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Dokumentenidentifikation DE19750769A1 20.05.1999
Titel Spritzbare Überdeckung von Asbestzementoberflächen
Anmelder Hema Beschichtungsservice, 12355 Berlin, DE
Erfinder Eidenschink, Henning, 12355 Berlin, DE;
Eidenschink, Marianne, 12355 Berlin, DE
Vertreter Wablat, W., Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Dr.jur., Pat.-Anw., 14129 Berlin
DE-Anmeldedatum 10.11.1997
DE-Aktenzeichen 19750769
Offenlegungstag 20.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1999
IPC-Hauptklasse C04B 41/61
IPC-Nebenklasse E04G 23/02   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine spritzbare Überdeckung von Asbestzementoberflächen, die in flüssiger Form, in Lösungsmittel-, Dispersions- oder Pulverform Bindemittel und Füllstoffe enthält. Durch die erfindungsgemäße Überdeckung wird ein Mittel zur Beschichtung und Einbindung von freien Fasern, Pilzen, Algen, Flechten und Moosen aus Asbestzementoberflächen zur Verfügung gestellt, das den gesetzlichen Anforderungen der TRGS 519, wonach unbeschichtete Asbestzementprodukte beschichtet aber nicht gereinigt werden dürfen, entspricht.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine spritzbare Überdeckung von Asbestzementoberflächen, insbesondere Wellasbestzement

Seit Jahrzehnten wurden weltweit Asbestzementprodukte hergestellt und verarbeitet. Dabei handelt es sich um stark gebundenen Asbest (ca. 85% Zement, 15% Asbestfasern) und schwach gebundenen Asbest (ca. 15% Bindemittel, 85% Asbestfasern) Der stark gebundene Asbest wird hauptsächlich als Dachplatten (Wellasbestzementdächer), Fassadenplatten und im Hochbau eingesetzt, während der schwach gebundene Asbest (Spritzasbest) vor allem für den Innenausbau als Brandschutzmaßnahme Verwendung fand.

Die vorhandenen Asbestzementprodukte geben durch Abwitterung des Zements (Außenbewitterung) permanent Asbestfasern in die Umwelt ab. Gleiches gilt für Innenräume mit Spritzasbest, hier ist jedoch der Bindemittelanteil (Zement) einfach zu gering (trotz fehlender Bewitterung), um die Asbestfasern auf Dauer zu binden.

Ferner zeigen die Dächer mehr oder weniger starken Bewuchs von Algen, Flechten und Moosen.

Als etwa 1980 publik wurde, daß freie Asbestfasern durch Atmung in die menschliche Lunge gelangen und hier Asbestose, die eine Form von Lungenkrebs verursachen kann, ist der Einsatz von Asbestfasern in Baustoffen durch die Bundesregierung schrittweise bis zum Jahr 1993 vollständig verboten worden.

Weiterhin wurde durch die TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe) 1991 gesetzlich geregelt, wie Abbruch- Sanierungs-Instandhaltungsarbeiten (ASI-Arbeiten) an vorhandenen Asbestzementprodukten durchzuführen sind.

Um nun solche alten Produkte in der beschriebenen Form wieder in den ursprünglichen Zustand, nämlich festgebundene Fasern an der Oberfläche und ansprechende Optik verbunden mit Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit zu versetzen, gibt es z. Zt. nur folgende Möglichkeiten:

  • 1. Sanierung durch Abriß unter Einhaltung der Bestimmungen der TRGS 519 mit teurer Endlagerung des Asbestzements. Daran schließt sich die ebenfalls kostenaufwendige Neueindeckung mit asbestfreiem Baustoff an.
  • 2. Überdeckung alter Asbestzement-Dächer, wobei Bohrungen in das alte Material erforderlich sind. Gemäß den Vorschriften der TRGS 519 sind derartige Tätigkeiten verboten.
  • 3. Beschichtung der alten Eindeckung. Hierzu ist es erforderlich, die Oberfläche (Pilze, Algen, Flechten und somit auch Asbestfasern) abzufräsen, wie z. B. Kärchern oder mit ähnlichen oberflächen-abtragenden Geräten zu arbeiten, um eine glatte Oberfläche für die anschließend recht dünne Beschichtung (ca. 0,2-0,4 mm) zu erzielen. Die Reinigung mit derartigen Geräten verbietet die TRGS 519. Für unbeschichtete Asbestzementoberflächen besteht sogar Expositionsverbot.
  • 4. Einschäumen der Asbestzementoberfläche mit PUR-Schaum. Auch bei dieser Methode muß die Oberfläche vorab gereinigt werden und kollidiert daher mit den Festlegungen der TRGS 519.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zur Beschichtung bzw. Einbettung von freien Fasern, Pilzen, Algen, Flechten und Moosen auf Asbestzementoberflächen zur Verfügung zu stellen, das den gesetzlichen Anforderungen der TRGS 519, wonach alte unbeschichtete Asbestzementprodukte beschichtet aber nicht gereinigt werden dürfen, gerecht wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine spritzbare Überdeckung von Asbestzementoberflächen, insbesondere von Wellasbestoberflächen, gelöst, die sich dadurch auszeichnet, daß sie in flüssiger Form, in Lösungsmittel-, Dispersions- oder Pulverform mindestens ein Bindemittel und einen Füllstoff enthält.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die erfindungsgemäße spritzbare Überdeckung Bindemittel und Füllstoffe auf organischer, anorganischer oder anorganisch/organischer Basis. Die Anzahl der basisbezogenen Komponenten der erfindungsgemäßen Überdeckung ist nicht begrenzt, wobei erfindungswesentlich ist, daß sie mindestens ein Bindemittel und einen Füllstoff enthält.

Weitere besonders bevorzugte Ausgestaltungsformen der erfindungsgemäßen spritzbaren Überdeckung zeichnen sich dadurch aus,

  • - daß das organische Bindemittel aus synthetischen oder natürlichen Ölen oder Derivaten davon, Asphalten, Bitumen, Pechen, Teeren, Naturharzen, Polyesterharzen, Alkydharzen, Phenolharzen, Polymeren von Monomeren, wie Vinylchloriden, Vinyläthern, Vinylpropionaten, Vinylacrylaten und Copolymerisaten, Styrol-Acrylaten, Styrol/Acrylnitril-Copolymerisaten, Acrylat-Copolymerisaten, Versaticsäurevinylestern, Ethylen, Vinyllauraten, Vinylacetaten, Vinylversataten, Vinylacetat- Ethylen-Coplymerisaten, Acrylsäureester-Acrynitril- Copolymerisaten, Acrylsäureester-Copolymerisaten, carboxylierte Styrol-Butadien-und/oder Acrylaten, Butadien, Styrol, Urethanen, Olefinen, sonstigen Harzen, wie Cumaron-Inden-Harzen, Kohlenwasserstoff-Harzen, Chlorparaffine, Naturkautschuk und Derivaten, Chlorkautschuk, Synthesekautschuk, Siliconharzen, Silikonkautschuk, Epoxidharze, Butyltitanat, Polyurethanelastomeren oder Silikatbindemitteln (organisches Alylsilikat und anorganisches Wasserglas), besteht,
  • - daß das Bindemittel auf anorganischer Basis aus Zement, Wasserglas und/oder Baukalk besteht,
  • - daß der organische Füllstoff aus Korkgranulat-Mehl, Korkschrot, Sägemehl, Sägespäne, Papiermehl, Textilfasern, Gummimehl, Gummigranulat, Lederabfälle, PUR- Schaum-Kugeln, Styropor-Schaum-Kugeln oder Schaum- Kunststoffen besteht,
  • - daß der anorganische Füllstoff aus Blähton, Blähglas, Blähschiefer, Hüttenbims, Blähglimmer, Blähperlit, Schaum-Lava, Schaum-Sand, Schaum-Kies, Schaum-Glas, Hohlglaskugeln, Talkum, Schwerspat, Kieselgur, Glimmer, Bimsmehl, Kreide, Corund, Schlacken, Quarzmehl, Quarzsand, Ton-Ziegel-Split oder Blähzement besteht,
  • - daß sie Bindemittel und Füllstoffe in Mengen von jeweils 5 bis 95 Gew.-% enthält,
  • - daß sie aus 13 Gew.-% Vinylacetat-Ethylen-Copolymer, 53 Gew.-% Blähglas und 34 Gew.-% Zement besteht,
  • - daß sie aus 18 Gew.-% Siliconharz und 82 Gew.-% Sägemehl besteht,
  • - daß sie aus 24 Gew.-% Wasserglas, 38 Gew.-% Gummigranulat und 38 Gew.-% Glimmer besteht.

Bei der flüssigen Form der erfindungsgemäßen spritzbaren Überdeckung werden als Bindemittel vor allem Bitumen, Teer, Epoxidharze und Öle eingesetzt, bei der Lösungsmittelform vorrangig Alkydharze, Urethane und Chlorkautschuk sowie bei der Dispersionsform alle handelsüblichen Kunstoff-Dispersionen, hergestellt aus den vorab genannten Monomeren. Bei der Pulverform der erfindungsgemäßen spritzbaren Überdeckung handelt es sich um entwässerte Dispersionen. Durch Wasserzugabe wird das Pulver reemulgierbar und stellt somit wieder eine Dispersion dar.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen spritzbaren Überdeckung. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß man

  • a) die in Pulverform vorliegenden Bindemittel und Füllstoffe mechanisch mischt und das gewünschte Fließverhalten durch Zugabe von Wasser einstellt oder
  • b) die in flüssiger Form, in Lösungsmittel- oder Dispersionsform vorliegenden Bindemittel, bei denen das gewünschte Fließverhalten durch den Feststoffgehalt eingestellt wurde, mit den Füllstoffen vermischt oder
  • c) die in flüssiger Form in Lösungsmittel- oder Dispersionsform vorliegenden organischen Bindemittel, bei denen das gewünschte Fließverhalten durch den Feststoffgehalt eingestellt wurde, mit anorganischen Bindemitteln und Füllstoffen vermischt.

Die Verfahrensvariante a) stellt in der Praxis die eleganteste und kostengünstigste Variante dar. So kann durch einfaches mechanisches Mischen der Trockenkomponenten die erfindungsgemäße Überdeckung z. B. in Polyethylensäcken direkt bis zur Baustelle transportiert werden. Vor Ort kann dann das gewünschte Fließverhalten der spritzbaren Überdeckung mit Wasser eingestellt und diese dann sofort auf die Asbestzementoberfläche aufgetragen werden.

Bei den Verfahrensvarianten b) und c) muß dagegen vor Ort noch eine Vermischung mit Füllstoffen bzw. anorganischen Bindemitteln und Füllstoffen vorgenommen werden.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Überdecken von Asbestzementoberflächen, insbesondere von Wellasbestoberflächen. Dieses Verfahren ist gekennzeichnet durch

  • a) Besprühen der ungereinigten Asbestzementoberfläche mit einer handelsüblichen algizid-fungizid-wirksamen Lösung
  • b) Auftrag einer handelsüblichen penetrierenden Grundierung auf die Asbestzementoberfläche durch Spritzen oder andere Applikationsformen zum Verharzen der auf der Oberfläche vorhandenen Pilze, Algen, Flechten, Moose oder losen Bestandteile
  • c) Auftrag der spritzbaren Überdeckung auf die Asbestzementoberfläche durch Spritzen, Rollen, Rakeln, Streichen, Fluten, Gießen, Spachteln, Bürsten, Walzenauftrag oder Tauchen, je nach Erfordernis auf ≥ 1 mm Schichtdicke und
  • d) Farbige Endbeschichtung nach bekannten Methoden.

Als algizid-fungizid-wirksame Lösungen und penetrierende, verharzende Grundierungen werden dem Fachmann bekannte, handelsübliche Mittel bzw. Rezepturen eingesetzt.

Erfindungsgemäß wird die spritzbare Überdeckung zur Instandhaltung von Asbestzementoberflächen und Spritzasbestoberflächen sowie als Dickschicht-Beton- Sanierungsmörtel verwendet.

Durch die erfindungsgemäße spritzbare Überdeckung werden folgende Vorteile erreicht:

  • - Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben der TRGS 519, insbesondere keine Reinigung des kritischen Untergrunds erforderlich
  • - Schichtdicke der Überdeckung kann je nach den Erfordernissen auf ≥ 1 mm variabel gestaltet werden
  • - dauerhafte Einbettung des asbesthaltigen Untergrunds
  • - Ausgleichen der Unebenheiten
  • - sichere Abdichtung undichter Stellen
  • - Erhöhung der mechanischen Werte (Tragfähigkeit) und der Rutschfestigkeit
  • - nicht brennbarer Baustoff (Brandklasse A1, DIN 4102)
  • - geringes spezifisches Gewicht der Überdeckung (ca. 0,4)
  • - Verbesserung der wärmedämmenden Eigenschaften
  • - Einsatz preisgünstiger Rohstoffe
  • - farbliche Endgestaltung der Oberfläche in allen Farbtönen möglich
  • - einkomponentige Trockenmischung möglich, nur mit Wasser an der Baustelle anzurühren
  • - Die teuere Endlagerung von ausgebauten Asbestzementprodukten auf Sonderdeponien entfällt.

Die Erfindung wird an den nachfolgenden Beispielen näher erläutert.

Beispiel 1

Trockenmischung aus

36 Gew.-% Styrol

37 Gew.-% Zement

27 Gew.-% Quarzsand

Beispiel 2

Trockenmischung aus

40 Gew.-% Baukalk

60 Gew.-% Sägemehl

Beispiel 3

Trockenmischung aus

20 Gew.-% Styrol-Acrylat

55 Gew.-% Korkschrot

25 Gew.-% Bimsmehl

Beispiel 4

Trockenmischung aus

16 Gew.-% Vinylchlorid

29 Gew.-% Zement

30 Gew.-% Gummigranulat

25 Gew.-% Blähton

Beispiel 5

Trockenmischung aus

11 Gew.-% Zement

89 Gew.-% Textilfasern

Beispiel 6

Mischung in flüssiger Form mit einem Feststoffgehalt von

42 Gew.-% Bitumen

28 Gew.-% Wasserglas

30 Gew.-% Schaum-Sand

Beispiel 7

Mischung in Lösungsmittelform mit einem Feststoffgehalt von

37 Gew.-% Chlorkautschuk

37 Gew.-% Baukalk

13 Gew.-% Papiermehl

13 Gew.-% Schwerspat

Beispiel 8

Mischung in Dispersionsform mit einem Feststoffgehalt von

56 Gew.-% Vinylacetat

30 Gew.-% Sägemehl

14 Gew.-% Glimmer

Beispiel 9 Herstellung der spritzbaren Überdeckung

50 kg Trockenmischung aus Beispiel 3 werden durch Zugabe von 35 l Wasser auf das gewünschte Fließverhalten eingestellt.

Beispiel 10

Verfahren zum Überdecken von Asbestzementoberflächen. Eine ungereinigte Wellasbestoberfläche wird mit einer handelsüblichen algizid-fungizid-wirksamen Lösung besprüht. Nach Trocknung der Lösung werden die auf der Oberfläche vorhandenen Pilze und Flechten durch Auftragen z. B. (Spritzen) einer handelsüblichen penetrierenden Grundierung verharzt. Nach frühestens 1/2 Stunde wird die nach Beispiel 9 hergestellt Überdeckung durch Spritzen auf eine Schichtdicke von 3 mm auf die vorbehandelte Oberfläche aufgetragen. Nach dem Aushärten bzw. Trocknung der Überdeckung erfolgt die farbige Endbeschichtung in beliebigem Farbton nach bekannten Methoden.

Beispiel 11

Verwendung der spritzbaren Überdeckung als Dickschicht- Beton-Sanierungsmörtel bzw. Dichtungsschlämme.

Bei einer Fassadenplatte aus stark gebundenem Asbest ist durch Beschädigung ein Loch mit einem Durchmesser von 35 cm und einer Tiefe von 4 mm entstanden. Als flexible mineralische Dichtungsschlämme wird ein 2 Komponentensystem (ein Gebinde fertiger Trockenmörtel und ein Gebinde Kunststoffkomponente (Polymerdispersion) verwendet. An der Baustelle werden die Komponenten, ggf. unter Zusatz von Wasser, angemacht (spachtelfähige Masse). Mit der spachtelfähigen Masse wird die beschädigte Fläche ausgefüllt.


Anspruch[de]
  1. 1. Spritzbare Überdeckung von Asbestzementoberflächen, insbesondere Wellasbestoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß sie in flüssiger Form, in Lösungsmittel-, Dispersions oder Pulverform mindestens ein Bindemittel und einen Füllstoff enthält.
  2. 2. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie Bindemittel und Füllstoffe auf organischer, anorganischer oder anorganisch/organischer Basis enthält.
  3. 3. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Bindemittel aus synthetischen oder natürlichen Ölen oder Derivaten davon, Asphalten, Bitumen, Pechen, Teeren, Naturharzen, Polyesterharzen, Alkydharzen, Phenolharzen, Polymeren von Monomeren, wie Vinylchloriden, Vinyläthern, Vinylpropionaten, Vinylacrylaten und Copolymerisaten, Styrol-Acrylaten, Styrol/Acrylnitril-Copolymerisaten, Acrylat-Copolymerisaten, Versaticsäurevinylestern, Ethylen, Vinyllauraten, Vinylacetaten, Vinylversataten, Vinylacetat-Ethylen-Coplymerisaten, Acrylsäureester-Acrynitril-Copolymerisaten, Acrylsäureester- Copolymerisaten, carboxylierte Styrol-Butadien- und/oder Acrylaten, Butadien, Styrol, Urethanen, Olefinen, sonstigen Harzen, wie Cumaron-Inden-Harzen, Kohlenwasserstoff-Harzen, Chlorparaffine, Naturkautschuk und Derivaten, Chlorkautschuk, Synthesekautschuk, Siliconharzen, Silikonkautschuk, Epoxidharze, Butyltitanat, Polyurethanelastomeren oder Silikatbindemitteln (organisches Alylsilikat und anorganisches Wasserglas), besteht,
  4. 4. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel auf anorganischer Basis aus Zement, Wasserglas und/oder Baukalk besteht.
  5. 5. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Füllstoff aus Korkgranulat-Mehl, Korkschrot, Sägemehl, Sägespäne, Papiermehl, Textilfasern, Gummimehl, Gummigranulat, Lederabfälle, PUR-Schaum-Kugeln, Styropor-Schaum-Kugeln oder Schaum-Kunstoffen besteht.
  6. 6. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der anorganische Füllstoff aus Blähton, Blähglas, Blähschiefer, Hüttenbims, Blähglimmer, Blähperlit, Schaum-Lava, Schaum-Sand, Schaum-Kies, Schaum-Glas, Hohlglaskugeln, Talkum, Schwerspat, Kieselgur, Glimmer, Bimsmehl, Kreide, Corund, Schlacken, Quarzmehl, Quarzsand, Ton-Ziegel- Split oder Blähzement besteht,
  7. 7. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie Bindemittel und Füllstoffe in Mengen von jeweils 5 bis 95 Gew.-% enthält.
  8. 8. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 13 Gew.-% Vinylacetat- Ethylen-Copolymer, 53 Gew.-% Blähglas und 34 Gew.-% Zement besteht.
  9. 9. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 18 Gew.-% Siliconharz und 82 Gew.-% Sägemehl besteht.
  10. 10. Spritzbare Überdeckung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus 24 Gew.-% Wasserglas, 38 Gew.-% Gummigranulat und 38 Gew.-% Glimmer besteht.
  11. 11. Verfahren zur Herstellung der spritzbaren Überdeckung gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man
    1. a) die in Pulverform vorliegenden Bindemittel und Füllstoffe mechanisch mischt und das gewünschte Fließverhalten durch Zugabe von Wasser einstellt oder
    2. b) die in flüssiger Form, in Lösungsmittel- oder Dispersionsform vorliegenden Bindemittel, bei denen das gewünschte Fließverhalten durch den Feststoffgehalt eingestellt wurde, mit den Füllstoffen vermischt oder
    3. c) die in flüssiger Form in Lösungsmittel- oder Dispersionsform vorliegenden organischen Bindemittel, bei denen das gewünschte Fließverhalten durch den Feststoffgehalt eingestellt wurde, mit anorganischen Bindemitteln und Füllstoffen vermischt.
  12. 12. Verfahren zum Überdecken von Asbestzementoberflächen, insbesondere von Wellasbestoberflächen, gekennzeichnet durch
    1. a) Besprühen der ungereinigten Asbestzementoberfläche mit einer handelsüblichen algizid-fungizid-wirksamen Lösung
    2. b) Auftrag einer handelsüblichen penetrierenden Grundierung auf die Asbestzementoberfläche durch Spritzen oder anderen Applikationsarten zum Verharzen der auf der Oberfläche vorhandenen Pilze, Algen, Flechten, Moose oder losen Bestandteile, insbesondere Asbest- Fasern
    3. c) Auftrag der spritzbaren Überdeckung auf die Asbestzementoberfläche durch Spritzen, Rollen, Rakeln, Streichen, Fluten, Gießen, Spachteln, Bürsten, Walzenauftrag oder Tauchen, je nach Erfordernis auf ≥ 1 mm Schichtdicke und
    4. d) Farbige Endbeschichtung nach bekannten Methoden.
  13. 13. Verwendung der spritzbaren Überdeckung zur Instandhaltung von Asbestzementoberflächen und Spritzasbestoberflächen sowie als Dickschicht-Beton- Sanierungsmörtel oder Dichtungsschlämme.






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