PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19754261A1 10.06.1999
Titel Atmosphärischer Gasbrenner
Anmelder Buderus Heiztechnik GmbH, 35576 Wetzlar, DE
Erfinder Rausch, Rainer, 36304 Alsfeld, DE
DE-Anmeldedatum 06.12.1997
DE-Aktenzeichen 19754261
Offenlegungstag 10.06.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.06.1999
IPC-Hauptklasse F23D 14/00
IPC-Nebenklasse F23K 5/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen atmosphärischen Gasbrenner für die Befeuerung eines Heizkessels mit mindestens zwei Brennerstufen.
Dazu soll ein geeigneter Gasverteiler geschaffen werden, welcher einfach zu fertigen und leicht bei unterschiedlichen Bauformen und Leistungsgrößen von Gasbrennern einzusetzen ist. Dies wird mit einem als Strangpreßprofil hergestellten Gasverteiler erreicht, der in Verlängerung der Achse der Gasdüsen (3) eine durchgehende, längsverlaufende Trennwand (1) besitzt und dadurch in zwei wahlweise mit den Gruppen der Gasdüsen (3) zu verbindende Kammern (2, 2') geteilt wird. In den herkömmlichen Düsensitzen (4) sind exzentrische Bohrungen (6, 6') mit einem kleineren Durchmesser außerhalb oder teilweise in der Trennwand (1) angebracht, welche eine Verbindung zwischen den Düsensitzen (4) und der zugeordneten Kammer (2, 2') bilden. Außerdem befindet sich noch ein weiterer Kanal (7) mit vorzugsweise kleinerem Querschnitt im Eckbereich des Gasverteilers, um daran beispielsweise die Startgasleitung (8) anzuschließen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen atmosphärischen Gasbrenner nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Derartige Gasbrenner werden für die Befeuerung von atmosphärischen Gasheizkesseln eingesetzt. Sie besitzen eine dem Leistungsbedarf der Heizungsanlage entsprechende Anzahl von Brennerstäben, welche zu Brennerstufen zusammengefaßt sind. Diese werden je nach Anforderung nacheinander zugeschaltet oder parallel betrieben. Es wird dabei jede Brennerstufe über eine Gasarmatur mit Brennstoff versorgt. Sie regelt die Gaszufuhr zu den einzelnen, den Venturirohren in den Brennerstäben zugeordneten Gasdüsen.

Üblicherweise ist bei der Versorgung der Gasdüsen einer Brennerstufe nach jeder Gasarmatur ein Gasverteiler im Einsatz, an dem alle Gasdüsen angeschlossen sind. Er ist in der Regel als Stahlprofil ausgeführt, welches mit aufgeschweißten Düsensitzen mit Gewinden und Dichtungsauflagen sowie aufgeschweißten Abschlußdeckeln auf beiden Seiten versehen ist. Somit wird für alle Leistungsgrößen der Brennerstufen jeweils ein speziell gefertigter und abgestimmter Gasverteiler erforderlich. Deshalb können nur wenige Gleichteile eingesetzt werden. Auch die Bearbeitungsschritte unterscheiden sich, da zum Beispiel Position und Form der Düsensitze oder der seitlichen Abschlüsse veränderlich sind.

Daneben gibt es Bestrebungen, die Gasdüsen und Gasverteiler für alle Brennerstufen

zusammenzufassen. Beispielsweise enthält die DE-AS 27 45 687 ein Gasverteilerrohr,

welches aus einem Innenrohr und einem äußeren Ringkanal besteht. Jeder Kanal ist einer Brennerstufe zugeordnet und daran sind die Gasdüsen sowie eine Gasarmatur angeschlossen.

Weiterhin offenbart die DE 196 05 598 A1 einen als Strangpreßprofil ausgeführten, in zwei Kammern mit separaten Gasanschlüssen unterteilten Gasverteiler. Dabei dient jede Kammer zur Versorgung der Gasdüsengruppe von einer Brennerstufe. Alle Düsensitze liegen auf Höhe eines Steges auf der Düsenachse, welcher bis zur eigentlichen Trennwand in der Profilmitte verläuft und die düsenseitige Kammer nochmals in Längsrichtung aufteilt. Allerdings sind die zwei dadurch entstehenden düsenseitigen Kammern durch Überströmöffnungen miteinander verbunden. Die Dicke des Steges ist etwas kleiner als die Gewindebohrung im Düsensitz gewählt. Es kann daher die Zuordnung der Gasdüsen zu den beiden Kanälen durch konzentrische Bohrungen mit unterschiedlichen Durchmessein in allen Düsensitzen festgelegt werden. Soll beispielsweise eine Gasdüse an den düsenseitigen Kanal angeschlossen werden, so wird das Kernloch beim Gewindeschneiden mit dem entsprechenden Durchmesser durch den Steg bis vor die Trennwand in der Profilmitte gebohrt. Bedingt durch die geringere Dicke des Steges werden die düsenseitigen Kammern beim Bohren angeschnitten. Dagegen wird zum Anschluß des hinter der Trennwand liegenden Kanals mit einem durchmesserkleineren Bohrer, vom Zentrum des Düsensitzes aus, in dem Steg ein Gasdurchströmkanal geschaffen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen atmosphärischen Gasbrenner mit einem für mindestens zweistufigen Betrieb geeigneten Gasverteiler zu schaffen, welcher einfach zu fertigen und leicht bei unterschiedlichen Bauformen und Leistungsgrößen von Gasbrennern einzusetzen ist.

Erfindungsgemäß wurde dies mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Der atmosphärische Gasbrenner für die Befeuerung eines Heizkessels mit mindestens zwei Brennerstufen besitzt mindestens eine Gasarmatur und einen aus einem Strangpreßprofil hergestellten Gasverteiler. Dieser ist in zwei Kammern mit separaten Gasanschlüssen unterteilt und trägt die in Reihe angeordneten, in mindestens zwei Gruppen aufgeteilten Gasdüsen, welche senkrecht vom Gasverteiler zu den Venturirohren aller Brennerstäbe gerichtet sind. Auf der Höhe der Gasdüsenachse besitzt der Gasverteiler eine durchgehende, längs durch das Profil verlaufende Trennwand und wird damit in zwei wahlweise mit den Gruppen der Gasdüsen zu verbindende Kammern aufgegliedert. Die Trennwand ist dünner als die für die Ausbildung eines Düsensitzes notwendige Verdickung des Profiles an der düsenseitigen Außenwand ausgeführt. In den herkömmlich gestalteten Düsensitzen sind exzentrische Bohrungen mit einem gegenüber dem Kernloch des Gewindes kleineren Durchmesser angebracht. Sie sind so weit in Richtung der beiden Kammern nach außen versetzt, daß sie nach dem Durchbrechen der Verdickung in der Profilwand ganz oder teilweise in diesen einmünden bzw. in geringem Umfang die Trennwand anschneiden. Somit wird eine Verbindung zwischen den Düsensitzen und der zugeordneten Kammer hergestellt. Die Zugehörigkeit zur ersten oder zweiten Gasdüsengruppe ist durch die jeweils untereinander gleiche Position der Bohrungen festgelegt, welche mit einem einheitlichen Werkzeug eingebracht werden können.

Im Strangpreßprofil des Gasverteilers ist ein weiterer Kanal mit vorzugsweise kleinerem Querschnitt integriert. Er wird insbesondere in einem Eckbereich an der Oberseite des Gasverteilers angebracht und ist für die getrennte Zufuhr eines zusätzlichen gasförmigen Mediums nutzbar. Vorzugsweise wird der Kanal mit Startgas beaufschlagt, um dieses an einer einheitlichen, von den Veränderungen bei einzelnen Baureihen ausgenommenen Stelle zuzuführen und um dann an beliebigen Stellen Anschlüsse für die Startgasleitungen der Brennerstufen anzubringen. Über den Kanal kann auch ein zusätzlicher Brennstab zur Feuerraumtrennung zwischen zwei Brennerstufen an die Gaszufuhr angeschlossen sein oder es können Abgase in den Bereich der Brenneroberfläche bzw. in den Feuerraum des Heizkessels geleitet werden. Zum Anbringen von Gewinden für die Verschraubungen am Kanal ist der Eckbereich des Gasverteilers ebenfalls mit einer größeren Wandstärke versehen.

Mit dem erfindungsgemäßen Aufbau ergibt sich ein einfach zu fertigender Gasverteiler als einheitliche Grundlage für verschiedene Gasbrennerbaureihen. In das auf die passende Länge gebrachte Strangpreßprofil müssen lediglich Bohrungen und Gewinde an den gewünschten Positionen eingebracht werden. Schweißvorgänge und die allgemein aufwendige Herstellung von vielen verschiedenen Gasverteilern in kleineren Serien können entfallen. Außerdem kann eine Gasarmatur an zentraler Stelle über die Kammern nicht nur mehrere Brennerstufen, sondern über den Kanal mit kleinerem Querschnitt auch Startbrenner mit Startgas versorgen. Vom Kanal im Gasverteiler sind daher nur noch kurze Startgasleitungen zu den Startbrennern zu verlegen.

Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Es zeigt:

Fig. 1: einen vertikalen Schnitt durch einen Gasverteiler und den Düsensitz in der Vorderansicht beim Anschluß der oberen Kammer und

Fig. 2: einen vertikalen Schnitt durch einen Gasverteiler und den Düsensitz in der Vorderansicht beim Anschluß der unteren Kammer.

Der Gasverteiler wird durch die Trennwand 1 in zwei Kammern 2, 2' geteilt. Jede davon dient zur Versorgung einer Gruppe von Gasdüsen 3. Diese haben ihren Düsensitz 4 in einem Profilsteg 5 und sind über exzentrische Bohrungen 6, 6' im Düsensitz 4 den jeweiligen Kammern 2, 2' zugeordnet. Außerdem befindet sich noch ein weiterer Kanal 7 mit vorzugsweise kleinerem Querschnitt im Eckbereich des Gasverteilers. Daran kann beispielsweise die Startgasleitung 8 angeschlossen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Atmosphärischer Gasbrenner für die Befeuerung eines Heizkessels mit mindestens zwei Brennerstufen, bestehend aus mindestens einer Gasarmatur, einem als Strangpreßprofil hergestellten und in zwei Kammern mit separaten Gasanschlüssen unterteilten Gasverteiler mit in Reihe angeordneten, in mindestens zwei Gruppen aufgeteilten, senkrecht vom Gasverteiler zu den Venturirohren aller Brennerstäbe gerichteten Gasdüsen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasverteiler in Verlängerung der Achse der Gasdüsen (3) eine durchgehende, längsverlaufende Trennwand (1) besitzt und damit in zwei wahlweise mit den Gruppen der Gasdüsen (3) zu verbindende Kammern (2, 2') geteilt wird.
  2. 2. Atmosphärischer Gasbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand (1) dünner als der für die Ausbildung eines Düsensitzes (4) notwendige Profilsteg (5) an der düsenseitigen Außenwand ausgeführt ist.
  3. 3. Atmosphärischer Gasbrenner nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den herkömmlichen Düsensitzen (4) der ersten und zweiten Gruppe der Gasdüsen (3) exzentrische Bohrungen (6, 6') mit kleinerem Durchmesser außerhalb oder teilweise in der Trennwand (1) angebracht sind, welche jeweils mit einer gleichen Position zu einer Gruppe gehören und eine Verbindung zwischen den Düsensitzen (4) und der zugeordneten Kammer (2, 2') bilden.
  4. 4. Atmosphärischer Gasbrenner nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Strangpreßprofil des Gasverteilers ein weiterer, mit einem gasförmigen Stoff beaufschlagter Kanal (7) mit vorzugsweise kleinerem Querschnitt integriert ist.
  5. 5. Atmosphärischer Gasbrenner nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (7) mit kleinerem Querschnitt insbesondere in einem Eckbereich an der Oberseite des Gasverteilers angebracht ist, vorzugsweise mit Startgas beaufschlagt wird und daran an beliebigen Stellen Anschlüsse für die Startgasleitungen (8) anzubringen sind.
  6. 6. Atmosphärischer Gasbrenner nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß über den Kanal (7) mit kleinerem Querschnitt ein zusätzlicher Brennstab zwischen zwei Brennerstufen an die Gaszufuhr angeschlossen ist.
  7. 7. Atmosphärischer Gasbrenner nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Kanal (7) mit kleinerem Querschnitt Abgase in den Bereich der Brenneroberfläche bzw. in den Feuerraum des Heizkessels geleitet werden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com