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Dokumentenidentifikation DE69507288T2 27.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0750323
Titel KONTAKTLOSE ÜBERTRAGUNGSANORDNUNG UND TRÄGERSTRUKTUR ZU DEREN ANWENDUNG
Anmelder Kabushiki Kaisha Yaskawa Denki, Kitakyushu, Fukuoka, JP
Erfinder HIRAI, Junji Kabushiki Kaisha Yaskawa Denk, Kitakyushu-shi Fukuoka 806, JP;
HIRAGA, Yoshiji Kabushiki Kaisha Yaskawa Denki, Kitakyushu-shi Fukuoka 806, JP;
NOMURA, Kenji Kabushiki Kaisha Yaskawa Denk, Kitakyushu-shi Fukuoka 806, JP
Vertreter Berendt und Kollegen, 81667 München
DE-Aktenzeichen 69507288
Vertragsstaaten DE, GB, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.03.1995
EP-Aktenzeichen 959107814
WO-Anmeldetag 09.03.1995
PCT-Aktenzeichen JP9500392
WO-Veröffentlichungsnummer 9524722
WO-Veröffentlichungsdatum 14.09.1995
EP-Offenlegungsdatum 27.12.1996
EP date of grant 13.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse H01F 38/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit einer kontaktlosen Übertragungsanordnung (Factory Automation) zur kontaktlosen Übertragung von elektrischer Energie und Signalen, um die Anzahl von automatischen Verbindungseinrichtungen und externen Leitungen zur Fluidversorgung bei einem Werkzeugmaschinenbearbeitungssystem möglichst klein zu halten, bei dem Spann- oder Einspannvorgänge eines zu bearbeitenden Werkstücks nicht manuell, sondern automatisch unter Einsatz eines Fluiddruckes, wie eines Hydraulikdruckes oder eines pneumatischen Druckes, an einem Drehteil, wie einem kreisförmigen Tisch oder einem Körper, vorgenommen werden, welche sich gesondert bewegen, wie bei einer Werkstückpalette für ein Bearbeitungszentrum. Insbesondere soll eine automatische Fernsteuerung von Magnetventilen insgesamt ermöglicht werden.

STAND DER TECHNIK

Obgleich Vorgänge zum sogenannten Vorbereiten bei Maschinenbearbeitungszentren, wie das Positionieren oder Einspannen von einem zu bearbeitenden Werkstück auf einem Drehteil, wie einem kreisförmigen Tisch oder einem selbständig bewegbaren Körper, wie einer Bearbeitungspalette für ein Bearbeitungszentrum für die maschinelle Bearbeitung üblicherweise meist Arbeitskräfte erfordern, wird bei abnehmenden Bearbeitungszeiten der Anteil der vorbereitenden Zeit bezogen auf die Gesamtverarbeitungszeit allmählich größer. Durch die Verknappung von Arbeitskräften und durch den Übergang zu Produktionsmethoden verschiedener Art für kleine Herstellungsmengen in den letzten Jahren steigt das Bedürfnis nach einer vollständigen Automatisierung der vorbereitenden Arbeiten.

In diesem Zusammenhang wurde eine Verbindungseinrichtung (Koppler) zum automatischen Verbinden und Lösen einer Hydraulikdruckversorgungsleitung oder einer pneumatischen Druckversorgungseinrichtung vor kurzem entwickelt, und hierdurch erleichtert sich die Energieversorgung zum Positionieren oder Einspannen eines Werkstücks auf einem sich drehenden Teil oder einem unabhängig bewegbaren Körper. Wenn es zu erwarten ist, daß zukünftig die Beschickung und die Abgabe eines Werkstücks mit Hilfe eines Roboters ausgeführt werden, wird das Bedürfnis größer, insgesamt alle Arbeiten im Zusammenhang mit dem Zentrieren, Positionieren, Einspannen und Ausspannen eines Werkstücks insgesamt zu automatisieren. Obgleich die voranstehend beschriebene automatische Verbindungseinrichtung es ermöglicht hat, eine Fluidversorgung (insbesondere eine Versorgung mit Hydraulikdruck) als Druckquelle zur Ausführung von Arbeitsgängen bereitzustellen, muß die Übertragung von Signalen zur Steuerung der Druckquellen mit Hilfe von Magnetventilen zum Betreiben von Betätigungseinrichtungen an einem Drehteil oder einem gesondert beweglichen Körper noch verwirklicht werden, und zwar in einer solchen Weise, daß sich hierbei im Zusammenhang stehende Schwierigkeiten hinsichtlich ungünstigen Umgebungseinflüssen, wie das Vorhandensein von Öl, Wasser, Späne, überwinden lassen.

Im allgemeinen umfaßt eine Werkstückspanneinrichtung auf einem Drehtisch oder einer beweglichen Palette in nahezu allen Fällen eine Mehrzahl von hydraulischen (oder pneumatischen) Betätigungseinrichtungen, welche unabhängig voneinander bei einem handzuhabenden Werkstück arbeiten, und ferner werden auch meist mehrere Werkstücke selbst angeordnet. Da die Anzahl von Betätigungseinrichtungen einer solchen Auslegung größer wird, wird auch die Anzahl von automatischen Verbindungseinrichtungen und die Anzahl von auf der festen Seite vorzusehenden Leitungen größer. Eine Vergrößerung der Anzahl von automatischen Verbindungseinrichtungen bereitet nicht nur Schwierigkeiten hinsichtlich der Anordnung derselben, sondern die Abmessungen des Verbindungsteils werden größer und die Zuverlässigkeit nimmt ab. Bei einer größer werdenden Anzahl von Leitungen ergeben sich Schwierigkeiten hinsichtlich der Auslegung einer Anlage.

Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, muß die Anzahl der Fluidversorgungsleitungen zwischen dem Drehteil oder einem beweglichen Körper und dem festen Teil so klein wie möglich gemacht werden, indem eine Mehrzahl von Magnetventilen zur Steuerung der einzelnen Betätigungseinrichtungen unabhängig voneinander an dem Drehteil oder dem beweglichen Körper angebracht wird. Bei diesem Anwendungsbeispiel ist noch die Signalübertragung mit Energieversorgung zum Betreiben dieser Magnetventile zu berücksichtigen.

Hierzu gibt es eine Möglichkeit, welche sich mit einer üblichen Verbindungseinrichtung der Mehrkontaktbauart befaßt. Bei den Einsatzbedingungen einer Werkzeugmaschine, für die die Erfindung beispielsweise bestimmt ist, ermöglichen jedoch übliche Verbindungseinrichtungen der Mehrfachkontaktbauart keine stabile Energieversorgung, Signalübertragung und Steuerung über einen langen Zeitraum hinweg, was darauf zurückzuführen ist, daß Öl zur Erzeugung eines Hydraulikdrucks, Schneidöl, Wasser, Späne und dergleichen vorhanden sind.

Eine Energieversorgungseinrichtung der Kontaktbauart, welche integral mit einer Verzweigungsleitung ausgebildet ist, welche hydraulische Leitungen umfaßt, ist in der offengelegten japanischen Patentanmeldung No. 290113/87 beschrieben. Obgleich diese Einrichtung derart ausgelegt ist, daß Hydraulikleitungen mit Hilfe einer magnetischen Anzugskraft verbunden werden, welche erzeugt wird, wenn Energie zugeführt wird, ist eine solche Auslegung bei ungünstigen Umgebungseinflüssen gefährlich, da sie von der Kontaktbauart ist. Da ferner ein Ventil einer Hydraulikeinrichtung auf der festen Seite (Primärseite) betrieben werden muß, ist ein unabhängiger Betrieb der beweglichen Seite (Sekundärseite) unmöglich.

Obgleich die offengelegte japanische Patentanmeldung No. 6993/94 derselben Anmelderin bereits Einzelheiten einer kontaktlosen Übertragungsanordnung selbst zeigt, sind dort jedoch keine Maßnahmen beschrieben, welche eine integrale Ausbildung mit einer Verbindungseinrichtung für Fluidleitungen angeben.

In EP-A-0 374 016 ist eine hydraulische Verbindungseinrichtung zum Einsatz bei einem Bohrlochkopf beschrieben, welche derart beschaffen und ausgelegt ist, daß von der Außenseite zur Innenseite des Bohrlochs elektrische Signale auf kontaktlose Weise übertragen werden können. Erste Spulen sind an einer hydraulischen Verbindungseinrichtung angebracht, und zweite Spulen koaxial zu den ersten Spulen sind an dem Bohrlochkopf angebracht.

In US-A-4 837 556 ist eine Verbindungseinrichtung zur Übertragung von elektrischer Energie und elektrischen Signalen zwischen einem sogenannten aktiven Modul und einem sogenannten passiven. Modul als Komponente in kontaktloser Weise beschrieben.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Die Erfindung zielt daher darauf ab, eine Verbindungseinrichtung bereitzustellen, welche eine stabile Energieversorgung und Signalübertragung auf kontaktlose Weise ohne den Einsatz von Elektrodenkontakten und unter Überwindung von der Notwendigkeit von genauen Ausrichtungen gestattet.

Nach der Erfindung wird eine kontaktlose Übertragungsanordnung zur Übertragung von elektrischer Energie, elektrischen Signalen und Fluid zwischen einer Primärseite und einer Sekundärseite bereitgestellt, welche folgendes aufweist:

eine primärseitig Verbindungseinrichtung, welche eine Fluidverbindungseinrichtung zum Verbinden von zwei Fluidleitungen, eine elektromagnetische Verbindungseinrichtung einschließlich eines elektrischen Signalübertragungsteils umfaßt, welches auf der inneren Seite angeordnet ist, sowie ein elektrisches Energieversorgungsteil, welches auf der äußeren Seite koaxial zu dem elektrischen Signalübertragungsteil zum Übertragen von elektrischen Signalen und elektrischer Energie jeweils auf eine kontaktlose Weise zu einer sekundärseitigen Verbindungseinrichtung mittels elektromagnetischer Hochfrequenzinduktion vorgesehen ist, und einen Hochfrequenzinverter zur Erzeugung von auf die Sekundärseite zu übertragende elektrische Energie umfaßt; und

eine sekundärseitige Verbindungseinrichtung, welche eine Fluidverbindungseinrichtung zur Verbindung von zwei Fluidleitungen, eine elektromagnetische Verbindungseinrichtung einschließlich eines elektrischen Signalempfangsteils auf der Innenseite und ein elektrisches Energieempfangsteil, welches auf der äußeren Seite koaxial zu dem elektrischen Signalempfangsteil zum Empfangen von elektrischen Signalen und elektrische Energie auf kontaktlose Weise von der primärseitigen Verbindungseinrichtung und ein Umwandlungsteil zum Umwandeln der von der Primärseite zu der Sekundärseite übertragenen elektrischen Signale und elektrischen Energie in elektrische Signale und elektrische Energie für einen auf der Sekundärseite zu betreibenden Verbraucher umfaßt.

Um bei der Erfindung eine Mehrzahl von Magnetventilen an einem Drehteil (beispielsweise einem kreisförmigen Drehtisch mit mehreren Schaltstellungen) oder einem beweglichen Körper (beispielsweise einer Werkstückpalette für ein Bearbeitungszentrum) zu steuern, bei der die Verdrahtung Schwierigkeiten bereitet oder sogar unmöglich ist, lassen sich bei der Erfindung auf stabile Weise ohne Beeinflussung durch ungünstige Umgebungsverhältnisse (Vorhandensein von Öl, Schneidöl, Wasser, Späne oder dergleichen) elektrische Energie und elektrische Signale von der Primärseite, d. h. der festen Seite, mittels elektromagnetischer Hochfrequenzinduktion ohne Elektrodenkontakt übertragen, und die Signalkommuniktion erfolgt ebenfalls kontaktlos. Auf der Senkundärseite (d. h. auf der Seite des Drehteils oder des beweglichen Teils) wird die elektrische Hochfrequenzenergie gleichgerichtet, geglättet und stabilisiert, um eine Antriebsquelle für Magnetventile, eine Sensorenergieversorgung und eine CPU-Steuerschaltung mit Energie zu versorgen. Die Übertragung von Ein/Aus-Steuersignalen für die Magnetventile erfolgt mit Hilfe einer seriellen Schnittstelle über einen geteilten Hochfrequenztransformator mit kleinen Abmessungen, welcher ein Magnetfeld abweichend von dem geteilten Transformator zur Übertragung der elektrischen Energie bildet, und eine CPU auf der Sekundärseite stellt sequentiell Signale zum Betreiben der Magnetventilelemente bereit, um die Mehrzahl von Magnetventilen zu steuern.

Folglich ist zu ersehen, daß nur zwei Fluidleitungen erforderlich sind, und zwar unabhängig von der Auslegung der Fluidleitungen der Verbindungseinrichtung.

Ferner werden Kontaktinformationen der hydraulischen und pneumatischen Einrichtungen auf der Sekundärseite seriell durch die elektromagnetische Hochfrequenzinduktion umgekehrt von der Sekundärseite zu der Primärseite übertragen. Auch werden zusätzlich analoge Befehlssignale zur Steuerung von Servoventilen usw. und analoge Rückführungssignale, wie für Detektionswerte der Spannkräfte oder der Kräfte am Spannfutter, von der Primärseite zu der Sekundärseite oder von der Sekundärseite zu der Primärseite mit Hilfe der seriellen Kommuniktionsverbindung übertragen.

Wenn wie zuvor beschrieben, die kontaktlose Übertragungsanordnung nach der Erfindung eingesetzt wird, und selbst wenn hierbei ein Einspannen eines Werkstücks mittels eines Fluiddrucks (Hydraulikdruck oder Pneumatikdruck) an einem Drehtisch oder einer beweglichen Palette unter Einsatz einer Mehrzahl von Betätigungseinrichtungen oder einer Mehrzahl von zu spannenden Werkstücken erfolgt, kann die Steuerung ohne eine Vergrößerung der Anzahl von automatischen Fluidverbindungseinrichtungen zu der Anzahl von Leitungen auf der festen Seite verwirklicht werden, so daß sich folglich Schwierigkeiten im Hinblick auf ein Größerwerden der Abmessungen und eine Abnahme der Zuverlässigkeit des Verbindungsteils und einer Vergrößerung der Abmessungen der Leitungsauslegungen ausräumen lassen. Abweichend von üblichen Verbindungseinrichtungen, bei denen mehrere Kontaktverbindungen oder ein Schleifring vorgesehen sind, hat die kontaktlose Übertragungsanordnung nach der Erfindung nicht die Schwierigkeit hinsichtlich einer nachteiligen Beeinflussung durch Umgebungsbedingungen an der Bearbeitungsseite der Werkzeugmaschine (wenn beispielsweise Öl zur Erzeugung eines Hydraulikdrucks, Schneidöl, Wasser, Späne und dergleichen vorhanden sind). Die Erfindung gestattet eine stabile Energieversorgung und Steuerung über einen langen Zeitraum hinweg. Darüber hinaus (insbesondere bei gesondert beweglichen Körpern) braucht keine genaue Ausrichtung zum passenden Zusammenführen vorhanden zu sein. Folglich gestattet die kontaktlose Übertragungsanordnung nach der Erfindung eine Fortentwicklung hinsichtlich der Realisierung einer vollständigen Automatisierung von vorbereitenden Arbeiten vor der Durchführung von Bearbeitungsvorgängen mittels einer Werkzeugmaschine.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Blockdiagramms einer Ausführungsform nach der Erfindung;

Fig. 2 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung der elektromagnetischen Verbindung; und

Fig. 3 ist eine Ansicht zur Verdeutlichung eines Beispiels einer konkreten Ausführungsform nach der Erfindung.

GÜNSTIGSTE AUSFÜHRUNGSFORM NACH DER ERFINDUNG

Fig. 1 zeigt eine Auslegungsform einer kontaktlosen Übertragungsanordnung nach der Erfindung.

Ein Hochfrequenzinverter 1 ist auf der Primärseite (festen Seite) vorgesehen und erzeugt eine sinuswellenförmige oder rechteckwellenförmige Hochfrequenzspannung mit größer als 10 kHz. Die Hochfrequenzspannung liegt an der Primärseite des geteilten Hochfrequenztransformators 2 an, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Die Sekundärseite des geteilten Hochfrequenztransformators 2 ist an einem Drehteil oder einem gesondert beweglichen Körper angebracht und liegt der Primärseite kontaktlos über einen schmalen dazwischenliegenden Spalt gegenüber. Beim Anbringen am Drehteil, wenn eine Energieversorgung und eine Signalübertragung immer verwirklicht werden müssen, ist ein geteilter Transformator in Form eines Potentiometers konzentrisch um eine Drehwelle auf die in Fig. 2 gezeigte Weise derart angeordnet, daß man eine elektromagnetische Kopplung unabhängig vom Drehwinkel erhält.

Auf diese Weise wird eine Hochfrequenzspannung in der Sekundärwicklung erzeugt, welche in der Nähe der Primärseite (festen Seite) durch Freilassung eines kleinen Spalts dazwischen angeordnet ist. Diese Spannung wird mittels einer Diodenbrücke 3 und eines LC-Filters 4 gleichgerichtet und geglättet, welche an einem Drehteil oder einem beweglichen Körper angebracht sind, so daß eine Umwandlung in eine Gleichspannung erfolgt. Die Gleichspannung wird dann mit Hilfe einer Stabilisierungsschaltung 5 stabilisiert und dient als eine Energieversorgung für die Steuerschaltung 6 der Magnetventile, von Sensoren (nicht gezeigt) und einer Parallel-Seriell-Wandlerschaltung 7.

Die Übertragung von Ein/Aus-Signalen für die Magnetventile erfolgt über eine serielle Kommunikation mit elektromagnetischer Hochfrequenzinduktion mit Hilfe des geteilten Transformators 10 mit kleinen Abmessungen, welcher ein Magnetfeld unabhängig von dem geteilten Hochfrequenztransformator 2 für die Energieübertragung nach der seriellen Information von der Hauptsteuereinrichtung 8 bildet, welche auf ein Hochfrequenzsignal mit Hilfe eines Hochfrequenzmodels 9 moduliert wird. Das modulierte Hochfrequenzsignal wird von der Sekundärseite (Drehteil oder bewegliches Teil) empfangen und mit Hilfe eines Hochfrequenzmodems 11 demoduliert, welches auf der Sekundärseite vorgesehen ist. Anschließend erfolgt dann die Eingabe der seriellen Daten in die Wandlerschaltung 7 parallel zu seriell. Die Parallel-Seriell-Wandlerschaltung 7 hat auch eine Betriebsverarbeitungsfunktion und liefert sequentiell Signale an die Steuerschaltung 6 für die Magnetventile, um eine Mehrzahl von Magnetventilen 13 des Fluidverzweigungsteils 12 zu steuern. Druck- oder Kontaktinformationen 14, eine Mehrzahl von hydraulischen oder pneumatischen Sensoreinrichtungen, welche auf der Senkundärseite vorgesehen sind, werden in umgekehrter Weise an die Parallel-Seriell-Wandlerschaltung angelegt und seriell von der Sekundärseite zu der Primärseite auf ähnliche Weise mittels elektromagnetischer Hochfrequenzinduktion zurückübertragen.

Ferner werden analoge Befehlssignale zur Steuerung von hydraulischen und/oder pneumatischen Servoventilen und analoge Rückführungssignale, wie Detektionswerte für die Spannkraft und die Kräfte an den Spannfuttern von der Primärseite zu der Sekundärseite oder von der Sekundärseite zu der Primärseite mit Hilfe ein und derselben seriellen Kommunikationsverbindung übertragen.

Fig. 3 zeigt ein Beispiel, bei dem die Erfindung in Verbindung mit einer Palette zum Einsatz kommt. Die Palette 31 hat eine eingebaute sekundärseitige Schaltung einer kontaktlosen Übertragungsanordnung FA nach der Erfindung, und es sind Werkstückspanneinrichtungen 33 zum Festlegen von Werkstücken 32 unter Einsatz von Hydraulikdruck an der skundärseitigen Schaltung vorgesehen. Eine primärseitige Schaltung der kontaktlosen Übertragungsanordnung nach der Erfindung ist an einem Ende der jeweiligen Paßzylinder 34 angebracht, wie zum Beispiel elektromagnetische Verbindungseinrichtungen 37 und Fluidverbindungseinrichtungen 38 und 39, welche als Verbindung zwischen der Primärseite und der Sekundärseite vorgesehen sind, wozu Führungsstifte 35 passend in Führungsöffnungen 36 eingesetzt werden. Die elektromagnetische Verbindungseinrichtung gestattet jedoch eine Energieversorgung auf kontaktlose Weise und kann in elektrisch leitendem Zustand verwirklicht werden. Hierdurch wird die Möglichkeit ausgeschaltet, daß ein elektrischer Funke erzeugt werden kann.

Die elektromagnetische Verbindungseinrichtung 37 umfaßt eine koaxiale Auslegung von geteilten Transformatoren 2 und 10 zur elektrischen Energieversorgung und für elektrische Signale jeweils.

Wenn die jeweiligen Werkstückspanneinrichtungen 33 zur Festlegung von Werkstücken mit Fluiddruck arbeiten und hydraulisch gesteuert werden, so ergeben sich keine Schwierigkeiten bei dem Einsatz eines Hydraulikdrucks zur Festlegung eines Werkstücks, da sich eine Druckaufrechterhaltungsfunktion auf einfache Weise unter Einsatz eines Rückschlagventils oder eines ähnlichen Elements verwirklichen läßt. Wenn jedoch die jeweiligen Werkstückspanneinrichtungen 33 pneumatisch gesteuert werden, muß dies in Abweichung von einem Hydraulikdruck berücksichtigt werden, und es wird schwierig, einen Druck zur pneumatischen Steuerung aufrechtzuerhalten. Hierzu ist es beispielsweise zweckmäßig als Gegenmaßnahme Federn vorzusehen, und zwar derart daß, wenn die Werkstückspanneinrichtung 33 nicht mit den Luftquellen verbunden sind (beispielsweise bei der Bewegung oder beim Bearbeiten) ein Werkstück an der Palette mittels Federkräften festgespannt wird, und die Einspannung durch Pneumatikdruck aufgehoben wird (Spannarme werden in entgegen der Federkraft durch die pneumatische Steuerung einer Mehrzahl von Magnetventilen nach oben und unten bewegt).

Wenn ferner eine CPU auf der Sekundärseite (auf dem Drehteil oder dem gesondert beweglichen Körper) vorgesehen ist und eine serielle Kommunikationsverbindung vorhanden ist, läßt sich die Anzahl von Verbindungseinrichtungen für die Signale beträchtlich reduzieren, und die Anzahl von Informationen, wie das Aufliegen eines angeordneten Werkstücks oder das Festspannen eines Werkstücks und Rückführungssignale von Sensorsignalen zur Bestätigung der Spannkräfte, lassen sich vergrößern. Wenn eine CPU an dem beweglichen Körper vorgesehen ist, lassen sich auch kommunizierende Informationen über ein Werkstück und die Palette und Bearbeitungsinformationen mit Hilfe eines Hilfsspeichers vorgeben.

Ferner ist die Verbindungseinrichtung nach der Erfindung nicht nur bei Werkzeugmaschinen zweckmäßig, sondern auch zur Steuerung einer Mehrzahl von hydraulisch oder pneumatisch betriebenen Betätigungseinrichtungen an einem Ende eines Roboterarms. Insbesondere wenn eine Mehrzahl von Luftversorgungs- und Eingabeleitungen erforderlich ist, läßt sich die Erfindung ebenfalls einsetzen, wobei es sich beispielsweise um pneumatisch betriebene Werkzeugwechseleinrichtungen eines Revolverkopfs oder dergleichen handeln kann.

INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT

Die Erfindung läßt sich bei einer Bearbeitungspalette für eine Werkzeugmaschine oder eine ähnliche Maschine oder von peripheren Einrichtungen an einer Bearbeitungspalette einsetzen.


Anspruch[de]

1. Kontaktlose Übertragungsanordnung zur Übertragung von elektrischer Energie, elektrischen Signalen und Fluid zwischen einer Primärseite und einer Sekundärseite, welche folgendes aufweist:

eine primärseitig Verbindungseinrichtung, welche eine Fluidverbindungseinrichtung (38, 39) zum Verbinden von zwei Fluidleitungen, eine elektromagnetische Verbindungseinrichtung (37) einschließlich eines elektrischen Signalübertragungsteils (10, Teil) umfaßt, welches auf der inneren Seite angeordnet ist, sowie ein elektrisches Energieversorgungsteil (2, Teil), welches auf der äußeren Seite koaxial zu dem elektrischen Signalübertragungsteil zum Übertragen von elektrischen Signalen und elektrischer Energie jeweils auf eine kontaktlose Weise zu einer sekundärseitigen Verbindungseinrichtung mittels elektromagnetischer Hochfrequenzinduktion gesehen ist, und einen Hochfrequenzinverter (1) zur Erzeugung von auf die Sekundärseite zu übertragende elektrische Energie umfaßt; und

eine sekundärseitige Verbindungseinrichtung, welche eine Fluidverbindungseinrichtung (38, 39) zur Verbindung von zwei Fluidleitungen, eine elektromagnetische Verbindungseinrichtung (37) einschließlich eines elektrischen Signalempfangsteils (10, Teil) auf der Innenseite und ein elektrisches Energieempfangsteil (2, Teil), welches auf der äußeren Seite koaxial zu dem elektrischen Signalempfangsteil zum Empfangen von elektrischen Signalen und elektrischer Energie auf kontaktlose Weise von der primärseitigen Verbindungseinrichtung angeordnet ist und ein Umwandlungsteil (3, 4, 5, 6, 7, 11) zum Umwandeln der von der Primärseite zu der Sekundärseite übertragenen elektrischen Signale und elektrischen Energie in elektrische Signale und elektrische Energie für einen auf der Sekundärseite zu betreibenden Verbraucher umfaßt.

2. Kontaktlose Übertragungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbraucher eine Mehrzahl von Magnetventilen (13) zum Verteilen des Fluids auf eine Mehrzahl von Leitungen umfaßt.

3. Bearbeitungspalette (31), welche eine sekundärseitige Verbindungseinrichtung einer kontaktlosen Übertragungsanordnung nach Anspruch 2 aufweist, wobei die Bearbeitungspalette eine Mehrzahl von mittels Fluiddruck betreibbaren Spanneinrichtungen (33) aufweist.







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