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Dokumentenidentifikation DE69504789T2 25.03.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0698135
Titel SCHUSSFADENLIEFERVORRICHTUNG MIT VORRICHTUNG ZUM TRENNEN VON WENDUNGEN FÜR SCHNELLLAUFENDE LUFTDÜSENWEBMASCHINEN
Anmelder L.G.L. Electronics S.p.A., Bergamo, IT
Erfinder ZENONI, Pietro, I-24026 Leffe, IT;
PEDRINI, Giovanni, I-24026 Leffe, IT;
CASTELLI, Rosario, I-24024 Gandino, IT
Vertreter Hagemann, Braun & Held, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69504789
Vertragsstaaten BE, CH, DE, LI, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.03.1995
EP-Aktenzeichen 959121781
WO-Anmeldetag 01.03.1995
PCT-Aktenzeichen EP9500746
WO-Veröffentlichungsnummer 9524521
WO-Veröffentlichungsdatum 14.09.1995
EP-Offenlegungsdatum 28.02.1996
EP date of grant 16.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.1999
IPC-Hauptklasse D03D 47/36
IPC-Nebenklasse B65H 51/22   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schußfadenliefervorrichtung mit Vorrichtung zum Trennen von Windungen für schnellaufende Luftdüsenwebmaschinen.

Es ist bekannt, daß Schußfadenliefervorrichtungen Vorrichtungen sind, die dafür ausgelegt sind, eine Fadenreserve in Form von Windungen anzuhäufen, welche auf einer ortsfesten Trommel aufgewickelt sind, und die Webmaschine durch Abwickeln der angehäuften Windungen über eine Weite, die gleich der Länge L des von der Webmaschine bei jedem Schlag benötigten Fadens ist, zu beliefern. Die Länge ist gleich der transversalen Abmessung oder Breite H des herzustellenden Gewebes.

Im speziellen Fall von Luftdüsenwebmaschinen hat die Liefervorrichtung auch die Aufgabe, vorbereitend die Länge L des Fadens zu messen. Diese Aufgabe wird auf eine bekannte Art sowohl durch Zählen der Anzahl "n" an abgewickelten Fadenwindungen durch einen optischen Sensor als auch durch Variieren des Durchmessers D der Wickeltrommel ausgeführt, wobei:

L = n π D

Das Abwickeln des Fadens wird von einer elektromagnetischen Bremseinheit geregelt, die mittels eines sich bewegenden Tastkopfes den Vorschub des Fadens stoppt, wenn die n-te Windung erreicht ist. Der Durchmesser D der Liefertrommel ist so eingestellt, daß er immer ein echter Bruchteil der Breite H des zu erzeugenden Gewebes ist.

Auf an sich bekannte Art wird die Schußfadenreserve durch einen Windmühlenarm auf die Liefertrommel gewickelt. Ein Transportsystem bewegt die Windungen allmählich von der Basis der Trommel zu ihrem Kopfende, wobei sie voneinander getrennt gehalten werden. Das Transportsystem ist typischerweise von einer Haspel gebildet, die aus Stäben gebildet ist, denen von einer Laufbuchse eine wellenförmige Bewegung verliehen wird und die periodisch aus entsprechenden Schlitzen der Trommel vorstehen. Der Abstand zwischen den Windungen, der gemäß der Art des zu verarbeitenden Fadens ausgewählt wird, um Verwicklungen und das Überlappen von Windungen zu vermeiden, hängt vom Ausmaß ab, in dem die Stäbe in bezug auf die Schlitze der Trommel vorstehen, und kann beträchtlich, beispielsweise um mehr als einen Millimeter, geändert werden, indem der Wert des Vorstehens leicht variiert wird, beispielsweise um 2 bis 3 Zehntel Millimeter.

Es ist offensichtlich, daß, wenn der Durchmesser D der Trommel variiert, der Durchmesser der auf Transportstäben basierenden Haspel entsprechend variiert werden muß, so daß die Stäbe fortfahren können, in einem vorgegebenen Ausmaß aus den Schlitzen der Trommel, welche einen anderen Durchmesser aufweist, vorzustehen.

Zu diesem Zweck wurden bereits verschiedene Lösungen vorgeschlagen, die auf dem Konzept des Aufteilens der Trommel und der auf Stäben basierenden Haspel in Sektoren - typi scherweise vier Sektoren, die um 90º-Winkel versetzt zueinander angeordnet sind - und des Kontrollierens der Sektoren durch ein Element, das es ermöglicht, ihre radiale Position zu variieren und sie insbesondere aus einer Position mit minimalem Durchmesser in eine Position mit maximalem Durchmesser und umgekehrt aufzuweiten, beruhen.

Gemäß einigen bekannten Lösungen werden der Durchmesser der auf Stäben basierenden Haspel und der Trommel durch entsprechende Elemente zum Bewegen der jeweiligen Sektoren individuell verändert. Jedoch weisen Einstellungssysteme dieser Art mehrere Nachteile auf, hauptsächlich eine beträchtliche strukturelle Komplexität der Hebeelemente und beträchtliche Schwierigkeiten bei den Einstelltätigkeiten, die lange Ausführungszeiten und das Eingreifen spezialisierter Bedienungsleute erforderlich machen. Diese Systeme sind darüber hinaus nicht für die Automatisierung durch von Kontrolleinheiten angesteuerten Antriebe geeignet.

Gemäß anderen bekannten Lösungen werden der Durchmesser der auf Transportstäben basierenden Haspel und der Trommel gleichzeitig durch ein einzelnes Element verändert, das auf die Sektoren beider Teile einwirkt, um sie in gleichem Ausmaß aufzuweiten und zusammenzuziehen. Die EP-A-0 469 527 offenbart ein derartiges System, bei dem ein erster Satz "ortsfester" Säulen 10 (Trommel) und ein zweiter Satz "beweglicher" Säulen 11 (Haspel) gleichzeitig radial in gleichem Ausmaß für alle ortsfesten und beweglichen Säulen angehoben werden, so daß die radiale Position der ortsfesten Säulen und der beweglichen Säulen zueinander niemals geändert wird (beschrieben in Spalte 6, Zeilen 45 bis 53).

Bekannte Systeme dieser Art weisen, obwohl sie vorteilhafter sind als die zuvor genannten, den gravierenden Nachteil auf, daß sie es nicht ermöglichen, das Ausmaß des Vorstehens der Stäbe aus den Schlitzen der Trommel einzustellen, und dementsprechend ermöglichen sie es nicht, den Abstand, der die Windungen der Schußfadenreserve trennt, zu variieren, mit der daraus resultierenden Schwierigkeit beim Einstellen der Liefervorrichtung auf die verschiedenen Arten von zu verarbeitenden Fäden. Der Abstand zwischen den Windungen kann nur dadurch geändert werden, daß die Laufbuchse, die der auf Transportstäben basierenden Haspel die wellenförmige Bewegung auferlegt, zu ersetzen.

Ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, diese und andere Nachteile bekannter Luftdüsenwebmaschinen- Liefervorrichtungen im wesentlichen zu vermeiden, und innerhalb des Rahmens dieses allgemeinen Ziels hat die Erfindung die folgenden wichtigen besonderen Aufgaben:

- Bereitstellen einer Liefervorrichtung für Luftdüsenwebmaschinen, die mit einem Mechanismus ausgestattet ist, der es ermöglicht, den Durchmesser der die Windungen aufwickelnden Trommel und der auf Transportstäben basierenden Haspel zu variieren und gleichzeitig das Ausmaß des Vorstehens der Stäbe aus den jeweiligen Schlitzen der Trommel zu variieren, um den Trennungsabstand der Windungen zu variieren;

- Bereitstellen einer Liefervorrichtung mit einem Mechanismus zum Variieren der Durchmesser der Trommel und der auf Transportstäben basierenden Haspel und zum Variieren des Ausmaßes des Vorstehens der Stäbe, wodurch sehr feine Einstellungen des Wertes des Vorstehens ermöglicht werden, die beim Betrieb zuverlässig ist, leicht zu bedienen ist und durch automatische Antriebe, welche von einem Prozeßregler aktiviert werden, angetrieben werden kann.

Insbesondere ist der Mechanismus gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung so vorgesehen, daß er eine beträchtliche Variation zumindest einer transversalen Dimension der Trommel während des Betriebs der Liefervorrichtung ermöglicht, so daß unter der Kontrolle der Prozeßsteuerung der Durchmesser der Trommel gemäß der Zunahme der Fadenspannung, die erzeugt wird, wenn der Durchmesser der Lieferspule abnimmt, korrigiert wird.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Liefervorrichtung mit einem Variationsmechanismus für die oben spezifizierten Zwecke zur Verfügung zu stellen, die eine äußerst begrenzte Gesamtgröße aufweist, insbesondere eine Größe, die keine signifikanten Variationen der axialen und radialen Abmessungen der Liefervorrichtung erforderlich macht und keinerlei Modifikation des Fadenverlaufs sowohl am Einlaß als auch am Auslaß der Liefervorrichtung erforderlich macht.

Erfindungsgemäß wird dieses Ziel, diese und andere wichtige Aufgaben durch Bereitstellen einer Schußfadenliefervorrichtung für Luftdüsenwebmaschinen mit einer Vorrichtung zum Trennen von Windungen, welche die in den beigefügten Ansprüchen beschriebenen Merkmale aufweist, erreicht bzw. gelöst.

Im wesentlichen basiert die Erfindung auf dem Konzept des Regelns der individuellen Sektoren der die Windungen transportierenden, auf Stäben basierenden Haspel und der die Windungen aufwickelnden Trommel durch jeweilige radiale Hebemechanismen, von denen jeder mindestens ein Antriebszahnrad aufweist, das drehbar koaxial zur Antriebswelle der Liefervorrichtung gelagert ist und durch einen vorderen Satz von Zähnen in einzelne Zahnräder zum Anheben der jeweiligen Trommel- und Haspelsektoren eingreift. Die beiden Antriebs zahnräder, die jeweils als erstes Zahnrad und als zweites Zahnrad bezeichnet werden, werden beide durch ein einzelnes Übertragungselement gedreht, das von einem Steuermittel gesteuert wird und nacheinander in ein Antriebszahnrad und in das andere Antriebszahnrad nach jeweiligen Winkelbewegungen, die als Leerlaufbewegungen definiert sind, welche unterschiedliche Längen aufweisen, drehend einkoppelt.

Die Winkeldifferenz zwischen den Leerlaufbewegungen des Übertragungselements wird dazu verwendet, um das Ausmaß des Vorstehens der windungstransportierenden Stäbe einzustellen. Typischerweise wird das Übertragungselement gemäß einer Ausführungsform der Erfindung von einem Zylinder gebildet, der frei drehbar ist und auf jeder Seite jeweilige axiale Ansätze aufweist, die wie ein Parallelepiped geformt sind und so ausgelegt sind, daß sie in entsprechende Schlitze des ersten bzw. des zweiten Zahnrads eingreifen.

Die Schlitze der beiden Zahnräder sind breiter als die Ansätze, insbesondere in transversaler Richtung, und die Breiten sind verschieden. Typischerweise ist der Schlitz des zweiten Zahnrads breiter als der Schlitz des ersten Zahnrads. Dementsprechend greift das Übertragungselement nach einem Winkelleerlaufstoß eines vorgegebenen Wertes α, in das erste Zahnrad ein und dreht es, wobei die Sektoren der auf Transportstäben basierenden Haspel radial und nacheinander angehoben werden, und greift nach einem Leerlaufstoß mit einem Gesamtwinkel β in das zweite Zahnrad ein und dreht es, wodurch die radiale Bewegung der Trommelsektoren bewirkt wird.

Die Winkeldifferenz δ = β - α wird dazu verwendet, das Ausmaß des Vorstehens der Transportstäbe zu variieren, wie dies nachstehend offensichtlich werden wird.

Zu diesem Zweck können die Antriebsmittel nach dem Einstellen des Durchmessers der Trommel und der Transportstabhaspel, beispielsweise durch Drehen der Antriebsmittel im Uhrzeigersinn, über einen maximalen nutzbaren Winkel δ gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden, wodurch entsprechende Verringerungen nur für den Durchmesser der Transportstabhaspel und dementsprechend analoge Variationen des Ausmaßes des Vorstehens der Stäbe aus den Schlitzen der Trommel erhalten werden.

Gemäß einer unterschiedlichen Ausführungsform der Erfindung werden einander gegenüberliegend angeordnete Sektorenpaare der Haspel und des Zylinders von jeweiligen unabhängigen Mechanismen bewegt, da entsprechende Paare erster und zweiter Antriebszahnräder, die den entsprechenden Sektorenpaaren der Haspel und der Trommel zugeordnet sind, vorgesehen sind. Jedes Zahnrad jedes Paares greift in die Hubzahnräder eines Paars einander gegenüberliegend angeordneter Sektoren der Haspel bzw. der Trommel ein, und auf diese Weise können einander gegenüberliegend angeordnete Sektorenpaare unabhängig bewegt werden. Dies ermöglicht es, wie es nachstehend offensichtlich werden wird, den Durchmesser der Trommel während des Betriebs der Liefervorrichtung zu korrigieren.

Weitere Merkmale und Vorteile der Liefervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung gehen aus den beigefügten Zeichnungen hervor, die nur als nicht beschränkendes Beispiel gegeben werden und in denen:

Fig. 1 eine axiale Teilschnittansicht der Liefervorrichtung für Luftdüsenwebmaschinen mit Vorrichtung zum Trennen von Windungen nach einer Ausführungsform der Erfindung ist;

die Fig. 2 und 3 schematische Vorderansichten der Mechanismen für das radiale Anheben der Sektoren der Haspel bzw. der Trommel sind;

Fig. 4 eine perspektivische Explosions-Teilansicht des Mechanismus zum Variieren der Durchmesser und des Ausmaßes des Vorstehens der Stäbe ist, der mit der Liefervorrichtung von Fig. 1 verbunden ist;

Fig. 5 ein Diagramm der Winkeleinstellbewegungen bezüglich des Mechanismus von Fig. 4 ist;

Fig. 6 eine axiale Schnittansicht, ähnlich derjenigen von Fig. 1, einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist;

Fig. 7 eine Vergrößerungsansicht eines Details von Fig. 6 ist;

die Fig. 8 und 9 schematische Vorderansichten des Mechanismus für das unabhängige Anheben der einander gegenüberliegend angeordneten Sektorenpaare der Haspel und der Trommel gemäß der anderen Ausführungsform von Fig. 6 sind.

Zunächst bezeichnet das Bezugszeichen 10 mit Bezug auf die Fig. 1 bis 5 im allgemeinen den Vorderteil einer Schußfadenliefervorrichtung für Luftdüsenwebmaschinen, die eine sich drehende Trommel 11 aufweist, auf die ein hohler Windmühlenarm 12, der von einer Antriebswelle 13 angetrieben wird, mehrere Fadenwindungen, die eine Schußfadenreserve RT bilden, aufbringt. Wenn dies von der (nicht gezeigten) Webmaschine angefordert wird, wickeln sich die Windungen von der Trommel 11 ab, und ein Bremsstab 9, der von einem elektromagnetischen Antrieb 8 angetrieben wird, stoppt das Abwickeln des Fadens, wenn die vorstehend spezifizierte Länge L erreicht ist. Der Antrieb 8 wird von einem Träger 7 mittels Bolzen 6 getragen, so daß er in Radialrichtung eingestellt werden kann. Auf an sich bekannte Art weist die Trommel 11 mehrere axiale Schlitze 110 (Fig. 4) auf, aus denen jeweilige Transportstäbe 140 auf zyklische Weise vorstehen. Die Stäbe sind dafür geeignet, den Vorschuß der Windungen von der Basis der Trommel 11 zu ihrem Kopfende zu bewirken, um die Reserve RT wiederherzustellen.

Die Stäbe 140 werden von einem ersten scheibenähnlichen Träger 15 getragen, mit dem zusammen sie im wesentlichen eine Haspel 14 variablen Durchmessers bilden, und weisen eine zusammengesetzte wellenförmige Bewegung auf, die auf an sich bekannte Art dem scheibenähnlichen Träger 15 durch eine Laufbuchse 16 verliehen wird, welche auf einen exzentrischen Abschnitt 130 der Antriebswelle 13 angebracht ist und den scheibenähnlichen Träger 15 trägt, so daß er frei rotieren kann, wobei Lager 160 zwischengesetzt sind. Der scheibenähnliche Träger ist mit radialen Schlitzen 150 versehen. Eine entsprechende Speiche 141 greift gleitend in jeden der Schlitze 150 ein und trägt einen Satz Transportstäbe 140, beispielsweise einen Satz, der vier Stäbe umfaßt, die einen Stabsektor 142 bilden, der in bezug auf den Träger 15 radial beweglich ist. Vier Sektoren, wie die mit 142 bezeichneten, sind in Winkelabständen von 90º zueinander angeordnet, um die Transportstabhaspel 14 mit variablem Durchmesser zu bilden, und es gibt einen Mechanismus zum Aufweiten oder Zusammenziehen der Sektoren 142 (Fig. 2).

Zu diesem Zweck ist jede der Speichen 141, die die Sektoren 142 tragen, mit einem axialen Gewindeloch versehen, in das ein mit einem entsprechenden Gewinde versehener radialer Drehzapfen 17 eingreift. Der Drehzapfen ist mit einem jeweiligen Sektorenhubzahnrad 18 versehen. An der Basis jedes Schlitzes 150 sind Aufnahmen 151 ausgebildet, um die jeweiligen Hubzahnräder 18 teilweise aufzunehmen.

Wie dies in den Figuren deutlich gezeigt ist, greifen die Hubzahnräder 18 in den vorderen Zahnsatz 19 eines erstens Antriebszahnrades 20 ein, das koaxial zur Antriebswelle 13 angeordnet ist und frei drehbar in der glockenförmigen Aufnahme 21 eines scheibenähnlichen Flansches 22 aufgenommen ist, der angrenzend an den scheibenähnlichen Träger 15 angeordnet ist und mit ihm mittels Bolzen 23 starr gekoppelt ist.

Das erste Antriebszahnrad 20 ist mit einem zentralen rechteckigen Schlitz 200 versehen, der eine vorgegebene Größe aufweist und durch eine kürzere Seite "d" und eine längere Seite "D" (Fig. 5) gekennzeichnet ist. Es sind vier Durchgangslöcher 24, die in 90º-Winkeln zueinander angeordnet sind, im scheibenähnlichen Träger 15 und im scheibenähnlichen Flansch 22 ausgebildet. Die Löcher 24 werden von entsprechenden axialen Pfosten 25 gekreuzt, die auf einen ortsfesten Träger 26 der Liefervorrichtung 10 geschraubt sind, mit dem die Trommel starr gekoppelt ist. Der Träger 26 ist auf an sich bekannte Art durch einander gegenüberliegend angeordneter Permanentmagnetenpaare 27 starr an die ortsfeste Basis B der Liefervorrichtung gekoppelt.

Jeweilige Elastomermuffen 28 sind an dem Bereich, an dem die Löcher 24 gekreuzt werden, auf die Pfosten 25 aufgepaßt und ermöglichen die wellenförmige Bewegung des scheibenähnlichen Trägers 15, des scheibenähnlichen Flansches 22, der starr an ihn gekoppelt ist, und des Antriebszahnrads 20. Ein zweiter ortsfester scheibenähnlicher Träger 30 ist durch Bolzen 29 starr an die freien Enden der Pfosten 25 gekoppelt und ist koaxial zur Antriebswelle 13 angeordnet. Der scheibenähnliche Träger 30 hat auch jeweilige radiale Schlitze 300, die jeweilige Speichen 111 zum Tragen entsprechender Sektoren 112 der ortsfesten Trommel 11 aufnehmen, so daß sie frei gleiten können. Es gibt vier Sektoren, wie der Sektor 110, die um 90º-Winkel versetzt zueinander angeordnet sind, so daß die Trommel 11 mit variablem Durchmesser gebildet wird, und es gibt einen Mechanismus zum Aufweiten oder Zusammenziehen der Sektoren 110 (Fig. 3).

Zu diesem Zweck weisen die Speichen 111 auf eine Weise, die ganz ähnlich der vorstehend beschriebenen ist, jeweilige mit Gewinde versehene Löcher auf, mit denen mit entsprechenden Gewinden versehene radiale Drehzapfen 31 zusammenwirken. Die Drehzapfen sind an ihrem Ende mit Zahnrädern 32 zum Anheben der, jeweiligen Sektoren 112 versehen. Die Zahnräder 32 greifen in den vorderen Satz von Zähnen 33 eines zweiten Antriebszahnrades 34 ein, das einen rechteckigen zentralen Schlitz 340 aufweist, der durch eine kürzere Seite "k" und durch eine längere Seite "H" (Fig. 5) gekennzeichnet ist. Das Zahnrad 34 ist in der zylindrischen axialen Aufnahme 35 eines Flansches 36, der durch Bolzen 37 starr an den ortsfesten scheibenähnlichen Träger 30 gekoppelt ist, enthalten, so daß es frei drehbar ist. Eine zylindrische Aufnahme 38 ist im zentralen Teil des ortsfesten Trägers 30 ausgebildet und nimmt ein einzelnes Übertragungselement für die ersten und zweiten Antriebszahnräder 20-34 auf, so daß es sich frei drehen kann. Das Übertragungselement wird von einem Zylinder 39 gebildet, der auf seinen einander gegenüberliegenden Seiten jeweilige Ansätze 40-41 aufweist, die wie Parallelepipede geformt sind, axial entlang einem gleichen Durchmesser des Zylinders 39 vorstehen und dafür geeignet sind, in entsprechende Schlitze 200-340 des ersten bzw. des zweiten Antriebszahnrads einzugreifen. Der Ansatz 41 verläuft durch den Schlitz 340 des Zahnrads 34, um durch Schrauben 42 mit einem Betätigungsknopf 43 verbunden zu sein, welcher in bezug auf die Trommel 11 frontal und zentral angeordnet ist. Eine kardioidenförmige Feder 44 ist zwischen den Ansatz 41 und den Schlitz 340 des zweiten Zahnrads gesetzt und dient, wie dies in der Detailansicht von Fig. 3 deutlich gezeigt ist, dem Zweck, die Ansätze 40 und 41 in bezug auf die Schlitze 200-340 elastisch zentriert zu halten.

Die zwei Ansätze 40-41 weisen den gleichen rechteckigen Querschnitt auf, der merklich kleiner ist als die beiden Schlitze 200 und 340 des ersten bzw. des zweiten Antriebszahnrads. Die Schlitze 200 und 340 haben wiederum verschiedene Größen, da die Abmessung "d" des Schlitzes 200 kleiner ist als die entsprechende Abmessung "k" des Schlitzes 340, typischerweise d = 0,6-0,7 k, und da die Abmessung "D" des Schlitzes 200 kleiner oder gleich der Abmessung "H" des Schlitzes 340 ist, typischerweise D = 0,8-1,0 H, um die wellenförmige Bewegung des Zahnrads 20 starr mit dem Träger 15 ohne Dazwischentreten des Ansatzes 40 (Fig. 5) zu ermöglichen.

Bei dieser Anordnung muß der Knopf 43 eine Bewegung ausführen, die als Leerlaufbewegung definiert ist und einen vorgegebenen Winkelwert α hat, bevor der Ansatz 40 in die seitliche Oberfläche des Schlitzes 200 eingreift und bevor das Antriebszahnrad 20 beginnt, bewegt zu werden, und eine zweite Bewegung, die ebenfalls als Leerlaufbewegung definiert ist und einen Winkelwert β hat, bevor der Ansatz 41 in die seitliche Oberfläche des Schlitzes 340 eingreift und bevor das Antriebszahnrad 34 beginnt, bewegt zu werden. Wenn die Winkelbewegung β des Knopfes 43 vollständig ausgeführt ist, hat der Ansatz 40, da β > α, bereits eine Winkelbewegung δ = β - α des Zahnrads 20 bewirkt, die für die radiale Aufweitung der Sektoren 142 der Transportstäbe nutzbar ist.

Die resultierende Zunahme θ des Durchmessers der Transportstabhaspel 14 in bezug auf den Durchmesser der Trommel 11, der noch unverändert ist, entspricht dem Wert des maximalen Vorstehens der Stäbe 140 in bezug auf die Schlitze 110 der Trommel. Da die Rotation des Knopfes 43 über den Winkel β hinaus fortbesteht, bewegt der Ansatz 41 auch das Zahnrad 34, so daß sich die beiden Zahnräder 20 und 34 gleichzeitig bewegen, um die Durchmesser der Haspel 14 und der Trommel 11 zu vergrößern, obwohl der Durchmesser der Haspel um den inkrementalen Wert θ größer bleibt als der Durchmesser der Trommel.

Sobald der Durchmesser eingestellt worden ist, kann der Knopf 43 über einen maximalen Winkel, der gleich δ ist, in die entgegengesetzte Richtung gedreht werden, was zum Verringern des inkrementalen Wertes θ und damit für das Ausmaß des Vorstehens der Stäbe 140 der Haspel 14 in bezug auf die Schlitze 110 der Trommel 11 nutzbar ist. Da beim Freigeben des Knopfes 43 die Feder 44 die Ansätze 40-41 in eine zentrale Position in bezug auf die Schlitze 200-340 zurückbringt, wird die für das Variieren des Wertes des Vorstehens der Stäbe nutzbare Winkelbewegung nach der Leerlaufwinkelbewegung α des Knopfes in die entsprechende entgegengesetzte Rotationsrichtung erreicht.

Es ist offensichtlich, daß die Variationen des Durchmessers der Haspel und der Trommel mit einer entsprechenden radialen Bewegung des elektromagnetischen Antriebs 8 gekoppelt sein müssen. Dies wird manuell ausgeführt, nachdem die Bolzen 6 gelöst wurden, die den Antrieb starr mit dem entsprechenden Träger 7 koppeln, während die Liefervorrichtung nicht in Bewegung ist.

Die unterschiedliche Ausführungsform der Fig. 6 bis 9, bei denen ähnliche oder entsprechende Teile durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind, ermöglicht indes bedeutende Korrekturen des Durchmessers, der für die Trommel ausgewählt ist, und entsprechende Korrekturen der Menge L an Faden, die der Webmaschine vollautomatisch zugeführt wird, ohne daß irgendein manuelles Eingreifen zur Bewegung des Antriebs 8 erforderlich ist.

Die Korrektur des für die Trommel ausgewählten Durchmessers während des Betriebs der Liefervorrichtung ist wegen der Zunahme der Spannung des Fadens erforderlich, die durch die Abnahme des Durchmessers der Spule bewirkt wird, wenn sich die Spule leert. Einer Zunahme der Spannung des Fadens folgt für gewöhnlich in der Tat eine Verringerung der Menge L an Faden, die bei jedem Schlag geliefert wird. Diese Verringerung wird gegenwärtig durch geeignete Sensoren detektiert, die die Webmaschine anhalten, um kurze Schußfäden zu vermeiden. Gemäß der vorstehenden Ausführungsform wird das Signal, das mit der Verringerung der Länge L in Beziehung steht, statt dessen dafür verwendet, den Durchmesser der Trommel 11 automatisch zu korrigieren und entsprechend den korrekten Wert der Menge L während des Betriebes der Liefervorrichtung wiederherzustellen.

Gemäß obiger unterschiedlicher Ausführungsform wird dies durch die Tatsache erreicht, daß die Sektoren der Haspel 14 und der Trommel 11 unabhängig in gegenüberliegenden Paaren durch jeweilige unabhängige Mechanismen angehoben werden. In den Fig. 7 und 8 gibt es einen Mechanismus zum Anheben des ersten Paares einander gegenüberliegender Haspelsektoren 142', die entlang dem Durchmesser "x" der Haspel 14 angeordnet sind, der als transversaler Durchmesser bezeichnet wird, und es gibt einen anderen Mechanismus zum Anheben des zweiten Paares 142" einander gegenüberliegender Haspelsektoren, die entlang dem Durchmesser "y" der Haspel angeordnet sind, der rechtwinklig zum ersten liegt, und zwar unabhängig vom ersten Paar.

Gleichermaßen gibt es einen Mechanismus zum Anheben des ersten Paares einander gegenüberliegender Trommelsektoren 112', die entlang dem Durchmesser "x" der Trommel 11 angeordnet sind, und es gibt einen anderen Mechanismus zum Anheben des zweiten Trommelsektorenpaares 112 ", das entlang der Achse "y" der Trommel angeordnet ist, und zwar unabhängig vom ersten.

Um den Durchmesser der Trommel 11 während des Betriebs der Liefervorrichtung automatisch zu korrigieren, werden nur die Sektorenpaare 112' und 142' angehoben, wie dies nachstehend beschrieben werden wird, und dies erfordert keinerlei Bewegung des Antriebs 8. Jeder der Mechanismen zum Anheben einander gegenüberliegender Sektorenpaare der Haspel 14 schließt entsprechende erste Antriebszahnräder 20' und 20" ein, die mit jeweiligen vorderen Zahnsätzen 19' und 19" und mit jeweiligen ausgerichteten Durchmesserschlitzen 200' und 200" versehen sind und koaxial ineinander angeordnet sind. Das Zahnrad 20", das den größten Durchmesser aufweist, ist glockenförmig, so daß es das Zahnrad 20' enthält, so daß es koaxial und frei rotieren kann.

Ein jeweiliges Paar Hubzahnräder 18' greift in den Satz von Zähnen 19' des Zahnrads 20' ein. Die Hubzahnräder sind durch entsprechende mit Gewinden versehene Drehzapfen 17' gelagert, die in mit Gewinden versehene Speichen des Paares einander gegenüberliegender Sektoren 142' eingreifen, welche entlang dem Durchmesser "x" angeordnet sind. In gleicher Weise greift ein Hubzahnradpaar 18" in den Zahnsatz 19" des Zahnrads 20" ein. Die Hubzahnräder werden durch Drehzapfen 17" gelagert, die mit den Speichen des zweiten Paares einander gegenüberliegender Haspelsektoren 142" zusammenwirken, welche entlang dem Durchmesser "y" angeordnet sind.

Ein Übertragungsansatz 40' greift in den Schlitz 200' des Zahnrads 20' ein und ist am Ende einer Antriebswelle 5C vorgesehen, die in dem zylindrischen Loch eines Übertragungselements 39' aufgenommen ist. Das Ende der Welle, das dem Ansatz 40' gegenüberliegt, ist durch einen Bolzen 42' mit einem ersten äußeren Knopfabschnitt 43', der aus einem Ring G und aus einer Durchmesserspeiche R gebildet wird, starr gekoppelt.

Das Element 39' ist wiederum mit einem Ansatz 40" versehen, der in den Schlitz 200" des Zahnrads 20" eingreift. Der Mechanismus zum Antreiben der einander entgegengesetzt angeordneten Sektoren der Trommel 11 ist auf ganz ähnliche Weise vorgesehen. Zu diesem Zweck gibt es ein entsprechendes Paar zweiter Antriebszahnräder 34' und 34", die koaxial angeordnet sind, wobei das erste in dem zweiten liegt. Die Zahnräder sind mit jeweiligen vorderen Zahnsätzen 33'-33" und mit jeweiligen ausgerichteten Durchmesserschlitzen 340'-340" versehen. Der vorderen Zahnsatz 33' des Antriebs 34' greift in ein Paar Hubzahnräder 32' ein, die starr mit jeweiligen mit Gewinden versehenen Wellen 31' gekoppelt sind, welche mit den mit Gewinden versehenen Löchern der Speichen des zweiten Sektorenpaares 112" der Trommel 11, welche entlang dem Durchmesser "y" beweglich sind, zusammenwirken. Der vorderen Zahnsatz 33" des Zahnrads 34" greift wiederum in ein Zahnradpaar 32" ein, das starr mit jeweiligen mit Gewinden versehen Drehzapfen 31" gekoppelt ist, welche mit den mit Gewinden versehenen Löchern der Speichen des ersten Sektorenpaares 112', die entlang dem transversalen Durchmesser "x" beweglich sind, zusammenwirken. Ein zweiter Ansatz 41' mit rechteckigem Querschnitt ist auf dem Element 39' vorgesehen und ist dafür ausgelegt, zum Antreiben des Zahnrads in den Schlitz 340' des Zahnrads 34' einzugreifen, wobei eine kardioidenförmige Feder 44' zwischengesetzt ist. Der Schlitz 340" des zweiten Zahnrads 34" greift statt dessen über eine jeweilige zwischengesetzte kardioidenförmige Feder 44" in den rechteckigen Stiel 41" des ersten Knopfabschnittes 43' ein, welcher frei drehbar auf einem zylindrischen Endabschnitt des Ansatzes 41' gepaßt ist, welcher sich axial über die Zahnräder 34' und 34" hinaus erstreckt, um starr in einen zweiten Knopfabschnitt 43" einzukoppeln, der frei drehbar im ersten Abschnitt 43' enthalten ist. Die Welle 50 ist in bezug auf den zweiten Knopfabschnitt 43" frei drehbar. Eine Klinke 51' ermöglicht es, den ersten und den zweiten Knopfabschnitt starr zu koppeln oder sie unabhängig voneinander zur Rotation zu bringen.

Es ist offensichtlich, daß es, indem die Klinke 51 entkoppelt gelassen wird, mit der beschriebenen Anordnung möglich ist, durch Drehen des Knopfabschnittes 43' die entsprechende Rotation der Zahnräder 20' und 34" allein und die resultierende Expansion (oder Kontraktion) der Sektoren 142' und 112' entlang dem Durchmesser "x" zu bewirken, wohingegen die Rotation des Knopfabschnittes 43" durch Bewirken der Rotation der Zahnräder 20" und 34' allein die entsprechende Expansion (oder Kontraktion) der Sektoren 142" und 112" entlang dem Durchmesser "y" bewirkt.

Durch Verbinden der beiden Knopfabschnitte 43'-43" durch die Klinke 51 tritt die Expansion der Sektorenpaare der Haspel 14 und der Trommel 11 gleichzeitig auf, wie dies in bezug auf die Ausführungsform der Fig. 1 bis 5 beschrieben ist.

Um den Durchmesser der Trommel 11 während des Betriebs der Liefervorrichtung automatisch zu korrigieren wird bei der Liefervorrichtung, da die Korrektur in der Größenordnung einiger Millimeter liegt, die Expansion der Sektorenpaare 112'-142' allein entlang der transversalen Achse "x" der Trommel nach dem Entklinken der Klinke 51 verwendet. Zu diesem Zweck ist das Hauptzahnrad 34 " mit einem zweiten umfangsseitigen Zahnsatz 60 versehen, in den der entsprechende Zahnsatz eines Zahnrads 61, das an der Seite des Knopfes 43 angeordnet ist, eingreift. Das Zahnrad 61 ist mit dem Ende einer Welle 62 verkeilt, die sich axial entlang der Trommel 11 erstreckt und in einem Kegelradgetriebe 63 endet, das in einer entsprechenden Aufnahme, die im Träger 26 ausgebildet ist, aufgenommen ist. Das Getriebe 63 greift in ein entsprechendes Kegelradgetriebe 64 einer Übertragungswelle 65 ein, die in einer ersten Scheibe 66 endet, welche außerhalb des Trägers 26 angeordnet ist und mit einem oder mehreren Permanentmagneten 67 versehen ist. Eine zweite Scheibe 68 ist so angeordnet, daß sie zur Scheibe 66 hin gerichtet ist und ist von ihr um einen Abstand beabstandet, der den freien Durchgang des Windmühlenarmes 12 ermöglicht. Die zweite Scheibe 68 ist entsprechend mit einem oder mehreren Permanentmagneten 69 versehen, und die Magneten 67 und 69, die einander entgegengesetzte Polaritäten aufweisen, bilden somit eine Torsionskupplung 71 ohne Kontakt zwischen den Scheiben 66 und 68.

Die Scheibe 68 ist an das Ende der Welle eines Antriebsmotors 70 gekeilt, der von der Basis B der Liefervorrichtung getragen wird und über einen Prozeßregler (nicht gezeigt) geregelt wird.

Die Antriebskommandos, die an den Motor 70 angelegt werden, bewirken jeweilige Rotationen der Zahnräder 61 und 34" und die entsprechende Korrektur des Durchmessers der Trommel in der spezifizierten Richtung. Die Vorrichtung, die den Motor 70, die Scheiben 66-68 mit den jeweiligen Magneten 67-69 und die Welle 62 aufweist, kann vorteilhafterweise dazu verwendet werden, das Zahnrad 61 wie beschrieben und/oder einen Generator 72 zu bewegen, welcher innerhalb der Trommel 11 angeordnet ist und dafür geeignet ist, Energie für elektrische und/oder elektronische Komponenten, die in der Trommel aufgenommen sind, zu liefern, ohne daß Systeme zur direkten Übertragung von Energie ohne Kontakt verwendet werden müssen.

Die Ausführungsdetails und die Ausführungsformen können natürlich in breitem Rahmen in bezug auf das, was mittels des nicht beschränkenden Beispiels beschrieben und veranschaulicht wurde, stark verändert werden, ohne das Konzept der Erfindung zu verändern und ohne ihren Rahmen zu verlassen, der durch die beigefügten Ansprüche definiert ist, in denen Bezugszeichen nur aus Gründen der Klarheit gegeben sind.

Wo auf die in einem beliebigen Anspruch erwähnten Merkmale Bezugszeichen folgen, wurden jene Bezugszeichen zum alleinigen Zweck der Erhöhung der Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt, und dementsprechend haben derartige Bezugszeichen keinerlei beschränkenden Effekt auf die Auslegung jedes Elements, das mittels eines Beispiels durch derartige Bezugszeichen identifiziert wird.


Anspruch[de]

1. Schußfadenliefervorrichtung für Luftdüsenwebmaschinen mit Vorrichtung zum Trennen von Windungen, aufweisend: eine Trommel (11) mit variablem Durchmesser zum Stützen mehrerer Fadenwindungen, die auf der Trommel durch einen Windmühlenarm (12) abgelegt werden, wobei die Windungen eine Schußfadenreserve (RT) bilden; und eine Haspel (14) mit variablem Durchmesser, die mehrere Stäbe (140) umfaßt, welche eine wellenförmige Bewegung ausführen und auf zyklische Weise aus entsprechenden Schlitzen (110) der Trommel vorstehen, um die Fadenwindungen von der Basis der Trommel zu ihrem Kopf zu transportieren, und wobei das Ausmaß des Vorstehens der Stäbe (140) aus den Schlitzen (110) der Trommel den Abstand der Windungen der Fadenreserve voneinander bestimmt; wobei die Haspel (14) und die Trommel (11) durch entsprechende Sektoren (142, 112) gebildet werden, die radial beweglich sind und durch jeweilige radiale Hebemechanismen gesteuert werden, von denen jeder mindestens ein Antriebszahnrad (20, 34) aufweist, das in einzelne Zahnräder (18, 32) zum Anheben der jeweiligen Trommel- und Haspelsektoren eingreift; wobei das Antriebszahnradpaar (20, 34) durch ein einzelnes Übertragungselement (39) gedreht wird, das von einem Betätigungsknopf (43) gesteuert wird und in der Folge in beide Antriebszahnräder (20, 34) nach jeweiligen Leerlauf- Winkelbewegungen (α, β) mit verschiedenen Werten einkoppelt; wobei die Differenz (δ = β - α) zwischen den Leerlauf-Winkelbewegungen des Übertragungselements dazu verwendet wird, den Grad des Vorstehens der fadentransportierenden Stäbe (140) zu variieren, um entsprechend den Abstand zwischen den Windungen einzustellen.

2. Liefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein erstes Antriebszahnrad (20) und ein zweites Antriebszahnrad (34) aufweist, die jeweils in einen ersten Satz (18) und in einen zweiten Satz (32) von Hubzahnrädern eingreifen, wobei jeder Satz aus vier Zahnrädern gebildet wird; daß die Hubzahnräder des ersten Satzes starr an jeweilige mit Gewinden versehene Drehzapfen (17) gekoppelt sind, die in die mit Gewinden versehenen Löcher von Speichen (141) entsprechender Sektoren (142) der Haspel (14) eingreifen, welche in 90º Winkeln zueinander angeordnet sind; und daß die Hubzahnräder (32) des zweiten Satzes starr an jeweilige mit Gewinden versehene Drehzapfen (31) gekoppelt sind, die in die mit Gewinden versehenen Löcher der Speichen (111) entsprechender Sektoren (112) der Trommel (11) eingreifen, die ebenfalls in 90º Winkeln zueinander angeordnet sind.

3. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen (141) der Sektoren (142) der Haspel (14) in den radialen Schlitzen (150) eines ersten scheibenähnlichen Trägers (15) verschiebbar geführt sind, welcher Träger frei drehbar auf einer winkeligen Laufbuchse (16) gelagert ist, welche auf einen exzentrischen Abschnitt (130) der Antriebswelle (13) der Liefervorrichtung aufgepaßt ist, der die Wellenbewegung auf den scheibenähnlichen Träger und die Transport-Stabsektoren (142) überträgt.

4. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen (111) der Sektoren (112) der Trommel (11) verschiebbar in den radialen Schlitzen (300) eines zweiten ortsfesten scheibenähnlichen Trägers (30) geführt sind, der starr an die Enden ortsfester axialer Pfosten (25) gekoppelt ist, die durch entsprechende Löcher (24) des ersten scheibenähnlichen Trägers (15) verlaufen, wobei Elastomermuffen (28) zwischengesetzt sind, die auf die Pfosten aufgepaßt sind und die Wellenbewegung des ersten scheibenähnlichen Trägers (15) ermöglichen.

5. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechende vordere scheibenähnliche Flansche (22, 36) mit den ersten und zweiten scheibenähnlichen Trägern (15, 30) verbunden sind und mit jeweiligen glockenförmigen Aufnahmen (21, 35) zum Enthalten des ersten Antriebszahnrads (20) bzw. des zweiten Antriebszahnrads (34) versehen sind.

6. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Antriebszahnräder (20, 34) mit jeweiligen Durchmesserschlitzen (200, 340) versehen sind, in die entsprechende vorstehende Ansätze (40, 41) des Übertragungselements (39) eingreifen.

7. Liefervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungselement (39) von einem Zylinder gebildet wird, der die vorstehenden Ansätze (40, 41) auf seinen gegenüberliegenden Seiten aufweist.

8. Liefervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die vorstehenden Ansätze (40, 41) des Übertragungselements (39) identische rechteckige Querschnitte aufweisen und entlang demselben Durchmesser des Zylinders liegen, der das Übertragungselement bildet.

9. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesserschlitze (200, 340) der ersten und zweiten Antriebszahnräder (20, 34) ein rechteckiges Profil und unterschiedliche Abmessungen aufweisen und daß mindestens die folgende Beziehung gilt:

d < k

wobei "d" die kürzere Seite des Schlitzes (200) des ersten Antriebszahnrads (20) ist und "k" die kürzere Seite des Schlitzes (340) des zweiten Antriebszahnrads (34) ist.

10. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der vorstehende Ansatz (41) des Übertragungselements (39), der mit dem Schlitz (340) des zweiten Antriebszahnrads (34) zusammenwirkt, durch die Wirkung eines elastischen Mittels (44) gesteuert wird, das den Zweck hat, den Ansatz elastisch in bezug auf den Schlitz zentriert zu halten.

11. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (200) des ersten Antriebszahnrads (20) und der Schlitz (340) des zweiten Antriebszahnrads (34) jeweils mit den entsprechenden vorstehenden Ansätzen (40-41) des Übertragungselements (39) als Folge einer ersten und einer zweiten Leerlaufwinkelbewegung des Übertragungselements in Eingriff stehen, wobei die Bewegungen verschieden voneinander sind; wobei

α < β

wobei α die erste - Leerlaufwinkelbewegung ist und β die zweite Leerlaufwinkelbewegung des Übertragungselements (39) ist; und daß die zweite Winkelbewegung β des Antriebselements durch Bewegen des ersten Antriebszahnrads (20) eine inkrementale Variation (θ) im Durchmesser der Haspel (14) und entsprechend im Ausmaß des Vorstehens der Transportstäbe (140) bewirkt; wobei die inkrementale Variation (θ) durch eine entgegengesetzte Winkelbewegung des Übertragungselements (39) einstellbar ist, welche einen nützlichen maximalen Einstellwert aufweist, der gleich der Differenz zwischen der zweiten Winkelbewegung und der ersten Winkelbewegung des Übertragungselements ist; wobei

δ = β - α

der nützliche Einstellwert ist.

12. Liefervorrichtung nach Anspruch 1 und nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Übertragungselement (39) durch einen Betätigungsknopf (43) betätigt wird, der mit dem Übertragungselement drehgekoppelt ist und in bezug auf die Trommel (11) zentral und frontal angeordnet ist.

13. Liefervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie unabhängige Mechanismen aufweist, von denen jeder ein Paar Antriebszahnräder (20', 20", 34', 34 ") zum jeweiligen unabhängigen Anheben gegenüberliegender Sektorpaare (142', 142") der Haspel (14) und gegenüberliegend angeordneter Sektorenpaare (112', 112") der Trommel (11) entlang zueinander senkrechten Durchmessern (x-y) aufweist.

14. Liefervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Paar erster Antriebszahnräder (20', 20") aufweist, die koaxial und frei drehbar ineinander angeordnet sind; daß jedes Antriebszahnrad in ein entsprechendes Paar Hubzahnräder (18', 18") eingreift; daß die Zahnräder jedes Paars durch jeweilige mit Gewinden versehene Drehzapfen (17', 17") getragen werden, die ihrerseits in die mit Gewinden versehenen Löcher der Speichen eines Paars gegenüberliegend angeordneter Sektoren (142', 142") der Haspel (14) eingreifen; und daß die mit Gewinden versehenen Drehzapfenpaare (17', 17") entlang jeweiligen zueinander senkrechten Durchmessern (x-y) angeordnet sind.

15. Liefervorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Paar zweiter Antriebszahnräder (34', 34") aufweist, die koaxial und frei drehbar ineinander angeordnet sind; daß jedes Antriebszahnrad in ein entsprechendes Paar Hubzahnräder (32', 32") eingreift; daß die Zahnräder jedes Paars von jeweiligen mit Gewinden versehenen Drehzapfen (31', 31") getragen werden, die ihrerseits in mit Gewinden versehene Löcher der Speichen gegenüberliegend angeordneter Sektorenpaare (112', 112") der Trommel (11) eingreifen; und daß die mit Gewinden versehenen Drehzapfenpaare (31', 31") entlang jeweiligen zueinander senkrechten Durchmessern (y-x) angeordnet sind.

16. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Gewinden versehene Drehzapfenpaar (17'), das durch das innere Zahnrad (20') des Paars erster Antriebszahnräder angetrieben wird, parallel zum mit Gewinden versehenen Drehzapfenpaar (31") ist, welche Drehzapfen durch das äußere Zahnrad (34") des zweiten Antriebszahnradpaars angetrieben werden; und daß beide der mit Gewinden versehenen Drehzapfenpaare (17', 31") parallel zum transversalen Durchmesser (x) sind.

17. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Antriebszahnräder (20', 20") und die zweiten Antriebszahnräder (34', 34") mit jeweiligen entlang den Durchmessern ausgerichteten Schlitzen (200', 200", 340', 340") versehen sind.

18. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen. 1, 13, 14 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (200') des inneren Zahnrads (20') des Paars erster Antriebszahnräder und der Schlitz (340") des äußeren Zahnrads (34") des Paars zweiter Antriebszahnräder zum Bewegen der Zahnräder mit einem Übertragungsansatz (41) in Eingriff stehen, der am Ende einer Antriebswelle (50) getragen wird, deren anderes Ende starr an einen ersten äußeren Knopfabschnitt (43'), bzw. durch den rechteckigen Stiel (41") des äußeren Knopfabschnitts (43') gekoppelt ist.

19. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 13, 14, 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (200") des äußeren Zahnrads (20") des Paars erster Antriebszahnräder und der Schlitz (340') des inneren Zahnrads (34') des Paars zweiter Antriebszahnräder mit jeweiligen gegenüberliegend angeordneten Ansätzen (40", 41') eines Übertragungselements (39') in Eingriff stehen, das starr mit einem zweiten Knopfabschnitt (43") verbunden ist, der frei drehbar im ersten äußeren Knopfabschnitt (43') enthalten ist, wobei eine Klinke (51) vorgesehen ist, die es ermöglicht, den ersten und den zweiten Knopfabschnitt starr miteinander zu koppeln oder sie dazu zu veranlassen, sich frei zueinander zu drehen, um die selektive oder gleichzeitige Einstellung der Sektorenpaare der Haspel und der Trommel entlang den jeweiligen senkrechten Durchmessern (x-y) zu bewirken.

20. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (50) frei drehbar in axialen Löchern des Übertragungselements (39') und des zweiten Knopfabschnitts (43") verlaufen kann.

21. Liefervorrichtung nach Anspruch 13 und einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vorrichtung (61, 70) zum selektiven Bewegen lediglich eines der Sektoren (112', 142') der Trommel (11) und der Haspel (14) aufweist, die entlang dem transversalen Durchmesser (x) beweglich sind, um den Durchmesser der Trommel (11) während des Betriebs der Liefervorrichtung automatisch zu korrigieren.

22. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 15 und 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung einen Getriebeteil (61) aufweist, der mit einem umfangsseitigen Satz an Zähnen (60) des äußeren Zahnrads (34") des Paars zweiter Antriebszahnräder in Eingriff steht.

23. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 1, 21 und 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Getriebeteil (61) an das Ende einer entsprechenden Antriebswelle (62) gekeilt ist, die axial innerhalb der Trommel (11) liegt und durch ein Übertragungssystem (63-64) und eine berührungslose Drehmagnetkupplung (71), die es ermöglicht, daß sich der Windmühlenarm (12) frei dreht, von einem Motor (70) angetrieben wird, der von einer Prozeßeinheit gesteuert wird und auf der ortsfesten Basis (B) der Liefervorrichtung gelegen ist.

24. Liefervorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetkupplung (71) eine erste Scheibe (66) und eine zweite Scheibe (68) aufweist, die einander gegenüberstehen, jedoch getrennt sind, und daß die Scheiben jeweilige Permanentmagneten (67-69) mit entgegengesetzten Polaritäten aufweisen.

25. Liefervorrichtung nach den Ansprüchen 22 und 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (62) dazu verwendet wird, den Getriebeteil (61) und/oder einen Generator (72) zu drehen, der sich innerhalb der Trommel (11) befindet und dafür geeignet ist, Energie für elektrische und/oder elektronische Komponenten, welche auf der Karte der Trommel installiert sind, zu liefern.







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