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Dokumentenidentifikation DE69228027T2 27.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0525702
Titel Verfahren zur Herstellung von Bildern durch Diffusionübertragung von Silbersalz
Anmelder Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami-ashigara, Kanagawa, JP
Erfinder Idota, Yoshio, c/o Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami Ashigara-shi, Kanagawa-ken, JP;
Ishihara, Makoto, c/o Fuji Photo Film Co., Ltd., Minami Ashigara-shi, Kanagawa-ken, JP;
Yagihara, Morio, c/o Fuji Photo Film Co., Ltd, Minami Ashigara-shi, Kanagawa-ken, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69228027
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.07.1992
EP-Aktenzeichen 921128070
EP-Offenlegungsdatum 03.02.1993
EP date of grant 30.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse G03C 8/06
IPC-Nebenklasse G03C 8/28   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Formung von Bildern durch Diffusionsübertragung von Silbersalz.

Silbersalzdiffusionstransferverfahren sind in der Technik gut bekannt. Zum Beispiel sind Silbersalzdiffusionstransferverfahren in A. Rott und E. Weyde, Photographic Silber Halide Diffusion Processes, Focal Press, London (1972); J. Stutge, V. Walworth und A. Shepp, Imaging Processes and Materials: Neblette's Eighth Edition, Vol. 8, Kapitel 6, Instant Photography and Related Reprographic Processes, Van Nostrand Reinhold (1989); und G. Haist, Modem Photographic Processinp, Vol. 2, Kapitel 8, Diffusion Transfer, John Wiley and Sons beschrieben.

Viele Arten von photographischen Materialien können durch Diffusionstransferverfahren hergestellt werden. Es ist bekannt, daß ein lichtempfindliches Element, in dem eine Silberhalogenidemulsion auf einen Träger aufgetragen wird, und ein bildempfangenes Element, in dem eine bildempfangende Schicht, enthaltend Silberausfällungskerne, auf einen anderen Träger aufgebracht wird, übereinandergebracht werden und eine alkalische Verarbeitungszusammensetzung, wie eine hochviskose oder niedrigviskose alkalische Verarbeitungszusammensetzung, enthaltend ein Entwicklungsmittel und ein Silberhalogenidlösungsmittel, d. h. ein Verarbeitungselement, zwischen den beiden oben beschriebenen Elementen entwickelt wird, wodurch ein Transferbild erhalten werden kann. In der Durchführung der vorliegenden Erfindung wird dieses oben beschriebene photographische Material vorteilhafterweise verwendet.

Ein weiteres photographisches Material ist bekannt, in dem eine lichtempfindliche Schicht und eine bildempfangende Schicht auf denselben Träger aufgebracht sind, eines über dem anderen, und ein positives Bild kann durch ein negatives Bild observiert werden, unter Nutzung der hohen Abdeckungskraft des positiven Bildes, wie beschrieben in der US-A-2,861,885. Weiter ist ein photographisches Material bekannt, in dem Materialien, ähnlich den oben beschriebenen, verwendet werden, in dem die lichemp findliche Schicht nach Diffusionstransferverarbeitung ausgewaschen wird um allein ein positives Bild zu erhalten.

Weiterhin ist ein anderes photographisches Material bekannt, in dem eine lichtempfindliche Schicht eines Silberhalogenids, eine Schicht enthaltend ein Lichtreflexionsmaterial, wie Titanweiß, und eine bildempfangende Schicht, enthaltend Silberausfällungskerne, auf einen Träger aufgebracht werden, eine über der anderen in dieser Reihenfolge, und verarbeitet werden, wodurch ein positives Bild erhalten werden kann. Mehr noch ist auch ein photographisches Material bekannt, in dem ein lichtempfindliches Element und ein bildempfangendes Element integral laminiert auf einem Träger sind und einer Diffusionstransferverarbeitung unterworfen werden, wodurch es ohne Trennung des lichtempfindlichen Elements und des bildempfangenden Elements verwendet werden kann. Diese photographischen Materialien sind im Detail in der oben beschriebenen Literatur beschrieben.

Es wird gewünscht, die Zeit zur Formung von Bildern, unter Nutzung des Silbersalzdiffusionstransferverfahren, zu reduzieren. Ein Verfahren zur Reduzierung der Zeit für die Formung von Bildern schließt das Steigern der Menge eines Entwicklungsmittels ein. In Übereinstimmung mit diesem Verfahren wird allerdings ein metallischer Glanz auf den Bildern erzeugt, die Bilder erhalten einen rötlichen Farbton und die Bilder sind verschlechtert im Hinblick auf Lagerqualität, insbesondere im Hinblick auf Verblaßqualität.

Ein anderes Verfahren schließt das Vergrößern der Menge von Silberhalogenidlösungsmittel ein. Dieses Verfahren ist allerdings unerwünscht, da metallischer Glanz auf den Bildern entwickelt wird und die Bilder bläulich werden.

Zusätzlich schließt ein weiteres Verfahren die Steigerung der aufgetragenen Menge an Silber ein. Wie dem auch sei, dieses Verfahren hat die Nachteile verringerter Empfindlichkeit und Schwierigkeit bei Beendigung der Reaktion zu einem späten Zeitpunkt des Transfers.

Ein weiteres Verfahren schießt die Reduzierung der Dicke eines Spacers eines bildempfangenden Blattes zur Bestimmung der Entwicklungsdicke eines Verarbeitungselements ein, um die Diffusionstransferenffernungen zu verkürzen. In Übereinstimmung mit diesem Verfahren sind allerdings die Bilder verschlechtert im Hinblick auf Dichteunebenheiten und Verarbeitungs- und Herstellungsgeeignetheit ist auch verloren.

Also resultieren in den verschiedenen Verfahren, die versuchen die Zeit zur Formung von Bildern zu verringern, in vielen Nachteilen.

Die DE-A-24 61 514 offenbart ein Diffusionstransfermaterial, verwendet in einem Verfahren zur Formung von Bildern durch Silbersalzdiffusionstransfer, besagtes Material umfaßt einen Träger, mindestens eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht und eine bildempfangende Schicht, besagtes Material umfaßt weiterhin eine spezifische Chinonverbindung.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es ein Verfahren zur Formung von Bildern durch Silbersalzdiffusionstransfer zur Verfügung zu stellen, besagtes Verfahren soll die Reduzierung der zur Formung von Bildern benötigten Zeit erlauben während die oben beschriebenen Nachteile verhindert werden.

In Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung wird das oben genannte Ziel durch Zurverfügungstellung eines Verfahrens zur Formung von Bildern durch Silbersalzdiffusionstransfer gelöst, umfassend bildweises Belichten eines lichtempfindlichen Elements, umfassend eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, Entwickeln des lichtempfindlichen Elements in der Gegenwart eines Silberhalogenidlösungsmittels unter Nutzung einer alkalischen Verarbeitungszusammensetzung, um mindestens einen Teil des nicht belichteten Silberhalogenids der lichtempfindlichen Halogenidemulsionsschicht in ein Transfersilberhalogenidkomplexsalz zu verwandeln und Transferieren mindestens eines Teils des Silberhalogenidkomplexsalzes auf eine bildempfangende Schicht, umfassend ein Silberausfällmittel, um Bilder auf der bildempfangenden Schicht zu formen, wobei mindestens eine Verbindung dargestellt durch Formel (I) zu mindestens einem aus dem lichtempfindlichen Element, dem bildempfangenden Element, umfassend die bildempfangende Schicht, und der Verarbeitungszusammensetzung, in einer Menge von 3 · 10&supmin;&sup6; bis 2 · 10&supmin;³ Mol, basierend auf einem Mol Silber aufgebracht pro Einheitsfläche (m²) zugegeben wird:

wobei Q eine Atomgruppe zur Formung eines Chinonringes darstellt; R eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, die substituiert oder nichtsubstituiert sein kann, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, die substituiert oder nichtsubstituiert sein kann, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, die substituiert oder nichtsubstituiert sein kann, eine Carboxygruppe, eine Sulfogruppe, eine Halogengruppe oder eine Aminogruppe darstellt; und n eine ganze Zahl von 0 bis 4 ist; das bildempfangende Element weiterhin eine Alkalineutralisationsschicht und eine Timing-Schicht umfasst, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der bildempfangenden Schicht mit einer Trennschicht versehen ist.

Diese Trennschicht verhindert, daß eine Verarbeitungslösung an der Oberfläche der bildempfangenden Schicht bei Trennung nach Entwicklung der Verarbeitungslösung anhängt. Bevorzugte Verbindungen, verwendet in solch einer Trennschicht, schließen Verbindungen, beschrieben in US-A-3,772,024 und US-A-3,820,999 und GB-A- 1,360,653, zusätzlich zu Gummiarabikum, Hydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose, Polyvinylalkohol, Polyacrylamid und Natriumalginat ein.

In dem Verfahren zur Formung von Bildern durch Silbersalzdiffusionstransfer wird das zurückgehaltene nichtbelichtete Silberhalogenid, das nicht in das Transfersilberhalogenidkomplexsalz umgewandelt worden war, in einen Schleier verwandelt und das zurückgehaltene Silberhalogenidkomplexsalz, das nicht transferiert wurde, wird auch in einen Schleier verwandelt.

Die Verbindung dargestellt durch Formel (I) ist bevorzugt eine Benzochinonverbindung in der R eine Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist und n eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist.

Die Verbindungen der Formel (I) werden zu mindestens einem unter dem lichtempfindlichen Element, dem bildempfangenden Element und der Verarbeitungszusammensetzung zugegeben. Die Zugabe zur Verarbeitungszusammensetzung ist unter diesen bevorzugt. Wenn die Verbindung der Formel (I) zur Verarbeitungszusammensetzung zugegeben wird, so ist die zugegebene Menge 3 · 10&supmin;&sup6; bis 2 · 10&supmin;³ Mol, basierend auf einem Mol Silber, aufgetragen pro Einheitsfläche (m²) des lichtempfindlichen Elements auf welchem die Verarbeitungszusammensetzung entwickelt wird. Wenn die Verbindung dem bildempfangenden Element zugegeben wird, so ist die zugegebene Menge der Verbindung 3 · 10&supmin;&sup6; bis 2 · 10&supmin;³ Mol, basierend auf einem Mol Silber, aufgetragen pro Einheitsfläche (m²) des lichtempfindlichen Elements auf welchem das bildempfangende Element überlagert ist.

Die Verbindung der Formel (I), verwendet in der vorliegenden Erfindung, wirkt üblicherweise als Oxidationsmittel. Es wurde daher nicht erwartet, eine Verbindung der Formel (I) in Kombination mit einem Entwicklungsmittel zu verwenden. Wie dem auch sei, intensive Studien zur Reduzierung der Bildformungszeit wurden durchgeführt und die Verbindung der Formel (I), verwendet in der vorliegenden Erfindung, wurde zufälligerweise getestet. Als Ergebnis wurde überraschenderweise entdeckt, daß es schwierig war metallischen Glanz auf Bildern zu entwickeln, der Abfall der Empfindlichkeit war reduziert und hohe Maximaldichte konnte in einer kurzen Zeitperiode erhalten werden, während geringe Minimaldichte beibehalten wurde, trotz der Zugabe einer sehr geringen Menge einer Verbindung der Formel (I).

Bevorzugte Beispiele der Verbindungen, verwendet in der vorliegenden Erfindung, schließen die folgenden Verbindungen ein:

Das in der vorliegenden Erfindung verwendete bildempfangende Element umfaßt eine bildempfangende Schicht, umfassend Silberausfällungskerne, aufgetragen auf einen Träger, wie Barytpapier, Cellulosetriacetat oder eine Polyesterverbindung, wie in der US-A-4,945,026 beschrieben. Das bildempfangende Element kann durch Beschichten eines Trägers (welcher mit einer Unterschicht versehen sein kann, falls nötig) mit einer Beschichtungslösung eines geeigneten Celluloseesters, wie Cellulosediacetat, in welchem Silberausfällungskerne verteilt sind hergestellt werden. Die resultierende Celluloseesterschicht wird einer alkalischen Hydrolyse unterworfen, um mindestens ein Teil davon, in Richtung auf die Tiefe der Celluloseesterschicht, in Cellulose zu verwandeln.

In einem insbesondere nützlichen Beispiel enthält die Silberausfällungskerne enthaltende Schicht und/oder die untere Celluloseesterschicht darunter, die nicht hydrolysiert ist (d. h., eine unverseifte Schicht oder eine Timing-Schicht) z. B. ein unhydrolysierter Teil der Celluloseesterschicht, enthaltend Cellulosediacetat, weiter ein oder mehrere Mercaptoverbindungen geeignet zur Verbesserung des Farbtons oder der Stabilität von Silbertransferbildern oder anderen photographischen Eigenschaften. Die Mercaptoverbindung wird verwendet durch Diffundieren dieser Verbindung von einer Position an der sie zuerst plaziert wird, während Tränkung. Bildempfangende Elemente können wie in der US-A-3,711,283 beschrieben verwendet werden.

Bevorzugte Beispiele der Mercaptoverbindungen schließen Verbindungen beschrieben in der JP-A-49-120634 (korrespondierend zu US-A-3,963,495) (der Ausdruck "JP-A" wie er hier verwendet wird, bedeutet eine "nichtgeprüfte publizierte japanische Patentanmeldung"), JP-B-56-44418 (korrespondierend zu US-A-3,607,269 und US-A-3,711,283) (der Ausdruck "JP-B" wie er hier verwendet wird bedeutet eine "geprüfte japanische Patentpublikation"), GB-A-1,276,961, JP-B-56-21140, JP-A-59-231537 (korrespondierend zu US-A-4,520,096) und JP-A-60-122939 (korrespondierend zu US-A-4,569,899) ein.

Spezielle Beispiele von Silberausfällungskernen schließen Schwermetalle, wie Eisen, Blei, Zink, Nickel, Cadmium, Zinn, Chrom, Kupfer und Kobalt und Edelmetalle, wie Gold, Silber, Platin und Palladium ein. Andere nützliche Silberausfällungskerne schließen Sul fide und Selenide von Schwermetallen und Edelmetallen, insbesondere Sulfide und Selenide von Quecksilber, Kupfer, Aluminium, Zink, Cadmium, Kobalt, Nickel, Silber, Blei, Antimon, Bismuth, Cer, Magnesium, Gold, Platin und Palladium ein. Insbesondere Gold, Platin, Palladium und Sulfide davon sind bevorzugt.

Es ist bevorzugt, daß die saure Polymerschicht zur Neutralisation (Alkalineutralisationsschicht) zwischen der unverseiften Schicht (Timing-Schicht) und dem Träger vorgesehen ist.

Zum Beispiel können Polymersäuren, beschrieben in US-A-3,594,164 in der Alkalineutralisationsschicht, verwendet in der vorliegenden Erfindung, eingesetzt werden. Bevorzugte Beispiele an Polymersäuren schließen Maleinanhydrid-Copolymere (z. B. Styrol- Maleinanhydrid-Copolymere, Methylvinylether-Maleinanhydrid-Copolymere und Ethylen- Maleinanhydrid-Copolymere) und (Meth)acryl-Copolymere (z. B. Acrylsäurealkylacrylat- Copolymere, Acrylsäurealkylmethacrylat-Copolymere, Methacrylsäurealkylacrylat- Copolymere und Methacrylsäurealkylmethacrylat-Copolymere) ein.

Zusätzlich sind Polymere, enthaltend Sulfonsäure, wie das acetalisierte Produkt von Polyethylensulfonsäure oder Benzaldehydsulfonsäure und Polyvinylalkohol nützlich.

Weiter kann die Neutralisationsschicht eine in der Timing-Schicht verwendete Mercaptoverbindung enthalten.

Zum Zweck der Verbesserung der physikalischen Eigenschaften des Films können diese Polymersäuren in Kombination mit hydrolysierbaren alkaliundurchlässigen Polymeren (die obenbeschriebenen Celluloseester sind insbesondere bevorzugt) oder alkalidurchlässigen Polymeren verwendet werden.

Es ist weiter bevorzugt, daß das bildempfangende Element eine Bildstabilisierungsschicht zur Verbesserung der Bildhaltbarkeitseigenschaften hat. Stabilisierungsmittel, verwendet für diesen Zweck, schließen bevorzugt kationische Polymerelektrolyte ein. Insbesondere bevorzugte Beispiele der kationischen Polymerelektrolyte schließen wäß rige Latexdispersionen, beschrieben in JP-A-59-166940, US-A-3,958,995, JP-A-55- 142339, JP-A-54-126027, JP-A-54-155835 und JP-A-53-30328, Polyvinylpyridinsalze, beschrieben in US-A-2,548,564, US-A-3, 148,061 und US-A-3,756,814, wasserlösliche quaternäre Ammoniumsalzpolymere, beschrieben in US-A-3,709,690 und wasserunlösliche quaternäre Ammoniumsalzpolymere, beschrieben in US-A-3,898,088, ein.

Ein Celluloseacetat wird bevorzugt als ein Bindemittel für die Bildstabilisierungsschicht verwendet und insbesondere Cellulosediacetat mit einem Acetylierungsgrad von 40 bis 49% ist bevorzugt. Diese Bildstabilisierungsschicht ist bevorzugt zwischen der Neutralisierungsschicht und der oben beschriebenen Timing-Schicht vorgesehen.

Zum Zweck der Verhinderung der Verlängerung der Timing-Rate, durch eine Veränderung des Celluloseesters während Lagerung für eine lange Zeitperiode, und der Reduzierung der Timing-Rate kann die Timing-Schicht ein Säurepolymer, z. B. ein Methylvinylethermaleinanhydrid-Copolymer oder ein Copolymer aus Methylvinylether und einem Halbester von Maleinanhydrid, enthalten. Die Timing-Schicht dient als eine Schicht zur Verzögerung des Abfalls des pH-Wertes in der bildempfangenden Schicht. Die Timing-Rate bedeutet eine Rate der Verzögerung des Abfalls des pH-Wertes in der bildempfangenden Schicht.

Um zu verhindern, daß Licht in das Innere des Elements in einer Querschnittsrichtung eintritt (light piping) kann die Timing-Schicht oder die Neutralisierungsschicht ein weißes Pigment (z. B. Titandioxid, Siliciumdioxid, Kaolin, Zinkdioxid oder Bariumsulfat) enthalten.

Weiter wird manchmal eine Zwischenschicht zwischen der bildempfangenden Schicht und der Timing-Schicht geformt. Bevorzugte Beispiele von Verbindungen, die in der Zwischenschicht verwendet werden können, schließen hydrophile Polymere, wie Gummiarabikum, Polyvinylalkohol und Polyacrylamid ein.

Bildabschattung wird unmittelbar nach Entwicklung einer Verarbeitungszusammensetzung zwischen der bildweise belichteten lichtempfindlichen Schicht und der bildempfangenden Schicht benötigt, bis die Entwicklungsreaktion komplettiert ist. Funktioniert die Bildabschattung nicht, kann die bildweise Belichtung nicht in die Praxis umgesetzt werden. Bevorzugte Bildabschattungsverfahren schließen das Verfahren ein, in dem ein Bildabschattungsmittel (z. B. Ruß oder ein organisches schwarzes Pigment) im Papier des Trägers enthalten ist, und das Verfahren der Anwendung des obenbeschriebenen Bildabschattungsmittels auf die Rückoberfläche des Trägers und weitere Beschichtung eines weißen Pigments (z. B. Titandioxid, Siliciumdioxid, Kaolin, Zinkdioxid oder Bariumsulfat) darauf, zur Aufhellung.

Ein feuchtigkeitsabsorbierendes Mittel, wie Glycerin, oder ein filmqualitätsverbessemdes Mittel, wie ein Polyethylacrylatlatex, können zum Träger zugegeben werden, um die Kräuselung oder Brüchigkeit zu verbessern.

Es ist weiter bevorzugt, daß eine Schutzschicht auf der obersten Schicht des bildempfangenden Elements geformt wird. Ein Mattierungsmittel kann zur Schutzschicht zugegeben werden, um eine verbesserte Adhäsiveigenschaft und Beschreibungseigenschaft zu ergeben.

Gelatine, Celluloseester und Polyvinylalkohol können als Bindemittel für die obenbeschriebene Bildabschattungsschicht und die Schutzschicht verwendet werden.

In der vorliegenden Erfindung wird bevorzugt ein lichtempfindliches Element verwendet, das eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, geformt auf einer Oberfläche eines Trägers, eines Polyethylenterephthalatfilms, enthaltend Titandioxid oder Ruß, mit Unterschichten auf beiden Oberflächen davon, umfaßt, eine Schutzschicht ist darauf vorgesehen, eine Rußschicht, ist auf der anderen Oberfläche des Trägers geformt und eine Schutzschicht ist darauf vorgesehen.

Zusätzlich zur obenbeschriebenen Schichtkonstitution wird bevorzugt ein lichtempfindliches Element verwendet, in dem eine Titandioxidschicht auf einer Oberfläche des Trägers geformt ist, eines Polyethylenterephthalatfilms, enthaltend Titandioxid oder Ruß, mit Unterschichten auf beiden Oberflächen davon, eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht wird darauf geformt, eine Schutzschicht wird darauf vorgesehen, eine Rußschicht zur Verbesserung des Farbtons ist auf der anderen Oberfläche geformt und eine Schutzschicht ist darauf vorgesehen. Anstelle des obenbeschriebenen Rußes oder zusätzlich dazu, kann ein Farbstoff verwendet werden. Enthält der Polyethylenterephthalatfilm Ruß und/oder den Farbstoff, so ist es nicht notwendig, die Rußschicht und/oder eine Farbstoffschicht auf der anderen Oberfläche zu formen. Das obenbeschriebene Titandioxid kann durch ein anderes weißes Pigment ersetzt werden.

Zusätzlich zu der obenbeschriebenen Polyesterverbindung kann Papier, laminiert mit Polyethylen, Barytpapier und Cellulosetriacetat als Träger verwendet werden.

Die oben beschriebene lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, die Schutzschicht und die Rußschicht enthält üblicherweise ein hydrophiles Bindemittel, wie Gelatine.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendete Silberhalogenidemulsion enthält bevorzugt mindestens 0,5 Mol% Silberiodid, wobei mindestens 0,5 Mol% Silberiodid bedeutet, daß die Menge an Silberiodid, enthalten in allen Silberhalogeniden 0,5 Mol% oder mehr ist. Die Silberhalogenidemulsion kann daher reine Silberchlorid, reine Silberchlorobromid; reine Silberbromid oder reine Silberiodidkörner enthalten. Es ist allerdings bevorzugt, daß Silberiodobromidkörner oder Silberchloroiodobromidkörner mindestens 90% aller Silberhalogenide ausmachen und es ist stärker bevorzugt, daß die Silberhalogenidkörner aus Silberiodobromid- oder Silberchloroiodobromidkörnern alleine bestehen.

Die in Silberiodobromidkörnern oder Silberchloroiodobromidkörnern enthaltende Menge an Silberiodid ist bevorzugt 0,5 bis 8 Mol% und stärker bevorzugt 1 bis 5 Mol%. Um die Bildformungszeit zu reduzieren ist die Menge an Silberiodid bevorzugt 3 Mol% oder weniger.

Die Hauptkomgröße (mean grain size) (dargestellt durch den Durchmesser von Kreisen äquivalent zur projizierten Fläche von Körnern) ist nicht besonders beschränkt. Bevorzugt ist diese Korngröße 4 um oder weniger, stärker bevorzugt 3 um oder weniger und am stärksten bevorzugt 0,2 bis 2 um. Die Korngrößenverteilung kann entweder eng oder weit sein.

Die in der Silberhalogenidemulsion enthaltenen Silberhalogenidkörner können eine reguläre Systemkristallform, wie kubisch oder octahedral, eine irreguläre Kristallform, wie sphärisch oder tafelförmig (plate), oder eine zusammengesetzte Form dieser Kristallformen haben.

Die Silberhalogenidkörner können aus verschiedenen Phasen in ihrem Inneren und auf der Oberfläche zusammengesetzt sein oder sie können aus einer einheitlichen Phase geformt werden. Weiter kann ein latentes Bild hauptsächlich auf der Oberfläche der Körner oder im Inneren der Körner geformt werden. Weiter kann ein latentes Bild weder im Inneren noch auf der Oberfläche lokalisiert sein. Insbesondere sind Körner, bei denen ein latentes Bild hauptsächlich auf der Oberfläche geformt wird, stärker bevorzugt.

Die Dicke der Silberhalogenidemulsionsschicht ist bevorzugt 0,5 bis 8,0 um und insbesondere bevorzugt 0,6 bis 6,0 um. Die aufgetragene Menge an Silberhalogenidkörnern ist bevorzugt 0,1 bis 3 g/m² und stärker bevorzugt 0,2 bis 1,5 g/m² als Silbermenge.

Verschiedene Verbindungen können zu den lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten zugegeben werden, um Verschleierung während der Herstellungsstufen, Lagerung oder photographischer Verarbeitung des lichtempfindlichen Materials zu verhindern oder um die photographischen Eigenschaften zu stabilisieren. Diese Verbindungen schließen bekannte Antischleiermittel und Stabilisatoren ein.

Bevorzugte Beispiele von Antischleiermitteln und Stabilisatoren schließen Azole (wie Benzothiazoliumsalze, Nitroindazole, Nitrobenzimidazole, Chlorobenzimidazole, Bromobenzimidazole, Mercaptothiazole, Mercaptobenzothiazole, Mercaptobenzimidazole, Mercaptothiadiazole, Aminotriazole, Nitrobenzotriazole und Benzotriazole), Mercaptopyrimidine, Mercaptotriazine, Thioketoverbindungen, Azaindene (wie Triazaindene, Tetraazaindene und Pentaazaindene), Benzolsulfonsäureverbindungen, Benzensulfinsäureverbindungen, Benzensulfonsäureamide und α-Lipoinsäure ein. Typische Beispie le davon schließen 1-Phenyl-2-mercaptotetrazol, 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7- tetraazainden, 2-Mercaptobenzothiazol und 5-Carboxybutyl-1,2-dithiolan ein.

Detailliertere Beispiele davon und Verfahren zu deren Verwendung sind z. B. beschrieben in US-A-3,982,947 und JP-B-52-28660.

Weiter können Farbsensibilisatoren zu der Silberhalogenidemulsionsschicht, verwendet in der vorliegenden Erfindung, zugegeben werden. Bevorzugte Beispiele an verwendeten sensibilisierenden Farbstoffen schließen Cyaninfarbstoffe, Merocyaninfarbstoffe, Komplexcyaninfarbstoffe, Komplexmerocyaninfarbstoffe, Holopolarcyaninfarbstoffe, Hemicyaninfarbstoffe, Styrylfarbstoffe und Hemioxanolfarbstoffe ein. Insbesondere nützliche Farbstoffe schließen Cyaninfarbstoffe, Merocyaninfarbstoffe und Komplexmerocyaninfarbstoffe ein. Weiterhin kann eine Vielzahl von sensibilisierenden Farbstoffen in Kombination verwendet werden, wie beschrieben in JP-A-59-114533 und JP-A-61- 163334.

Anorganische oder organische Härter können zum lichtempfindlichen Element, verwendet in der vorliegenden Erfindung, zugegeben werden. Beispiele solcher Härter schließen Chromsalze (wie Chromalum und Chromacetat), Aldehyde (wie Formaldehyd, Glyoxal und Glutaraldehyd), N-Methylolverbindungen (wie Dimethylolhamstoff und Methyloldimethylhydantoin), Dioxanderivate (wie 2, 3-Dihydroxyoxan), aktive Vinylverbindungen (wie 1,3,5-Triacryloyl-hexahydro-s-triazin) und Mucohalogensäuren (wie Mucochlorsäure und Mucophenoxychlorsäure) ein. Diese Härter können alleine oder in Kombination verwendet werden.

Beschichtungshilfsmittel können in den Silberhalogenidschichten und anderen hydrophilen Kolloidschichten des lichtempfindlichen Elements, verwendet in der vorliegenden Erfindung, verwendet werden. Beispiele von Beschichtungshilfsmitteln schließen Verbindungen beschrieben in dem Artikel "Coating Aids" Research Disclosure, Vol. 176, Nr. 17643, Seite 26 (Dezember 1978) und der JP-A-61-20035 ein.

Die Silberhalogenidemulsionsschichten und andere hydrophile Kolloidschichten des lichtempfindlichen Elements, verwendet in der vorliegenden Erfindung, können verschiedene Verbindungen für den Zweck der Steigerung der Empfindlichkeit, Verbesserung des Kontrasts oder Beschleunigung der Entwicklung enthalten. Beispiele solcher Verbindungen schließen Polyalkylenoxide; Ether-, Ester- und Aminderivate von Polyalkylenoxiden; Thioetherverbindungen; Thiomorpholinverbindungen; quaternäre Ammoniumverbindungen; Urethanderivate; Harnstoffderivate; Imidazolderivate und 3-Pyrazolidonderivate ein. Verbindungen beschrieben in den US Patenten 2,400,532, 2,423,549, 2,716,062, 3,617,280, 3,772,021 und 3,808,003 können verwendet werden.

Die Silberhalogenidschichten und andere hydrophile Kolloidschichten des in der vorliegenden Erfindung verwendeten lichtempfindlichen Elements können Dispersionen von wasserunlöslichen oder wenig löslichen synthetischen Polymeren enthalten, um Dimensionsstabilität zu ergeben. Zum Beispiel können Alkyl(meth)acrylate, Alkoxyalkyl(meth)acrylate, Glycidyl(meth)acrylamide, Vinylester (wie Vinylacetat), Acrylonitril, Olefine und Styrol alleine oder in Kombination verwendet werden. Diese Verbindungen können weiter Acrylsäure, Methacrylsäure, α,β-ungesättigte Dicarboxylsäuren, Hydroxyalkyl(meth)acrylate und Styrolsulfonsäure als Monomerkomponenten enthalten.

Schutzschichten können auf den Silberhalogenidschichten des in der vorliegenden Erfindung verwendeten lichtempfindlichen Elements geformt werden. Die Schutzschichten werden aus hydrophilen Polymeren, wie Gelatine, geformt, die Mattierungsmittel oder Schmiermittel, wie Polymethylmethacrylatlatexe und Silika, wie beschrieben in JP-A-61- 47946 und JP-A-61-75338, enthalten.

Die Silberhalogenidemulsionsschichten und andere hydrophile Kolloidschichten des in der vorliegenden Erfindung verwendeten lichtempfindlichen Elements können Farbstoffe oder UV-Lichtabsorber enthalten, für den Zweck der Filterung oder Überstrahlungsverhinderung.

Zusätzlich kann das in der vorliegenden Erfindung verwendete lichtempfindliche Element Antistatikmittel, Weichmacher und Luftantischleiermittel enthalten.

Verschiedene Verarbeitungszusammensetzungen werden in der vorliegenden Erfindung verwendet (und können als Verarbeitungselemente bezeichnet werden). Die Verarbeitungszusammensetzungen enthalten bevorzugt Entwicklungsmittel, Silberhalogenidlösungsmittel und Alkalimittel. Die Entwicklungsmittel und/oder die Silberhalogenidlösungsmittel können auch dem lichtempfindlichen Element und/oder dem bildempfangenden Element, abhängig von ihrer Bestimmung, zugegeben werden.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Entwicklungsmittel sind Benzolderivate, bei denen mindestens zwei Hydroxyl- und/oder Aminogruppen an der para- oder ortho- Position des Benzolkernes substituiert sind (z. B. Hydrochinon, Amidol, Metol, Glycin, p-Aminophenol und Pyrogallol) und Hydroxylaminderivate (insbesondere primäre aliphatische N-substituierte, sekundäre aliphatische N-substituierte, aromatische N-substituierte oder β-Hydroxylamine). Diese Hydroxylaminderivate sind löslich in wäßrigen alkalischen Lösungen. Beispiele davon schließen Hydroxylamin, N-Methylhydroxylamin, N-Ethylhydroxylamin, Verbindungen, offenbart in US-A-2,857,276 und N-Alkoxyalkylsubstituierte Hydroxylamine, beschrieben in US-A-3,293,034 und US-A-3,362,961, ein.

Hydroxylaminderivate mit Tetrahydrofurfurylgruppen, beschrieben in JP-A-49-88521, werden auch verwendet.

Weiterhin werden auch Aminoreduktone, beschrieben in den DE-A-2,009,054, 2,009,055 und 2,009,078, und heterocyclische Aminoreduktone, beschrieben in US-AA, 128,425, verwendet.

Mehr noch, auch Tetraalkyl-reduzierte Säuren, beschrieben in US-A-3,615,440 können verwendet werden.

Unter diesen ist es besonders bevorzugt, die durch die Formel (11) dargestellten Hydroxylaminverbindungen zu verwenden:

wobei R&sub1; eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkoxyalkylgruppe, und R&sub2; ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe, eine Alkoxyalkoxyalkylgruppe oder eine Alkenylgruppe darstellt. Die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen von R&sub1; und R&sub2; ist bevorzugt 2 bis 10.

Insbesondere werden N,N-Diethylhydroxylamin und N,N-Dimethoxyethylhydroxylamin bevorzugt verwendet.

Die Entwicklungsmittel werden bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 40 g pro 100 g der Verarbeitungszusammensetzung, und stärker bevorzugt in einer Menge von 1 bis 20 g pro 100 g verwendet.

Hilfsentwicklungsmittel, wie Phenidonderivate, p-Aminophenolderivate und Ascorbinsäure können in Kombination mit den oben beschriebenen Entwicklungsmitteln verwendet werden. Von diesen werden die Phenidonderivate bevorzugt verwendet.

Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Silberhalogenidlösungsmittel schließen übliche Fixierungsmittel (wie Natriumthiosulfat, Natriumthiocyanat, Ammoniumthiosulfat und Verbindungen, beschrieben in US-A-2,543,181), Kombinationen von cyclischen Imiden und Stickstoffbasen (z. B. Kombinationen von Barbituraten oder Uracil und Ammonia oder Aminen) und Kombinationen, beschrieben in US-A-2,857,274 ein. Weiter können auch 1,1-Bissulfonylalkane und Derivate davon als Silberhalogenidlösungsmittel in der vorliegenden Erfindung verwendet werden.

Die Verarbeitungszusammensetzungen enthalten Alkali, bevorzugt Hydroxide von Alkalimetallen, wie Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid.

Wird die Verarbeitungszusammensetzung als dünne Schicht zwischen dem lichtempfindlichen Element und dem bildempfangenden Element, übereinandergelagert, entwikkelt, so ist es bevorzugt, daß die Verarbeitungszusammensetzung ein Polymerfilm formendes Mittel, einen Verdicker oder einen Viskositätsverbesserer enthält, wie beschrieben in US-A-2,616,804 und US-A-2,647,056. Hydroxylethylcellulose und Natriumcarboxymethylcellulose sind insbesondere für diesen Zweck bevorzugt und werden in verschiedenen effektiven Konzentrationen zu den Verarbeitungszusammensetzungen zugegeben, um eine geeignete Viskosität zu ergeben, durch bekannte Techniken der Diffusionstransfer-Photographieverfahren.

Die Verarbeitungszusammensetzungen können weiter andere Hilfsmittel, bekannt für Silbersalzdiffusionstransferprozesse, wie ein Antischleiermittel, Tonmittel und Stabilisatoren, enthalten.

Die vorliegende Erfindung wird im größeren Detail unter Verweis auf die folgenden Beispiele beschrieben.

VERGLEICHSBEISPIEL 1 1. Herstellung eines bildempfangenden Elements

Die folgenden Schichten wurden auf einem Träger, Papier laminiert mit Polyethylen, geformt, um ein bildempfangendes Element zu formen. Die numerischen Werte, gezeigt in den Klammern, zeigen die aufgetragene Menge in g/m² an.

(1) Neutralisationsschicht

Celluloseacetat (Acetylierungsgrad: 55%) [6,0]

Methylvinylether-Maleinanhydrid-Copolymer [4,0]

Uvitex OB (Handelsname, Ciba-Geigy) [0,04]

1-(4-Hexylcarbamoylphenyl)-2,3-dihydroxyimidazol-2-thion [0,25]

(2) Bildstabilisierungsschicht

Celluloseacetat (Acetylierungsgrad: 46%) [4,0]

das folgende Polymer [2,0]

(3) Timing-Schicht

Celluloseacetat (Acetylierungsgrad: 55%) [8,0]

(4) Bildempfangende Schicht

Celluloseacetat (Acetylierungsgrad: 55%) [2,0]

Palladiumsulfid [7,5 · 10&supmin;&sup4;]

1-(4-Hexylcarbamoylphenyl)-2,3-dihydroxyimidazol-2-thion [1,0·10&supmin;²]

(5) Verseifung

Verseifung wurde von der Oberfläche aus durchgeführt, unter Verwendung einer Mischung von 12 g Natriumhydroxid, 24 g Glycerin und 280 ml Methanol, gefolgt von Waschen.

(6) Trennschicht

Butylmethacrylat-Acrylsäure-Copolymer (molares Verhältnis: 15 : 85) [0,1]

(7) Rückschicht

Die Rückoberfläche des obenbeschriebenen Trägers wurde mit einer Bildabschattungsschicht, einer Weißschicht und einer Schutzschicht beschichtet.

(7-1) Bildabschattungsschicht

Ruß [4,0]

Gelatine [8,0]

(7-2) Weißschicht

Titandioxid [6,0]

Gelatine [0,7]

(7-3) Schutzschicht

Polymethylmethacrylatkörner (Größe (mean size): 0,05 um) [0,2]

Gelatine [1,6]

2. Herstellung des lichtempfindlichen Elements

Die folgenden Schichten wurden auf den Träger (Polyethylenterephthalat) aufgebracht um ein lichtempfindliches Element herzustellen. Die in Klammern gezeigten numerischen Werte zeigen die aufgetragene Menge in g/m² an.

(1) Kolloidschicht

kolloidales Silber (Größe (mean size): 0,01 um) [0,002]

Gelatine [0,9]

(2) Lichtempfindliche Schicht

Emulsion von Silberiodobromid (Größe (mean size) 1,1 um) (Agl-Gehalt: 2,5 Mol%, core-shell Typ Struktur) [0,55, umgerechnet in Silber] 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetrazainden [0,01]

Die folgenden sensibilisierenden Farbstoffe (A), (B) und (C) [3,2·10&supmin;&sup4;], [3,2·10&supmin;&sup4;] bzw. [1,2·10&supmin;&sup4;]

Gelatine [3,9]

(3) Schutzschicht

Gelatine [0,7]

Polymethylmethacrylatkörner (Größe (mean size): 4,7 um) [0,1]

(4) Rückschicht (4-1) Bildabschattungsschicht

Ruß [4,0]

Gelatine [2,0]

(4-2) Schutzschicht

Gelatine [0,7]

Polymethylmethacrylatkörner (Größe (mean size): 0,05 um) [0,1]

3. Herstellung von Verarbeitungslösung und Herstellung von Kapseln (Pods)

Eine Verarbeitungslösung wurde in einem Stickstoffstrom hergestellt, um zu verhindern, daß die Lösung durch Luft oxidiert wird. Nach der Herstellung der Lösung in Übereinstimmung mit der folgenden Formulierung wurde eine Vielzahl von Containern (pods) mit 0,7 g/pod der Lösung beladen, um eine Verarbeitungszusammensetzung herzustellen.

Titandioxid 5 g

Kaliumhydroxid 280 g

Uracil 90 g

Tetrahydropyrimidinthion 0,2 g

2,4-Dimercaptopyrimidin 0,2 g

Natrium-3-(5-mercaptotetrazolyl)benzol-sulfonat 0,2 g

Kaliumiodid 0,8 g

Zinknitrat · 9H&sub2;O 40 g

Triethanolamin 6 g

Hydroxyethylcellulose 45 g

N,N-bis(Methoxyethyl)hydroxylamin (17% wäßrige Lösung) 220 g

4-Methyl-4-hydroxymethyl-1-phenyl-3-pyrazolidinon 0,2 g

H&sub2;O 1300 ml

4. Entwicklungsverarbeitung

Die Probe, in der das oben beschriebene Bildempfangselement, lichtempfindliche Element und die Verarbeitungszusammensetzung kombiniert ist, wurde Belichtung einer kontinuierlichen Gradation für 1/10 Sekunde unterworfen und Entwicklungsverarbeitung wurde durchgeführt, um eine Flüssigkeitsdicke von 35 um bei 25ºC zu ergeben. Dann, 15 Sekunden nach Initiierung der Entwicklungsverarbeitung, wurde das von dem lichtempfindlichen Element abgetrennte Bildempfangselement einer Messung der optischen Dichte unterworfen, um die Minimaldichte (Dmin), die Maximaldichte (Dmax) und die Empfindlichkeit (SO.6) zu evaluieren. Die Empfindlichkeit (SO.6) wurde als Relativwert des Logarithmus des Reziproken einer Belichtungsmenge am Punkt von Dmin + 0,6 angegeben.

BEISPIEL 1

Proben wurden in Übereinstimmung mit dem Vergleichsbeispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß die in Tabelle 1 aufgelisteten Verbindungen, verwendet in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, zu der in Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Verarbeitungszusammensetzung zugegeben wurde.

Die zugegebene Menge der Verbindungen ist als molares Verhältnis, basierend auf der aufgetragenen Silbermenge angegeben und zeigt Optimalwerte für jede der zugegebenen Verbindungen an. Für einige Verbindungen ist die Abhängigkeit von der zugegebenen Menge angegeben. Die Resultate sind in Tabelle 1 gezeigt.

TABELLE 1

** Vergleichsbeispiele

Bemerkung: *: Vergleichsbeispiel 1

In allen Proben dieses Beispiels wurde metallischer Glanz nicht entwickelt und Veränderungen im Farbton waren sehr gering.

BEISPIEL 2

Proben wurden in Übereinstimmung mit Vergleichsbeispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß die in Tabelle 2 aufgelisteten Verbindungen, verwendet in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, zum lichtempfindlichen Element, beschrieben in Vergleichsbeispiel 1, zugegeben wurden. Die zugegebene Menge der Verbindungen ist als molares Verhältnis zur aufgebrachten Silbermenge ausgedrückt und indiziert die Optimalwerte für jede der zugegebenen Verbindungen. Für einige Verbindungen ist die Abhängigkeit von der zugegebenen Menge angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

TABELLE 2

Bemerkung: *: Vergleichsbeispiel 1 ** Vergleichsbeispiele

In allen Proben dieses Beispiels wurde kein metallischer Glanz entwickelt und Veränderungen im Farbton waren sehr gering. Eins der Vergleichsbeispiele war zu hoch in Minimaldichte um die Empfindlichkeit zu bestimmen, wie in Beispiel 3.

BEISPIEL 3

Proben wurden in Übereinstimmung mit Vergleichsbeispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß die in Tabelle 3 aufgelisteten Verbindungen, verwendet in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, zum im Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Bildempfangselement zugegeben wurden. Die zugegebene Menge der Verbindungen ist als molares Verhältnis zur aufgetragenen Silbermenge angegeben und indiziert die Optimalwerte für jede dieser Verbindungen. Für einige Verbindungen ist die Abhängigkeit von der zugegebenen Menge angegeben. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.

TABELLE 3

Bemerkung: *: Vergleichsbeispiel 1 ** Vergleichsbeispiele

In allen Proben dieses Beispiels wurde kein metallischer Glanz entwickelt und Veränderungen im Farbton waren sehr gering.

BEISPIEL 4

Proben wurden in Übereinstimmung mit Vergleichsbeispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß die Verbindung I-15, verwendet in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung, zu der Verarbeitungszusammensetzung und dem lichtempfindlichen Element, beschrieben im Vergleichsbeispiel 1, zugegeben wurde. Die zugegebene Menge der Verbindung ist als molares Verhältnis zur aufgetragenen Silbermenge angegeben.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.

TABELLE 4

In allen Proben dieses Beispiels wurde kein metallischer Glanz entwickelt und Veränderungen im Farbton waren sehr gering.

In dem Silbersalzdiffusionstransferverfahren in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung kann, durch Zugabe der Verbindungen, dargestellt durch Formel (I), die Maximaldichte in einer kurzen Zeitperiode gesteigert werden ohne die Minimaldichte anzuheben, ohne die Empfindlichkeit zu verschlechtern, ohne metallischen Glanz zu entwikkeln und mit nur sehr geringen Veränderungen im Farbton.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Formung von Bildern durch Silbersalzdiffusionstransfer, umfassend

bildweises Belichten eines lichtempfindlichen Elements, umfassend eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, Entwickeln des lichtempfindlichen Elements in der Gegenwart eines Silberhalogenidlösungsmittels unter Nutzung einer alkalischen Verarbeitungszusammensetzung, um mindestens einen Teil des nichtbelichteten Silberhalogenids der lichtempfindlichen Halogenidemulsionsschicht in ein Transfersilberhalogenidkomplexsalz und Transferieren mindestens eines Teils des Silberhalogenidkomplexsalzes zu einer bildempfangenden Schicht, umfassend ein Silberausfällmittel, um Bilder auf der bildempfangenden Schicht zu formen, wobei mindestens eine Verbindung, dargestellt durch Formel (I) zu mindestens entweder dem lichtempfindlichen Element, einem bildempfangenden Element, umfassend die bildempfangende Schicht oder der Verarbeitungszusammensetzung in einer Menge von 3 · 10&supmin;&sup6; bis 2 · 10&supmin;³ Mol, basierend auf einem Mol Silber aufgebracht pro Einheitsfläche (m²), zugegeben wird:

worin Q eine Atomgruppe zur Formung eines Chinonringes darstellt; R eine Alkylgruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, die substituiert oder nichtsubstituiert sein kann, eine Alkoxygruppe mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen, die substitutiert oder nichtsub stituiert sein kann, eine Arylgruppe mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen, die substituiert oder nichtsubstituiert sein kann, eine Carboxygruppe, eine Sulfogruppe, eine Halogengruppe oder eine Aminogruppe darstellt; und n eine ganze Zahl von 0 bis 4 ist; das bildempfangende Element weiterhin umfassend eine Alkalineutralisationsschicht und eine zeitgebende Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der bildempfangenden Schicht mit einer Trennschicht versehen ist.

2. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die Verbindung zur Verarbeitungszusammensetzung zugegeben wird.

3. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin das bildempfangende Element eine Zwischenschicht, zwischen der bildempfangenden Schicht und der zeitgebenden Schicht, umfaßt.

4. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht Körner mit mindestens 0,5 Mol% Silberiodid enthält.

5. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die Körner der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mindestens 90% Silberiodobromidkörner oder Silberchloroiodobromidkörner sind.

6. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die Silberhalogenidemulsionsschicht eine Dikke von 0,5 bis 8 um hat.

7. Das Verfahren nach Anspruch 6, worin die Dicke 0,6 bis 6 um beträgt.

8. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die Menge an Silberhalogenidkörnern, aufgetragen in der Silberhalogenidemulsionsschicht, 0,1 bis 3 g/m² beträgt, basierend auf der Menge an Silber.

9. Das Verfahren nach Anspruch 8, worin die Menge an Silberhalogenidkörnern 0,2 bis 1,5 g/m² ist.

10. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin die Verarbeitungszusammensetzung ein Entwicklungsmittel enthält.

11. Das Verfahren nach Anspruch 10, worin das Entwicklungsmittel durch Formel (11) dargestellt wird:

worin R¹ eine Alkylgrupe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkoxyalkylgruppe darstellt; und R² ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe, eine Alkoxyalkoxyalkylgruppe oder eine Alkenylgruppe darstellt.

12. Das Verfahren nach Anspruch 11, worin die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen in R¹ und R² von 2 bis 10 ist.

13. Das Verfahren nach Anspruch 10, worin das Entwicklungsmittel in einer Menge von 0,1 bis 40 g pro 100 g der Verarbeitungszusammensetzung verwendet wird.

14. Das Verfahren nach Anspruch 13, worin die Menge des Entwicklungsmittels 1 bis 20 g pro 100 g beträgt.

15. Das Verfahren nach Anspruch 1, worin mindestens entweder die bildempfangende Schicht oder die zeitgebende Schicht mindestens eine Mercaptoverbindung enthält.







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