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Dokumentenidentifikation DE19756683C1 02.06.1999
Titel Fahrantrieb für Kettenfahrzeuge
Anmelder MaK System Gesellschaft mbH, 24159 Kiel, DE
Erfinder Eckhoff, Detlev, 24238 Martensrade, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Anmeldedatum 19.12.1997
DE-Aktenzeichen 19756683
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.1999
IPC-Hauptklasse B62D 55/00
Zusammenfassung Bei derartigen Fahrantrieben als elektrische Antriebe ist vorgesehen, daß Antriebsmotor und elektrischer Generator als Antriebseinheit zusammengefaßt sind. Es sind mindestens zwei Antriebseinheiten vorgesehen, die beiderseits des Fahrzeuggehäuses im Bereich der Kettenschultern angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrantrieb für Kettenfahrzeuge in Form eines elektrischen Antriebes, wobei ein Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Versorgung von elektrischen Motoren gekoppelt ist und die elektrischen Motore Kettenantriebsrädern zugeordnet sowie über Steuereinrichtungen verknüpfbar und einstellbar sind.

Aus der gattungsgemäßen DE 195 37 945 A1 ist bereits ein elektrischer Antrieb für Kettenfahrzeuge bekannt, wobei elektrische Motoren Kettenantriebsrädern zugeordnet sind.

Ein generelles Problem bei Antriebskonzepten für Kettenfahrzeuge ist die Verwirklichung von wachsenden Panzer-Schutzanforderungen gegen Beschuß und Splitterwirkung. Dieses betrifft vor allem Schützenkampfwagen, wobei im wesentlichen frontplazierte Fahrantriebe zu Gunsten eines breiten Heckausstieges eingesetzt werden.

Mit steigenden Schutzanforderungen führt diese Anordnung zu immer höheren Gesamtgewichten, da sich der gesamte Triebwerksblock mit der dahintersitzenden Besatzung im geschützten Fahrzeuggehäusebereich befindet. Dabei verschlechtern sich auch die Sichtmöglichkeiten nach vorn für die Besatzung wegen der nach vorn längeren Bugsektion.

Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Anordnung mit elektrischen Antrieben, den geschützten Innenraum besser zu nutzen und Teile der Besatzung relativ weit im vorderen Fahrzeugbereich unterzubringen.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß mindestens zwei Antriebseinheiten mit Antriebsmotor und Generator angeordnet sind und beiderseits des Fahrzeuggehäuses jeweils eine Antriebseinheit im Bereich der Kettenschulter oberhalb der Antriebsketten angeordnet ist.

Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß der mittige Front- und Heckbereich frei von Antriebskomponenten gehalten wird und dadurch folgendes durchführbar ist:

  • - die Realisierung eines breiten Heckausstiegs für die Besatzung,
  • - die Verringerung des Antriebsausfalls (Mobility Kill) bei einem Treffer im Frontbereich des Fahrzeugs,
  • - eine verbesserte Bodensicht für die Besatzung nach vorn und günstigere Waffeneinbauorte vorn im Fahrzeug,
  • - Verminderung von thermischer Entdeckbarkeit vorn in der Hauptbedrohungsrichtung, da keine heißen Antriebskomponenten im Bug untergebracht sind,
  • - die Verwendung von standardisierten Antriebsmodulen für eine Familie von Fahrzeugen, da in Grenzen wahlfreie Einbauorte am Fahrzeug und kleinere Teileinheiten realisiert werden,
  • - die Kombination von standardisierten Antriebsmodulen, die in wenige Modul-Leistungsklassen untergliedert sind, zu einer Vielzahl von Fahrantrieben verschiedener Leistungsklassen,
  • - die Realisierung einer vereinheitlichten Anordnung des Fahrantriebs bei verschiedenen Fahrzeugen, da die Antriebsmodule nicht in den Kernbereichen des Fahrzeugs (mittig, vorne oder hinten) untergebracht sind.

Eine günstige Ausbildung wird dadurch geschaffen, daß jede Antriebseinheit dem hinteren Fahrzeuggehäuse den Kettenschultern oberhalb der Antriebsketten zugeordnet ist.

Um eine flexible Anpassung an die entsprechenden unterschiedlichen Ausbildungen zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß in jeder Antriebseinheit die Elemente des Antriebsmotors und des Generators als Module integriert sind.

Weiterhin ist vorgesehen, daß Antriebsmotor und Generator jeweils hintereinander angeordnet sind, wobei der Generator in Fahrtrichtung vor dem Antriebsmotor liegt.

Zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft bei Ausfall von Einzelaggregaten, ist vorgesehen, daß die beiderseits des Fahrzeuggehäuses angeordneten Elemente der Antriebseinheit über elektronische Steuereinheiten miteinander verknüpfbar sind.

Um eine Zusammenstellung von Einzelaggregaten entsprechend den Anforderungen und einen Austausch zu gewährleisten, wird vorgeschlagen, daß jede Antriebseinheit mit ihren Elementen als modules Baukastensystem aufgebaut ist.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Heckbereich eines Fahrzeuges und

Fig. 2 eine Rückansicht auf ein Fahrzeug.

Bei den dargestellten Kettenfahrzeugen sind Antriebsketten 9 beiderseits des Fahrzeuggehäuses 10 angeordnet, wobei die Antriebsketten 9 über zugeordnete Antriebe 3 mit elektrischen Motoren antreibbar sind.

Die Antriebe 3 werden beispielsweise von einem Dieselmotor 13 mit einem elektrischen Generator 6 als Antriebseinheit 1 über Kabel versorgt und sind beiderseits des Fahrzeuggehäuses 10 im hinteren Bereich der Kettenschultern 11 angeordnet.

Die Antriebseinheit 1 ist modulartig aufgebaut und nimmt neben dem Dieselmotor 13 und dem Generator 6 auch alle weiteren Aggregate, wie Kühler 7, Luftansaugung 12 und eine Elektronikeinheit 2 auf, die eine standardisierte Schnittstelle bezüglich der Kühlung und der elektrischen Anschlüsse besitzt und leicht austauschbar aufgebaut ist. Die elektronische Steuereinheit 2 ist dabei vor dem Generator 6 angeordnet.

Über die Elektronikeinheit sind auch die Aggregate jeder Seite miteinander koppelbar, um bei Ausfall eines Aggregates einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrantrieb für Kettenfahrzeuge in Form eines elektrischen Antriebes, wobei ein Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Versorgung von elektrischen Motoren gekoppelt ist und die elektrischen Motore Kettenantriebsrädern zugeordnet sowie über Steuereinrichtungen verknüpfbar und einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Antriebseinheiten (1) mit Antriebsmotor (13) und Generator (6) angeordnet sind und beiderseits des Fahrzeuggehäuses (10) jeweils eine Antriebseinheit (1) im Bereich der Kettenschulter (11) oberhalb der Antriebsketten (9) angeordnet ist.
  2. 2. Fahrantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Antriebseinheit (1) dem hinteren Fahrzeuggehäuse (10) den Kettenschultern (11) oberhalb der Antriebsketten (9) zugeordnet ist.
  3. 3. Fahrantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Antriebseinheit (1) die Elemente des Antriebsmotors (13) und des Generators (6) als Module integriert sind.
  4. 4. Fahrantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Antriebsmotor (13) und Generator (6) jeweils hintereinander angeordnet sind, wobei der Generator (6) in Fahrtrichtung vor dem Antriebsmotor (13) liegt.
  5. 5. Fahrantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiderseits des Fahrzeuggehäuses (10) angeordneten Elemente der Antriebseinheit (1) über elektronische Steuereinheiten miteinander verknüpfbar sind.
  6. 6. Fahrantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Antriebseinheit (1) mit ihren Elementen als modules Baukastensystem aufgebaut ist.






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