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Dokumentenidentifikation DE19750551A1 02.06.1999
Titel Haltevorrichtung für Pflanzenteile
Anmelder Gemmrich, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 89077 Ulm, DE
Erfinder Gemmrich, Klaus, Dipl.-Ing. (FH), 89077 Ulm, DE
DE-Anmeldedatum 14.11.1997
DE-Aktenzeichen 19750551
Offenlegungstag 02.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse A01G 17/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen 5 aus Spanndrähten 4, bestehend aus einem Halteteil mit z. B. vier Haltenasen 1, die zwei nebeneinander angeordnete Halteklammern bilden, die den Spanndraht 4 halten, sowie zwei Haltearme 3, die den Pflanzenabschnitt 5 umschließen. Die Haltearme sind derart ausgestaltet, daß der Pflanzenabschnitt von vorne zwischen die Haltearme einführbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruch 1.

Derartige Haltevorrichtungen werden insbesondere beim Binden von Rebabschnitten verwendet. Die Rebabschnitte werden dabei an Spanndrähten befestigt.

Aus der DE-OS 44 36 934 ist eine Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen insbesondere Rebabschnitten an Spanndrähten bekannt, die aus einem Halteteil mit versetzt gegenüberliegenden, eingestanzten und herausgeformten Haltelaschen besteht, die den Spanndraht übergreifen und gegen das Halteteil drücken. An das Halteteil schließen Federbeine an, die den Spanndraht zwischen sich aufnehmen. Den Haltelaschen gegenüber sind Verriegelungslaschen zugeordnet, die den Spanndraht seitlich abstützen.

Nachteilig an den bekannten Haltevorrichtungen ist, daß sie sich beim Einsatz von Vollernten unter der Einwirkung der Schlagstöcke vom Spanndraht lösen, wenn kein Rebabschnitt zum Festhalten eingelegt ist.

Weiterhin ist nachteilig, daß beim Abschneiden des alten Rebabschnitts die abgeschnittene Rute aus der Haltevorrichtung von Hand entfernt werden muß und die Haltevorrichtung von Hand in eine neue Ausgangslage zum Binden von Ruten gebracht werden muß. Außerdem können die Rebabschnitte lediglich quer zum Spanndraht gehalten werden.

Ein weiterer Nachteil besteht auch darin, daß die Haltevorrichtung aus nichtrostendem Stahl besteht, und dadurch der Spanndraht durch Witterungseinflüsse frühzeitig korrodiert.

Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen an Spanndrähten anzugeben, die auf den Spanndraht quer und längs anbringbar und verschiebbar ist, sowie einfach und zuverlässig zuhandhaben und witterungsbeständig ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhatte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Haltevorrichtung an den Spanndraht anschnappbar und jederzeit zum Binden eines neuen Pflanzenabschnitts verwendbar ist, da sie zum Binden der Rute nicht in eine andere Ausgangsposition gebracht werden muß. Außerdem kann sie sowohl quer als auch längs zum Spanndraht angebracht werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Rute beim Pflanzenschnitt von selbst aus der Klammer fällt, wenn die Rute oberhalb der Haltevorrichtung abgeschnitten wird. Durch die Verwendung von Kunststoff als Material für die Haltevorrichtung ist sie korrosionsbeständig.

Der Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben unter Bezugnahme auf schematische Zeichnungen.

In Fig. 1 ist die Haltevorrichtung mit quer zum Pflanzenabschnitt eingelegtem Spanndraht dargestellt. Die Haltevorrichtung besteht aus einem Halteteil mit versetzt gegenüberliegenden Haltenasen 1, die den Spanndraht 4 halten und eine Halterung, die den Pflanzenabschnitt 5 umschließt. Das Halteteil besteht z. B. aus je vier Haltenasen 1, die zwei Halteklammern 1a bilden, die nebeneinander angeordnet sind. Die Halteklammern 1a umschließen den Spanndraht derart, daß die Haltevorrichtung längs zum Spanndraht 4 verschiebbar ist. Die Halterung für das Pflanzenteil 5 besteht aus zwei sich gegenüberliegenden Haltearmen 2, die seitlich an das Halteteil für den Spanndraht angeordnet sind. Dabei sind die Haltenasen 1 des Halteteils für den Spanndraht derart an den Halteklammern angebracht, daß die Haltevorrichtung durch mäßigen Druck von vorne auf den Spanndraht 4 aufgeschnappt werden kann. Dabei werden die Haltenasen 1 auseinandergedrückt, bis der Spanndraht 4 an der richtigen Position zwischen den Haltenasen 1 liegt. Durch den Druck, den die Haltenasen 1 auf den Spanndraht 4 ausüben, wird die Haltevorrichtung in der richtigen Position zum Spanndraht gehalten. Die Haltearme 2 sind dabei so gestaltet, daß der Pflanzenabschnitt 5 von vorne zwischen die Haltearme 2 einführbar ist. Von vorne bedeutet dabei, daß die Haltevorrichtung auf den Spanndraht gesteckt ist und die Öffnung der Haltearme 2 senkrecht nach vorne vom Draht wegweist. Die Haltearme 2 sind beispielsweise mit einer Einführschräge 3 ausgestaltet. Die Halterung ist derart elastisch, daß lediglich mit geringem Druck, der Pflanzenabschnitt 5 über die Einführschräge 3 in die Halterung einführbar ist. Die Halteklammern besitzen z. B. die Form eines nach unten offenen U's.

Der Pflanzenabschnitt wird lediglich lose von den Haltearmen 2 umschlossen, so daß beim Pflanzenschnitt oberhalb der Haltevorrichtung die alte Rute aus der Halterung fällt.

Gemäß Fig. 2 ist es mit der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung auch möglich, den Spanndraht 4 zwischen die beiden Halteklammern 1a des Halteteils einzuführen, so daß der Spanndraht 4 parallel zum Pflanzenteil 5 liegt. Die Haltevorrichtung ist wiederum längs des Spanndrahtes verschiebbar, um sie an die richtige Position zum Binden von Pflanzenteilen zu bringen.

Als Material für die Haltevorrichtung wird Kunststoff verwendet, der ausreichend elastisch ist, um den auftretenden Kräften beim Einführen des Spanndrahtes als auch des Pflanzenteils auch bei häufiger Benutzung der Haltevorrichtung standzuhalten.

Die Erfindung ist nicht auf das angegebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern die Halterung kann auch durch Haltearme gebildet werden, die in Form eines auf einer Seite offenen Kreises oder Rechteckes gestaltet sind. Auch die Ausgestaltung des Halteteils mit sich direkt gegeüberliegenden Haltenasen ist denkbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Haltevorrichtung zum Festlegen von Pflanzenteilen insbesondere eines zu bindenden Rebabschnittes an Spanndrähten, bestehend aus einem Halteteil, das den Spanndraht hält und einer Halterung, die den Pflanzenabschnitt umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil aus Haltenasen besteht, die Halteklammern bilden, daß die Halteklammern nebeneinander angeordnet sind, und daß die Halterung aus zwei Haltearmen besteht, in die der Pflanzenabschnitt einführbar ist.
  2. 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme der Halterung federnd und mit einer Einführschräge ausgestaltet sind, derart, daß der Pflanzenabschnitt von vorne zwischen den Haltearmen in die Halterung gedruckt wird.
  3. 3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil aus vier Haltenasen besteht, die versetzt gegenüberliegend angeordnet sind und zwei Halteklammern bilden.
  4. 4. Haltevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Halteklammern den Spanndraht umschließen und der Spanndraht senkrecht zum Pflanzenabschnitt angeordnet ist.
  5. 5. Haltevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spanndraht zwischen beiden Halteklammern befestigt ist und der Spanndraht parallel zum Pflanzenabschnitt angeordnet ist.
  6. 6. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme der Halterung die Pflanzenabschnitte lose umschließen.
  7. 7. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil längs des Spanndrahtes verschiebbar ist.
  8. 8. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Haltevorrichtung Kunststoff ist.






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