihre Derivate und Desoxyribonucleinsäure und ihre Salze.

Von den Füllstoffen, die in den Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung verwendet werden können, kann man insbesondere diejenigen nennen, die beschrieben sind in dem französischen Patent Nr. FR 91.10791 (2 680 681).

Nachfolgend werden zu Zwecken der Veranschaulichung mehrere Herstellungsbeispiele der Pseudo-Latices sowie Beispiele von Maskara-Zubereitungen gemäß der Erfindung angegeben.

Beispiel der Herstellung eines Pseudo-Latex Beispiel I Herstellung des Pseudo-Latex aus dem Polymer von Cellulosesuccinatacetobutyrat ("CAB SU 160" der Firma Eastman), nach seinem Säureindex zu 30% neutralisiert

30 g des Polymers "CAB SU 160" (Gehalt an Succinat-Resten: 9 Gew.-%; Säureindex: 60) wurden in kleinen Mengen unter Rühren einer homogenen Lösung aus 154,2 g Aceton, 0,858 g 2-Amino-2-methyl-1-propanol (die Menge entspricht 30% der Neutralisation entsprechend dem Säureindex) und 15 g Diethyladipat gegeben.

Nach Rühren bei Umgebungstemperatur für die Zeit von 30 min war die Auflösung des Polymers vollständig.

Der so erhaltenen organischen Phase setzte man im Verlauf von etwa 15 min unter Rühren mit Hilfe einer Scher-Dispergiervorrichtung des Typs Moritz bei 2500 Upm eine wäßrige Phase zum Erhalt einer Emulsion zu, die aus 154 g entionisiertem Wasser bestand.

Nach dem Ende der Zugabe der wäßrigen Phase bei Umgebungstemperatur setzte man das Rühren für weitere 10 bis 15 min bei 3.000 Upm fort. Dies erlaubte den Erhalt einer durchscheinenden und stabilen Emulsion.

Die erhaltene Emulsion wurde anschließend mit Hilfe eines Rotationsverdampfers unter partiellem Vakuum bei einer Temperatur unterhalb von 45ºC konzentriert. Nach vollständiger Entfernung des Acetons erhielt man eine stabile Suspension, deren Polymer- Konzentration 17 Gew.-% betrug, bezogen auf das Gesamtgewicht der Dispersion.

Die Größe der Teilchen wurde unter quasi-elastischer Diffusion des Lichts mit einer Zählvorrichtung (Coulteur) des Modells N4 gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 101 nm;

- Polydispersitäts-Faktor: 0,13.

Beispiel 11 Herstellung eines Pseudo-Latex des Ethylcellulose-Polymers ("Ethocel 10" der Firma Dow Chemical), stabilisiert durch ein oberflächenaktives Mittel bzw. Tensid

40 g des Polymers "Ethocel 10" wurden in kleinen Mengen einer homogenen Lösung aus 759 g 1,2-Dichlorethan und 1 g Cetylalkohol zugesetzt. Man rührte mit Hilfe einer scherenden Dispersionsvorrichtung des Typs Moritz bei 3.000 Upm bei Umgebungstemperatur bis zur vollständigen Auflösung des Polymers, d. h. während etwa 30 min.

Der so erhaltenen organischen Phase setzte man im Verlauf von etwa 30 min unter Rühren eine wäßrige Phase zur Herstellung einer Emulsion zu, die aus 759 g entionisiertem Wasser und 1 g Natriumlaurylsulfat bestand.

Nach dem Ende der Zugabe der wäßrigen Phase bei Umgebungstemperatur setzte man den Schritt des Rührens während weiterer etwa 30 min fort, was den Erhalt einer relativ dicken Emulsion erlaubte. Man homogenisierte die Emulsion mit Hilfe eines Hochdruck-Homogenisators des Typs Soavib & Figli, Modell OBL Nr. 2032, unter einem Druck von 75 · 10&sup6; Pa. Nach drei Durchgängen erhielt man eine feine und homogene Emulsion.

Man konzentrierte die so erhaltene Emulsion mit Hilfe eines Rotationsverdampfers unter partiellem Vakuum bei einer Temperatur unterhalb oder gleich 50ºC. Nach vollständiger Beseitigung des 1,2-Dichlorethans erhielt man eine stabile Suspension, deren Polymer- Konzentration 20 Gew.-% betrug, bezogen auf das Gesamtgewicht der Suspension.

Die Größe der Teilchen wurde unter quasi-elastischer Diffusion des Lichts mit einer Zählvorrichtung (Coulteur), Modell N4, gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 135 nm;

- Polydispersitäts-Faktor: 0,09.

Man kann außerdem den wie vorstehend beschrieben erhaltenen Pseudo-Latex von Ethylcellulose mit einem Weichmacher versetzen. 200 g der wie vorstehend beschrieben erhaltenen Suspension setzte man in kleinen Mengen 20 g Diethyladipat unter leichtem Rühren mit einem Magnetrührer zu. Man erhielt so eine stabile, feine, homogene und ein wenig viskose Suspension.

Beispiel III Herstellung eines Pseudo-Latex von Celluloseacetat ("AC 398-10" der Fima Eastman), weichgemacht und stabilisiert mit einem oberflächenaktiven Mittel bzw. Tensid

150 g Celluloseacetat "AC 398-10" wurden in kleinen Mengen unter Rühren einer homogenen Lösung von 669 g Ethylacetat, 1561 g Methylethylketon und 120 g Glycerintriacetat zugesetzt.

Man rührte bei 3.000 Upm mit Hilfe einer Dispergiervorrichtung des Typs Moritz bei Umgebungstemperatur bis zum vollständigen Auflösen des Polymers, d. h. über eine Zeit von etwa 30 min.

Der so erhaltenen organischen Phase setzte man im Verlauf von etwa 30 min eine wäßrige Phase zur Herstellung der Emulsion zu, die aus 7,5 g Natriumlaurylsulfat, gelöst in 2903 g entionisiertem Wasser bestand.

Nach dem Ende der Zugabe der wäßrigen Phase bei Umgebungstemperatur rührte man noch für die Zeit von weiteren 30 min bei 3.000 Upm, was den Erhalt einer groben Emulsion erlaubte.

Man homogenisierte die Emulsion nach derselben Verfahrensweise, wie sie in Beispiel II beschrieben ist.

Danach konzentrierte man die Lösung mit Hilfe eines Rotationsverdampfers unter partiellem Vakuum bei einer Temperatur unterhalb von 45ºC. Man erhielt so einen weichgemachten, stabilen und homogenen Pseudo-Latex, dessen Konzentration - angegeben als Trockenauszug, bezogen auf das Gesamtgewicht des Pseudo-Latex - 14,2 Gew.-% betrug und dessen Konzentration an im Wasser unlöslichen Cellulose-Polymerderivat 10,2 Gew.-% betrug.

Die Größe der Teilchen wurde in quasi-elastischer Diffusion des Lichtes mit einer Zählvorrichtung (Coulteur), Modell N4, gemessen und ergab die folgenden Ergebnisse:

- Mittlere Teilchengröße: 138 nm;

- Polydispersitäts-Faktor: 0,10.

Beispiele von Maskara-Zubereitungen Beispiel 1 Maskara-Creme

Man stellte die folgende Maskara-Zubereitung her:

Teil A

Triethanolaminstearat 11,5 g

Bienenwachs 7,0 g

Carnauba-Wachs 4,1 g

Paraffin 11,4 g

Teil B

Schwarzes Eisenoxid 5,5 g

Teil C

Gummi arabicum 4,5 g

Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellvsize QP" von der Firma Amerchol) 0,16 g

Teil D

Pseudo-Latex von Beispiel I 8,8 g

Konservierungsmittel nach Belieben

Wasser bis auf 100 g

Diese Maskara-Zubereitung wurde dadurch erhalten, daß man die Komponenten des Teils A auf 85ºC brachte. Der resultierenden Mischung setzte man den Teil B zu und rührte die Mischung mit Hilfe eines Turbinenrührers.

Man brachte anschließend das Wasser der Zubereitung zum Sieden, setzte die Konservierungsmittel zu und setzte anschließend bei 85ºC die Komponenten des Teils C zu.

Man setzte dann die so erhaltene wäßrige Phase (85ºC) dem Teil A (80ºC) unter Rühren mit Hilfe eines Turbinenrührers (Emulgierung bei 30ºC) zu. Anschließend setzte man den Pseudo-Latex des Teils D zu und rührte mit Hilfe eines Flügelrührers.

Wenn man den so erhaltenen Maskara durch Aufbringung auf die Wimpern verwendete, erschienen diese länger und zeigten eine ausgeprägte Krümmung. Außerdem kann das Abschminken einfach mit Wasser durchgeführt werden.

Beispiel 2 Maskara-Zubereitung

Man stellte nach derselben Vorgehensweise wie in Beispiel 1 eine Maskara-Zubereitung her, die die folgende Zusammensetzung hatte:

Teil A

Triethanolaminstearat 11,5 g

Bienenwachs 7,0 g

Carnauba-Wachs 4,1 g

Paraffin 11,4 g

Teil B

Schwarzes Eisenoxid 5,0 g

Teil C

Gummi arabicum 4,5 g

Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellosize QP" von der Firma Amerchol) 0,16 g

Keratin-Hydrolysat (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Kerasol" von der Firma Croda) 2,0 g

Teil D

Pseudo-Latex von Beispiel III 14,1 g

Konservierungsmittel nach Belieben

Wasser bis auf 100 g

Beispiel 3 Maskara-Zubereitung

Man stellte nach derselben Verfahrensweise wie in Beispiel 1 eine Maskara-Zubereitung her, die die folgende Zusammensetzung hatte:

Teil A

Glycerinstearat (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Geleol" von der Firma Gattefosse) 3,0 g

Triethanolaminstearat 8,0 g

Bienenwachs 7,0 g

Carnauba-Wachs 2,0 g

Paraffin 10,0 g

Candelilla-Wachs 4,0 g

Teil B

Kohle-Schwarz 2,5 g

Teil C

Gummi arabicum 4,5 g

Hydroxyethylcellulose (im Handel erhältlich unter der Bezeichnung "Cellosize QP" von der Firma Amerchol) 0,2 g

Teil D

Pseudo-Latex von Beispiel II 12,5 g

Konservierungsmittel nach Belieben

Wasser bis auf 100 g


Anspruch[de]

1. Maskarazubereitung, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Mischung enthält:

a) einen Pseudo-Latex, bestehend aus Teilchen, deren mittlerer Durchmesser zwischen 10 und 300 nm liegt, aus einem von Cellulose abgeleiteten, filmbildenden Polymer, das in Wasser unlöslich ist und ausgewählt ist unter Celluloseethern, nicht-ionischen Celluloseestern und anionischen Celluloseestern mit Carbonsäurefunktionen, wobei diese Carbonsäurefunktionen mit Hilfe eines basischen, nicht flüchtigen Mittels zu einem Neutralisierungsgrad zwischen 10 und 80% neutralisiert sind, und

b) mindestens ein Wachs mit einem Schmelzpunkt zwischen 60ºC und 110ºC und vorzugsweise zwischen 65ºC und 100ºC.

2. Maskarazubereitung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,8 bis 20 Gew.-% Trockenmaterial aus Pseudo-Latex und 2 bis 40 Gew.-% mindestens eines Wachses, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, enthält.

3. Maskarazubereitung gemäß den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis zwischen dem Pseudo-Latex, ausgedrückt als Gewicht des Trockenmaterials, und dem Wachs zwischen 0,025 und 2 liegt.

4. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer ein mittleres Molekulargewicht zwischen 2. 000 und 700.000 und vorzugsweise zwischen 5.000 und 500.000 aufweist.

5. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer ein unter den Ethylcellulosen ausgewählter Celluloseether ist.

6. Maskarazubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer ein nicht-ionischer Celluloseester ist, der unter den Celluloseacetaten, Cellulosepropionaten, Cellulosebutyraten, den Celluloseacetopropionaten und Celluloseacetobutyraten ausgewählt ist.

7. Maskarazubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer ein anionischer Celluloseester mit Carbonsäurefunktionen ist, der unter dem Celluloseacetophthalat, dem Celluloseacetylsuccinat, dem Cellulosepropionylsuccinat, dem Cellulosebutyrylsuccinat, dem Celluloseacetopropionylsuccinat, dem Celluloseacetobutyrylsuccinat, dem Celluloseacetyltrimellitat, dem Cellulosepropionyltrimellitat, dem Cellulosebutyryltrimellitat, dem Celluloseacetopropionyltrimellitat und dem Celluloseacetobutyryltrimellitat ausgewählt ist.

8. Maskarazubereitung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbonsäurefunktionalitäten des anionischen Celluloseesters mit Hilfe eines basischen, nicht flüchtigen Mittels neutralisiert werden, das ausgewählt ist unter Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, 2 Amino-2-methyl-1- propanol, Triethanolamin, Triisopropanolamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Tri-((2-hydroxy)-1-propyl)-amin, 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol und 2- Amino-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol.

9. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pseudo-Latex einen Weichmacher in einer Menge von 5 bis 90 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gewicht des filmbildenden Polymeren, wobei der Weichmacher gemäß seines Verteilungskoeffizienten zwischen den Teilchen und der wässrigen Phase des Pseudo-Latex verteilt ist.

10. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wachs aus der aus Bienenwachs, Lanolinwachs, chinesischem Insektenwachs (Chinawachs), Reiswachs, Carnaubawachs, Candelillawachs, Ouricury-Wachs, Hanffaserwachs, Zuckerrohrwachs, Japanwachs, Sumachwachs, mikrokristallinen Wachsen, Paraffin, Ozokerit, Polyethylenwachsen und hydrierten Ölen ausgewählt ist.

11. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Pigmente in Mengen von 3 bis 25 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

12. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion oder einer Wasser- in-Öl-Emulsion oder einer Suspension vorliegt.

13. Maskarazubereitung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer Emulsion vorliegt, die mindestens ein anionisches oder nichtionisches oberflächenaktives Mittel in einer Menge zwischen 2 und 30 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

14. Maskarazubereitung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich mindestens ein herkömmliches Additiv enthält, das ausgewählt ist unter einem Weichmacher, einem Konservierungsmittel, einem Bindemittel, einem Parfüm, einem Verdickungsmittel, einem Öl, einem Silikon, einem Kohäsionsmittel, einem Säuerungsmittel oder einem basifizierenden Mittel, einem wasserlöslichen Polymer oder einem Zuschlag.

15. Maskarazubereitung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdickungsmittel ein wasserlösliches Cellulosederivat ist, das ausgewählt ist unter Methylcellulosen, Hydroxyethylcellulosen, Hydroxypropylmethylcellulosen, Carboxymethylcellulosen und deren Mischungen.







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